(19)
(11) EP 1 122 708 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
17.11.2004  Patentblatt  2004/47

(21) Anmeldenummer: 00115826.0

(22) Anmeldetag:  22.07.2000
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)7: G09F 15/00

(54)

Plakataufhängevorrichtung

Poster suspension device

Dispositif de suspension pour affiches


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE CH CY DE DK ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE

(30) Priorität: 02.02.2000 DE 10004566
24.06.2000 EP 00113426

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
08.08.2001  Patentblatt  2001/32

(73) Patentinhaber: Distec GmbH
52525 Heinsberg (DE)

(72) Erfinder:
  • Schöning, Michael
    52525 Heinsberg (DE)

(74) Vertreter: von Creytz, Dietrich, Dipl.-Phys. 
Tannenweg 25
41844 Wegberg
41844 Wegberg (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
EP-A- 0 606 053
US-A- 4 176 480
FR-A- 2 702 872
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft eine Plakataufhängevorrichtung mit zwischen zwei mit Abstand übereinander angeordneten Walzen bzw. Rollen - unter Längsspannung in Transportrichtung von Walze zu Walze - hin- und herfahrbarer Plakatbahn, wobei den sich in Transportrichtung erstreckenden seitlichen Längskanten der Plakatbahn im Bereich zwischen den Walzen - von Walze zu Walze reichende - Haltemittel als Seitenführung der Plakatbahn zugeordnet sind.

    [0002] Im allgemeinen wird die Plakatbahn vertikal hin- und herbewegt. Die Erfindung ist aber nicht auf die vertikale Transportrichtung beschränkt. Einerseits kann das zwischen den Walzen aufgespannt gezeigte Bild oder Poster gegen die Vertikale geneigt sein, andererseits kann die Bildbewegung in einer Richtung schräg bis quer zur Vertikalen, d.h. auch horizontal, erfolgen. Wenn also hier und im folgenden nur die Ausbildung mit vertikaler Transportrichtung bzw. vertikal aufgespanntem Bild erläutert bzw. beansprucht wird, sind damit auch die Abweichungen von der Vertikalen gemeint.

    [0003] Die Plakataufhängevorrichtung soll dazu geeignet sein, ein Poster bzw. Plakat in ganzer Größe zur Schau zu stellen. Vorzugsweise soll es möglich sein, zwei oder mehr einzelne Plakatbilder, z.B. durch Kleben, Schweißen, Heften oder mit Hilfe einer Art Reißverschluß, zusammenzufügen, so daß eine Plakatbahn entsteht. Diese soll in Abschnitten, die eine Kenntnisnahme des einzelnen Plakatbildes möglich machen, von der einen Walze zur anderen Walze und zurück gewickelt werden. Man spricht dann von einem Posterwechsler.

    [0004] Wenn eine solche Plakataufhängevorrichtung im Freien aufgestellt werden soll, wird in der Regel die ganze Anordnung mit einer Vitrine umgeben, die auf der Beschauseite ein Fenster, z.B. aus Glas oder durchsichtigem Kunststoff, besitzt. Eine Werbevitrine dieser Art wird in DE 29510670 U 1 beschrieben. Wenn die jeweils zu präsentierende Sichtfläche eine gewisse Größe, z.B. 3x4 m, überschreitet, bereitet es Probleme, die durchsichtige Frontscheibe herzustellen und an den Aufstellungsort zu transportieren. Aus diesem Grunde ist bereits vorgeschlagen worden, die Frontscheibe aus mehreren Teilen zusammenzusetzen. Der Aufwand bleibt trotzdem erheblich.

    [0005] Es gibt Poster- bzw. Plakatmaterialien, die derart wetterfest sind, daß auch bei Aufstellung im Freien an sich eine Frontscheibe der beschriebenen Werbevitrine nicht benötigt würde. Hierfür kommen im allgemeinen Materialien in Frage, die gegen Feuchtigkeit unempfindlich sind, z.B. Bahnen aus Kunststoff, Textilien, beschichtetem Papier oder Metallfolie, gute Praxisergebnisse wurden mit Vinylbahnen erzielt. In der Praxis ist bisher trotzdem die Scheibe erforderlich, weil die zwischen den beiden Walzen gespannte Plakatbahn nicht nur Sonne und Regen sondern auch Wind oder Sturm ausgesetzt ist. Schon Zugluft in einer Halle kann die zwischen den Walzen gespannte Plakatbahn, wenn die Frontscheibe der Werbevitrine fehlt, zum Flattern bringen.

    [0006] In FR 27 99 039 wird eine Plakataufhängevorrichtung der eingangs angegebenen Gattung beschrieben. Die Vorrichtung besitzt eine obere und eine untere Walze. Zwischen den Walzen wird eine Plakatbahn, die mehrere Poster umfaßt, unter Längsspannung hin und her gewickelt. Zusätzlich gehören zu dieser Plakataufhängevorrichtung Mittel zum Aufbringen einer Querspannung auf die Plakatbahn. Dadurch soll erreicht werden, daß die Plakatbahn Belastungen durch Windstöße sowie anderer Witterungseinflüsse standhalten kann und ein gleichmäßiges Aufrollen ohne Faltenbildung möglich ist.

