[0001] Die Erfindung bezieht sich auf einen Schneidklemmkontakt, beispielsweise für Reihenklemmen,
der an einem Verbindungsbügel einen geschlitzten, federnden Kontaktbereich als Kontaktierungsschlitz
aufweist, der durch einen äußeren Federbügel umfasst und verstärkt ist, im Einzelnen
nach Gattungsbegriff von Anspruch 1. Im Einlaufbereich kann der Federbügel zu Schneidmessern
ausgestaltet sein (eine derartige Ausführung ist nach § 3(2) PatG aus DE 199 21 769.6
bekannt).
[0002] Der Federbügel kann in seinem Material auf die Federeigenschaften abgestimmt werden
und der Kontaktbereich im Verbindungsbügel auf seine elektrisch leitende Eigenschaft.
[0003] Wenn die Schneidmesser einen Einlaufbereich vor dem Kontaktierungsschlitz bilden,
stehen beim Verbindungsbügel seine Schenkel am Kontaktierungsschlitz aufeinander.
Es hat sich gezeigt, dass in der Praxis wegen üblicher Fertigungstoleranzen nicht
immer sicherzustellen ist, dass die Schenkel in einer Ebene liegen. Ohne erhöhten
Fertigungsaufwand infolge verringerter Toleranzen kann es in der Praxis vorkommen,
dass die Schenkel versetzt aneinander vorbeigleiten. Die Anschlussverhältnisse sind
dann nicht gleichbleibend sichergestellt.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, den eingangs geschilderten Schneidklemmkontakt
so weiter zu entwickeln, dass bei üblichen Fertigungstoleranzen gleichbleibende Anschlusseigenschaften
sichergestellt sind.
[0005] Die Lösung der geschilderten Aufgabe erfolgt nach der Erfindung durch einen Schneidklemmkontakt
nach Anspruch 1. Hierbei stehen die Schneidmesser hinter ihrem Einlaufbereich aneinander
auf. Da die Schneidmesser aus dem Federbügel gefertigt sind oder zumindest starr mit
diesem verbunden sind, lässt sich sicherstellen, dass die Schneidmesser in einer Ebene
aufeinander aufstehen. Man kann die Schneidmesser in diesem Bereich auch verhältnismäßig
plan ausführen, so dass sie auch leicht versetzt noch sicher aufeinander aufstehen.
[0006] Es ist vorteilhaft, wenn die Schneidmesser an ihrer Rückseite, bezogen auf ihre Vorderseite
mit der Leitereinführung, ein zur Vorderseite hin gestuftes Profil derart aufweisen,
dass sie mit diesem in ein entsprechendes Profil des Verbindungsbügels eingreifen
und diesen öffnen können, wenn sie selbst durch einen eingeführten Leiter auseinander
gedrückt und geöffnet werden. Dadurch erspart man sich einen Einlaufbereich im Kontaktierungsschlitz,
so dass beim Herausführen eines zuvor angeschlossenen Leiters dieser nicht hinter
der Schulter der Messer verhaken kann.
[0007] Es ist auch günstig, wenn die Schneidmesser, bezogen auf die Leitereinführung, vor
den Federbügel mit seinen Stirnkanten hervorstehen.
[0008] Dadurch kann sich ein einzuführender Leiter nicht an den vorderen Stirnseiten des
Federbügels verhaken. Vielmehr wird er im Einführungsbereich in den Schneidmessern
sauber zum Kontaktierungsschlitz geführt.
[0009] Alle diese geschilderten Ausführungsformen haben gemeinsam den Vorteil, dass die
Schneidmesser aus einem härteren Material als das Material des Verbindungsbügels im
Kontaktierungsschlitz gefertigt sein können. Bei der Fertigung eines Schneidklemmkontaktes
der geschilderten Art ist es vorteilhaft, wenn der Verbindungsbügel im Bereich seines
Kontaktierungsschlitzes in ein Auflager am Federbügel eingreift. Der Verbindungsbügel
kann am Auflager des Federbügels in Schabetechnik festgelegt werden. Hierbei wird
Material des Federbügels auf den Verbindungsbügel nach Art eines Schabens heruntergequetscht.
Der Verbindungsbügel ist dadurch spielfrei mit dem Federbügel verbunden, wodurch Toleranzen
vermieden werden, wie sie bei fensterartigen Durchbrüchen auftreten können.
[0010] Der Schneidklemmkontakt kann in einer Verbindungsklemme, ggf. mit weiteren Schneidklemmkontakten
eingesetzt werden. Die Verbindungsklemme kann als Reihenklemme ausgeführt sein.
[0011] Die Erfindung soll nun anhand von in der Zeichnung schematisch wiedergegebenen Ausführungsbeispielen
näher erläutert werden:
In FIG 1 ist ein Schneidklemmkontakt in Aufsicht auf den Kontaktierungsschlitz und
die Schneidmesser mit Einlaufbereich wiedergegeben.
In FIG 2 ist der Schneidklemmkontakt nach FIG 1 in Seitenansicht dargestellt.
In FIG 3 ist ein Schneidklemmkontakt perspektivisch veranschaulicht.
