[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Backofentür mit Sichtfenster und Betätigungshandgriff
zum Verschließen eines Garraumes eines Back- und Bratofens nach dem Oberbegriff des
Anspruches 1.
[0002] Backofentüren dieser Art sind allgemein bekannt und bestehen aus einer äußeren, die
gesamte Front der Backofentür übergreifende Glasscheibe, die mit dem die innere Glasscheibe
tragenden Türblech verbunden ist.
Die äußere Frontscheibe ist mit einem Aufdruck versehen, welcher das Sichtfenster
innerhalb der vorderen Frontscheibe umrahmt.
[0003] Mit der EP 0687 867 A list eine derartige Ofentür, hier als Ofenmuffeltür, bekannt
geworden, die gleichfalls aus einer Frontseite aus Glas, einem Betätigungshandgriff
und zwei seitlichen Stützen, die an der Innenseite der Glasfrontscheibe angeordnet
sind und einer Sichtscheibe, die an den Stützen gelagert ist, besteht.
Die Stützen sind mittels die Glasfrontseite durchsetzenden Schraubelementen mit dem
Betätigungsghandgriff verspannt, die Schraubelemente sind dabei durch in den Stützen
integrierten Abstandsstücken geführt, die sich gegen die Innenseite der Glasfrontseite
abstützen. Zwischen den aus zwei Profilteilen zusammengesetzten Stützen und der Glasfrontseite
ist ein elastisches Element angeordnet, das einerseits eine Dichtfunktion hat und
andererseits den Anschraubdruck auf die Glasfrontseite herabsetzt.
Der Zusammenbau dieser Tür ist aufgrund der aus zwei Profilteilen zusammengesetzten
Stützen sowie der Schraubverbindung in deren Montage aufwendig und zeitintensiv.
[0004] Die DE 196 22 580 A 1 und DE 196 22 581 A 1 beschreiben jeweils eine Tür mit Befestigungshandgriffen
zum Verschließen der Ofenmuffel eines Back- und Bratofens, die gleichfalls aus einer
Türfrontseite bildenden Platte aus Glas oder glasartigem Material bestehen, an deren
Innenseite seitlich je ein senkrecht verlaufendes Profilelement vorgesehen ist und
eine zweite Sichtscheibe zur Türfrontseiten-Glasplatte vorgesehen und so ausgeführt
ist, daß die Profilelemente als alleiniger Träger für sämtliche Türbauelemente dienen
sollen und mittels einer Klebverbindung an der Innenseite der Türfrontseiten-Glasplatte
befestigt sind, wobei die Sichtscheiben auf der Rückseite der Profilelemente abdeckend
angebracht sind.
Zur Befestigung der Betätigungshandgriffe besitzen die verwendeten Profilelemente
über die Oberkante der türfrontseitigen Glasplatten hinausgehende Verlängerungen,
und die Sichtscheibe ist gegenüber der türfrontseitigen Glasscheibe verkürzt ausgebildet,
welche über mit den Profilelementen verbundenen Profilleisten gehalten wird.
Derart gestaltete Backofentüren sind so ausgebildet, daß sie an beiden Seiten verschlossen
sind und somit eine Luftzirkulation in diesem Bereich nicht möglich ist. Diese Luftzirkulation
wird z. B. durch kompliziert gestaltete, von oben aufgesetzte und mit Hohlräumen versehene
Bereiche des Türgriffes erreicht. Schließlich sind die Montagen und Demontagen der
Türen sehr zeitaufwendig.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Backofentür mit Sichtfenster und Betätigungshandgriff
der beschriebenen Gattung zu entwickeln, die als zwei- und mehrschichtige Backofentür
gestaltbar ist, in der Hitzestaus innerhalb der Backofentür ausgeschlossen sind und
die sich durch eine einfache und zeitsparende Montage bzw. Demontage auszeichnet.
[0006] Erfindungsgemäß wird die Aufgabe mit den Merkmalen des Anspruches 1 gelöst.
[0007] Erfinderische Weiterbildungen und vorteilhafte Ausgestaltungen sind Gegenstand der
Unteransprüche.
[0008] So wurde eine Backofentür mit Sichtfenster und Betätigungshandgriff geschaffen, welche
sowohl mit einer Zweifach-, als auch mit einer Mehrfachscheibenverglasung ausgeführt
werden kann und die Backofentür aus zwei seitlichen und einem oberen Profilelement
besteht, die zueinander formschlüssig zu einem Rahmen gefügt sind, der seitlich und
oben auf der vorderen Türscheibe von hinten geklebt ist.
