[0001] Die Erfindung betrifft eine Leitwand für Verkehrswege mit Beton-Wandelementen für
ein Rückhaltesystem auf Straßen.
[0002] Mit Wandelementen der vorgenannten Art kann eine wirkungsvolle Trennung von Verkehrsströmen
vor allem im Gegenverkehrsbereich erreicht werden, die im Gegensatz zu einfachen Bodenmarkierungen
auch eine mechanisch wirkende Begrenzung der Fahrbahnen darstellt. In vielen Bereichen
ist es keineswegs ausreichend, die Kraftfahrzeuge nur durch die Farbmarkierungen vor
einer gegenseitigen Beeinflussung zu schützen, da es auf stark befahrenen Strecken
zu gefährlichen Verkehrssituationen kommen kann. Besonders innerhalb von Baustellenbereichen
ist eine vorübergehende Verengung der zur Verfügung stehenden Straßenfläche unumgänglich.
Die Kraftfahrzeuglenker neigen aber gerade an diesen Engstellen zu besonders hoher
Unfallhäufigkeit, weil die vorherrschende Verkehrssituation oft unterschätzt und das
eigene Fahrkönnen überschätzt wird. Auch Übermüdungen der Kraftfahrzeuglenker führen
besonders an diesen engen Stellen des Verkehrsweges zu hohen Unfallgefahren.
[0003] Eine Trennung der Gegenverkehrsbereiche kann durch die bekannten Wandelemente erfolgen,
ab einer bestimmten Fahrbahnbreite sind diese aber nicht mehr einsetzbar, da sie eine
zu hohe wirksame Aufstellungsbreite in Anspruch nehmen. In solchen Fällen sind viele
Straßenbetreiber dazu gezwungen, auf herkömmliche Methoden, wie z.B. doppelte Leitlinien
zurückzugreifen, um unterschiedliche Fahrbahnen voneinander zu trennen. Wie sich aber
gezeigt hat, sind diese Sicherheitsmaßnahmen bei weitem nicht ausreichend, um Straßenverkehrsunfälle
zu vermeiden.
[0004] Bekannte Wandelemente aus Metall können relativ schmal ausgebildet werden, sie sind
aber wesentlich geringfügig belastbarer als Betoiu-Wandelemente.
[0005] Es ist daher wünschenswert, ein Wandelement der eingangs genannten Art anzugeben,
das eine ausreichend stabile Aufstellung bei relativ geringer wirksamer Breite ermöglicht.
[0006] Dies wird dadurch erreicht, daß an gegenüberliegenden Längsseiten im Auflagebereich
des Wandelements zumindest teilweise entlang dessen Länge Abstützelemente vorgesehen
sind, die mit dem Wandelement kraftschlüssig verbunden sind.
[0007] Die durch die seitlichen Abstützelemente bewirkte erhöhte Stabilität der Wandelemente
gegen ein Umkippen ermöglicht es, das Wandelement aus Beton herzustellen und damit
eine erhöhte mechanische Festigkeit desselben bei einer relativ geringen Breite zu
gewährleisten. Damit kann auf eine sonst bei New-Jersey-Betonwandprofilen übliche
Querschnittsverbreiterung im unteren Bereich verzichtet werden, was das Anwendungsgebiet
des erfindungsgemäßen Wandelements entsprechend erhöht.
[0008] Eine baulich sowie herstellungstechnisch günstige Ausführungsform des Wandelements
kann darin bestehen, den Querschnitt des Wandelements trapezförmig auszubilden.
[0009] Eine hohe Widerstandsfähigkeit bei relativ geringem Gewicht des Wandelements kann
dann erzielt werden, wenn die Abstützelemente aus Metall gebildet sind. Auf der Oberseite
der Abstützelemente kann eine Bodenmarkierung in Form einer Folie oder eines Anstriches
vorgesehen sein.
[0010] Weiters kann gemäß einer weiteren Ausführungsform vorgesehen sein, daß die Abstützelemente
durch Stahlprofile gebildet und im Wandelement verankert sind.
