[0001] Die Erfindung betrifft eine fahrbare Brecheinrichtung mit einem Raupenfahrwerk, einem
vom Raupenfahrwerk getragenen Chassis, in dem ein motorbetriebenes Brechwerkzeug,
beispielsweise in der Form von paarweise angeordneten, gegeneinander schwingenden
Brecherplatten in im wesentlichen aufrechter Anordnung, und mindestens ein Antriebsaggregat
für das Brechwerkzeug vorgesehen sind, und mit einem das gebrochene Material austragenden
Förderband, wobei das Chassis als Ganzes und mit den von ihm getragenen Aggregaten
um eine horizontale, parallel zu den Achsen der Räder des Raupenfahrwerks liegende
Schwenkachse verschwenkbar ist. Weiters betrifft die Erfindung ein Verfahren zum Transport
einer solchen Brecheinrichtung.
[0002] Eine derartige fahrbare Brecheinrichtung ist aus der EP 0 923 991 A1 bekannt. Die
Verschwenkbarkeit des Chassis gegenüber dem Raupenfahrwerk dient bei dieser Einrichtung
dazu, daß das Chassis angehoben werden kann und die hochbeanspruchten und einem erheblichen
Verschleiß unterworfenen Maschinenteile der Brecheinrichtung, beispielsweise das Förderband,
direkt von unten für das Montage- und Servicepersonal zugänglich werden. Die Montage-
und Wartungsarbeiten können daher gegenüber vorbekannten Einrichtungen unter erheblicher
Zeiteinsparung abgewickelt werden.
[0003] Verfahrbare Brecheinrichtungen mit Raupenfahrwerken sind außerordentlich groß und
schwer. Am jeweiligen Einsatzort sind sie mittels ihres Raupenfahrwerks verfahrbar.
Für den Straßentransport sind diese Raupenfahrwerke jedoch nicht geeignet. Brecheinrichtungen
dieser Art werden daher auf öffentlichen Verkehrsflächen herkömmlicherweise auf Tiefladern
mit Sondergenehmigung und Begleitfahrzeugen transportiert. Bei einem solchen Transport
sind nicht nur die Verkehrsflächen durch das enorme Gewicht der Brecheinrichtung selbst,
sondern noch zusätzlich durch das hohe Gewicht der zu verwendenden Tieflader belastet.
[0004] In der EP 0 547 440 B1 sind bereits Maßnahmen vorgeschlagen worden, durch die eine
Brecheinrichtung mit einem Raupenfahrwerk so ausgebildet wird, daß sie auf öffentlichen
Verkehrsflächen ohne Tieflader transportiert werden kann. Dazu sind am Chassis auf
bezogen auf das Raupenfahrwerk gegenüberliegenden Seiten ein über eine erste Kolben-Zylinder-Einheit
verschwenkbarer Einfüllschacht für das zu brechende Material und andererseits ein
über eine zweite Kolben-Zylinder-Einheit verschwenkbarer Rahmen für das Förderband
verschwenkbar angeordnet. An der Unterseite des verschwenkbaren Einfüllschachtes ist
ein Königszapfen einer Sattelkupplung vorgesehen und an der Unterseite des verschwenkbaren
Rahmens für das Förderband sind Lagerlaschen zur Anlenkung eines Räderwerks angeordnet.
Durch Absenkung des verschwenkbaren Rahmens für das Förderband kann ein vorzugsweise
drei Achsen aufweisendes Räderwerk an den Lagerlaschen angelenkt werden. In der Folge
wird der Königszapfen durch Verschwenkung des Einfüllschachtes auf die Sattelkupplung
einer Sattelzugmaschine abgesenkt und in diese eingefahren. Durch weitere Beaufschlagung
der beiden erwähnten Kolben-Zylinder-Einheiten wird nun der Mittelteil der fahrbaren
Brecheinrichtung angehoben, so daß sich das Raupenfahrwerk oberhalb des Bodens befindet.
Nun kann die Brecheinrichtung nach Art eines Sattelzuges transportiert werden.
