| (19) |
 |
|
(11) |
EP 1 125 875 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
|
07.07.2004 Patentblatt 2004/28 |
| (22) |
Anmeldetag: 01.02.2001 |
|
| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC)7: B65H 29/40 |
|
| (54) |
Schaufelradanordnung für flächige Exemplare
Arrangement of star wheels for flat exemplars
Arrangement de roues à aubes pour exemplaires plats
|
| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
|
CH DE FR GB LI NL |
| (30) |
Priorität: |
18.02.2000 DE 10007548 10.07.2000 FR 0008973
|
| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
|
22.08.2001 Patentblatt 2001/34 |
| (73) |
Patentinhaber: Heidelberger Druckmaschinen
Aktiengesellschaft |
|
69115 Heidelberg (DE) |
|
| (72) |
Erfinder: |
|
- Duhamel, Claude
60140 Mogneville (FR)
- Lanvin, Serge
60660 Cires les Mello (FR)
- Robin, Philippe
60660 Cires les Mello (FR)
|
| (74) |
Vertreter: Isenbruck, Günter, Dr. et al |
|
Isenbruck, Bösl, Hörschler, Wichmann, Huhn, Patentanwälte
Theodor-Heuss-Anlage 12 68165 Mannheim 68165 Mannheim (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 934 896 US-A- 5 156 389
|
US-A- 4 925 179 US-A- 5 975 525
|
|
| |
|
|
|
|
| |
|
| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Schaufelradanordnung für flächige Exemplare,
wobei die Schaufelradanordnung in bahnverarbeitenden Rotationsdruckmaschinen nachgeordneten
Falzapparaten vorgesehen ist.
[0002] EP 0 408 902 B1 bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Auslegen von Druckereiprodukten.
In einer Druckereimaschine ist ein drehend angetriebenes Schaufelrad vorgesehen, der
eine bezüglich des Schaufelrades exzentrisch gelagertes in gleicher Drehrichtung und
mit geringerer Umfangsgeschwindigkeit als das Schaufelrad antreibbare radförmige Ausstoßanordnung
zugeordnet ist. Am Umfang der Ausstoßanordnung sind Anschläge aufgenommen. Mit diesen
werden die in die Taschen des Schaufelrades eingeschossenen und in Folge der Relativgeschwindigkeit
zwischen den Anschlägen und den Taschen zunächst auf die Anschläge auflaufenden Druckereiprodukte
mit vorgegebenem Abstand aus den Taschen ausgestoßen. Die Anzahl der ausstoßwirksamen
Anschläge ist veränderbar.
[0003] Aus US 5,125,643 ist eine Anordnung zur Auslage von Druckereiprodukten bekanntgeworden.
Bei dieser Konfiguration sind Schaufelrädern zwei Auswurfräder zugeordnet, die in
Umfangsrichtung relativ zueinander positionierbar sind. Die Auswurfräder haben ein
sägezahnförmiges Profil. Stehen die ein Sägezahnprofil am Umfang der Auswurfräder
erzeugenden Anschläge um eine halbe Anschlagweite in Umfangsrichtung verdreht zueinander,
so läßt sich ein regelmäßiger Schuppungsabstand aufeinander folgender Exemplare an
dieser Schaufelradanordnung einstellen. Sind die beiden Auswurfräder hingegen exakt
in Phase zueinander gestellt, so werden jeweils zwei aus den Taschen der Schaufelräder
ausgestoßene Exemplare übereinander gelegt und ein Schuppenstrom auf dem Auslageband
gebildet, in welchem jeweils zwei exakt übereinander liegende Exemplare in regelmäßigem
Abstand von den jeweils zwei exakt übereinander liegenden vorhergehenden Exemplaren
ausgelegt werden.
[0004] US 5,156,389 bezieht sich auf eine Schaufelradauslage mit formatabhängig verstellbaren
Exemplarführungen, die jeweils an den äußersten Schaufelradscheiben, sowie an einer
oder mehreren zwischen den äußeren Schaufelradscheiben angeordneten mittleren Schaufelradscheiben
vorgesehen sind. Mit diesen verschwenkbar angeordneten Produktführungen kann die Exemplarauslage
jeweils verschiedenen zu verarbeitenden Exemplarbreiten angepaßt werden.
[0005] Ausgehend vom Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, die Geometrien
von flächigen Exemplaren unterschiedlicher Seitenzahlen und Flächengewichte aufnehmender
Schaufelradtaschen an die jeweilige Beschaffenheit der auszulegenden Exemplare anzupassen.
