[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Walzenpaar mit den Merkmalen des Oberbegriffs
des Patentanspruchs 1 sowie ein Verfahren mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Patentanspruchs
14.
[0002] Um Tissue-Artikel, wie insbesondere Küchentücher, Taschentücher, Servietten, Platzdeckchen
und/oder Hygienetücher, so vorzugsweise Einmalhandtücher und Toilettenpapier, herzustellen,
mit bestimmten technischen Eigenschaften zu versehen und/oder dekorativ zu gestalten,
ist es bekannt, im Rahmen der Herstellung diese bahnförmigen Tissue-Artikel unter
Zuhilfenahme von mindestens einem Walzenpaar zu prägen. Hierbei kann bei dem bekannten
Verfahren das diesbezügliche mindestens eine Walzenpaar aus einer ein erwünschtes
erstes Prägemuster herstellenden gravierten Walze bestehen, wobei zur Erzeugung des
für die Prägung erforderlichen Walzenspaltes eine ungravierte Gegenwalze vorgesehen
ist. Der zu prägende Tissue-Artikel, der vorzugsweise aus Papier besteht, wird dann
bahnförmig durch den Walzenspalt des zuvor beschriebenen Walzenpaares geführt und
dort mit der erwünschten Prägung versehen.
[0003] Bedingt dadurch, daß die gravierte Walze eine radial nach außen weisende Prägung
aufweist und daß der bahnförmig Tissue-Artikel, der in der Regel aus einer bis vier
Einzellagen besteht, nur eine begrenzte Dicke besitzt, treten während der Prägung
die Anpreßflächen der Gravur in Kontakt mit der Oberfläche der Gegenwalze. Hierdurch
wird erklärlich, daß im längeren Gebrauch das Material der Gegenwalze im Kontaktbereich
der Anpreßflächen der Gravur erheblich beschädigt wird, so daß aufgrund dieser Beschädigung,
die sich üblicherweise linienförmig über den Umfang der Gegenwalze erstreckt und in
einer lokal begrenzten, erheblichen Abnutzung ausdrückt, ein Austausch der Gegenwalze
erforderlich wird. Diese Problematik tritt insbesondere dann auf, wenn die gravierte
Walze nur wenige, großformatige Gravuren besitzt.
[0004] Ein Walzenpaar mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Patentanspruchs 1 ist aus der
WO 96/18771 bekannt. Hierbei weist dieses Walzenpaar eine gravierte, mit zwei Gravuren
versehene Walze auf, die mit einer Gegenwalze den für das Prägen des Tissue-Artikels
erforderlichen Walzenspalt ausbildet. Um ein Prägemuster besonders zu betonen, ist
die diesbezügliche Gravur im vergleich zu der anderen Gravur, die das andere Prägemuster
erzeugt, radial höher ausgebildet. Aufgrund dieses Unterschiedes in der radialen Höhe
der beiden Gravuren tritt ein verstärkter lokaler Verschleiß der Gegenwalze auf.
[0005] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Walzenpaar sowie ein Verfahren
zum Prägen von Tissue-Artikeln zur Verfügung zu stellen, bei dem ein lokal begrenzter
Verschleiß der Gegenwalze auch bei längerem Gebrauch vermindert oder sogar unterdrückt
wird.
[0006] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein Walzenpaar mit den kennzeichnenden Merkmalen
des Patentanspruchs 1 sowie durch ein Verfahren mit den kennzeichnenden Merkmalen
des Patentanspruchs 14 gelöst.
[0007] Das erfindungsgemäße Walzenpaar zum Prägen eines bahnförmigen Tissue-Artikels, insbesondere
zum Prägen von Küchentücher, Taschentücher, Servietten, Platzdeckchen und/oder Hygienetüchern,
so insbesondere Toilettenpapier und Einmalhandtüchern, sieht vor, daß der zu prägende
bahnförmige Tissue-Artikel durch den vom Walzenpaar ausgebildeten Walzenspalt geführt
wird. Hierbei umfaßt das erfindungsgemäße Walzenpaar eine gravierte Walze und eine
hiermit den Walzenspalt ausbildende Gegenwalze, wobei die gravierte Walze außer der
erwünschten ersten Gravur noch desweiteren eine zweite Gravur aufweist und die zweite
Gravur eine Vielzahl von Einzelgravuren mit jeweils kleinflächiger Anpreßfläche besitzt
und die erste Gravur ein erstes Prägemuster und die zweite Gravur ein zweites Prägemuster
erzeugen. Die Gegenwalze weist einen Durchmesser auf, der 0,1 % bis 30 % größer oder
kleiner als der Durchmesser der gravierten Walze ist, wobei die Anpreßfläche der zweiten
Gravur wenigstens 40 % der mit der Gegenwalze in Kontakt tretenden Gesamtanpreßfläche
ausmacht und wobei die Einzelgravuren eine radial nach außen weisende Höhe aufweisen,
die der radial nach außen weisenden Höhe der ersten Gravur entspricht.
[0008] Mit anderen Worten basiert das erfindungsgemäße Walzenpaar auf drei wesentlichen
Punkten, wobei der erste wesentliche Punkt darin zu sehen ist, daß eine Gegenwalze
ausgewählt wird, deren Durchmesser 0,1 % bis 30 % größer oder kleiner ist als der
Durchmesser der gravierten Walze. Hierdurch wird sichergestellt, daß bei der Erzeugung
des ersten, erwünschten Prägemusters, das vorzugsweise ein großflächiges Prägemuster
ist, nicht stets derselbe Bereich der Oberfläche der Gegenwalze in Kontakt mit der
diesbezüglichen ersten Gravur der gravierten Walze tritt, sondern daß dieser Kontaktbereich
über den Umfang der Gegenwalze aufgrund der unterschiedlichen Durchmesser gleichmäßig
verteilt wird. Allein hierdurch wird schon eine erhebliche Verringerung des Verschleißes
der Gegenwalze, die während des Prägens auf die gravierte Walze gedrückt und hiervon
transportiert wird, sichergestellt.
