[0001] Die Erfindung betrifft einen Heizkörper mit wenigstens zwei Sammelleitungen und mit
Heizröhren, die an die Sammelleitungen angeschlossen und daran befestigt sind, um
mit einem Heizmedium versorgt werden zu können, gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs
1.
[0002] Im Stand der Technik sind diverse Arten von Röhrenheizkörpern bekannt, die als Design-Heizkörper
im Badezimmer, in Feuchtbereichen, wie etwa einer Saunaumgebung oder dergleichen bzw.
in repräsentativen Eingangsbereichen, beispielsweise Garderoben oder dgl., eingesetzt
werden.
[0003] Derlei Heizkörper haben verschiedene Gestaltungsformen. Es gibt darunter Heizkörper
mit zwei senkrecht ausgerichteten Sammelrohren, die mit mehr oder minder gruppierten
Heizrohren verbunden sind, so dass sich ein leiterartiger Heizkörper ergibt. Verbunden
werden die Rohre strömungstechnisch und mechanisch beispielsweise über Schweißung
oder durch Lötung.
[0004] Eine weitere Form von Design-Heizkörpern besteht aus zwei waagerechten Sammelrohren,
zwischen denen sich eine bestimmte Anzahl von Querrohren erstreckt. Von den Sammelrohren
aus wird ein Heizmedium zugeführt und, nachdem die quer zu den Sammelrohren angeordneten
Heizröhren durchströmt worden sind, wieder abgeführt.
[0005] Eine weitere Art von Design-Heizkörpern weist mittige Sammelrohre auf, an die seitlich
abstehende Rohrbögen angesetzt sind, die teilweise lediglich einseitig abstehen oder
teilweise auch nach beiden Seiten hin erstreckt sind.
[0006] Letztlich werden auch Heizwände eingesetzt, die aus einem oberen und einem unteren
Sammelrohr und sich dazwischen erstreckenden Vierkant-Heizrohren zusammengesetzt sind.
[0007] All diese Heizkörper sind vergleichsweise aufwändig herstellbar und eine Vielzahl
von Heizröhren ist vorzusehen, um eine hinreichend große Heizfläche bereitstellen
zu können. Zudem ist die Durchströmung der Heizflächen bei diesen bekannten Heizkörpern
zum großen Teil zufällig, so dass bei einem eingebauten Heizkörper auch große Abweichungen
zwischen seiner maximalen Leistung und der tatsächlichen Leistung dieses Heizkörpers
in der speziellen Einbausituation auftreten können. Speziell im Teillastbetrieb bilden
sich "kalte" Stellen bzw. Bereiche aus (d.h. schlechte Durchströmung!).
[0008] Es ist die Aufgabe gemäß der vorliegenden Erfindung, einen Heizkörper und insbesondere
einen Röhrenheizkörper zur Verfügung zu stellen, der die oben aufgeführten Nachteile
des Standes der Technik so weit als möglich beseitigt. Insbesondere soll ein Heizkörper
vorgeschlagen werden, bei dem eine sehr vorteilhafte Führung des Heizmediums durch
die Heizröhren möglich ist.
[0009] Gemäß der vorliegenden Erfindung wird ein derartiger Heizkörper durch die Merkmale
des Patentanspruchs 1 definiert.
[0010] Zweckmäßige Ausführungsformen des erfindungsgemäßen Heizkörpers, insbesondere eines
Röhrenheizkörpers, gehen aus den Unteransprüchen hervor.
[0011] Die gemäß der Erfindung erzielbaren Vorteile beruhen darauf, dass wenigstens eine
der Heizröhren, bevorzugt senkrechte Heizröhren, eine geschlossene Schleife bildet,
wobei jede dieser Schleifen strömungstechnisch an jede der Sammelleitungen jeweils
an wenigstens einer Stelle, angeschlossen ist.
