| (19) |
 |
|
(11) |
EP 1 121 208 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
|
22.01.2003 Patentblatt 2003/04 |
| (22) |
Anmeldetag: 28.09.1999 |
|
| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
|
PCT/EP9907/178 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
|
WO 0002/1695 (20.04.2000 Gazette 2000/16) |
|
| (54) |
VERFAHREN UND VORRICHTUNG ZUM HERSTELLEN EINES METALLBANDES FÜR ABZULÄNGENDE TAILORED
BLANKS
METHOD AND DEVICE FOR PRODUCING A METAL STRIP FOR TAILORED BLANKS TO BE CUT TO LENGTH
PROCEDE ET DISPOSITIF PERMETTANT DE PRODUIRE UNE BANDE METALLIQUE DESTINEE A DES FLANS
SUR MESURE A DECOUPER
|
| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
|
AT BE CH CY DE DK ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE |
| (30) |
Priorität: |
12.10.1998 DE 19846900
|
| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
|
08.08.2001 Patentblatt 2001/32 |
| (73) |
Patentinhaber: ThyssenKrupp Stahl AG |
|
47166 Duisburg (DE) |
|
| (72) |
Erfinder: |
|
- KAWALLA, Rudolf
D-46244 Bottrop (DE)
- BEHR, Friedrich
D-47804 Krefeld (DE)
- SCHMITZ, Hans-Peter
D-45289 Essen (DE)
|
| (74) |
Vertreter: Knauf, Rudolf, Dipl.-Ing. |
|
Cohausz & Florack,
Kanzlerstrasse 8a 40472 Düsseldorf 40472 Düsseldorf (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
DE-A- 1 602 197 DE-A- 2 930 005 DE-C- 820 287
|
DE-A- 2 336 459 DE-C- 83 944 FR-A- 2 262 726
|
|
| |
|
|
- PATENT ABSTRACTS OF JAPAN vol. 012, no. 257 (M-719), 20. Juli 1988 (1988-07-20) -&
JP 63 040604 A (SUMITOMO METAL IND LTD), 22. Februar 1988 (1988-02-22)
- DATABASE WPI Section Ch, Week 198320 Derwent Publications Ltd., London, GB; Class
M21, AN 1983-48776K [20] XP002129081 -& SU 940 980 A (DNEPR METAL INST), 7. Juli 1982
(1982-07-07)
- SCHWARZ N ET AL: "Flexibel gewalzte Bleche für belastungsangepasste Werkstücke" WERKSTATT
UND BETRIEB,DE,CARL HANSER VERLAG, MÜNCHEN, Bd. 131, Nr. 5, 1. Mai 1998 (1998-05-01),
Seiten 424-427, XP000776752 ISSN: 0043-2792 in der Anmeldung erwähnt
- HACHMANN B, KOPP R: "Walzen belastungsoptimierter Längsprofile" UMFORMTECHNIK, 7.
AACHENER STAHLKOLLOQUIUM,DE,AACHEN , 26. - 27. März 1992, Seiten 4.2-1-4.2-6, XP000856454
in der Anmeldung erwähnt
- PATENT ABSTRACTS OF JAPAN vol. 010, no. 114 (M-473), 26. April 1986 (1986-04-26) -&
JP 60 244411 A (ISHIKAWAJIMA HARIMA JUKOGYO KK), 4. Dezember 1985 (1985-12-04)
|
|
| |
|
| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen eines Metallbandes, insbesondere
aus Stahl, mit abschnittsweise unterschiedlicher Dicke durch Walzen für abzulängende
Tailored Blanks.
[0002] Aus Gründen eines sparsamen Materialeinsatzes und einer belastungsabhängigen Dimensionierung
von Bauteilen werden schon seit längerem Bauteile eingesetzt, die über ihre Fläche
und/oder ihre Länge eine unterschiedliche Dicke und/oder Materialzusammensetzung haben
(Umformtechnik, 7. Aachener Stahlkolloquium vom 26. - 27. März 1992, "4.2 Walzen belastungsoptimierter
Längsprofile" von B. Hachmann, R. Kopp, Aachen). Die Vorprodukte solcher Bauteile
werden als "Tailored Blanks" bezeichnet. In der Praxis gibt es für die Herstellung
solcher Tailored Blanks zwei prinzipiell unterschiedliche Fertigungsverfahren.
[0003] Bei einem in der Praxis sehr verbreiteten ersten Herstellungsverfahren wird von zwei
Blechen unterschiedlicher Dicke und/oder unterschiedlicher Materialzusammensetzung
ausgegangen, die im Stumpfstoß aneinander geschweißt werden. Der Vorteil eines solchen
Herstellungsverfahrens besteht in dem geringen vorrichtungstechnischen Aufwand für
dessen Durchführung. Wegen des keine hohen Produktionsgeschwindigkeiten erlaubenden
Schweißverfahrens ist diese Herstellungsart aber nur für kleine Stückzahlen geeignet.
