[0001] Die Erfindung betrifft eine Ventilanordnung, mit einem Ventilträger, an dem mit einer
Montageseite voraus mehrere Steuereinheiten nebeneinander montiert sind, die jeweils
eine Ventileinheit mit einem unter Abdichtung mit Fluidkanälen im Ventilträger kommunizierenden
Ventil und mindestens einem zur Betätigung des Ventils dienenden, elektrisch aktivierbaren
Ventilantrieb aufweisen.
[0002] Eine Ventilanordnung dieser Art geht beispielsweise aus der EP 0 608 245 B1 hervor.
Diese bekannte Ventilanordnung verfügt über einen plattenartigen Ventilträger, der
an einer Bestückungsfläche mit mehreren nebeneinanderliegenden Steuereinheiten bestückt
ist. Die Steuereinheiten sind von Ventileinheiten gebildet, die jeweils ein Ventil
und einen elektrisch betätigbaren Ventilantrieb enthalten. Die Ventile kommunizieren
mit im Ventilträger verlaufenden Fluidkanälen und sind in der Lage, in Abhängigkeit
von der gesteuerten Aktivierung der Ventilantriebe, angeschlossene Verbraucher mit
Druckmittel zu versorgen.
[0003] Wird die bekannte Ventilanordnung auf dem Sektor der Lebensmittel- und/oder Medizinindustrie
eingesetzt, ergibt sich eine besondere Problematik hinsichtlich der Reinigung der
Außenflächen der Ventilanordnung. Aus Hygienegründen hat hier höchste Reinigungssorgfalt
zu walten, wobei sich jedoch Schwierigkeiten einstellen, weil den sich in den vorhandenen
Ritzen und Zwischenräumen ansammelnden flüssigen und festen Verunreinigungen nur schwer
beizukommen ist. In aller Regel wird unter Einsatz von Flüssigkeits-Reinigungseinrichtungen
wie Hochdruckreinigern versucht, die Verschmutzungen abzuspülen. Hier ergibt sich
dann aber das Problem, dass das aggressive Reinigungsmittel auch ins Innere der Ventileinheit
eindringt und dort Schäden verursachen kann. Außerdem können sich Korrosionsschäden
oder Lebensmittelverunreinigungen im Zusammenhang mit nicht abfließenden Reinigungsmittelresten
einstellen.
[0004] Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Ventilanordnung der eingangs
genannten Art zu schaffen, die sich besonders für einen Einsatz in reinigungsintensiver
Umgebung eignet.
[0005] Zur Lösung dieser Aufgabe ist vorgesehen, dass die Steuereinheiten jeweils einen
flüssigkeitsdichten Hüllkörper aufweisen, in dem die Bestandteile der zugeordneten
Ventileinheit gemeinsam untergebracht sind und der im Bereich der Montageseite unter
Abdichtung an den Ventilkörper angesetzt ist, so dass sich eine flüssigkeitsdicht
gekapselte individuelle Unterbringung der einzelnen Ventileinheiten ergibt.
[0006] Auf diese Weise liegt eine Ventilanordnung vor, die auch für Einsätze in reinigungsintensiver
Umgebung geeignet ist, also insbesondere für Verwendungen auf dem Sektor der Lebensmittel-,
Medizin- und Halbleitertechnik. Bedingt durch die erzielte flüssigkeitsdichte Kapselung
der Ventileinheiten wird wirksam dafür Sorge getragen, dass selbst unter Hochdruck
aufgesprühte Reinigungsflüssigkeit nicht mit der Ventileinheit in Berührung gelangt
und dort Schäden hervorruft. Da sich der Hüllkörper glattflächig ausführen lässt,
lässt er sich sehr gut reinigen und bietet keine oder kaum Ansatzpunkte, an denen
sich Verunreinigungen oder Rückstände des Reinigungsmittels ablagern könnten. Da die
Ventileinheiten weiterhin individuelle Steuereinheiten bilden, kann zudem gewährleistet
werden, dass sich eine einzelne Steuereinheit im Defektfall austauschen lässt, ohne
die übrigen Steuereinheiten zu beeinträchtigen. Dabei ist eine Ausführungsform von
besonderem Vorteil, bei der die Steuereinheiten eigenständige zusammenhängende Baueinheiten
bilden, die Ventileinheiten und der Hüllkörper also gemeinsam, einheitlich handhabbar
sind und somit mit der Befestigung des Hüllkörpers gleichzeitig die Befestigung der
zugeordneten Ventileinheit stattfindet, was die Handhabung sehr vereinfacht.
[0007] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der erfindungsgemäßen Ventilanordnung gehen
aus den Unteransprüchen hervor.
[0008] Die Hüllkörper der Steuereinheiten können beispielsweise aus einem korrosionsbeständigen
Metall, insbesondere aus Edelstahl bestehen. Hinsichtlich des Materials und der Herstellung
kostengünstiger ist allerdings eine Bauform, bei der der Hüllkörper aus Kunststoffmaterial
besteht, beispielsweise aus Polypropylenmaterial. Dies ermöglicht eine rationelle
Fertigung als Kunststoff-Spritzgussteil oder im Rahmen eines anderen Kunststoff-Formgebungsverfahrens.
