[0001] Die Erfindung betrifft ein Brennstoffeinspritzsystem für eine Radial- oder Slinger-Brennkammer
einer Kleingasturbine mit einem der Radial- oder Slinger-Brennkammer vorgelagerten
Radialverdichter oder Diagonalverdichter und einem mit diesem über eine in Axialrichtung
verlaufende Rotorwelle verbundenen Turbinenteil, wobei der Brennstoff durch ein im
Laufrad des Radialverdichters / Diagonalverdichters vorgesehenes Förderrohr in ein
im verdichternahen Bereich der Brennkammer liegendes Kreuzungsteil der Rotorwelle
gelangt und über in diesem im wesentlichen in Radialrichtung verlaufende Zulieferbohrungen
der Brennkammer zugeführt wird. Zum technischen Umfeld wird beispielshalber auf die
US 5,526,640 verwiesen.
[0002] Bei einer Radial-Brennkammer mit den oben genannten Merkmalen, die üblicherweise
auch als Slinger-Brennkammer bezeichnet wird, wird der Brennstoff durch eine konzentrisch
zur Drehachse des Radialverdichters (unter diesen Begriff sollen im weiteren auch
die sog. Diagonalverdichter fallen) oder der Rotorwelle verlaufende Bohrung im Verdichter-Laufrad
oder durch ein darin vorgesehenes Förderrohr zur Brennkammer geleitet. Dabei fließt
aufgrund der Drehbewegung der Rotorwelle bzw. des Verdichter-Laufrades infolge der
dadurch entstehenden Fliehkräfte der Brennstoff als dünner Film entlang der Wandung
der Bohrung oder des Förderrohres bis direkt unter die Primärzone der Brennkammer.
Dort wird er im bekannten Stand der Technik durch eine geeignete Abrisskante oder
durch einzelne radial angeordnete Düsen in die Primärzone der Brennkammer abgespritzt.
[0003] Bei allen Radial- oder Slinger-Brenhkammern besteht das Problem, eine möglichst gute
Abdichtung der Brennkammer zum rückseitigen Raum hinter dem Verdichter-Laufrad, d.h.
zum sog. Verdichter-Rückraum herzustellen, da die Brennkammer wegen der soeben beschriebenen
Brennstoffeinspritzung zur Rotorwelle hin offen ist. Da nämlich der Druck in der Brennkammer
bedingt durch die Wirkung des Verdichter-Stators immer höher ist als im Verdichter-Rückraum,
strömt stets ein geringer Teil der Brennkammerluft als sog. Brennkammer-Leckluft über
eine in diesem Bereich zwischen den rotierenden und den nicht rotierenden Elementen
vorgesehene Dichtung in den Verdichter-Rückraum.
[0004] Durch die Zuströmung von durch die besagte Dichtung abgedrosselter Brennkammer-Leckluft
in den Verdichter-Rückraum entsteht dort ein Luftüberschuß, der abfließen muß. Dies
kann über einen Spalt zwischen dem Verdichter-Laufrad und dem Verdichter-Leitkranz
geschehen, wodurch jedoch eine Rezirkulation über den Verdichter-Leitkranz und die
Brennkammer erfolgen kann. Daß dies negative Auswirkungen auf den Verdichterwirkungsgrad
und auf dessen Pumpgrenze hat, ist offensichtlich. Als Abhilfemaßnahme hierfür kann
der Verdichter-Rückraum entlüftet werden, d.h. die sog. Brennkammer-Leckluft wird
dann bspw. über zusätzliche Rohrleitungen in die Umgebung abgeblasen, was jedoch einen
wünschenswerterweise zu vermeidenden Aufwand darstellt.