Von Nachteil ist auch, daß die Übergänge an der Schweißnaht von dem einen Blech auf
das andere Blech sprunghaft sind. Dadurch treten im Belastungsfall starke und sprunghafte
Spannungsanstiege auf. Tailored Blanks mit einer optimalen belastungsabhängigen Dimensionierung
über die gesamte Fläche sind deshalb mit einem solchen Verfahren nicht zu erhalten.
[0004] Bei einem anderen bekannten Verfahren, das in der Praxis aber bis heute praktisch
keine Bedeutung erlangt hat, wird ein Band abschnittsweise mit unterschiedlichem Walzspalt
kaltgewalzt. Ein solches Verfahren ist als "flexibles Walzen" bekannt ("Flexibel gewalzte
Bleche für belastungsangepaßte Werkstücke" von Schwarz, Kopp, Ebert und Hauger in
der Zeitschrift "Werkstatt und Betrieb" 131 (1998) 5). Im Gegensatz zu dem ersten
Verfahren lassen sich mit diesem Verfahren durch Veränderung des Walzspaltes sanfte
Übergänge von einem dickeren Bandabschnitt zu einem dünneren Bandabschnitt und umgekehrt
erreichen. Deshalb ergibt sich bei aus einem solchen Band hergestellten Tailored Blanks
eine bessere Belastungsoptimierung als bei aus im Stumpfstoß zusammengeschweißten
Blechen unterschiedlicher Dicke erhaltenen Tailored Blanks. Nachteilig bei diesem
Verfahren ist jedoch, daß für die Verkleinerung des Walzspaltes extrem hohe Walzkräfte
erforderlich sind. Untersuchungen für eine konkrete Walzaufgabe haben gezeigt, daß
bei einer Zustellung des Walzspaltes um 1,5 mm die Walzkraft um 23000 kN gesteigert
werden muß. Bei einer geschätzten Walzgerüststeifigkeit von etwa 6000 kN pro mm ergibt
sich dabei ein Federweg von 3,8 mm, um den sich das Walzgerüst dehnt. Eine hydraulische
Zustellung des Walzspaltes muß demzufolge sowohl die 3,8 mm Dehnung als auch den 1,5
mm Dickenunterschied nachstellen können. Dies ist anlagetechnisch sehr aufwendig und
deshalb auch sehr teuer. Ein weiterer Nachteil des flexiblen Walzens für die Herstellung
von abzulängenden Tailored Blanks besteht darin, daß wegen der extrem hohen Walzkräfte
kurze Dickenübergänge von zum Beispiel 20 mm Länge nur dann herstellbar sind, wenn
die Walzgeschwindigkeit sehr klein ist. Es wurde gefunden, daß bei den vorgenannten
Walzkräften Zustellgeschwindigkeiten von etwa 10 mm/sek realisierbar sind, was bei
den vorgenannten Stellwegen eine Stellzeit von 0,53 sek ergibt. Bei einer Walzgeschwindigkeit
von 40 m/min ergibt sich dann ein rampenförmiger Übergang vom dickeren Abschnitt auf
den dünneren Abschnitt von etwa 353 mm Länge. Eine solch lange Rampe ist für die meisten
Anwendungsfälle von Tailored Blanks deutlich zu lang. Als Konsequenz ergibt sich,
daß höhere Walzgeschwindigkeiten von mehr als 100 m/min mit diesem Verfahren des flexiblen
Walzens schon gar nicht realisierbar sind, wenn kurze Übergangsstücke gefordert werden.
[0005] Bei einem ganz anderen bekannten Walzverfahren (DE-PS 505 468), bei dem es nicht
um die Herstellung von von einem Band abzulängenden Tailored Blanks, sondern um die
Herstellung eines glatten Bandes geht, ist vorgesehen, daß das Band zunächst zwischen
Walzen gewalzt wird, von denen mindestens eine eine in Umfangsrichtung wellenförmige
Mantelfläche aufweist. Ein so hergestelltes quer zur Bandlängsrichtung ein- oder beidseitig
gewelltes Band wird abschließend glatt gewalzt. Sinn und Zweck des wellenförmigen
Walzens ist es, Bänder mit im Durchmesser verhältnismäßig kleinen Walzen ohne nachteilige
Durchbiegung der Walzen zu walzen.
[0006] Schließlich sind weitere Verfahren bekannt (Patent Abstracts of Japan vol. 012, no.
257 (M-719), 20. Juli 1988 (1988-07-20) -& JP 63 040604 A (SUMITOMO METAL IND LTD),
22. Februar 1988 (1988-02-22) und DATABASE WPI Section Ch, Week 198320 Derwent Publications
Ltd., London, GB; Class M21, AN 1983-48776K (20) XP002129081 -& SU 940 980 A (DNEPR
METAL INST), 7. Juli 1982 (1982-07-07)), bei denen Metallplatten, insbesondere dicke
Stahlplatten durch Walzen bei Kaltwalztemperaturen in der Dicke abschnittsweise reduziert
werden. Um eine solche Dickenreduktion durchführen zu können, werden die Platten abschnittweise
auf eine erhöhte, entsprechend dem gewünschten Verformungsgrad unterschiedliche Temperatur
gebracht.