[0005] Obwohl diese Art des Transports der Brecheinrichtung gegenüber dem Transport der
vorbekannten Brecheinrichtungen mittels Tiefladern eine wesentliche Verbesserung darstellt,
ist durch die über Kolben-Zylinder-Einheiten verschwenkbare Ausbildung des Einfüllschachtes
und des Rahmens des Förderbandes, wobei diese Teile auch entsprechend stabil ausgeführt
werden müssen, doch ein erheblicher Konstruktionsaufwand erforderlich. Aufgabe der
Erfindung ist es daher, einen derartigen Transport einer verfahrbaren Brecheinrichtung
nach Art eines Sattelzuges zu ermöglichen und dabei eine gegenüber der Brecheinrichtung
der EP 547 440 B1 vereinfachte Konstruktion vorzusehen. Erfindungsgemäß gelingt dies
bei einer Brecheinrichtung der eingangs genannten Art dadurch, daß am Chassis auf
bezogen auf das Raupenfahrwerk gegenüberliegenden Seiten des Chassis einerseits ein
Königszapfen einer Sattelkupplung bzw. ein einen Königszapfen tragender Teil und andererseits
eine, vorzugsweise in der Form von Lagerlaschen ausgebildete, Einrichtung zur Befestigung
eines Räderwerks angeordnet ist. Das erfindungsgemäße Verfahren ist dadurch gekennzeichnet,
daß in einem ersten Schritt die Kolben-Zylinder-Einheit gegenüber der vollständig
eingefahrenen Grundstellung etwas ausgefahren wird, wobei eine, vorzugsweise in der
Form von Lagerlaschen ausgebildete, auf der bezogen auf das Raupenfahrwerk der Kolben-Zylinder-Einheit
gegenüberliegenden Seite des Chassis angebrachte Einrichtung zur Befestigung eines
Räderwerks abgesenkt wird, und ein Räderwerk mit dieser Einrichtung verbunden wird,
daß in einem weiteren Schritt die Kolben-Zylinder-Einheit weiter ausgefahren wird,
wobei der dem Räderwerk benachbarte Teil des Raupenfahrwerks angehoben wird und gleichzeitig
ein auf der bezogen auf das Raupenfahrwerk gleichen Seite wie die Kolben-Zylinder-Einheit
am Chassis angeordneter Königszapfen einer Sattelkupplung angehoben wird, und daß
in einem weiteren Schritt eine Sattelzugmaschine unter den Königszapfen gefahren wird
und die Kolben-Zylinder-Einheit wiederum eingefahren wird, wobei sich das Raupenfahrwerk
vollständig vom Boden abhebt.
[0006] Der Grundgedanke der Erfindung beruht somit darauf, daß ein Transport nach Art eines
Sattelzuges bei einer verschwenkbaren Ausbildung des Chassis mit den in der EP 923
991 A1 genannten Vorteilen durch die erfindungsgemäßen Maßnahmen erreicht werden kann,
ohne daß weitere verschwenkbare Teile der in der EP 547 440 B1 gelehrten Art erforderlich
sind. Dadurch können auch kleinere und leichtere als die in der EP 547 440 B1 beschriebene
Brecheinrichtungen in kostengünstiger Weise nach Art eines Sattelzuges transportierbar
hergestellt werden, wobei immer noch eine erhebliche Erleichterung gegenüber einem
Transport auf einem Tieflader vorliegt. Beispielsweise kann eine erfindungsgemäße
Brecheinrichtung ein Gewicht im Bereich von ca. 30 t aufweisen.
[0007] Bevorzugterweise wird der Königszapfen von einer verschwenkbar an am Chassis angeordneten
Lagerlaschen angelenkten Platte getragen, die von einer oder mehreren Streben in der
Arbeitsstellung beim Transport abgestützt ist. Beim Betrieb der Brecheinrichtung am
jeweiligen Einsatzort können die Streben entfernt werden und die Platte nach oben
geklappt und an das Chassis angelegt werden, wodurch der Platzbedarf der Brecheinrichtung
verringert wird.