[0006] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch die Merkmale des Patentanspruches 1 gelöst.
[0007] Die mit der erfindungsgemäßen Lösung einhergehenden Vorteile sind darin zu erblicken,
daß die Taschenweite von flächige Exemplare aufnehmenden Schaufelradtaschen sowohl
an die Seitenzahl auszulegende Exemplare als auch an die Flächengewichte oder Grammaturen
des jeweiligen Bedruckstoffes angepaßt werden kann. Die Schaufelradtaschen werden
in ihrer Taschenweite derart verengt, daß die flächigen Exemplare aus Bedruckstoffen
niedrigeren Flächengewichtes durch die tragende Begrenzungsfläche und nachlaufende
Fläche, d. h. die Begrenzung der Schaufelradtaschen, wesentlich enger geführt werden.
Dadurch läßt sich ein Flattern oder ein Verwinkeln, sowie ein Eckenumschlagen der
mit hoher Geschwindigkeit in die Einlaufbereiche der Schaufelradtaschen eintretenden
Exemplare geringerer Grammaturen zuverlässig vermeiden. Dies steigert die Produktivität
einer bahnverarbeitenden Rollenrotationsdruckmaschine erheblich, wobei unerheblich
ist, ob die erfindungsgemäße Schaufelradauslage in Falzapparaten mit Punkturensystemen
für den Exemplartransport oder in punkturlosen Falzapparaten zum Einsatz kommt. Durch
das Verengen der Taschenweite der Schaufelradtaschen mittels eines eine zweite Taschenweite
definierenden sichelförmigen Bereiches, ist der verengte Verlauf der Taschengeometrie
konstant über die Taschenlänge bis zum Taschengrund, was das Einlaufen der Exemplare
günstig beeinflußt.
[0008] In weiterer Ausgestaltung des der Erfindung zugrundeliegenden Gedankens, ist zwischen
den Schaufelradscheiben eines Schaufelrades eine Arretierung vorgesehen. Mit dieser
Arretierung, die manuell beim Einstellen des Falzmodus' oder im Rahmen der Einrichtung
der Rotation auch ferngesteuert ausgelöst und bewirkt werden kann, wird die Umfangslage
der ersten zur zweiten Schaufelradscheibe eines jeweiligen Schaufelrades definiert.
[0009] Durch die Arretierung zwischen den an der Antriebswelle nebeneinander liegend gelagerten,
relativ zueinander verdrehbaren Schaufelradscheiben, läßt sich die Taschenweite optimal
für eine erste Bedruckstoff-Grammatur und für eine oder mehrere weitere Bedruckstoff-Grammaturen
einstellen. In Abhängigkeit von der Seitenzahl der zu falzender Exemplare und vom
Flächengewicht des Papiers werden die Taschenweiten so aufgeweitet oder gegebenenfalls
so weit verengt, daß ein glattes Einlaufen der jeweiligen Exemplare in die Schaufelradtaschen
gewährleistet ist. Die beiden relativ zueinander verstellbaren Schaufelradscheiben
sind koaxial auf eine Antriebswelle aufgenommen und bilden ein Schaufelrad; von dieser
Schaufelradanordnung können mehrere nebeneinander auf der Antriebswelle gleichmäßig
beabstandet aufgenommen sein.
[0010] Um die Antriebswelle erstreckt sich der endlose Umlaufpfad einer Ausstoßanordnung,
die aus einem endlosen Band oder einer Kette besteht, die relativ zum Schaufelrad
in Phase mitläuft und die in die Schaufelradtaschen jeweils eingelaufenen Exemplare
aus diesen ausschiebt, sobald der Taschengrund auf eines der in Phase zum Schaufelrad
bewegten Ausstoßelemente trifft.
[0011] Die Relativbewegung der Schaufelradscheiben erzeugt das Einfahren eines sichelförmigen
Bereiches einer der Schaufelradscheiben in die Taschen der jeweils anderen Schaufelradscheibe.
Dadurch wird die Taschenmitte von einer ersten Taschenweite in eine zweite Taschenweite
reduziert, so daß eine Verengung des gekrümmten Taschenverlaufes in Richtung auf den
Taschengrund im wesentlichen im mittleren Bereich der Schaufelradtasche erfolgt. Die
Taschen des Schaufelrades lassen sich somit in ihrer Geometrie an den Bedruckstoff
des gefalzten Exemplares individuell anpassen.
