[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft die Verwendung von flüssigen Reinigungsmittel
mit einem Gehalt an Tensiden, Korrosionsschutzmitteln und weiteren Zusätzen, die die
Reinigung verstärken zur Reinigung von medizinischen Instrumenten, insbesondere zur
Reinigung von flexiblen Endoskopen durch Entfernung von Röntgenkontrastmitteln.
[0002] Endoskope sind röhren- oder schlauchförmige Instrumente, welche zur Untersuchung
von Körperhohlräumen und Hohlorganen verwendet werden. Sie sind mit einem optischen
System, bestehend aus Objektiv und Okular, einer Beleuchtungseinrichtung und meist
Spül- und Absaugvorrichtungen sowie Kanälen zum Einführen spezieller Instrumente ausgestattet.
Flexible Endoskope (welche auch als Fiberendoskope bezeichnet werden) sind mit einem
Glasfaserlichtleiter ausgerüstet, welcher aus einem dicht gepackten Bündel aus haarfeinen
und deshalb hochflexiblen Einzelfasern besteht. Durch die Flexibilität der Glasfasern
können Licht und Bild über praktisch jede beliebige Abwinklung übertragen werden.
Zusätzlich zu den Faserbündeln und den Bowdenzügen für die Bewegung der Spitze sind
Kanäle für Wasserspülung und Luft sowie ein in der Regel größerer Biopsie- und gleichzeitig
Absaugkanal untergebracht.
[0003] Die Endoskopie kann allein, beispielsweise zur Entnahme von Gewebeproben, aber auch
in Kombination mit weiteren Methoden, wie z. B. der Ultraschalldiagnostik (Endosonographie)
oder der Röntgendiagnostik durchgeführt werden. Gebräuchlich sind beispielsweise Röntgenkontrastdarstellungen
der Gallenblase und der Gallengänge sowie des Pankreasgangsystems. Hierbei wird -
z. B. im Rahmen einer endoskopischen retrograden Cholangiographie (ERC) bzw. einer
endoskopischen retrograden Cholangiopankreatikographie (ERCP) - ein Röntgenkontrastmittel
unter Röntgenkontrolle in das zu untersuchende Gangsystem eingebracht.
[0004] Röntgenköntrastmittel sind Mittel zur Verbesserung der röntgenographischen Darstellung
von Körperräumen, Hohlorganen und Gefäßen. Sie absorbieren Röntgenstrahlung entweder
schwächer (negative Röntgenkontrastmittel) oder stärker (positive Röntgenkontrastmittel)
als das umgebende Körpergewebe. Die radioopaken (d. h. strahlungsundurchlässigen)
positiven Röntgenkontrastmittel enthalten vorwiegend Elemente hoher Ordnungszahlen
(wie lod und Barium), da deren Absorptionsvermögen für Röntgenstrahlen größer ist.
Für die Cholangiographie werden in der Regel organische lod-Derivate, die sich von
Pyridinen oder aromatischen Carbonsäuren ableiten, verwendet. Beispiele hierfür sind
lodoxaminsäure [3,3'-(4,7,10,13-Tetraoxahexadecandioyldiamino)-bis(2,4,6-triiodbenzoesäure)]
und lotroxinsäure [3,3'-(3,6,9-Trioxaundecandioyldiamino)bis(2,4,6-trüodbenzoesäure)].
[0005] Endoskopien finden zum Großteil in mikrobiell besiedelten Körperbereichen statt.
Die Anzahl endoskopischer Untersuchungen des oberen und unteren Gastrointestinaltraktes
und des Tracheobronchialsystems, häufig verbunden mit invasiven Eingriffen, ist sehr
hoch. Eine Übertragung von Krankheitserregern durch kontaminierte Endoskopien selbst
und durch endoskopisches Zubehör konnte vielfach belegt werden.