    [0007] Als Mittel zum Aufbringen der Querspannung wird in der französischen Patentanmeldung vorgeschlagen, die seitlichen Längskanten der Plakatbahn mit Kantenverstärkungen - sog. Kedern - auszustatten und den verstärkten Kanten Rahmenteile mit je einer sich von Walze zu Walze erstreckenden Auskehlung zuzuordnen. Die Auskehlungen greifen auf ihrer ganzen Länge zangenartig von den Seiten her über die verstärkten Kanten bzw. Keder. Die Auskehlung wird so ausgebildet, daß die Keder darin Halt finden, wenn die Plakatbahn in Querrichtung unter Zugbelastung gesetzt wird. "Keder" sind elastische Randverstärkungen einer flächigen Bahn, z.B. in Form einer Kordel aus Leder oder Kunststoff oder einer Wendelfeder aus Metall.

    [0008] Nach der vorgenannten FR 27 99 039 soll die Plakatbahn an den in der jeweiligen Auskehlung laufenden verstärkten Plakatlängskanten straff unter Querspannung gehalten werden, so daß die Plakatbahn auch bei starker Windeinwirkung nicht flattern kann. Beim Weiterrollen der Plakatbahn zwecks Posterwechsels sollen die verstärkten Kanten in den Hohlkehlen entlang gleiten. Das bedeutet, daß beim Weiterbewegen der Plakatbahn erhebliche Reibungskräfte auftreten. Speziell die beim Anfahren zu überwindende Haftreibung macht eine wesentliche Verstärkung der Antriebe erforderlich, dadurch kann die Plakatbahn leicht eingerissen, also zerstört werden.

    [0009] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Posterwechsler zu schaffen, in welchem eine in Längsrichtung gespannte Plakatbahn auch ohne schützende Frontscheibe in Längs- und Querrichtung stabilisiert - also flächenstabilisiert - Bildfür-Bild zwischen zwei Wickelwalzen hin- und her bewegbar zu präsentieren ist, ohne daß beim Bewegen oder insbesondere beim Anfahren (Beginn der Bewegung) nennenswerte Reibungskräfte zu überwinden wären.

    [0010] Die erfindungsgemäße Lösung wird in Anspruch 1 beschrieben. Sie besteht für die Plakataufhängevorrichtung eingangs genannter Art vorzugsweise darin, daß die Haltemittel aus einzelnen, an jeder der Flächen der Plakatbahn mit Abstand voneinander angeordneten Leitköpfen bestehen und daß jeweils einem einer Plakatbahnfläche zugewandten Leitkopf ein Leitkopf auf der gegenüberliegenden Plakatbahnfläche unter Bildung eines Leitkopfpaars genau gegenübersteht. Der gegenseitige

    [0011] Abstand der Leitköpfe des einzelnen Paars einerseits und der gegenseitige Abstand von je zwei sich bezüglich der Plakatbahnbreite gegenüberliegenden Leitkopfpaaren andererseits sollen so gewählt werden, daß die Plakatbahn praktisch ohne statische Querspannung (Spannung zwischen den Längskanten ohne Einwirkung äußerer, dynamischer Kräfte, z.B. durch Wind) gleichermaßen in der Breite fixiert und zugleich in der Längsrichtung fast widerstandslos verschiebbar ist. Mit anderen Worten, erfindungsgemäß sollen die Längskanten so stabilisiert werden, als ob ein Mensch die Plakatbahn mit beiden Händen ausgebreitet aber so locker faßte, daß die Bahn zwischen je zwei Fingern lose hindurchgleiten kann, (wenn eine Kraft in Längsrichtung auf die Bahn ausgeübt wird). Einige Verbesserungen und weitere Ausgestaltungen der Erfindung werden in den Unteransprüchen angegeben.

    [0012] Durch die Erfindung wird erreicht, daß die Plakatbahn fast genauso leicht wie bei einem herkömmlichen Posterwechsler, bei dem die Plakatbahnränder frei sind, also nicht irgendwie stabilisiert werden, in der Längsrichtung von Walze zu Walze gerollt werden können. Trotzdem wird die Fläche der Plakatbahn an den Bahnrändern so stabilisiert, daß die Bahn der Einwirkung von Wind und Wetter aussetzbar ist, ohne daß die Gefahr eines störenden Flatterns der Bahn in Kauf zu nehmen wäre. Das wird einfach dadurch erreicht, daß man den Plakatbahnrändern Haltemittel zuordnet, die die Kantenbereiche - zugleich an mehreren Stellen in Bahnlängsrichtung - locker stabilisieren und die Bahn zugleich in Bahnlängsrichtung lose - hindurchgleiten lassen. Erfindungsgemäß werden die sich von den beiden zum Hin- und. Herwickeln der Plakatbahn vorgesehenen Walzen erstreckenden Längskanten der Bahn sowohl beim Stehen eines Bildes als auch bei der Bewegung von einem zum nächsten Poster ohne eine aktiv von den Haltemitteln ausgehende, (d.h. statische) Querspannung geführt. Allein die Existenz dieser Haltemittel gibt der Plakatbahn die Möglichkeit, sich bei Einwirkung äußerer dynamischer Kräfte, z.B. bei Windeinwirkung, an den Haltemitteln - gewissermaßen wie eine Person an einem Treppengeländer - festzuhalten.