[0012] Die Arretierung zwischen den zueinander relativ verstellbaren Schaufelradscheiben
kann als ein federbelastetes Kugelelement ausgebildet sein, welches in mehreren Rastpositionen
am Umfang einer der Schaufelradscheiben einrastet und welches eine einmal gewählte
Relativverstellung der Schaufelradscheiben zueinander fixiert. Die Rastungen können
zwei oder mehreren je nach Flächengewicht des Bedruckstoffes vorwählbaren Taschenweiten
entsprechen. Diese sind entweder manuell voreinzustellen oder werden im Rahmen der
ferngesteuerten Voreinstellung auftragsspezifisch eingestellt.
[0013] Die erfindungsgemäße Schaufelradanordnung kann an Falzapparaten mit oder ohne Punkturensetzen
zur Fixierung der Exemplare eingesetzt werden, die bahnverarbeitenden Rotationen,
seien es Akzidenz- oder Zeitungsdruckmaschinen, nachgeordnet sind.
[0014] Anhand der Zeichnung wird die Erfindung nachstehend näher erläutert.
[0015] Es zeigt:
- Fig. 1
- die Seitenansicht einer mehrere Schaufelräder enthaltenden Schaufelradanordnung über
einem Transportband,
- Fig. 2
- die Vorderansicht zweier Schaufelradscheiben mit Arretierung und
- Fig. 3
- die Umfangslage zweier Schaufelradscheiben mit durch sichelförmige, in die Schaufelradtaschen
eingefahrenen Bereiche verengten Schaufelradtaschenweiten.
[0016] Fig. 1 zeigt die Seitenansicht einer mehrere Schaufelräder enthaltenden Schaufelradanordnung
oberhalb eines ausgestoßene Exemplare abführenden Transportbandes.
[0017] Über einen Transportbänderzug 2 werden einer Schaufelradauslage 1 flächige Exemplare
3 zugeführt. Diese werden im Transportbänderzug 2 mit dem Falzrücken 4 voraustransportiert,
das offene Ende 24 läuft nach. Der Transportbänderzug 2 mündet oberhalb der Schaufelradauslage
1 und führt die Exemplare 3 den von einer Antriebswelle 6 gemeinsam aufgenommenen
Schaufelrädern 5.1, 5.2 und 5.3 zu. Je nach maximal verarbeitbarem Exemplarformat
können auch mehr als vier oder weniger als vier Schaufelräder 5 an der Antriebswelle
nebeneinander beabstandet aufgenommen sein.
[0018] Während des Eintritts in die jeweilige Schaufelradtasche 15 wird das Exemplar 3 abgebremst
und bei weiterer Rotation des Schaufelrades 5 durch Kontakt mit dem in Phase angetriebenen
Ausstoßelement 38 aus der Schaufelradtasche 15 hinausbefördert. Entgegen ihrer ursprünglichen
Einlaufrichtung in die einzelnen Schaufelradtaschen 15, gelangen die Exemplare 3 mit
ihrem offenen Ende 24 voran auf die Oberseite 27 eines Auslegebandes 9. Dort bildet
sich ein geschuppter Strom von Exemplaren 3 aus, wobei sich zwischen dem Falzrücken
4 der einzelnen Exemplare 3 ein Abstand 8 ausbildet. Die Exemplare 3 erstrekken sich
über ihre Breite 7, 22 von einer Seite des Auslegebandes 9 bis zur gegenüberliegenden
Seite.
[0019] Das Ausstoßen der in die einzelnen Schaufelradtaschen 15 eingelaufenen Exemplare
3 erfolgt über einzelne Ausstoßelemente 38. Diese sind an einem um die Antriebswelle
6 und einer Umlenkwelle 14 umlaufenden Band oder einer Kette aufgenommen und bewirken
bei weiterer Rotation des Schaufelrades 5.1 mit der Antriebswelle 6 einen Ausstoß
der Exemplare 3 aus der Schaufelradtasche 15. Dazu tritt der Falzrücken 4 in Kontakt
mit den Ausstoßelementen 38, wodurch die Exemplare der Rotationsrichtung des Schaufelrades
5.1 entgegengesetzte Richtung bei weiterer Rotation der Schaufelradscheiben 10, 11
um ihre Antriebswelle 13 aus der Tasche 15 herausgeschoben werden. Im Fig. 1 dargestellten
Beispiel sind die Taschen 15 auf eine erste Taschenweite 16 eingestellt, d. h. die
beiden Schaufelradscheiben 10, 11 befinden sich exakt in Phase zueinander, erkennbar
an den miteinander fluchtenden Schaufelplattspitzen 19 bzw. 20 in Fig. 1.