[0007] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Walzverfahren für vom Band abzulängende
Tailored Blanks und eine dafür geeignete Vorrichtung zu schaffen, mit dem beziehungsweise
mit der bei hohen Walzgeschwindigkeiten kurze und sanft ansteigende Übergänge zwischen
verschieden dicken Bandabschnitten hergestellt werden können, ohne daß dafür extrem
hohe Walzkräfte nötig sind.
[0008] Diese Aufgabe wird bei einem Verfahren der eingangs genannten Art dadurch gelöst,
daß die unterschiedlich dicken Abschnitte durch Warmwalzen des Bandes hergestellt
werden, indem das Band warmgewalzt wird, wobei es vor dem Warmwalzstich abschnittsweise
durch Kühlen oder Erwärmen auf eine unterschiedliche Temperatur eingestellt wird.
Die erfindungsgemäße zur Durchführung des Verfahrens geeignete Vorrichtung ist gekennzeichnet
durch ein Walzwerk mit hydraulischer Zustellung, die auf eine konstante Walzkraft
einstellbar ist und durch eine vor dem Walzwerk angeordnete Bandkühl- oder -heizeinrichtung.
[0009] Bei der Erfindung wird die physikalische Eigenschaft eines Metallbandes ausgenutzt,
daß die Fließspannung von der Temperatur abhängt. Durch gezieltes Erhöhen oder Erniedrigen
der Temperatur des Bandes in bestimmten Abschnitten ergeben sich dann bei im wesentlichen
konstanter Walzkraft Abschnitte unterschiedlicher Dicke. Das Temperaturniveau des
Bandes, bei dem gewalzt wird, ist dabei in jedem Fall so hoch, daß sich das Band mit
im Vergleich zum Kaltwalzen wesentlich verminderter Walzkraft walzen läßt. Diese verminderte
Walzkraft ermöglicht dann auch kurze Übergänge von Abschnitten dickeren Bandes auf
Abschnitte dünneren Bandes und umgekehrt. Da die Walzkräfte insgesamt vergleichsweise
klein sind, ergeben sich auch wesentlich kleinere Werte für die Auffederung des Walzgerüstes,
so daß auch nicht entsprechend aufwendige Kompensationsvorrichtungen benötigt werden.
Ob das zu walzende Band entweder erwärmt oder gekühlt wird, um die Fließspannung des
Metalls zu vermindern, hängt von mehreren Parametern ab, insbesondere von der Temperatur
des Metallbandes, der Metallbandqualität, den Walzbedingungen und der Korngröße des
zu walzenden Metallbandes. Vorzugsweise erfolgt die Kühlung beziehungsweise Erwärmung
des Metallbandes in einem Temperaturbereich mit einem möglichst großen temperaturabhängigen
Fließspannungsgradienten, weil kleine und deshalb bei kurzer Behandlungszeit zu erreichende
Temperaturänderungen zu verhältnismäßig großen Änderungen der Fließspannung und damit
auch zu verhältnismäßig großen Banddickenänderungen führen. Von diesem Grundsatz kann
im Einzelfall abgewichen werden, und zwar dann, wenn bei einem etwas kleinerem Fließspannungsgradienten
das Fließspannungsniveau wesentlich kleiner ist. Bei vielen Stählen der beiden Stahlqualitäten
liegt der möglichst große temperaturabhängige Fließspannungsgradient zwischen dem
α- und γ-Bereich. Der Unterschied zwischen den höherfesten und weichen Stählen besteht
darin, daß bei höherfesten Stählen die γ-/α-Umwandlung über ein größeres Temperaturintervall
als bei weichen Stählen stattfindet. Bei höherfesten Stählen ist mit wenigen Ausnahmen
das Temperaturintervall für die Umwandlung ΔAr = Ar
3 - Ar
1 > 150 K, während das Temperaturintervall für die Umwandlung bei weichen Stählen ΔA
r = Ar
3 - Ar
1 < 130 K ist. Daneben oder zusätzlich lassen sich höherfeste und weiche Stähle auch
mit Hilfe des Kohlenstoffäquivalentes nach Yurioka (Australian Weld. Res. Ass. Melbourne
19.-20.03.81, Paper 10, p. 1-18) nach folgender Formel unterscheiden:

wobei die Legierungsgehalte in Massenprozent zu berücksichtigen sind. Der Grenzwert
CEN für weiche und höherfeste Stähle liegt bei CEN = 0,1. Höherfeste Stähle liegen
oberhalb dieses Grenzwertes, während weiche Stähle unterhalb dieses Grenzwertes liegen.
Charakteristisch für harte Stahlqualitäten ist schließlich auch, daß sie in der Regel
einen Kohlenstoffgehalt von > 0,05 Gewichtsprozent haben, während er bei weichen Stählen
darunter liegt.