[0009] Der zweite und dritte wesentliche Punkt des erfindungsgemäßen Walzenpaares, wonach
die Anpreßfläche der zweiten Gravur wenigstens 40 % der mit der Gegenwalze in Kontakt
tretenden Gesamtanpreßfläche ausmacht, bewirkt, daß auch die übrigen Bereiche der
Oberfläche der Gegenwalze durch die zweite Gravur, deren Einzelgravuren eine identische
Höhe haben wie die Einzelgravuren der ersten Gravur, entsprechend beansprucht und
abgenutzt werden, so daß insgesamt ein gleichmäßiger Verschleiß über die gesamte Oberfläche
der Gegenwalze stattfindet und demnach punktuelle, örtlich begrenzte flächige und/oder
über den Umfang reichende linienförmige Beschädigungen, die beim Stand der Technik
relativ schnell auftreten, vermieden werden. Mit anderen Worten stellt das erfindungsgemäße
Walzenpaar sicher, daß im Gegensatz zum Stand der Technik hierbei keine lokal begrenzten
Beschädigungen und Abnutzungen der Gegenwalze auftreten können, da die gesamte Oberfläche
der Gegenwalze einerseits durch die das erwünschte erste Prägemuster erzeugenden ersten
Gravur und andererseits durch die das zusätzlich vorgesehene zweite Prägemuster erzeugenden
zweiten Gravur während des Prägens beansprucht wird. Dies insgesamt führt dann dazu,
daß die Betriebszeit einer entsprechenden Gegenwalze beim erfindungsgemäßen Walzenpaar
im Vergleich zum herkömmlichen Walzenpaar erheblich höher ist, so daß insbesondere
eine Standzeitverlängerung um das 1,5-fache bis 3-fache auftritt.
[0010] Eine derartige Verlängerung der Standzeit bringt den weiteren Vorteil mit sich, daß
kostenintensive Stillstandszeiten, aufwendige Fehlproduktionen und kostenintensive
Reparaturen bei Anwendung des erfindungsgemäßen Walzenpaares vermieden werden. Desweiteren
beinhaltet das erfindungsgemäße Walzenpaar den Vorteil, daß die Walzenoberfläche der
Gegenwalze nicht nur lokal durch das Erzeugen des ersten Prägemusters sondern vollflächig
oder nahezu vollflächig durch das gleichzeitige Erzeugen des ersten Prägemusters und
des zweiten Prägemusters durch die entsprechenden Gravuren mechanisch bearbeitet wird,
so daß im Gebrauch der Gegenwalze zwangsläufig auftretende Veränderungen des Oberflächenmaterials
der Gegenwalze, so insbesondere Veränderungen der Elastizität und/oder der Shore-Härte,
stets gleichmäßig über die gesamte Oberfläche auftreten, was sich in einer entsprechenden
Vergleichmäßigung der Qualität der Prägung, auch nach langem Gebrauch der Gegenwalze,
und somit letztendlich auch im Qualitätsausfall des geprägten Artikels augenfällig
ausdrückt. Von daher wird bei Anwendung des erfindungsgemäßen Walzenpaares nicht nur
die Qualität des geprägten Tissue-Artikels konstant gehalten sondern auch der erforderliche
Qualitätskontrollaufwand, sei es unmittelbar durch Personaleinsparung während der
Anwendung des erfindungsgemäßen Walzenpaares oder durch entsprechende Personaleinsparung
bezüglich der Kontrolle der Qualität der geprägten Tissue-Artikel, erheblich reduziert,
so daß insgesamt das erfindungsgemäße Walzenpaar im Vergleich zum herkömmlichen Walzenpaar
eine besonders wirtschaftliche Verfahrensführung zur Herstellung von geprägten Tissueartikeln
erlaubt.
[0011] Darüber hinaus läßt sich die beim erfindungsgemäßen Walzenpaar vorgesehene gravierte
Walze relativ kostengünstig herstellen, insbesondere dann, wenn die zweite Gravur,
die das zweite zusätzliche Prägemuster erzeugt, eine solche Gravur ist, die eine Vielzahl
von kleinflächigen Einzelgravuren aufweist.
[0012] Insbesondere dann, wenn bei dem erfindungsgemäßen Walzenpaar eine solche Gegenwalze
vorgesehen ist, deren Durchmesser größer ist als der Durchmesser der gravierten Walze,
verteilen sich die von der erwünschten ersten Gravur erzeugten Beschädigungen über
einen größeren Umfang, so daß dementsprechend die Standzeit einer derartigen Gegenwalze
mit einem entsprechend vergrößerten Durchmesser noch weiter verlängert wird. Überraschend
hat sich hierbei gezeigt, daß dann hervorragende Ergebnisse bezüglich einer verlängerten
Standzeit und einem reduzierten Verschleiß dann beim erfindungsgemäßen Walzenpaar
auftreten, wenn hierbei eine Gegenwalze verwendet wird, deren Durchmesser vorzugsweise
1 % bis 10 % größer ist als der Durchmesser der gravierten Walze.
[0013] Ebenso eine Verbesserung der Lebensdauer der Gegenwalze wird bei dem erfindungsgemäßen
Walzenpaar dann erzielt, wenn die Anpreßfläche der zweiten Gravur wenigstens 60 %,
vorzugsweise zwischen 65 % und 85 %, der mit der Gegenwalze in Kontakt tretenden Gesamtanpreßfläche
ausmacht. Hierbei verbleibt somit für die erwünschte und insbesondere großflächige
erste Gravur eine Anpreßfläche von 40 %, vorzugsweise zwischen 35 % und 15 %, bezogen
auf die Gesamtanpreßfläche, wobei ein derartig geprägter Tissue-Artikel in seinem
Gesamtaussehen maßgeblich von dem ersten, erwünschten und vorzugsweise großflächigen
Prägemuster, erzeugt von der ersten Gravur, bestimmt wird.
