[0001] Die Erfindung betrifft eine Zentriervorrichtung für einen stapelbaren Behälter, mit
mindestens einer Stellfläche, die einen sich verjüngenden Fortsatz oder eine sich
verengende Vertiefung enthält. Ferner betrifft die Erfindung stapelbare Behälter,
die mit derartigen Zentriervorrichtungen ausgerüstet sind.
[0002] Zur Einsparung von Platz bei der Unterbringung von Behältern oder Regalen in Lagerräumen,
Lastwagen-Ladeflächen oder dergleichen ist es bekannt, mehrere dieser Elemente (im
folgenden zusammenfassend als Behälter bezeichnet) übereinander zu stapeln. Um dies
zu ermöglichen, weisen die Behälter zum einen an ihrer Unterseite Stellflächen auf,
mit welchen sie auf dem Boden beziehungsweise auf einem darunter befindlichen Behälter
abgestellt werden können, und zum anderen an ihrer Oberseite entsprechende Stellflächen,
auf denen der nächst höhere Behälter des Stapels abgestellt werden kann. Kistenförmige
stapelbare Behälter dieser Art sind zum Beispiel aus der EP 0 835 817 A2 oder der
EP 0 243 760 B1 bekannt.
[0003] Um einen sicheren Stand der aufeinander gestapelten Behälter zu gewährleisten und
um die Gefahr eines seitlichen Verrutschens der Behälter auszuschließen, ist es ferner
bekannt, die an den Behältern zur Stapelung ausgebildeten Stellflächen als sich in
Stapelrichtung verjüngende Fortsätze beziehungsweise als sich in Stapelrichtung verengende
Vertiefungen auszubilden. Hierdurch ist es möglich, dass der Fortsatz an einem ersten
Behälter in eine im wesentlichen komplementär ausgebildete Vertiefung an einem zweiten
Behälter eingreifen kann, so dass die beiden Behälter bezüglich in horizontaler Richtung
wirkender Kräfte formschlüssig fixiert sind. Die Fortsätze können dabei zum Beispiel
als rotationssymmetrische, halbkugelförmige beziehungsweise abgerundete Elemente ausgebildet
sein. Vorzugsweise werden derartige Fortsätze an der Unterseite der Behälter und die
dementsprechenden Vertiefungen an der Oberseite der Behälter angeordnet, da auf diese
Weise die Fortsätze als Füße zum Abstellen des untersten Behälters auf dem Boden dienen
können. Zentriervorrichtungen mit daran ausgebildeten Fortsätzen bzw. Vertiefungen
sind als separate Elemente erhältlich. Sie können über entsprechende Befestigungsmittel
wie Flansche an den senkrechten Pfosten eines Behälters, zum Beispiel durch Schweißen,
angebracht werden.
[0004] Nachteilig bei der Verwendung derartiger Zentriervorrichtungen ist jedoch, dass sie
ein verhältnismäßig sorgfältiges und genaues Vorgehen beim Aufeinanderstapeln der
Behälter erfordern. Die - in der Regel vier - Fortsätze an der Unterseite eines aufzustapelnden
Behälters müssen sich nämlich mit ihren Spitzen jeweils im Bereich der korrespondierenden
Vertiefung an der Oberseite des im Stapel nächsten Behälters befinden, damit sie beim
Absenken des aufzustapelnden Behälters ordnungsgemäß in diese Vertiefung eingeführt
werden. Aufgrund der verhältnismäßig kleinen Querschnittsflächen der Vertiefungen
ist somit der aufzustapelnde Behälter vor dem Absenken mit einer Präzision von typischerweise
ca. 10 mm zu positionieren. Das Einhalten einer solchen Genauigkeit stellt jedoch
vor allem beim Hantieren von Behältern mit einem Gabelstapler ein erhebliches Problem
dar, insbesondere im Zusammenhang mit großen Behältern, großen Stapelhöhen, schlechten
Sichtverhältnissen, schlechter Beleuchtung und dergleichen. Ein Verfehlen der korrekten
Position beim Abstellen des obersten Behälters kann jedoch schwerwiegende Folgen haben,
die von der Beschädigung der Behälter beziehungsweise der darin enthaltenen Güter
bis hin zu einem Zusammenbrechen des gesamten Stapels mit der Gefahr von Personen-
und Sachschäden reichen.