[0011] Dadurch kann eine sehr stabile Form der seitlichen Abstützung erreicht werden, wobei
die Verankerung im Wandelement eine sehr sichere Verbindung zwischen Abstützelementen
und Wandelement bietet.
[0012] Eine weitere Variante kann darin bestehen, daß die Stahlprofile L-förmigen Querschnitt
aufweisen, wobei der kürzere L-Schenkel jeweils an einer zurückspringend abgeschrägten
Fläche des Wandelements angrenzt und der längere L-Schenkel vom Wandelement in einem
spitzen Winkel zum Boden gerichtet vorsteht, sodaß - im Querschnitt gesehen - die
Profilenden der L-förmigen Stahlprofile das Wandelement am Boden abstützen.
[0013] Die auf diese Weise mit dem Wandelement verbundenen Stahlprofile ergeben eine stabile
Abstützung im unteren Bereich des Wandelements, sodaß ein Umkippen des Wandelements
wirksam vermieden werden kann. Die profilierte Ausführung bringt einerseits Materialersparnis
und ist auch dazu geeignet, zusätzliche elastische Lagerungen vorzusehen.
[0014] Um eine elastische Lagerung des Wandelements zu ermöglichen, kann vorgesehen sein,
daß elastische Lagerelemente in die Abstützelemente eingesetzt sind. Durch diese wird
die aufgrund seitlicher Stöße während eines Anfahrunfalles hervorgerufene Bruchgefahr
beim Wandelement herabgesetzt.
[0015] Es können die Lagerelemente formschlüssig in den durch die Abstützelemente gebildeten
Hohlraum eingesetzt sein und parallel zur Unterseite des Wandelements Standflächen
ausbilden. Auf diese Weise liegen die Wandelemente elastisch auf den Lagerelementen
auf, welche bei einem Anfahrunfall soweit zusammengedrückt werden, daß die Abstützelemente
mit dem Untergrund in Kontakt kommen und gegen ein Umkippen des Wandelements wirken.
[0016] Trotz des hohen Eigengewichts können die Lagerelemente dem auf sie wirkenden Druck
dann standhalten, wenn gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung Lagerelemente
als Elastomer-Lagerelemente ausgebildet sind.
[0017] Es können die Standflächen der Lagerelemente ein Profil, vorzugsweise mit dreieckförmigem
Querschnitt, aufweisen, welches die Reibung der Lagerelemente auf dem Untergrund erhöht.
Eine ausreichende elastische Lagerung kann geschaffen werden, wenn die Lagerelemente
an gegenüberliegenden Seiten und im Bereich der Enden des Wandelements angeordnet
sind.
[0018] Konkret betrifft die Erfindung eine Leitwand für Verkehrswege, mit Beton-Wandelementen,
die im Inneren verlaufende Zugbänder aufweisen, deren Enden mit stirnseitigen Eingriffselementen
versehen sind, in welche Kupplungs-Zugglieder zur kraftschlüssigen Verbindung von
jeweils benachbarten Wandelementen einsetzbar sind.
[0019] Eine derartige Leitwand ist bereits aus der AT 405 851 B bekannt geworden- Sie offenbart
eine Leitwand, bei der in den Verbindungsbereichen zweier Wandelemente zwischen deren
Stirnflächen Zugglieder angeordnet sind, die die einzelnen Wandelemente verbinden.
[0020] Die untereinander stirnseitig verbundenen Wandelemente werden bei einem seitlichen
Anfahren durch ein Kraftfahrzeug in Abhängigkeit von der Wucht des Aufpralls ausgelenkt,
wobei an der Unfallstelle selbst naturgemäß die größte Auslenkung gegeben ist.
[0021] Aufgabe der Erfindung ist es daher, die Leitwand vor einer zu großen Auslenkung zu
schützen.
[0022] Erfindungsgemäß wird dies dadurch erreicht, daß die jeweils benachbarten Wandelemente
zusätzlich durch Kupplungs-Druckglieder verbunden sind, die in oder an gegenüberliegenden
Stirnflächen der Wandelemente abgestützt sind.