[0012] Dabei erstrecken sich die Heizröhrenschleifen mit ihrer Haupterstreckungsebene, die
durch deren umlaufende Heizröhren aufgespannt wird, parallel zu den Sammelleitungen
bzw. dem oder den Rohren, die die Sammelleitungen bilden. Dementsprechend liegen die
Heizröhren auf den Sammelleitungen, bzw. auf dem oder den Rohren, die die Sammelleitungen
bilden. Eine Befestigung auf den Sammelleitungen bzw. den Rohren, die die Sammelleitungen
bilden, erfolgt bevorzugt durch Kreuzlochschweißung, wobei an den den Sammelleitungen
zugewandten Seiten der Heizröhrenschleifen Löcher vorgesehen werden, denen in entsprechender
Position Löcher in den Sammelleitungen zugeordnet sind. Die Heizröhrenschleifen werden
sodann auf die Sammelleitungen bzw. die Rohre, die diese bilden, gelegt, und mittels
einer elektrischen Widerstandsschweißung werden die Rohre sogleich auch dicht gegenüber
dem Heizmedium miteinander verbunden. Natürlich kann auch gelötet oder sonst wie geschweißt,
geklebt, usw. werden.
[0013] Eine bevorzugte Ausführungsform, die sowohl im Hinblick auf die Strömungsführung
für das Heizmedium als auch in mechanischer Hinsicht sehr vorteilhaft ist, ergibt
sich, wenn die Sammelleitungen im Wesentlichen über eine Haupterstreckungsrichtung
der Heizröhren bzw. der Heizröhrenschleifen, sei diese horizontal und/oder vertikal,
erstreckt sind. Hier ist zwar nur eine Sammelleitung, die sich über die gesamte Haupterstreckung
der Heizröhren erstreckt, für eine Strömungsführung erforderlich, jedoch sind aus
optischen Gründen und zur mechanischen Verfestigung des Heizkörpers beide Sammelleitungen
im Wesentlichen mit gleicher Länge vorgesehen.
[0014] Vorteilhafterweise wird eine der Sammelleitungen an ihrem einen Anschluss an einem
einem Rohrleitungsnetz nahen Abschnitt an die Heizröhrenschleifen angeschlossen. Bevorzugt
wird hier der Anschluss der Heizröhrenschleifen an den Rücklauf zu dem Rohrleitungsnetz
eines Heizleitungssystems, beispielsweise einer Zentralheizung oder einem Fernwärmenetz,
vorgesehen werden. Andererseits kann hier auch der Vorlauf vorgesehen werden, auch
wenn es günstiger ist, das heiße Heizmedium von einer anderen Sammelleitung an ihren
dem Rohrleitungsnetz fernen Abschnitt in die Heizröhrenschleifen einzuleiten. D.h.,
bevorzugt werden die Heizröhrenschleifen an eine andere Sammelleitung an ihrem dem
Rohrleitungsnetz fernen Abschnitt angeschlossen, um das Heizmedium in den Heizkörper
einzuleiten.
[0015] Sind die Sammelleitungen in der Einbaulage des Heizkörpers vertikal ausgerichtet,
bedeutet dies, dass das heiße Heizmedium von oben in den Heizkörper eingeleitet wird
und der Schwerkraft sowie der Zwangsführung folgend über die unteren Endbereiche der
Heizröhrenschleifen und anschließend über die andere Sammelleitung abgeführt wird.
Insoweit der erfindungsgemäße Heizkörper mit seiner Haupterstreckungsrichtung vertikal
eingebaut wird, d.h., wenigstens die Heizröhren sind in ihrer Haupterstreckungsrichtung
vertikal ausgerichtet, wobei dann bevorzugt auch die Sammelleitungen vertikal ausgerichtet
sind, ist die Wärmeleistungsabgabe des Heizkörpers wesentlich verbessert, da vertikal
ausgerichtete Rohre eine günstigere Wärmeabgabe bereitstellen als horizontal ausgerichtete
Heizrohre. Die Wärmeabgabe über aufsteigende Luft, d.h. über Konvektion, ist hier
natürlich wesentlich effektiver.
