| (19) |
 |
|
(11) |
EP 1 124 514 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
|
29.12.2004 Patentblatt 2004/53 |
| (22) |
Anmeldetag: 26.10.1999 |
|
| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC)7: A61F 5/02 |
| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
|
PCT/EP1999/008073 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
|
WO 2000/024345 (04.05.2000 Gazette 2000/18) |
|
| (54) |
REHABILITATIONSGERÄT
REHABILITATION DEVICE
APPAREIL DE REEDUCATION
|
| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
|
AT BE CH CY DE DK ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE |
| (30) |
Priorität: |
26.10.1998 DE 29819060 U
|
| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
|
22.08.2001 Patentblatt 2001/34 |
| (73) |
Patentinhaber: Walter, Klaus |
|
83088 Kiefersfelden (DE) |
|
| (72) |
Erfinder: |
|
- Walter, Klaus
83088 Kiefersfelden (DE)
|
| (74) |
Vertreter: Flach, Dieter Dipl.-Phys. et al |
|
Andrae Flach Haug
Adlzreiterstrasse 11 83022 Rosenheim 83022 Rosenheim (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
DE-C- 103 713 DE-U- 29 818 369 US-A- 1 722 192
|
DE-C- 213 282 FR-A- 405 687 US-A- 1 733 349
|
|
| |
|
|
|
|
| |
|
| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Reha-Gerät zur Aufrichtung eines Rundrückens und/oder
zur Dehnung und Aufrichtung der frontalen Schulterpartie.
[0002] Es sind bereits Rücken- und Schulterdehnungsvorrichtungen bekannt geworden, wie beispielsweise
aus der DE 298 18 369 A1, die dazu dienen, bei durch Verspannungen verursachten Rückenschmerzen
eine Selbstbehandlung durchführen zu können.
[0003] Derartige Trainingsgeräte sind allerdings nicht geeignet dann eingesetzt zu werden,
wenn ein sogenannter Rundrücken oder vorgefallene Schultern behandelt werden sollen.
[0004] Der Erfindung liegt also die Aufgabe zugrunde, ein Reha-Gerät zu schaffen, mittels
dessen es möglich ist, eine krankhaft verkrümmte Brustwirbelsäule wieder aufzurichten.
Das Gleiche gilt auch dann, wenn vorgefallene Schultern behandelt werden sollen.
[0005] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß entsprechend den im Anspruch 1 angegebenen Merkmalen
gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.
[0006] Die Erfindung schlägt nunmehr ein Reha-Gerät vor, welches vergleichsweise einfach
ausgebildet ist, und mit welchem der Patient auch alleine Übungen vornehmen kann,
um seine gegebenenfalls mehr oder weniger stark gekrümmte Brustwirbelsäule (Rundrücken)
und/oder eine vorgefallene Schulter langsam zunehmend mehr aufzurichten.
[0007] Das erfindungsgemäße Reha-Gerät ist dabei nach Art einer Wippe aufgebaut, welche
um ein am Rücken anlegbares Auflager kippbar ist, wobei das Auflager bzw. die dadurch
gebildete Kippachse quer zur Körperlängsrichtung liegt. Am oberen Ende des Reha-Gerätes
können auf verschiedene Art und Weise Zugelemente so vorgesehen oder ausgebildet sein,
dass sie im Einsatz mit einem Gegenauflager auf die obere frontal liegende vorgefallene
Schulterpartie drücken. Beispielsweise durch unten liegende Betätigungs- oder Zugelemente
kann nunmehr vom Patienten selbst der Druck auf die Schulterpartie so erhöht werden,
dass die vorgefallene Schulter gegenüber dem am Rücken aufliegenden Auflager aufgerichtet
wird.
[0008] Das Reha-Gerät kann dabei in vielfältiger Form ausgebildet sein.
[0009] In einer einfachen Ausführungsform können die auf die Schulterpartie einwirkenden
Zugelemente aus Schlaufen gebildet sein. Möglich sind aber auch Konstruktionen unter
Verwendung von Stangen, Bügeln etc., die beispielsweise oberhalb der Schulter von
der Rückseite des Basisabschnittes des Reha-Gerätes nach vorne geführt und an deren
Enden dann die erwähnten auf die Schulter einwirkenden Gegenauflager ausgebildet sind.
[0010] Die Bügelkonstruktion kann dabei aus mehreren verstellbaren Einzelbügeln bestehen,
um das Auflager in Höhe und Relativlage entsprechend den individuellen Bedürfnissen
optimal einstellen zu können.
[0011] Als Betätigungseinrichtung können beispielsweise seitlich am Körper nach vorne vorbeigeführte
Betätigungsstangen mit dem das rückwärtige Auflager umfassenden Basisabschnitt des
Reha-Gerätes verbunden sein. Durch leichtes Anziehen kann dann der entsprechende Druck
auf die vordere vorgefallene Schulterpartie zur Aufrichtung des Rückens entsprechend
erhöht und verringert werden. Ebenso können an diesen Betätigungsabschnitten z.B.
Seile angelegt werden, die beispielsweise an entsprechenden Haken an einer Wand verankert
werden, so dass durch leichtes Rückwärtsgehen die Betätigungselemente automatisch
gespannt und dadurch der gewünschte Druck auf den linken und rechten vorgefallenen
Schulterbereich sowie auf den Rundrücken erhöht wird.
[0012] Das erfindungsgemäße Reha-Gerät zeichnet sich u.a., beispielsweise in bevorzugten
Ausführungsformen, durch folgende Eigenschaften oder Merkmale aus:
- Das Reha-Gerät kann aus einem Doppelbogen bestehen, deren beide einzelne Bogenabschnitte
durch Querstreben miteinander stabilisiert sind. An den Kreuzungsabschnitten zwischen
beiden können vorzugsweise Polster befestigt sein, insbesondere jeweils an der Innenkrümmungsseite.