[0020] In der gezeigten Darstellung gemäß Fig. 1 weist die erste Schaufelradscheibe 10 des
Schaufelrades 5.1 einen größeren Durchmesser auf verglichen mit der zweiten Schaufelradscheibe
11; ein umgekehrtes Durchmesserverhältnis wäre ebenfalls denkbar. Die in das Schaufelrad
5.1 einlaufenden, den Transportbänderzug 2 verlassenden Exemplare 3, werden von einer
tragenden Fläche 17 der jeweiligen Schaufelradtasche 15 abgstützt. Die Schaufelradtasche
15 ist an der gegenüberliegenden Seite von einer nachlaufenden Fläche 18 begrenzt.
Im gezeigten Ausführungsbeispiel stehen die tragenden Flächen 17 und die nachlaufende
Fläche 18 einer jeden Schaufelradscheibe 10, 11 exakt in Phase und definieren somit
eine erste Taschenweite 16 für Exemplare 3 höherer Flächengewichte oder höherer Seitenzahl.
[0021] Die einzelnen aus den Schaufelradtaschen 15 ausgestoßenen Exemplare 3 gelangen auf
die Oberseite 27 des Auslegebandes 9, welches um Umlenkwalzen 25 bzw. 26 umläuft.
Die auf die Oberseite 27 des Auslegebandes 9 gelangenden Exemplare 3 werden mit dem
Falzrücken 4 voran kontinuierlich weiter transportiert und einer sich anschließenden
Weiterverarbeitung zugeführt.
[0022] Um den Eintritt der gefalzten Exemplare 3 in die Taschen 15 des Schaufelrades 5.1
zu erleichtem, können die tragende Fläche 17 und die nachlaufende Fläche 18 jeweils
mit die Reibung vermindernden Beschichtungen versehen sein, die ein Ablegen von Farbe,
von Ober- bzw. Unterseite 22 der Exemplare 3 verhindert.
[0023] Fig. 2 zeigt die Vorderansicht eines aus zwei Schaufelradscheiben bestehenden Schaufelrades.
Die beiden Schaufelradscheiben 10, 11 - hier dargestellt mit identischen Durchmessern
- liegen an einer Kontaktfläche 28 aneinander an und lassen sich mittels einer hier
schematisch angedeuteten Arretierung 28 in ihre jeweiligen Umfangslage zueinander
dauerhaft positionieren. Die Raststellungen, in denen ein federbelastetes kugelförmiges
Element 30 in Ausnehmungen an der gegenüberliegenden Kurvenscheibe 10 bzw. 11 einrastet,
entsprechen einer ersten einzustellenden Taschenweite 16, einer weiteren einzustellenden
zweiten Taschenweite 32 (vgl. Fig. 3) sowie gegebenenfalls weiteren Taschenweiten,
die an den Schaufelradtaschen 15 jeweils eingestellt werden können. Die Taschenweiten
16, 32 und gegebenenfalls weitere voreinzustellende Taschenweiten sind an Exemplare
aus Bedruckstoff mit höheren oder niedrigeren Flächengewicht, oder an Exemplare mit
einer höheren oder einer geringeren Seitenzahl angepaßt. Die Exemplarauslage 1 kann
so in vorteilhafter Weise optimal an die Beschaffenheit der jeweils auszulegenden
Exemplare 3 angepaßt werden. Das als Arretierung 28 dienende kugelförmige Rastelement
30 der Schaufelradscheiben 10, 11 kann sowohl manuell als auch ferngesteuert im Rahmen
der Voreinstellung positioniert werden, so daß die Taschenweite bereits im Rahmen
der Neueinrichtung eines abzudruckenden Druckauftrages auftragsspezifisch voreingestellt
werden. Die beiden Schaufelradscheiben 10, 11 sind mit Bohrungen versehen, durch welche
sich die Antriebswelle 6 erstreckt auf der mehrere Schaufelradanordnungen 5 aufgenommen
sein können.
[0024] Fig. 3 zeigt die einer zweiten Taschenweite entsprechende Umfangsposition zweier
Schaufelradscheiben relativ zueinander.
[0025] In der Darstellung gemäß Fig. 3, die einer Umfangslage 39 der Schaufelradscheiben
10, 11 zueinander entspricht, ist eine zweite Taschenweite 32 an den Schaufelradscheiben
15 eingestellt. Die beiden Schaufelradscheiben 10, 11 sind in Umfangsrichtung auf
der Antriebswelle 6 so gegeneinander verstellt, daß die Schaufelradtaschen 15 durch
den schraffiert dargestellten Bereich 33 verengt sind. Diese sichelförmig verlaufenden
Bereiche 33 bilden eine zweite nachlaufende Fläche 34 an den Taschen 15 der Schaufelradanordnung
5 aus und treten derart in die Taschen 15 ein, daß sie über die Nachlaufkante 18 (vgl.