[0005] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Zentriervorrichtung für stapelbare
Behälter zur Verfügung zu stellen, welche eine größere Sicherheit bietet und eine
vereinfachte Durchführung des Stapelvorganges erlaubt.
[0006] Diese Aufgabe wird durch eine Zentriervorrichtung gelöst, welche mindestens eine
Stellfläche enthält, die als sich verjüngender Fortsatz oder als sich verengende Vertiefung
ausgebildet ist bzw. diese Elemente enthält. Die Zentriervorrichtung ist dadurch gekennzeichnet,
dass sie mindestens eine Leitfläche aufweist, welche in der vorgesehenen Befestigungsposition
der Zentriervorrichtung vom Behälter weg weist (d.h. auf den im Stapel gegenüberliegenden
Behälter zu weist), und welche weiterhin zur Stellfläche (Fortsatz oder Vertiefung)
der Zentriervorrichtung geneigt ist. Die Leitfläche bildet somit eine Führung, über
welche die beiden aufeinander zu stapelnden Behälter beim Stapelvorgang miteinander
in Kontakt treten können und welche die Stellflächen (Fortsatz einerseits und Vertiefung
andererseits) der beiden Behälter aufeinander zu führt. Durch die erfindungsgemäße
Leitfläche kann somit die "Fangfläche" bzw. der Einzugsbereich der Zentriervorrichtung
vergrößert werden, das heißt der Flächenbereich, innerhalb dessen die Spitze des Fortsatzes
beziehungsweise der Mittelpunkt der Vertiefung des gegenüberliegenden Behälters liegen
muss, damit beim Absenken des aufzustapelnden Behälters die korrespondierenden Stellflächen
korrekt zentriert werden und miteinander in Kontakt kommen können.
[0007] Durch die erfindungsgemäße Anordnung einer oder mehrerer Leitflächen an der Zentriervorrichtung
kann somit die Fangfläche quasi beliebig vergrößert werden und ist nicht mehr auf
die kleine Querschnittsfläche des Fortsatzes beziehungsweise der Vertiefung begrenzt.
[0008] Die Leitfläche ist zur Vereinfachung der Herstellung der Zentriervorrichtung vorzugsweise
eben ausgebildet. Die Leitfläche kann jedoch auch eine im Raum gekrümmte Form haben,
zum Beispiel die Form eines Kegelmantels beziehungsweise eines Teiles hiervon. Ein
Kegelmantel würde die durch den Fortsatz beziehungsweise die Vertiefung gebildete
Stellfläche trichterartig umgeben und die Stellfläche des gegenüberliegenden Behälters
somit zentrierend auf den Fortsatz beziehungsweise die Vertiefung hinführen.
[0009] Vorzugsweise weist die Zentriervorrichtung zwei ebene Leitflächen auf, welche an
der Stellfläche der Zentriervorrichtung im rechten Winkel zueinander ansetzen. Ebene
Leitflächen haben, wie bereits erwähnt, den Vorteil einer leichteren Herstellung.