[0009] Um das Ablagern von Verunreinigungen bestmöglich zu verhindern und zugleich einen
zuverlässigen Reinigungsvorgang zu ermöglichen, ist es besonders empfehlenswert, die
Außenfläche des Hüllkörpers kantenlos auszubilden und dabei vorhandene Rundungen sowie
eventuell vorhandene Übergänge zwischen ebenen Flächenabschnitten mit Radien von mindestens
drei Millimetern auszuführen. Es wird also bewusst auf scharfe Kanten verzichtet,
an denen nach intensiver Reinigung Rückstände des Reinigungsmittels verbleiben könnten.
[0010] Der Hüllkörper kann zumindest partiell derart transluzent ausgebildet sein, dass
durch den transluzenten Bereich hindurch von der Ventileinheit erzeugte Lichtsignale
von außen her sichtbar sind. Die Ventileinheit kann beispielsweise mit Leuchtdioden
versehen sein, die den Betätigungszustand signalisieren, so dass vorliegend eine sichere
Überwachung von außen her möglich ist, ohne dass hierzu Öffnungen im Hüllkörper erforderlich
wären. Die transluzenten Bereiche können integrale Bestandteile des Hüllkörpermaterials
sein.
[0011] Prinzipiell wäre es möglich, insbesondere bei einer Ausführung des Hüllkörpers aus
Kunststoffmaterial, den Hüllkörper unmittelbar an die Ventileinheit anzuformen, so
dass sich die Anzahl der Zwischenräume zwischen dem Hüllkörper und der Ventileinheit
sehr einfach auf ein Minimum reduzieren lässt. Denkbar wäre eine Ausgestaltung vergleichbar
einer die Ventileinheit umhüllenden Haut.
[0012] Andererseits kann es von Vorteil sein, insbesondere um auch einen Schutz vor mechanischer
Beanspruchung zu erreichen, wenn der Hüllkörper als selbständig formstabiles Bauteil
ausgeführt ist. Jedenfalls ist es zweckmässig, wenn die einen Hüllkörper und die darin
untergebrachte Ventileinheit umfassende Steuereinheit, wie oben schon erwähnt, eine
gemeinsam handhabbare Baueinheit bildet, die sich einheitlich montieren und demontieren
lässt, ohne dabei eine Zerlegung in die einzelnen Bestandteile vornehmen zu müssen.
[0013] Zur dichten Verbindung zwischen Hüllkörper und Ventilträger kann beispielsweise eine
Klebe- oder Schweißverbindung vorgesehen sein. Besonders zweckmäßig ist allerdings
die Zwischenschaltung einer Dichtung. Diese ist vorzugsweise an die Steuereinheit
und dabei insbesondere an den Hüllkörper angeformt, was sich insbesondere durch Spritzgießen
sehr einfach realisieren lässt.
[0014] Insbesondere wenn als Hüllkörper ein formstabiler Körper zum Einsatz gelangt, können
sich zwischen dem Hüllkörper und der Ventileinheit Zwischenräume ergeben. Auch zwischen
den einzelnen Bestandteilen der Ventileinheit lassen sich derartige Zwischenräume
meist nicht vermeiden. In einem solchen Falle ist es von Vorteil, wenn diese Zwischenräume
im Innenraum des Hüllkörpers zumindest partiell und vorzugsweise komplett mit einer
Füllmasse ausgefüllt sind. Auf diese Weise kann gewährleistet werden, dass sich durch
die im Einsatzbereich des Ventils gegebenen starken Temperaturschwankungen kein Kondenswasser
bilden kann, das Funktionsbeeinträchtigungen hervorrufen könnte. Die Füllmasse wird
zweckmäßigerweise im Rahmen eines Spritzgießverfahrens oder durch ein Schäumverfahren
in den Hohlräumen platziert.
[0015] Die Füllmasse kann bei Bedarf auch noch eine Befestigungsfunktion erfüllen und für
die Fixierung der Ventileinheit im Innern des Hüllkörpers sorgen. Dabei kann die Füllmasse
das einzige Befestigungsmittel bilden, so dass zur Gewährleistung des Zusammenhaltes
zwischen Hüllkörper und Ventileinheit keine weiteren Befestigungsmittel wie beispielsweise
Schrauben benötigt werden.
[0016] Die zur Abdichtung zwischen einer Steuereinheit und dem Ventilträger dienende Dichtung
kann vorzugsweise integraler Bestandteil der Füllmasse sein, so dass sich die Füllung
der Hohlräume wie auch das Anformen der Dichtung im Rahmen eines gemeinsamen Herstellungsprozesses
realisieren lässt. Insgesamt bietet sich ein Zwei-Komponenten-Spritzgieß-Herstellungsverfahren
an, bei dem zunächst der Hüllkörper aus einem ersten Kunststoffmaterial geformt wird,
in das in einem weiteren Formgebungsschritt, bei bereits integrierter Ventileinheit,
die Füllmasse eingebracht und gleichzeitig die Dichtung angeformt wird. Dies kann
in zwei separaten Spritzgießvorrichtungen oder in einer gemeinsamen Spritzgießvorrichtung
geschehen. Man kann zunächst den Hüllkörper herstellen, anschließend die Ventileinheit
einsetzen und schließlich die Formmasse einspritzen. Denkbar wäre es aber auch, die
Ventileinheit als Einlegeteil in einer Spritzgießform zu platzieren, um die dann der
Hüllkörper herumgespritzt wird, der dann noch mit der Dichtung und erforderlichenfalls
der Füllmasse vervollständigt wird.