[0006] Aus dem Stand der Technik sind die Probleme bei der Reinigung und Desinfektion von
Kathetern und Endoskopen bekannt. So beschreibt A. Beck (
"Wiederaufbereitung? Untersuchungen zur Wiederverwendung von Kathetern, Führungsdrähten
und Angio-Endoskopen", Schnitztor-Verlag GmbH, Konstanz, 1993, 110 - 114) die Schwierigkeiten bezüglich
einer ausreichenden Reinigung solcher medizinischer Instrumente aufgrund von abgelagerten
Blutbestandteilen und verkrustetem Kontrastmittel.
[0007] Insbesondere Infektionen mit langer Inkubationszeit sind nur sehr schwer und in der
Praxis meist gar nicht zu erfassen. Ferner muß damit gerechnet werden, daß auch Patienten,
deren Erkrankung stumm oder unerkannt ist, mit Endoskopen in Berührung kommen. Besonderes
Gewicht haben in diesem Zusammenhang Infektionen mit Mikroorganismen, deren Übertragung
durch das Blut und über die Schleimhäute erfolgt, wie z. B. Tuberkulose, Hepatitis,
HIV-Infektionen, Salmonellose, Yersinien-Infektionen, Ruhr und dergleichen mehr.
[0008] Eine Anforderung an die Endoskopie sollte daher die uneingeschränkte Einhaltung aller
erforderlichen Schutzmaßnahmen zur Infektionsverhütung sein. Allerdings war die Reinigung
und Desinfektion der Fiberendoskope lange Zeit ein Stiefkind der technologischen Entwicklung.
So gibt es beispielsweise Probleme mit Restwasser und entsprechender bakterieller
Fehlbesiedlung, darüberhinaus lassen sich Endoskope nur schwer trocknen.
[0009] Im Stand der Technik sind z.B. eine Vielzahl von Reinigungs- und Desinfektionsmitteln
auf Basis von Glucoprotamin zur Reinigung medizinischer Instrumente beschrieben.
[0011] Ein weiteres Glucoprotamin- und Tensid-haltiges Mittel zur Instrumentendesinfektion
und -reinigung ist in einer Broschüre der Firma Henkel zu dem Produkt "Sekusept®Plus",
veröffentlicht im Oktober 1992, beschrieben.
[0012] Neben Glucoprotamin-basierten Reinigungs- und Desinfektionsmitteln kennt der Stand
der Technik zur Reinigung von Gegenständen aus medizinischen Einrichtungen, wie medizinische
Instrumente, solche auf Basis anderer Wirkstoffe. In der Patentanmeldung
WO 91/13965 A1 etwa ist ein Reinigungs- und Desinfektionsmittel, enthaltend Glutaminsäurederivate,
quartäre Ammoniumverbindungen und Tenside, offenbart.
[0013] Daher muß im Vorfeld einer endoskopischen Untersuchung nicht nur die Übertragung
von Mikroorganismen, die von Patienten stammen, verhindert werden, sondern es sollte
ferner ein besonderes Augenmerk auf Krankheitserreger aus Spülwasser oder stagnierendem
Wasser gerichtet werden.
[0014] Der Stand der Technik kennt flüssige Reinigungsmittel zur Reinigung von flexiblen
Endoskopen, welche neben Tensiden im wesentlichen organische Lösemittel, Säuren oder
Laugen sowie teilweise auch Enzyme enthalten. Allerdings weisen die genannten Verbindungen
einige Nachteile auf:
[0015] Lösemittel, Säuren und Laugen sind zwar von ihrer Wirksamkeit her zur Reinigung prinzipiell
geeignet, haben aber den Nachteil, daß sie für das empfindliche Material zu aggressiv
sind und die Endoskope dementsprechend beschädigen können.
[0016] Der Umgang mit enzymhaltigen Reinigern ist aus Arbeitssicherheitsgründen problematisch,
da diese als sensibilisierende Stoffe und dementsprechend gesundheitsschädlich eingestuft
werden, weshalb z. B. Berührungen mit der Haut vermieden werden sollten.
[0017] Die flüssigen Reinigungsmittel des Standes der Technik sind bei der Entfernung von
Blut- und Sekretresten sowie bei der Ablösung von Fett und anderen kohlenwasserstoffhaltigen
Verbindungen relativ gut wirksam. Allerdings eignen sie sich nicht, um Reste von Röntgenkontrastmitteln
vollständig zu entfernen.
