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EP 1 122 380 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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19.11.2003 Patentblatt 2003/47 |
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Anmeldetag: 30.01.2001 |
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Dickstoffförderer mit Verteilermast sowie Verfahren zum pulsierenden Pumpen von Dickstoffen
Slurry pump with distribution boom as well as method of pulsation pumping of slurries
Pompe pour matières visqueuses avec mât de distribution et méthode de pompage à pulsations
de matières visqueuses
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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DE ES FR GB IT |
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Priorität: |
03.02.2000 DE 10004779
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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08.08.2001 Patentblatt 2001/32 |
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Patentinhaber: PUTZMEISTER
Aktiengesellschaft |
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72631 Aichtal (DE) |
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Erfinder: |
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- Rau, Kurt
63546 Hammersbach (DE)
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Vertreter: Wolf, Eckhard, Dr.-Ing. et al |
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Patentanwälte Wolf & Lutz
Hauptmannsreute 93 70193 Stuttgart 70193 Stuttgart (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
DE-A- 19 503 895
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GB-A- 1 306 137
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- PATENT ABSTRACTS OF JAPAN vol. 2000, no. 10, 10. Oktober 2000 (2000-10-10) -& JP 2000
282687 A (ISHIKAWAJIMA CONSTR MACH CO)
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft einen Dickstoffförderer mit einer pulsierend arbeitenden Dickstoffpumpe,
mit einer ausgangsseitig an die Dickstoffpumpe angeschlossenen Förderleitung, mit
einem als Träger für die Förderleitung dienenden Verteilermast, mit einer Steuereinrichtung
zur Einstellung einer Sollpumpfrequenz nach Maßgabe einer vorgegebenen Fördermenge
pro Zeitintervall und mit Mitteln zur Dämpfung von beim Pumpvorgang erzwungenen mechanischen
Schwingungen im Verteilermast. Weiter betrifft die Erfindung ein Verfahren zum pulsierenden
Pumpen von Dickstoffen, insbesondere von Beton, durch eine auf einem mechanisch schwingungsfähigen
Verteilermast angeordnete Förderleitung, bei welchem eine Sollpumpfrequenz nach Maßgabe
einer vorgebbaren Fördermenge pro Zeitintervall eingestellt wird und bei welchem die
im Verteilermast beim Pumpvorgang erzwungenen mechanischen Schwingungen gedämpft werden.
[0002] Es sind als Betonpumpen ausgebildete Dickstoffförderer dieser Art bekannt (DE-A-19503895),
bei denen die zum Anfahren der Betonierstelle erforderlichen Mastbewegungen von einem
Mastführer z.B. mit einer Funkfernsteuerung "von Hand" gesteuert werden, während ein
Assistent des Mastführers (Schlauchmann) den Endschlauch über die vorgesehene Betonierstelle
führt. Der auf einem Unterbau angeordnete Verteilermast ist seiner Konstruktion nach
ein elastisch schwingungsfähiges System, das zu Eigenschwingungen anregbar ist. Eine
resonante Anregung solcher Schwingungen kann dazu führen, daß das freie Ende des Verteilermasts
mit Amplituden von einem Meter und mehr schwingt. Eine Schwingungsanregung ist z.B.