[0008] Eine Brecheinrichtung mit einem Raupenfahrwerk, die mittels eines Räderfahrwerks
und einer Sattelzugmaschine auf öffentlichen Verkehrsflächen transportierbar ist,
ist weiters aus der WO 99/49976 bekannt. Zum Anheben der Brecheinrichtung sind hier
Kolben-Zylinder-Einheiten vorgesehen. Unter die angehobene Brecheinrichtung kann in
der Folge ein Räderwerk gefahren werden, das an der Brecheinrichtung mittels Lagerlaschen
befestigbar ist. Auf der dem Raupenfahrwerk gegenüberliegenden Seite ist ein Königszapfen
einer Sattelkupplung vorgesehen, der mit der Sattelplatte der Sattelkupplung einer
Sattelzugmaschine verbunden wird. Nachteilig an dieser Einrichtung ist es, daß nach
dem Anheben der Brecheinrichtung mittels der Kolben-Zylinder-Einheiten die Brecheinrichtung
nicht mehr verfahrbar ist. Es muß also das Räderwerk bewegt werden. Gerade im Falle
einer unebenen und unbefestigten Oberfläche des Bodens, wie dies an Einsatzorten solcher
Brecheinrichtungen üblich ist, ist dies aber nicht ohne weiteres möglich. Weiters
muß nach dem Verfahren des Räderwerks unter die Brecheinrichtung wiederum die Höhe
der Lagerlaschen durch entsprechende Beaufschlagung der Kolben-Zylinder-Einheiten
justiert werden, um die Verbindung mit dem Räderwerk zu ermöglichen. Der Vorgang der
Ankupplung des Räderwerks ist somit relativ aufwendig und zum Anheben der Brecheinrichtung
sind zusätzliche Kolben-Zylinder-Einheiten erforderlich.
[0009] Weitere Vorteile und Einzelheiten der Erfindung werden im folgenden anhand des in
der beiliegenden Zeichnung gezeigten Ausführungsbeispiels erläutert. In dieser zeigen:
die Fig. 1 bis 4 vereinfachte Darstellungen der verfahrbaren Brecheinrichtung jeweils
von der Seite, und zwar in Betriebsstellung (Fig. 1); in der Stellung, in der das
Räderwerk mit dem Chassis verbindbar ist (Fig. 2); in der Stellung mit angehobenem
Königszapfen (Fig. 3) und in Transportstellung (Fig. 4).
[0010] Die Brecheinrichtung weist ein Raupenfahrwerk 1 auf, das zwei voneinander distanzierte
Rahmen besitzt, welche - bezogen auf die Darstellung nach den Figuren 1 bis 4 - rechtwinkelig
zur Zeichenebene gesehen, hintereinander liegen. Diese beiden Rahmen 2 sind durch
Querholme miteinander verbunden. An den Stirnseiten der beiden Rahmen 2 sind jeweils
Umlenk- oder Antriebsräder 5 und 6 vorgesehen, über welche die Raupenkette 7 geführt
ist.
[0011] Dieses Raupenfahrwerk 1 trägt ein Chassis 8 mit einem Einfüllschacht 9, mit Brechplatten
10 und einem Antriebsaggregat 11 für den Betrieb der Brechplatten 10, des weiteren
ist ein Förderband 12 vorgesehen, das ebenfalls mit dem Chassis 8 verbunden ist und
dessen materialaufnehmendes Ende bis unter das Chassis 8, vorzugsweise bis unter die
Brechplatten 10 ragt. Die Brechplatten 10 sind im wesentlichen aufrecht angeordnet.
Eine der beiden Platten des Brechwerkzeuges ist ortsfest im Chassisrahmen gelagert,
die andere Platte wird in eine schwingende Bewegung versetzt, wodurch sich diese Platte
periodisch gegen die feststehende Platte hin- und herbewegt. Ein derartiges Brechwerkzeug
ist bekannt und muß an dieser Stelle nicht genauer beschrieben werden. Die Verwendung
eines anderen bekannten Brechwerkzeuges, beispielsweise einer Prallmühle, ist ebenfalls
möglich.
[0012] Unterhalb des Einfüllschachtes 9 und auch zum Teil unterhalb des Antriebsaggregates
11 ist das Chassis 8 nach unten hin durch eine im wesentlichen gerade verlaufende
Kontur 13 begrenzt, welche auf der dem Einfüllschacht abgewandten Seite zur Bildung
von Lagerlaschen nach unten gezogen ist und dabei eine Art Lasche 14 bildet. In der
Betriebsstellung der Brecheinrichtung liegt diese gerade verlaufende Kontur 13 im
wesentlichen horizontal (Fig. 1) und oberhalb des Raupenfahrwerkes 1.
[0013] Die nach unten gezogene Lasche 14 des Chassis 8 ist am Raupenfahrwerk 1 festgelegt,
und zwar in der Weise, daß das Chassis 8 als ganzes mit allen von ihm getragenen Aggregaten
um die Schwenkachse 15 schwenkbar ist. Diese Schwenkachse 15 liegt somit innerhalb
des die beiden Rahmen 2 aufweisenden Raupenfahrwerkes 1. Die Schwenkachse 15 liegt
dabei nahe dem einen Umlenk- oder Antriebsrad 6.