[0005] Deshalb kann die besagte Entlüftung auch durch die zumindest abschnittsweise hohl
ausgebildete Rotorwelle sozusagen nach hinten erfolgen, und zwar bspw. durch eine
zentrale Austrittsöffnung in der Turbinenscheibe auf deren Rückseite und von dort
in die Schubdüse der Kleingasturbine. Hierbei kann diese Brennkammer-Leckluft vorteilhafterweise
als Kühlluft für die Rückseite der Turbinenscheibe benutzt werden und erzeugt außerdem
noch Schub durch die Zumischung in den Abgasstrahl der Kleingasturbine.
[0006] Ein Nachteil dieser Lösung ist jedoch, daß die Brennkammer-Leckluft eine sog. Kreuzungsstelle
mit dem ebenfalls in der Rotorwelle vorgesehen und weiter oben bereits kurz beschriebenen
Brennstoffeinspritzsystem besitzt, weshalb im bekannten Stand der Technik für dieses
Brennstoffeinspritzsystem lediglich mehrere in der Brennkammer in Radialrichtung mündende
Einzeldüsen vorgesehen sind. Diese sind jedoch für die Regelbarkeit des Brennstoff-Massenstromes
sowie für die Zerstäubung desselben bei niedrigen Drehzahlen der Kleingasturbine ungeeignet.
Zwar wird bei hohen Drehzahlen die Brennkammer durch die sich ausbildende radiale
Brennstoffsäule gegen die zentrale Brennstoffbohrung abgedichtet, d.h. hier brächte
man aufgrund der Brennstoffsäule keine speziellen Abdichtmaßnahmen vorzusehen, jedoch
läßt sich dann kaum ein bei Kleingasturbinen oftmals erwünschter Windmilling-Start
realisieren, da bei niedrigen Drehzahlen die dabei auftretende Fliehkraft nicht ausreicht,
um die benötigte Brennstoffmenge gegen den dort herrschenden Druck in die Brennkammer
zu fördern.
[0007] Aus der US 3 018 625 A ist ein Brennstoffeinspritzsystem für eine Gasturbine vorbekannt.
Die Gasturbine ist mit einem Radialverdichter oder Diagonalverdichter ausgestattet,
durch dessen Laufrad sich ein Förderrohr erstreckt, durch welches Brennstoff in ein
im verdichternahen Bereich der Brennkammer liegendes Kreuzungsteil der Rotorwelle
gelangt. Der Kraftstoff wird über radial verlaufende Zulieferbohrungen der Brennkammer
zugeführt. Leckageluft wird dabei über im Kreuzungsteil vorgesehene Entlüftungsbohrungen
vom Verdichter-Rückraum in die Umgebung abgeführt.
[0008] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Gasturbinen-Brennstoffeinspritzsystem
der Eingangs genannten Art zu schaffen, bei welchem eine gleichförmige umfangsmäßige
Brennstoffeinspritzung gewährleistet ist.
[0009] Erfindungsgemäß wird die Aufgabe durch die Merkmale des Hauptanspruches gelöst, die
Unteransprüche zeigen weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung.
[0010] Näher erläutert wird die Erfindung anhand dreier in den beigefügten Figuren dargestellter
bevorzugter Ausführungsbeispiele, wobei sämtliche näher beschriebenen Merkmale erfindungswesentlich
sein können. Dabei zeigt
- Fig.1
- einen Längsschnitt durch eine erfindungsgemäße Kleingasturbine, in welchem neben der
Brennkammer sowie dem Brennstoffeinspritzsystem auch der Radialverdichter sowie das
Turbinenteil dargestellt sind,
- Fig.2
- das Brennstoffeinspritzsystem aus Fig.1 in vergrößerter Darstellung,
- Fig.3
- ein gegenüber Fig.2 abgewandeltes Brennstoffeinspritzsystem, sowie
- Fig.4
- eine Abwandlung des in Fig.3 dargestellten Brennstoffeinspritzsystemes.
