[0001] Die Erfindung bezieht sich nach dem Oberbegriff des Patentanspruches 1 auf eine Ventilsteuerung
für Brennkraftmaschinen mit einem mit Gasfedern ausgerüsteten elektro-magnetischen
Aktor, bei dem ein mit einem Gaswechselventil in Antriebsverbindung stehender Anker
zwischen einem Schließmagneten und einem Öffnungsmagneten gegen Rückstellkräfte der
Gasfedern oszillierend angeordnet ist, wobei den mittels des Ankers voneinander getrennten
Gasfedem aus einem aufladbaren Speicher ein Gas über ansteuerbare Ventile zugemessen
und aus den Gasfedem über ansteuerbare Ablass-Ventile Gas abgelassen ist.
[0002] Eine derartige Ventilsteuerung ist beispielsweise aus der US 5,611,303 bekannt, wobei
die Ausgestaltung der Gasfedem beiderseits des Ankers über an diesen beiderseits angeordneten
Rohrabschnitten in Verbindung mit einer Hubverstellung des Aktors zu einer aufwendigen
Dichtungsanordnung führt mit erheblichen Reibungsverlusten einerseits und Dichtungsverlusten
der Dichtungsanordnung andererseits. Zwar können die Dichtungsverluste durch eine
entsprechende Versorgung der Gasfedern aus dem aufladbaren Speicher kompensiert werden,
was jedoch zu einer erhöhten Leistungsaufnahme einer den Speicher versorgenden Luftpumpe
führt.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, für eine gattungsgemäße Ventilsteuerung
ein Gasfedern-System mit geringeren Dichtungsverlusten aufzuzeigen.
[0004] Diese Aufgabe ist mit dem Patenanspruch 1 dadurch gelöst, dass der Anker als ein
in einem Zylinder des Aktors gleitbeweglich dicht angeordneter Trennkolben zwischen
beiden Gasfedem ausgebildet ist, wobei für die Gasfedem ein Medium mit die Größe von
Luftmolekülen übertreffenden Molekülen verwendet ist.
[0005] Der Vorteil der Erfindung ist darin zu sehen, dass bei gleichem, für Luft als Medium
verwendeten Dichtspalt bei Einsatz eines Mediums mit die Luftmoleküle in ihrer Größe
wesentlich übertreffenden Molekühlen die Strömungs- bzw. Dichtungsverluste wesentlich
reduziert sind.
[0006] Als ein vorteilhaft geeignetes Medium wird hierfür Kohlendioxid vorgeschlagen, wobei
hierfür vorzugsweise in der Brennkraftmaschine erzeugtes Kohlendioxid verwendet ist.
[0007] Für den Einsatz des bei einer Verbrennung in der Brennkraftmaschine erzeugten Kohlendioxides
wird in weiterer Ausgestaltung vorgeschlagen, dass abgasseitiges Kohlendioxid der
Brennkraftmaschine über eine Reinigungs- und/oder Kühleinrichtung dem Speicher zugeführt
ist und dass die den Gasfedem zugeordneten Zumess-Ventile und Ablass-Ventile über
Lastbereiche der Brennkraftmaschine gesteuert der Einstellung angepasster Federkennlinien
dienen.
[0008] Die Erfindung ist anhand eines in der Zeichnung schematisch dargestellten Beispiels
einer Ventilsteuerung beschrieben.
[0009] Eine Ventilsteuerung 1 für eine nicht gezeigte Brennkraftmaschine umfasst einen elektro-magnetischen
Aktor 2 mit Gasfedem 3, 4, wobei ein mit einem Gaswechselventil 5 in Antriebsverbindung
stehender Anker 6 zwischen einem Schließmagneten 7 und einem Öffnungsmagneten 8 gegen
Rückstellkräfte der Gasfedem 3, 4 oszillierend angeordnet ist.
[0010] Den Gasfedern 3 und 4 ist aus einem aufladbaren Speicher 9 über Leitungen 9' und
9" ein Gas über ansteuerbare Ventile 10 zugemessen, wobei aus den Gasfedern 3 und
4 über ansteuerbare Ablass-Ventile 11 Gas abgelassen ist.
[0011] Zur Erzielung eines Gasfeder-Systems mit geringen Dichtungsverlusten ist erfindungsgemäß
vorschlagen, dass der Anker 6 als ein in einem Zylinder 12 des Aktors 2 gleitbeweglich
dicht angeordneter Trennkolben 13 zwischen beiden Gasfedern 3 und 4 ausgebildet ist,
wobei für die Gasfedern 3 und 4 ein Medium mit die Größe von Luftmolekülen übertreffenden
Molekülen verwendet ist.
[0012] Erfindungsgemäß findet vorzugsweise Kohlendioxid (CO
2) als Medium Verwendung. Dies ergibt den Vorteil, in einer Brennkraftmaschine bei
der Verbrennung entstehendes Kohlendioxid zu verwenden.
[0013] Zur Erzielung einer betriebssicheren Ventilsteuerung 1 ist das abgasseitige Kohlendioxid
der Brennkraftmaschine über eine Reinigungs- und/oder Kühleinrichtung 14 dem Speicher
9 zugeführt, aus dem das Kohlendioxid über Leitungen 9' und 9" den Gasfedem 3 und
4 gesteuert zuströmt. Die gesteuerte Zuströmung ist so getroffen, dass die den Gasfedem
3 und 4 zugeordneten Zumess-Ventile 10 und Ablass-Ventile 11 über Lastbereiche der
Brennkraftmaschine gesteuert der Einstellung angepasster Federkennlinien der Gasfedem
3 und 4 dienen.