durch den pulsierenden Betrieb der üblicherweise als Zweizylinder-Kolbenpumpe ausgebildeten
Dickstoffpumpe und durch die hieraus resultierende periodische Beschleunigung und
Verzögerung der durch die Förderleitung gedrängten Betonsäule möglich. Ein resonantes
Aufschaukeln der Mastschwingung hat vor allem bei größeren Fördermengen zur Folge,
daß der Beton nicht mehr gleichmäßig verteilt werden kann und der Schlauchmann gefährdet
wird. Um dies zu vermeiden, wurde bei der bekannten Betonpumpe die Verwendung eines
Lage-Regelkreises vorgeschlagen, der innerhalb eines vorgebbaren Variationsbereichs
das Niveau des mastseitigen Endes des Endschlauches bezüglich einer ortsfesten horizontalen
Bezugsebene stabilisiert. Hierzu ist zusätzlich eine Sensoreinrichtung vorgesehen,
über deren Ausgangssignale ein Koordinatenstellantrieb zur kompensatorischen Auslenkung
der Mastspitze oder des Endschlauchs ansteuerbar ist. Es hat sich gezeigt, daß diese
Maßnahmen recht aufwendig sind und nicht immer zu dem gewünschten Erfolg führen. Weiter
wurde dort vorgeschlagen, die schwingende Mastspitze nach dem Prinzip der Schwingungstilgung
zu beruhigen, gemäß welchem eine Schwingmasse an einem schwingungsfähigen Segment
elastisch nach-giebig gelagert und durch die Schwingungsbewegungen des Segments gegenphasig
anregbar ist.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Dickstofförderer mit schwingungsfähigem
Verteilermast sowie ein Verfahren zu dessen Betrieb zu entwickeln, womit ohne jegliche
Sensorik mit einfachen Mitteln eine wirksame Schwingungsdämpfung möglich ist.
[0004] Zur Lösung dieser Aufgabe werden die in den Ansprüchen 1 und 4 angegebenen Merkmalskombinationen
vorgeschlagen. Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung ergeben
sich aus den abhängigen Ansprüchen.
[0005] Die erfindungsgemäße Lösung geht von der Erkenntnis aus, daß in einem schwingungsfähigen
System, das durch periodische Fremdkräfte zu Schwingungen angeregt wird, es bei einer
Frequenzvariation der Fremdkräfte vor allem beim Durchgang durch die Eigenfrequenz
des Systems zu Phasenverschiebungen kommt, die zu einer Schwingungstilgung nach dem
Interferenzprinzip führen. Um dies zu erreichen, wird gemäß der Erfindung vorgeschlagen,
daß die Steuereinrichtung eine die Dämpfungsmittel bildende Steuerschaltung oder programmierte
Steueranweisung zur periodischen Variation oder Modulation der Pumpfrequenz gegenüber
der Sollpumpfrequenz unter Beibehaltung der vorgegebenen Fördermenge pro Zeitintervall
aufweist. Im Falle eines hydraulischen Pumpenantriebs wird die Pumpfrequenz durch
Variation der Förderleistung der Hydropumpe moduliert. Der Modulationszyklus kann
dabei über die programmierte Steueranweisung aus einer Datei digital abgerufen werden.
Da die Fördermenge ein wichtiger Einstellparameter ist, wird gemäß einer bevorzugten
Ausgestaltung der Erfindung zum Zwecke der Schwingungsdämpfung die Pumpfrequenz gegenüber
der Sollpumpfrequenz unter Beibehaltung der vorgegebenen Fördermenge pro Zeitintervall
periodisch variiert oder moduliert. Es ist dabei von Vorteil, wenn die Pumpfrequenz
schrittweise periodisch gegenüber der Sollpumpfrequenz angehoben und abgesenkt wird.
Die einfachste Möglichkeit besteht darin, daß die Pumpfrequenz zwischen zwei Eckfrequenzen
in vorgegebenen Modulationszyklen hin- und hergeschaltet wird, wobei die eine Eckfrequenz
höher und die andere Eckfrequenz niedriger als die zur eingestellten Fördermenge gehörende
Sollpumpfrequenz ist. Alternativ dazu wird zwischen der Sollpumpfrequenz sowie einer
höheren und einer niedrigeren Eckfrequenz in vorgegebenen Modulationszyklen hin- und
hergeschaltet. Jeder Modulationsstufe sind vorteilhafterweise mindestens zwei, vorzugsweise
vier bis zehn Pumpenhübe gleicher Hubdauer zugeordnet. Erfahrungsgemäß wird eine ausreichende
Schwingungsdämpfung erreicht, wenn die Eckfrequenzen um bis zu ± 10 % von der Sollpumpfrequenz
abweichen.