[0017] Als Füllmasse bietet sich ein Gummimaterial oder ein Elastomermaterial an.
[0018] Bevorzugt handelt es sich bei dem Hüllkörper um einen haubenartigen Körper, der über
die Ventileinheit übergestülpt ist und mit seiner Öffnung voraus an den Ventilträger
angesetzt wird.
[0019] Wiederum aus Gründen einer günstigen Reinigung ist es von Vorteil, wenn die Außenfläche
der Hüllkörper so ausgeführt wird, dass die Oberflächenrauhigkeit maximal 2,24 µm
beträgt. Dies entspricht üblicherweise der VDI-Richtlinie 3400 Klasse 27-30.
[0020] Damit das Reinigungsmittel gut abfließen kann und sich Verunreinigungen nicht absetzen
können, sind die Steuereinheiten vorzugsweise mit gegenseitigem Abstand auf dem Ventilträger
montiert, wobei sich die Einhaltung eines Abstandes von mindestens fünf Millimetern
empfiehlt.
[0021] Der Ventilträger verfügt im Innern in aller Regel über zu mindestens einer Stirnseite
geführte Fluidkanäle, an die sich Fluidleitungen anschließen lassen, die zur Einspeisung
und/oder Abfuhr von Druckmedium, insbesondere Druckluft, dienen. Hier ist es von Vorteil,
wenn an der betreffenden Stirnseite unter Abdichtung ein glattflächiger Abschlusskörper
angesetzt ist, in dem sich einerseits mit den Fluidkanälen des Ventilträgers kommunizierende
Umlenkkanäle befinden, die andererseits zu einer Anschlussseite führen, an der sich
weiterführende Fluidleitungen anschließen lassen und die entgegengesetzt zu der mit
Steuereinheiten bestückten Bestückungsfläche des Ventilträgers orientiert ist.
[0022] Die Außenfläche des Abschlusskörpers ist vorzugsweise kantenlos ausgebildet, wobei
zugunsten einer optimalen Reinigung vorgesehen ist, die Übergänge zwischen eventuell
vorhandenen ebenen Flächenabschnitten sowie die vorhandenen gerundeten Flächenabschnitte
mit Radien von mindestens einem Millimeter auszuführen.
[0023] Damit das flüssige Reinigungsmittel gut ablaufen kann, ist es ferner von Vorteil,
wenn die Bauhöhe der einzelnen Hüllkörper vom einen zum anderen stirnseitigen Ende
hin abnimmt, wobei sich eine kontinuierliche Höhenabnahme empfiehlt, so dass sich
eine zu einem Ende hin abfallende Formgebung einstellt.
[0024] Nachfolgend wird die Erfindung anhand der beiliegenden Zeichnung näher erläutert.
Es zeigen im einzelnen:
- Figur 1
- eine bevorzugte Bauform der erfindungsgemäßen Ventilanordnung in perspektivischer
Darstellung, wobei anhand einer Steuereinheit mit gestrichelten Linien die integrierte
Ventileinheit angedeutet ist,
- Figur 2
- die Ventileinheit aus Figur 1, gezeigt in vertikaler Ausrichtung des Ventilträgers
und teilweise in Explosionsdarstellung,
- Figur 3
- eine Stirnansicht der Ventilanordnung aus Figur 2 bei entferntem stirnseitigem Abschlusskörper
mit Blickrichtung gemäß Pfeil III,
- Figur 4
- einen Teillängsschnitt durch die Anordnung aus Figur 2 gemäß Schnittlinie IV-IV, und
- Figur 5
- einen Teilquerschnitt durch die Anordnung aus Figur 1 gemäß Schnittlinie V-V.
[0025] Die allgemein mit Bezugsziffer 1 bezeichnete Ventilanordnung des Ausführungsbeispiels
verfügt über einen plattenartigen Ventilträger 2, der hier einteilig ausgeführt ist,
sich grundsätzlich aber auch aus mehreren fest aneinandergesetzten Ventilträgerelementen
modular zusammensetzen könnte.
[0026] Eine der beiden größeren Flächen des Ventilträgers 2 bildet eine Bestückungsfläche
3, an der mehrere Bestückungsplätze 4 vorgesehen sind, von denen einer in Figur 2
durch eine gedachte strichpunktierte Umrandung kenntlich gemacht ist.
[0027] Der Ventilträger 2 ist an seiner Bestückungsfläche 3 mit einer Mehrzahl ventiltechnischer
Steuereinheiten 5 bestückt. Diese sind in einer Reihe aufeinanderfolgend angeordnet,
wobei die in Figur 1 durch einen Doppelpfeil markierte Aufreihungsrichtung 6 rechtwinkelig
zur Längsachse 7 der einzelnen Steuereinheiten 5 verläuft. Letztere sind also längsseits
nebeneinanderliegend angeordnet.