[0016] Es ist auch eine bevorzugte Ausführungsform in einem Heizkörper zu sehen, der lediglich
ein Rohr aufweist, in dem beide Sammelleitungen angelegt sind. Ein solches Rohr mit
zwei Sammelleitungen kann beispielsweise durch ein Leitblech bzw. ein Trennblech in
dem Rohr eingerichtet werden, wobei das einzelne Rohr unten am Heizkörper sowohl am
Heizkörpervor- als auch dem Heizkörperrücklauf angeschlossen ist. Das Trennblech bzw.
Leitblech, das nicht notwendigerweise vollkommen dicht in den Rohrquerschnitt eingebaut
werden muss, führt dann das heiße Heizmedium von dem Heizkörpervorlauf beispielsweise
zu dem oberen Endabschnitt des Sammelrohres, wobei am oberen Endabschnitt oder bereits
früher das Leitblech bzw. Trennblech den gesamten Querschnitt des Sammelrohres freigeben
kann, wenn der Rücklauf des Heizkörpers bzw. der Rücklauf der Heizröhrenschleifen
am unteren Ende des Heizkörpers vorgesehen ist.
[0017] Auch hier ist wiederum zu betonen, dass zwar die günstigere Einbaulage eines solchen
Heizkörpers die mit vertikal ausgerichteten Sammelleitungen ist. Jedoch ist es natürlich
auch möglich, einen erfindungsgemäßen Heizkörper mit seiner Haupterstreckungsrichtung
in der Horizontalen einzubauen, wobei beispielsweise die Sammelleitungen auf der einen
Seite abgeknickt sein könnten, um einen bodennahen Anschluss zu ermöglichen. Hierfür
könnten dann die Rücklaufleitungen der Heizröhrenschleifen auch in dem Bereich der
Haupterstreckungsrichtung des Heizkörpers beispielsweise nahe einem Seitenrand vorgesehen
werden.
[0018] Eine weitere vorteilhafte Ausführungsform kann sich dadurch ergeben, dass die Sammelleitungen
beide im unteren Bereich der Schleifen enden, wobei die Heizröhrenschleifen zwischen
der Vorlaufanschlussleitung, beispielsweise einem Rundrohr, einem Vierkantrohr, einem
Rohr mit dreieckigem Querschnitt oder dgl., und der Rücklaufanschlusssammelleitung
eine Trennung aufweisen. Hier können beispielsweise irgendwelche Trennbleche eingebaut
sein, bzw. die Heizröhrenschleifen sind am unteren Bereich nicht vollends geschlossen,
sondern weisen Endstücke auf, wobei diese, falls es vom Design her günstiger ist,
beispielsweise mit aufgeklemmten Manschetten oder dgl. wieder optisch geschlossen
werden können. Auch hier ergibt sich eine sehr günstige Zwangsführung durch sämtliche
Heizröhrenschleifen.
[0019] Natürlich ist es bei der letzteren Ausführungsform mit zwei kurzen Sammelleitungsabschnitten
auch möglich, diese so lang vorzusehen, dass sie auch an dem gegenüberliegenden Ende
der Sammelleitungen angeschlossen werden können, wobei diese zusätzlichen Maßnahmen
lediglich zur mechanischen Stabilisierung des Heizkörpers vorgesehen wären.
[0020] Im einfachsten Falle kann eine bevorzugte Ausführungsform eines erfindungsgemäßen
Heizkörpers so ausgebildet sein, dass jede der Sammelleitungen jede Heizröhrenschleife
einmal berührt, und zwar einerseits um die nötige mechanische Stabilität erzielen
zu können und andererseits, um eine strömungstechnische Verbindung zwischen der betreffenden
Sammelleitung und der zugeordneten Heizröhrenschleife bereitstellen zu können.