    [0013] Erfindungsgemäß werden gewissermaßen Fingerspitzen durch Leitköpfe nachgebildet. Ein solcher Leitkopf kann gemäß weiterer Erfindung zumindest an seiner der jeweiligen Plakatbahnfläche zugewendeten Seite abgerundet, vorzugsweise kugelförmig ausgebildet, sein. Der Leitkopf kann auch - ähnlich wie die Fingerspitze an einem Finger - am freien Ende eines annähernd senkrecht zur Plakatfläche stehenden Bolzens vorgesehen werden. Ein solcher Bolzen soll gemäß weiterer Erfindung vorzugsweise um seine annähernd senkrecht zur Plakatfläche stehende Längsachse drehbar gelagert sein. In einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung, kann der einzelne Leitkopf als Rolle ausgebildet werden, deren Drehachse im wesentlichen parallel zur Plakatfläche, vorzugsweise zugleich quer zur Transportrichtung, steht. Im Rahmen der Erfindung wird es besonders bevorzugt, wenn der einzelne Leitkopf als - um beliebige Achsen drehbar gelagerte - Kugelrolle ausgebildet ist. Es kann dabei eine - insbesondere selbst kugelgelagerte - Kugel vorgesehen werden, die auf der Fläche der Plakatbahn abrollt.

    [0014] Die jeweilige Stabilisierung des Plakatbahnrandes zwischen Paaren von Leitköpfen wird bei den vorgenannten Ausführungsbeispielen besonders wirkungsvoll, wenn die Plakatbahn eine Kantenverstärkung besitzt. Die Kantenverstärkung der Plakatbahn, insbesondere als eingangs angegebener Keder, kann auch im Rahmen der Erfindung auf sehr unterschiedliche Weise ausgestaltet werden. Gegebenenfalls soll die Bahn an ihrer verstärkten Kante deutlich dicker als in einem Bahnbereich angrenzend an die verstärkte Kante sein. Die Dicke der Plakatbahn im Bereich der Kantenverstärkung soll relativ zum angrenzenden Bereich der Plakatbahn so groß sein, daß die Kantenverstärkung nicht zwischen den sich im Bereich der Haltemittel paarweise gegenüberstehenden Leitköpfen hindurchrutschen kann. Ersichtlich können dabei Kantenverstärkungen sehr verschiedener Dicke und Querschnittsform bei annähernd gleicher Leichtlaufeigenschaft vorgesehen werden.

    [0015] Die vorgenannten Leitköpfe bzw. Leitkopfpaare können im Rahmen der Erfindung an Leisten angebracht werden, die sich mit Abstand von der Fläche der Plakatbahn zwischen den zum Auf- und Abwickeln der Bahn über deren Längskanten erstrekken. An diesen Leisten können die Leitköpfe, Rollen bzw. Kugeln so befestigt werden, daß sie einander paarweise Stück-für-Stück bezüglich der beiden Flächen der Plakatbahn genau gegenüber liegen.

    [0016] Der gegenseitige Abstand der Leitköpfe ein und desselben Leitkopfpaares soll im allgemeinen kleiner als die Dicke der jeweiligen Kantenverstärkung sein. Insbesondere soll zugleich der Abstand der Leitköpfe jedes Leitkopfpaares größer als die Dicke der Plakatbahn (angrenzend an die Kantenverstärkung) sein. Vorzugsweise werden die Leitköpfe als Kugelrollen ausgebildet. Derartige Kugelrollen sind an sich zum Ausschalten von Haft- und Gleitreibung -z.B. in Kugelrollenbahnen, auf denen schwere Gegenstände verschoben werden sollen, - allgemein bekannt. Jede einzelne Kugel einer solchen Bahn wird normalerweise in einem mehr als die Hälfte ihrer Kugelfläche umschließenden Lager leicht drehbar, z.B. kugelgelagert, aufgenommen.

    [0017] Die Haltemittel sollen erfindungsgemäß Leitkopfpaare aufweisen, zwischen deren Einzelrollen die Bahn praktisch ohne Reibung hindurchlaufen kann. Der gegenseitige Abstand benachbarter Leitkopfpaare - gemessen in der Richtung von oberer zu unterer Aufwickelwalze - soll so groß bzw. so klein, z.B. 5-20 cm, gewählt werden, daß die Plakatbahn praktisch ohne die Gefahr eines Faltenwurfs, auch bei starkem Wind, beim Weiterwickeln seitlich geführt bzw. beim Stehen eines Posters gehalten - also in der Fläche stabilisiert - wird. Bei einem Ausführungsbeispiel betrug der gegenseitige Abstand von auf einer Bahnseite benachbarten Leitköpfe, z.B. Kugelrollen, etwa 10 bis 15 cm. Der gegenseitige Abstand der Leitkopfpaare hängt auch von der Größe des einzelnen Posters der Plakatbahn und von der Steifigkeit des Bahnmaterials ab.

    [0018] Der gegenseitige Abstand der einzelnen Leitköpfe eines und desselben Paars soll vorzugsweise, wenn die Randverstärkung der Plakatbahn groß genug ist, so bemessen werden, daß die Bahn beim Posterwechsel leicht gleitend an den Leitköpfen entlangbewegt wird. Speziell wenn in diesem Fall glattes Plakatbahnmaterial (z.B. Vinyl) bzw. als Leitkopf Rollen, bevorzugt Kugelrollen, vorgesehen werden, tritt praktisch keine Haftreibung und nur eine vernachlässigbar geringe Gleitreibung auf.