[0014] Die erwünschte Herausstellung des ersten, von der ersten Gravur erzeugten Prägemusters
und damit sein markantes Herausheben wird bei einer weiteren, vorteilhaften Ausgestaltung
des erfindungsgemäßen Walzenpaares dadurch erreicht, daß als zweites, von der zweiten
Gravur erzeugtes Prägemuster auf der Oberfläche des Tissue-Artikels ein solches Muster
erzeugt wird, das durch eine Vielzahl von kleinflächigen Prägepunkten ausgebildet
wird. Hierbei kann dieses Muster beliebig ausgestaltet sein, so zum Beispiel insbesondere
als Wellenlinie, als Zick-Zack-Linie, als separat angeordnete Rechtecke, vorzugsweise
Vier- bis Achtecke, als eine Vielzahl von Rechtecken, die in einem bestimmten Rapport
mit Abstand voneinander vorhanden sind oder die ineinandergreifen, und/oder als sonstiges
geometrisch geprägtes Muster und/oder Phantasiemuster, sofern diese Muster geeignet
sind, die zuvor beschriebene gleichmäßige Abnutzung der Oberfläche der Gegenwalze
sicherzustellen.
[0015] Wie bereits vorstehend herausgestellt ist, können diese Vielzahl von kleinflächigen
Prägepunkten auf der Oberfläche des zu prägenden Tissue-Artikels beliebig angeordnet
werden, wobei bei einer bevorzugten Weiterbildung des erfindungsgemäßen Walzenpaares
die Vielzahl der Einzelgravuren in sich quer über die Oberfläche der gravierten Walze
erstreckenden Reihen von Einzelgravuren angeordnet ist. Hierbei sind zusätzlich noch
benachbarte Reihen relativ zueinander versetzt angeordnet, so daß sichergestellt wird,
daß in Transportrichtung der Warenbahn gesehen keine unmittelbar benachbarten Einzelgravuren
von benachbarten Reihen fluchten, d.h. auf einer einzigen Linie liegen, die sich senkrecht
zur Walzenachse erstreckt.
[0016] Besonders vorteilhaft ist es bei der zuvor beschriebenen Weiterbildung des erfindungsgemäßen
Walzenpaares, wenn hierbei die Vielzahl von kleinflächigen Einzelgravuren, die die
zweite Gravur ausbilden, auf der Oberfläche der gravierten Walze derart angeordnet
ist, daß sich in Drehrichtung der gravierten Walze gesehen die Lage einer Einzelgravur
erst nach einem Abstand zwischen 0,5 cm und 80 cm, vorzugsweise nach einem Abstand
zwischen 5 cm und 50 cm, wiederholt. Hierbei ist unter dem Begriff Lage einer Einzelgravur
der Abstand dieser Einzelgravur von der Walzenkante zu verstehen, so daß die zuvor
wiedergegebene Aussage besagt, daß erst nach einem Abstand von 0,5 cm bis 80 cm, vorzugsweise
nach einem Abstand zwischen 5 cm und 50 cm, jeweils in Drehrichtung der Walze gesehen
sich eine zweite Einzelgravur befindet, die gemessen an einer ersten Einzelgravur
sich im gleichen Abstand von der Walzenkante befindet. Alle weiteren Einzelgravuren,
die zwischen der ersten und der weiteren Einzelgravur auf der Oberfläche der gravierten
Walze vorgesehen sind, weisen jeweils einen unterschiedlichen Abstand zur Walzenkante
auf, wie dies nachfolgend noch anhand der Zeichnungen im Detail erläutert wird.
[0017] Bezüglich der Ausgestaltung der Einzelgravuren, die als zweite Gravur auf der gravierten
Walze vorgesehen sind, werden bevorzugt solche Gravuren vorgesehen, deren Anpreßfläche
kreisförmig, dreieckig, rechteckig, insbesondere viereckig bis achteckig, oval, linienförmig,
wellenförmig und/oder trapezförmig ausgestaltet sind. Selbstverständlich sind auch
anders geformte Anpreßflächen möglich, sofern sichergestellt ist, daß die Summe dieser
Anpreßflächen, die die zweite Gravur ausbilden, mindestens 40 % der Gesamtanpreßfläche,
d.h. der Summe aus der Anpreßfläche der ersten Gravur und der zweiten Gravur, vorzugsweise
jedoch mindestens 60 % und insbesondere zwischen 65 % und 85 %, der Gesamtanpreßfläche
ausmacht.
[0018] Bezüglich der zuvor beschriebenen Einzelgravuren ist desweiteren festzuhalten, daß
diese vorzugsweise eine radial nach außen weisende Höhe aufweisen, die abhängig von
dem jeweils zu prägenden Tissue-Artikel zwischen 0,1 mm und 2,5 mm variiert.
[0019] Um bei dem erfindungsgemäßen Walzenpaar ein markantes, unerwünschtes Herausheben
der von der zweiten Gravur verursachten Prägung auf dem Tissue-Artikel zu vermeiden,
sieht eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Walzenpaares vor,
daß jede Einzelgravur eine relativ kleine Anpreßfläche besitzt, die vorzugsweise zwischen
0,1 mm
2 und 50 mm
2, insbesondere zwischen 0,3 mm
2 und 10 mm
2, variiert. Das von jeder Einzelgravur hervorgerufene zweite Prägemuster tritt dann
im Vergleich zu dem erwünschten vorzugsweise großflächigen ersten Prägemuster optisch
zurück, stellt jedoch sicher, daß die Gegenwalze über ihre gesamte Oberfläche gleichmäßig
abgenutzt wird.
[0020] Eine weitere Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Walzenpaares sieht vor, daß auf
der Oberfläche der gravierten Walze die im Bereich der zweiten Gravur vorgesehenen
Einzelgravuren in einer Dichte zwischen 5 und 90, bezogen auf 1 cm
2 der Walzenoberfläche im Bereich der zweiten Gravur, vorhanden sind. Sind hierbei
die Einzelgravuren in einer Dichte zwischen 5 und 30 auf 1 cm
2 Walzenoberfläche vorgesehen, so sind diese Einzelgravuren mit relativ großen Anpreßflächen
zu versehen, um so die erwünschte Abnutzung der Walzenoberfläche der Gegenwalze sicherzustellen,
während bei einer Dichte zwischen 60 und 90, bezogen 1 cm
2 der Walzenoberfläche, die Anpreßfläche einer jeden Einzelgravur vorzugsweise relativ
klein ausgestaltet wird.
[0021] Insbesondere weist das erfindungsgemäße Walzenpaar eine gravierte Walze auf, die
einen Durchmesser zwischen 300 mm und 1.000 mm besitzt.