[0028] Jede Steuereinheit 5 ist mit einer Montageseite 8 voraus vorzugsweise lösbar an einem
der Bestückungsplätze 4 montiert. Geeignete Befestigungsmittel 12, vorliegend in Gestalt
von Befestigungsschrauben, garantieren eine feste und zugleich lösbare Verbindung
zwischen jeder Steuereinheit 5 und dem Ventilträger 2. Es ist also möglich, die einzelnen
Steuereinheiten 5 unabhängig voneinander zu montieren und zu demontieren.
[0029] Jede Steuereinheit 5 beinhaltet eine in Figur 1 gestrichelt angedeutete und in Figur
5 durch gekreuzte Linien markierte Ventileinheit 13. Diese setzt sich aus mehreren
Bestandteilen zusammen und umfasst unter anderem ein Ventil 14 in Mehrwegeventilbauweise
mit einem länglichen Ventilgehäuse 15 und einem beweglich darin untergebrachten Ventilglied
16.
[0030] Das Ventil 14 hat mehrere zur Montageseite 8 hin offene Ventilkanäle, die in der
Zeichnung nicht näher dargestellt sind und die bei montierter Steuereinheit 5 mit
im Bereich eines jeweiligen Bestückungsplatzes 4 ausmündenden Ventilträgerkanälen
17 in Verbindung stehen. In Abhängigkeit von der momentanen Schaltstellung des Ventilgliedes
16 lassen sich unterschiedliche fluidische Verbindungen zwischen den einzelnen Ventilträgerkanälen
17 realisieren.
[0031] Im Innern des Ventilträgers 2 verlaufen mehrere Fluidkanäle 18, vorzugsweise parallel
zu der Aufreihungsrichtung 6, die zu entgegengesetzten Stirnflächen 22 des Ventilträgers
ausmünden. Sie dienen zur Einspeisung und Abfuhr von Druckmedium, wobei vorliegend
über einen der Fluidkanäle 18 Druckluft zugeführt wird, während die beiden anderen
zur Entlüftung dienen. Jeder dieser Fluidkanäle 18 steht mit einem der Ventilträgerkanäle
17 eines jeweiligen Bestückungsplatzes 4 in Verbindung.
[0032] Die beiden noch verbleibenden Ventilträgerkanäle 17 verlaufen quer durch den Ventilträger
2 hindurch und münden zu der der Bestückungsfläche 3 entgegengesetzten Rückfläche
23 des Ventilträgers 2 aus. Sie dienen zur Übertragung des Druckmediums zu und von
einem nicht näher dargestellten angeschlossenen Verbraucher, beispielsweise einem
Arbeitszylinder und können auch zu einer Seitenfläche ausmünden. Die Verbindung zu
diesem Verbraucher lässt sich über an der Rückfläche 23 festlegbare Fluidleitungen
24 realisieren.
[0033] Durch die Ventile 14 können somit die angeschlossenen Verbraucher fluidisch angesteuert
werden.
[0034] An die beiden Stirnflächen 22 des Ventilträgers 2 ist jeweils ein Abschlusskörper
24, 25 unter Abdichtung angesetzt. Der eine, erste Abschlusskörper 24 verfügt gemäß
Figur 4 über integrierte Umlenkkanäle 26, die jeweils einerseits an der der Stirnfläche
22 zugewandten Außenfläche und andererseits an einer Anschlussfläche 27 ausmünden.
Sie stehen im Bereich der Stirnfläche 22 zuordnungsrichtig mit den Fluidkanälen 18
in Verbindung, wobei zwischengeschaltete Abdichtmittel 28 für einen nach außen hin
abgedichteten Übergang garantieren. Den Mündungen an der Anschlussfläche 27 sind Befestigungsmittel
29 zugeordnet, die das Anschließen weiterführender Fluidleitungen 32 ermöglichen.
Eine der Fluidleitungen kann zu einer Druckmittelquelle führen, über mindestens eine
andere Fluidleitung kann die Abluft zu einem vom Einsatzort der Ventilanordnung entfernten
Ort abgeleitet werden.
[0035] Die Anschlussfläche 27 ist bezüglich der Bestückungsfläche 3 entgegengesetzt orientiert
und weist in die gleiche Richtung wie die Rückfläche 23 des Ventilträgers 2. Auf diese
Weise befinden sich sämtliche Fluidleitungsanschlüsse auf der der Bestückungsfläche
3 entgegengesetzten Seite der Ventilanordnung 1.
[0036] Der der anderen Stirnfläche zugeordnete zweite Abschlusskörper 25 hat beim Ausführungsbeispiel
nur eine Verschlussfunktion hinsichtlich der dort ausmündenden Fluidkanäle 18. Allerdings
könnte er ebenfalls mit internen Strömungskanälen vergleichbar den Umlenkkanälen 26
ausgestattet sein, um wahlweise auch über ihn eine Zufuhr bzw. Abfuhr von Druckmedium
vornehmen zu können.
[0037] Um gute Voraussetzungen für eine gründliche Reinigung zu schaffen, ist die Außenfläche
der Abschlusskörper 24, 25 kantenlos ausgebildet, wobei die Übergange 34 zwischen
den vorhandenen ebenen Flächenabschnitten 33 sowie die sonst noch vorhandenen gerundeten
Flächenabschnitte mit Radien von mindestens einem Millimeter ausgeführt sind.