[0010] Wegen des beschriebenen unterschiedlichen temperaturabhängigen Fließspannungsgradienten
sollte bei weichen Stählen das Band sowohl im Austenit-Bereich als auch im Ferrit-Bereich
gewalzt werden, und zwar im Austenit-Bereich mit der höheren Temperatur die nach dem
Walzen dickeren Bandabschnitte und im Ferrit-Bereich die abgekühlten, nach dem Walzen
dünneren Bandabschnitte. Diese unterschiedliche Behandlungsweise bei weichen Stählen
ergibt sich aus dem Fließspannungsverlauf mit lokalen Minimum und Maximum mit steigender
Temperatur zwischen dem Ferrit- und Austenit-Bereich. Wegen dieses besonderen Fließspannungsverlaufs
bei weichen Stählen ergibt sich in den vor dem Warmwalzen abgekühlten Abschnitten
eine geringere Banddicke als in den nicht abgekühlten Abschnitten. Das Walzen ausschließlich
im Austenit- und/oder Ferrit-Bereich und nicht im Übergangsbereich (α + γ) wird bei
den weichen Stählen bevorzugt. Bei höherfesten Stählen mit trägem Umwandlungsverhalten
und relativ kleinen Fließspannungsgradienten im γ/α-Gebiet kann das Zweiphasengebiet
(γ + α) ebenfalls genutzt werden, weil eine schlagartige Gefügeumwandlung und Fließspannungsänderung
bei geringen Temperaturänderungen nicht auftritt. Bei solchen Stahlqualitäten sollte
der Startpunkt der Abkühlung des Metallbandes im Zweiphasengebiet beziehungsweise
der Endpunkt der Erwärmung des Metallbandes im Zweiphasengebiet liegen. Dabei erfolgt
das Warmwalzen in den in der Dicke zu reduzierenden Abschnitten des Metallbandes vorzugsweise
im Zweiphasengebiet (γ + α) und in den anderen Abschnitten im Ferrit-Gebiet (α).
[0011] Grundsätzlich ist vorgesehen, daß das Band mit im wesentlichen konstanter Walzkraft
gewalzt wird. Wird gleichwohl vorgesehen, daß die Walzkraft verändert werden kann,
dann kann darüber zusätzlich Einfluß auf den Grad der Dickenreduzierung genommen werden.
Das ist dann von Vorteil, wenn allein über die Temperaturänderung die gewünschte Dickenreduzierung
nicht erreichbar ist.
[0012] Die Dickenreduzierung des Metallbandes im Warmwalzstich sollte auch in den dickeren
Abschnitten mindestens 10 % betragen.
[0013] Für die Durchführung des Verfahrens eignet sich sowohl Warmband, das aus dem kalten
Zustand wieder aufgewärmt wurde, als auch Warmband, das im Coil auf einer bestimmten
Temperatur gehalten wurde, als auch von einem Double-Roller direkt aus der Hitze der
Schmelze erzeugtes Warmband, das vom Double-Roller unmittelbar dem erfindungsgemäßen
Herstellungsverfahren zugeführt wird.
[0014] Obwohl nach dem Warmwalzen die Umformeigenschaften des Bandes in den verschieden
stark in der Dicke reduzierten Abschnitten nicht so unterschiedlich sind wie bei einem
kaltgewalzten Band mit Kaltverfestigung, kann zum Ausgleich der unterschiedlichen
Umformeigenschaften im Anschluß an das Warmwalzen das Band einer Wärmebehandlung unterworfen
werden. So kann das abgekühlte Metallband auf eine Temperatur von mehr als 600°C erwärmt
werden. Bevorzugt wird das Band aber bei einer Temperatur von über 600° C warmgehalten.
Für das Warmhalten kann die Temperatur des Bandes ausgenutzt werden, die es nach dem
Warmwalzen hat. Dies geschieht vorteilhafterweise im Coil. Eine Wärmebehandlung kann
allerdings auch im Glühofen oder beim Feuerverzinken mit einer Temperatur von über
600° C erfolgen.
[0015] Sofern dagegen gewünscht wird, daß durch das Warmwalzen erhaltene unterschiedliche
Materialeigenschaften in den einzelnen Abschnitten erhalten bleiben, kann das Metallband
nach dem Walzstich einheitlich bis auf eine Temperatur ≤ 500° C gekühlt werden.
[0016] Um die Umstellung des Walzspalts von dünneren Bandabschnitten auf dickere Bandabschnitte
und umgekehrt ohne großen vorrichtungstechnischen Aufwand zu verwirklichen, ist bei
einer Ausgestaltung der Erfindung vorgesehen, daß die konstante Walzkraft von der
hydraulischen Zustellung über eine Federgruppe auf die Walzen übertragen wird. Die
Federn dienen dann quasi als Kraft-/Energiespeicher, die schnell auf den wechselnden
Umformwiderstand des Bandes reagieren, ohne daß es notwendig ist, die hydraulische
Zustellung zu aktivieren.