- Die aus zwei Einzelbögen bestehenden Doppelbögen können eine enge Halbkreiskrümmung
und eine weite Halbkreiskrümmung aufweisen, wobei beide Bogenabschnitte zumindest
etwa parallel verlaufen und nach einer Seite hin (nämlich nach vorne hin) offen sind.
- Die Bögenabschnitte können eine oder mehrere Bohrlöcher aufweisen, an denen beispielsweise
die erwähnten Querstreben und/oder die Polster in unterschiedlichen Lagen an Bögen
oder Streben befestigt sein können.
- Die Polster zur Abstützung auf dem Schulterbereich und/ oder am Rücken können jeweils
von einer Latte getragen werden. Die insbesondere an der Brustpartie aufliegenden
Polster können der Brustpartie angepasst sein. Das als Wippenauflage dienende quer
über den Rücken anlegbare Polster kann mit den als halbkreisförmige Rundung ausgebildeten
längs verlaufenden Streben nach innen weisend (also auf den Rücken zu weisend) an
den Seitenstreben angebracht sein und dabei den gesamten Querabstand zwischen den
Seitenstreben oder Doppelbögen überspannen. Bevorzugt wird auch hier eine die wippenförmige
Auflage tragende Tragplatte verwendet.
- Am unteren Ende der seitlich liegenden Streben, der insbesondere in großen Kurven
auslaufenden Streben, können Schlaufen oder Ringe ausgebildet oder angebracht sein,
an denen Zugeinrichtungen befestigbar sind.
- Die erwähnten Einzelteile, insbesondere die Seitenstreben auch in Form von Bögen,
sowie die eine oder mehreren Querstreben können aus Metall, Kunststoff oder aus Holz
bestehen. Sie können massiv oder rohrähnlich ausgestattet sein oder dergleichen. Die
erwähnten Polster umfassen vorzugsweise einen elastischen Kern und können dabei mit
Stoff, Leder, Kunststoff oder dergleichen überzogen sein.
[0013] Die Erfindung wird nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen näher erläutert.
Dabei zeigen im einzelnen:
- Figur 1 :
- Ein erstes erfindungsgemäßes Ausführungsbeispiel eines Reha-Gerätes in schematischer
perspektivischer Darstellung;
- Figur 2 :
- eine entsprechende Darstellung unter Anlegung des in Figur 1 gezeigten Reha-Gerätes
an einem Patienten;
- Figur 3 :
- ein zu Figur 1 abgewandeltes Ausführungsbeispiel;
- Figur 4 :
- das in Figur 3 wiedergegebene Reha-Gerät in angelegtem Zustand;
- Figur 5 :
- ein weiteres abgewandeltes Ausführungsbeispiel; und
- Figur 6 :
- das in Figur 5 wiedergegebene Reha-Gerät in angelegtem Zustand.
[0014] Wie aus Figur 1 ersichtlich ist, besteht das Reha-Gerät gemäß den Ausführungsbeispielen
nach den Figuren 1 und 2 aus einem Basisabschnitt 1, welcher im wesentlichen ein Auflager
3 umfasst. Das Auflager 3 ist im gezeigten Ausführungsbeispiel quer zur Längsachse
oder Längserstreckung 5 des Reha-Gerätes angeordnet. Die Längsachse oder Längserstreckung
5 verläuft im angelegten Zustand an einem Patienten parallel zur Körperlängserstreckung,
also allgemein parallel zur Vertikalrichtung.
[0015] Das Auflager 3 kann aus einem durchgehenden, quer verlaufenden und im Vertikalquerschnitt
mit einer konvexen und weichen gepolsterten Auflagefläche 3' versehen sein. Es kann
aber gleichermaßen auch aus zumindest zwei in Querrichtung versetzt liegenden einzelnen
Polsterelementen oder aus beispielsweise mehreren in Querrichtung nebeneinander liegenden
einzelnen Polsterelementen 3 bestehen.
[0016] Im gezeigten Ausführungsbeispiel wird das weiche oder elastische Auflager durch eine
Grundplatte 4 getragen und abgestützt.
[0017] Ein so gebildetes Auflager 3 ist über eine geeignete Tragkonstruktion gehalten und
verankert, im gezeigten Ausführungsbeispiel mittels einer im Inneren oder auf der
rückwärtigen hinteren Seite des Auflagers 3 bzw. der Tragplatte 4 befindlichen Verbindungsstrebe
7, die an gegenüberliegenden im wesentlichen in Längsrichtung und parallel zueinander
verlaufenden Betätigungsstreben 9 angebracht ist.
[0018] Im gezeigten Ausführungsbeispiel nach Figur 1 sind die beiden seitlich versetzt zueinander
liegenden Betätigungsstreben 9 gleich ausgebildet und weisen dabei bügelartige, d.h.
gebogene Form auf. Die erwähnte Verbindungsstrebe 7 im Auflager 3 ist dabei über einen
geeigneten lös- und fixierbaren Verstellmechanismus 11 in unterschiedlicher Lage längs
der Betätigungsstreben 9 fixierbar, um je nach Bedarf eine individuelle Anpassung
vornehmen zu können.
[0019] Dazu können in den längs verlaufenden Bögen oder Betätigungsstreben 9 und/oder in
der erwähnten Querstrebe 7 beispielsweise Bohrungen 10 eingebracht sein, durch die
hindurch schraubenförmige Fixiermittel hindurchgesteckt und befestigt werden können.
Dadurch kann die Relativlage der Querstreben 7 an unterschiedlicher Stelle in Längsrichtung
der Betätigungsstreben 9 und/oder der Breitenabstand zwischen den beiden seitlichen
Betätigungsstreben 9 unterschiedlich eingestellt werden, indem immer die entsprechenden
Bohrungen 10 in der Querstrebe bzw. die Bohrungen 10' in den Längsstreben in gewünschter
Relativlage in entsprechender Ausrichtung gebracht und die vorzugsweise aus Schraubbolzen
bestehende Fixiereinrichtung hindurchgesteckt und von der rückwärtigen Seite her durch
Muttern gesichert werden.