[0018] Bereits geringste Mengen zurückgebliebenes Röntgenkontrastmittel schließen Bakterien
in den Endoskopkanälen ein, die mit den üblichen Desinfektionsmitteln dann nicht mehr
vollständig beseitigt werden können. Bei regelmäßigem Einsatz flexibler Endoskope
in der Praxis baut sich so im Laufe der Zeit auf der Innenseite der Kanäle ein zunehmender
Film des Röntgenkontrastmittels und weiterer Rückstände auf, was zur Folge haben kann,
daß das mikrobiologische Ergebnis selbst nach der an die Reinigung anschließenden
Desinfektion nicht mehr befriedigend ist.
[0019] Für die Patienten bedeutet dies ein erhöhtes Infektionsrisiko und stellt dementsprechend
eine erhebliche Gefährdung dar. Zum Schutz vor Infektionen bleibt dann nur noch die
Möglichkeit einer Reparatur, was zum einen aufwendig und zum anderen teuer ist.
[0020] Aufgabe der Erfindung war es daher, ein flüssiges Reinigungsmittel zur Entfernung
von Röntgenkontrastmitteln zu entwickeln, das die Nachteile des Standes der Technik
nicht aufweist, welches also eine gute Reinigungsleistung bei zugleich hoher Materialverträglichkeit
zeigt und sich auch zur Entfernung von Röntgenkontrastmitteln, wie z. B. organischen,
aromatischen lod-Derivaten, insbesondere aus flexiblen Endoskopen eignet.
[0021] Es wurde nun überraschend gefunden, daß alle diese Aufgaben gelöst werden durch die
Verwendung von flüssigen Reinigungsmitteln, welche
■ mindestens ein nichtionisches Tensid und
■ Pyrrolidoncarbonsäure
enthalten, zur Reinigung empfindlicher medizinischer Instrumente, flexibler Endoskope
und empfindlicher medizinischer Oberflächen durch Entfernung von Röntgenkontrastmitteln.
[0022] Es war insbesondere überraschend, daß die erfindungsgemäß verwendeten Reinigungsmittel
besser und schonender reinigen als die Zubereitungen des Standes der Technik und daß
durch diese verbesserte Reinigung bei den überprüften flexiblen Endoskopen das mikrobiologische
Problem des Standes der Technik wesentlich verringert werden konnte.
[0023] Erstaunlicherweise lassen sich durch die erfindungsgemäße Verwendung der Reinigungsmittel
auch angetrocknete schwerlösliche aromatische Halogenverbindungen, wie z. B. Röntgenkontrastmittelrückstände,
vollständig von den Oberflächen ablösen. Durch die erfindungsgemäß Verwendung des
Reinigungsmittel sind flexible Endoskope auch nach Monaten ständigen Einsatzes in
der Praxis mikrobiologisch immer noch einwandfrei. Dadurch wird die Sicherheit der
Patienten wesentlich erhöht und die Lebensdauer dieser hochwertigen medizinischen
Geräte verlängert.
[0024] So konnte beispielsweise nachgewiesen werden, daß die erfindungsgemäß Verwendung
des Reinigungsmittel besonders bei Duoendoskopen, über die Röntgenkontrastmittel bevorzugt
verabreicht werden, eine im Vergleich zu den Reinigern des Standes der Technik wesentlich
bessere Reinigungsleistung haben. Hierdurch konnte der mikrobiologische Status der
Duoendoskope (nach anschließender Desinfektion) stark verbessert werden.
[0025] Erfindungsgemäß vorteilhaft werden das oder die nichtionische Tenside gewählt aus
der Gruppe der Alkylethoxylate, deren Alkylgruppe eine gesättigte oder ungesättigte,
geradoder verzweigtkettige Alkylgruppe mit 10 bis 18, vorzugsweise 12 bis 14 Kohlenstoffatomen
ist, wobei sie vorzugsweise pro Molekül 2 bis 15, insbesondere 5 bis 9, speziell 7
Ethylenoxideinheiten enthalten. Ganz besonders bevorzugt sind Isotridecanolethoxylat
und/oder Fettalkoholpolyglykolether.