[0017] Um dem Band abschnittsweise über die Temperatur eine unterschiedliche Fließspannung
aufzuprägen, können sowohl Heizeinrichtungen, wie induktive Heizeinrichtungen, als
auch Kühlvorrichtungen vorgesehen sein. Am einfachsten läßt sich die Bandkühleinrichtung
mit auf die Bandoberfläche gerichteten Düsen verwirklichen, die mit Preßluft, Wasser
oder insbesondere Wasserdampf betrieben werden. Da die Einwirkungszeit der Düsen auf
das Band für den Kühlungsgrad mit entscheidend ist, kann die Einwirkungszeit bei hoher
Bandgeschwindigkeit dadurch im Sinne einer Verlängerung beeinflußt werden, daß die
Düsen in Bandlaufrichtung schwenk- oder drehbar sind. Insbesondere besteht die Möglichkeit,
daß die Düsen in Bandlaufrichtung im wesentlichen parallel zum Band mit Bandlaufgeschwindigkeit
verstellbar sind, d.h. daß sie parallel zum Band mit gleicher Geschwindigkeit mitgeführt
werden.
[0018] Damit es nicht zu einer Unterschreitung der kleinsten Banddicke kommt, sollte die
hydraulische Zustellung des Walzwerkes einen Stellwegbegrenzer für die Einstellung
auf einen kleinsten Walzspalt aufweisen.
[0019] Im folgenden wird die Erfindung anhand einer Zeichnung näher erläutert. Im einzelnen
zeigen:
- Figur 1
- ein Walzgerüst in Vorderansicht,
- Figur 2
- das Walzgerüst gemäß Figur 1 mit Kühlvorrichtung und einem Aufwickelhaspel in Seitenansicht,
- Figur 3
- ein temperaturabhängiges Fließspannungsdiagramm für einen höherfesten Stahl
und
- Figur 4
- ein temperaturabhängiges Fließspannungsdiagramm für einen weichen Stahl.
[0020] Das dargestellte Walzgerüst besteht aus einem Rahmen 1, in dem zwei untere Lagerböcke
3,4 für eine untere Stützwalze 5 stationär angeordnet sind. Zwei obere Lagerböcke
6,7 lagern eine obere Stützwalze 8. Diesen Lagerböcken 6,7 sind zwei Einstellvorrichtungen
9,10 für einen kleinsten Walzenspalt 11 zugeordnet, der sich zwischen zwei an den
Stützwalzen 5,8 abgestützten Arbeitswalzen 12,13 befindet.
[0021] Die oberen Lagerböcke 6,7 werden von hydraulischen Zustellungen 14,15 verstellt.
Zwischen diesen hydraulischen Zustellungen 14,15 und den oberen Lagerböcken 6,7 sind
als Kraft- und Energiespeicher Federpakete 16,17 angeordnet.
[0022] Wie Figur 2 zeigt, ist einem solchen Walzgerüst in Durchlaufrichtung R eines Warmbandes
W eine Kühlvorrichtung 18 zugeordnet, die aus oberhalb und unterhalb des Warmbandes
W angeordneten und gegen das Warmband W gerichteten schwenkbaren oder umlaufenden
Kühldüsen 18a,18b besteht. Die Kühldüsen 18a,18b werden vorzugsweise mit Wasserdampf
betrieben. Dies geschieht intervallmäßig, um das Warmband W abschnittsweise zu kühlen.
Die Abkühlung erfolgt derart, daß bei eingestellter, im wesentlichen konstanter Walzkraft
das in das Walzgerüst einlaufende Warmband W das Walzgerüst mit abwechselnd dicken
und dünnen Abschnitten W
1,W
2 und rampenförmigen kurzen Übergängen W
3,W
4 verläßt. In der Zeichnung sind diese Verhältnisse aus Gründen der besseren Darstellung
zeichnerisch übertrieben groß dargestellt.
[0023] Die Fließspannungsdiagramme für eine hochfeste Stahlqualität gemäß Figur 3 und für
eine weiche Stahlqualität gemäß Figur 4 zeigen einen völlig unterschiedlichen Verlauf.
Dieser unterschiedliche Verlauf ist bei der Einstellung der abschnittsweise unterschiedlich
einzustellenden Bandtemperatur zu berücksichtigen. Bei weichen Stählen (Figur 4) sollte
die Temperatur so eingestellt werden, daß nur außerhalb des Mischgebiets (α + γ) gewalzt
wird. Je nachdem, ob das Warmband W mit einer Temperatur im Austenit-Bereich oder
im Ferrit-Bereich dem Walzwerk zugeführt wird, wird es entweder gekühlt oder erwärmt.
Vorzugsweise wird die Temperaturänderung des Warmbandes in einem Bereich der Fließspannungs-/Temperaturkurve
induziert, in dem der Gradient der Kurve am größten ist, das heißt also in einem Bereich,
in dem mit möglichst geringer Temperaturänderung möglichst große Änderungen der Fließspannung
erreicht werden können. Dabei ist außerdem zu berücksichtigen, daß der Warmwalzstich
vorteilhaft bei einem möglichst hohen Temperaturniveau erfolgen soll, damit die benötigte
Walzkraft möglichst gering bleibt.
