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(11) |
EP 1 125 845 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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03.11.2004 Patentblatt 2004/45 |
| (22) |
Anmeldetag: 10.01.2001 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)7: B65B 51/02 |
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Widerlager zum Andrücken von Verpackungsmaterial an ein Klebstoffauftragungssystem
und Klebstoffauftragungssystem
Abutment for pressing packaging material towards an adhesive applying system and adhesive
applying system
Butée pour presser un matériau d'emballage vers un système d'application d'adhésif
et système d'application d'adhésif
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH CY DE DK ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE TR |
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Priorität: |
17.02.2000 DE 10007220
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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22.08.2001 Patentblatt 2001/34 |
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Patentinhaber: TOPACK Verpackungstechnik GmbH |
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21493 Schwarzenbek (DE) |
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Erfinder: |
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- Heide, Jirko
21493 Schwarzenbek (DE)
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Vertreter: Seemann, Ralph, Dr. Dipl.-Phys. et al |
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Patentanwälte Seemann & Partner,
Ballindamm 3 20095 Hamburg 20095 Hamburg (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Widerlager zum Andrücken von Verpackungsmaterial, insbesondere
von Materialbahnen, Zuschnitten, Faltlappen von Packungen oder anderen Packungsteilen
von Zigarettenpackungen, an ein Klebstoffauftragungssystem und ein Klebstoffauftragungssystem
zum Auftragen von Klebstoff auf Verpackungsmaterial.
[0002] In modernen Verpackungsmaschinen kommen zum Leimauftrag zunehmend Düsenauftragsysteme
zum Einsatz. Grundsätzlich wird hierbei zwischen Kontaktdüsen und kontaktlosen Düsensystemen
unterschieden. Bei einem bekannten Kontaktdüsensystem der Firma VALCO wird eine ortsfest
positionierte Düse vom zu beleimenden Faltschachtelzuschnitt bzw. Blankett einer Zigarettenschachtel
überlaufen.
[0003] Auf die Laufsicherheit und den Wartungsaufwand einer Verpackungsmaschine sowie auf
die Produktqualität, also die schließlich gefaltete und verklebte Zigarettenpackung
hat die Qualität des Leimauftrages einen großen Einfluss. Hierbei ist von wesentlichem
Interesse der Kontaktbereich Düse-Zuschnitt. Um einen verlässlichen und ordentlichen
Leimauftrag zu erhalten, ist nebei dem Leimdruck der Bohrungsdurchmesser der Düse
und die Geometrie einer Nut, die in der Düsenfläche angebracht ist, und auch die genaue
Positionierung des Zuschnitts, sehr wesentlich. Hierbei bedeutet genaue Positionierung
vor allem ein möglichst flächiger Kontakt des Substrats mit der Düsenoberfläche.
[0004] Um den flächigen Kontakt des Zuschnittes mit der Düsenoberfläche zu realisieren,
kommen verschiedenartige Andruckmechanismen zum Einsatz. In der DE-OS 1 511 044 ist
beispielsweise eine speziell ausgebildete Blattfeder offenbart, die im Übrigen auch
von Herstellern der Leimsysteme empfohlen wird. Die Blattfedern sind hierbei derart
angeordnet, dass diese für ein sicheres Anliegen des zu beleimenden Materials an den
Düsen sorgen, wobei die Blattfederkraft das zu beleimende Material an die Düse drückt.
Hierbei ist die Blattfeder um eine quer zur Förderrichtung des Materials verlaufende
Achse schwenkbar.
[0005] Derartige Blattfedern, die im wesentlichen in Form von Blechen ausgestaltet sind,
haben allerdings den Nachteil, dass diese, obwohl ursprünglich gut positioniert, bei
Wartungs- oder Reinigungsarbeiten verstellt, verbogen bzw. die Halterungen unzureichend
positioniert werden. Die Folgen hiervon sind Leimverschmutzungen an der Düse, an der
Packung und nachfolgenden Maschinen teilen als auch eine relativ schlechte Beleimung
der Zuschnitte.
[0006] Im Dokument US-A-2 338 138 ist ferner ein Beleimungsmechanismus für Verpackungsherstellungsmaschinen
beschrieben, wobei ein Faltlappen eines Verpackungszuschnitts in einem bestimmten
Bereich mittels einer Beleimungsvorrichtung beleimt wird. Die Beleimungsvorrichtung
besteht aus einer senkrecht angeordneten Beleimungswalze, an der eine Andrückrolle
angeordnet ist. Die Drehachsen der Beleimungswalze und der Andrückrolle sind hierfür
parallel zueinander angeordnet. Die Andrückrolle wird über zwei Stangen parallel zur
Beleimungswalze gehalten und ist daher lediglich in einem translatorischen Freiheitsgrad
bewegbar.