Fig. 1) hervortreten und im wesentlichen den mittleren Bereich einer Schaufelradtasche
15, die einen säbelförmig gekrümmten Verlauf aufweisen, einengen. Dadurch verändert
sich die Geometrie der jeweiligen Einlaufbereiche 37 an den einzelnen Taschen 15;
die veränderte Umfangslage, die die Schaufelradscheiben 10, 11 relativ zueinander
annehmen, läßt sich zudem an den in Umfangsrichtung weiter entfernt voneinander liegenden
Blattspitzen 19 bzw. 20 ablesen.
[0026] Die durch die Relativverdrehung der beiden Schaufelradscheiben 10, 11 in Umfangsrichtung
erzeugte Einfahrbewegung der schraffierten Flächen 33 in die einzelnen Taschen 15
verhindert das Eckenumschlagen an dünnen und leichten Exemplaren 3, wenn diese in
die jeweiligen Schaufelradscheiben 15 mit hoher Geschwindigkeit, d.h. mit hoher kinetischer
Energie eintreten.
[0027] Die einzelnen Schaufelräder 5.1, die auf der gemeinsamen Antriebswelle 6 angeordnet
sind, können aus Kunststoff gefertigt sein und mit reibungsvermindernden Beschichtungen
versehen werden. Daneben ist auch eine Herstellung der einzelnen Schaufelradscheiben
10, 11 aus Metall möglich; die säbelförmig verlaufende Krümmung der Taschen 15 in
Richtung auf den Taschengrund 35 erlaubt einerseits den Abbau kinetischer Energie
bei hohen Eintrittsgeschwindigkeiten der Exemplare 3 und mindert so den Aufprall des
Falzrückens 4 im Taschengrund 35; andererseits eignet sich diese Geometrie zur Aufnahme
der unterschiedlichsten Abschnittslängen der Exemplare 3 und ist somit ohne Verstellungen
vornehmen zu müssen, universell einsetzbar.
[0028] Je größer die ursprüngliche Taschenweite 15 an den Schaufelradscheiben 10, 11 gewählt
wird, desto mehr Rastpositionen in Umfangsrichtung können an der Arretierung 28 vorgesehen
sein; ein solcherart gestaltetes Schaufelrad 5 kann neben einer zweiten Taschenweite
32 noch auf weitere Taschenweiten eingestellt werden, in denen ein entsprechend weites
oder weniger weites Einfahren des sichelförmigen, in Fig. 3 schraffiert wiedergegebenen
Bereiches 33 in die Tasche 15 erfolgen kann.
Bezugszeichenliste
[0029]
- 1
- Exemplarauslage
- 2
- Transportbänderzug
- 3
- Exemplar
- 4
- Falzrücken
- 5
- Schaufelrad
- 5.1
- Schaufelrad
- 5.2
- Schaufelrad
- 5.3
- Schaufelrad
- 6
- Antriebswelle
- 7
- Exemplarbreite
- 8
- Abstand
- 9
- Auslegeband
- 10
- Erste Schaufelradscheibe
- 11
- Zweite Schaufelradscheibe
- 12
- Abstreifer
- 13
- Umlaufpfad
- 14
- Umlenkrolle
- 15
- Schaufelradtasche
- 16
- Erste Taschenweite
- 17
- Tragende Fläche
- 18
- Nachlaufende Fläche
- 19
- Blattspitze erste Schaufelradscheibe
- 20
- Blattspitze zweite Schaufelradscheibe
- 21
- Exemplarbreite
- 22
- Exemplaroberseite
- 23
- Austretendes Exemplar
- 24
- Offenes Ende
- 25
- Umlenkwalze
- 26
- Umlenkwalze
- 27
- Transportbandoberfläche
- 28
- Kontaktfläche
- 29
- Arretierung
- 30
- Kugel
- 31
- Federelement
- 32
- Zweite Taschenweite
- 33
- Eingefahrener Bereich
- 34
- Zweite nachlaufende Fläche
- 35
- Taschengrund
- 36
- Öffnung
- 37
- Einlaufbereich
- 38
- Ausstoßelement
- 39
- Umfangsposition für geringe Flächengewichte
1. Schaufelradauslage für flächige Exemplare (3), die auf eine Bandoberfläche (27) eines
Auslegebandes (9) ausgelegt werden, wobei die Schaufelradauslage (1) mindestens ein
Schaufelrad (5) umfaßt, welches aus zwei relativ zueinander verstellbaren Schaufelradscheiben
(10, 11) gebildet ist, dadurch gekennzeichnet, daß mittels einer Relativbewegung der Schaufelradscheiben (10, 11) durch Einfahren sichelförmiger
Bereiche (33) eine erste Taschenweite (16) von Schaufelradtaschen (15) an Schaufelrädern
(5.1, 5.2, 5.3) in eine zweite Taschenweite (32) der Schaufelradtaschen (15) überführt
wird.