[0024] Wird von einer hochfesten Stahlsorte gemäß Figur 3 ausgegangen und wird das Band
mit einer Temperatur im Zweiphasengebiet dem Walzwerk zugeführt, dann wird es vor
dem Walzstich durch die Kühlvorrichtung 18 auf dem gesamten Abschnitt, in dem das
Band nach dem Walzstich die größere Dicke haben soll, auf eine Temperatur bis in den
Ferrit-Bereich abgekühlt. Der ungekühlte Bandabschnitt erfährt dann eine stärkere
Dickenreduzierung. Für alle Bandabschnitte soll aber eine Dickenabnahme um mindestens
10 % im Walzwerk erfolgen. Bei einer weichen Stahlqualität gemäß Figur 4 dagegen wird
der Bandabschnitt, der am Ausgang des Walzwerkes am dünnsten sein soll, durch die
Kühleinrichtung 18 bis auf eine Temperatur im Ferrit-Bereich gekühlt. Wegen des besonderen
Verlaufs der Fließspannungskurve mit einem auf die Temperatur bezogenen steilen Abfall
der Fließspannung braucht der zu kühlende Abschnitt nur um einen vergleichsweise kleinen
Betrag abgekühlt zu werden.
[0025] Auch in diesem Fall sollte die Dickenreduzierung in den nach dem Walzen dickeren
Abschnitten mindestens 10 % betragen.
[0026] Das so erhaltene Band mit dünnen und dicken Abschnitten W
1,W
2 und rampenförmigen kurzen Übergängen W
3,W
4 verläßt das Walzwerk mit einer Temperatur von knapp 600° C im einen Fall und etwas
über 800° C im anderen Fall. Diese Walzhitze kann ausgenutzt werden, um das Band wärmezubehandeln.
Im Ausführungsbeispiel der Figur 2 ist dargestellt, daß das Band von einer Aufwickelvorrichtung
19 zu einem Coil 20 aufgewickelt wird. Die unterschiedlich warmen Bandabschnitte gleichen
sich dabei in ihrer Temperatur aus. Dabei kommt es auch zum Ausgleich von beim Walzen
entstandenen unterschiedlichen Materialeigenschaften in den mehr oder weniger stark
gewalzten Abschnitten.
[0027] Aus einem solchen Band werden schließlich durch Ablängen die Tailored Blanks erhalten.
1. Verfahren zum Herstellen eines Metallbandes, insbesondere aus Stahl, mit Abschnitten
unterschiedlicher Dicke durch Walzen für abzulängende Tailored Blanks,
dadurch gekennzeichnet , daß die unterschiedlich dicken Abschnitte des Bandes durch Warmwalzen hergestellt werden,
indem das Band vor dem Warmwalzstich abschnittsweise durch Kühlen oder Erwärmen auf
eine unterschiedliche Temperatur eingestellt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet , daß in Abhängigkeit von der Stahlqualität (weich oder höherfest) und der Temperatur des
Metallbandes das Metallband abschnittsweise entweder erwärmt oder gekühlt wird, um
die Fließspannung des Stahls zu vermindern.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet , daß das Kühlen beziehungsweise Erwärmen des Metallbandes in einem Temperaturbereich mit
einem möglichst großen temperaturabhängigen Fließspannungsgradienten erfolgt.
4. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet , daß bei höherfesten Stahlqualitäten, bei denen sich das Zweiphasengebiet (γ + α) über
einen größeren Temperaturbereich erstreckt, der Startpunkt der Abkühlung des Metallbandes
im Zweiphasengebiet (γ + α) beziehungsweise der Endpunkt der Erwärmung des Metallbandes
im Zweiphasengebiet (γ + α) liegt.
5. Verfahren nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet , daß das Warmwalzen in den in der Dicke zu reduzierenden Abschnitten des Metallbandes
im Zweiphasengebiet (γ + α) und in den anderen Abschnitten im Ferrit-Gebiet (α) erfolgt.
6. Verfahren nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet , daß das Warmwalzen bei weichen Stahlqualitäten in den in der Dicke zu reduzierenden Abschnitten
im Ferrit-Gebiet (α) und in den anderen Abschnitten im Austenit-Gebiet (γ) erfolgt.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet , daß beim Warmwalzen die dickeren Abschnitte des Metallbandes um mindestens 10 % dickenreduziert
werden.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet , daß das Warmwalzen in den dünnen und dicken Abschnitten mit im wesentlichen gleich großer
Walzkraft erfolgt.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet , daß das Metallband nach dem Warmwalzen zum Zwecke eines Ausgleichs der beim Warmwalzen
erhaltenen abschnittsweise unterschiedlichen Umformeigenschaften wärmebehandelt wird.
10. Verfahren nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet , daß das Metallband nach dem Warmwalzen bei einer Temperatur T ≥ 600° C warmgehalten wird.
11. Verfahren nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet , daß das Warmhalten im Coil erfolgt.
12. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 11,
dadurch gekennzeichnet , daß unmittelbar nach dem Warmwalzen das Metallband bis auf eine Temperatur ≤ 500° C gekühlt
wird.
13. Verfahren nach einem der Ansprüche 9 bis 12,
dadurch gekennzeichnet , daß das Metallband auf eine Temperatur ≥ 600° C erwärmt wird.