[0026] Vorteilhaft wird die Gesamtmenge an nichtionischen Tensiden (eine oder mehrere Verbindungen)
aus dem Bereich von 1,0 bis 20,0 Gew.-%, vorzugsweise von 10,0 bis 15,0 Gew.-% gewählt,
jeweils bezogen auf das Gesamtgewicht der Zubereitungen.
[0027] Erfindungsgemäß wird die Pyrrolidoncarbonsäure (Pyroglutaminsäure), welche sich durch
die folgende Strukturformel auszeichnet:

eingesetzt.
[0028] Vorteilhaft wird die Gesamtmenge der Aminosäure aus dem Bereich von 0,1 bis 10,0
Gew.-%, vorzugsweise von 0,5 bis 2,0 Gew.-% gewählt, jeweils bezogen auf das Gesamtgewicht
der Zubereitungen.
[0029] In einer besonders vorteilhaften Ausführungsform können die erfindungsgemäß verwendeten
Reinigungsmittel ferner Amphotenside enthalten. Amphotenside sind Tenside, die sowohl
saure als auch basische hydrophile Gruppen besitzen und sich also je nach Bedingung
sauer oder basisch verhalten. Vorteilhaft im Sinne der vorliegenden Erfindung sind
beispielsweise Amphotenside auf der Basis von aliphatischen Polyaminen mit Carboxy-,
Sulfo- oder Phosphono-Seitenketten, wie beispielsweise R-NH-(CH
2)
n-COOH.
[0030] Erfindungsgemäß bevorzugt sind z. B. Amphotenside, deren Alkylgruppe eine gesättigte
oder ungesättigte, gerad- oder verzweigtkettige Alkylgruppe mit 10 bis 18, vorzugsweise
12 bis 14 Kohlenstoffatomen ist.
[0031] Insbesondere vorteilhaft sind ferner Amphotenside aus der Gruppe der Amphopropionate,
wie z. B. das Cocobetainamido Amphopropionat, welches sich durch die folgende Struktur
auszeichnet:

[0032] Vorteilhaft wird die Gesamtmenge an Amphotensiden (eine oder mehrere Verbindungen)
aus dem Bereich von 1,0 bis 10,0 Gew.-%, vorzugsweise von 2,0 bis 5,0 Gew.-% gewählt,
jeweils bezogen auf das Gesamtgewicht der Zubereitungen.
[0033] Die erfindungsgemäß verwendeten Reinigungsmittel können in Form von flüssigen Konzentraten
vorliegen und beispielsweise in Dosierbeutel abgepackt werden, so daß eine Gebrauchslösung
jeweils frisch angesetzt werden kann. Es ist insbesondere vorteilhaft, wenn der pH-Wert
des Konzentrates zwischen 5 und 9 liegt. Die flüssigen Konzentrate werden vorzugsweise
mit Wasser zu einer Gebrauchslösung verdünnt. Bevorzugt ist die Verwendung von Gebrauchslösungen,
die 0,5 bis 5 Gew.-% an erfindungsgemäßen Reinigungsmittel enthalten. Die Gebrauchslösung
hat vorzugsweise einen pH-Wert zwischen 6 und 8, um eine optimale Schonung des empfindlichen
Materials zu erreichen.
[0034] Vorteilhaft ist es, die Verdünnung so durchzuführen, daß der Gehalt der einzelnen
Substanzen in der Gebrauchslösung wie folgt ist:
■ nichtionische Tenside: zwischen 0,005 und 1 Gew.-%
■ Aminosäure: zwischen 0,0005 und 0,5 Gew.-%
■ Amphotenside: zwischen 0,005 und 0,5 Gew.-%
[0035] Die erfindungsgemäß verwendeten Reinigungsmittel können ferner vorteilhaft zusätzlich
übliche Korrosionsinhibitoren, wie beispielsweise Benzotriazol, enthalten, insbesondere
falls sie bei ihrer Anwendung mit metallischen Oberflächen, insbesondere mit nicht
veredelten Stählen oder Werkstoffen aus Buntmetallegierungen, in Berührung kommen
können. Es wird bevorzugt, den Gehalt an einem oder mehreren Korrosionsinhibitoren
zwischen 0,1 und 5 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Formulierung, zu wählen.