[0006] Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung werden die Eigenfrequenzen
verschiedener Mastkonfigurationen gemessen und in digital abrufbaren Dateien hinterlegt.
Da Dämpfungsmaßnahmen nur in der Nähe der Eigenfrequenzen des schwingungsfähigen Systems
notwendig sind, wird gemäß der Erfindung vorgeschlagen, daß die Pumpfrequenz nur dann
variiert oder moduliert wird, wenn die Sollpumpfrequenz um weniger als ein vorgegebener
Differenzbetrag, vorzugsweise um weniger als 30 % der Eigenfrequenz der eingestellten
Mastkonfiguration abweicht. Um den Interferenzeffekt beim Dämpfungsvorgang voll ausschöpfen
zu können, ist es von Vorteil, wenn die oberen und unteren Eckfrequenzen der modulierten
Pumpfrequenz oberhalb bzw. unterhalb der Eigenfrequenz des Verteilermasts liegen.
[0007] Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, daß in der Umschaltphase
zwischen zwei Pumpfrequenzen jeweils eine Wartezeit eingehalten wird, die zweckmäßig
kleiner als die Dauer eines Pumpenhubs ist.
[0008] Im folgenden wird die Erfindung anhand eines in der Zeichnung in schematischer Weise
dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert. Es zeigen
- Fig. 1
- eine Seitenansicht einer Autobetonpumpe mit zusammengelegtem Verteilermast;
- Fig. 2
- die Autobetonpumpe nach Fig. 1 mit Verteilermast in Arbeitsstellung;
- Fig. 3
- ein Blockschaltbild einer Steuereinrichtung zur Ansteuerung einer pulsierend arbeitenden
Dickstoffpumpe über eine Fernbedienung.
[0009] Die Autobetonpumpe 10 umfaßt ein Transportfahrzeug 11, eine z.B. als Zweizylinder-Kolbenpumpe
ausgebildete pulsierende Dickstoffpumpe 12 sowie einen um eine fahrzeugfeste Hochachse
13 drehbaren Verteilermast 14 als Träger für eine Betonförderleitung 16. Über die
Förderleitung 16 wird Flüssigbeton, der in einen Aufgabebehälter 17 während des Betonierens
fortlaufend eingebracht wird, zu einer von dem Standort des Fahrzeugs 11 entfernt
angeordneten Betonierstelle 18 gefördert.
[0010] Der Verteilermast 14 besteht aus einem mittels eines hydraulischen Drehantriebs 19
um die Hochachse 13 drehbaren Mastbock 21 und einem an diesem schwenkbaren Knickausleger
22, der auf variable Reichweite und Höhendifferenz zwischen dem Fahrzeug 11 und der
Betonierstelle 18 kontinuierlich einstellbar ist. Der Knickausleger 22 besteht bei
dem dargestellten Ausführungsbeispiel aus fünf gelenkig miteinander verbundenen Mastarmen
23 bis 27, die um parallel zueinander und rechtwinklig zur Hochachse 13 des Mastbocks
21 verlaufende Achsen 28 bis 32 schwenkbar sind. Die Knickwinkelbereiche ε
1 bis ε
5 (Fig. 2) der durch die Gelenkachsen 26 bis 32 gebildeten Knickgelenke und deren Anordnung
zueinander sind so aufeinander abgestimmt, daß der Verteilermast 14 mit der aus Fig.
1 ersichtlichen, einer mehrfachen Faltung entsprechenden raumsparenden Transportkonfiguration
auf dem Fahrzeug 11 ablegbar ist (Fig. 1). Durch programmgesteuerte Aktivierung von
Knickantrieben 34 bis 38, die den Gelenkachsen 28 bis 32 einzeln zugeordnet sind,
ist der Knickmast in unterschiedlichen Distanzen und/oder Höhendifferenzen zwischen
der Betonierstelle 18 und dem Fahrzeugstandort entfaltbar (Fig. 2).