[0007] Demgegenüber liegt der Erfindung die Aufgabe zu Grunde, eine wiederholbar und ohne
viel Einstellaufwand realisierbare gute Anlage des zu beleimenden Materials am Düsenkopf
sicherzustellen, wobei auch toleranzbedingte Schiefstellungen der Auftragsdüse zur
Materialebene in möglichst viele Richtungen und bevorzugt in alle Richtungen kompensiert
werden können.
[0008] Gelöst wird diese Aufgabe durch ein Widerlager zum Andrücken von Verpackungsmaterial,
insbesondere von Materialbahnen, Zuschnitten, Faltlappen von Packungen oder anderen
Packungsteilen von Zigarettenpackungen, an ein Klebstoffauftragungssystem, wobei das
Widerlager ein rückstellend gelagertes Andruckelement umfasst und das Verpackungsmaterial
in einer Laufrichtung zwischen dem Andruckelement und dem Klebstoffauftragungssystem
bewegbar ist, das dadurch weitergebildet ist, dass das Andruckelement beim Durchlaufen
des Verpackungsmaterials in wenigstens zwei translatorischen Freiheitsgraden bewegbar
ist.
[0009] In der Mechanik bzw. Physik wird die Bewegungsmöglichkeit eines Körpers allgemein
als Freiheitsgrad verstanden. Ein im Raum frei beweglicher starrer Körper besitzt
insgesamt drei Freiheitsgrade der Translation und drei Freiheitsgrade der Rotation.
[0010] Bei kartesischen Koordinaten, bei denen beispielsweise die Laufrichtung des Verpackungsmaterials
in X-Achsen-Richtung liegt und das Andruckelement in Y-Achsen-Richtung bzw. entgegengesetzt
der Y-Achsen-Richtung an das Klebstoffauftragungssystem drückt, mit ferner einer Z-Achse,
die senkrecht auf der durch die X- und Y-Achse gespannten Ebene liegt, bedeutet die
Möglichkeit der Bewegung in einem Freiheitsgrad insbesondere eine Bewegung in eine
Achsrichtung oder entgegengesetzt hierzu. Die Bewegung in zwei Freiheitsgraden bedeutet
insbesondere eine Drehbewegung um eine der Achsen, also insbesondere eine Bewegung
in einer Ebene, die durch zwei Achsen aufgespannt ist. Eine Bewegung in zwei Freiheitsgraden
bedeutet insbesondere die Möglichkeit der Bewegung in zwei Achsrichtungen oder entgegengesetzt
hierzu oder eine Bewegung in einer Achsrichtung gekoppelt mit einer Drehbewegung um
eine weitere Achse. Eine Bewegung in drei Freiheitsgraden bedeutet insbesondere eine
Bewegung in beliebiger Richtung im dreidimensionalen Raum. Im Rahmen dieser Erfindung
bedeutet Klebstoff insbesondere auch Leim, und zwar insbesondere sowohl Kaltleim als
auch Heißleim.
[0011] Durch das erfindungsgemäße Widerlager ist es bei einem Verkippen des Klebstoffauftragungssystems
relativ zur Materialbahnebene möglich, dieses Verkippen zu kompensieren und das zu
verklebende Verpackungsmaterial flächig an den Düsenkopf bzw. das Klebstoffauftragungssystem
anzudrücken. Dieses ist insbesondere wiederholbar und ohne Einstellaufwand möglich.
Hierbei werden insbesondere auch toleranzbedingte Schiefstellungen des Klebstoffauftragungssystems
bzw. der entsprechenden Auftragsdüse zur Materialebene des Verpackungsmaterials kompensiert.
[0012] Vorzugsweise ist die Rückstellkraft des rückstellend gelagerten Andruckelements einstellbar.
[0013] Vorzugsweise ist das Andruckelement in drei Freiheitsgraden bewegbar, wodurch insbesondere
toleranzbedingte Schiefstellungen des Klebstoffauftragungssystems bzw. einer Auftragsdüse
zur Materialebene in alle Richtungen kompensiert werden können. Unter drei Freiheitsgraden
ist insbesondere gemeint, dass sämtliche in einem kartesischen Koordinatensystem bzw.
im dreidimensionalen Raum mögliche Bewegungen möglich sind. Damit ist das Andruckelement
insbesondere auf jede denkbare Art bewegbar, und zwar sowohl im Wesentlichen in einer
linearen Bewegung als auch in einer Drehbewegung.