[0020] Aus Figur 1 ist auch ersichtlich, dass die Betätigungsstreben 9 sich in einen engeren
obenliegenden Bogenabschnitt 12 und einen größeren untenliegenden Bogenabschnitt 14
gliedern. Die Betätigungsstreben 9 verlaufen dabei im gezeigten Ausführungsbeispiel
an ihrem obenliegenden Ende bogenförmig nach vorne. Dort sind Gegenauflager 13 ausgebildet
oder vorgesehen, die im gezeigten Ausführungsbeispiel aus einer Druck- oder Trageplatte
15 bestehen können, an denen in der gepolsterten Auflagefläche 3' des Auflagers 3
gegenüberliegend entsprechende Polsterelemente 17 sitzen.
[0021] Die Gegenauflager 13 sind ebenfalls durch geeignete Verstell- und Fixiereinrichtungen
19 in unterschiedlicher Relativlage bezogen zu den Betätigungsstreben 9 verstellbar,
um auch hier eine individuelle Anpassung zu ermöglichen.
[0022] Um die beiden Betätigungsstreben 9 sicher zu halten, kann neben der erwähnten Verbindungsstrebe
7 eine oder mehrere weitere Verbindungsstreben an geeigneten Stellen vorgesehen sein,
im gezeigten Ausführungsbeispiel nach Figur 1 beispielsweise im vorderen Endbereich
der bogenförmig auslaufenden Betätigungsstreben 9, und zwar hier beispielsweise wiederum
in Höhe der Gegenauflager 13. Dies eröffnet die Möglichkeit, dass die Gegenauflager
13 beispielsweise nicht zwingend an den Betätigungsstreben 9 direkt, sondern z. B.
an einer daran befestigten Anbaustrebe 21 mittels der erwähnten Verstell- und Fixiereinrichtung
19 angebracht sind, so dass die Gegenauflager 13 über ihre Verstell- und Fixiereinrichtung
19 in unterschiedlichem Seitenabstand voneinander angebracht und an der Verbindungsstrebe
21 fixiert und beispielsweise die Verbindungsstrebe 21 wiederum durch einen weiteren
Verstell- und Fixiermechanismus in unterschiedlicher Längslage an den Betätigungsstreben
9 angebracht werden können. Die erwähnte Fixiereinrichtung besteht hier ebenfalls,
wie beispielsweise die Befestigungseinrichtung der Querstrebe 7 an den seitlichen
bogenförmigen Längsstreben 9, aus einer Vielzahl von Bohrungen 20 in den beiden Längsstreben
sowie Bohrungen 20', die im Seitenabstand zueinander in der Verbindungsstrebe 21 angebracht
sind. Auch dadurch lässt sich wieder der Seitenabstand zwischen den beiden Betätigungsstreben
9 zum einen und die Relativlage der Verbindungsstrebe 21 in unterschiedlicher Längsrichtung
bezogen auf die seitlichen Betätigungsstreben 9 darüber hinaus ebenfalls die erwähnten
Schulterpolster 13 in unterschiedlicher Relativlage einstellen und fixieren.
[0023] Figur 2 zeigt das angelegte Reha-Gerät. Daraus ist ersichtlich, dass das gepolstere
Auflager 3 am Rücken 25 eines Patienten zur Anlage gebracht wird und dort eine quer
zur Körperlängsrichtung, also in der Regel in Standposition in Horizontalrichtung
verlaufende Drehachse (Scharnier) den Drehpunkt bildet, wobei die beiden nach oben
verlaufenden bogenförmigen Abschnitt der Betätigungsstreben 9 über die Schultern hinweg
nach vorne verlaufen, so dass die erwähnten Gegenauflager 13 jeweils links und rechts
an dem vorderen Schulterbereich aufliegen. Durch Ergreifen der unteren über das Auflager
3 nach unten und vorne überstehenden Auslöseabschnitte 27 kann nunmehr das Reha-Gerät
um seine horizontale durch das Auflager 3 gebildete Verschwenkachse 29 so verkippt
werden, dass der oberhalb des Auflagers 3 gebildete Funktionsteil 31 die zugehörigen
Gegenauflager 13 entsprechend der Pfeildarstellung 33 in Richtung Rücken verschwenkt.
Ebenso können beispielsweise auch Zugseile 35 an den Auslöseabschnitten 27 angebracht
(beispielsweise an Ösen 28, die am Ende der Betätigungsstreben 9 ausgebildet sind)
und mit ihrem anderen Ende beispielsweise an Haken 37 an einer feststehenden Wand
38 oder dgl. verankert werden, so dass durch leichtes Zurücktreten der betreffenden
Person und die dadurch bewirkte Verschwenkbewegung der Auslöseabschnitte 27 nach vorne
und/oder oben die entsprechende Kippbewegung und damit der Druck der Gegenauflager
13 auf den frontalen Schulterbereich und den Rundrücken in der gewünschten Weise ausgeübt
wird.
[0024] Durch diesen Vorgang werden also die Polsterelemente 17 gegen die frontale rechte
und linke Schulterpartie gedrückt und dehnen den vorderen Brustkorb und richten die
seitliche (also linke und rechte) frontale Schulterparie und gleichzeitig auch den
Rundrücken auf.
[0025] Anhand von Figur 3 ist eine Abwandlung eines Reha-Gerätes gezeigt.