14. Verfahren nach einem der Ansprüche 9 bis 13,
dadurch gekennzeichnet , daß die Wärmebehandlung beim Durchlauf durch einen Glühofen oder eine Feuerverzinkungsanlage
erfolgt.
15. Vorrichtung zum Herstellen eines Metallbandes, insbesondere aus Stahl, mit Abschnitten
unterschiedlicher Dicke durch Walzen für abzulängende Tailored Blanks, die ein Walzgerüst
mit hydraulischer Zustellung umfaßt, zur Durchführung des Verfahrens nach einem der
Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß die hydraulische Zustellung (14, 15) auf eine konstante Walzkraft einstellbar ist
und eine vor dem Walzgerüst (1) angeordnete Bandkühl- (18) oder -heizeinrichtung vorgesehen
ist.
16. Vorrichtung nach Anspruch 15,
dadurch gekennzeichnet , daß die konstante Walzkraft von der hydraulischen Zustellung (14,15) über eine Federgruppe
(16, 17) auf das Walzwerk übertragen wird.
17. Vorrichtung nach Anspruch 15 oder 16,
dadurch gekennzeichnet , daß die Bandkühleinrichtung (18) auf die Bandoberfläche gerichtete Düsen (18a,18b) aufweist,
die mit Preßluft, Wasser oder Wasserdampf betrieben sind.
18. Vorrichtung nach Anspruch 17,
dadurch gekennzeichnet , daß die Düsen (18a,18b) in Bandlaufrichtung schwenk- oder drehbar sind.
19. Vorrichtung nach Anspruch 18,
dadurch gekennzeichnet, daß die Düsen (18a, 18b) in Bandlaufrichtung im wesentlichen parallel zum Band mit Bandlaufgeschwindigkeit
verstellbar sind.
20. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 15 bis 19,
dadurch gekennzeichnet, daß die hydraulische Zustellung (14, 15) einen Stellwegbegrenzer für die Einstellung
auf einen kleinsten Walzspalt aufweist.
1. A process for the production of a metal strip more particularly of steel having portions
of different thickness by rolling for tailored blanks to be cut to length, characterised in that the portions of the strip of different thickness are produced by hot rolling, the
strip being adjusted in portions to a differential temperature by cooling or heating
prior to the hot rolling pass.
2. A process according to claim 1, characterised in that in dependence on steel quality (soft or higher strength) and the temperature of the
metal strip, the metal strip is either heated or cooled in portions, to reduce the
yield stress of the steel.
3. A process according to claims 1 or 2, characterised in that the cooling/heating of the metal strip is performed in a temperature range having
as high a temperature-dependent yield stress gradient as possible.
4. A process according to claim 1, characterised in that in the case of higher strength steel qualities, in. which the biphase zone (γ + α)
extends over a larger temperature range, the starting point of the cooling of the
metal strip lies in the biphase zone (γ + α) and the end point of the heating of the
metal strip lies in the biphase zone (γ + α).
5. A process according to claim 4, characterised in that hot rolling is performed in the biphase zone (γ + α) in those portions of the metal
strips whose thickness is to be reduced, and in the ferrite zone (α) in the other
portions.
6. A process according to claim 2, characterised in that in the case of soft steel qualities hot rolling is performed in the ferrite zone
(α) in those portions whose thickness is to be reduced and in the austenite zone (γ)
in the other portions.
7. A process according to one of claims 1 to 6,
characterised in that during hot rolling the thickness of the thicker portions of the metal strip is reduced
by at least 10 %.
8. A process according to one of claims 1 to 7,
characterised in that hot rolling is performed with a substantially identical rolling force in the thin
and thick portions.
9. A process according to one of claims 1 to 8,
characterised in that after hot rolling the metal strip is given a heat treatment, to even out the differential
shaping properties obtained in portions during hot rolling.
10. A process according to claim 9, characterised in that after hot rolling the temperature of metal strip is maintained at T ≥ 600°C.
11. A process according to claim 10, characterised in that the temperature is maintained in the coil.
12. A process according to one of claims 1 to 11,
characterised in that immediately following hot rolling the metal strip is cooled to a temperature ≤ 500°
C.
13. A process according to one of claims 9 to 12,
characterised in that the metal strip is heated to a temperature ≥ 600° C.
14. A process according to one of claims 9 to 13,
characterised in that the heat treatment is performed during passage through an annealing furnace or a
hot galvanising installation.
15. An apparatus for the production of a metal strip, more particularly of steel having
portions of different thickness by rolling for tailored blanks to be cut to length
comprising a rolling mill having hydraulic adjustment means for the performance of
the claims 1 to 14, characterised in that the hydraulic adjustment means (14, 15) can be adjusted to a constant rolling force,
and a strip cooling (18) or heating device disposed upstream of the rolling mill..
16. An apparatus according to claim 15, characterised in that the constant rolling force is transmitted from the hydraulic adjustment means (14,15)
via a spring assembly to the rolling mill.