[0014] Wenn wenigstens vorzugsweise eine Drehachse vorgesehen ist, kann besonders einfach
eine Verdrehung des Klebstoffauftragungssystems kompensiert werden. Ferner vorzugsweise
sind zwei oder drei Drehachsen vorgesehen.
[0015] Wenn vorzugsweise die wenigstens eine Drehachse linear in einer Führung, insbesondere
quer zur Laufrichtung des Verpackungsmaterials, bewegbar ist, können auch insbesondere
Höhendifferenzen ausgeglichen werden. Hierzu finden vorzugsweise Stifte Verwendung,
die in der Führung beispielsweise in Y-Achsen-Richtung bewegbar sind.
[0016] Vorzugsweise ist das rückstellend gelagerte Andruckelement durch wenigstens eine
Feder rückstellbar. Durch diese vorzugsweise Ausführungsform ist eine besonders einfache
Rückstellung bzw. Andruckkraft realisierbar, die insbesondere vorzugsweise einstellbar
ist. Wenn vorzugsweise das Andruckelement wenigstens teilweise federnd ausgestaltet
ist, ist ein mit wenigen Komponenten zu fertigendes Widerlager realisierbar.
[0017] Wenn vorzugsweise das Andruckelement eine Kontaktfläche aufweist, mit der das Andruckelement
mit dem Verpackungsmaterial in Kontakt tritt, wobei die Kontaktfläche wenigstens an
einer Anstoßfläche gewölbt ausgebildet ist, ist die Zufuhr von zu beleimendem Verpackungsmaterial
auch mit gewissen örtlichen Toleranzen möglich. Ferner kann bei der Ausgestaltung,
in der ein wesentlicher Teil der Kontaktfläche gewölbt ist, nämlich insbesondere derjenige
Teil, der in der Nähe und gegenüber dem Klebstoffauftragungssystem angeordnet ist
und mit diesem in Kontakt gebracht werden kann, die Bewegbarkeit des Andruckelements
verringert werden, wobei noch immer die objektive Aufgabe der Erfindung gelöst wird
und außerdem die Haltbarkeit des Andruckelements mit deren bewegbaren Komponenten
erhöht wird. Die Anstoßfläche ist der Bereich, in dem das geförderte Verpackungsmaterial
an das Andruckelement stoßen kann.
[0018] Vorzugsweise ist das Andruckelement als eine Kippe ausgestaltet. Hierbei kommt insbesondere
vorzugsweise eine Ausgestaltung mit einer ebenen Fläche in Frage, die möglicherweise
und bevorzugt auch im Anstoßbereich gewölbt ist. Die Kippe ist bevorzugterweise rückstellend
mit einer einstellbaren Rückstellkraft gelagert.
[0019] Ferner vorzugsweise ist das Andruckelement sphärisch im Widerlager gelagert. Durch
eine entsprechende sphärische Lagerung ist eine einfache Realisierung der Bewegbarkeit
in insbesondere drei Freiheitsgraden möglich.
[0020] Die Erfindung wird ferner durch ein Klebstoffauftragungssystem zum Auftragen von
Klebstoff auf Verpackungsmaterial, insbesondere von Materialbahnen, Zuschnitten, Faltlappen
von Packungen oder anderen Packungsteilen von Zigarettenpackungen, wobei ein Widerlager
vorgesehen ist, so dass das Verpackungsmaterial von dem Klebstoffauftragungssystem
an das Widerlager drückbar ist und wobei das Verpackungsmaterial in einer Laufrichtung
zwischen einem Andruckelement und dem Klebstoffauftragungssystem bewegbar ist, gelöst,
das dadurch weitergebildet ist, dass das Klebstoffauftragungssystem oder ein Teil
davon, das in Kontakt mit dem Verpackungsmaterial kommt, beim Durchlaufen des Verpackungsmaterials
in wenigstens einem translatorischen Freiheitsgrad bewegbar ist. Ein Drücken von dem
Auftragungssystem an das Widerlager beinhaltet im Rahmen dieser Erfindung auch ein
Drücken von dem Widerlager an das Auftragungssystem.