[0021] Bei dieser Ausführungsform ist es natürlich vorteilhaft, wenn beide Sammelleitungen
an ihren unteren, den Anschlüssen an das Rohrleitungsnetz nahen Abschnitten, an den
Heizröhrenschleifen angeschlossen sind. Auch hier ist es dann erforderlich, dass die
Heizröhrenschleifen im Bereich zwischen deren Sammelleitungsanschlüssen ein Durchströmungshindernis
aufweisen, um zu verhindern, dass das Heizmedium unmittelbar dem geringsten Strömungswiderstand
folgend von dem Heizkörpervorlauf in den Heizkörperrücklauf eingeleitet wird.
[0022] Auch hier ist es natürlich möglich, die Sammelleitungen in einem Rohr anzulegen,
wobei Leit- bzw. Trenneinrichtungen in dem Rohr vorgesehen sein können und die beiden
Sammelleitungen zur Verfügung gestellt werden können.
[0023] Gemäß der Erfindung lässt sich damit ein Heizkörper in diversen Ausführungsformen
bereitstellen, der ein neues Design zur Verfügung stellt. Zudem ist es möglich, das
Heizmedium durch die geschlossenen Heizröhrenschleifen zwangsmäßig zu führen, was
die Wärmeabgabe des Heizkörpers optimiert und auch die Zusammenwirkung zwischen einem
Zentralheizungssystem und dem erfindungsgemäßen Heizkörper begünstigt, insbesondere
im Hinblick auf die gewünschte Vorlauf- sowie die gewünschte Rücklauftemperatur des
Zentralheizungssystems bzw. des Heizkessels. Eine optimale, d.h. gleichmäßige Oberflächentemperatur
des Heizkörpers auch im Teillastbetrieb führt zu einem günstigen Temperaturabgabeverhalten
in dem überwiegendem Betriebsbereich des Teillastbetriebes, was günstig ist, da der
Volllastbetrieb kaum zum Einsatz kommt.
[0024] Da auch im Falle einer senkrechten Einbauweise des erfindungsgemäßen Heizkörpers
der Hauptanteil der Heizröhren senkrecht ausgerichtete ist, kann auch die Wärmeleistungsabgabe
des Heizkörpers gegenüber herkömmlichen Design-Heizkörpern wesentlich verbessert werden.
Damit ergibt sich auch im Hinblick auf den erforderlichen Raum zur Montage des erfindungsgemäßen
Heizkörpers eine maximierte Wärmeleistung und im Vergleich mit herkömmlichen Heizkörpern
kann die Wärmeleistung um ungefähr 10 bis zu ca. 25 % gesteigert werden.
[0025] Wenn die Heizschleifen vorteilhaft angeordnet sind, lässt sich auch der Fertigungsaufwand
für den erfindungsgemäßen Heizkörpern gegenüber herkömmlichen Design-Heizkörpern wesentlich
verringern.
[0026] Eine nahezu beliebige Formgestaltung des Heizkörpers wird durch die erfindungsgemäße
Strömungsführung ermöglicht. Zudem ist es möglich, den Heizkörper beim Mittenanschluss
an ein Rohrleitungssystem einer zentralisierten Heizungsanlage anzuschließen, und
zwar mit den prinzipiell bekannten Vorteilen.
[0027] Nachfolgend wird die vorliegende Erfindung anhand bevorzugter Ausführungsformen unter
Bezugnahme auf die beigefügten Darstellungen näher erläutert. Dabei werden weitere
Zielsetzungen und Vorteile gemäß der Erfindung offenbart. In den Darstellungen zeigen:
- Fig. 1
- eine bevorzugte Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Heizkörpers in einer Vorderansicht;
- Fig. 2
- eine weitere Ausführungsform gemäß der Erfindung in einer Vorderansicht;
- Fig. 3
- eine zusätzliche Ausführungsform gemäß der Erfindung, teilweise in einer durchsichtigen
Darstellungen sowie leicht perspektivisch;
- Fig. 4
- eine perspektivische Darstellung eines erfindungsgemäßen Heizkörpers sowie
- Fig. 4a
- eine Draufsicht des erfindungsgemäßen Heizkörpers gemäß Fig. 4 in einer schematischen
Form.