[0038] Zur Befestigung der Abschlusskörper 24, 25 am Ventilträger 2 werden geeignete Befestigungsmittel
35 verwendet, bei denen es sich vorliegend um Befestigungsschrauben handelt, die zweckmäßigerweise
einen Schechskantkopf aufweisen.
[0039] Der Betätigungszustand eines jeweiligen Ventils 14 wird durch einen elektrisch aktivierbaren
Ventilantrieb 36 vorgegeben, der einen weiteren Bestandteil der betreffenden Ventileinheit
13 bildet. Er ist zweckmäßigerweise fest mit dem Ventil 14 verbunden und kann beispielsweise
über eine piezoelektrische oder elektromagnetische Antriebseinrichtung verfügen. Er
kann als Direktantrieb oder in Gestalt eines Vorsteuerventils ausgebildet sein, wobei
letzteres beim Ausführungsbeispiel zutrifft. Es sei ferner darauf hingewiesen, dass
die Ventileinheiten 13 jeweils auch mehrere Ventilantriebe 36 enthalten können, insbesondere
zwei Stück, die im Übrigen zu einer Baueinheit zusammengefasst sein können.
[0040] Seine elektrischen Betätigungssignale erhält der Ventilantrieb 36 durch elektrische
Übertragungsmittel 37, die in einem im Ventilträger 2 parallel zur Aufreihungsrichtung
6 verlaufenden Kanal untergebracht sind und über zum jeweiligen Bestückungsplatz 4
ausmündende Kanal-Abzweigungen 39 eine elektrische Steckverbindung mit dem jeweiligen
Ventilantrieb 36 eingehen können. In Figur 2 sind bei der demontiert gezeigten Steuereinheit
5 geeignete Steckverbindungsmittel 41 ersichtlich. Die Übertragungsmittel 37 können
auf der Basis von Leiterplatten ausgeführt sein.
[0041] Die elektrischen Übertragungsmittel 37 können durch den zugeordneten ersten Abschlusskörper
24 hindurch mit abgehenden Signalleitern 42 in Verbindung stehen, über die eine elektrische
Verbindung zu einer elektronischen Steuereinrichtung hergestellt werden kann. Eine
solche kann im Übrigen auch als unmittelbarer Bestandteil der Ventilanordnung 1 vorgesehen
sein, beispielsweise durch Integration in einen der beiden Abschlusskörper 24, 25.
[0042] Wird eine Steuereinheit 5 auf einen Bestückungsplatz 4 aufgesetzt, werden automatisch
die elektrischen Verbindungen zum Ventilantrieb 36 und die fluidischen Verbindungen
zum Ventil 14 hergestellt. Damit sich im Bereich der Ventilträgerkanäle 17 ein nach
außen hin fluiddichter Übergang zwischen dem Ventil 14 und dem Ventilträger 2 einstellt,
sind zwischen diesen beiden Komponenten geeignete Abdichtmittel 45 vorgesehen, die
zweckmäßigerweise von der Signaleinheit 5 getragen werden und die die Mündungen der
Ventilträgerkanäle 17 auf der Bestückungsfläche zur gegenseitigen Abdichtung umschließen.
[0043] Jede Steuereinheit 5 enthält zusätzlich zur Ventileinheit 13 einen flüssigkeitsdichten
Hüllkörper 46, der wie abgebildet bevorzugt eine haubenartige Gestalt hat, mit einer
zur Bestückungsfläche 3 hin orientierten Öffnung 47 im Bereich der Montageseite 8.
Die Ventileinheit 13 einer jeweiligen Steuereinheit 5 sitzt mit all ihren Bestandteilen
komplett im Innern des Füllkörpers 46, wobei die Montage dadurch erfolgt, dass die
Ventileinheit 13 durch die Öffnung 47 hindurch in den Innenraum 48 des Hüllkörpers
46 eingeführt wird.
[0044] Im Bereich der Öffnung 47 ist zwischen dem umlaufenden Rand des Hüllkörpers 46 und
dem Ventilträger 2 eine Dichtung 51 platziert, die eine fluiddichte Verbindung zwischen
dem Hüllkörper 46 und dem Ventilträger 32 schafft, was eine flüssigkeitsdicht gekapselte
individuelle Unterbringung der einzelnen Ventileinheiten 13 zur Folge hat.
[0045] Anstelle einer besonderen Dichtung 51 könnten auch andere Maßnahmen getroffen sein,
um eine fluiddichte Verbindung zwischen Hüllkörper 46 und Ventilträger 2 zu garantieren.
Möglich wäre z.B. auch eine Klebeverbindung oder eine Schweißverbindung, z.B. durch
Ultraschallschweißen.