    [0019] Eine Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Lösung besteht darin, daß die Haltemittel die Längskanten - bevorzugt auch angrenzend an eine Kantenverstärkung - kraftschlüssig zwischen sich klemmen sowie beim Hin- und Herwickeln an beiden Plakatbahnflächen im Bereich der Kanten angetrieben abrollen. Hierbei kommen als Leitköpfe gegeneinander oder gegen einen Gleittisch gedrückte Rollen oder gegeneinander bzw. gegen einen Gleittisch gedrückte, angetriebene, insbesondere über (angetriebene) Rollen gespannte Bänder, in Frage. In diesen Fällen wird der Leichtlauf der Bahn in deren Längsrichtung (kein Posterwechsel) nicht durch minimale Reibung der Leitköpfe, sondern durch Antrieb der Haltemittel erreicht.

    [0020] Bei einer weiteren Ausgestaltung, die teilweise mit vorgenannten Ausgestaltungen kombiniert werden kann, wird als Leitkopf allein oder zusätzlich zu den beschriebenen Haltemitteln jeder der Längskanten wenigstens ein Ausbreitmittel zugeordnet, welches aus mindestens einem, z.B. als Wellenzapfen gelagerten, angetriebene Wendelbreithalter besteht. Die Oberfläche des Wendelbreithalters besitzt zur jeweiligen Bahnlängskante hin schraubenlinienförmig divergierende Wülste. Ein derartiger Breithalter wird in solche Richtung und so schnell (bevorzugt abweichend von der Transportgeschwindigkeit der Plakatbahn) gedreht, daß das jeweils die Wülste berührende Element die Bahn quer zur Transportrichtung ausbreitet. Beispielsweise bei Anwendung dieser erfindungsgemäßen Ausgestaltung kann die beschriebene Randverstärkung entbehrlich sein.

    [0021] Bei dieser Ausführungsform können, wie beispielsweise aus der Textilindustrie bekannt (vergl. DE 25 58 162 C 2), jeweils paarweise zusammenwirkende Breithalter bzw. jeweils ein Paar von um ihre Achse drehbaren Entrollfingern mit zwischen den Fingern positionierter Leitwalze, vorgesehen werden. Wenn eine Beschädigung der Plakatbahn durch die Haltemittel ausgeschlossen werden soll, wird es im vorliegenden Zusammenhang vorgezogen, die gegebenenfalls wendelförmig auskragenden Ausbreitwülste der Wellenzapfen bzw. Entrollfinger als Bürsten auszubilden.

    [0022] Anhand der schematischen Darstellung von Ausführungsbeispielen werden Einzelheiten der Erfindung erläutert. Es zeigen:
    Fig. 1
    eine Vorderansicht einer Plakataufhängevorrichtung;
    Fig. 2
    einen Schnitt senkrecht zu Transportrichtung und Plakatebene mit zu einer den Plakaträndern zugeordneten Leitkopfführung;
    Fig. 3
    einen Schnitt längs der Linie III - III von Fig. 2;
    Fig. 4
    einen Schnitt senkrecht zu Transportrichtung und Plakatebene mit einer den Plakaträndern zugeordneten Kugelrollenführung;
    Fig. 5
    einen Schnitt senkrecht zu Transportrichtung und Plakatebene mit einem den Plakaträndern zugeordneten Zylinder-Rollenpaar;
    Fig. 6
    einen Schnitt senkrecht zur Plakatebene und parallel zur Transportrichtung durch ein Paar zusammenwirkender Klemmbänder;
    Fig. 7
    einen Schnitt senkrecht zu Plakatfläche und Transportrichtung mit den Plakaträndern zugeordneten Breithaltern;
    Fig. 8
    eine Ausbreitwalze; und
    Fig. 9
    eine Anordnung von zwei Entrollfingern mit dazwischenliegender Leitwalze;


    [0023] Die Plakataufhängevorrichtung nach Fig. 1 besteht aus zwei übereinander angeordneten Walzen 1 und 2, nämlich einer oberen Walze 1 und einer unteren Walze 2, jeweils mit Antriebs- bzw. Bremsmitteln 3, die um je eine Achse 5 annähernd gleichlaufend drehbar gelagert sind. Eine auf die Walzen 1 und 2 aufgewickelte Plakatbahn 7 ist also in Transportrichtung 8 längsgespannt hin- und herwickelbar. Bei Anwendung wird das Hin- und Herwickeln alternierend so gesteuert, daß einer relativ schnellen Bewegung in eine Richtung ein Stillstand während einer vorgegebenen Zeitdauer folgt. Während des Stillstandes soll ein bestimmter Plakatabschnitt mit einem Poster für den Zuschauer gut erkennbar bzw. lesbar sein.

    [0024] Durch das Einstellen der Längsspannung in Transportrichtung 8 kann bei großen Plakaten von mehreren qm Größe eine flatterfreie Halterung der Plakatbahn 7 garantiert werden, wenn die Aufhängevorrichtung in einer geschlossenen Vitrine mit (durchsichtiger) Frontscheibe angeordnet wird. Erfindungsgemäß kann jedoch die Frontscheibe weggelassen werden, weil die Längsränder 9 und 10 der Plakatbahn 7 mit Hilfe von Haltemitteln 11 und 12 so geführt werden, daß die Bahn bei Einwirkung von Zugluft nicht flattern kann.