17. An apparatus according to claims 15 or 16,
characterised in that the strip cooling device (18) has nozzles (18a, 18b) which are directed at the strip
surface and operated with compressed air, water or steam.
18. An apparatus according to claim 17, characterised in that the nozzles (18a,18b) can be pivoted or rotated in the direction in which the strip
runs.
19. An apparatus according to claim 18, characterised in that in the direction in which the strip runs the nozzles (18a,18b) are adjustable substantially
parallel with the strip at the strip running speed.
20. An apparatus according to one of claims 15 to 19,
characterised in that hydraulic displacement limiting means comprise an adjustment device for a given minimum
roll nip.
1. Procédé de fabrication d'une bande métallique, en particulier en acier, avec des sections
de différentes épaisseurs par laminage pour obtenir des flans sur mesure à mettre
au longueur, caractérisé en ce que les sections d'épaisseurs différentes de la bande sont fabriquées par laminage à
chaud de la bande en réglant la bande, avant la passe de laminage à chaud, à une température
différente par sections par refroidissement ou chauffage.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que, en fonction de la qualité d'acier (doux ou très résistant) et de la température
de la bande métallique, la bande métallique est réchauffée ou refroidie par sections
pour réduire la contrainte de fluage de l'acier.
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que le refroidissement ou le réchauffement de la bande métallique se fait dans une plage
de températures avec un gradient de contrainte de fluage. le plus grand possible en
fonction de la température.
4. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que, dans le cas de qualités d'aciers très résistantes, dans lesquelles le domaine à
deux phases (γ+α) s'étend sur une plage de températures plus grande, le point de départ
du refroidissement de la bande métallique se situe dans le domaine à deux phases (γ+α)
ou le point final du réchauffement de la bande métallique se situe dans le domaine
à deux phases (γ+α).
5. Procédé selon la revendication 4, caractérisé en ce que le laminage à chaud dans les sections de la bande métallique à réduire en épaisseur
se fait dans le domaine à deux phases (γ+α) et dans les autres sections dans le domaine
de la ferrite (α).
6. Procédé selon la revendication 2, caractérisé en ce que le laminage à chaud dans les qualités d'aciers doux dans les sections à réduire en
épaisseur se fait dans le domaine de la ferrite (α) et dans les autres sections dans
le domaine de l'austénite (γ).
7. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que, lors du laminage à chaud, les sections plus épaisses de la bande métallique sont
réduites en épaisseur d'au moins 10%.
8. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que le laminage à chaud dans les sections minces et épaisses se fait avec une force de
laminage sensiblement de même grandeur.
9. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que la bande métallique après laminage à chaud est traitée à chaud afin de compenser
les différentes propriétés de déformation par sections obtenues lors du laminage à
chaud.
10. Procédé selon la revendication 9, caractérisé en ce que la bande métallique est traitée à chaud après laminage à chaud à un température T
supérieure ou égale à 600°C.
11. Procédé selon la revendication 10, caractérisé en ce que le maintien à la chaleur se fait dans la bobine.
12. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 11, caractérisé en ce que, directement après le laminage à chaud, la bande métallique est refroidie jusqu'à
une température inférieure ou égale à 500°C.
13. Procédé selon l'une quelconque des revendications 9 à 12, caractérisé en ce que la bande métallique est réchauffée à une température supérieure ou égale à 600°C.
14. Procédé selon l'une quelconque des revendications 9 à 13, caractérisé en ce que le traitement à chaud se fait par passage à travers un four à recuire ou une installation
de galvanisation à chaud.
15. Dispositif de fabrication d'une bande métallique, en particulier en acier, avec des
sections de différentes épaisseurs par laminage pour des flans sur mesure à mettre
au longueur, qui comprend une cage de laminoir avec un réglage par avance hydraulique,
pour réaliser le procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 14, caractérisé en ce que l'avance hydraulique (14, 15) peut être réglé sur une force de laminage constante
et en ce qu'il est prévu un dispositif de refroidissement (18) ou de chauffage de la bande agencé
en amont de la cage de laminoir (1).
16. Dispositif selon la revendication 15, caractérisé en ce que la force de laminage constante est transmise par l'avance hydraulique (14, 15) à
la cage de laminoir par un groupe de ressorts (16, 17).
17. Dispositif selon la revendication 15 ou 16, caractérisé en ce que le dispositif (18) de refroidissement de la bande présente des buses (18a, 18b) dirigées
vers la surface de la bande, qui sont alimentées en air comprimé, en eau ou en vapeur
d'eau.
18. Dispositif selon la revendication 17, caractérisé en ce que les buses (18a, 18b) peuvent être soumises à un pivotement ou à une rotation dans
le sens de déroulement de la bande.
19. Dispositif selon la revendication 18, caractérisé en ce que les buses (18a, 18b) peuvent être déplacées dans le sens de déroulement de la bande
sensiblement en parallèle avec la bande à la vitesse de déroulement de la bande.
20. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 15 à 19, caractérisée en ce que l'avance hydraulique (14, 15) présente un limiteur de trajet de réglage pour le réglage
à une plus petite emprise.