[0026] Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Figur 3 ist verdeutlicht, dass die beiden seitlich
versetzt liegenden Betätigungsstreben 9 nicht zwingend bogenförmig, sondern beispielsweise
auch nur mit einem oder mehreren engen Bogenabschnitten oder Knickstellen ausgebildet
sein können. In diesem Falle kann das oberhalb des Auflagers 3 befindliche Funktionsteil
31 keine bogenförmig, sondern gerade auslaufenden Endabschnitte der Betätigungsstreben
9 aufweisen. Die Betätigungsstreben 9 im Rückenbereich können also senkrecht und gerade
gestaltet sein. Zur weiteren Stabilisierung sind hier z.B. zwei oberhalb des Auflagers
3 angeordnete, in Vertikalrichtung versetzt liegende und quer verlaufende Verbindungsstreben
21 vorgesehen, die ebenfalls wieder in ihrer Höhenlage durch geeignete Verstell- oder
Fixiereinrichtungen 23 in unterschiedlicher Relativlage (also in Längsrichtung der
Betätigungsstreben 9 und/oder mit unterschiedlichem Seitenversatz der beiden Betätigungsstreben)
befestigbar sind. Diese Befestigungs- oder Fixiereinrichtungen 23 können ebenfalls
wieder aus einer Vielzahl entsprechend versetzt liegender Bohrungen bestehen, durch
die entsprechende Schraub- und Fixiermittel hindurchgesteckt sind, wie dies anhand
der Befestigung der Querstrebe 7 unter Bezugnahme auf Figur 1 erläutert wurde.
[0027] Als Gegenauflager 13 dienen in diesem Ausführungsbeispiel Schultergurte, die nach
Art von Schlaufen, Riemen etc. gebildet sein können. Ein derartiges, beispielsweise
aus Textilien oder Ledermaterial gebildetes schlaufenförmiges Gegenauflager 13 muss
von daher mit keinen weiteren Polsterelementen 17 versehen sein. Gleichwohl können
aber insbesondere im Innenbereich der Schlaufe natürlich weitere Polsterungen vorgesehen
sein. Im angelegten Zustand werden also die Arme durch diese Schlaufen hindurchgeführt,
wobei durch entsprechende Höheneinstellung der beiden quer verlaufenden Verbindungsstreben
21 und den daran befestigten Endabschnitten 39 der Schlaufen die Lage der Schlaufen
nicht nur im seitlichen Abstand zueinander (durch Verstellung ihrer Fixierelemente
an den Verbindungsstreben 21), sondern auch in der gewünschten Höhenlage bezogen zu
dem Auflager 3 durch unterschiedliche Höhenverstellung und Fixierung der Verbindungsstreben
21 optimal eingestellt werden kann.
[0028] Durch entsprechende Einwirkung auf die Auslöseabschnitte 27 durch Ergreifen oder
Verschwenken oder durch die erwähnte Verwendung beispielsweise von Auslöseseilen 35
wird wiederum die gewünschte Wipp- und Verschwenkbewegung unter Erzeugung des gewünschten,
die Schulterpartie und den Rundrücken aufrichtenden Druckes erzeugt, wobei das Auflager
3 unter Bildung der Verschwenkachse 29 an dem zu behandelnden Rundrücken 30 anliegt.
[0029] Aus den Figuren 3 und 4 sind noch weitere zusätzliche Besonderheiten zu entnehmen,
auf die nachfolgend kurz eingegangen wird.
[0030] In Figuren 3 und 4 ist ferner mit Bezugszeichen 52 eine halbrunde Rückseite des Auflagers
3 wiedergegeben, wodurch ermöglicht wird, dass dieses Auflager ohne das gezeigte Gestell
auch bei Bodenübungen verwendet werden kann, so dass das Auflager 3 als Kippelement
für eine liegende Behandlung auf dem Boden oder sogar auf einer separaten Liege dienen
kann.
[0031] Ferner ist mit Bezugszeichen 53 ein Spanngurt zwischen den Gegenauflagern 13 und
dem Einstellbügel 45, mit Bezugszeichen 54 eine verlängerte Strebe 9, mit Bezugszeichen
55 eine Querstrebe zur Stabilisierung der verlängerten Strebe 54 und mit Bezugszeichen
62 eine verstellbare Verbindungsstelle gekennzeichnet, die zwischen den am Rücken
hochlaufenden, seitlich versetzten Streben und den daran in Verlängerung anbaubaren
verlängerten Streben 9 angreift, um diese in unterschiedlicher Längserstreckung fixieren
zu können.
[0032] Die verlängerten Streben 54, gegebenenfalls mit oder ohne die Querstrebe 55, können
auch dazu verwendet werden, beispielsweise langsam auf eine Tür bis etwa in den Türrahmen
hineingehend vorwärtszuschreiten, bis die verlängerten Streben an einem oberen Türsturz
anschlagen. Durch leichtes Vorwärtsgehen oder Wippen werden dadurch ebenfalls die
entsprechenden Kräfte auf die vordere Schulterpartie und den Rundrücken eingeleitet,
um diese aufzurichten.
[0033] Bereits an dieser Stelle wird nur der Vollständigkeit halber erwähnt, dass die erwähnten
Verbindungsstellen zwischen den vertikalen und horizontalen Stützstreben an geeigneter
Stelle beispielsweise auch verstellbare Verbindungsstellen aufweisen können, um eine
schnellere Anpassung und Feinjustierung je nach den persönlichen Bedürfnissen im Hinblick
auf die Breitenverstellung bzw. Höhenlagenjustierung der einzelnen Längs- und Querstreben
vornehmen zu können.
[0034] Das Ausführungsbeispiel gemäß den Figuren 5 und 6 entspricht von seinem Grundaufbau
her jenem nach den Figuren 3 und 4. Diesem Ausführungsbeispiel ist anstelle der in
Figur 5 noch strichliert eingezeichneten schlaufenförmigen Gegenauflager das Gegenauflager
durch zusätzlich einsteckbare bzw. verbindbare Ergänzungsbügel realisiert. Bei diesem
Ausführungsbeispiel sind die geradeaus laufenden Betätigungsstreben 9 an ihrem oberen
Ende mit einem entsprechenden Steckansatz 41 versehen, in welchen das Einsteckende
42 von in großem Bogen über die Schultern hinweg nach vorne verlaufenden Anbaustreben
43 eingesteckt gezeigt ist, an deren vorderen, wiederum nach unten verlaufenden Enden
in unterschiedlicher Höhenlage ein in Draufsicht U-förmige Einstellbügel 45 verankert
ist. Dieser Einstellbügel 45 kann ferner entsprechend der Pfeildarstellung 47 in unterschiedlicher
Relativlage so verankert werden, dass die an dessen Ende sitzenden Gegenauflager 13
mit einer in der Regel dort gebrachten Druck-Trageplatte 15 und Polsterelementen 17
in unterschiedlicher Relativlage mehr oder weniger weit in Richtung des rückwärtigen
Auflagers 3 einstellbar sind. Diese Konstruktion eröffnet die Möglichkeit, dass ein
Patient dieses Gerät leichter anlegen kann, da durch den Abstand zwischen den Anbaustreben
43 und der Einstellstrebe 45 genügend Freiraum belassen wird, um das so gebildete
Reha-Gerät über den Kopf hinweg anzulegen.