[0021] Auch durch diese Lösung wird die objektive Aufgabe gelöst, dass nämlich eine flache
Anlage des zu beleimenden Materials am Klebstoffauftragungssystem bzw. am Düsenkopf
sichergestellt wird. Auch hierbei können toleranzbedingte Schiefstellungen der Auftragsdüse
bzw. des Klebstoffauftragungssystems zur Materialebene in möglichst viele Richtungen
und bevorzugterweise in alle Richtungen kompensiert werden.
[0022] Vorzugsweise ist das Klebstoffauftragungssystem oder das Teil davon in zwei oder
drei Freiheitsgraden bewegbar. Vorzugsweise umfasst das Teil des Klebstoffauftragungssystems
den Düsenkopf. Wenn vorzugsweise das Klebstoffauftragungssystem oder das Teil davon
rückstellend gelagert ist, und zwar insbesondere vorzugsweise mit einer einstellbaren
Rückstellkraft, ist eine besonders einfache Ausgestaltung des Klebstoffauftragungssystems
möglich.
[0023] Vorzugsweise ist wenigstens eine Drehachse vorgesehen, mit der Verdrehungen besonders
einfach kompensiert werden können. Wenn vorzugsweise die wenigstens eine Drehachse
linear in einer Führung, insbesondere quer zur Laufrichtung des Verpackungsmaterials,
bewegbar ist; können auch besonders einfach Höhendifferenzen zum Andruckelement kompensiert
werden.
[0024] Vorzugsweise ist das Klebstoffauftragungssystem oder das Teil davon durch wenigstens
eine Feder rückstellbar. Wenn vorzugsweise das Klebstoffauftragungssystem oder das
Teil davon wenigstens teilweise federnd ausgestaltet ist, ist eine besonders einfache
Bauart möglich.
[0025] Vorzugsweise umfasst eine Einrichtung zum Auftragen von Klebstoff auf Verpackungsmaterial,
insbesondere auf Teilen von Zigarettenpackungen, ein vorgenanntes Widerlager und/oder
ein vorgenanntes Klebstoffauftragungssystem.
[0026] Die Erfindung wird nachstehend ohne Beschränkung des allgemeinen Erfindungsgedankens
anhand von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme auf die Zeichnungen exemplarisch
beschrieben, auf die im übrigen bezüglich der Offenbarung aller im Text nicht näher
erläuterten erfindungsgemäßen Einzelheiten ausdrücklich verwiesen wird.
Es zeigen:
[0027]
- Fig. 1
- ein Düsenkopf schematisch von unten dargestellt,
- Fig. 2
- eine schematische Schnittdarstellung des Düsenkopfes von Fig. 1 in Seitenansicht mit
einem Teil eines zu beleimenden Faltschachtelzuschnitts,
- Fig. 3
- eine der Fig. 2 entsprechende Schnittdarstellung, wobei der Düsenkopf in zwei verschiedenen
Richtungen gegenüber dem Faltschachtelzuschnitt, verkippt ist,
- Fig. 4
- eine Seitenansicht der Düse, bei der zwei verschiedene Verkippungen dargestellt sind,
- Fig. 5
- eine schematische Querschnittsdarstellung einer Düse mit einem Widerlager, und
- Fig. 6
- eine schematische Schnittdarstellung der Elemente der Fig. 5 aus einer anderen Richtung.
[0028] In den folgenden Figuren sind jeweils gleiche oder entsprechende Teile mit denselben
Bezugszeichen bezeichnet, so dass auf eine erneute Vorstellung verzichtet wird und
lediglich die Abweichungen der in diesen Figuren dargestellten Ausführungsbeispiele
gegenüber dem ersten Ausführungsbeispiel erläutert werden:
[0029] Fig. 1 zeigt eine Kontaktdüse beispielsweise der Firma VALCO, die einen Düsenkörper
11 aufweist, eine Düsenöffnung 12 und eine Nut 10. Derartige Düsen sind beispielsweise
ortsfest positioniert und werden von einem Faltschachtelzuschnitt bzw. einem Blankett
bei der Verpackung von Zigaretten in Zigarettenschachteln überlaufen oder überstrichen.
Wenn beispielsweise Zigarettenblöcke schon in den Zigarettenschachtel eingebracht
sind und nur noch die Seitenlappen zu verkleben und umzuschlagen sind, werden diese
über entsprechende Düsen geführt, wobei hierbei die zu beleimenden Seitenlappen an
den entsprechenden Stellen mit Heißleim oder Kaltleim beleimt werden. Um eine entsprechende
Beleimung durchzuführen, besitzt die Düse eine mit einer Nut 10 versehene Fläche,
über die der Faltschachtelzuschnitt bewegt wird. Die Nut 10 in der Düsenfläche bzw.