    [0025] Im Rahmen der Erfindung können die Haltemittel 11, 12 auf sehr verschiedene Wiese ausgebildet werden. In einem bevorzugten Ausführungsbeispiel nach Fig. 2 und 3 bestehen die Haltemittel 11, 12 aus einzelnen, an den beiden Flächen 13, 14 der Plakatbahn 7 mit Abstand voneinander angeordneten Leitköpfen 15, 16. Der Leitkopf 15 ist der Fläche 13, der Leitkopf 16 der Fläche 14 der Plakatbahn 7 zugewendet. Jeder der beiden Leitköpfe 15, 16 besitzt an seiner der jeweiligen Fläche 13, 14 zugewendeten Fläche eine bevorzugt kugelförmige Rundung 17, 18. In der Regel kommen die Leitköpfe 15, 16 paarweise vor, jeweils einem einer Plakatfläche 13 zugewendeten Leitkopf 15 soll ein Leitkopf 16 auf der Rückseite bzw. anderen Plakatbahnfläche 14 und der Bildung eines Leitkopfpaars 19 gegenüberstehen.

    [0026] Im Ausführungsbeispiel nach Fig. 2 befindet sich (in der linken Hälfte von Fig. 2) der einzelne Leitkopf 15, 16 am freien Ende eines annähernd senkrecht zur Plakatbahnfläche 13, 14 stehenden Bolzens 20, 21. Der Bolzen kann, wie das Beispiel des Bolzens 20 zeigt, fest in einer die Haltemittel 11, 12 aufnehmenden Schiene 22 verankert sein. Der Bolzen kann aber auch, wie das Beispiel des Bolzens 21 von Fig. 2 zeigt, um seine Längsachse 23 in einem in der Schiene 22 vorgesehenen Kugellager 24 aufgenommen werden.

    [0027] Anstelle eines der beschriebenen Bolzen 20, 21 kann, wie die rechte Hälfte von Fig. 2 zeigt, auch ein Paar von Rädern 25 als Haltemittel vorgesehen werden. Die gezeichneten Räder 25 werden beide drehbar um Achsen 26 gelagert, welche parallel zur Fläche der Plakatbahn 7 und senkrecht zur Transportrichtung 8 stehen. Die Wellen der Achsen 26 können ähnlich den Bolzen 20, 21 an Schienen 27 bzw. an irgendwelchen benachbarten Gehäuseteilen des Posterwechslers befestigt werden.

    [0028] Fig. 3 zeigt einen Schnitt längs der Linie III-III von Fig. 2, also einen Schnitt zugleich durch einen Bolzen 20 und ein Rad 25. Bei Förderung der Plakatbahn 7 in Transportrichtung 8 gleitet die Bahn an der Rundung 17 des Bolzens 20 oder das Rad 25 läuft an der Fläche 14 der Plakatbahn 7 ab. Der gegenseitige Abstand der Leitköpfe 15, 16 bzw. der Rundung 17, 18 ein und desselben Leitkopfpaars 19 einerseits und der den Rundungen entsprechenden Peripherie 28 der Radpaare 25 andererseits wird im Ausführungsbeispiel nach Fig. 2, 3 bevorzugt kleiner als die Dicke einer Kantenverstärkung 29 der Plakatbahn 7 gewählt. Als Kantenverstärkung 29 kommt beispielsweise ein eingangs definierter Keder in Frage. Zugleich soll der gegenseitige Abstand der Rundungen 17, 18 usw. - jedenfalls im Ausführungsbeispiel nach Fig. 2, 3 - so groß gemacht werden, daß die Plakatbahn 7 praktisch reibungslos auch dann zwischen den Leitköpfen 15 und 16 hindurchgezogen werden kann, wenn diese alle als unbeweglich fixierte Bolzen 20 ausgebildet sind.

    [0029] Im weiteren bevorzugten Ausführungsbeispiel nach Fig. 4 bestehen die Leitköpfe der Haltemittel 11, 12 aus von den Seiten her beiderseits über die beiden Bahnflächen 13, 14 jenseits der Verstärkungen 29 greifenden, an Kugelrollenschienen 30 befestigten Kugelrollen 31. Die Schienen 30 selbst umfassen einen in Transportrichtung 8 durchgehenden Hohlraum 32, der die jeweilige Verstärkung 29 übergreift, ohne sie zu halten bzw. zu führen. Auf der der Bahn zugewandten Innenfläche der Schienen 30 werden Kugelrollenpaare 33, die die Plakatbahn 7 zwischen ihren Einzelkugeln 31 einschließen, die Verstärkung 29 in den durch Pfeile gekennzeichneten Querrichtungen gerade nicht durchlassen und eine fast reibungsfreie Bewegung der Bahn 7 in Transportrichtung 8 erlauben.

    [0030] Die Kugelrollen 31 können in Kugellagern 34 aufgenommen werden. Letztere bzw. die Kugelrollen 31 und/oder die Haltemittel 11 und/oder 12 insgesamt können zum Auffangen oder Dämpfen von Windschlägen in Puffern 35, z.B. federnd, gelagert werden.

    [0031] Nach Fig. 5 wird die Plakatbahn 7 mit Hilfe von zusammenwirkenden Rollenpaaren 36 an den Längskanten 9, 10 geführt. Die Rollen 37 jedes Rollenpaares 36 können in der Richtung 38 gegeneinander und damit zugleich gegen die eingeklemmte Bahn 7 gepreßt werden. Sie sollen gegebenenfalls gleichlaufend, z.B. auch angetrieben, mit der Bahn 7 abrollen. Um bei Fig. 5 ein Hindurchrutschen der Bahnkante 9, 10 durch das jeweilige Rollenpaar 36 auszuschließen, soll auch in diesem Fall, die Bahnkante mit einer Verstärkung 29 ausgerüstet werden. In der Alternative nach Fig. 6 werden die Rollenpaare als Bandpaare 39 zum Festhalten der Längskante 9 ausgebildet.