[0011] Mit der Bezugsziffer 1 ist eine Slinger-Brennkammer einer Kleingasturbine bezeichnet,
der - wie insbesondere
Fig.1 zeigt - ein Radialverdichter 2 vorgelagert ist. Mit dem Verdichter-Laufrad 2a dieses
Radialverdichters 2 ist über eine in Axialrichtung 3 verlaufende Rotorwelle 4 das
sog. Turbinenteil 5 der Kleingasturbine bzw. genauer die Turbinenscheibe 5a des Turbinenteiles
5 verbunden. Das Verdichter-Laufrad 2a, die Rotorwelle 4 und die Turbinenscheibe 5a
rotieren dabei um die sog. Zentralachse 19 der Kleingasturbine.
[0012] Der Radialverdichter 2 fördert gemäß Pfeilrichtung 6 einen der Brennkammer 1 zuzuführenden
Luftstrom, der innerhalb dieser zur Verbrennung des desweiteren der Brennkammer 1
zugeführten Brennstoffes benötigt wird. Ein Teil dieses der Einfachheit halber ebenfalls
mit der Bezugsziffer 6 bezeichneten Luftstromes gelangt aufgrund der in den verschiedenen
Zonen der Kleingasturbine vorliegenden unterschiedlichen Druckverhältnisse jedoch
nicht in die Brennkammer 1 hinein, sondern an dieser bzw. an deren dem Radialverdichter
2 zugewandten, in
Fig. 1 nicht näher bezeichneten (jedoch in
Fig.2 mit der Bezugsziffer 25 bezeichneten ) Stirnwand außenseitig vorbei über einen mittels
einer hier als Labyrinthdichtung ausgebildeten Dichtung 7 abgedichteten Spalt (in
Fig.2 mit der Bezugsziffer 27 bezeichnet) zwischen rotierenden und nicht rotierenden Teilen
der Kleingasturbine in den in der Beschreibungseinleitung bereits definierten sog.
Verdichter-Rückraum 8. Dieser in den Verdichter-Rückraum 8 gelangende Teil des Luftstromes
6 wird als Brennkammer-Leckluft 6a bezeichnet.
[0013] Der sich rückseitig des Verdichter-Laufrades 2a befindende Verdichter-Rückraum 8
muß folglich belüftet werden, d.h. die Brennkammer-Leckluft 6a muß aus dem Verdichter-Rückraum
8 auch wieder abgeführt werden. Dies erfolgt über die zumindest bereichsweise, hier
jedoch vollständig hohl ausgeführte Rotorwelle 4, bzw. genauer über deren Innenraum
4a. Wie ersichtlich ist das vordere dem Verdichter-Laufrad 2a zugewandte Ende der
Rotorwelle 4 flanschartig ausgebildet und stellt dabei ein sog. Kreuzungsteil 4b dar.
Durch dieses flanschartige Kreuzungsteil 4b gehen mehrere (hier bevorzugt über dem
Umfang des Kreuzungsteiles 4b gleichmäßig verteilt drei) Entlüftungsbohrungen 9 hindurch,
die somit eine Verbindung zwischen dem Rotorwellen-Innenraum 4a sowie letztendlich
dem Verdichter-Rückraum 8 herstellen. Im übrigen ist über dieses flanschartige Kreuzungsteil
4b die Rotorwelle 4 mit dem Verdichter-Laufrad 2a drehfest verbunden.
[0014] Nachdem nun also die Brennkammer-Leckluft 6a aus dem Verdichter-Rückraum 8 über die
Entlüftungsbohrungen 9 im Kreuzungsteil 4b in den Innenraum 4a der Rotorwelle 4 gelangt
ist, wird sie aus diesem über ein im dem Turbinenteil 5 zugewandten Endbereich der
Rotorwelle 4 vorgesehenes Abführrohr 4c, welches die Turbinenscheibe 5a in einer zentralen
Austrittsöffnung 10 durchdringt, letztendlich in die Umgebung abgeführt, und zwar
genauer über die hier nicht figürlich dargestellte Schubdüse der Kleingasturbine.