Kontaktfläche 14 ist in Bewegungsrichtung des Blanketts geöffnet und endet an einer
Abrisskante. Für die Dauer des Leimauftrages tritt Leim über eine Zuführbohrung 13,
die in Fig. 2 dargestellt ist, über eine Düsenöffnung 12 in die Nut ein und wird mit
der Bewegung des Zuschnittes auf diesen übertragen. Ein der Zuführbohrung vorgeschaltetes
Ventil sorgt für die Zu- und Abschaltung des Leimflusses und somit die Positionierung
der Leimspur in Abhängigkeit der Bewegung des Blanketts.
[0030] Nach Versehen der Seitenlappen des Blanketts mit Leim werden die Seitenlappen umgefaltet
oder umgeschlagen und in Kontakt mit weiterem Verpackungsmaterial gebracht, so dass
ein Verkleben dieser Seitenlappen mit dem weiteren Material des Blanketts ermöglicht
wird. Bevorzugterweise werden Seitenlappen von Hartbecherfaltschachteln durch entsprechende
Düsensysteme beleimt, und zwar insbesondere bevorzugterweise unmittelbar vor dem Umschlagen
der Seitenlappen.
[0031] Figur 2 stellt den Düsenkörper 11 und Papier 20 bzw. dünnen Karton, aus dem das Blankett
besteht, bzw. die Seitenlappen des Blanketts bestehen, im Schnitt dar. Es ist insbesondere
der flächige Kontakt zwischen dem Düsenkörper 11 und dem Papier 20 an der Kontaktfläche
14 dargestellt.
[0032] Bei der Justierung der Düse, beispielsweise bei Wartungs- oder Reinigungsarbeiten
kommt es ggf. zu einer unzureichenden Positionierung, die schematisch in den Fig.
3 und 4 dargestellt sind. Hierbei sind die Düsen derart zu den Blanketts bzw. Seitenlappen
verkippt, dass keine flächige Kontaktfläche 14 mehr existiert. Die Nut ist hierbei
von dem Papier bzw. dem dünnen Karton nach oben hin nicht allseitig verschlossen,
so dass der Leim auch in andere Richtungen als diejenige, die sich durch das Papier
im Zusammenhang mit der Kontaktfläche in der Bewegungsrichtung bei ordnungsgemäßer
Justierung bildende Öffnung, entweichen kann. Hierbei kommt es zu einer unsauberen
Leimspur und zu einem schlechten Spurabriss mit den nachfolgenden Düsenverschmutzungen
und auch Verschmutzungen der nachfolgenden Apparateteile mit Leim.
[0033] Fig. 5 zeigt eine erfindungsgemäße Ausführungsform der vorliegenden Erfindung in
schematischer Querschnittsdarstellung. Der Düsenkörper 10 ist hier mit der Kontaktfläche
14 anliegend an einen Andruckklotz 33 dargestellt. Der Andruckklotz 33 wird durch
eine Feder 32 in Richtung Düsenkörper 11 bzw. Kontaktfläche 14 gedrückt. In den dargestellten
kartesischen Koordinaten, nämlich den X,Y und Z-Achsen drückt die Feder 32 entgegengesetzt
der Y-Achse. Ein Blankett bzw. die Seitenlappen eines Blanketts werden zwischen den
Andruckklotz 33 und den Düsenkörper 11 hindurchbewegt. Der Kontaktbereich des Andruckklotzes
33 ist hier ballig bzw. gewölbt ausgestaltet. Durch diese Ausgestaltung wird eine
im Wesentlichen senkrechte Linienberührung zur Bewegungsrichtung der Materialbahn
erzeugt. Damit ist gewährleistet, dass eine Verdrehung der Düse um die Z-Achse nicht
zu einem Kontaktverlust führt. Hierbei kann der Radius bzw. die gewölbte Andruckfläche
des Andruckklotzes 33 auf der Düsenfläche abrollen, wobei sich die Lage der Andrucklinie
bzw. der Kontaktfläche 14 nur geringfügig in oder entgegen der Laufrichtung des Zuschnittes
verschiebt.
[0034] Ferner ist der Andruckklotz 33 in parallel zur Papierbewegung angebrachten Stiften
in einer Führung bzw. in Langlöchern derart gelagert, dass sowohl eine Verschiebung
in Y-Richtung oder entgegengesetzt hierzu, als auch eine Verdrehung um die X-Achse
kompensiert werden kann. Für den letztgenannten Fall wird der Andruckklotz 33 um die
Drehachse 36, die der Mittellinie der Stifte 35 entspricht, gedreht. Das Widerlager
30 umfasst ferner eine Halterung 31, in der insbesondere die Feder 32 gehaltert ist.