Die seitlichen Profilelemente sind mit Schlitzen und Bohrungen ausgebildet, die als
Befestigungsgrundkörper für die Backofentürscharniere, für die hintere Türscheibe
und bei einer Dreischeibenverglasung auch für die dritte, mittlere Türscheibe dienen,
wobei die hintere und mittlere Türscheibe mittels einer elastischen Auflage und mit
einem bestimmten Abstand zu den beiden Profilelementen auf an den Profilelementen
befindlichen Auflageleisten gelagert sind.
[0009] Ferner dienen die seitlichen Profilelemente zur Aufnahme des oberen Profilelementes,
welches über in den seitlichen Profilelementen vorgesehenen Schlitzen formschlüssig
einsetzbar ist, wodurch eine stabile und kippsichere Lage dieses oberen Profilelementes
gewährleistet ist, gleichfalls die Positionierung des oberen Profilelementes so erfolgt,
daß dieses obere Profilelement über die obere Kante der vorderen Türscheibe übergreift
und somit verhindert wird, daß von außen Flüssigkeiten oder ähnliche Medien von oben
in das Türinnere der Backofentür gelangen kann.
Ferner sind die seitlichen und das obere Profilelement mit entsprechenden Kehlen und
Ansätzen ausgebildet, in denen beim Zusammenbau der Backofentür Kleberaupen eingelegt
werden, und durch die Ausbildung der Kehlen und Ansätze in diesen Bereichen wird verhindert,
daß Klebmaterial seitlich aus diesen Kehlen bzw. Ansätzen austreten kann, somit gesichert
ist, daß keine sichtbaren Klebverbindungen an der zusammengebauten Backofentür vorhanden
sind.
[0010] Das obere Profilelement ist mit Stegen ausgebildet, die mit einem hitzebeständigen
Gummiprofil verbunden (z. B. verklebt) sind und als obere Anlage für die hintere und
mittlere Türscheibe dienen.
Die untere Lagerung und Positionierung der einzusetzenden mittleren und hinteren Türscheibe
erfolgt über Schnappelemente, die auf der unteren Kante der jeweiligen Scheibe aufgeklebt
sind und in entsprechende Öffnungen der an den seitlichen Profilelemente vorgesehene
Auflageleisten einrasten. Die vorgesehenen distanzierenden Gummipuffer gewährleisten,
daß die mittlere als auch die hintere Türscheibe beabstandet zu den seitlichen Profilelementen
gelagert sind, was mit dem wesentlichen Vorteil verbunden ist, daß die Zwischenräume
zwischen der vorderen und der mittleren Türscheibe sowie der mittleren und der hinteren
Türscheibe seitlich und im unteren Bereich miteinander verbunden sind, was eine gute
Luftzirkulation bewirkt und Hitzestaus und Überhitzungen im Frontbereich der Backofentür
ausschließt, da durch diese Türgestaltung ein maximaler Kaltluftzustrom realisiert
wird.
Der Betätigungshandgriff der Backofentür ist dabei nicht mit den seitlichen Profilelementen
oder dem oberen Profilelement der Backofentür verbunden, sondern direkt an der vorderen
Türscheibe befestigt, so daß die Profilelemente der Backofentür durch das Gewicht
und durch die Betätigung des Betätigungshandgriffes wesentlich entlastet sind.
[0011] Die Erfindung soll mit nachfolgendem Ausführungsbeispiel näher erläutert werden.
[0012] Die dazugehörige Zeichnung zeigt in
- Figur 1:
- eine Vorderansicht der Backofentür
- Figur 2:
- eine Draufsicht nach Figur 1
- Figur 3:
- eine Seitenansicht der Backofentür
- Figur 4:
- eine Ansicht der Backofentür
[0013] Die in der Figur 1 dargestellte Frontansicht der Backofentür 14 gibt einen Gesamtüberblick
über die Ausgestaltung der Backofentür 14, welche aus den seitlichen Profilelementen
1; 2 und dem oberen Profilelement 3 besteht, die untereinander formschlüssig verbunden
und auf der Rückseite der vorderen Türscheibe 4 mittels einer Klebverbindung angeordnet
sind.
Die in der vorderen Türscheibe 4 vorgesehenen Bohrungen 15 dienen zur Aufnahme und
Befestigung des Betätigungshandgriffes 11 der Backofentür 14, was sich im einzelnen
aus den Figuren 3 und 4 ergibt.