[0035] Auch der Querabstand zwischen den beiden Anbaustreben 43 kann beispielsweise durch
Verschwenken um ihre Einsteckachsen 41 geändert werden. Um hier auch eine Anpassung
bezüglich der Einstellstrebe 45 zu ermöglichen, ist die Einstellstrebe 45 zweigeteilt
und umfasst zwei Bügelhälften 45' und 45", die an ihrem Basisabschnitt 45a mit einem
teleskopartig ineinander ein- und ausschiebbaren Anpassabschnitt 45b versehen ist.
[0036] Ansonsten sind auch wieder die Einstellstrebe 45 und/oder die Anbaustrebe 43 im Bereich
ihrer Kreuzungsstellen 50 mit einer Vielzahl von jeweils in Längsrichtung versetzt
liegenden Bohrungen 51 versehen, die es ermöglichen, den Einstellbügel 45 in unterschiedlicher
Höhenlage an den Anbaustreben 43 und auch in unterschiedlicher Relativlage bezogen
auf die Pfeildarstellung 47 den individuellen Erfordernissen und Wünschen aneinander
zu befestigen, beispielsweise ebenfalls durch die erwähnten Verstell- und Fixiereinrichtungen,
z.B. bestehend aus Schraubbolzen und Muttern.
[0037] Figur 6 zeigt dabei wiederum, dass ansonsten der weitere Aufbau und die Funktionsweise
vergleichbar den vorausgegangenen Ausführungsbeispielen ist.
[0038] Dass die vertikale Erweiterung unter den Längsstreben 54 und Verbindungsstreben 55
nur wahlweise vorgesehen sein kann, also nicht vorgesehen sein muss und ergänzend
in die anderen Streben eingesteckt oder wieder entfernt werden kann, ist beispielsweise
anhand von Figur 6 gezeigt, bei der in Abweichung zu Figur 5 die vertikalen Verlängerungsstreben
54 mit der Verbindungsstrebe 55 nicht dargestellt ist.
[0039] Nur der Vollständigkeit halber wird noch erwähnt, dass der Funktionsteil 31 mit den
entsprechenden Abschnitten der Betätigungsstreben 9 oder der eventuell vorgesehenen
Anbaustreben 43 oder einer oder mehreren Einstellstreben 45 auch so gestaltet sein
kann, dass diese Streben von dem hinteren Basisabschnitt 1 ausgehend nicht über den
oberen Schulterbereich, sondern seitlich außen um den Schulter- und Armbereich herum
oder sogar unter der Achsel hindurch verlaufen kann, wobei am jeweiligen frontalen
Schulterbereich ein entsprechendes Gegenauflager ausgebildet und/oder in verschiedenen
Verstellpositionen fixierbar ist.
[0040] In den Figuren 2 und 4 ist gezeigt, dass am unteren Ende der Betätigungsstreben 9
Seile 35 beispielsweise an einer feststehenden Wand oder einem feststehenden Möbel
befestigt werden können, um durch Vorwärts- und Rückwärtsbewegung die entsprechenden
Kräften auf den Schulterbereich und Rundrücken einzuleiten. Natürlich können auch
entsprechende Seile auch oberhalb des wippenförmigen Auflagers 3 am sog. Funktionsteil
angebracht werden und deren freie Enden ebenfalls wieder an einer Wand oder einem
Schrank befestigt werden. In diesem Falle muss der Patient nur vorwärts gehen, um
die rückwärts gerichteten Kräfte auf die Schulterbereiche zur Aufrichtung des Rundrückens
einzuleiten. In diesem Fall sind also die Auslöseabschnitte 27 oberhalb des die Verschwenkachse
29 bildenden Auflagers 3 angeordnet.
1. Reha-Gerät mit den folgenden Merkmalen:
- mit einer Wippvorrichtung,
- an der Wippvorrichtung ist ein Basisabschnitt (1) mit einem Wipp-Auflager (3) ausgebildet,
- der Basisabschnitt (1) besteht aus zwei seitlich versetzt zueinander liegenden Längsstreben
(9), zwischen denen quer verlaufend das eine Verschwenkachse (29) bildende Wipp-Auflager
(3) ausgebildet ist,
- in Funktionsstellung ist oberhalb des Wipp-Auflagers (3) liegend ein Funktionsteil
(31) vorgesehen, welches zwei quer zur Längsachse (5) versetzt zueinander angeordnete
und dem Wipp-Auflager (3) zugewandt liegende Gegenauflager (13) aufweist, die in Funktionsstellung
an den vorderen Schulterbereichen eines Patienten in Anlage bringbar sind,
- die Wippvorrichtung ist mit ihrem Wipp-Auflager (3) an einem Rücken eines Patienten
anlegbar, und
- an der Wippvorrichtung ist ferner eine Betätigungseinrichtung(27) vorgesehen, welches
zu den beiden Gegenauflagern (13) auf der anderen Seite des Wipp-Auflagers (3) vorgesehen
ist, worüber die beiden Gegenauflager (13) unter Anlage an dem vorderen Schulterbereich
eines Patienten um die durch das Wipp-Auflager (3) gebildete Verschwenkachse (29)
verschwenkbar sind.