[0036] Die erfindungsgemäß verwendeten Reinigungsmittel können darüberhinaus vorteilhaft
zusätzlich Komplexbildner und/oder pH-Regulatoren enthalten, um den negativen Einfluß
schwankender Wasserhärte zu reduzieren bzw. um zu gewährleisten, daß der pH-Wert des
Reinigungsmittels in einem Bereich liegt, der das empfindliche Material nicht schädigt.
[0037] Zusätzlich zu den vorstehend genannten Komponenten können die erfindungsgemäß verwendeten
Reinigungsmittel für derartige Zubereitungen übliche Konservierungsstoffe, Farbstoffe,
Duftstoffe und/oder andere übliche Hilfsstoffe enthalten. Diese tragen in der Mehrzahl
der Fälle nicht zur reinigenden Wirkung bei, sondern dienen der Lagerbarkeit sowie
ästhetischen Zwecken. Es ist jedoch auch möglich, solche Komponenten zu verwenden,
die eine (konservierende, pflegende Wirkung entfalten und dabei gleichzeitig für eine
bestimmte Farbe und/oder einen angenehmen Duft sorgen.
[0038] Die jeweils einzusetzenden Mengen an derartigen Trägerstoffen und Parfüm können in
Abhängigkeit von der Art des jeweiligen Produktes vom Fachmann durch einfaches Ausprobieren
leicht ermittelt werden.
[0039] Die folgenden Beispiele dienen dazu, die Erfindung zu beschreiben, selbstverständlich
ohne daß beabsichtigt ist, die Erfindung auf diese Beispiele zu beschränken. Alle
Mengenangaben, Anteile und Prozentanteile sind, soweit nicht anders angegeben, auf
das Gewicht und die Gesamtmenge bzw. auf das Gesamtgewicht der Zubereitungen bezogen.
Beispiele:
Beispiel 1:
[0040]
| 5 % |
Pyrrolidoncarbonsäure |
| 5 % |
Isotridecanolethoxylat |
| 5 % |
Fettalkoholpolyglykolether |
| 3 % |
Cocobetainamido Amphopropionat |
| 1 % |
Korrosionsschutz |
| 10 % |
Glykol |
| 1 % |
pH-Regulator |
| Rest |
Wasser |
[0041] Es wird ein pH-Wert von 8 eingestellt.
Beispiel 2:
[0042]
| 7,5 % |
Pyrrolidoncarbonsäure |
| 5 % |
Isotridecanolethoxylat |
| 5 % |
Fettalkoholpolyglykolether |
| 1 % |
Korrosionsschutz |
| 10 % |
Alkohole |
| 1 % |
pH-Regulator |
| 3 % |
Komplexbildner |
| Rest |
Wasser |
[0043] Es wird ein pH-Wert von 8 eingestellt.
Beispiel 3:
[0044]
| 1 % |
Pyrrolidoncarbonsäure |
| 6 % |
Isotridecanolethoxylat |
| 6 % |
Fettalkoholpolyglykolether |
| 2,25 % |
Cocobetainamido Amphopropionat |
| 1 % |
Korrosionsschutz |
| 10 % |
Glykol |
| 2 % |
pH-Regulator |
| 3 % |
Komplexbildner |
| Rest |
Wasser |
[0045] Es wird ein pH-Wert von 8 eingestellt.