[0011] Der Mastführer steuert z.B. mittels einer Funkfernsteuerung 50 die Mastbewegungen,
durch die die Mastspitze mit dem Endschlauch 43 über den zu betonierenden Bereich
hinweg geführt wird. Der Endschlauch 43 hat eine typische Länge von 3 bis 4 m und
kann wegen seiner gelenkigen Aufhängung im Bereich der Mastspitze und aufgrund seiner
Eigenflexibilität mit seinem Austrittsende von einem Schlauchmann in der günstigsten
Position zur Betonierstelle 18 gehalten werden.
[0012] Die Ansteuerung der Dickstoffpumpe erfolgt über die Fernbedienung 50, an der vom
Mastführer eine Beton-Sollfördermenge eingestellt und als Vorgabesignal per Funk an
einen Mikrocontroller 52 der Pumpensteuerung übertragen wird. Im Mikrocontroller wird
die vorgegebene Sollfördermenge in eine Sollpumpfrequenz umgerechnet und mit der aktuellen
Pumpfrequenz unter Bildung eines Vergleichssignals verglichen. Das Vergleichssignal
wird vom Mikrocontroller an einen Fördermengenregler 54 weitergegeben, in welchem
ein Mengenventil oder eine Schwenkscheibe der Förderpumpe 56 nach Maßgabe der vorgegebenen
Sollpumpfrequenz eingeregelt wird. Bei gegebener Öl-Fördermenge stellt sich die Hubzeit
und damit die Pumpfrequenz für den hydraulischen Antriebszylinder 57 der Dickstoffpumpe
automatisch ein.
[0013] Der Verteilermast 14 stellt zusammen mit dem Transportfahrzeug 11 ein schwingungsfähiges
System dar, das im Betrieb der pulsierend arbeitenden Dickstoffpumpe 12 zu erzwungenen
Schwingungen anregbar ist. Die Schwingungen können zu Auslenkungen der Mastspitze
und des an dieser hängenden Endschlauchs 43 führen, mit Amplituden um 1 m und Frequenzen
zwischen 0,5 und einigen Hz.
[0014] Um ein resonantes Aufschaukeln des Verteilermasts zu vermeiden, enthält der Mikrocontroller
52 zusätzlich eine Dämpfungseinrichtung 58, die einen Frequenzgenerator oder einen
Algorithmus zur periodischen Variation der Pumpfrequenz gegenüber der Sollpumpfrequenz
aufweist. Die Dämpfungseinrichtung 58 enthält zusätzlich einen maschinenabhängigen
Parametersatz zur Erzeugung der optimalen Frequenzvariation. Die Pumpfrequenz wird
dabei so variiert, daß im Wechsel eine Erhöhung und eine Erniedrigung gegenüber der
Sollpumpfrequenz eintritt, und zwar so, daß im Mittel die über die Fernsteuerung 50
vorgegebene Beton-Fördermenge eingehalten wird. Über die Dämpfungseinrichtung 58 wird
das Ausgabesignal des Mikrocontrollers 52 so modifiziert, daß über den Fördermengenregler
54 eine variable Öl-Fördermenge eingestellt wird, die zu einer Variation der Pumpfrequenz
in den Antriebszylindern 57 der Dickstoffpumpe 12 führt. Die Frequenzvariation wird
dabei so dimensioniert, daß die Schwingungen im Verteilermast 14 aufgrund eines Interferenzeffekts
weitgehend eliminiert werden.
[0015] Zusammenfassend ist folgendes festzuhalten: Die Erfindung bezieht sich auf einen
Dickstoffförderer mit einer pulsierend arbeitenden Dickstoffpumpe 12. Die Dickstoffpumpe
ist ausgangsseitig an eine Förderleitung 16 angeschlossen, die über einen elastisch
schwingungsfähigen Verteilermast 14 geführt ist. Weiter ist eine Steuereinrichtung
50,52 zur Einstellung einer Sollpumpfrequenz nach Maßgabe einer vorgegebenen Beton-Fördermenge
pro Zeitintervall sowie eine Einrichtung 58 zur Dämpfung von beim Pumpvorgang erzwungenen
mechanischen Schwingungen im Verteilermast 14 vorgesehen. Um eine einfache aktive
Schwingungsdämpfung zu ermöglichen, wird die Pumpfrequenz gegenüber der Sollpumpfrequenz
unter Beibehaltung der vorgegebenen Beton-Fördermenge pro Zeitintervall periodisch
variiert oder moduliert.