2. Reha-Gerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Betätigungseinrichtung (27) unterhalb des Auflagers (3) liegend ausgebildet ist.
3. Reha-Gerät nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Betätigungseinrichtung (27) zwei Streben (9, 27) umfasst, die vom Basisabschnitt
(1) unterhalb des Auflagers (3) mit einem nach vorne verlaufenden Abschnitt versehen
sind.
4. Reha-Gerät nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Betätigungseinrichtung (27) nach vorne verlaufende Endabschnitte (27) aufweist,
die im angelegten Zustand des Reha-Gerätes so zu liegen kommen, dass sie mit je einer
Hand ergreifbar sind.
5. Reha-Gerät nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass an den beiden Streben (9, 27) je ein Auslöseseil (28) als Zugeinrichtung verankerbar
ist.
6. Reha-Gerät nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass oberhalb des Auflagers (3) unmittelbar oder mittelbar am Basisabschnitt (1) befestigt
die jeweils beiden seitlich versetzt zueinander liegenden Gegenauflager (13) vorgesehen
sind.
7. Reha-Gerät nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Gegenauflager (13) in ihrem Seitenabstand und/oder in ihrer Relativlage
bezogen auf den Basisabschnitt (1) bzw. das Auflager (3) unterschiedlich einstell-
und fixierbar sind.
8. Reha-Gerät nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Gegenauflager (13) an Streben (21, 41, 45) sitzen, die vom Basisabschnitt (1)
ausgehen und in Seitenansicht bogenförmig oder nach Art eines umgekehrten U gebildet
sind.
9. Reha-Gerät nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Gegenauflager (13) an den vom Basisabschnitt (1) ausgehenden nach oben verlaufenden
bogenförmigen (12) oder U-förmigen (43, 45) Streben sitzen.
10. Reha-Gerät nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass an den vom Basisabschnitt (1) nach oben verlaufend ausgehenden Streben (9, 12) eine
Verbindungsstrebe (21) angeordnet ist, an der die Gegenauflager (13) sitzen.
11. Reha-Gerät nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die an der Verbindungsstrebe (21) sitzenden Gegenauflager (13) mittels eines geeigneten
Verstell- und Fixiermechanismus (23) in unterschiedlichem seitlichen Relativabstand
und/oder die Verbindungsstrebe (21) mittels eines Verstell- und Fixiermechanismus
(23) in unterschiedlicher längsverschieblicher Relativlage bezogen auf die vom Basisabschnitt
(1) ausgehenden Streben verstellbar ist.
12. Reha-Gerät nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungsstrebe (21) nach Art einer in Draufsicht U-förmigen Einstellstrebe
mit zwei seitlich versetzt liegenden Längsschenkeln, die durch einen Basisabschnitt
(45a) miteinander verbunden sind, gebildet ist, während der die beiden Längsschenkel
verbindende Basisabschnitt (45a) in unterschiedlicher Relativlage einstellbar ist.
13. Reha-Gerät nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Längsschenkel ein freies Schenkelende aufweisen, und dass an dem Bereich der
freien Schenkelenden der Einstellstrebe (45) die Gegenauflager (13) ausgebildet oder
befestigbar sind.
14. Reha-Gerät nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Anbaustreben (43) am Basisabschnitt (1) aufsteck- und verankerbar sind.
15. Reha-Gerät nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere zwischen den beiden Längsstreben (5) verlaufende Verbindungsstreben (7, 21,
43) ausgebildet sind.
16. Reha-Gerät nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Längsstreben (9) in Seitenansicht gleich gestaltet sind.
17. Reha-Gerät nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden seitlich versetzt liegenden Längsstreben (9) unten liegend in die Auslösestreben
übergehen.
18. Reha-Gerät nach einem der Ansprüche 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Gegenauflager (13) an die jeweilige Schulterpartie selbst ausrichtend anpassbar,
also zumindest in einem gewissen Winkelbereich schwenkbar sind.
19. Reha-Gerät nach einem der Ansprüche 1 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass die Gegenauflager (13) aus einer im angelegten Zustand vom Arm durchgriffenen Schlaufe
bestehen.
20. Reha-Gerät nach einem der Ansprüche 1 bis 19, dadurch gekennzeichnet, dass die zumindest beiden seitlichen Streben (9) im wesentlichen bogenförmig gestaltet
sind und dabei vorzugsweise im oberen Bereich in einen engeren Bogenabschnitt (12)
übergehen.
21. Reha-Gerät nach einem der Ansprüche 1 bis 19, dadurch gekennzeichnet, dass die seitlichen Längsstreben (9) im wesentlichen gerade Strebenabschnitte aufweisen
und vorzugsweise lediglich am Übergang vom untenliegenden Betätigungsabschnitt (27)
zu dem rückwärtigen Strebenbereich einen Bogenabschnitt oder einen geknickten Verbindungsbereich
aufweisen.
22. Reha-Gerät nach einem der Ansprüche 1 bis 21, dadurch gekennzeichnet, dass die Wippvorrichtung zudem durch zusätzliche Vertikalstreben (54) verlängerbar ist
und dass bei Bedarf zumindest eine weitere Querstrebe (55) anbaubar ist, wobei vorzugsweise
diese als Zusatzstreben dienende Quer- und/oder Vertikalstreben (55, 54) als Betätigungselemente
dienen.
23. Reha-Gerät nach einem der Ansprüche 1 bis 22, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungsstellen zwischen den einzelnen Streben als verstellbare Verbindungsstreben
ausgebildet sind.