[0015] Über das Kreuzungsteil 4b der Rotorwelle 4 wird jedoch nicht nur die Brennkammer-Leckluft
6a aus dem Verdichter-Rückraum 8 abgeführt, sondern gleichzeitig der in der Brennkammer
1 zu verbrennende Brennstoff der Brennkammer 1 zugeführt. Wie an Kleingasturbinen
mit Slinger-Brennkammern üblich wird nämlich der Brennstoff durch eine konzentrisch
zur Drehachse des Radialverdichters 2 oder der Rotorwelle 4 verlaufende Bohrung 11
im Verdichter-Laufrad 2a bzw. genauer durch ein darin vorgesehenes Förderrohr 12 letztendlich
zur Brennkammer 1 geleitet. Hierzu mündet im hier linksseitigen Anfangsbereich des
Förderrohres 12 ein mit einer nicht gezeigten Brennstoffpumpe, die aus einem ebenfalls
nicht gezeigten Vorratsbehälter den Brennstoff für den Betrieb der Kleingasturbine
fördert, verbundenes Brennstoff-Einspritzröhrchen 13.
[0016] Der hierüber eingebrachte Brennstoff gelangt somit durch das Förderrohr 12 (und beim
Ausführungsbeispiel nach den
Figuren 1, 2 über einen an späterer Stelle noch näher erläuterten Fliehkraftsiphon 14) in eine
bevorzugt zentral im Kreuzungsteil 4b der Rotorwelle 4, dabei jedoch abseits der Entlüftungsbohrungen
9 vorgesehene Verteilerkammer 15, von welcher mehrere in Radialrichtung 16 verlaufende
Zulieferbohrungen 17 abzweigen. Über diese ebenfalls im Kreuzungsteil 4b vorgesehenen
Zulieferbohrungen 17, die versetzt zu den Entlüftungsbohrungen 9 angeordnet sind,
so daß sich die Zulieferbohrungen 17 und die Entlüftungsbohrungen 9 nicht schneiden,
kann daher der Brennstoff letztendlich in die Brennkammer 1 gelangen. Bevorzugt sind
dabei drei derartige Zulieferbohrungen 17 gleichmäßig über dem Umfang des Kreuzungsteiles
4b verteilt vorgesehen.
[0017] Würden nun die Zulieferbohrungen 17 direkt in der Brennkammer 1 münden, ergäbe sich
insbesondere bei niedrigen Drehzahlen der Kleingasturbine eine nicht ausreichende
Zerstäubung des Brennstoffes. Daher ist die Rotorwelle 4 im Bereich des Kreuzungsteiles
4b vollständig von einem sog. Spritzring 18 umgeben, der zumindest im Mündungsbereich
der Zulieferbohrungen 17 geringfügig von der Rotorwelle 4 beabstandet ist, und der
zusammen mit der Rotorwelle 4 um die Zentralachse 19 der Kleingasturbine rotiert.
Der aus den Zulieferbohrungen 17 austretende Brennstoff kann sich somit innerhalb
des Spritzringes 18 über dessen gesamtem Umfang (und somit auch über den Umfang der
Rotorwelle 4) verteilen, ehe er dann besser verteilt und somit zerstäubt in die eigentliche
Brennkammer 1 bzw. in die Primärzone derselben gelangt.