1. Dickstoffförderer mit einer pulsierend arbeitenden Dickstoffpumpe (12), mit einer
ausgangsseitig an die Dickstoffpumpe angeschlossenen Förderleitung (16), mit einem
als Träger für die Förderleitung (16) dienenden Verteilermast (14), mit einer Steuereinrichtung
(50 bis 56) zur Einstellung einer Sollpumpfrequenz nach Maßgabe einer vorgegebenen
Fördermenge pro Zeitintervall und mit Mitteln (58) zur Dämpfung von beim Pumpvorgang
erzwungenen mechanischen Schwingungen im Verteilermast (14), dadurch gekennzeichnet, daß die Steuereinrichtung eine die Dämpfungsmittel (58) bildende Steuerschaltung oder
programmierte Steueranweisung zur automatischen periodischen Variation oder Modulation
der Pumpfrequenz gegenüber der Sollpumpfrequenz unter Beibehaltung der vorgegebenen
Fördermenge pro Zeitintervall aufweist.
2. Dickstoffförderer nach Anspruch 1, bei welchem die vorzugsweise als Kolbenpumpe ausgebildete
Dickstoffpumpe (12) unmittelbar oder mittelbar über einen Hydrozylinder (57) durch
eine Hydropumpe (56) antreibbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Pumpfrequenz durch Variation der Förderleistung der Hydropumpe (56) einstellbar
ist.
3. Dickstoffpumpe nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Modulationszyklus über die programmierte Steueranweisung aus einem Speicher digital
abrufbar ist.
4. Verfahren zum pulsierenden Pumpen von Dickstoffen, insbesondere von Beton, durch eine
auf einem mechanisch schwingungsfähigen Verteilermast (14) angeordnete Förderleitung
(16), bei welchem eine Sollpumpfrequenz nach Maßgabe einer vorgebbaren Fördermenge
pro Zeitintervall eingestellt wird und bei welchem die im Verteilermast (14) beim
Pumpvorgang erzwungenen mechanischen Schwingungen gedämpft werden, dadurch gekennzeichnet, daß zur Dämpfung der im Verteilermast beim Pumpvorgang erzwungenen Schwingungen die Pumpfrequenz
unter Beibehaltung der vorgegebenen Fördermenge pro Zeitintervall periodisch gegenüber
der Sollpumpfrequenz variiert oder moduliert wird.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Pumpfrequenz schrittweise periodisch gegenüber der Sollpumpfrequenz angehoben
und abgesenkt wird.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Pumpfrequenz zwischen zwei Eckfrequenzen in vorgegebenen Modulationszyklen hin-
und hergeschaltet wird, wobei die eine Eckfrequenz höher und die andere Eckfrequenz
niedriger als die Sollpumpfrequenz ist.
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen der Sollpumpfrequenz sowie einer höheren und einer niedrigeren Eckfrequenz
in vorgegebenen Modulationszyklen hin- und hergeschaltet wird.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß jedem Modulationsschritt mindestens zwei, vorzugsweise vier bis zehn Pumpenhübe gleicher
Hubdauer zugeordnet sind.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Eckfrequenzen um bis zu ± 10 % von der Sollpumpfrequenz abweichen.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 4 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Eigenfrequenzen verschiedener Mastkonfigurationen gemessen und in digital abrufbaren
Dateien hinterlegt werden.
11. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Pumpfrequenz nur dann variiert oder moduliert wird, wenn die Sollpumpfrequenz
um weniger als ein vorgegebener Differenzbetrag, vorzugsweise um weniger als 30 %
von der Eigenfrequenz der eingestellten Mastkonfiguration abweicht.