[0046] Die Außenfläche des Hüllkörpers 46 ist vorzugsweise kantenlos ausgebildet und insgesamt
glattflächig, so dass sich keine Ritzen oder sonstigen Vertiefungen ergeben, in denen
sich Verunreinigungen absetzen könnten. Die Formgebung ist so gewählt, dass die Übergange
49 zwischen den vorhandenen ebenen Flächenabschnitten 50 sowie alle anderen gerundeten
Flächenabschnitte 53 über Radien von mindestens drei Millimetern verfügen. Außerdem
ist Wert auf eine qualitativ hochwertige Oberfläche gelegt, wobei die Oberflächenrauhigkeit
der Außenfläche des Hüllkörpers 46 maximal 2,24 µm beträgt, was der VDI-Richtlinie
3400 Klasse 27-30 entspricht.
[0047] Damit bei einem Reinigungsvorgang die Reinigungsflüssigkeit schnell ablaufen kann,
sind zumindest bei den Steuereinheiten 5, vorzugsweise aber bei der gesamten Ventilanordnung
1 die in Gebrauchslage nach oben orientierten Flächen so gestaltet, dass sich keine
waagrechten ebenen Flächenbereiche einstellen. So kann insbesondere vorgesehen sein,
die Hüllkörper mit vom einen zum anderen Ende hin insbesondere kontinuierlich abnehmender
Bauhöhe auszuführen, so dass sich eine zum einen Ende hin abfallende Oberseite ergibt,
wie dies aus Figur 3 ersichtlich ist.
[0048] Indem ferner der Abstand "A" zwischen unmittelbar benachbarten Steuereinheiten 5
relativ groß bemessen ist, es empfiehlt sich hier ein Maß von mindestens fünf Millimetern,
ergibt sich eine gute Zugänglichkeit der einander zugewandten Seitenflächen des Hüllkörpers
46 bei der Reinigung und es werden schwierig zu entfernende Ablagerungen vermieden.
[0049] Prinzipiell wäre es möglich, die Hüllkörper 46 aus einem korrosionsbeständigen Metall
und dabei vorzugsweise aus Edelstahl zu fertigen. Vor allem Kostengründe und flexiblere
Gestaltungsmöglichkeiten machen jedoch eine Realisierung aus Kunststoffmaterial und
dabei vorzugsweise aus Polypropylenmaterial besonders empfehlenswert. Beim Ausführungsbeispiel
sind die Hüllkörper 46 als Kunststoffteile ausgeführt, die über eine eigenständige
Formstabilität verfügen, was auch bei starker externer Beanspruchung einen zuverlässigen
Schutz der Ventileinheiten 13 vor Beeinträchtigungen zur Folge hat.
[0050] Beim Ausführungsbeispiel sind die Hüllkörper 46 durch Spritzgießen hergestellt. Bei
der weiteren Fertigung der Steuereinheiten 5 wird in den hergestellten Hüllkörper
46 die komplett vormontierte Ventileinheit 13 eingesetzt. Dabei lassen sich gewisse
Zwischenräume 54 im Innenraum 48 zwischen der Innenfläche des Hüllkörpers 46 und der
Außenfläche in der Ventileinheit 13 nicht vermeiden. In diese Zwischenräume 54 wird
anschließend, durch die Öffnung 47 hindurch, eine Füllmasse 55 eingebracht. Das Einbringen
erfolgt mit Überdruck im flüssigen oder pastösen Zustand, wobei es sich auch um ein
Kunststoff-Schaummaterial handeln kann. Nach dem Aushärten der Füllmasse - je nach
Material kann hierbei durchaus noch eine gewisse Elastizität vorhanden sein - sind
die Zwischenräume 54 zumindest partiell und vorzugsweise vollständig durch die Füllmasse
55 ausgefüllt, so dass keine oder zumindest nurmehr sehr wenige luftgefüllte Zwischenräume
vorhanden sind. Die Füllmasse 55 kann dabei auch in Ritzen, Spalten oder sonstige
Zwischenräume eindringen, die sich zwischen aneinandergesetzten Komponenten der Ventileinheit
13 befinden.
[0051] Durch Einspritzen der Füllmasse 55 in die Zwischenräume 54 mit ausreichend hohem
Druck kann ein optimaler Füllungsgrad gewährleistet werden.
[0052] Die Füllmasse, beispielsweise ein Elastomermaterial oder Gummimaterial, kann mit
den die Zwischenräume 54 begrenzenden Materialwänden eine Haftverbindung eingehen,
so dass sich insgesamt eine innige Verbindung zwischen den einzelnen Komponenten einstellt,
die auch eine Dichtheit gewährleistet, welche das Eindringen von Feuchtigkeit verhindert.
Ohne zusätzliche Befestigungsmittel kann durch die Füllmasse 55 allein erreicht werden,
dass sich ein fester Zusammenhalt der einzelnen Komponenten der Steuereinheit 5 ergibt,
so dass eine gemeinsame Handhabung wie bei einem einzigen Bauteil möglich ist.
[0053] Die im Bereich der Öffnung 47 platzierte Dichtung 51 ist zweckmäßigerweise an den
zugeordneten Randbereich des Füllkörpers 46 angeformt, insbesondere durch Spritzgießen.