[0023] Die Kupplungs-Druckglieder setzen die Kupplungs-Zugglieder unter Vorspannung, wodurch
eine optimale kraftschlüssige Zugverbindung zwischen den Wandelementen der erfindungsgemäßen
Leitwand ohne Spiel erreicht werden kann, die bei einem seitlichen Anprall eines Kraftfahrzeuges
eine geringere Verschiebung bzw. Auslenkung ergibt. Durch die geringere Verschiebung
bei Unfällen können Folgeunfälle im Gegenverkehrsbereich vermindert werden.
[0024] Gemäß einer weiteren Ausbildung der Erfindung kann vorgesehen sein, daß die Kupplungs-Druckglieder
durch Gewindeschrauben mit einem Schaftteil und einem Kopfteil gebildet sind, und
in jeweils einer Stirnfläche jedes Wandelements eine Gewindehülse eingesetzt ist,
in der die Gewindeschrauben einschraubbar sind, sodaß der Kopfteil der Gewindeschrauben
an der jeweils gegenüberliegenden Stirnfläche des benachbarten Wandelements abstützbar
ist.
[0025] Durch Verdrehen der Gewindeschraube in der Gewindehülse kann eine geeignete Vorspannung
der Kupplungs-Zugglieder erreicht und damit die Zugverbindung spielfrei gehalten werden.
[0026] Eine andere Variante der Erfindung kann darin bestehen, daß die Kupplungs-Druckglieder
durch Gewindeschrauben mit einem Schaftteil und einem Kopfteil gebildet sind, wobei
der Kopfteil mit einer Stützplatte verbunden ist, und die Kupplungs-Druckglieder in
Vertiefungen an gegenüberliegenden Stirnflächen der Wandelemente eingesetzt sind,
wobei in jeweils einer Vertiefung eine Hülse zur Aufnahme des Schaftendes der Gewindeschraube
und zur Abstützung einer auf dem Schaftteil aufgeschraubten Gewindemutter vorgesehen
ist und die Stützplatte an der Innenwand der jeweils gegenüberliegenden Vertiefung
abgestützt ist.
[0027] Durch die Stützplatte und die Aufnahmehülse kann der über die Kupplungs-Druckglieder
auf die Wandelemente wirkende Druck gleichmäßig in diese eingeleitet werden.
[0028] Eine weitere Ausführungsform der Erfindung kann darin bestehen, daß im Bereich der
Stoßstelle zwischen den Stirnseiten benachbarter Wandelemente jeweils zumindest ein
flächiges, elastisches Druckausgleichselement formschlüssig angeordnet ist.
[0029] Dadurch wird im Falle eines Anfahrunfalles die Wand zwar ausgelenkt und dabei die
einzelnen Wandelemente verschoben, die dabei entstehenden Druckspannungen an den Randbereichen
der Wandelemente können aber soweit vergleichmäßigt werden, daß kein Abplatzen von
Teilen der Leitwandelemente geschieht. Weiters wird durch die gleichmäßige Weiterleitung
des entstehenden Druckes von außen in die Wandelemente hinein auch eine Erhöhung der
Zugfestigkeit der gesamten Wandverspannung in Längsrichtung erreicht.
[0030] Damit die elastischen Druckausgleichselemente nicht vom Wandelement vorstehen, kann
vorgesehen sein, daß die Form des Druckausgleichselements dem Verlauf des kürzeren
L-Schenkels angepaßt ist.
[0031] Weiters kann vorgesehen sein, daß das Druckausgleichselement keilförmig ausgebildet
ist, da es dadurch besser der Form des zwischen den Wandelementen auftretenden Spalts
angepaßt ist.