[0022] Das erfindungsgemäße Walzenpaar weist als gravierte Walze eine Metallwalze, insbesondere
eine Stahlwalze, eine Hartgummiwalze oder eine Kunststoffwalze auf, während die Gegenwalze
insbesondere eine Gummiwalze oder eine Kunststoffwalze aus Weichkunststoff ist. Hierbei
variiert die Shore-Härte, d.h. die Shore-Härte A, der Gegenwalze vorzugsweise zwischen
35° Sh und 85° Sh.
[0023] Die vorliegende Erfindung betrifft desweiteren ein Verfahren zum Prägen eines bahnförmigen
Tissue-Artikels.
[0024] Das erfindungsgemäße Verfahren zum Prägen eines bahnförmigen Tissue-Artikels greift
auf mindestens ein Walzenpaar zurück, das jeweils aus einer ein erwünschtes erstes
Prägemuster und ein zweites Prägemuster erzeugenden gravierten Walze und einer ungravierten
Gegenwalze ausgebildet wird, wobei der zu prägende Tissue-Artikel durch den Walzenspalt
des mindestens einen Walzenpaares geführt wird. Hierbei wird ein Walzenpaar verwendet,
wie dieses zuvor als erfindungsgemäßes Walzenpaar beschrieben ist.
[0025] Grundsätzlich läßt sich das erfindungsgemäße Verfahren im einfachsten Fall bei solchen
Tissue-Artikeln anwenden, die aus einer einzigen Warenbahn ausgebildet werden. Vorteilhafterweise
wird jedoch das erfindungsgemäße Verfahren bei solchen Tissue-Artikeln angewendet,
bei denen diese Tissue-Artikel aus mindestens zwei Warenbahn gebildet werden, wobei
diese beiden Warenbahnen wahlweise gleichzeitig mit einem einzigen Walzenpaar oder
getrennt voneinander mit jeweils einem Walzenpaar pro Warenbahn geprägt werden.
[0026] Eine besonders geeignete Weiterbildung der zuvor beschriebenen Ausführungsformen
des erfindungsgemäßen Verfahrens sieht vor, daß hierbei jede Warenbahn für sich unter
Erstellung des ersten Prägemusters und des zweiten Prägemusters geprägt wird, wobei
nach erfolgter getrennter Prägung die beiden Warenbahnen dann anschließend miteinander
verklebt werden. Hierdurch wird dann ein solcher Tissue-Artikel ausgebildet, der die
diesbezügliche Prägung, bestehend aus dem ersten, erwünschten Prägemuster und dem
zweiten Prägemuster, sowohl auf der Oberseite als auch der Unterseite des Tissue-Artikels
aufweist.
[0027] Soll nach dem erfindungsgemäßen Verfahren ein besonders voluminöser Tissue-Artikel
hergestellt werden, so wird eine Weiterbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens angewendet.
Hierbei wird dann jede Warenbahn für sich separat geprägt, wobei anschließend nach
der separaten Prägung einer jeden Warenbahn die beiden Warenbahnen derart miteinander
verklebt werden, daß der Tissue-Artikel jeweils auf seinen beiden Oberflächen die
Prägemuster (erstes erwünschtes Prägemuster und zweites Prägemuster) aufweist, wobei
das Verkleben punktförmig ausgeführt wird. Die für das Verkleben der beiden Warenbahnen
erforderliche Klebepunkte werden auf nach innen vorspringenden Erhöhungen der Prägemuster
der oberen und unteren Warenbahn aufgebracht, so daß nur diese nach innen weisenden
Erhöhungen punktförmig miteinander verklebt sind, was bei den so hergestellten Tissue-Artikeln
zu einer Vergrößerung der Dicke und damit zu einer Volumenvergrößerung führt. Ein
derartig voluminöser Tissue-Artikel besitzt neben einem angenehmen weichen Griff ein
ausgeprägtes Saugvermögen sowie eine hohe Aufnahmekapazität für Flüssigkeiten.
[0028] Besonders lange Standzeiten der Walzen werden bei dem erfindungsgemäßen Verfahren
dann gewährleistet, wenn als gravierte Walze eine Metallwalze, insbesondere eine Stahlwalze,
eine Hartgummiwalze oder eine Kunststoffwalze verwendet wird.
[0029] Konturenscharfe Prägemuster lassen sich insbesondere dann durch Anwendung des erfindungsgemäßen
Verfahrens erzielen, wenn bei dem erfindungsgemäßen Verfahren als Gegenwalze eine
Gummiwalze oder Kunststoffwalze verwendet wird, wobei die Gegenwalze durch Anwendung
des erfindungsgemäßen Verfahrens vor örtlich begrenzte linienförmigen oder flächigen
Beschädigungen und Abnutzungen geschützt wird, wie dies eingangs beim erfindungsgemäßen
Walzenpaar erläutert ist, so daß die beim erfindungsgemäßen Verfahren eingesetzte
Gegenwalze über ihre gesamte Oberfläche stets gleichmäßig abgenutzt wird.
[0030] Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren wird die gravierte Walze angetrieben, während
die Gegenwalze auf die gravierte Walze aufgepreßt und hierdurch transportiert wird,
so daß die Gegenwalze selbst über keinen eigenen Antrieb verfügt sondern lediglich
als Mitläuferwalze bewegt wird.
[0031] Unter dem Begriff Warenbahn wird im Rahmen der vorliegenden Erfindung eine cellulosische
Warenbahn, insbesondere eine Papierwarenbahn, verstanden, die üblicherweise eine begrenzte
Länge zwischen etwa 100 m und 100.000 m und eine definierte Breite besitzt, wobei
die Breite zwischen etwa 0,3 Metern und etwa acht Metern variiert.