[0014] Auf der der Schwenkachse 15 abgewandten Seite des Chassis 8 ist eine Kolben-Zylinder-Einheit
16 vorgesehen, die zwischen den beiden Rahmen 2 des Raupenfahrwerkes 1 liegt und deren
eines Ende 17 am Chassis 8 festgelegt ist. Der Anlenkpunkt der Kolben-Zylinder-Einheit
16 am Chassis 8 liegt seitlich des Raupenfahrwerkes 1 - bezogen auf dessen Lenkachse.
Das Chassis 8 überragt das Raupenfahrwerk 1 beidseitig.
[0015] Der Anlenkpunkt der Kolben-Zylinder-Einheit 16 am Raupenfahrwerk 1 liegt unterhalb
einer gedachten Horizontalebene, die die Achsen der Umlenk- oder Antriebsräder 5,
6 des Raupenfahrwerkes 1 enthält.
[0016] Der Einfüllschacht 9 und das Abwurfende 18 des Förderbandes sind - bezogen auf das
Raupenfahrwerk - an einander gegenüberliegenden Seiten des Chassis 8 angeordnet. Der
dem Abwurfende 18 benachbarte Teil des Förderbandes 12 wird dabei von einem verschwenkbar
am Chassis 8 gelagerten Rahmen 19 getragen. Über ein Zugseil 20 kann unter Verschwenkung
des Rahmens 19 gegenüber dem Chassis 8 die Höhe des Abwurfendes verändert werden.
[0017] Auf der Seite des Raupenfahrwerks, an der der Rahmen 19 des Förderbandes 12 am Chassis
8 gelagert ist, sind an der Unterseite des Chassis zwei Lagerlaschen 21 befestigt,
welche, rechtwinkelig zur Zeichenebene gesehen, hintereinander liegen. Diese Lagerlaschen
21 dienen zur Anlenkung eines Räderwerkes, wie weiter unten genauer erläutert wird.
Auf der - bezogen auf das Raupenfahrwerk - gegenüberliegenden Seite des Chassis 8
ist über am Chassis 8 festgelegten Lagerlaschen 22 eine Platte 23 am Chassis 8 angelenkt,
die einen Königszapfen 24 einer Sattelkupplung trägt. Die Platte 23 ist in der in
Fig. 1 dargestellten Betriebsstellung nach oben verschwenkt und in dieser Stellung
über Lagerlaschen 25 befestigt.
[0018] In der in der Fig. 2 gezeigten Stellung ist die Kolben-Zylinder-Einheit 16 im Vergleich
zur Fig. 1 etwas weiter ausgefahren, wobei sich die Lagerlaschen 21 etwas abgesenkt
haben und in dieser Position mit einem zuvor unter den Lagerlaschen 21 plazierten
Achsaggregat oder Räderwerk 26 verbunden werden können. Dazu weist das Räderwerk 26
ebenfalls paarweise angeordnete Lagerlaschen 27 auf, die mit den Lagerlaschen 21 mittels
Achsbolzen oder Achsschäften verbindbar sind.
[0019] Weiters befindet sich in Fig. 2 die Platte 23 in ihrer nach unten verschwenkten Position
und wird in dieser Position durch zwei in der Zeichenebene hintereinanderliegende
Streben 28 gehalten. Anstelle der Streben 28 könnte auch eine Kolben-Zylinder-Einheit
zur automatisierten Verstellung der Platte 23 vorgesehen sein. In dieser nach unten
verschwenkten Position der Platte 23 weist der Königszapfen 24 im wesentlichen senkrecht
nach unten.
[0020] In der in Fig. 3 gezeigten Stellung ist die Kolben-Zylinder-Einheit 16 gegenüber
der Fig. 2 weiter ausgefahren worden. Dadurch wird das Chassis 8 von der Kolben-Zylinder-Einheit
16 angehoben und, da gleichzeitig die Lagerlaschen 21 auf dem Räderwerk 26 aufliegen,
der dem Räderwerk 26 benachbarte Teil des Raupenfahrwerks 1 angehoben. In dieser Position
kann eine Sattelzugmaschine 3 unter den Königszapfen 24 gefahren werden, so daß sich
die Sattelplatte der Sattelkupplung unter dem Königszapfen 24 befindet. In der Folge
wird die Kolben-Zylinder-Einheit 16 wiederum eingefahren. Dadurch senkt sich zunächst
der Königszapfen 24 ab und wird in die Sattelkupplung eingefahren. Durch ein weiteres
Einziehen der Kolben-Zylinder-Einheit 16 wird nunmehr auch das dem Königszapfen 24
benachbarte Ende des Raupenfahrwerks 1 angehoben, so daß sich das Raupenfahrwerk 1
vollständig oberhalb des Bodens befindet (vgl. Fig. 4). Nun kann die Brecheinrichtung
nach Art eines Sattelzuges transportiert werden.