In diesem Zusammenhang hat das Ausführungsbeispiel den Vorteil, dass die Dichtung
51 als integraler Bestandteil der Füllmasse 55 ausgebildet ist, ein außerhalb des
Hüllkörpers 56 befindlicher Abschnitt der Füllmasse 55 also unmittelbar die besagte
Dichtung 51 bildet. Dies ermöglicht gemeinsam ein Ausspritzen der Zwischenräume 54
und ein Anspritzen der Dichtung 51 in einem Arbeitsgang. Bei Bedarf können hierbei
auch die im Bereich der Ventilträgerkanäle 17 vorgesehenen Abdichtmittel 45 mit angespritzt
werden, wobei auch hier eine integrale Realisierung als Bestandteil der Füllmasse
55 möglich ist.
[0054] Bei einer nicht näher dargestellten Ausführungsform wird der Hüllkörper 46 durch
Spritzgießen unmittelbar an die Außenfläche der Ventileinheit 13 angeformt. Da das
flüssige Kunststoffmaterial hierbei auch in die zwischen den Bestandteilen der Ventileinheit
13 vorliegenden Zwischenräume eindringen kann, erübrigt sich in einem solchen Falle
in aller Regel das zusätzliche Ausspritzen oder Ausschäumen. Die Dichtung 51, eventuell
gemeinsam mit den Abdichtmitteln 45, kann hier in einem weiteren Spritzgießschritt
als zweite Komponente an der Montageseite 8 angeformt werden.
[0055] Insbesondere aus Figuren 1 und 2 ist ersichtlich, dass in die Wandung des Hüllkörpers
46 zusätzliche Bedienmittel 56 integriert sein können, die bei Bedarf eine manuelle
Ventilbetätigung ermöglichen (Handhilfsbetätigung).
[0056] Darüberhinaus verfügen die Hüllkörper 46 beim Ausführungsbeispiel über zumindest
einen, vorzugsweise abgegrenzten transluzenten Bereich 57, der in der Nähe von Signalmitteln
der integrierten Ventileinheit 13 angeordnet ist, die Lichtsignale aussenden können
und sich im Innenraum 48 des Hüllkörpers 46 befinden. Es kann sich hier beispielsweise
um Signale handeln, die den Betätigungszustand des Ventils 14 anzeigen oder eine Störung
melden können. Der transluzente Bereich 57 kann integraler Bestandteil der Wandung
des Hüllkörpers 46 sein oder wird von einem über entsprechende Eigenschaften verfügenden
Zusatzkörper gebildet, der in einer Durchbrechung des Hüllkörpers 46 fixiert ist.
[0057] Die zur Befestigung der Steuereinheiten 5 am Ventilträger 2 dienenden Befestigungsmittel
12 sind zweckmäßigerweise so ausgebildet, dass sie einerseits am Hüllkörper 46 und
andererseits am Ventilträger 2 angreifen, wobei sie sich seitens des Hüllkörpers 46
an der bezüglich der Bestückungsfläche 3 entgegengesetzt orientierten Oberseite des
Hüllkörpers 46 abstützen können. Als besonders reinigungsfreundlich haben sich Befestigungsschrauben
mit einem Sechskantkopf erwiesen.
[0058] Um im Bereich der Abdichtmittel 45 eine ausreichende Pressung zu erhalten, sollte
die Innenkontur des Hüllkörpers 46 derart an die Außenform der Ventileinheit 13 angepasst
werden, dass letztere mit ihrer der Montageseite 8 entgegengesetzten Oberseite 59
an einer oder mehreren Stellen an einer Beaufschlagungsfläche 58 anliegt, die an der
Innenfläche des Hüllkörpers 46 vorgesehen ist. Wird der Hüllkörper 46 durch die Befestigungsmittel
12 gegen den Ventilträger 2 gespannt, erfolgt eine gleichzeitige gleichgerichtete
Beaufschlagung der Ventileinheit 13 durch mindestens eine Beaufschlagungsfläche 58,
so dass im Bereich der Abdichtmittel 45 die für die Dichtwirkung notwendige Vorspannung
erreicht wird.
1. Ventilanordnung, mit einem Ventilträger (2), an dem mit einer Montageseite (8) voraus
mehrere Steuereinheiten (5) nebeneinander montiert sind, die jeweils eine Ventileinheit
(13) mit einem unter Abdichtung mit Fluidkanälen (18) im Ventilträger (2) kommunizierenden
Ventil (14) und mindestens einem zur Betätigung des Ventils (14) dienenden, elektrisch
aktivierbaren Ventilantrieb (36) aufweisen, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinheiten
(5) jeweils einen flüssigkeitsdichten Hüllkörper (46) aufweisen, in dem die Bestandteile
der zugeordneten Ventileinheit (13) gemeinsam untergebracht sind und der im Bereich
der Montageseite (8) unter Abdichtung an den Ventilträger (2) angesetzt ist, so dass
sich eine flüssigkeitsdicht gekapselte individuelle Unterbringung der einzelnen Ventileinheiten
(13) ergibt.
2. Ventilanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Hüllkörper
(46) aus korrosionsbeständigem Metall und dabei vorzugsweise aus Edelstahl besteht.
3. Ventilanordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein
Hüllkörper (46) aus Kunststoffmaterial und dabei vorzugsweise aus Polypropylenmaterial
besteht.
4. Ventilanordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Hüllkörper
(46) als Kunststoff-Spritzgrussteil ausgebildet ist.