1. Rehabilitation device with the following features:
- with a rocker device,
- a base section (1) with a rocker support (3) is made on the rocker device,
- the base section (1) consists of two lengthwise struts (1) which lie laterally offset
to one another, and between which running transversely the rocker support (3) which
forms a swivel axis (29) is made,
- in the operating position above the rocker support (3) there is an operating part
(31) which has two counter-supports (13) which face the rocker support (3) and which
are arranged offset to one another transversely to the lengthwise axis (5) and which
in the operating position can be moved into contact with the front shoulder area of
a patient,
- the rocker device can be placed with its rocker support (3) on the back of a patient,
and
- on the rocker device there is furthermore an actuating means (27) which is provided
on the other side of the rocker support (3) to the two counter-supports (13), via
which the two counter-supports (13) with contact with the front shoulder area of the
patient can be swivelled around the swivel axis (29) which is formed by the rocker
support (3).
2. Rehabilitation device as claimed in claim 1, wherein the actuating means (27) is made
lying underneath the support (3).
3. Rehabilitation device as claimed in claim 1 or 2, wherein the actuating means (27)
comprises two struts (9, 27) which are provided with a section which runs forward
from the base section (1) underneath the support (3).
4. Rehabilitation device as claimed in claim 3, wherein the actuating means (27) has
end sections (27) which run forward and which in the attached state of the rehabilitation
device come to rest such that they can be grasped by one hand at a time.
5. Rehabilitation device as claimed in claim 3 or 4, wherein on the two struts (9, 27)
one release cable (28) at a time can be anchored as a pulling means.
6. Rehabilitation device as claimed in one of claims 1 to 5, wherein both counter-supports
(13), placed in each case laterally offset to one another, are provided above support
(3), fastened directly or indirectly to base section (1).
7. Rehabilitation device as claimed in one of claims 1 to 6, wherein both counter-supports
(13) can be variably adjusted and fixed in their lateral distance and/or in their
relative position with respect to base section (1) or to support (3).
8. Rehabilitation device as claimed in one of claims 1 to 7, wherein counter-supports
(13) sit on struts (21, 41, 45) that emanate from base section (1) and are arc-shaped
in side view or made like an upside-down U.
9. Rehabilitation device as claimed in claim 8, wherein counter-supports (13) sit on
arc-shaped (12) or U-shaped (43, 45) struts that go upward, emanating from base section
(1).
10. Rehabilitation device as claimed in one of claims 1 to 8, wherein a connecting strut
(21) is placed on struts (9, 12) emanating from base section (1) and going upward,
and counter-supports (13) sit on it.
11. Rehabilitation device as claimed in claim 10, wherein counter-supports (13) sitting
on connecting strut (21) can be adjusted by a suitable adjusting and fixing mechanism
(23) in varying lateral relative distance and/or connecting strut (21) can be adjusted
by an adjusting and fixing mechanism (23) in varying longitudinally movable relative
position with respect to the struts emanating from base section (1).
12. Rehabilitation device as claimed in claim 10 or 11, wherein the connecting strut (21)
is formed in the manner of an adjusting strut which is U-shaped in an overhead view
with two longitudinal legs which are laterally offset and which are connected to one
another by a base section (45a), while the base section (45a) which connects the two
longitudinal legs can be adjusted in a different relative position.
13. Rehabilitation device as claimed in claim 12, wherein the longitudinal legs have a
free leg end and wherein the counter-supports (13) are made or can be attached to
the area of the free leg ends of the adjusting strut (45).
14. Rehabilitation device as claimed in one of claims 1 to 13, wherein attachable struts
(43) can be inserted and anchored on base section (1).
15. Rehabilitation device as claimed in one of claims 1 to 14, wherein several connecting
struts (7, 21, 43) are made going between both longitudinal struts (5)
16. Rehabilitation device as claimed in one of claims 1 to 15, wherein both longitudinal
struts (9) are configured the same in side view.
17. Rehabilitation device as claimed in one of claims 1 to 16, wherein both laterally
offset longitudinal struts (9) transition on the bottom into the release struts.
18. Rehabilitation device as claimed in one of claims 1 to 17, wherein counter-supports
(13) can be fitted automatically to the respective shoulder part, i.e., can be swivelled
at least over a certain angle range.
19. Rehabilitation device as claimed in one of claims 1 to 18, wherein counters-supports
(13) consist of a loop through which the arm passes when worn.
20. Rehabilitation device as claimed in one of claims 1 to 19, wherein the at least two
lateral struts (9) are configured essentially in an arc shape and preferably transition
in the upper area into a narrower arc section (12).
21. Rehabilitation device as claimed in one of claims 1 to 19, wherein lateral longitudinal
struts (9) exhibit essentially straight strut sections and exhibit, preferably only
at the transition from the lower actuating section (27) to the rear strut area, an
arc section or a bent connection area.
22. Rehabilitation device as claimed in one of claims 1 to 21, wherein the rocker device
moreover can be lengthened by additional vertical struts (54) and wherein as needed
at least one additional cross strut (55) can be attached, preferably these [sic].
23. Rehabilitation device as claimed in one of claims 1 to 22, wherein the connecting
points between the individual struts are configured as adjustable connecting struts.
1. Appareil de rééducation présentant les caractéristiques suivantes :
- il comporte un dispositif de bascule,
- sur le dispositif de bascule est réalisé un tronçon de base (1) avec un support
de bascule (3),
- le tronçon de base (1) est constitué par deux montants longitudinaux (9) décalés
latéralement l'un par rapport à l'autre, entre lesquels est réalisé transversalement
le support de bascule formant un axe de pivotement (29),
- en position de fonctionnement est prévue une partie fonctionnelle (31) située au-dessus
du support de bascule (3) et qui présente deux contre-supports (13) agencés en décalage
mutuel transversalement à l'axe longitudinal (5) et tournés vers le support de bascule
(3), lesquels peuvent être amenés, en position de fonctionnement, en appui sur les
régions antérieures des épaules d'un patient,
- le dispositif de bascule peut être mis en appui avec son support de bascule (3)
contre le dos d'un patient, et
- sur le dispositif de bascule est en outre prévu un dispositif d'actionnement (27)
qui, par rapport aux deux contre-supports (13), est prévu sur l'autre côté du support
de bascule (3), via lequel les deux contre-supports (13) mis en appui sur la région
antérieure des épaules d'un patient peuvent pivoter autour de l'axe de pivotement
(29) formé par le support de bascule (3).