[0021] Eine in den Figuren 1 bis 4 dargestellte Brecheinrichtung weist ein Gewicht im Bereich
von 30 t auf. Auf dem Räderwerk 26 lastet dabei ein Gewicht von ca. 15 bis 16 t, so
daß dieses günstigerweise mindestens zweiachsig ausgebildet ist. Anstelle der Lagerlaschen
21 könnte auch eine andere Einrichtung zur Befestigung des Räderwerks am Chassis 8
vorgesehen sein, beispielsweise ein Königszapfen, der mit einer am Räderwerk 26 angeordneten
Sattelplatte einer Sattelkupplung in Eingriff bringbar ist. Der Anlenkpunkt 4 des
Räderwerks 26 am Chassis 8 weist günstigerweise einen Abstand von mindestens 2,5 m,
bevorzugterweise mindestens 2,8 m auf. Jedenfalls muß der Anlenkpunkt 4 des Räderwerks
am Chassis 8 einen so großen Abstand von der Schwenkachse 15 des Chassis aufweisen,
daß ein ausreichender Schwenkweg zurückgelegt wird. Dieser Schwenkweg umfaßt einerseits
den Weg zwischen der Betriebsstellung und der Stellung zur Anlenkung des Räderwerks
und weiters den Schwenkweg zwischen dem angelenkten Räderwerk (Fig. 2) und der Stellung,
in der der dem Räderwerk benachbarte Teil des Raupenfahrwerks ausreichend vom Boden
abgehoben ist (Fig. 3). In analoger Weise muß der Königszapfen einen ausreichenden
Schwenkweg bei der Verschwenkung des Chassis 8 über die Kolben-Zylinder-Einheit 16
zurücklegen, um einerseits über die Sattelkupplung der Sattelzugmaschine angehoben
und in diese abgesenkt werden zu können und in weiterer Folge den der Sattelkupplung
benachbarten Teil des Raupenfahrwerks ausreichend vom Boden abheben zu können.
[0022] Grundsätzlich wäre es auch denkbar und möglich, die Anordnung der Lagerlaschen 21
und des Königszapfens 24 am Chassis 8 zu vertauschen, wobei das Abwurfende 18 des
Förderbandes 12 über die Sattelzugmaschine 3 ragt.
[0023] Aus der in Fig. 1 dargestellten Betriebsstellung kann das Chassis 8 über die Kolben-Zylinder-Einheit
16 um die Schwenkachse 15 in bekannter Weise nach oben verschwenkt werden, um die
hochbeanspruchten und einem erheblichen Verschleiß unterworfenen Maschinenteile direkt
von unten für Service- und Montagearbeiten zugänglich zu machen (vgl. EP 923 991 A1).
[0024] Grundsätzlich wäre es auch denkbar und möglich, das Räderwerk 26 in der Betriebsstellung
entsprechend Fig. 1 an den Lagerlaschen 21 angelenkt zu lassen, wobei es vom Boden
abgehoben ist.
Legende
zu den Hinweisziffern:
[0025]
- 1
- Raupenfahrwerk
- 2
- Rahmen
- 3
- Sattelzugmaschine
- 4
- Anlenkpunkt
- 5
- Umlenk- oder Antriebsrad
- 6
- Umlenk- oder Antriebsrad
- 7
- Raupenkette
- 8
- Chassis
- 9
- Einfüllschacht
- 10
- Brecherplatte
- 11
- Antriebsaggregat
- 12
- Förderband
- 13
- Kontur
- 14
- Lasche
- 15
- Schwenkachse
- 16
- Kolben-Zylinder-Einheit
- 17
- Ende
- 18
- Abwurfende
- 19
- Rahmen
- 20
- Zugseil
- 21
- Lagerlasche
- 22
- Lagerlasche
- 23
- Platte
- 24
- Königszapfen
- 25
- Lagerlasche
- 26
- Räderwerk
- 27
- Lagerlasche
- 28
- Strebe
1. Fahrbare Brecheinrichtung mit einem Raupenfahrwerk, einem vom Raupenfahrwerk getragenen
Chassis, in dem ein motorbetriebenes Brechwerkzeug, beispielsweise in der Form von
paarweise angeordneten, gegeneinander schwingenden Brecherplatten in im wesentlichen
aufrechter Anordnung, und mindestens ein Antriebsaggregat für das Brechwerkzeug vorgesehen
sind, und mit einem das gebrochene Material austragenden Förderband, wobei das Chassis
als Ganzes und mit den von ihm getragenen Aggregaten um eine horizontale, parallel
zu den Achsen der Räder des Raupenfahrwerks liegende Schwenkachse verschwenkbar ist,
dadurch gekennzeichnet, daß am Chassis (8) auf bezogen auf das Raupenfahrwerk (1)
gegenüberliegenden Seiten des Chassis (8) einerseits ein Königszapfen (24) einer Sattelkupplung
bzw. ein einen Königszapfen tragender Teil und andererseits eine, vorzugsweise in
der Form von Lagerlaschen (21) ausgebildete, Einrichtung zur Befestigung eines Räderwerks
(26) angeordnet ist.