[0032] Nachfolgend wird die Erfindung anhand der in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiele
eingehend erläutert. Es zeigt dabei
Fig.1 eine Stimansicht einer Ausführungsform eines Wandelements;
Fig.2 bis Fig.5 das Profil verschiedener elastischer Lagerelemente;
Fig.6 eine Draufsicht auf eine Verbindungsstelle von benachbarten Wandelementen gemäß
Fig.1;
Fig.7 eine Seitenansicht einer Verbindungsstelle einer Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Leitwand;
Fig.8 eine Draufsicht auf die Verbindungsstelle gemäß Fig.7;
Fig.9 eine Seitenansicht einer Verbindungsstelle einer weiteren Ausführungsform der
erfindungsgemäßen Leitwand;
Fig. 10, 11 und 12 eine Seitenansicht, einen Grundriß und eine Stirnansicht des Wandelements
gemäß Fig.1.
[0033] Fig.1 zeigt ein Beton-Wandelement 1 für ein Rückhaltesystem auf Straßen mit trapezförmigem
Querschnitt, welches mittels jeweils stirnseitig angeordneten Eingriffselementen 15,
16 mit weiteren gleichartigen Wandelementen verbunden werden kann, um ein Rückhaltesystem
zu errichten. Um eine ausreichende Stabilität des Wandelements gegen seitlich gerichtete
Aufprallkräfte zu ermöglichen, ist erfindungsgemäß vorgesehen, daß an gegenüberliegenden
Längsseiten im Auflagebereich des Wandelements 1 zumindest teilweise entlang dessen
Länge aus Metall gebildete Abstützelemente 10, 11 vorgesehen sind, die mit dem Wandelement
1 kraftschlüssig verbunden sind.
[0034] Auf diese Weise wird das Umkippen des Wandelements 1 verhindert, dennoch aber eine
geringe Breite des Wandelement-Querschnitts ermöglicht. Das Wandelement erhält dadurch
eine mit dem üblichen New-Jersey-Profil vergleichbare Standfestigkeit und kann damit
als Wandelement bei begrenzter Fahrbahnbreite eingesetzt werden.
[0035] Die Abstützelemente sind im Ausführungsbeispiel gemäß Fig.1 durch über die gesamte
Länge des Wandelements 1 sich erstreckende Stahlprofile 10, 11 mit L-förmigem Querschnitt
gebildet und im Wandelement 1 durch Ankerbolzen 8 verankert, die auch mit der Armierung
des Wandelements 1 verbunden sein können. Im Rahmen der Erfindung sind beliebige Veränderungen
der Form der Abstützelemente möglich.
[0036] Der kürzere Schenkel 81 grenzt jeweils an einer zurückspringend abgeschrägten Fläche
des Wandelements 1 an und der längere L-Schenkel 80 steht vom Wandelement 1 in einem
spitzen Winkel zum Boden gerichtet vor, sodaß - im Querschnitt gesehen - die Profilenden
der L-förmigen Stahlprofile das Wandelement 1 am Boden abstützen, sobald dieses einer
Belastung bei einem Anfahrereignis ausgesetzt ist.
[0037] In der in Fig.1 gezeigten Ausführungsform sind elastische Lagerelemente 4, 5, vorzugsweise
aus einem Elastomer, in die Abstützelemente 10, 11 eingesetzt, wodurch die Profilenden
bei einer Belastung, etwa bei seitlichem Anfahren auf das Wandelement 1, den Boden
berühren und das Wandelement 1 am Kippen hindern. Es können auch andere elastische
Materialien zur Ausbildung der Lagerelemente herangezogen werden.
[0038] Die Lagerelemente 4, 5 sind formschlüssig in den durch die Abstützelemente 10, 11
gebildeten Hohlraum eingesetzt und bilden parallel zur Unterseite des Wandelements
1 flache Standflächen aus. Die Lagerelemente bewirken einerseits eine elastische Lagerung
des Wandelements, wodurch ein Eindrücken desselben in den Boden bzw. Untergrund, z.B.
in den Asphaltbelag, wenn dieser sich im Sommer erwärmt und weich wird, verhindert
wird.
[0039] Ein weiterer Vorteil ist die durch die Lagerelemente erhöhte Reibung, die einem Verschieben
des Wandelements 1 bei einem seitlichen Aufprall eines Kraftfahrzeuges einen erhöhten
Widerstand entgegensetzt.