2. Appareil de rééducation selon la revendication 1, caractérisé en ce que le dispositif d'actionnement (27) est réalisé au-dessous du support (3).
3. Appareil de rééducation selon l'une ou l'autre des revendications 1 et 2, caractérisé en ce que le dispositif d'actionnement (27) comprend deux montants (9, 27) qui, depuis le tronçon
de base (1) au-dessous du support (3), sont pourvus d'un tronçon s'étendant vers l'avant.
4. Appareil de rééducation selon la revendication 3, caractérisé en ce que le dispositif d'actionnement (27) présente des tronçons d'extrémité (27) s'étendant
vers l'avant qui, lorsque l'appareil de rééducation est appliqué, viennent se placer
de telle sorte que l'on peut les saisir avec une main.
5. Appareil de rééducation selon l'une ou l'autre des revendications 3 et 4, caractérisé en ce qu'une corde de déclenchement (28) servant de dispositif de traction peut être ancrée
sur chacun des deux montants (9, 27).
6. Appareil de rééducation selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que les deux contre-supports (13) sont prévus en décalage latéral mutuel et sont fixés
au-dessus du support (3) directement ou indirectement sur le tronçon de base (1).
7. Appareil de rééducation selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que les deux contre-supports (3) peuvent être réglés et fixés différemment dans leur
espacement latéral et/ou dans leur position relative par rapport au tronçon de base
(1) ou au support (3).
8. Appareil de rééducation selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que les contre-supports (13) sont placés sur des montants (21, 41, 45) qui partent du
tronçon de base (1) et qui vus latéralement sont formés en forme d'arc ou à la manière
d'un U renversé.
9. Appareil de rééducation selon la revendication 8, caractérisé en ce que les contre-supports (13) sont placés sur les montants partant du tronçon de base
(1) et s'étendant vers le haut en forme d'arc (12) ou en forme de U (43, 45).
10. Appareil de rééducation selon l'une des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que sur les montants (9, 12) partant du tronçon de base (1) et s'étendant vers le haut
est agencée une traverse de liaison (21) sur laquelle sont placés les contre-supports
(13).
11. Appareil de rééducation selon la revendication 10, caractérisé en ce que les contre-supports (13) placés sur la traverse de liaison (21) sont réglables avec
un écartement latéral différent au moyen d'un mécanisme de réglage et de fixation
(23) approprié et/ou la traverse de liaison (21) est réglable au moyen d'un mécanisme
de réglage et de fixation (23) dans différentes positions relatives de déplacement
longitudinal par rapport aux montants partant du tronçon de base (1).
12. Appareil de rééducation selon l'une ou l'autre des revendications 10 et 11, caractérisé en ce que la traverse de liaison (21) est formée à la manière d'une traverse de réglage en
forme de U, en vue de dessus, avec deux branches longitudinales décalées latéralement
qui sont reliées l'une à l'autre par un tronçon de base (45a), tandis que le tronçon
de base (45a) reliant les deux branches longitudinales est réglable dans une position
relative différente.
13. Appareil de rééducation selon la revendication 12, caractérisé en ce que les branches longitudinales présentent une extrémité de branche libre, et en ce que les contre-supports (13) sont réalisés ou peuvent être fixés sur la région des extrémités
libres des branches de la traverse de réglage (45).
14. Appareil de rééducation selon l'une des revendications 1 à 13, caractérisé en ce que les montants rapportés (43) peuvent être enfichés et ancrés sur le tronçon de base
(1).
15. Appareil de rééducation selon l'une des revendications 1 à 14, caractérisé en ce que plusieurs traverses de liaison (7, 21, 43) sont réalisées en s'étendant entre les
deux montants longitudinaux (9).
16. Appareil de rééducation selon l'une des revendications 1 à 15, caractérisé en ce que les deux montants longitudinaux (9) ont la même configuration en vue latérale.
17. Appareil de rééducation selon l'une des revendications 1 à 16, caractérisé en ce que les deux montants longitudinaux (9) décalés latéralement se transforment en bas dans
les montants de déclenchement.
18. Appareil de rééducation selon l'une des revendications 1 à 17 caractérisé en ce que les contre-supports (13) peuvent être adaptés à la partie d'épaule respective en
s'orientant automatiquement et sont par conséquent pivotables au moins dans une certaine
plage angulaire.
19. Appareil de rééducation selon l'une des revendications 1 à 18 caractérisé en ce que les contre-supports (13) sont constitués par une boucle traversée par le bras à l'état
appliqué.
20. Appareil de rééducation selon l'une des revendications 1 à 19 caractérisé en ce que lesdits au moins deux montants latéraux (9) sont réalisés sensiblement en forme d'arc
et se transforment de préférence dans la région supérieure en un tronçon d'arc (13)
plus étroit.
21. Appareil de rééducation selon l'une des revendications 1 à 19 caractérisé en ce que les montants longitudinaux latéraux (9) présentent des tronçons de montant sensiblement
rectilignes et présentent de préférence seulement au passage entre le tronçon d'actionnement
(27) situé en bas et la région de montant postérieure un tronçon en forme d'arc ou
une région de liaison pliée.
22. Appareil de rééducation selon l'une des revendications 1 à 21, caractérisé en ce que le dispositif de bascule peut en outre être prolongé par des montants verticaux (54)
additionnels, et en ce qu'en cas de besoin, au moins une autre traverse transversale (55) peut être rapportée,
et cette traverse transversale (55) et/ou ce montant vertical (54) faisant office
de traverse ou de montant additionnel, servent de préférence d'éléments d'actionnement.
23. Appareil de rééducation selon l'une des revendications 1 à 22, caractérisé en ce que les points de liaison entre les montants individuels sont réalisés sous forme de
traverses de liaison réglables.