12. Verfahren nach einem der Ansprüche 4 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß in einer Umschaltphase zwischen zwei Pumpfrequenzen eine Wartezeit eingehalten wird,
die zweckmäßig kleiner als die Dauer eines Pumpenhubs ist.
13. Verfahren nach einem der Ansprüche 10 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß die oberen und unteren Eckfrequenzen der modulierten Pumpfrequenz oberhalb und unterhalb
der Eigenfrequenz des Verteilermasts liegen.
1. Thick matter conveyor with a thick matter pump (12), operating by pulsation, with
a delivery pipe (16) connected to the output side of the thick matter pump, a distributing
boom (14) acting as carrier for the delivery pipe (16), a control device (50 to 56)
for setting a desired pump frequency according to a preset conveyance rate per time
interval and means (58) for damping mechanical oscillations in the distributing boom
(14) forced during the pump process,
characterised in that the control device has a control circuit or programmed control statement, forming
the damping means (58), for automatic periodical variation or modulation of the pump
frequency in respect of the desired pump frequency while maintaining the preset conveyance
rate per time interval.
2. Thick matter conveyor according to claim 1, in which the thick matter pump (12), preferably
designed as a piston pump, can be driven directly or indirectly by a hydropump (56)
via a hydrocylinder (57), characterised in that the pump frequency can be set by variation of the conveying capacity of the hydropump
(56).
3. Thick matter pump according to claim 1 or 2,
characterised in that the modulation cycle can be retrieved digitally from a memory via the programmed
control statement.
4. Method for pulsation pumping of thick matter, in particular of concrete, through a
delivery pipe (16) arranged on a mechanically oscillatory distributing boom (14),
in which a desired pump frequency is set according to a preset conveyance rate per
time interval and in which the mechanical oscillations forced in the distributing
boom (14) during the pump process are damped, characterised in that for damping the oscillations forced in the distributing boom during the pump process,
the pump frequency is varied or modulated periodically in respect of the desired pump
frequency while maintaining the preset conveyance rate per time interval.
5. Method according to claim 4, characterised in that the pump frequency is raised and lowered periodically step by step in respect of
the desired pump frequency.
6. Method according to claim 5, characterised in that the pump frequency is switched forwards and backwards between two cut-off frequencies
in preset modulation cycles, wherein one cut-off frequency is higher and the other
cutoff frequency lower than the desired pump frequency.
7. Method according to claim 6, characterised in that there is switching forwards and backwards between the desired pump frequency and
also a higher and a lower cut-off frequency in preset modulation cycles.
8. Method according to one of claims 5 to 7,
characterised in that at least two, preferably four to ten pump lifts of identical lifting duration are
assigned to each modulation step.
9. Method according to one of claims 6 to 8,
characterised in that the cut-off frequencies differ by up to ± 10% from the desired pump frequency.
10. Method according to one of claims 4 to 9,
characterised in that the natural frequencies of different boom configurations are measured and deposited
in digitally retrievable files.
11. Method according to claim 10, characterised in that the pump frequency is varied or modulated only if the desired pump frequency differs
from the natural frequency of the set boom configuration by less than a preset differential
sum, preferably by less than 30%.
12. Method according to one of claims 4 to 11,
characterised in that in a switchover phase between two pump frequencies a waiting time is adhered to which
is advantageously smaller than the duration of a pump lift.
13. Method according to one of claims 10 to 12,
characterised in that the upper and lower cut-off frequencies of the modulated pump frequency are above
and below the natural frequency of the distributing boom.