1. Ventilsteuerung für Brennkraftmaschinen mit einem mit Gasfedem ausgerüsteten elektro-magnetischen
Aktor,
- bei dem ein mit einem Gaswechselventil (5) in Antriebsverbindung stehender Anker
(6) zwischen einem Schließmagneten (7) und einem Öffnungsmagneten (8) gegen Rückstellkräfte
der Gasfedern (3, 4) oszillierend angeordnet ist, wobei
- den mittels des Ankers (6) voneinander getrennten Gasfedem (3, 4) aus einem aufladbaren
Speicher (9) ein Gas über ansteuerbare Ventile (10) zugemessen und
- aus den Gasfedem (3, 4) über ansteuerbare Ablass-Ventile (11) Gas abgelassen ist,
dadurch gekennzeichnet,
- dass der Anker (6) als ein in einem Zylinder (12) des Aktors (2) gleitbeweglich dicht
angeordneter Trennkolben (13) zwischen beiden Gasfedern (3, 4) ausgebildet ist, wobei
- für die Gasfedern (3, 4) CO2 oder ein Medium mit die Größe von Luftmolekülen übertreffenden Molekülen verwendet
ist.
2. Ventilsteuerung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, - dass das Medium Kohlendioxid (CO2) ist.
3. Ventilsteuerung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass in der Brennkraftmaschine erzeugtes Kohlendioxid (CO2) verwendet ist.
4. Ventilsteuerung nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
- dass abgasseitiges Kohlendioxid (CO2) der Brennkraftmaschine über eine Reinigungs- und/oder Kühleinrichtung (14) dem Speicher
(9) zugeführt ist und
- dass die den Gasfedem (3, 4) zugeordneten Zumess-Ventile (10) und Ablass-Ventile (11)
über Lastbereiche der Brennkraftmaschine gesteuert der Einstellung angepasster Federkennlinien
dienen.
1. A valve control system for internal combustion engines comprising an electromagnetic
actuator equipped with pneumatic springs,
- wherein an armature (6) connected for drive purposes to a gas change valve (5) is
disposed so as to oscillate between a closing magnet (7) and an opening magnet (8)
against restoring forces of the pneumatic springs (3, 4) wherein
- the pneumatic springs (3, 4), which are separated from one another by the armature
(6), are supplied with metered amounts of a gas from a chargeable reservoir (9) through
actuatable valves (10) and
- gas is discharged from the pneumatic springs (3, 4) via actuatable discharge valves
(11),
characterised in that
- the armature (6) is a separating piston (13) tightly disposed for sliding movement
in a cylinder (12) of the actuator (2) between the two pneumatic springs (3, 4), wherein
- CO2 or a medium with molecules larger than air molecules is used for the pneumatic springs
(3, 4).
2. A valve control system according to claim 1, characterised in that the medium is carbon dioxide (CO2).
3. A valve control system according to claim 2, characterised in that carbon dioxide (CO2) generated in the engine is used.
4. A valve control system according to claim 3,
characterised in that
- carbon dioxide (CO2) from the engine exhaust is supplied to the reservoir (9) via a cleaning and/or cooling
device (14) and
- the metering valves (10) and discharge valves (11) associated with the pneumatic
springs (3, 4) are used for setting suitable spring characteristics controlled by
load ranges of the engine.
1. Commande de soupape de moteur à combustion interne par un actionneur électromagnétique
muni de ressorts de rappel pneumatiques et dans lequel
- un induit (6), en liaison d'entraînement avec une soupape d'échange de gaz (5),
est monté oscillant entre un aimant de fermeture (7) et un aimant d'ouverture (8),
contre les forces de rappel des ressorts pneumatiques (3, 4),
- à partir d'un réservoir chargeable (9), un gaz est délivré de manière dosée par
des soupapes (10) commandables aux ressorts pneumatiques (3, 4) séparés les uns des
autres par l'induit (6),
- le gaz est évacué des ressorts pneumatiques (3, 4) par des soupapes d'évacuation
(11) commandables,
caractérisée en ce que
- l'induit (6) est constitué par un piston séparateur (13) monté entre les deux ressorts
pneumatiques (3, 4), et qui coulisse avec étanchéité dans un cylindre (12) de l'actionneur
(2), et
- pour les ressorts pneumatiques (3, 4) est utilisé du CO2 ou un fluide dont les molécules dépassent en grandeur les molécules d'air.
2. Commande de soupape selon la revendication 1,
caractérisée en ce que
le gaz utilisé est du dioxyde de carbone CO2.
3. Commande de soupape selon la revendication 2,
caractérisée en ce que
le dioxyde de carbone (CO2) utilisé est celui produit dans le moteur à combustion interne.
4. Commande de soupape selon la revendication 3,
caractérisée en ce que
- du dioxyde de carbone (CO2) contenu dans les gaz d'échappement du moteur à combustion interne est envoyé au
réservoir (9) à travers un dispositif (14) de purification et/ou de refroidissement,
- les soupapes de dosage (10) et les soupapes d'évacuation (11) associées aux ressorts
pneumatiques (3, 4) servent au réglage de caractéristiques élastiques adaptées, en
étant commandées par les zones de charge du moteur.