Durch den Ansatz im rechten Winkel zueinander bewirken die beiden an der Zentriervorrichtung
angeordneten Leitflächen dabei eine Erweiterung der Fangfläche in zwei senkrecht zueinander
stehende Raumrichtungen. In den hierzu entgegengesetzt gerichteten Raumrichtungen
befinden sich dagegen vorzugsweise keine entsprechenden Leitflächen, so dass in diesen
Richtungen kein erweitertes Einfangen der Stellfläche des gegenüberliegenden Behälters
stattfindet. Dies hat den Vorteil, dass in diese Raumrichtungen auch keine Leitflächen
störend hervorstehen, was zu einer Behinderung beim Umgang mit den Behältern oder
zu unerwünschten Verhakungen führen könnte. Insbesondere kann eine derartige Zentriervorrichtung
an der Ecke eines Behälters angeordnet werden, wobei die beiden vorhandenen Leitflächen
nach innen in die Grundfläche des Behälters hinein gerichtet werden können, so dass
keine Leitflächen nach außen über die Kontur des Behälters hinaus stehen. Da in der
Regel mindestens zwei Zentriervorrichtungen an einem Behälter angeordnet werden, können
die Fang- und Leitfunktionen in den zwei fehlenden Raumrichtungen bei einem solchen
Behälter durch die anderen Zentriervorrichtungen beziehungsweise deren Leitflächen
wahrgenommen werden. Sollen an einem Behälter nur zwei Zentriervorrichtungen vorgesehen
werden, so müssen diese zum Erreichen der o.g. Eigenschaft an diagonal gegenüberliegenden
Ecken angeordnet sein.
[0010] Zur Stabilisierung der Zentriervorrichtung und zur Sicherung der Leitfläche gegen
in Stapelrichtung auftretende Belastungen kann an der Leitfläche mindestens eine in
Stapelrichtung verlaufende Stützrippe angeordnet sein. Durch eine derartige Stützrippe
können insbesondere auf die Leitfläche wirkende Kräfte auf den Behälter übertragen
werden, so dass sie nicht zu einem Verbiegen oder einer Zerstörung der Leitfläche
führen können. Gleichzeitig wird durch die Stützrippen ein leichter und materialsparender
Aufbau der Zentriervorrichtung ermöglicht.
[0011] Die Zentriervorrichtung kann ferner Befestigungsmittel zur dauerhaften Verbindung
der Zentriervorrichtung mit einem stapelbaren Behälter enthalten. Vorzugsweise handelt
es sich bei den Befestigungsmitteln um einen Steckkranz, welcher auf einen senkrecht
verlaufenden Pfosten eines Behälters aufgesteckt werden kann beziehungsweise welcher
gegebenenfalls in den Hohlraum eines derartigen Pfosten eingesteckt werden kann. Die
Steckverbindung kann dabei zusätzlich durch übliche Maßnahmen wie zum Beispiel Verschweißen
dauerhaft fixiert werden.
[0012] Der Fortsatz beziehungsweise die Vertiefung bilden zumindest teilweise die Stellfläche
der Zentriervorrichtung, über die der eigentliche Kontakt der abgestellten Behälter
sowie die Lastübertragung erfolgt. Sie können insbesondere konusförmig, halbkugelförmig
oder pyramidenförmig ausgebildet sein. Eine Pyramidenform hat den Vorteil, dass sie
eine verdrehsichere Fixierung der Stellflächen der beiden beteiligten Behälter relativ
zueinander ermöglicht. Der Fortsatz bzw. die Vertiefung sind ferner vorzugsweise von
einem horizontalen Rand umgeben, welcher mit zur Stellfläche zählt.
[0013] Ferner weisen der Fortsatz oder die Vertiefung und/oder die Leitfläche vorteilhafterweise
einen Kragen auf, dessen Fläche im wesentlichen parallel zur Stapelrichtung ausgerichtet
ist. Diese Kragen dienen dazu, die Behälter gegenüber einem seitlichen Verschieben
zu sichern, wenn diese übereinander gestapelt sind. Ohne die Kragen besteht die Gefahr,
dass die Behälter durch seitlichen Druck voneinander abheben könnten, wobei die geneigten
Flächen von Fortsatz oder Vertiefung und die Leitflächen in umgekehrter Richtung als
Führung dienen würden. Die Kragen sind vorzugsweise an der Basis von Fortsatz oder
Vertiefung und/oder Leitfläche angeordnet.