    [0032] Eine weitere Ausführungsform der Haltemittel 11 wird in Fig. 7 dargestellt. In diesem Fall werden die - evt. zusätzlich - auf die Randbereiche der Plakatbahn 7 angrenzend an die Längskanten 9, 10 wirkenden Rollen als Wendelbreithalter 40 ausgebildet. Letztere sollen als Walzenzapfen bevorzugt auf der vom Beschauer abgewandten Rückseite 41 der Plakatbahn 7 positioniert werden. Die Breithalter 40 sollen an ihrer Oberfläche wendelförmig bzw. schraubenlinienförmig divergierende Wülste 42 besitzen. Die Wendelbreithalter 40 können um ihre Achse 43 in einer solchen Richtung und mit solcher Geschwindigkeit (bevorzugt abweichend von der Transportgeschwindigkeit der Plakatbahn 7) angetrieben werden, daß sie die Randbereiche der Bahn 7 in der Bahnquerrichtung festhalten und ein Flattern der Plakatbahn 7 (bei Wind) verhindern.

    [0033] Anstelle der nur den Bahnrandbereichen zugeordneten, kurzen Wendelbreithalter 40 können (ebenfalls evt. zusätzlich) auch - in der Querrichtung - von einer zum anderen Längskante 9, 10 durchgehend reichende Ausbreitwalzen 44 nach Fig. 8 als erfindungsgemäße Rollen-Leitköpfe vorgesehen werden. Derartige Ausbreitwalzen haben einen beruhigenden Effekt auf die Fläche der Plakatbahn 7. Sie können vor allem angewendet werden, wenn und wo das Plakat nicht von hinten durchleuchtet werden soll.

    [0034] Die Wendelbreithalter 40 bzw. die Ausbreitwalze 44 nach Fig. 7 und 8 sollen die Plakatbahn 7 meist nur von einer Seite, nämlich von der Rückseite 41 her berühren. Ihr Wirkung ist daher eingeschränkt. Eine noch bessere Stabilisierung der Plakatfläche wird nach Fig. 9 erhalten, wenn die Fläche der Bahn 7 am Bahnrand zwischen Rollenpaaren gehalten wird, die aus zwei auf Abstand gesetzten Entrollfingern 45 und einer dazwischen positionierten Leitwalze 46 bestehen. An der Leitwalze 46 bildet die Bahn 7 eine Welle 47. Die Entrollfinger 45, die an ihrer Oberfläche mit schraubenlinienförmig divergierenden Wülsten 42 (ähnlich wie die Wendelbreithalter 40) ausgestattet sein können, sollen bei Anwendung bevorzugt um ihre Längsachse 48 (mit von der Bahngeschwindigkeit abweichender Geschwindigkeit) rotiert werden. Die Leitwalze 46 soll so weit zwischen die beiden Entrollfinger 45 gedrückt werden, daß die Bahn 7 in diesem Bereich aus der durch die beiden Entrollfinger 45 definierten Tangentialebene in den Bereich zwischen den Fingern als Welle 47 ausgelenkt wird. Auf diese Weise erreicht man einen gewissen Umschlingungswinkel der Bahn 7 an den Entrollfingern 45, so daß deren Wirkung im Sinne eines Breitführens der Bahn - mit der Amplitude der Welle 47 - verstärkt wird.

    Bezugszeichenliste:



    [0035] 
    1,2 =
    Walze
    3 =
    Antrieb
    5 =
    Achse
    7 =
    Plakatbahn
    9, 10 =
    Längskante
    11,12 =
    Haltemittel
    13,14 =
    Fläche (7)
    15 =
    Leitkopf (13)
    16 =
    Leitkopf (14)
    17 =
    Rundung (15)
    18 =
    Rundung (16)
    19 =
    Leitkopfpaar
    20 =
    Bolzen (15)
    21 =
    Bolzen (16)
    22 =
    Schiene
    23 =
    Längsachse (21)
    24 =
    Kugellager (21)
    25 =
    Radpaar
    26 =
    Achsen (25)
    27 =
    Schiene (26)
    28 =
    Peripherie
    29 =
    Kantenverstärkung
    30 =
    Kugelrollenschiene
    31 =
    Kugelrolle
    32 =
    Hohlraum (30)
    33 =
    Kugelrollenpaar
    34 =
    Kugellager
    35 =
    Puffer
    36 =
    Rollenpaar
    37 =
    Rolle
    38 =
    Preßrichtung
    39 =
    Bandpaar
    40 =
    Wendelbreithalter
    41 =
    Rückseite (7)
    42 =
    Wulst
    43 =
    Achse (40)
    44 =
    Ausbreitwalze
    45 =
    Entrollfinger
    46 =
    Leitwalze
    47 =
    Welle
    48 =
    Achse



    Ansprüche

    1. Plakataufhängevorrichtung mit zwischen zwei mit Abstand übereinander angeordneten Walzen (1, 2) - unter Längsspannung in Transportrichtung (8) von Walze (1) zu Walze (2) - hin und herfahrbarer Plakatbahn (7), wobei den sich in Transportrichtung (8) erstreckenden seitlichen Längskanten (9, 10) der Plakatbahn (7) im Bereich zwischen den Walzen (1, 2) - von Walze zu Walze reichende - Haltemittel (11, 12) als Seitenführung der Plakatbahn (7) zugeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Haltemittel (11, 12) aus einzelnen, an den Flächen (13, 14) der Plakatbahn (7) mit Abstand voneinander angeordneten Leitköpfen (15, 16) bestehen und daß jeweils einem einer Fläche (13) der Plakatbahn (7) zugewandten Leitkopf (15) ein Leitkopf (16) auf der anderen Plakatbahnfläche (14) unter Bildung eines Leitkopfpaares (19) gegenübersteht.
     