[0018] Wie aus
Fig.2 ersichtlich ist, ist der Spritzring 18 auf seiner den Zulieferbohrungen 17 zugewandten
Seite im wesentlichen wannenförmig ausgebildet, d.h. er bildet eine von seinem hier
rechtsseitigen, zur Brennkammer 1 hin offenliegenden Bund 18a begrenzte, der Rotorwelle
4 mit ihrer Oberseite zugewandte und bezüglich der Rotorwelle 4 umlaufende sog. Spritzring-Wanne
18b, innerhalb derer sich der aus den Zulieferbohrungen 17 austretende Brennstoff
fliehkraftbedingt zunächst gleichmäßig über dem InnenUmfang des Spritzringes 18 verteilen
kann, ehe er tatsächlich in die Primärzone der Brennkammer 1 gelangt. Letztgenanntes
erfolgt, nachdem die sog. Spritzring-Wanne 18b vollständig mit Brennstoff befüllt
ist, so daß der Brennstoff über den Bund 18a zunächst entgegengerichtet zur Fliehkraft
aus der Spritzring-Wanne 18b austritt und danach abermals unter Fliehkrafteinfluß
entlang der Stirnseite des Bundes 18a zur im äußersten Eckbereich des Spritzringes
18 ausgebildeten Abrißkante 18c gelangt, von welcher aus der Brennstoff dann fein
zerstäubt in die Brennkammer 1 abspritzt.
[0019] Im folgenden wir nun der beim ersten Ausführungsbeispiel nach
Fig.1 zwischen dem Förderrohr 12 sowie der Verteilerkammer 15 vorgesehene Fliehkraftsiphon
14 beschrieben, wobei der Übersichtlichkeit halber insbesondere auf die vergrößerte
Darstellung nach
Fig. 2 verwiesen wird. Der Sinn dieses Fliehkraftsiphons 14 liegt darin, den Anfangsbereich
des Brennstoffeinspritzsystemes, nämlich das Brennstoff-Einspritzröhrchen 13 sowie
das Förderrohr 12 gegenüber der Brennkammer 1 abzudichten, insbesondere um eine ausgezeichnete
Regelbarkeit des gesamten Brennstoffeinspritzsystemes der Kleingasturbine auch bei
niedrigen Drehzahlen derselben zu gewährleisten und um darüber hinaus die Möglichkeit
eines bei Kleingasturbinen oftmals angestrebten Windmillstarts bestmöglich sicherzustellen.
[0020] Wie
Fig.2 zeigt, gelangt der über das Einspritzröhrchen 13 herangeführte Brennstoff aus dem
Förderrohr 12 austretend abermals unter Fliehkrafteinfluß auf die innere Oberfläche
eines sog. Verteilerkonus 20 und über diesen aufgrund einer im Kreuzungsteil 4b vorgesehenen
Prallplatte 21 entlang derselben über einen zwischen dem freien Ende des Verteilerkonus
20 sowie der Prallplatte 21 vorgesehenen nicht näher bezeichneten Spalt in Radialrichtung
16 nach außen in einen die Prallplatte 21 außenseitig umgebenden Ringspalt 22. Von
diesem aus gelangt der Brennstoff dann entlang der dem Verteilerkonus 20 abgewandten
Seite der Prallplatte 21 in Radialrichtung 16 betrachtet nach innen, d.h. in Richtung
der Zentralachse 19 in die bereits beschriebene Verteilerkammer 15.
[0021] Im übrigen erkennt man in
Fig.2 genauer eine mit der Bezugsziffer 23 bezeichnete Schraubverbindung, über welche das
Verdichter-Laufrad 2a an die Rotorwelle 4 bzw. an das Kreuzungsteil 4b derselben angeflanscht
ist. Ferner ist in dieser
Fig.2 auch der Strömungsweg der eingangs bereits ausführlich erläuterten Brennkammer-Leckluft
6a detaillierter als in
Fig.1 dargestellt. Wie dargestellt und wie bereits erwähnt gelangt diese Brennkammer-Leckluft
6a aus dem mit der Bezugsziffer 24 bezeichneten Ringraum, der von der Brennkammer-Stirnwand
25, von einer mit der Bezugsziffer 26 bezeichneten Trennwand (hierbei handelt es sich
um das bereits mehrfach genannte nicht rotierende Teil der Kleingasturbine) und dem
flanschartigen Kreuzungsteil 4b der Rotorwelle 4 begrenzt wird, über den Spalt 27
zwischen der Trennwand 26 und dem Kreuzungsteil 4b, der zwar von der dort vorgesehenen
als Labyrinthdichtung ausgebildeten Dichtung 7 abgedichtet wird, welche jedoch keine
vollständige Abdichtung ermöglicht, in den Verdichter-Rückraum 8.