5. Ventilanordnung nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Außenfläche
der Hüllkörper (46) kantenlos ausgebildet ist, wobei die Übergänge (49) zwischen eventuell
vorhandenen ebenen Flächenabschnitten (50) und die gerundeten Flächenabschnitte (53)
mit Radien von mindestens drei Millimetern ausgeführt sind.
6. Ventilanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens
ein Hüllkörper (46) zumindest partiell derart transluzent ausgeführt ist, dass durch
den transluzenten Bereich hindurch von der Ventileinheit (13) erzeugte Lichtsignale
von außen her sichtbar sind.
7. Ventilanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens
ein Hüllkörper (46) als selbstständig formstabiles Bauteil ausgeführt ist.
8. Ventilanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens
ein Hüllkörper (46) und die in diesem untergebrachte Ventileinheit (13) derart fest
miteinander verbunden sind, dass sich eine gemeinsam handhabbare Baueinheit ergibt.
9. Ventilanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass zur
Abdichtung zwischen Hüllkörper (46) und Ventilträger (2) eine Dichtung (51) vorgesehen
ist.
10. Ventilanordnung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Dichtung (51) an
die Steuereinheit (5) und dabei vorzugsweise an den Hüllkörper (46) angeformt ist,
insbesondere durch Spritzgießen.
11. Ventilanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass im
Innenraum (48) mindestens eines Hüllkörpers (46) zwischen diesem und der Ventileinheit
(13) vorhandene Zwischenräume (54) sowie vorzugsweise auch zwischen Bestandteilen
der Ventileinheit (13) vorhandene Zwischenräume zumindest partiell mit einer Füllmasse
(55) ausgefüllt sind.
12. Ventilanordnung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Füllmasse (55)
als eingespritzte oder eingeschäumte Füllmasse ausgebildet ist.
13. Ventilanordnung nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Füllmasse
(55) als Befestigungsmittel für die Fixierung der Ventileinheit (13) im Hüllkörper
(46) dient.
14. Ventilanordnung nach einem der Ansprüche 11 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen
dem Hüllkörper (46) und dem Ventilkörper (2) eine Dichtung (51) vorgesehen ist, die
von einem außerhalb des Hüllkörpers (46) befindlichen Abschnitt der Füllmasse (55)
gebildet ist.
15. Ventilanordnung nach einem der Ansprüche 11 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die
Füllmasse (55) ein Elastomermaterial oder Gummimaterial ist.
16. Ventilanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens
ein Hüllkörper (46) haubenartig ausgebildet ist und an der Montageseite (8) eine Öffnung
(47) aufweist, über die die zugeordnete Ventileinheit (13) in den Innenraum (48) des
Hüllkörpers (46) eingesetzt ist.
17. Ventilanordnung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Füllmasse (55)
bei der Herstellung der Steuereinheit (5) durch die an der Montageseite (8) befindliche
Öffnung (47) hinweg in den Hüllkörper (46) eingebracht wird.
18. Ventilanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass die
Oberflächenrauhigkeit der Außenfläche des Hüllkörpers (46) maximal 2,24 µm beträgt.
19. Ventilanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass die
Steuereinheiten (5) mit Abstand zueinander auf einer Bestückungsfläche (3) des Ventilträgers
(2) montiert sind, wobei der Abstand zwischen benachbarten Steuereinheiten (5) vorzugsweise
mindestens fünf Millimeter beträgt.
20. Ventilanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 19, dadurch gekennzeichnet, dass der
Ventilträger (2) im Innern über zu mindestens einer Stirnseite (22) geführte Fluidkanäle
(18) verfügt, wobei an dieser Stirnseite (22) unter Abdichtung ein glattflächiger
Abschlusskörper (24) angesetzt ist, in dem sich einerseits mit den Fluidkanälen (18)
des Ventilträgers (2) kommunizierende Umlenkkanäle (26) befinden, die andererseits
zu einer Anschlussseite (27) führen, die entgegengesetzt zu der mit Steuereinheiten
(5) bestückten Bestückungsfläche (3) des Ventilträgers (2) orientiert ist, wo sich
weiterführende Fluidleitungen (32) anschließen lassen.
21. Ventilanordnung nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, dass die Außenfläche des
Abschlusskörpers (24, 25) kantenlos ausgebildet ist, wobei die Übergänge (34) zwischen
eventuell vorhandenen ebenen Flächenabschnitten (33) und eventuell vorhandene gerundete
Flächenabschnitte mit Radien von mindestens einem Millimeter ausgeführt sind.
22. Ventilanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 21, dadurch gekennzeichnet, dass die
Bauhöhe mindestens eines Hüllkörpers (46) vom einen zum anderen axialen Ende hin insbesondere
kontinuierlich abnimmt.
23. Ventilanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 22, dadurch gekennzeichnet, dass die
in Gebrauchslage nach oben weisenden Außenflächen zumindest der Steuereinheiten (5),
vorzugsweise auch der eventuell vorhandenen Abschlusskörper (24) und zweckmäßigerweise
der gesamten Ventilanordnung (1) im Wesentlichen keine waagrechten ebenen Flächenabschnitte
aufweisen.