[0032] Die Erfindung wird nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen in Verbindung mit
der Zeichnung näher erläutert, wobei die Figuren 1, 2 und 2a den Stand der Technik
wiedergeben und anhand der Figuren 3 bis 8 die vorstehend beschriebene Erfindung erläutert
wird. Hierbei zeigen:
- Figur 1
- eine Teildraufsicht auf die Oberfläche einer bekannten gravierten Walze;
- Figur 2
- eine schematische Teilschnittansicht durch ein Walzenpaar des Standes der Technik;
- Figur 2 a
- eine Abbildung wie Figur 2, jedoch der oberen Walze;
- Figur 3
- Draufsichten und Schnittansichten von verschieden gestalteten Einzelgravuren, wie
sie als zweite Gravur bei dem erfindungsgemäßen Walzenpaar vorgesehen sind;
- Figur 4
- eine Teildraufsicht auf die Oberfläche einer ersten Ausführungsform einer gravierten
Walze;
- Figur 5
- eine schematische perspektivische Teilansicht einer Vielzahl von auf der Oberfläche
einer gravierten Walze vorgesehenen Einzelgravuren;
- Figur 6
- eine Teildraufsicht einer zweiten Ausführungsform einer gravierten Walze;
- Figur 7
- eine Teildraufsicht einer dritten Ausführungsform einer gravierten Walze; und
- Figur 8
- eine Teildraufsicht einer vierten Ausführungsform einer gravierten Walze.
[0033] Beim Stand der Technik wird zur Erzeugung eines mit einem ersten Prägemuster versehenen
Tissue-Artikels eine gravierte Walze verwendet, wie deren Oberfläche in der Draufsicht
teilweise in Figur 1 abgebildet ist. Hierbei weist die Oberfläche der gravierten Walze
eine insgesamt mit 1 und la bezeichnete großflächige florale erste Gravur auf, die
sich nach einem vorgegebenen erwünschten Muster über die Oberfläche der gravierten
Stahlwalze erstreckt. Die erste Gravur 1 bzw. la wird aus einer Vielzahl von Einzelgravuren
2 ausgebildet, wobei die Einzelgravuren 2 radial über den Mantel der gravierten Walze
hinausragen.
[0034] Wie am besten der Teilschnittansicht der Figur 2 zu entnehmen ist, weist das bekannte
zum Prägen von Tissue-Artikeln verwendete Walzenpaar eine untere gravierte Walze 3
auf, deren Oberfläche in Figur 1 teilweise abgebildet ist. Diese gravierte untere
Walze 3 aus Stahl ist mit einem Antrieb versehen.
[0035] Eine Gegenwalze 4 wird zur Prägung des Tissue-Artikels unter Ausbildung eines Walzenspaltes
5 auf die gravierte untere Walze 3 gepreßt und durch diesen Kontakt angetrieben. Durch
den Walzenspalte 5 wird eine Warenbahn eines Tissue-Artikels geführt, wobei hier durch
die Gravur 1 bzw. la auf dieser Warenbahn aus Papier dann ein erwünschtes erstes Prägemuster
erzeugt wird.
[0036] Bedingt dadurch, daß während des Prägevorganges ständig eine lokale Druckbeaufschlagung
der Gegenwalze 4 durch die Gravur 1 bzw. la auf die Oberfläche der Gegenwalze 4 erfolgt,
bildet sich bereits nach einem relativ kurzen Betreiben in der Gegenwalze lokal begrenzte
Abnutzungen 6 aus, die bei Erreichen einer gewissen Tiefe zu einer partiellen lokal
begrenzten Beschädigung der Gegenwalze, die in der Regel eine Gummiwalze oder eine
Walze aus Weichkunststoff darstellt, führt. Von daher wird es beim Stand der Technik
erforderlich, diese Gegenwalze durch eine unbeschädigte und partiell unabgenutzte
Gegenwalze bereits nach einer relativ kurzen Betriebszeit auszutauschen.
[0037] Im Gegensatz zu der in Figur 1 abgebildeten Teildraufsicht auf die Oberfläche einer
bekannten gravierten Walze weisen die in den Figuren 4, 6, 7 und 8 wiedergegebenen
Teildraufsichten der Oberflächen der erfindungsgemäßen gravierten Walzen eine erste,
relativ großflächige florale Gravur 1 bzw. 1a und zusätzlich noch eine zweite Gravur
7 auf, wobei die zweite Gravur 7 aus einer Vielzahl von Einzelgravuren 7 a ausgebildet
wird.
[0038] Eine mögliche Auswahl von derartigen Einzelgravuren 7a bis 7g, wie sie gemeinsam
die zweite Gravur ausbilden, ist in der Figur 3 abgebildet.
[0039] So besteht die in Figur 3 dargestellte Einzelgravur 7 a aus einer kegelstumpfförmigen
Einzelgravur, wobei die kreisförmige Anpreßfläche 8 der Einzelgravur 7a radial über
die gravierte Walze hinaus nach außen ragt und während des Prägens mit der Gegenwalze
in Kontakt tritt.
[0040] Die Einzelgravur 7 b weist eine oval ausgestaltete Anpreßfläche auf, die Einzelgravur
7 c eine viereckige Anpreßfläche 8 c, die sechseckig geformte Einzelgravur 7 d weist
eine sechseckig geformte Anpreßfläche 8 d auf, die kreuzförmig ausgestaltete Einzelgravur
7 e besitzt eine kreuzartig ausgestaltete Anpreßfläche 8 e, die quadratische Einzelgravur
7 f besitzt eine quadratische Anpreßfläche 8 f und die S-förmig gebogene Einzelgravur
7 g umfaßt eine entsprechend S-förmig ausgebildete Anpreßfläche 8 g.
[0041] Hierbei wird eine Vielzahl der in Figur 3 beispielhaft gezeigten Einzelgravuren 7
a bis 7 g unter Ausbildung der zweiten Gravur auf der Walzenoberfläche auf der gravierten
Walze angeordnet, wobei diese zweite Gravur 7 sicherstellt, daß beim Prägen des Tissue-Artikels
keine lokal begrenzten Abnutzungen, hervorgerufen durch die erste erwünschte Gravur
1 bzw. la, auftreten, wie diese beim Stand der Technik in Verbindung mit der Figur
2 vorstehend beschrieben ist. Vielmehr bewirken diese Einzelgravuren der zweiten Gravur
7, daß beim erfindungsgemäßen Walzenpaar bzw. Verfahren auch die Bereiche 9 (Figur
2) der Gegenwalze gleichmäßig abgenutzt werden, wobei diese zwischen zwei benachbarten
Abnutzungen 6 befindlichen Bereiche 9 beim herkömmlichen Verfahren nicht beschädigt
werden. Dies führt dann dazu, daß die Oberfläche der Gegenwalze nicht, wie beim bekannten
Verfahren, lokal begrenzt abgenutzt sondern über ihre gesamte Fläche gleichmäßig abgetragen
wird.
