[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Schlauchfolie aus Kunststoff, insbesondere
zur Herstellung von Verpackungsbeuteln.
[0002] Es ist insbesondere in Mehrfamilienhäusern üblich, die in den Haushalten anfallenden
Abfälle in Mülltüten zu verpacken und diese dann in zentralen Müllcontainern zu sammeln.
In diesem Zusammenhang wird in der WO 97/03899 vorgeschlagen, keine standardisierten
Müllbeutel zu verwenden, sondern den Abfall jeweils portionsweise in Folienbehältnissen
zu verpacken, die jeweils in gewünschter Größe aus einer Schlauchfolie hergestellt
werden. Solche Schlauchfolien werden üblicherweise in geraffter Form zur Verfügung
gestellt und können mittels Folienblasextrusion oder im Schlitzsilverfahren hergestellt
sein. Dabei entscheiden die Folienstärke sowie das Basismaterial im wesentlichen über
die Folieneigenschaften, die entsprechend im wesentlichen nur durch Veränderung dieser
beiden Parameter verändert werden können.
[0003] Aufgabe der Erfindung ist es daher, eine Schlauchfolie der eingangs genannten Art
anzugeben, die es ermöglicht, die Eigenschaften wie beispielsweise die statische Belastbarkeit
flexibler zu gestalten.
[0004] Diese Aufgabe ist erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Schlauchfolie doppelwandig
mit zwei Folienschläuchen in Schlauch in Schlauch Anordnung hergestellt ist. Die beiden
Folienschläuche können dabei aus unterschiedlichen Materialien bestehen und unterschiedliche
Wandstärken besitzen, so daß die Eigenschaften der Schlauchfolie durch Veränderung
dieser Parameter jeweils optimal an die bestehenden Bedürfnisse angepaßt werden kann.
Insbesondere ist es möglich, eine hohe statische Belastbarkeit der Schlauchfolien
unter Beibehaltung relativ geringer Wandstärken sicherzustellen, wo bei der üblichen
Verwendung eines herkömmlichen Folienschlauchs große Wandstärken erforderlich wären,
die die Handbarkeit der Schlauchfolie beeinträchtigen würden.
[0005] In an sich bekannter Weise ist es zweckmäßig, die Schlauchfolien in geraffter Form
zur Verfügung zu stellen. Außerdem ist es möglich, die beiden Folienschläuche miteinander
lokal zu verbinden. Beispielsweise kann es sinnvoll sein, die Folienschläuche an wenigstens
einem axialen Endbereich miteinander zu verbinden, insbesondere um auf diese Weise
eine Tasche zu bilden. Auch können die Folienschläuche über ihre Länge an mehreren
Stellen insbesondere punktuell miteinander verbuneden sein.
[0006] Hinsichtlich weiterer vorteilhafter Ausgestaltungen der Erfindung wird auf die Unteransprüche
sowie die nachfolgende Beschreibung eines Ausführungsbeispiels unter Bezugnahme auf
die beiliegende Zeichnung verwiesen, in der die einzige Figur eine Ausführungsform
einer Schlauchfolie gemäß der vorliegenden Erfindung darstellt. Diese Schlauchfolie
ist doppelwandig ausgebildet und besteht aus einem inneren Folienschlauch 1 und einem
äußeren Folienschlauch 2, die in Schlauch in Schlauch Anordnung vorgesehen sind, wobei
der äußere Folienschlauch 2 einen etwas größeren Durchmesser als der innere Folienschlauch
1 besitzt. Die beiden Folienschläuche 1, 2 bestehen aus unterschiedlichen Kunststoffmaterialien,
wobei insbesondere biologisch abbaubare Kunststoffe eingesetzt werden, und besitzen
unterschiedliche Wandstärken. Wie in der Zeichnung gut erkennbar ist, sind die Folienschläuche
1, 2 an mehreren Stellen 3 miteinander punktuell verbunden. Die Verwendung einer solchen
doppelwandigen Schlauchfolie bietet den Vorteil, daß durch Auswahl entsprechender
Wandstärken und Materialien die Eigenschaften, insbesondere die statische Belastbarkeit
der Schlauchfolie, optimal an die jeweils bestehenden Bedürfnisse angepaßt werden
können. Die Schlauchfolie kann dabei in herkömmlicher Weise durch Extrusion oder im
Schlitzsilverfahrern hergestellt sein.
1. Schlauchfolie aus einem Kunststoffmaterial, insbesondere zur Herstellung von Verpackungsbeuteln,
dadurch gekennzeichnet, daß sie doppelwandig mit zwei Folienschläuchen (1, 2) in Schlauch in Schlauch Anordnung
ausgebildet ist.
2. Schlauchfolie nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sie in geraffter Form zur Verfügung steht.
3. Schlauchfolie nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Folienschläuche (1, 2) unterschiedliche Wandstärken besitzen.
4. Schlauchfolie nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Folienschläuche (1, 2) aus unterschiedlichen Materialien bestehen.
5. Schlauchfolie nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Folienschläuche (1, 2) an wenigstens einem axialen Endbereich miteinander
verbunden, insbesondere miteinander verschweißt sind.
6. Schlauchfolie nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Folienschläuche (1, 2) an mehreren Stellen miteinander insbesondere
punktuell verbunden sind.
7. Schlauchfolie nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß sie durch Extrusion oder im Schlitzsilverfahren hergestellt ist.
8. Schlauchfolie nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Folienschläuche (1, 2) aus einem biologisch abbaubaren Kunststoff bestehen.