[0035] Vorzugsweise ist, wie in Fig. 6 dargestellt ist, im Bereich der Nut 10 der Düse ebenfalls
eine Nut 37 im Andruckklotz vorgesehen, um Kontakt mit dem leimführenden Bereich der
Düse zu vermeiden, wenn kein Blankett bzw. keine Seitenlappen eines Blanketts zwischen
der Düse und dem Andruckklotz hindurchgeführt werden.
[0036] Alternativ zur gewölbten Oberfläche des Andruckklotzes 33 kann auch eine plane Oberfläche
vorgesehen sein, die bevorzugterweise eine gewölbte Anstoßfläche aufweist. In diesem
Fall ist es sinnvoll, den Andruckklotz in Art einer Kippe auszugestalten, bei der
rückstellende Maßnahmen bzw. Mittel vorgesehen sind, die den Andruckklotz 33 immer
in Richtung einer Ausgangsstellung drückt.
[0037] Alternativ zu diesem Ausführungsbeispiel ist es auch möglich, die Düse alleine oder
in Kombination mit einem vorbeschriebenen Widerlager bewegbar auszugestalten.
1. Widerlager (30) zum Andrücken von Verpackungsmaterial (20), insbesondere von Materialbahnen,
Zuschnitten, Faltlappen von Packungen oder anderen Packungsteilen von Zigarettenpackungen,
an ein Klebstoffauftragungssystem (11), wobei das Widerlager (30) ein rückstellend
gelagertes Andruckelement (33) umfasst und das Verpackungsmaterial (20) in einer Laufrichtung
zwischen dem Andruckelement (33) und dem Klebstoffauftragungssystem (11) bewegbar
ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Andruckelement (33) beim Durchlaufen des Verpackungsmaterials (20) in wenigstens
zwei translatorischen Freiheitsgraden bewegbar ist.
2. Widerlager (30) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Andruckelement (33) in drei Freiheitsgraden bewegbar ist.
3. Widerlager (30) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine Drehachse (36) vorgesehen ist.
4. Widerlager (30) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens eine Drehachse (36) linear in einer Führung (34), insbesondere quer
zur Laufrichtung des Verpackungsmaterials, bewegbar ist.
5. Widerlager (30) nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das rückstellend gelagerte Andruckelement (33) durch wenigstens eine Feder (32) rückstellbar
ist.
6. Widerlager (30) nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Andruckelement (33) wenigstens teilweise federnd ausgestaltet ist.
7. Widerlager (30) nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Andruckelement (33) eine Kontaktfläche (14) aufweist, mit der das Andruckelement
(33) mit dem Verpackungsmaterial (20) in Kontakt tritt, wobei die Kontaktfläche (14)
wenigstens an einer Anstoßfläche gewölbt ausgebildet ist.
8. Widerlager (30) nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Andruckelement (33) als eine Kippe ausgestaltet ist.
9. Widerlager (30) nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Andruckelement (33) sphärisch im Widerlager (30) gelagert ist.
10. Klebstoffauftragungssystem (11) zum Auftragen von Klebstoff auf Verpackungsmaterial
(20), insbesondere von Materialbahnen, Zuschnitten, Faltlappen von Packungen oder
anderen Packungsteilen von Zigarettenpackungen, wobei ein Widerlager (30) vorgesehen
ist, so dass das Verpackungsmaterial (20) von dem Klebstoffauftragungssystem (11)
an das Widerlager (30) drückbar ist und wobei das Verpackungsmaterial (20) in einer
Laufrichtung zwischen einem Andruckelement (33) und dem Klebstoffauftragungssystem
(11) bewegbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Klebstoffauftragungssystem (11) oder ein Teil davon, das in Kontakt mit dem Verpackungsmaterial
(20) kommt, beim Durchlaufen des Verpackungsmaterials (20) in wenigstens einem translatorischen
Freiheitsgrad bewegbar ist.
11. Klebstoffauftragungssystem (11) nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Klebstoffauftragungssystem (11) oder das Teil davon in zwei oder drei Freiheitsgraden
bewegbar ist.
12. Klebstoffauftragungssystem (11) nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass dieses oder das Teil davon rückstellend gelagert ist.