[0042] Die Figur 5 bildet eine mögliche Anordnung der die zweite Gravur ausbildenden Einzelgravuren
ab. Hierbei sind diese Einzelgravuren 7 in einer Vielzahl von Reihen 10 bis 19 auf
der Oberfläche der gravierten Walze angeordnet, wobei die Pfeilrichtung 20 die Transportrichtung
während des Prägens angibt. Um die Darstellung der Figur 5 entsprechend zu vereinfachen,
wurde hierbei die Krümmung der gravierten Walze nicht berücksichtigt.
[0043] Jede Einzelgravur weist eine kreisförmige Anpreßfläche 7 a auf.
[0044] Wie unschwer der Figur 5 zu entnehmen ist, sind die Einzelgravuren 7 von benachbarten
Reihen relativ zueinander versetzt angeordnet, so daß bei der gezeigten Ausführungsform
sich die Lage der ersten Einzelgravur der Reihe 10 erst in der Lage der ersten Einzelgravur
der Reihe 15 wiederholt, während alle übrigen ersten Einzelgravuren der Reihe 11 bis
14 hierzu versetzt angeordnet sind. Diese Ausgestaltung bewirkt dann insbesondere,
daß die Bereiche 9 (Figur 2) vollflächig und in erwünschter reproduzierbarer Weise
abgenutzt werden.
[0045] Die Figuren 4, 6, 7 und 8 geben beispielhaft verschiedene Anordnungen der zweiten
Gravur an, wobei die Oberfläche einer jeden gravierten Walze stets eine erste Gravur
1 bzw. la und eine zweite Gravur 7 aufweist.
[0046] Bei der in Figur 4 abgebildeten Oberfläche der gravierten Walze ist die zweite Gravur
7 als eine Vielzahl von schräg zu der mit einem Pfeil gekennzeichneten Laufrichtung
angeordneten und parallel ausgerichteten Reihen von Einzelgravuren 7a ausgestaltet.
[0047] Bei der in Figur 6 abgebildeten Oberfläche der gravierten Walze wird die zweite Gravur
7 durch eine Vielzahl von wellenförmigen parallelen Linien ausgebildet, wobei die
Richtung dieser Wellenlinien schräg zu der mit einem Pfeil gekennzeichneten Laufrichtung
der Walze verläuft.
[0048] Bei der in Figur 7 abgebildeten Oberfläche der gravierten Walze wird die zweite Gravur
7 durch eine Vielzahl von paarweise angeordneten Vierecken gebildet, wobei ein größeres
Viereck 21 jeweils von vier kleineren Vierecken 22a, 22b, 22c und 22d symmetrisch
umgeben wird. Insgesamt sind diese Vielzahl von Vierecken schräg zu der mit einem
Pfeil gekennzeichneten Laufrichtung der Walze positioniert.
[0049] Bei der in Figur 8 abgebildeten Oberfläche der gravierten Walze wird die zweite Gravur
7 durch eine Vielzahl von ZickZack-Linien ausgebildet, die jeweils parallel angeordnet
sind und schräg zu der mit einem Pfeil gekennzeichneten Laufrichtung ausgerichtet
sind.
[0050] Bei allen zuvor beschriebenen Walzenoberflächen wird die erwünschte, relativ großflächige
erste Gravur 1 bzw. la ebenfalls aus einer Vielzahl von Einzelgravuren erstellt, wobei
eine Auswahl dieser Einzelgravuren beispielhaft in Figur 3 abgebildet ist.
1. Walzenpaar zum Prägen eines bahnförmigen Tissue-Artikels mit einer gravierten Walze
und einer hiermit einen Walzenspalt ausbildenden Gegenwalze, wobei die gravierte Walze
außer der erwünschten ersten Gravur noch desweiteren eine zweite Gravur aufweist und
die zweite Gravur eine Vielzahl von Einzelgravuren mit jeweils kleinflächiger Anpreßfläche
besitzt und die erste Gravur ein erstes Prägemuster und die zweite Gravur ein zweites
Prägemuster erzeugen, dadurch gekennzeichnet, daß die Gegenwalze einen Durchmesser aufweist, der 0,1 % bis 30 % größer oder kleiner
als der Durchmesser der gravierten Walze ist, daß die Anpreßfläche (8, 8b - 8g) der
zweiten Gravur (7) wenigstens 40 % der mit der Gegenwalze in Kontakt tretenden Gesamtanpreßfläche
ausmacht und daß die Einzelgravuren (7a - 7g) eine radial nach außen weisende Höhe
aufweisen, die der radial nach außen weisenden Höhe der ersten Gravur entspricht.
2. Walzenpaar nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Gegenwalze einen Durchmesser aufweist, der 1 % bis 10 % größer ist als der Durchmesser
der gravierten Walze.
3. Walzenpaar nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Anpreßfläche (8, 8a - 8g) der zweiten Gravur (7) wenigstens 60 %, vorzugsweise
zwischen 65 % und 85 %, der mit der Gegenwalze in Kontakt tretenden Gesamtanpreßfläche
ausmacht.
4. Walzenpaar nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Vielzahl der Einzelgravuren (7a - 7g) in sich quer über die Oberfläche der gravierten
Walze erstreckenden Reihen (10 - 19) von Einzelgravuren (7a) angeordnet ist, wobei
benachbarte Reihen (10 - 19) von Einzelgravuren (7a) relativ zueinander versetzt angeordnet
sind.
5. Walzenpaar nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Vielzahl der Einzelgravuren (7a) derart auf der Oberfläche der gravierten Walze
angeordnet ist, daß sich in Drehrichtung der gravierten Walze gesehen die Lage einer
Einzelgravur erst nach einem Abstand zwischen 0,5 cm und 80 cm, vorzugsweise nach
einem Abstand zwischen 5 cm und 50 cm, wiederholt.