[0014] Der relativ zur Horizontalen gemessene spitze Neigungswinkel des Fortsatzes oder
der Vertiefung ist vorzugsweise kleiner als der entsprechend bestimmte Neigungswinkel
der Leitfläche. Diese Maßnahme hat den Vorteil, dass mit derselben Zentriervorrichtung
die Zentrierung von Gegenstücken unterschiedlicher Abmessungen vorgenommen werden
kann. So kann beispielsweise beim Aufsetzen der Zentriervorrichtung auf einem Rohr
der Fortsatz zum Innendurchmesser des Rohres passen, d.h. zentriert hierin sitzen,
und/oder die Leitflächen können zum Außendurchmesser des Rohres passen, d.h. diesen
zwischen sich zentrieren. Somit stehen zwei Zentriermechanismen zur Verfügung. Werden
diese unabhängig voneinander eingesetzt, so können Rohre in einem gewissen Durchmesserbereich
mit derselben Zentriervorrichtung zentriert werden. Engere Rohre werden dabei zunächst
von den Leitflächen zentriert und dann während des weiteren Zentriervorgangs vom Fortsatz
abgefangen und schließlich von diesem endzentriert; weitere Rohre werden nur von den
Leitflächen zentriert. Das oben genannte Verhältnis der Neigungswinkel von Fortsatz
einerseits und Leitflächen andererseits dient bei kleineren Rohren in vorteilhafter
Weise dazu, durch die Leitflächen anfänglich eine Grobzentrierung zu erlauben, während
die Führung aufgrund der Winkelverhältnisse gegen Ende der Zentrierung vom Fortsatz
übernommen wird.
[0015] Die Erfindung betrifft ferner einen stapelbaren Behälter mit mindestens einer Stellfläche,
mit der der Behälter auf einem darunter befindlichen Behälter abgestellt werden kann,
oder mit mindestens einer Stellfläche, auf welcher ein darüber befindlicher Behälter
abgestellt werden kann, und welcher dadurch gekennzeichnet ist, dass er eine Zentriervorrichtung
der oben beschriebenen Art aufweist. Ein derartiger Behälter lässt sich aufgrund der
durch die Zentriervorrichtung vergrößerten Fangfläche der Stellfläche einfacher und
gleichzeitig erheblich sicherer stapeln. Die Zentriervorrichtung kann sowohl separat
als auch als integraler Bestandteil des Behälters ausgebildet sein.
[0016] Im folgenden wird die Erfindung mit Hilfe der Figuren beispielhaft erläutert. Es
zeigen:
- Fig. 1
- eine perspektivische Ansicht einer erfindungsgemäßen Zentriervorrichtung;
- Fig. 2
- einen Querschnitt durch die Zentriervorrichtung entlang der Linie II-II gemäß Figur
3;
- Fig. 3
- die Aufsicht auf einen Schnitt durch die Zentriervorrichtung entlang der Linie III-III
gemäß Figur 2;
- Fig. 4
- einen Querschnitt durch die Zentriervorrichtung entsprechend Figur 2 sowie durch den
Behälter, an dem die Zentriervorrichtung angebracht ist und durch einen Behälter,
auf dem der zuerst genannte Behälter gestapelt werden soll;
- Fig.5
- die Unteransicht eines Behälters mit vier erfindungsgemäßen Zentriervorrichtungen.
[0017] Zunächst wird der konstruktive Aufbau der Zentriervorrichtung 1 mit Hilfe der Figuren
1 bis 4 erläutert. Die Zentriervorrichtung soll unter den Pfosten eines Behälters
angeordnet werden und hierdurch das Stapeln mehrerer Behälter aufeinander ermöglichen.
Sie wird vorzugsweise aus Temperguss hergestellt, welcher bei hoher Stabilität eine
gute Verarbeitbarkeit, insbesondere durch Schweißen, bietet.