[0022] In diesem Verdichter-Rückraum 8 vermischt sich die Brennkammer-Leckluft 6a mit einem
weiteren aufgrund der unterschiedlichen Druckverhältnisse hierhinein gelangenden Luftstrom
und kann danach durch im flanschartig ausgebildeten, mit dem flanschartigen Kreuzungsteil
4b zusammenwirkenden Abschnitt 28 des Verdichter-Laufrades 2a vorgesehene Übertrittsbohrungen
29 in die bereits erläuterten Entlüftungsbohrungen 9 gelangen, die ihrerseits (beim
Ausführungsbeispiel nach
Fig.1,2 gegenüber der Axialrichtung 3 geneigt verlaufend) im Rotorwellen-Innenraum 4a münden.
[0023] Beim Ausführungsbeispiel nach
Fig.3 ist kein in Verbindung mit
Fig.2 beschriebener Fliehkraftsiphon vorgesehen, so daß das bevorzugt in eine geeignete
Aufnahme im Kreuzungsteil 4b eingelötete Förderrohr 12 direkt in der Verteilerkammer
15 mündet. Auch ist hier das Verdichter-Laufrad 2a geringfügig anders konzipiert,
so daß die Entiüftungsbohrungen 9, die hier von einer mit der Bezugsziffer 30 bezeichneten
Kammer, durch welche das Förderrohr 12 hindurch tritt, abzweigen, zumindest im wesentlichen
in Axialrichtung 3 verlaufen. In diese Kammer 30 hinein gelangt die aus dem Verdichter-Rückraum
8 abzuführende und ggf. mit einem weiteren Luftstrom vermengte Brennkammer-Leckluft
6a im übrigen über eine abermals mit der Bezugsziffer 29 bezeichnete Übertrittsbohrung.
Ferner erkennt man in
Fig.3 eine am stromaufwärtigen Ende des Förderrohres 12 vorgesehene, das Brennstoff-Einspritzröhrchen
13 umgebende druckfederbelastete Gleitringdichtung 31, mit Hilfe derer der Innenraum
des Förderrohres 12 gegenüber der Umgebung abgedichtet ist.
[0024] Beim Ausführungsbeispiel nach
Fig.4 ist in der bzw. den Zulieferbohrung(en) 17 eine Drosselstelle 32 für den durch die
Zulieferbohrung 17 in Radialrichtung 16 nach außen geführten Brennstoff eingesetzt,
hier in Form eines geeignet gestalteten eingeschraubten Drosselelementes. In dieser
Drosselstelle 32 baut sich unter Fliehkrafteinfluß im Brennstoffeinspritzsystem ein
Druckgradient in Richtung zur Brennkammer 1 auf, der verhindert, daß Brennkammerluft
in das Förderrohr 12 zurück drückt. Daher ist hier die in
Fig.3 dargestellte Gleitringdichtung 31 nicht erforderlich.
[0025] Bei den beiden Ausführungsbeispielen nach den
Figuren 3, 4 ist der Spritzring 18 dabei etwas anders geformt als beim Ausführungsbeispiel nach
den
Figuren 1, 2. Diese unterschiedliche Formgebung hängt auch mit der verschiedenartigen Gestaltung
des Verdichter-Laufrades 2a bzw. des flanschartigen Abschnittes 28 desselben zusammen,
wobei wie ersichtlich bei den Ausführungsbeispielen nach den
Figuren 3, 4 die in
Fig.2 mit der Bezugsziffer 23 bezeichnete Schraubverbindung durch eine Schweißverbindung
ersetzt wurde, jedoch kann dies sowie eine Vielzahl weiterer Details insbesondere
konstruktiver Art durchaus abweichend von den gezeigten Ausführungsbeispielen gestaltet
sein, ohne den Inhalt der Patentansprüche zu verlassen. Stets erhält man mit den beschriebenen
Maßnahmen sowohl eine gleichmäßige Brennstoffeinspritzung in die Brennkammer 1 als
auch eine optimale Entlüftung des Verdichter-Rückraumes 8. Besonders deutlich treten
diese Vorteile bei niedrigen Drehzahlen der Rotorwelle 4 und gleichzeitig relativ
großen der Brennkammer 1 zuzuführenden Brennstoffmengen zum Vorschein.