[0040] In den Fig. 2, 3, 4 und 5 sind weitere Ausführungsformen von elastischen Abstützelementen
40, 50, 41, 51, 42, 52, 43, 53 gezeigt, deren Standflächen ein Profil aufweisen, welches
für unterschiedlichen Untergrund Vorteile bietet. Vorzugsweise ist die Profilierung
dreieckförmig gezackt ausgebildet. In Fig.5 ist die Standfläche des dort gezeigten
Abstützelements leicht gerundet.
[0041] Wie aus Fig. 10, 11 ersichtlich sind die elastischen Lagerelemente 4, 5 vorzugsweise
an gegenüberliegenden Seiten und im Bereich der Enden des Wandelements 1 angeordnet.
[0042] Die Dimensionierung der elastischen Lagerelemente 4, 5 erfolgt in Abhängigkeit vom
Eigengewicht des Wandelements 1 und in Abhängigkeit von den gewünschten Reibungswerten.
Eine Abstimmung kann z.B. durch unterschiedliche Shore-Härten und/oder Längen der
Lagerelemente geschehen.
[0043] Fig.9 zeigt einen Ausschnitt aus einer Leitwand für Verkehrswege, für welche die
erfindungsgemäßen Abstützelemente 10, 11 zur Anwendung gelangen können.
[0044] Die Wandelemente 1,1' weisen im Inneren derselben verlaufende Zugbänder 34, 35 und
34', 35' auf, deren Enden mit stirnseitigen Eingriffselementen 15 und 15' versehen
sind, in welche Kupplungs-Zugglieder 21 zur kraftschlüssigen Verbindung von jeweils
benachbarten Wandelementen 1, 1' eingesetzt sind.
[0045] Um die kraftschlüssige Verbindung zwischen den Wandelementen des Rückhaltesystems
zu verbessern und damit die Gefahr eines Durchknickens der Leitwand bei einem seitlichen
Anfahren durch ein Kraftfahrzeug zu verringern, ist erfindungsgemäß vorgesehen, daß
die jeweils benachbarten Wandelemente 1, 1' zusätzlich durch Kupplungs-Druckglieder
55, 57 verbunden sind, die in oder an gegenüberliegenden Stirnflächen der Wandelemente
1, 1' abgestützt sind.
[0046] Die Kupplungs-Druckglieder sind durch Gewindeschrauben mit einem Schaftteil 55 und
einem Kopfteil 57 gebildet und in jeweils einer Stirnfläche jedes Wandelements 1,
1' ist eine Gewindehülse 56 eingesetzt. In Fig.9 ist die entsprechende Stirnfläche
des Wandelements 1 gezeigt, in deren Gewindehülse 56 die Gewindeschraube 55, 57 geschraubt
ist.
[0047] Der Kopfteil 57 der Gewindeschrauben ist dabei an der jeweils gegenüberliegenden
Stirnfläche des benachbarten Wandelements 1' abgestützt. Durch geeignetes Verdrehen
der Schraube 55, 57 in der Gewindehülse 56 kann das Kupplungs-Zugglied 21 unter eine
leichte Vorspannung gesetzt werden und das Spiel der Zugverbindung reduziert werden,
wodurch die Stabilität der Zugverbindung gegen ein seitliches Auslenken erhöht werden
kann.
[0048] Die Kupplungs-Druckglieder können auch bei Leitwänden mit Wandelementen ohne seitliche
Abstützelemente vorgesehen sein.
[0049] Gemäß dem in Fig.7, 8 gezeigten Ausführungsbeispiel sind die Kupplungs-Druckglieder
der erfindungsgemäßen Leitwand durch Gewindeschrauben mit einem Schaftteil 65 und
einem Kopfteil 67 ausgebildet, der mit einer Stützplatte 69 verbunden ist, die an
einer durch eine Stahleinlage verstärkten Innenwand 70 zweier jeweils gegenüberliegender
Vertiefungen abgestützt ist. In der jeweils anderen Vertiefung des Wandelements 1'
ist eine Hülse 68 zur Aufnahme des Schaftendes der Gewindeschraube und zur Abstützung
einer auf dem Schaftteil 65 aufgeschraubten Gewindemutter 66 vorgesehen. Auf diese
Weise kann der vom Kupplungs-Druckglied 65, 67 ausgeübte Druck sehr gleichmäßig in
die Wandelemente 1, 1' eingeleitet werden.