[0018] Zur Gewährleistung eines sicheren und unverrückbaren Sitzes der stapelbaren Behälter
aufeinander besitzt die Zentriervorrichtung unter anderem einen nach unten gerichteten
pyramidenförmigen Fortsatz 5. Dieser greift im gestapelten Zustand der Behälter in
eine Vertiefung am korrespondierenden Pfosten des darunter gelegenen Behälters ein
(vgl. Figur 4). Die Vertiefung kann komplementär zum Fortsatz 5 geformt sein, sie
kann jedoch auch wie in Figur 4 dargestellt einfach das Innere eines (Vierkant-) Rohres
10 sein. Die beiden Behälter stehen dabei über die Flächen von Fortsatz 5 und Vertiefung
sowie über horizontal den Fortsatz bzw. die Vertiefung umgebende Ränder (Stege) in
Kontakt. Selbstverständlich kann die Anordnung von Fortsatz und Vertiefung auch umgekehrt
sein, d.h. eine Vertiefung am oberen und ein Fortsatz am unteren Behälter.
[0019] Da die Querschnittsfläche des Fortsatzes 5 beziehungsweise der Vertiefung verhältnismäßig
klein ist, muss beim Stapeln der Behälter die Spitze des Fortsatzes 5 sehr genau über
der Vertiefung positioniert werden. Dies ist insbesondere bei einer Stapelung der
Behälter mit Gabelstaplern nur sehr schwer durchzuführen, kann jedoch im Versagensfalle
zu schweren Unfällen führen.
[0020] Um die Stapelung der Behälter zu erleichtern sind erfindungsgemäß zwei geneigte Leitflächen
4 vorgesehen, welche an dem als Stellfläche dienenden Fortsatz 5 im rechten Winkel
zueinander ansetzen und relativ zur Stapelrichtung (Senkrechte) geneigt vom Fortsatz
5 weglaufen. Die Leitflächen 4 bilden somit zwei Wände eines (nicht vollständig ausgebildeten)
Trichters, welcher auf den Fortsatz 5 zuführt. Durch die Leitflächen 4 wird der "Fangbereich"
des Fortsatzes 5 beträchtlich vergrößert, da eine Positionierung des Pfostens eines
darunter gelegenen Behälters in der durch die Leitflächen 4 aufgespannten Fläche ausreicht,
um diesen Pfosten korrekt auf den Fortsatz 5 zuzuführen. Durch die Leitflächen 4 erhöht
sich die Fangfläche auf etwa den 6-fachen Betrag gegenüber dem einfachen Fortsatz
5.
[0021] Grundsätzlich ist es möglich, den Fortsatz 5 an allen vier Seiten mit Leitflächen
zu versehen, so dass ein vollständiger Trichter ausgebildet wird. Dies ist jedoch
dann nachteilig, wenn die Zentriervorrichtung auf der Ecke eines Behälters angeordnet
werden soll, da in diesem Falle die zusätzlichen Leitflächen über die Grundfläche
des Behälters hinaus stehen würden. Dies würde eine dichte Stapelung der Behälter
verhindern, den Umgang mit den Behältern durch eine Verhakungsgefahr erschweren und
eine zusätzliche Verletzungsgefahr für das Personal darstellen.
[0022] In den Figuren 1-4 sind ferner senkrecht, das heißt in Stapelrichtung verlaufende
Stützrippen 3 erkennbar, welche die geneigten Leitflächen 4 mit dem Boden des Behälters
7 verbinden und hierdurch für eine Weiterleitung von während des Stapelns auftretenden
Kräften zu dem Behälter sorgen.
[0023] Weiterhin ist in den Figuren ein Steckkranz 2 dargestellt, welcher der Verbindung
der Zentriervorrichtung 1 mit dem Pfosten eines Behälters dient. Der Steckkranz besteht
aus in den vier Ecken angeordneten Winkeln, was gießtechnische Vorteile bietet. Die
Anbringung der Zentriervorrichtung am Pfosten 6 eines Behälters ist aus Figur 4 erkennbar.