    2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der einzelne Leitkopf (15, 16) zumindest an seiner der jeweiligen Plakatbahnfläche (13, 14) zugewandten Seite abgerundete (17, 18), vorzugsweise kugelförmig ausgebildet, ist.
     
    3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der einzelne Leitkopf (15, 16) am freien Ende eines annähernd senkrecht zur Plakatbahnfläche (13, 14) stehenden, insbesondere um seine annähernd senkrecht zur Plakatbahnfläche (13, 14) stehende Längsachse (23) drehbar gelagerten, Bolzens (21) vorgesehen ist.
     
    4. Vorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der einzelne Leitkopf als Rolle bzw. Rad (25, 36) ausgebildet ist, deren Drehachse (26) parallel zur Plakatbahnfläche (13, 14), vorzugsweise zugleich quer zu der Transportrichtung (8), steht.
     
    5. Vorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der einzelne Leitkopf als - um beliebige Achsen drehbar gelagerte - Kugelrolle (31), vorzugsweise mit an der Fläche (13, 14) der Plakatbahn (7) abrollender Kugel, ausgebildet ist.
     
    6. Vorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Plakatbahn (7) eine Kantenverstärkung (29) aufweist und daß der gegenseitige Abstand der Leitköpfe (15, 16) jedes Leitkopfpaars (19) kleiner als die Dicke einer Kantenverstärkung (29) und größer als die Dicke der Plakatbahn (7) ist.
     
    7. Vorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Leitköpfe (15, 16) die Plakatbahn (7) angrenzend an deren Längskanten (9, 10) zwischen sich klemmen und dabei - beim Hin- und Herwickeln - an beiden Plakatbahnflächen (13, 14) abrollen.
     
    8. Vorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß jeder der seitlichen Längskanten (9, 10) wenigstens ein angetriebenes Ausbreitmittel jeweils bestehend aus mindestens einem Walzenzapfen bzw. Wendelbreithalter (40), dessen Oberfläche zur jeweiligen Kante hin schraubenförmig divergierende Wülste (42) aufweist, vorzugsweise mit jeweils einem Paar von um ihre Achse (48) drehbaren Entrollfingern (45) mit zwischen den Fingern positionierter Leitwalze (46), zugeordnet ist.
     
    9. Vorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß Leitköpfe (15, 16) und/oder die Haltemittel (11, 12) insgesamt zum Auffangen oder Dämpfen von Windschlägen federnd gelagert sind.
     
    10. Vorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß der gegenseitige Abstand der Leitköpfe (15, 16) des einzelnen Leitkopfpaares (19) einerseits und der gegenseitige Abstand von je zwei sich bezüglich der Plakatbahnbreite - gemessen quer zu der Bahnlängsrichtung - gegenüberliegenden Leitkopfpaaren (19) andererseits so vorgegeben sind, daß die Plakatbahn (7) praktisch ohne statische Querspannung in der Breite fixiert und zugleich in der Längsrichtung (8) fast widerstandslos verschiebbar ist.
     


    Claims

    1. A device for suspending posters, comprising a poster web (7) being movable back and forth in a transport direction (8) between two rolls (1, 2) arranged with a spacing one on top of the other with longitudinal tensioning in the transport direction (8), said poster web (7) having lateral longitudinal edges (9, 10) located between said rolls (1, 2) and extending in the transport direction; and comprising holding means (11, 12) substantially reaching from roll to roll and forming lateral guides for said poster web (7), characterized by said holding means (11, 12) comprising individual guide heads (15, 16) arranged on the surfaces (13, 14) of the poster web (7) with a spacing from each other, wherein each guide head (15) facing a surface (13) of the poster web (7) is opposed by another guide head (16) on the opposite poster web surface (14) to form a pair (9) of guide heads.
     
    2. The device according to claim 1, wherein each individual guide head (15, 16) is rounded, preferably in a spherical shape, at least on a side facing one of the respective surfaces (13, 14) of the poster web.
     
    3. The device according to claim 1 or 2, wherein each one of the individual guide heads (15, 16) is disposed on a free end of a bolt (21), preferentially supported rotatably, said bolt being aligned approximately perpendicular to the poster web surface (13, 14), preferably said bolt (21) rotating around its longitudinal axis, which is aligned approximately perpendicular to the poster web surface (13, 14).
     
    4. The device according to at least one of claims 1 to 3, wherein each individual guide head is shaped as a roller or wheel (25, 36) having an axis (26) of rotation extending parallel with the poster surface (13, 14), preferably in a direction transverse to the transport direction (8).
     