6. Walzenpaar nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die gravierte Walze als Einzelgravuren (7a - 7g) solche Gravuren aufweist, deren
Anpreßfläche kreisförmig, dreieckig, rechteckig, oval und/oder trapezförmig ausgestaltet
ist.
7. Walzenpaar nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die radial nach außen weisende Höhe der Einzelgravur zwischen 0,1 mm und 2,5 mm variiert.
8. Walzenpaar nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß jede Einzelgravur (7a - 7g) eine Anpreßfläche (8, 8b - 8c) zwischen 0,1 mm2 und 50 mm2, vorzugsweise zwischen 0,3 mm2 bis 10 mm2, aufweist.
9. Walzenpaar nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß auf der Oberfläche der gravierten Walze die im Bereich der zweiten Gravur (7) vorgesehenen
Einzelgravuren (7a - 7g) in einer Dichte zwischen 5 und 90, bezogen auf 1 cm2 der Walzenoberfläche im Bereich der zweiten Gravur (7), vorhanden sind.
10. Walzenpaar nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die gravierte Walze einen Durchmesser zwischen 300 mm und 1.000 mm aufweist.
11. Walzenpaar nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die gravierte Walze eine Metallwalze, insbesondere eine Stahlwalze, eine Hartgummiwalze
oder eine Kunststoffwalze, ist.
12. Walzenpaar nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Gegenwalze eine Gummi- oder Kunststoffwalze ist.
13. Walzenpaar nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Shore-A-Härte der Gegenwalze zwischen 35° Shore und 85° Shore variiert.
14. Verfahren zum Prägen eines bahnförmigen Tissue-Artikels mit mindestens einem Walzenpaar,
das jeweils aus einer ein erwünschtes erstes Prägemuster und ein zweites Prägemuster
erzeugenden gravierten Walze und einer ungravierten Gegenwalze ausgebildet wird, wobei
der zu prägende Tissue-Artikel durch den Walzenspalt des mindestens einen Walzenpaares
geführt wird, dadurch gekennzeichnet, daß ein Walzenpaar nach einem der Ansprüche 1 bis 13 verwendet wird.
15. Verfahren nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß der Tissue-Artikel aus mindestens zwei Warenbahnen gebildet wird.
16. Verfahren nach Anspruch 14 oder 15, dadurch gekennzeichnet, daß jede Warenbahn für sich geprägt wird und daß die beiden Warenbahnen nach der Prägung
miteinander verklebt werden.
17. Verfahren nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß die Warenbahnen derart miteinander verklebt werden, daß jeweils die äußere Oberfläche
die Prägemuster aufweist und daß das Verkleben punktförmig ausgeführt wird, derart,
daß nach innen vorspringende Erhöhungen der Prägemuster durch die punktförmige Verklebung
unter Ausbildung eines voluminösen Tissue-Artikels miteinander verbunden werden.
1. A pair of rollers for embossing a web of endless tissue article with an engraved roller
and a counter-roller forming a gap therewith, whereby the engraved roller, apart from
the desired first engraving, also has a second engraving having a large number of
individual engravings with in each case a small-area pressing surface and the first
engraving produces a first embossing pattern and the second engraving produces a second
embossing pattern, characterised in that the counter-roller has a diameter which is 0,1% to 30% larger or smaller than the
diameter of the engraved roller, that the pressing surface (8, 8b - 8g) of the second
engraving (7) forms at least 40% of the whole pressing surface coming into contact
with the counter-roller and that the individual engravings (7a - 7g) have a height
pointing radially outwards that corresponds to the height of the first engraving pointing
radially outwards.
2. The pair of rollers according to claim 1, characterised in that the counter-roller has a diameter which is 1% to 10% larger than the diameter of
the engraved roller.
3. The pair of rollers according to claim 1 or 2, characterised in that the pressing surface (8, 8a - 8g) of the second engraving (7) forms at least 60%,
preferably between 65% and 85%, of the whole pressing surface coming into contact
with the counter-roller.
4. The pair of rollers according to any one of the preceding claims, characterised in that the large number of individual engravings (7a - 7g) is arranged in lines (10 - 19)
of individual engravings (7a) extending crosswise over the surface of the engraved
roller, whereby neighbouring lines (10 - 19) of individual engravings (7a) are arranged
offset relative to one another.
5. The pair of rollers according to any one of the preceding claims, characterised in that the large number of individual engravings (7a) is arranged on the surface of the
engraved roller in such a way that, viewed in the direction of rotation of the engraved
roller, the position of an individual engraving is repeated only after a distance
between 0,5 cm and 80 cm, preferably after a distance between 5 cm and 50 cm.
6. The pair of rollers according to any one of the preceding claims, characterised in that the engraved roller has as individual engravings (7a - 7g) engravings which are such
that their pressing surface is formed circular, triangular, rectangular, oval and/or
trapezoidal.
7. The pair of rollers according to any one of the preceding claims, characterised in that the height of the individual engraving pointing radially outwards varies between
0,1 mm and 2,5 mm.
8. The pair of rollers according to any one of the preceding claims, characterised in that each individual engraving (7a - 7g) has a pressing surface (8, 8b - 8c) between 0,1
mm2 and 50 mm2, preferably between 0,3 mm2 to 10 mm2.
9. The pair of rollers according to any one of the preceding claims, characterised in that, on the surface of the engraved roller, the individual engravings (7a - 7g) provided
in the region of the second engraving (7) are present in a density between 5 and 90,
related to 1 cm2 of the roller surface in the region of the second engraving (7).
10. The pair of rollers according to any one of the preceding claims, characterised in that the engraved roller has a diameter between 300 mm and 1000 mm.
11. The pair of rollers according to any one of the preceding claims, characterised in that the engraved roller is a metal roller, in particular a steel roller, a hard-rubber
roller or a plastic roller.
12. The pair of rollers according to any one of the preceding claims, characterised in that the counter-roller is a rubber roller or plastic roller.
13. The pair of rollers according to claim 12, characterised in that the Shore A hardness of the counter-roller varies between 35° Shore and 85° Shore.