Bezugszeichenliste:
[0026]
- 1
- Radial- oder Slinger-Brennkammer, auch nur Brennkammer genannt
- 2
- Radialverdichter
- 2a
- Verdichter-Laufrad
- 3
- Axialrichtung
- 4
- Rotorwelle
- 4a
- Innenraum von 4
- 4b
- (flanschartiges) Kreuzungsteil von 4
- 4c
- Abführrohr
- 5
- Turbinenteil
- 5a
- Turbinenscheibe
- 6
- der Brennkammer zugeführter Luftstrom, von 2 gefördert
- 6a
- Brennkammer-Leckluft
- 7
- Dichtung im Spalt zwischen rotierenden und nicht rotierenden Teilen
- 8
- Verdichter-Rückraum
- 9
- Entlüftungsbohrung (in 4b)
- 10
- (zentrale) Austrittsöffnung (in 5a)
- 11
- (zentrale) Bohrung in 2a, die 12 aufnimmt
- 12
- Förderrohr (für Brennstoff, in 2a verlaufend)
- 13
- Brennstoff-Einspritzröhrchen
- 14
- Fliehkraftsiphon
- 15
- Verteilerkammer (für Brennstoff, in 4b)
- 16
- Radialrichtung
- 17
- Zulieferbohrung (für Brennstoff, in 4b)
- 18
- Spritzring
- 18a
- Bund von 18
- 18b
- Spritzring-Wanne
- 18c
- Abrißkante
- 19
- Zentralachse (der Kleingasturbine)
- 20
- Verteilerkonus
- 21
- Prallplatte
- 22
- Ringspalt
- 23
- Schraubverbindung
- 24
- Ringraum
- 25
- Brennkammer-Stirnwand
- 26
- Trennwand
- 27
- Spalt
- 28
- Abschnitt von 1a
- 29
- Übertrittsbohrung
- 30
- Kammer
- 31
- Gleitringdichtung
- 32
- Drosselstelle
1. Gasturbinen-Brennstoffeinspritzsystem für eine Radial- oder Slinger-Brennkammer
einer Kleingasturbine mit einem der Radial- oder Slinger-Brennkammer (1) vorgelagerten
Radialverdichter (2) oder Diagonalverdichter und einem mit diesem über eine in Axialrichtung
(3) verlaufende Rotorwelle (4) verbundenen Turbinenteil (5),
wobei der Brennstoff durch ein im Laufrad (2a) des Radialverdichters /Diagonalverdichters
vorgesehenes Förderrohr (12) in ein im verdichtemahen Bereich der Brennkammer (1)
liegendes Kreuzungsteil (4b) der Rotorwelle (4) gelangt und über in diesem im wesentlichen
in Radialrichtung (16) verlaufende Zulieferbohrungen (17) der Brennkammer (1) zugeführt
wird,
und wobei im Kreuzungsteil (4b) versetzt zu den Zulieferbohrungen (17) angeordnete
Entlüftungsbohrungen (9) vorgesehen sind, über welche die in den Verdichter-Rückraum
(8) gelangende Brennkammer-Leckluft (6a) in den Innenraum (4a) der zumindest abschnittsweise
hohl ausgebildeten Rotorwelle (4) gelangt, um über diese durch eine insbesondere zentrale
Austrittsöffnung (10) in der Turbinenscheibe (5a) in die Umgebung abgeführt zu werden,
gekennzeichnet durch
einen die Rotorwelle (4) im Bereich des Kreuzungsteiles (4b) vollständig umgebenden
Spritzring (18), der zumindest im Mündungsbereich der Zulieferbohrungen (17) geringfügig
von der Rotorwelle (4) beabstandet ist und zusammen mit dieser um die Zentralachse
(19) der Kleingasturbine rotiert, wobei im oder
stromauf des Kreuzungsteil(es) (4b) ein den Zulieferbohrungen (17) vorgelagerter Fliehkraftsiphon
(14) vorgesehen ist.