    5. The device according to at least one of claims 1 to 3, wherein each individual guide head is rotarably supported for rotation around any desired axes and shaped as a spherical roller (31), preferably having a ball rolling off on the surface (13, 14) of the poster web (7).
     
    6. The device according to at least one of claims 1 to 5, wherein said poster web (7) has edges having edge reinforcements (29) and wherein the mutual spacing between the guide heads (15, 16) of each guide head pair (19) is smaller than the thickness of the edge reinforcement (29) of the poster web (7).
     
    7. The device according to at least one of claims 1 to 6, wherein the guide heads (15, 16) clamp the poster web (7) between each other adjacent to the poster web's longitudinal edges (9, 10) and roll off on both surfaces (13, 14) of the poster web (7) as said web (7) is wound back and forth.
     
    8. The device according to at least one of claims 1 to 7, wherein each of the lateral longitudinal edges (9, 10) has at least one driven spreading means that each comprises of at least one roll neck or helical stretcher (40) rotatable around an axis, said roll neck or helical stretcher being associated with a guide roll (46) positioned between rotatable unwinding fingers (45), wherein said fingers each have beads (42) diverging in the form of screw lines toward the respective longitudinal edge.
     
    9. The device according to at least one of claims 1 to 8, wherein the guide heads (15, 16) and/or holding means (11, 12) are elastically supported in a body for absorbing or dampening wind gusts.
     
    10. The device according to at least one of claims 1 to 9, wherein the mutual spacing between the guide heads (15, 16) of an individual guide head pair (19), and the mutual spacing between two pairs of guide heads opposing each other across the width of the web, the width being measured perpendicular to the transport direction, is preset to that the poster web (7) is fixed in its width without static cross tension and at the same time is displaceable in the transport direction (8) with almost no resistance.
     


    Revendications

    1. Dispositif d'affichage à panneau support d'affiche (7) mobile sous tension longitudinale, suivant une direction de déplacement (8) entre deux rouleaux (1, 2) disposés à distance l'un de l'autre, autour desquels il s'enroule et se déoule dans un mouvement de va-et-vient d'un rouleau (1) à l'autre (2), comportant des moyens de maintien (11, 12) pour le guidage latéral du panneau (7) qui s'étendent d'un rouleau à l'autre suivant les bords longitudinaux latéraux (9, 10) du panneau (7) dans la direction de déplacement (8), caractérisé en ce que lesdits moyens de maintien sont constitués par des têtes de guidage individuelles (15, 16) qui sont disposées écartées les unes des autres sur les faces (13, 14) du panneau (7) et en ce que chaque tête de guidage (15) située sur une face (13) du panneau (7) est opposée à une tête de guidage (16) située sur l'autre face (14) du panneau (7), les deux formant ainsi une paire de têtes de guidage en vis-à-vis.
     
    2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que chaque tête de guidage (15, 16) présente au moins sur son extrémité disposée vers la face correspondante (13, 14) du panneau (7), une partie arrondie (17, 18), de préférence de forme sphérique.
     
    3. Dispositif selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que chaque tête de guidage (15, 16) est prévue à l'extrémité libre d'une tige (21) qui s'étend sensiblement perpendiculairement à la face (13, 14) du panneau (7) et qui peut notamment être montée à rotation autour de son axe longitudinal (23) sensiblement perpendiculaire aux faces (13, 14).
     
    4. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que chaque tête de guidage est réalisée sous la forme d'un rouieau ou galet (25, 36) dont l'axe de rotation (26) est parallèle aux faces du panneau (13, 14), et de préférence également perpendiculaire à la direction de déplacement (8).
     
    5. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que chaque tête de guidage est réalisée sous la forme d'une bille (31) montée en rotation autour d'un axe d'orientation quelconque, avantageusement pour rouler sur la face (13, 14) du panneau (7).
     
    6. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que le panneau (7) est à bords rendorcés (29) et en ce que la distance séparant les deux têtes de guidage (15, 16) est plus faible que l'épaisseur des bords renforcés (29) et supérieure à l'épaisseur du panneau (7).
     
    7. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que les têtes de guidage (15, 16) coincent entre elles le panneau (7) à proximité de ses bords (9, 10), en roulant ainsi sur les deux faces du panneau (13, 14) lors de son enroulement et son déroulement.
     
    8. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que chacun des bords longitudinaux (9, 10) du panneau est muni d'au moins un moyen d'extension, qui est constitué d'au moins un dispositif extenseur (40) dont la face supérieure présente avantageusement des bourrelets (42) en forme de vis divergeant vers chacun desdits bords dudit panneau, et qui, de préférence, comporte un rouleau de guidage (46) positionné entre deux doigts de déroulement (45), chacun entraîné en rotation autour de son axe (48).
     
    9. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que les têtes de guidage (15, 16) et/ou les moyens de maintien (11, 12) sont montés sur amortisseurs à ressorts (35), pour encaisser ou amortir des coups de vent.
     
    10. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 9, caractérisé en ce que la distance entre les têtes de guidage (15, 16) de chaque paire de têtes de guidage (19) d'une part, et d'autre part la distance entre deux paires de têtes de guidage opposées l'une à l'autre par rapport à la largeur du panneau (considérée perpendiculairement à la direction de déplacement) sont choisies de telle manière que le panneau (7) est fixé dans sa largeur pratiquement sans tension transversale statique tout en pouvant être déplacé pratiquement sans résistance dans la direction longitudinale (8).
     




    Zeichnung