[0028] Die Fig. 1 zeigt einen Heizkörper 10 mit Merkmalen gemäß der Erfindung. An zwei Sammelleitungen
12, 14, die hier als separate Rohre ausgebildet sind, sind Heizröhrenschleifen 16
angeschlossen, die vollends umlaufend und geschlossen ausgebildet sind.
[0029] Die Heizröhrenschleifen 16 weisen eine Haupterstreckung entlang der Längserstreckungsrichtung
der Sammelleitungen bzw. Sammelrohre 12, 14 auf, so dass etwa ¾ der Heizröhrenlänge
des Heizkörpers vertikal ausgerichtet sein dürfte.
[0030] Ausgehend von einem Vorlauf 24 am unteren Ende des Vorlaufsammelrohes 12 geht dieses
Rohr in einen Leitungsabschnitt 18 über, durch den das Heizmedium in die Heizröhrenschleifen
16 eingeleitet wird. Wie den Doppelpfeilen im Bereich 18 des Sammelrohres 12 zu entnehmen
ist, wird hier das Heizmedium in beide Richtungen in die Heizröhrenschleifen 16 gelenkt.
Das Wasser durchströmt die Heizröhren in vertikaler Richtung nach unten und wird dann
über einen Ableitungsabschnitt 20 des Sammelrohres 14 zu einem Heizkörperrücklauf
26 geführt.
[0031] Es ist zu erkennen, dass die Heizröhrenschleifen 16 Ebenen aufspannen, die zueinander
parallel sind. Wenn, wie in diesem Falle, zwei Sammelrohre 12, 14 vorgesehen sind,
ist die durch diese aufgespannte Ebene parallel zu der Heizröhrenschleife 16.
[0032] Hier ist es möglich, beispielsweise im oberen Bereich 22 eines der Sammelrohre und
hier insbesondere des Sammelrohres 12 einen Elektro-Heizstab einzuführen, um in Übergangsperioden
im späten Frühjahr oder im Frühherbst einen Raum beheizen zu können, ohne sogleich
die gesamte zentralisierte Heizung des betreffenden Hauses oder der betreffenden Wohneinheit
betreiben zu müssen.
[0033] Der dargestellte Heizkörper kann so gefertigt sein, dass Heizröhren zunächst als
beispielsweise Halbschleifenabschnitte gebogen und dann miteinander verschweißt oder
verlötet werden. Die Schweiß- oder Lötstellen können geschliffen werden. An bestimmten
Stellen der Heizröhren werden dann für einen Anschluss an die Sammelleitungen jeweils
für den Vor- und den Rücklauf separat Öffnungen eingebracht, beispielsweise gebohrt.
Die Sammelrohre 12, 14 werden gleichermaßen mit Öffnungen versehen. Anschließend werden
die Heizröhrenschleifen auf die Sammelrohre gelegt und ggf. angedrückt und über Strömelektroden
wird Strom in die Heizröhren bzw. Sammelleitungen eingeleitet und entsprechend aus
dem anderen Leiterabschnitt, d.h. entweder dem Sammelrohr oder der Heizröhre, abgeleitet.
An den Fügestellen zwischen den Sammelrohren und den Heizröhren ergeben sich für den
elektrischen Strom Engpässe, die zu einer Erhöhung des elektrischen Widerstandes führen.
[0034] Hier wird dementsprechend Hitze entwickelt, die zu einer Verschmelzung bzw. einer
Verschweißung der Rohre führt.
[0035] Natürlich kann auch gelötet oder sonst wie geschweißt werden, bzw. es kann eine Klebetechnik
eingesetzt werden, mit Laser geschweißt werden, und dergleichen mehr. Auch können
Rohre angenippelt, angeschraubt oder anders mechanisch festgelegt werden.