[0050] Die Kupplungs-Druckglieder können unterhalb oder oberhalb der Kupplungslemente 21
eingebaut sein.
[0051] Im Bereich der Stoßstelle zwischen den Stirnseiten benachbarter Wandelemente ist
jeweils zumindest ein flächiges, elastisches Druckausgleichselement 6,7 formschlüssig
angeordnet, welches in Fig.1 und Fig.6 abgebildet ist, das einen keilförmigen Querschnitt
aufweist und dadurch eine Beschädigung der Wandelemente bei einem Auslenken derselben
während eines seitlichen Anfahrens vermeiden oder zumindest verringern hilft, sodaß
die erfindungsgemäße Leitwand auch nach einer durch ein Kraftfahrzeug verursachten
Verschiebung weiter verwendbar ist.
[0052] Die Form des Druckausgleichselements 6, 7 ist dem Verlauf des kürzeren L-Schenkels
81 angepaßt.
1. Leitwand für Verkehrswege, mit Beton-Wandelementen, die im Inneren verlaufende Zugbänder
aufweisen, deren Enden mit stirnseitigen Eingriffselementen versehen sind, in welche
Kupplungs-Zugglieder zur kraftschlüssigen Verbindung von jeweils benachbarten Wandelementen
einsetzbar sind, dadurch gekennzeichnet, daß die jeweils benachbarten Wandelemente (1, 1) zusätzlich durch Kupplungs-Druckglieder
(55, 57, 65, 67) verbunden sind, die in oder an gegenüberliegenden Stirnflächen der
Wandelemente abgestützt sind.
2. Leitwand nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kupplungs-Druckglieder durch Gewindeschrauben mit einem Schaftteil (55) und einem
Kopfteil (57) gebildet sind, und in jeweils einer Stirnfläche jedes Wandelements (1,
1') eine Gewindehülse (56) eingesetzt ist, in der die Gewindeschrauben einschraubbar
sind, sodaß der Kopfteil (57) der Gewindeschrauben an der jeweils gegenüberliegenden
Stirnfläche des benachbarten Wandelements (1, 1') abstützbar ist.
3. Leitwand nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kupplungs-Druckglieder durch Gewindeschrauben mit einem Schaftteil (65) und einem
Kopfteil (67) gebildet sind, wobei der Kopfteil (67) mit einer Stützplatte (69) verbunden
ist, und die Kupplungs-Druckglieder (65, 67) in Vertiefungen an gegenüberliegenden
Stirnflächen der Wandelemente (1, 1') eingesetzt sind, wobei in jeweils einer Vertiefung
eine Hülse (68) zur Aufnahme des Schaftendes der Gewindeschraube und zur Abstützung
einer auf dem Schaftteil (65) aufgeschraubten Gewindemutter (66) vorgesehen ist und
die Stützplatte (69) an der Innenwand (70) der jeweils gegenüberliegenden Vertiefung
abgestützt ist.
4. Leitwand nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß im Bereich der Stoßstelle zwischen den Stirnseiten benachbarter Wandelemente jeweils
zumindest ein flächiges, elastisches Druckausgleichselement (6,7) formschlüssig angeordnet
ist.
5. Leitwand nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Form des Druckausgleichselements (6, 7) dem Verlauf des kürzeren L-Schenkels
(81) angepaßt ist.