1. Transporteur de matières visqueuses avec une pompe à matières visqueuses à fonctionnement
pulsé (12), avec une conduite de transport (16) raccordée côté sortie à la pompe à
matières visqueuses, avec un mât de distribution (14) servant de support à la conduite
de transport (16), avec un dispositif de commande (50 à 56) pour le réglage d'une
fréquence de pompage de consigne moyennant la spécification d'une quantité transportée
prédéterminée par intervalle de temps et avec des moyens (58) d'amortissement des
oscillations mécaniques forcées dans le mât de distribution (14) lors du processus
de pompage, caractérisé en ce que le dispositif de commande comporte un circuit de commande ou une instruction de commande
programmée, formant les moyens d'amortissement (58), pour la variation ou la modulation
périodique automatique de la fréquence de la pompe par rapport à la fréquence de pompage
de consigne, tout en conservant la quantité transportée par intervalle de temps.
2. Transporteur de matières visqueuses selon la revendication 1, sur lequel la pompe
à matières visqueuses (12) configurée de préférence comme pompe à pistons, peut être
entraînée directement ou indirectement par une pompe hydraulique (56) par l'intermédiaire
d'un vérin hydraulique (57), caractérisé en ce que la fréquence de la pompe est réglable par variation du débit de la pompe hydraulique
(56).
3. Transporteur de matières visqueuses selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que le cycle de modulation peut être appelé numériquement depuis une mémoire par l'instruction
de commande programmée.
4. Procédé de pompage pulsé de matières visqueuses, en particulier de béton, à travers
une conduite de transport (16) disposée sur un mât de distribution (14) capable d'oscillations
mécaniques, pour lequel une fréquence de pompage de consigne est réglée moyennant
la spécification d'une quantité transportée par intervalle de temps pouvant être prédéterminée
et pour lequel les oscillations mécaniques forcées dans le mât de distribution (14)
lors du processus de pompage sont amorties, caractérisé en ce que, pour l'amortissement des oscillations forcées lors du processus de pompage, la fréquence
de la pompe est variée ou modulée périodiquement par rapport à la fréquence de pompage
de consigne, tout en conservant la quantité transportée par intervalle de temps.
5. Procédé selon la revendication 4, caractérisé en ce que la fréquence de la pompe est augmentée ou abaissée pas à pas périodiquement par rapport
à la fréquence de pompage de consigne.
6. Procédé selon la revendication 5, caractérisé en ce que la fréquence de la pompe est commutée dans un sens et dans l'autre entre deux fréquences
limites dans des cycles de modulation prédéterminés, une fréquence limite étant supérieure
et l'autre fréquence limite étant inférieure à la fréquence de pompage de consigne.
7. Procédé selon la revendication 6, caractérisé en ce que la fréquence de pompage est commutée entre la fréquence de pompage de consigne ainsi
qu'entre une fréquence limite supérieure et une fréquence limite inférieure, dans
des cycles de modulation prédéterminés.
8. Procédé selon l'une quelconque des revendications 5 à 7, caractérisé en ce qu'à chaque étape de modulation sont affectées au moins deux, de préférence quatre à
dix courses de la pompe, de même durée de course.
9. Procédé selon l'une quelconque des revendications 6 à 8, caractérisé en ce que les fréquences limites différent de jusqu'à ± 10 % de la fréquence de pompage de
consigne.
10. Procédé selon l'une quelconque des revendications 4 à 9, caractérisé en ce que la fréquence propre de différentes configurations de mât est mesurée et est stockée
dans des fichiers pouvant être appelés numériquement.
11. Procédé selon la revendication 10, caractérisé en ce que la fréquence de la pompe n'est variée ou modulée que quand la fréquence de pompage
de consigne s'écarte de la fréquence propre de la configuration de mât réglée de moins
d'une différence prédéterminée, de préférence de moins de 30 %.
12. Procédé selon l'une quelconque des revendications 4 à 11, caractérisé en ce qu'un temps d'attente est observé dans une phase de commutation entre deux fréquences
de pompe, temps inférieur de manière appropriée à la durée d'une course de la pompe.
13. Procédé selon l'une quelconque des revendications 10 à 12, caractérisé en ce que les fréquences limites supérieure et inférieure de la fréquence de pompage modulée
se trouvent au-dessus et en dessous de la fréquence propre du mât de distribution.