[0046] Mit einem flüssigen Reinigungsmittel gemäß Beispielrezeptur 3 wurde ein Anwendungstest
durchgeführt. Dazu wurden 129 Duoendoskope mit einem Reinigungsmittel des Standes
der Technik (enzymatischer Reiniger) und 97 Duoendoskope mit dem erfindungsgemäß zu
verwenden dem Reinigungsmittel jeweils gereinigt und anschließend desinfiziert; danach
wurde der mikrobiologische Status der Geräte überprüft. Es ergaben sich die folgenden
Ergebnisse:
| |
eR1 |
Beispiel 32 |
| geprüfte Duoendoskope |
129 |
97 |
| mikrobiologisch einwandfrei |
94 |
91 |
| mikrobiologisch nicht einwandfrei |
35 |
6 |
1 enzymatischer Reiniger
2 Reinigungsmittel gemäß Beispielrezeptur 3 |
1. Verwendung von flüssigen Reinigungsmitteln, welche mindestens ein nichtionisches ensid
und Pyrrolidoncarbonsäure enthalten, zur Reinigung medizinischer Instrumente, flexibler
Endoskope und medizinischer Oberflächen durch Entfernung von Röntgenkontrastmitteln.
2. Verwendung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet dass das oder die nichtionischen Tenside gewählt werden aus der Gruppe der Alkylethoxylate,
deren Alkylgruppe eine gesälitgte oder ungesättigte, gerad oder verzweigtkettige Alkylgruppe
mit 10 bis 18, vorzugsweise 12 bis 14 Kohlenstoffatomen ist.
3. Verwendung nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Reinigungsmittel als nichtionisches Tensid Isotridecanlethoxylat und/oder Fottalkoholpolyglycolother
enthält.
4. Verwendung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Reinigungsmittel als weitere(n) Bestandteil(e) mindestens ein Amphotensid enthält.
5. Verwendung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das oder die Amphotenside gewählt werden aus der Gruppe der Amphotenside, deren Alkylgruppe
eine gesättigte oder ungesättigte, gerad- oder verzweigtkettige Alkylgruppe mit 10
bis 18, vorzugsweise 12 bis 14 Kohlenstoffatomen ist.
6. Verwendung nach einem der Ansprüche 1 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass es als Amphotensid Cocobetainamido Amphopropionet enthält.
7. Verwendung nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Menge an Amphotensid (eine oder mehrere Verbindungen) aus dem Bereich von 1.0
bis 10.0 Gew.-%, vorzugweise von 2.0 bis 5.0 Gew.-%, jeweils bezogen auf das Gesamtgewicht
der Zubereitungen, gewählt wird.
8. Verwendung noch einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Reinigungsmittel ein oder mehrere nichtionische Tenside in einer Menge von 1.0
bis 20.0 Gew.-%, vorzugsweise von 10,0 bis 15.0 Gew.-%, jeweils bezogen auf das Gesamtgewicht
der Zubereitungen, enthält.
9. Verwendung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Reinigungsmittel Pyrrolidoncarbonsäure In einer Menge von 0,1 bis 10 Gew.-%,
jeweils bezogen auf das Gesamtgewicht der Zubereitungen enthält
10. Verwendung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Reinigungsmittel in Form eines Konzentrats vorliegt, welches vor der Verwendung
mit Wasser zu einer Gebrauchslosung verdünnt wird.
1. Use of liquid cleaners that contain at least one nonionic surfactant and pyrrolidone
carboxylic acid, for the cleaning of medical instruments, flexible endoscopes and
surfaces in medical use, by removing X-ray contrast enhancing agents.
2. Use in accordance with Claim 1, characterised in that the nonionic surfactant or surfactants is, or are chosen from a group of alkyl ethoxylates
with an alkyl group that is a saturated or unsaturated, straight or branched chain
alkyl group with 10 to 18, preferably 12 carbon atoms.
3. Use in accordance with one of claims 1 or 2, characterised in that the cleaner contains isotridecanol ethoxylate and/or fatty alcohol polyglycol ether.
4. Use in accordance with one of claims 1 or 3, characterised in that the cleaner contains at least one ampho-surfactant(s) as (a) further contituent(s).
5. Use in accordance with Claim 4, characterised in that the nonionic surfactant or surfactants is, or are chosen from the group of ampho-surfactants
with an alkyl group that is a saturated or unsaturated, straight or branched chain
alkyl group with 10 to 18, preferably 12 carbon atoms.