6. Leitwand nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Druckausgleichselement (6, 7) keilförmig ist.
1. A guide wall for traffic routes, comprising concrete wall elements which comprise
inwardly extending beam ties whose ends are provided with face-side engagement elements,
into which can be inserted coupling tie members for non-positive connection of respectively
adjacent wall elements, characterized in that the respectively adjacent wall elements (1, 1') are connected additionally by coupling
pressure members (55, 57, 65, 67) which are supported in or on opposite face surfaces
of the wall elements.
2. A guide wall according to claim 1, characterized in that the coupling pressure members are formed by tapping screws with a shaft portion (55)
and a head portion (57), and a tapped bush (56) is inserted into a face surface of
each wall element (1, 1'), into which the tapping screws can be screwed, so that the
head portion (57) of the tapping screws can be supported on the respective opposite
face surface of the adjacent wall element (1, 1').
3. A guide wall according to claim 1, characterized in that the coupling pressure members are joined by tapping screws with a shaft portion (65)
and a head portion (67), with the head portion (67) being connected with a support
plate (69) and the coupling pressure members (65, 67) being inserted into recesses
on opposite face sides of the wall elements (1, 1'), with a sleeve (68) for receiving
the shaft end of the tapping screw and for supporting a nut (66) screwed onto the
shaft portion (65) being provided in a recess each, and the support plate (69) is
supported on the inner wall (70) of the respectively opposite recess.
4. A guide wall according to claim 2 or 3, characterized in that at least one planar elastic pressure compensation element (6, 7) is each arranged
in a positive-locking manner in the region of the abutting point between the face
sides of adjacent wall elements.
5. A guide wall according to claim 4, characterized in that the shape of the pressure compensation element (6, 7) is adjusted to the progress
of the shorter L-leg (81).
6. A guide wall according to claim 4 or 5, characterized in that the pressure compensation element (6, 7) is shaped in the form of a wedge.
1. Glissière de sécurité routière avec des éléments de paroi en béton, qui présentent
des bandes de traction passant à l'intérieur et dont les extrémités sont dotées d'éléments
de prise sur les faces d'extrémité, dans lesquels des organes de couplage et de traction
peuvent être insérés pour l'assemblage par frottement d'éléments de parois contigus,
caractérisée en ce que les éléments de paroi (1, 1') contigus sont reliés en outre par des organes de couplage
et de compression (55, 57, 65, 67) qui s'appuient dans ou sur des faces d'extrémité
opposées des éléments de paroi.
2. Glissière de sécurité selon la revendication 1, caractérisée en ce que les organes de couplage et de compression sont formés par des vis filetées avec une
partie de corps (55) et une partie de tête (57) et chaque face d'extrémité de chaque
élément de paroi (1, l') reçoit une douille filetée (56) dans laquelle les vis filetées
peuvent être vissées de telle manière que la partie de tête (57) des vis filetées
puisse s'appuyer sur la face d'extrémité opposée de l'élément de paroi voisin (1,
1').
3. Glissière de sécurité selon la revendication 1, caractérisée en ce que les organes de couplage et de compression sont formés par des vis filetées avec une
partie de corps (65) et une partie de tête (67), la partie de tête (67) étant reliée
à une plaque d'appui (69), et les organes de couplage et de compression (65, 67) étant
insérés dans des creux sur des faces d'extrémité opposée des éléments de paroi (1,
1'), chaque creux recevant une douille (68) destinée à recevoir l'extrémité du corps
de la vis filetée et à soutenir un écrou fileté (66) vissé sur la partie de corps
(65) et la plaque d'appui (69) s'appuyant sur la paroi intérieure (70) du creux opposé.
4. Glissière de sécurité selon la revendication 2 ou 3, caractérisée en ce qu'il est prévu au niveau du point d'aboutement des faces d'extrémité d'éléments de paroi
voisins au moins un élément compensateur de pression (6, 7) plat et élastique, disposé
en engagement positif.
5. Glissière de sécurité selon la revendication 4, caractérisée en ce que la forme de l'élément compensateur de pression (6, 7) est adaptée au contour du bras
court du L (81).
6. Glissière de sécurité selon la revendication 4 ou 5, caractérisée en ce que l'élément compensateur de pression (6, 7) est en forme de coin.