13. Klebstoffauftragungssystem (11) nach einem oder mehreren der Ansprüche 10 bis 12,
dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine Drehachse vorgesehen ist.
14. Klebstoffauftragungssystem (11) nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens eine Drehachse linear in einer Führung, insbesondere quer zur Laufrichtung
des Verpackungsmaterials (20), bewegbar ist.
15. Klebstoffauftragungssystem (11) nach einem oder mehreren der Ansprüche 12 bis 14,
dadurch gekennzeichnet, dass dieses oder das Teil davon durch wenigstens eine Feder rückstellbar ist.
16. Klebstoffauftragungssystem (11) nach einem oder mehreren der Ansprüche 12 bis 14,
dadurch gekennzeichnet, dass dieses oder das Teil davon wenigstens teilweise federnd ausgestaltet ist.
17. Einrichtung zum Auftragen von Klebstoff auf Verpackungsmaterial (20), insbesondere
auf Teilen von Zigarettenpackungen, mit einem Widerlager (30) nach einem oder mehreren
der Ansprüche 1 bis 9 und/oder einem Klebstoffauftragungssystem (11) nach einem oder
mehreren der Ansprüche 10 bis 16.
1. A counter-support (30) for pressing packaging material (20), particularly of material
webs, blanks, folding lugs of packets or other packet parts of cigarette packets,
against an adhesive-application system (11), the counter-support (30) including a
resettably mounted pressure element (33) and the packaging material (20) being movable
in a running direction between the pressure element (33) and the adhesive-application
system (11), characterised in that the pressure element (33) is movable in at least two translatory degrees of freedom
as the packaging material (20) passes through.
2. A counter-support (30) according to Claim 1, characterised in that the pressure element (33) is movable in three degrees of freedom.
3. A counter-support (30) according to Claim 1 or 2, characterised in that at least one swivel pin (36) is provided.
4. A counter-support (30) according to Claim 3, characterised in that the at least one swivel pin (36) is linearly movable in a guide (34), particularly
transversely to the running direction of the packaging material.
5. A counter-support (30) according to one or more of Claims 1 to 4, characterised in that the resettably mounted pressure element (33) is resettable by means of at least one
spring (32).
6. A counter-support (30) according to one or more of Claims 1 to 4, characterised in that the pressure element (33) is constructed such that it is at least partially resilient.
7. A counter-support (30) according to one or more of Claims 1 to 6, characterised in that the pressure element (33) has a contact face (14) by means of which the pressure
element (33) comes into contact with the packaging material (20), the contact face
(14) being constructed such that it is curved at least along an abutting face.
8. A counter-support (30) according to one or more of Claims 1 to 6, characterised in that the pressure element (33) is constructed as a tilting element.
9. A counter-support (30) according to one or more of Claims 1 to 8, characterised in that the pressure element (33) is spherically mounted in the counter-support (30).
10. An adhesive-application system (11) for applying adhesive to packaging material (20),
particularly of material webs, blanks, folding lugs of packets or other packet parts
of cigarette packets, a counter-support (30) being provided so that the packaging
material (20) can be pressed against the counter-support (30) by the adhesive-application
system (11), and the packaging material (20) being movable in a running direction
between a pressure element (33) and the adhesive-application system (11), characterised in that the adhesive-application system (11), or a part of it which comes into contact with
the packaging material (20), is movable in at least one translatory degree of freedom
as the packaging material (20) passes through.
11. An adhesive-application system (11) according to Claim 10, characterised in that the adhesive-application system (11), or the part of it, is movable in two or three
degrees of freedom.
12. An adhesive-application system (11) according to Claim 10 or 11, characterised in that this, or the part of it, is resettably mounted.
13. An adhesive-application system (11) according to one or more of Claims 10 to 12, characterised in that at least one swivel pin is provided.
14. An adhesive-application system (11) according to Claim 13, characterised in that the at least one swivel pin is linearly movable in a guide, particularly transversely
to the running direction of the packaging material (20).
15. An adhesive-application system (11) according to one or more of Claims 12 to 14, characterised in that this, or the part of it, is resettable by means of at least one spring.
16. An adhesive-application system (11) according to one or more of Claims 12 to 14, characterised in that this, or the part of it, is constructed such that it is at least partially resilient.
17. A device for applying adhesive to packaging material (20), particularly to parts of
cigarette packets, having a counter-support (30) according to one or more of Claims
1 to 9 and/or an adhesive-application system (11) according to one or more of Claims
10 to 16.