2. Gasturbinen-Brennstoffeinspritzsystem
nach Anspruch 1, wobei der Spritzring (18) auf der den Zulieferbohrungen (17) zugewandten
Seite wannenförmig ausgebildet und zur Brennkammer (1) hin mit einer Abrißkante (18c)
versehen ist.
3. Gasturbinen-Brennstoffeinspritzsystem
nach einem der vorangegangenen Ansprüche, wobei die insbesondere drei, über dem
Umfang des Kreuzungsteiles (4b) gleichmäßig verteilten Zulieferbohrungen (17) jeweils
mit einer Drosselstelle (32) versehen sind.
1. Système d'injection de carburant de turbine à gaz pour une chambre de combustion radiale
ou oblique, d'une petite turbine à gaz comprenant un compresseur radial (2) ou un
compresseur diagonal, placé en amont de la chambre de combustion (1) radiale ou oblique,
et une partie de turbine (5) reliée à ce compresseur au moyen d'un arbre de rotor
(4) qui s'étend dans la direction axiale (3), dans laquelle
le carburant parvient, à travers un tube de transport (12) prévu dans la roue mobile
(2a) du compresseur radial/diagonal, dans une partie de croisement (4b) de l'arbre
de rotor (4) située dans la région de la chambre de combustion (1) proche du compresseur
et est envoyé à la chambre de combustion (1) par l'intermédiaire de perçages d'alimentation
(17) qui s'étendent dans cette partie de croisement, sensiblement dans la direction
radiale (16), et
il est prévu dans la partie de croisement (4b) des perçages d'évacuation d'air (9)
disposés de façon décalée par rapport aux perçages d'alimentation (17) et par l'intermédiaire
desquels l'air de fuite de chambre de combustion (6a) qui parvient dans l'espace arrière
(8) du compresseur parvient dans l'espace intérieur (4a) de l'arbre de rotor (4) qui
est creux, au moins par segments, pour être rejeté dans l'environnement en passant
par cet arbre et à travers une ouverture de sortie (10), en particulier centrale,
ménagée dans le disque de turbine (5a),
caractérisé par
un anneau d'injection (18) qui entoure entièrement l'arbre de rotor (4) dans la région
de la partie de croisement (4b) qui est légèrement espacée de l'arbre de rotor (4),
du moins dans la région de débouché des perçages d'alimentation (17) et qui tourne
conjointement avec cet arbre autour de l'axe central (19) de la petite turbine à gaz,
un siphon centrifuge (14) placé en amont des perçages d'alimentation (17) étant prévu
dans la partie de croisement (4b) ou en amont de cette dernière.
2. Système d'injection de carburant de turbine à gaz selon la revendication 1,
dans lequel
l'anneau d'injection (18) est en forme de cuvette sur le côté dirigé vers les perçages
d'alimentation (17), et est muni d'une arête de décollement (18c) en direction de
la chambre de combustion (1).
3. Système d'injection de carburant de turbine à gaz selon une des revendications précédentes,
dans lequel
les perçages d'alimentation (17), en particulier au nombre de trois, répartis uniformément
sur la circonférence de la partie de croisement (4b) sont munis chacun d'une zone
d'étranglement (32).