2. Schaufelradauslage gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den Schaufelradscheiben (10, 11) eine Arretierung (29) vorgesehen ist.
3. Schaufelradauslage gemäß Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Arretierung (29) die Schaufelradscheiben (10, 11) in einer der ersten Taschenweite
(16) entsprechenden Umfangslage zueinander arretiert.
4. Schaufelradauslage gemäß Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Arretierung (29) die Schaufelradscheiben (10, 11) in einer der zweiten Taschenweite
(32) entsprechenden Umfangslage zueinander arretiert.
5. Schaufelradauslage gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schaufelradscheiben (10, 11) koaxial auf einer Antriebswelle (6) aufgenommen
sind.
6. Schaufelradauslage gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß den Taschen (15) relativ zu diesen bewegbare Ausstoßelemente (38) zugeordnet sind.
7. Schaufelradauslage gemäß Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausstoßelemente (38) entlang eines Umlaufpfades (13) bewegt werden.
8. Schaufelradauslage gemäß Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß sich der Umlaufpfad (13) um die Antriebswelle (6) der Schaufelradscheiben (10, 11)
erstreckt.
9. Schaufelradauslage gemäß Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß in der der ersten Taschenweite (16) entsprechenden Umfangslage der Schaufelradscheiben
(10, 11) zueinander, eine nachlaufende Fläche (18) der Schaufelradtaschen (15) durch
die in Phase gestellten Schaufelradscheiben (10, 11) gebildet ist.
10. Schaufelradauslage gemäß Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß in der der zweiten Taschenweite (32) entsprechenden Umfangslage der Schaufelradscheiben
(10, 11) zueinander, die nachlaufende Fläche (18) der Schaufelradtaschen (15) durch
den sichelförmigen Bereich verengt ist.
11. Schaufelradauslage gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Durchmesser einer der Schaufelradscheiben (10, 11) denjenigen der anderen, verbleibenden
Schaufelradscheibe (10, 11) übersteigt.
12. Schaufelradauslage gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Arretierung (29) ein durch ein Vorspannelement (31) vorgespanntes Rastelement
(30) enthält.
13. Schaufelradauslage gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die die Schaufelradtaschen (15) der Schaufelräder (5.1, 5.2, 5.3) begrenzenden Flächen
(17, 18, 34) mit einer reibungsvermindernden Beschichtung versehen sind.
14. Falzapparat mit einer Schaufelradauslage für flächige Exemplare (3), die auf eine
Bandoberfläche (27) eines Auslegebandes (9) ausgelegt werden, wobei die Schaufelradauslage
(1) mindestens eine Schaufelrad (5) umfaßt, welches aus zwei relativ zueinander verstellbaren
Schaufelradscheiben (10, 11) gebildet ist, dadurch gekennzeichnet, daß mittels einer Relativbewegung der Schaufelradscheiben (10, 11) durch Einfahren sichelförmiger
Bereiche (33) eine ersten Tascheweite (16) von Schaufelradtaschen (15) an Schaufelrädern
(5.1, 5.2., 5.3) in eine zweite Taschenweite (32) der Schaufelradtaschen (15) überführt
wird.
15. Bahnverarbeitende Rotationsdruckmaschine mit einer Schaufelradauslage für flächige
Exemplare (3), die auf eine Bandoberfläche (27) eines Auslegebandes (9) ausgelegt
werden, wobei die Schaufelradauslage (1) mindestens ein Schaufelrad (5) umfaßt, welches
aus zwei relativ zueinander verstellbaren Schaufelradscheiben (10, 11) gebildet ist,
dadurch gekennzeichnet, daß mittels einer Relativbewegung der Schaufelradscheiben (10, 11) durch Einfahren sichelförmiger
Bereiche (33) einer ersten Taschenweite (16) von Schaufelradtaschen (15) an Schaufelrädern
(5.1, 5.2, 5.3) in eine zweite Taschenweite (32) der Schaufelradtaschen (15) überführt
wird.