14. A method for embossing a web of endless tissue article with at least one pair of rollers,
which is formed by an engraved roller producing a desired first engraving pattern
and a second engraving pattern, and a non-engraved counter-roller, whereby the tissue
article to be embossed is guided through the roller gap of the at least one pair of
rollers, characterised in that a pair of rollers according to any one of claims 1 to 13 is used.
15. The method according to claim 14, characterised in that the tissue article is formed from at least two fabric webs.
16. The method according to claim 14 or 15, characterised in that each fabric web is embossed by itself and that the two fabric webs are glued together
after the embossing.
17. The method according to claim 16, characterised in that the fabric webs are glued together in such a way that each external surface has the
embossed patterns and that the gluing is carried out point-wise in such a way, that
raised portions of the embossing patterns projecting inwards are jointed together
by the point-wise gluing thereby forming a voluminous tissue article.
1. Paire de rouleaux pour gaufrer un article en non tissé sous forme de feuille avec
un rouleau gravé et un contre-rouleau formant avec celui-ci un écartement de rouleaux,
le rouleau gravé présentant encore, outre la première gravure souhaitée, une deuxième
gravure et la deuxième gravure comprenant une pluralité de gravures individuelles
avec chaque fois une surface de pression de petite superficie et la première gravure
produisant un premier modèle de gaufrage et la deuxième gravure un deuxième modèle
de gaufrage, caractérisée en ce que le contre-rouleau présente un diamètre qui est de 0,1 % à 30 % plus grand ou plus
petit que le diamètre du rouleau gravé, en ce que la surface de pression (8, 8b - 8g) de la deuxième gravure (7) représente au moins
40 % de la surface de pression totale entrant en contact avec le contre-rouleau et
en ce que les gravures individuelles (7a - 7g) présentent une hauteur pointant de manière radiale
vers l'extérieur qui correspond à la hauteur pointant de manière radiale vers l'extérieur
de la première gravure.
2. Paire de rouleaux selon la revendication 1, caractérisée en ce que le contre-rouleau présente un diamètre qui est de 1 % à 10 % plus grand que le diamètre
du rouleau gravé.
3. Paire de rouleaux selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que la surface de pression (8, 8a - 8g) de la deuxième gravure (7) représente au moins
60 %, de préférence entre 65 % et 85 %, de la surface de pression totale entrant en
contact avec le contre-rouleau.
4. Paire de rouleaux selon une des revendications précédentes, caractérisée en ce que la pluralité des gravures individuelles (7a - 7g) est disposée en rangées (10 - 19)
de gravures individuelles (7a) s'étendant transversalement sur la superficie du rouleau
gravé, les rangées voisines (10 -19) de gravures individuelles (7a) étant disposées
de manière décalée les unes par rapport aux autres.
5. Paire de rouleaux selon une des revendications précédentes, caractérisée en ce que la pluralité des gravures individuelles (7a) est disposée sur la superficie du rouleau
gravé de telle manière que la position d'une gravure individuelle, vue dans le sens
de rotation du rouleau gravé, ne se reproduise qu'après une distance comprise entre
0,5 cm et 80 cm, de préférence après une distance comprise entre 5 cm et 50 cm.
6. , Paire de rouleaux selon une des revendications précédentes, caractérisée en ce que le rouleau gravé présente comme gravures individuelles (7a - 7g) des gravures dont
la surface de pression est configurée de manière circulaire, triangulaire, rectangulaire,
ovale et / ou trapézoïdale.
7. Paire de rouleaux selon une des revendications précédentes, caractérisée en ce que la hauteur pointant de manière radiale vers l'extérieur de la gravure individuelle
varie entre 0,1 mm et 2,5 mm.
8. , Paire de rouleaux selon une des revendications précédentes, caractérisée en ce que chaque gravure individuelle (7a - 7g) présente une surface de pression (8, 8a - 8c)
comprise entre 0,1 mm2 et 50 mm2, de préférence comprise entre 0,3 mm2 et 10 mm2.
9. Paire de rouleaux selon une des revendications précédentes, caractérisée en ce que sur la superficie du rouleau gravé, les gravures individuelles (7a - 7g) prévues
dans la région de la deuxième gravure (7) sont présentes dans une densité comprise
entre 5 et 90 par cm2 de superficie du rouleau dans la région de la deuxième gravure (7).
10. Paire de rouleaux selon une des revendications précédentes, caractérisée en ce que le rouleau gravé présente un diamètre compris entre 300 mm et 1000 mm.
11. Paire de rouleaux selon une des revendications précédentes, caractérisée en ce que le rouleau gravé est un rouleau en métal, en particulier un rouleau en acier, un
rouleau en caoutchouc dur ou un rouleau en matière synthétique.
12. Paire de rouleaux selon une des revendications précédentes, caractérisée en ce que le contre-rouleau est un rouleau en caoutchouc ou un rouleau en matière synthétique.
13. Paire de rouleaux selon la revendication 12, caractérisée en ce que la dureté Shore A du contre-rouleau varie entre 35° Shore et 85° Shore.
14. Procédé pour gaufrer un article en non tissé en forme de feuille avec au moins une
paire de rouleaux qui est formée par un rouleau gravé produisant un premier modèle
de gravure souhaité et un deuxième modèle de gravure et un contre-rouleau non gravé,
l'article en non tissé à gaufrer étant guidé dans l'écartement des rouleaux de ladite
au moins une paire de rouleaux, caractérisé en ce qu'une paire de rouleaux selon une des revendications 1 à 13 est utilisée.
15. Procédé selon la revendication 14, caractérisé en ce que l'article en non tissé est formé d'au moins deux feuilles de produit
16. Procédé selon la revendication 14 ou 15, caractérisé en ce que chaque feuille de produit est gaufrée à part et en ce que les deux feuilles de non tissé sont collées ensemble après le gaufrage.
17. Procédé selon la revendication 16, caractérisé en ce que les feuilles de produit sont collées ensemble de telle manière que la surface extérieure
présente chaque fois le modèle de gaufrage et en ce que le collage est réalisé sous forme de points de telle manière que les éminences des
modèles de gaufrage qui font saillie vers l'intérieur soient reliées les unes aux
autres par le collage en forme de points en formant un article en non tissé volumineux.