[0036] Die Ausführungsform eines Heizkörpers 50 gemäß Fig. 2 weist ebenfalls umlaufende
Heizröhrenschleifen auf, die jedoch beide am unteren Endbereich des Heizkörpers an
Sammelleitungen 62, 64 angeschlossen sind. Die Sammelleitungen weisen Vorlaufabschnitte
und Rücklaufabschnitte 60, 58 auf, über die das Heizmedium in die Heizschleifen eingeleitet
und aus den Heizschleifen herausgeführt wird. In den Heizröhrenschleifen sind zwischen
dem Vorlaufabschnitt 60 und dem Rücklaufabschnitt 58 der Sammelleitungen 62, 64 Strömungshindernisse
angeordnet, so dass das Heizmedium wieder durch die gesamten Heizröhrenschleifen hindurchfließen
muss.
[0037] Die Ausführungsform gemäß Fig. 3 repräsentiert einen Heizkörper 100 mit Merkmalen
gemäß der Erfindung, der wiederum mit umlaufenden Heizröhrenschleifen 112 ausgestattet
ist. Auch hier ist wiederum ersichtlich, dass die Längserstreckung, d.h. die vorteilhaft
senkrecht ausgerichteten Abschnitt der Heizröhren 112 den überwiegenden Teil der Heizröhren
ausmachen.
[0038] Der Heizkörper 100 weist ein Rohr 108 auf, das beide Sammelleitungen enthält, um
die Heizröhrenschleifen 112 an den Heizkörpervor- und den Heizkörperrücklauf 124,
126 anschließen zu können. Durch das Rohr 108 erstreckt sich ein Trennblech 110, das
ausgehend von dem Heizkörpervorlauf 124 nach oben erstreckt ist, so dass Heizmedium,
das von dem Vorlauf 124 in das Rohr 108 eingeleitet wird, durch das Leitblech 110
zwangsgeführt zu dem oberen Abschnitt des Rohres 108 geführt wird, von wo aus über
einen Vorlaufanschluss 102 das Heizmedium in die Heizröhrenschleifen eingeleitet werden
kann. Das Heizmedium strömt dann durch die Heizröhrenschleifen zum gegenüberliegenden
Ende des Heizkörpers, von wo aus das abgekühlte Heizmedium über einen in das Rohr
108 eingebrachten Rohrabschnitt 106 dem Heizkörperrücklauf 126 zugeleitet werden kann.
Der Rohrabschnitt 106 weist Löcher auf, um die Heizröhrenschleifen 112 auf der Rücklaufseite
an den Rücklauf 126 zum Zentralheizungssystem anschließen zu können. Der in das Rohr
108 eingesetzte Rohrabschnitt 106 mit den Rücklaufanschlussöffnungen, d.h. mit dem
Rücklaufanschlussabschnitt 104, kann günstiger weise als separater Rohrabschnitt ausgebildet
sein, beispielsweise als Halbrohr oder dgl., um günstig in das Rohr 108 eingesetzt
und mit diesem verbunden werden zu können.
[0039] Gemäß Fig. 4 ist in einer perspektivischen Darstellung eine weitere Ausführungsform
eines Heizkörpers 200 mit Merkmalen gemäß der Erfindung dargestellt. Auch hier machen
bei den geschlossenen Heizschleifen 216 die Längsabschnitte, d.h. die vertikalen Abschnitte
gegenüber den horizontalen Abschnitten den Hauptteil aus. Die aus Designgründen beliebig
gebogenen geschlossenen Heizröhren sind auch hier beispielsweise am unteren Ende mit
ihrem Rücklauf an die Sammelrohre 224, 226 angeschlossen. Bevorzugt ist auch hier
das Sammelrohr 224 an seinem oberen Abschnitt mit dem Vorlaufanschlussabschnitt 204
für die strömungsmäßige Anbindung der Heizröhrenschleifen 216 versehen. Am unteren
Ende sind an dem Rücklaufanschlusstablett 206 des Sammelrohres 226 die Rücklauföffnungen
der Heizröhrenschleifen 216 an das betreffende Rücklaufsammelrohr 226 angeschlossen.