1. Fan wheel delivery for flat copies (3) delivered onto a belt surface (27) of a delivery
belt (9), the fan wheel delivery (1) comprising at least one fan wheel (5), which
is formed by two fan wheel disks (10, 11) adjustable relative to each other,
characterized in
that a first pocket width (16) of fan wheel pockets (15) on fan wheels (5.1, 5.2, 5.3)
is converted to a second pocket width (32) of the fan wheel pockets (15) due to an
inward movement of crescent-shaped regions (33) caused by a relative movement of the
fan wheel disks (10, 11).
2. Fan wheel delivery according to claim 1,
characterized in
that a locking device (29) is provided between the fan wheel disks (10, 11).
3. Fan wheel delivery according to claim 2,
characterized in
that the locking device (29) locks the fan wheel disks (10, 11) relative to each other
in a circumferential position corresponding to the first pocket width (16).
4. Fan wheel delivery according to claim 2,
characterized in
that the locking device (29) locks the fan wheel disks (10, 11) relative to each other
in a circumferential position corresponding to the second pocket width (32).
5. Fan wheel delivery according to claim 1,
characterized in
that the fan wheel disks (10, 11) are coaxially received on a drive shaft (6).
6. Fan wheel delivery according to claim 1,
characterized in
that ejector elements (38) movable relative to the pockets (15) are associated with the
latter.
7. Fan wheel delivery according to claim 6,
characterized in
that the ejector elements (38) are moved along a path of revolution (13).
8. Fan wheel delivery according to claim 7,
characterized in
that the path of revolution (13) extends around the drive shaft (6) of the fan wheel disks
(10, 11).
9. Fan wheel delivery according to claim 3,
characterized in
that, in the circumferential position of the fan wheel disks (10, 11) relative to each
other corresponding to the first pocket width (16), a trailing surface (18) of the
fan wheel pockets (15) is formed by the fan wheel disks (10, 11) set in phase.
10. Fan wheel delivery according to claim 4,
characterized in
that, in the circumferential position of the fan wheel disks (10, 11) relative to each
other corresponding to the second pocket width (32), the trailing surface (18) of
the fan wheel pockets (15) is narrowed by the crescent-shaped region.
11. Fan wheel delivery according to claim 1,
characterized in
that the diameter of one of the fan wheel disks (10, 11) is larger than the diameter of
the other, remaining fan wheel disk (10, 11).
12. Fan wheel delivery according to claim 1,
characterized in
that the locking device (29) includes a latching element (30) pre-tensioned by a pre-tensioning
element (31).
13. Fan wheel delivery according to claim 1,
characterized in
that the surfaces (17, 18, 34) defining the fan wheel pockets (15) of the fan wheels (5.1,
5.2, 5.3) are provided with a friction-reducing coating.
14. Folder with a fan wheel delivery for flat copies (3) delivered onto a belt surface
(27) of a delivery belt (9), the fan wheel delivery (1) comprising at least one fan
wheel (5), which is formed by two fan wheel disks (10, 11) adjustable relative to
each other,
characterized in
that a first pocket width (16) of fan wheel pockets (15) on fan wheels (5.1, 5.2, 5.3)
is converted to a second pocket width (32) of the fan wheel pockets (15) due to an
inward movement of crescent-shaped regions (33) caused by a relative movement of the
fan wheel disks (10, 11).
15. Web-processing rotary printing press having a fan wheel delivery for flat copies (3)
delivered onto a belt surface (27) of a delivery belt (9), the fan wheel delivery
(1) comprising at least one fan wheel (5) formed by two fan wheel disks (10, 11) adjustable
relative to each other,
characterized in
that a first pocket width (16) of fan wheel pockets (15) on fan wheels (5.1, 5.2, 5.3)
is converted to a second pocket width (32) of the fan wheel pockets (15) due to an
inward movement of crescent-shaped regions (33) caused by a relative movement of the
fan wheel disks (10, 11).
1. Sortie de roues à aubes pour exemplaires plats (3) qui sont positionnés sur une surface
de bande (27) d'une bande de positionnement (9), la sortie de roues à aubes (1) comprenant
au moins une roue à aubes (5) qui est formée de deux disques de roues à aubes (10,
11) relativement réglables les uns par rapport aux autres, caractérisée en ce que, au moyen d'un mouvement relatif des disques de roues à aubes (10, 11) par l'introduction
des zones en forme de croissant (33), une première largeur de poche (16) des poches
de roues à aubes (15) sur les roues à aubes (5.1, 5.2, 5.3) est transformée en une
seconde largeur de poche (32) des poches de roues à aubes (15).