Der Steckkranz 2 wird dabei in das Innere des hohlen, rechteckigen Pfostens eingesteckt,
und die Zentriervorrichtung kann anschließend am Pfosten festgeschweißt werden. Von
dem Behälter 7 sind in Figur 4 ferner der am Pfosten 6 befestigte Behälterboden sowie
ein hieran angebrachter Querriegel 8 erkennbar. Weiterhin ist aus Figur 4 ersichtlich,
dass die Zentriervorrichtung 1 mit den Leitflächen 4 nicht über den Rand des Behälters
hinaus steht, sondern dass diese sich lediglich nach innen unter die Fläche des Behälters
7 erstrekken. Die Zentriervorrichtung wird somit vom Behälter versteckt und führt
zu keinen zusätzlichen Behinderungen. Ferner sind alle Schweißnähte vorteilhafterweise
versenkt und V-förmig ausgebildet, um ein Auskragen derselben zu verhindern. Dazu
werden die entsprechenden Fasen direkt beim Guß vorgesehen.
[0024] In Figur 4 ist auch das obere Ende des Pfostens 10 eines zweiten Behälters erkennbar,
auf welchem der erste Behälter 7 mit der Zentriervorrichtung 1 aufgestapelt werden
soll, wobei zwei verschiedene Pfostendurchmesser verwendet werden können, wie in Figur
4 mit 10a bzw. 10b angedeutet. Dabei ist eine typische, während des Stapelns auftretende
Situation dargestellt, bei welcher der Pfosten l0a bzw. 10b sich mit der Vertiefung
nicht exakt unter dem Fortsatz 5 befindet, sondern seitlich verschoben ist und gegen
eine Leitfläche 4 anstößt. Beim weiteren Absenken des oberen Behälters sorgt dieser
Kontakt zur Leitfläche 4 dann jedoch dafür, dass der obere Behälter mit dem Fortsatz
5 auf die Vertiefung zugeführt, das heißt zentriert wird (vgl. Doppelpfeil). Die Dimensionierungen
sind dabei so gewählt, dass sich - z.B. bei Verwendung des Rohres 10b - die Spitze
des Fortsatzes 5 in dem oberen offenen Vierkantrohr lOb fängt. In diesem Augenblick
verliert die Leitfläche 4 die Führung, so dass das Vierkantrohr lOb in Richtung der
freien Ecke 12 geschoben wird. Zu diesem Zweck wird die Neigung des pyramidenförmigen
Fortsatzes 5 ca. 10° flacher gewählt als die Neigung der Leitflächen 4.
[0025] Eine Zentriervorrichtung der dargestellten Art eignet sich zur Zentrierung von Pfosten
10a,b unterschiedlichen Durchmessers. So können bei typischen Abmessungen der Zentriervorrichtung
die Leitflächen 4 bereits die vollständige Zentrierung großer Pfosten 10a mit einem
in Figur 4 mit d
10a bezeichneten Außenmaß von 70 mm x 70 mm und mit einer Wandstärke von typischerweise
3 mm (in der Figur 4 mit a bezeichnet) bewirken. Eine solche Situation ist in Figur
4 dargestellt. Im aufgesetzten Zustand liegt das Rohr 10a mit seinen Außenflächen
an den Leitflächen 4 an, während es keinen direkten Kontakt zum Fortsatz 5 hat. Die
Leitflächen 4 haben an ihrer Basis als Kontaktfläche zum Rohr 10a einen senkrechten
Kragen 9b. Dieser verhindert, dass das Rohr 10a bei seitlichem Druck aus seinem festen
Sitz gleiten kann. Zwischen dem Fortsatz 5 und der Leitfläche 4 befindet sich ein
horizontaler Steg mit der Breite b.