Es ist festzuhalten, dass, wie aus der Ausführungsform gemäß Fig. 4 ersichtlich, prinzipiell
beliebig ausgeführt sein können, wobei lediglich darauf zu achten ist, dass eine geschlossene
bzw. im Wesentlichen geschlossene Heizröhrenschleife vorgesehen werden kann.
[0040] Gemäß Fig. 4a ist die Lage der Heizröhrenschleifen 202, 216 des Heizkörpers 200 um
die Sammelrohre 224, 226 nochmals ersichtlich.
1. Heizkörper und insbesondere Röhrenheizkörper mit wenigstens zwei Sammelleitungen und
mit Heizröhren, die an die Sammelleitungen angeschlossen und daran befestigt sind,
um mit einem Heizmedium versorgt zu werden, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens
eine der Heizröhren (16; 56; 112; 216) eine bevorzugt geschlossene Schleife bildet,
die an zwei Stellen strömungstechnisch an die Sammelleitungen (12, 14) angeschlossen
ist.
2. Heizkörper nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Heizröhrenschleifen bzw.
die durch diese aufgespannten Ebenen, parallel zu den Sammelleitungen erstreckt sind.
3. Heizkörper nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Sammelleitungen
(12, 14; 62, 64; 108) im Wesentlichen über eine Haupterstreckungsrichtung der Heizröhren
(16; 56; 112; 216), sei die Haupterstreckungsrichtung horizontal und/oder vertikal,
erstreckt sind.
4. Heizkörper nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass eine der
Sammelleitungen an ihrem einen Anschluss an einem einen Rohrleitungsnetz nahen Abschnitt
an die Heizröhrenschleifen angeschlossen ist.
5. Heizkörper nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass eine andere
Sammelleitung an ihrem zu dem Rohrleitungsnetz fernen Abschnitt (18) an die Heizröhrenschleifen
(16) angeschlossen ist.
6. Heizkörper nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens
zwei Sammelleitungen (12, 14) in einem Rohr (108) angeordnet sind.
7. Heizkörper nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Sammelleitungen durch
Einführen eines Trennabschnitts, etwa eines Leit- bzw. Trennblechs (110) in dem Rohr
(108) eingerichtet sind.
8. Heizkörper nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass beide Sammelleitungen an
ihren unteren, den Anschlüssen an das Rohrleitungsnetz nahen Abschnitten (58, 60),
an die Heizröhrenschleifen (56) angeschlossen sind, wobei die Heizröhrenschleifen
im Bereich zwischen deren Sammelleitungsanschlüssen ein Durchströmungshindernis aufweisen.
9. Heizkörper nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Sammelleitungen an deren
den Anschlüssen an die Heizröhrenschleifen fernen Enden zur mechanischen Stabilisierung
an den Heizröhren befestigt sind.
10. Heizkörper nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Sammelleitungen
eine Erstreckung aufweisen, so dass jede Sammelleitung jede Heizröhrenschleife einmal
berührt.
11. Heizkörper nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass beide Sammelleitungen an
ihren unteren, den Anschlüssen an das Rohrleitungsnetz nahe Abschnitten, an die Heizröhrenschleifen
angeschlossen sind, wobei die Heizröhrenschleifen im Bereich zwischen deren Sammelleitungsanschlüssen
ein Durchströmungshindernis aufweisen.
12. Heizkörper nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens zwei Sammelleitungen
in einem Rohr angelegt sind.
13. Heizkörper nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Sammelleitungen durch
Einführen eines Trennabschnittes, insbesondere eines Leit- bzw. Trennblechs in dem
Rohr eingerichtet sind.