2. Sortie de roues à aubes selon la revendication 1, caractérisée en ce que entre les disques de roues à aubes (10, 11) est prévu un dispositif d'arrêt (29).
3. Sortie de roues à aubes selon la revendication 2, caractérisée en ce que le dispositif d'arrêt (29) bloque les disques de roues à aubes (10, 11) les uns par
rapport aux autres dans une position périphérique correspondant à la première largeur
de poche (16).
4. Sortie de roues à aubes selon la revendication 2, caractérisée en ce que le dispositif d'arrêt (29) bloque les disques de roues à aubes (10, 11) les uns par
rapport aux autres dans une position périphérique correspondant à la seconde largeur
de poche (32).
5. Sortie de roues à aubes selon la revendication 1, caractérisée en ce que les disques de roues à aubes (10, 11) sont logés coaxialement sur un arbre d'entraînement
(6).
6. Sortie de roues à aubes selon la revendication 1, caractérisée en ce que les poches (15) sont dotées d'éléments éjecteurs (38) relativement mobiles par rapport
à celles-ci.
7. Sortie de roues à aubes selon la revendication 6, caractérisée en ce que les éléments éjecteurs (38) sont déplacés le long d'une voie de circulation (13).
8. Sortie de roues à aubes selon la revendication 7, caractérisée en ce que la voie de circulation (13) s'étend autour de l'arbre d'entraînement (6) des disques
de roues à aubes (10, 11).
9. Sortie de roues à aubes selon la revendication 3, caractérisée en ce que, dans la position périphérique des disques de roues à aubes (10, 11) les uns par
rapport aux autres correspondant à la première largeur de poche (16), une surface
de ralentissement (18) des poches de roues à aubes (15) est formée par les disques
de roues à aubes (10, 11) placés en phase.
10. Sortie de roues à aubes selon la revendication 4, caractérisée en ce que dans la position périphérique correspondant à la seconde largeur de poche (32) des
disques de roues à aubes (10, 11) les uns par rapport aux autres, la surface de ralentissement
(18) des poches de roues à aubes (15) est rétrécie par la zone en forme de croissant.
11. Sortie de roues à aubes selon la revendication 1, caractérisée en ce que le diamètre d'un des disques de roues à aubes (10, 11) dépasse celui des autres disques
de roues à aubes (10, 11) restants.
12. Sortie de roues à aubes selon la revendication 1, caractérisée en ce que le dispositif d'arrêt (29) contient un élément d'encliquetage (30) précontraint par
un élément de précontrainte (31).
13. Sortie de roues à aubes selon la revendication 1, caractérisée en ce que les surfaces (17, 18, 34) délimitant les poches de roues à aubes (15) des roues à
aubes (5.1, 5.2, 5.3) sont dotées d'un revêtement atténuant le frottement.
14. Appareil de pliage avec une sortie de roues à aubes pour des exemplaires plats (3)
qui sont positionnés sur une surface de bande (27) d'une bande de positionnement (9),
la sortie de roues à aubes (1) comprenant au moins une roue à aubes (5) qui est formée
de deux disques de roues à aubes (10, 11) relativement réglables les uns par rapport
aux autres, caractérisé en ce que, au moyen d'un mouvement relatif des disques de roues à aubes (10, 11) par l'introduction
des zones en forme de croissant (33), une première largeur de poche (16) des poches
de roues à aubes (15) sur les roues à aubes (5.1, 5.2, 5.3) est transformée en une
seconde largeur de poche (32) des poches de roues à aubes (15).
15. Presse rotative de transformation sur bande avec une sortie de roues à aubes pour
des exemplaires plats (3) qui sont positionnés sur une surface de bande (27) d'une
bande de positionnement (9), la sortie de roues à aubes (1) comprenant au moins une
roue à aubes (5) qui est formée de deux disques de roues à aubes (10, 11) relativement
réglables les uns par rapport aux autres, caractérisée en ce que, au moyen d'un mouvement relatif des disques de roues à aubes (10, 11) par l'introduction
des zones en forme de croissant (33), une première largeur de poche (16) des poches
de roues à aubes (15) sur les roues à aubes (5.1, 5.2, 5.3) est transformée en une
seconde largeur de poche (32) des poches de roues à aubes (15).