[0012] Der Schneidklemmkontakt 1 nach FIG 1 weist an einem Verbindungsbügel 2 einen geschlitzten,
federnden Kontaktbereich als Kontaktierungsschlitz 3 auf. Der Kontaktierungsschlitz
3 ist durch einen äußeren Federbügel 4 umfasst und in seiner Federkraft verstärkt.
Der Federbügel 4 ist in einem Einlaufbereich 5 zu Schneidmessern 6 ausgestaltet. Wesentlich
ist, dass die Schneidemesser 6 hinter ihrem Einlaufbereich 5 in einem Aufstandsbereich
7 aneinander aufstehen. Es ist vorteilhaft, die Schenkel des Verbindungsbügels 2 am
Kontaktierungsschlitz 3 geringfügig zurück versetzt auszuführen, so dass nur im Aufstandsbereich
7 eine Berührung im Ruhezustand erfolgt.
[0013] Die Schneidmesser 6 weisen an ihrer Rückseite, bezogen auf ihre Vorderseite mit der
Leitereinführung, ein zur Vorderseite hin gestuftes Profil derart auf, dass sie in
ein entsprechendes Profil 9 des Verbindungsbügels 2 öffnend eingreifen, wenn die Schneidmesser
6 unter Einführung eines anzuschließenden Leiters auseinander gedrückt werden.
[0014] Es ist vorteilhaft, wenn, wie im Ausführungsbeispiel wiedergegeben, die Schneidmesser
6 bezogen auf die - Leitereinführung - vor den Federbügel 4 mit seinen Stirnkanten
10 hervorstehen. Dadurch kann sich ein einzuführender Leiter nicht an den Stirnkanten
verhaken. Wenn zum Anschließen eines Leiters dieser mit seiner ihn ummantelnden Isolation
in den Einlaufbereich 5 der Schneidmesser 6 eingeführt wird, trennen die Schneidmesser
die Isolation auf und der einzuführende Leiter treibt die Schneidmesser öffnend auseinander.
Hierdurch nehmen diese mit ihrem Profil 8 am Gegenprofil 9 des Verbindungsbügels die
Schenkel des Verbindungsbügels längs des Kontaktierungsschlitzes 3 öffnend mit.
[0015] Der Verbindungsbügel 2 greift im Bereich seines Kontaktierungsschlitzes 3 in ein
Auflager 11 am Federbügel 4 ein. Man vergleiche die FIG 2 und 3. Der Verbindungsbügel
2 ist am Auflager 11 des Federbügels 4 in Schabetechnik festgelegt. Hierbei wird Material
12 des Federbügels 4 in Schabetechnik auf eine ausgreifende Nase 13 des Verbindungsbügels
heruntergequetscht und der Verbindungsbügel 2 dadurch am Federbügel 4 festgelegt.
[0016] In FIG 3 ist für ein Ausführungsbeispiel in perspektivischer Darstellung veranschaulicht,
dass die Schneidmesser 6 aus dem Federbügel 4 durch entsprechende Schnitttechnik gebildet
und durch Umbiegen auf Position gebracht worden sind.
[0017] Mit dem Schneidklemmkontakt kann man eine Verbindungsklemme, erforderlichenfalls
mit weiteren Schneidklemmkontakten, bestücken. Eine derartige Verbindungsklemme kann
als Reihenklemme ausgeführt sein.
1. Schneidklemmkontakt (1), beispielsweise für Reihenklemmen, der an einem Verbindungsbügel
(2) einen geschlitzten, federnden Kontaktbereich als Kontaktierungsschlitz (3) aufweist,
der durch einen äußeren Federbügel (4) umfasst und verstärkt ist und der im Einlaufbereich
(5) Schneidmesser (6) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die Schneidmesser (6) hinter ihrem Einlaufbereich (5) aneinander aufstehen.
2. Schneidklemmkontakt nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Schneidmesser (6) an ihrer Rückseite, bezogen auf ihre Vorderseite mit
der Leitereinführung, ein zur Vorderseite hin gestuftes Profil (8) aufweisen, mit
dem sie in ein entsprechendes Profil (9) des Verbindungsbügels (2) öffnend eingreifen.
3. Schneidklemmkontakt nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Schneidmesser (6), bezogen auf die Leitereinführung, vor den Federbügel
(4) mit seinen Stirnkanten (10) hervorstehen.
4. Schneidklemmkontakt nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Verbindungsbügel (2) im Bereich seines Kontaktierungsschlitzes (3) in ein
Auflager (11) am Federbügel (4) eingreift.
5. Schneidklemmkontakt nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Verbindungsbügel (2) am Auflager (11) des Federbügels (4) in Schabetechnik
festgelegt ist.
6. Schneidklemmkontakt nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schneidmesser in ihrem Aufstandsbereich (7), in dem sie aneinander aufstehen,
verhältnismäßig plan ausgeführt sind.
7. Verbindungsklemme mit zumindest einem Schneidklemmkontakt nach einem der Ansprüche
1 bis 6.
8. Verbindungsklemme nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass sie als Reihenklemme ausgeführt ist.