1. Butée (30) pour presser du matériau d'emballage (20), notamment de bandes de matériau,
flans, languettes pliables d'emballages ou autres parties d'emballage de paquets de
cigarettes, contre un système d'application d'adhésif (11), la butée (30) comprenant
un organe de pressage (33) monté avec effet de rappel et le matériau d'emballage (20)
étant déplaçable, dans une direction de défilement, entre l'organe de pressage (33)
et le système d'application d'adhésif (11), caractérisée en ce que l'organe de pressage (33) est déplaçable, lors du passage du matériau d'emballage
(20), suivant au moins deux degrés de liberté en translation.
2. Butée (30) selon la revendication 1, caractérisée en ce que l'organe de pressage (33) est déplaçable suivant trois degrés de liberté.
3. Butée (30) selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce qu'il est prévu au moins un axe de rotation (36).
4. Butée (30) selon la revendication 3, caractérisée en ce que l'axe de rotation (36) ou chacun des axes de rotation est déplaçable linéairement
dans un guide (34), notamment dans une direction transversale à la direction de défilement
du matériau d'emballage:
5. Butée (30) selon une ou plusieurs des revendications 1 à 4, caractérisée en ce que l'organe de pressage (33), monté avec effet de rappel, peut être rappelé au moyen
d'au moins un ressort (32).
6. Butée (30) selon une ou plusieurs des revendications 1 à 4, caractérisée en ce que l'organe de pressage (33) est d'une conception au moins partiellement élastique.
7. Butée (30) selon une ou plusieurs des revendications 1 à 6, caractérisée en ce que l'organe de pressage (33) présente une surface de contact (14), avec laquelle l'organe
de pressage (33) entre en contact avec le matériau d'emballage (20), la surface de
contact (14) étant réalisée sous une forme incurvée au moins au niveau d'une surface
d'appui.
8. Butée (30) selon une ou plusieurs des revendications 1 à 6, caractérisée en ce que l'organe de pressage (33) est conçu sous forme d'une bascule.
9. Butée (30) selon une ou plusieurs des revendications 1 à 8, caractérisée en ce que l'organe de pressage (33) est monté sous une configuration sphérique dans la butée
(30).
10. Système d'application d'adhésif (11) destiné à appliquer de l'adhésif sur du matériau
d'emballage (20), notamment de bandes de matériau, flans, languettes pliables d'emballages
ou autres parties d'emballage de paquets de cigarettes, une butée (30) étant alors
prévue pour que le matériau d'emballage (20) puisse être pressé par le système d'application
d'adhésif (11) contre la butée (30), et le matériau d'emballage (20) étant déplaçable,
dans une direction de défilement, entre un organe de pressage (33) et le système d'application
d'adhésif (11), caractérisé en ce que le système d'application d'adhésif (11) ou un élément de celui-ci, qui vient en contact
avec le matériau d'emballage (20), est, lors du passage du matériau d'emballage (20),
déplaçable suivant au moins un degré de liberté en translation.
11. Système d'application d'adhésif (11) selon la revendication 10, caractérisé en ce que le système d'application d'adhésif (11) ou l'élément de celui-ci est déplaçable suivant
deux ou trois degrés de liberté.
12. Système d'application d'adhésif (11) selon la revendication 10 ou 11, caractérisé en ce que ce système ou l'élément de celui-ci est monté avec effet de rappel.
13. Système d'application d'adhésif (11) selon une ou plusieurs des revendications 10
à 12, caractérisé en ce qu'il est prévu au moins un axe de rotation.
14. Système d'application d'adhésif (11) selon la revendication 13, caractérisé en ce que l'axe de rotation ou chacun des axes de rotation est déplaçable linéairement dans
un guide, notamment dans une direction transversale à la direction de défilement du
matériau d'emballage (20).
15. Système d'application d'adhésif (11) selon une ou plusieurs des revendications 12
à 14, caractérisé en ce que ce système ou l'élément de celui-ci peut être rappelé au moyen d'au moins un ressort.
16. Système d'application d'adhésif (11) selon une ou plusieurs des revendications 12
à 14, caractérisé en ce que ce système ou l'élément de celui-ci est d'une conception au moins partiellement élastique.
17. Dispositif pour l'application d'adhésif sur du matériau d'emballage (20), notamment
sur des parties d'emballages pour cigarettes, comportant une butée (30) selon une
ou plusieurs des revendications 1 à 9 et/ou un système d'application d'adhésif (11)
selon une ou plusieurs des revendications 10 à 16.