6. Use in accordance with one of claims 4 or 5, characterised in that it contains cocoamido betain ampho-proprionate as the ampho-surfactant
7. Use in accordance with one of claims 4 to 6, characterised in that the quantity of ampho-surfactant (one or several compounds) is chosen from the range
of 1.0 to 10.0 % w/w, preferably 2.0 to 5% w/w, in each case relative to the total
weight of the preparations.
8. Use in accordance with one of claims 1 to 7, characterised in that the cleaner contains one or several nonionic surfactants in a quantity of 1.0 to
20.0 % w/w, preferably 10.0 to 15% w/w, in each case relative to the total weight
of the preparations.
9. Use in accordance with one of claims 1 to 8, characterised in that the cleaner contains pyrrolidone carboxylic acid in a quantity of 0.1 to 10.0 % w/w,
in each case relative to the total weight of the preparations.
10. Use in accordance with one of claims 1 to 9, characterised in that the cleaner is provided in the form of a concentrate which is diluted with water
before use as a working solution.
1. Utilisation d'agents liquides de nettoyage contenant au moins un tensioactif non-ionique
et de l'acide pyrrolidone-carboxylique pour le nettoyage d'instruments médicaux, d'endoscopes
flexibles et de surfaces médicales par élimination des produits de contraste pour
imagerie aux rayons X.
2. Utilisation conforme à la revendication 1, caractérisée en ce que le ou les tensioactif(s) non-ionique(s) est ou sont choisi(s) dans l'ensemble des
éthoxylates d'alcool dont le groupe alkyle est un groupe alkyle saturé ou insaturé,
à chaîne droite ou ramifiée, comportant de 10 à 18 et de préférence de 12 à 14 atomes
de carbone.
3. Utilisation conforme à la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que l'agent de nettoyage contient, en tant que tensioactif non-ionique, un éthoxylate
d'iso-tridécanol et/ou un éther de polyglycol et d'alcool gras.
4. Utilisation conforme à l'une des revendications 1 à 3, caractérisée en ce que l'agent de nettoyage contient, en tant qu'autre(s) composant(s), au moins un tensioactif
amphotère.
5. Utilisation conforme à la revendication 4, caractérisée en ce que le ou les tensioactif(s) amphotère(s) est ou sont choisi(s) dans l'ensemble des tensioactifs
amphotères dont le groupe alkyle est un groupe alkyle saturé ou insaturé, à chaîne
droite ou ramifiée, comportant de 10 à 18 et de préférence de 12 à 14 atomes de carbone.
6. Utilisation conforme à l'une des revendications 4 et 5, caractérisée en ce que l'agent de nettoyage contient, en tant que tensioactif amphotère, du coco-bétaïnamido-amphopropionate.
7. Utilisation conforme à l'une des revendications 4 à 6, caractérisée en ce que la proportion de tensioactif(s) amphotère(s) (un ou plusieurs composés) est choisie
dans l'intervalle allant de 1,0 à 10,0 % et de préférence de 2,0 à 5,0 %, dans chaque
cas en poids rapporté au poids total de la composition.
8. Utilisation conforme à l'une des revendications 1 à 7, caractérisée en ce que l'agent de nettoyage contient un ou plusieurs tensioactif(s) non-ionique(s), en une
proportion valant de 1,0 à 20,0 % et de préférence de 10,0 à 15,0 %, dans chaque cas
en poids rapporté au poids total de la composition.
9. Utilisation conforme à l'une des revendications 1 à 8, caractérisée en ce que l'agent de nettoyage contient de l'acide pyrrolidone-carboxylique en une proportion
valant de 0,1 à 10 %, en poids rapporté au poids total de la composition.
10. Utilisation conforme à l'une des revendications 1 à 9, caractérisée en ce que l'agent de nettoyage se présente sous la forme d'un concentré que l'on dilue avec
de l'eau, avant de l'utiliser, pour en faire une solution prête à l'emploi.