[0026] Darüber hinaus kann jedoch auch ein Aufsetzen auf kleineren Pfosten 10b von 60 x
60 mm Außenmaß erfolgen, welches in Fig. 4 mit dem Durchmesser d
10b gekennzeichnet ist. Die Wandstärke der Pfostens 10b entspricht im Ausführungsbeispiel
der mit a bezeichneten Wandstärke des Pfostens 10a. Der pyramidenförmige Fortsatz
5 hat in diesem Zusammenhang folgende Funktion: Sein Außenumfang und seine Anordnung
sind so, dass er das Vierkantrohr 10b von 60 x 60 mm aufnehmen und festhalten kann,
wobei die gestapelten Behälter außen bündig abschließen. Der Fortsatz 5 hat dabei
an seiner Basis einen senkrechten Kragen 9a, mit welchem er an der Innenwandung des
Rohres anliegt. Der Kragen 9a verhindert wiederum, dass das Rohr bei seitlichem Druck
aus seinem festen Sitz gleiten kann. Beim Aufstapeln rutscht das Vierkantrohr (ähnlich
wie in Figur 4 dargestellt) an den Leitflächen 4 entlang, bis es auf den pyramidenförmigen
Fortsatz 5 trifft. Dieser hat eine flachere Neigung als die Leitfläche 4, was sich
mit den in Figur 4 eingetragenen Winkeln α und β durch die Bedingung α > β ausdrücken
lässt (die Neigungswinkel der Flächen sind definitionsgemäß die komplementären spitzen
Winkel 180°-α bzw. 180°-β). Typischerweise ist die Neigung des pyramidenförmigen Fortsatzes
5 ca. 10° flacher gewählt als die Neigung der Leitflächen 4. Daher wird das Rohr 10b
ab einem gewissen Punkt nicht mehr von der Leitfläche 4, sondern von dem Fortsatz
5 geführt. Die Leitflächen 4 bewirken somit nur eine Vorzentrierung, die restliche
Zentrierung bis zum Endanschlag erfolgt indes durch den Fortsatz 5. Die äußeren Stirnseiten
des Rohres lOb liegen nach erfolgter Zentrierung auf einem Rand zwischen der Pyramidenbasis
und dem Außenumfang der Zentriervorrichtung auf, dessen Breite vorzugsweise in etwa
der Wandstärke der Rohre a entspricht (siehe Figur 4), um einen bündigen Abschluß
zu erzielen. Die pyramidenförmigen Fortsätze sind somit gewissermaßen "exzentrisch"
angeordnet.
[0027] Der in Figur 4 dargestellte Abstand b zwischen Leitfläche und Fortsatz ist mindestens
so breit zu bemessen, dass dieser der Differenz der Rohrdurchmesser d
10a-d
10b zuzüglich der Wandstärke a entspricht, d.h. b ≥ d
10a-d
10b+a. Bei dem in Figur 4 dargestellten größeren Vierkantrohr 10a mit dem größeren Außenmaß
ergibt sich ein Spiel, das dem Betrag der Rohrdurchmesserdifferenz von d
10a - d
10b entspricht, um das die maximale Breite des Fortsatzes 5 an der Basis kleiner ist
als das Innenmaß des Vierkantrohres 10a. Durch das Zusammenspiel mehrerer Zentriervorrichtungen
mit ihren Leitflächen an allen Ecken des Behälters, deren Anordnung aus Fig. 5 zu
entnehmen ist, wird der zu stapelnde Behälter jedoch trotz dieses Spiels so zentriert,
dass die Außenseiten aller Eck-Vierkantrohre mit beiden Durchmessern bündig ausgerichtet
werden.
[0028] Für die Anbringung der Zentriervorrichtung an Rohren verschiedener Stärke ist der
Steckkranz 2 keilförmig ausgebildet
[0029] Damit sich die Zentriervorrichtung und das darüber angeordnete Eckrohr nicht mit
z.B. Regenwasser füllen können, ist an der unten gelegenen Spitze des Fortsatzes 5
eine Bohrung 11 vorgesehen.