2. Fahrbare Brecheinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Königszapfen
(24) von einer verschwenkbar am Chassis (8) angelenkten Platte (23) getragen wird,
die von einer oder mehreren Streben (28) oder Kolben-Zylinder-Einheiten in der Arbeitsstellung
beim Transport abgestützt ist.
3. Fahrbare Brecheinrichtung nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß der Königszapfen (24) an der Seite des Chassis (8) angeordnet ist, an der ein
Einfüllschacht (9) für das zu brechende Material festgelegt ist.
4. Fahrbare Brecheinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß die Einrichtung zur Befestigung des Räderwerks an der Seite des Chassis (8) vorgesehen
ist, an der am Chassis das Abwurfende (18) des Förderbandes (12) liegt.
5. Fahrbare Brecheinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
daß das Räderwerk (26) zwei Achsen aufweist.
6. Fahrbare Brecheinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet,
daß der Anlenkpunkt (4) des Räderwerks (26) am Chassis (8) von der Schwenkachse (15)
des Chassis einen Abstand von mindestens 2,5 m, vorzugsweise mindestens 2,8 m aufweist.
7. Fahrbare Brecheinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet,
daß der Königszapfen (24) und die Einrichtung zur Befestigung des Räderwerks (26)
an den Endbereichen des Chassis (8) liegen.
8. Verfahren zum Transport einer fahrbaren Brecheinrichtung mit einem Raupenfahrwerk,
einem vom Raupenfahrwerk getragenen Chassis, in dem ein motorbetriebenes Brechwerkzeug,
beispielsweise in der Form von paarweise angeordneten, gegeneinander schwingenden
Brecherplatten in im wesentlichen aufrechter Anordnung, und mindestens ein Antriebsaggregat
für das Brechwerkzeug vorgesehen sind, und mit einem das gebrochene Material austragenden
Förderband, wobei das Chassis als Ganzes und mit den von ihm getragenen Aggregaten
um eine horizontale, parallel zu den Achsen der Räder des Raupenfahrwerks liegende
Schwenkachse über eine Kolben-Zylinder-Einheit verschwenkbar ist, dadurch gekennzeichnet,
daß in einem ersten Schritt die Kolben-Zylinder-Einheit (16) gegenüber der vollständig
eingefahrenen Grundstellung etwas ausgefahren wird, wobei eine, vorzugsweise in der
Form von Lagerlaschen (21) ausgebildete, auf der bezogen auf das Raupenfahrwerk (1)
der Kolben-Zylinder-Einheit (16) gegenüberliegenden Seite des Chassis (8) angebrachte
Einrichtung zur Befestigung eines Räderwerks (26) abgesenkt wird, und ein Räderwerk
(26) mit dieser Einrichtung verbunden wird, daß in einem weiteren Schritt die Kolben-Zylinder-Einheit
(16) weiter ausgefahren wird, wobei der dem Räderwerk (26) benachbarte Teil des Raupenfahrwerks
(1) angehoben wird und gleichzeitig ein auf der bezogen auf das Raupenfahrwerk (1)
gleichen Seite wie die Kolben-Zylinder-Einheit (16) am Chassis (8) angeordneter Königszapfen
(24) einer Sattelkupplung angehoben wird, und daß in einem weiteren Schritt eine Sattelzugmaschine
(3) unter den Königszapfen (24) gefahren wird und die Kolben-Zylin-der-Einheit (16)
wiederum eingefahren wird, wobei sich das Raupenfahrwerk (1) vollständig vom Boden
abhebt.