[0030] In Figur 5 ist schematisch die Ansicht auf die Unterseite eines rechteckigen Behälters
7 mit Querriegeln 8 dargestellt, an dessen vier Ecken sich Pfosten mit den erfindungsgemäßen
Zentriervorrichtungen 1 befinden. Wie oben erläutert befinden sich dabei an jeder
Zentriervorrichtung 1 jeweils nur zwei Leitflächen 4, die derart angeordnet sind,
dass sie vollständig in der Grundfläche des Behälters liegen. Nach außen über die
Behälterkontur hervorstehende Teile existieren somit nicht. Weiterhin sind in Figur
5 Pfeile eingetragen, welche die Richtung andeuten, in welche die jeweilige Leitfläche
4 zentrierend wirkt. Hierbei ist erkennbar, dass durch das Zusammenwirken aller vier
Zentriervorrichtungen 1 eine vollständige Zentrierung des gesamten Behälters stattfindet.
[0031] Die besondere Idee bei der Erfindung liegt darin, dass man die Gleitebenen der Leitflächen
so anordnet, dass keine nach außen auskragenden Teile vorhanden sind. Dies wird gegenüber
den bekannten "Trichterlösungen" dadurch erreicht, daß sich die Gleitebenen auf gegenüberliegenden
Seiten in ihrer Korrekturwirkung ergänzen. Ein weiterer Aspekt liegt in den unterschiedlichen
Winkeln bei der Leitfläche und dem Pyramidenfortsatz, wodurch letztlich eine Zentrierung
für zwei verschiedene Rohrdurchmesser ermöglicht wird.
1. Zentriervorrichtung (1) für einen stapelbaren Behälter (7), mit mindestens einer Stellfläche,
die einen sich verjüngenden Fortsatz (5) oder eine sich verengende Vertiefung enthält,
dadurch gekennzeichnet, dass die Zentriervorrichtung mindestens eine zur Stellfläche
geneigte und vom Behälter (10) wegweisende Leitfläche (4) aufweist.
2. Zentriervorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass diese zwei ebene Leitflächen (4) aufweist, welche an
der Stellfläche im rechten Winkel zueinander ansetzen.
3. Zentriervorrichtung nach einem der Ansprüche 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass an der Leitfläche (4) mindestens eine in Stapelrichtung
verlaufende Stützrippe (3) angeordnet ist.
4. Zentriervorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, dass diese Befestigungsmittel, vorzugsweise einen Steckkranz
(2), zur dauerhaften Verbindung mit einem stapelbaren Behälter (6, 7) aufweist.
5. Zentriervorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, dass der Fortsatz (5) oder die Vertiefung konusförmig, halbkugelförmig
oder pyramidenförmig ist.
6. Zentriervorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, dass der Fortsatz (5) oder die Vertiefung und/oder die Leitfläche
(4) einen Kragen (9a, 9b) aufweisen, dessen Fläche im wesentlichen parallel zur Stapelrichtung
ausgerichtet ist.
7. Zentriervorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, dass der Neigungswinkel (180°-α) des Fortsatzes (5) oder der
Vertiefung kleiner ist als der Neigungswinkel (180°-β) der Leitfläche (4).
8. Zentriervorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, dass diese einen sich verjüngenden Fortsatz (5) sowie wenigstens
eine ebene Leitfläche (4) aufweist, wobei der Fortsatz und die Leitfläche derart angeordnet
sind, dass ein erster zu stapelnder Behältertyp lediglich von der Leitfläche (4),
ein zweiter zu stapelnder Behältertyp sowohl von der Leitfläche (4) als auch von dem
Fortsatz (5) zentriert wird.
9. Stapelbarer Behälter (7) mit mindestens einer Stellfläche (5),
dadurch gekennzeichnet, dass er mindestens eine Zentriervorrichtung nach einem der
Ansprüche 1 bis 8 aufweist.