Das obere Profilelement 3 ist zu den beiden seitlichen Profilelementen 1; 2 so gefügt,
daß es mit seinem oberen Teil auf der oberen Stirnfläche der vorderen Türscheibe 4
aufliegt und dabei in Frontrichtung der vorderen Türscheibe mit einer Schräge ausgebildet
ist.
Das obere Profilelement 3 besteht aus einem Leichtprofil, welches vorzugsweise als
Strangprofil ausgebildet ist, im weitesten Sinne eine M-Form aufweist, deren Stege
verschiedenartig lang ausgebildet sein können und dessen oberes Teil die bereits beschriebene
Schräge besitzt.
[0014] Die Stege dieses M-förmigen oberen Profilelementes 3 sind ferner Träger von Zwischenlagen
9, die aus einem hitzebeständigen Puffermaterial hergestellt sind. Diese Zwischenlagen
9 sind mit den Stegen des oberen Profilelementes 3 miteinander verbunden, deren Ausbildungen
und Anordnungen sich unmittelbar aus der Figur 3 ergeben.
Im unteren Bereich sind die seitlichen Profilelemente 1; 2 mit Aussparungen 17 ausgebildet,
durch die die Türscharniere 5 der Backofentür 14 hindurchragen, wobei die Türscharniere
5 unmittelbar an den seitlichen Profilelementen 1; 2 von innen befestigt sind, was
über eine Schraubverbindung realisiert wird.
[0015] Aus der Draufsicht der Backofentür 14 gemäß Figur 2 ist die Ausbildung und Anordnung
der Schlitze 13 in den seitlichen Profilelementen 1 und 2 ersichtlich, die zur Aufnahme
des oberen Profilelementes 3 derart dienen, daß das obere Profilelement 3 in diese
Schlitze 13 eingefügt wird, wodurch eine stabile und kippsichere Lage des oberen Profilelementes
3 gegeben ist.
[0016] Die in der Figur 3 dargestellte Ansicht der Backofentür 14 verdeutlicht, wie die
einzelnen Elemente der Backofentür 14 zueinander gefügt und in Wirkverbindung stehen.
Gezeigt ist hier eine Backofentür, bestehend aus drei Türscheiben, der vorderen Türscheibe
4, der mittleren Türscheibe 7 und der hinteren Türscheibe 6.
Es ist ferner gezeigt, daß der Betätigungshandgriff 11 unmittelbar an der vorderen
Türscheibe 4 befestigt ist, hier ist eine Schraubverbindung gezeigt, es ist aber auch
durchaus denkbar und realisierbar, daß dieser Betätigungshandgriff 11 in anderer Art
und Weise an der vorderen Türscheibe 4 befestigt wird, so kann dies auch mittels einer
Klebverbindung realisiert werden.
[0017] Aus dieser Darstellung wird ferner deutlich, wie die Türscheiben 4; 6; 7 zueinander
gefügt und befestigt sind, wobei die vordere Türscheibe 4 über eine Klebverbindung
mit den seitlichen Profilelementen 1; 2 verbunden ist, während die mittlere Türscheibe
7 und die hintere Türscheibe 6 im oberen Bereich der Backofentür 14 auf den Zwischenlagen
9 des oberen Profilelementes 3 aufliegen, wobei die Zwischenlagen 9 auf den Innenseiten
der beiden äußeren Stege des oberen Profilelementes 3 befestigt (z. B. aufgeklebt)
sind.
[0018] Unmittelbar im Bereich der Auflagerungen von mittlerer und hinterer Türscheibe 7;
6 auf den Zwischenlagen 9 sind diese beiden Türscheiben 7; 6 mittels vorgesehener
Gummipuffer 8 distanzierend und einen bestimmten Abstand besitzend, auf den Auflageleisten
16 der seitlichen Profilelemente 1; 2 gelagert. Dadurch entsteht gleichzeitig Montagefreiheit
für die Befestigungsschrauben der Türscharniere 5.
Die Befestigung und Auflagerung der mittleren und hinteren Türscheibe 7; 6 im unteren
Bereich der Backofentür 14 erfolgt über Schnappelemente 10, die jeweils in diesem
Bereich so auf den Innenseiten der mittleren und hinteren Türscheibe 7; 6 verklebt
sind, daß sie mit ihren federnden Bügeln über die untere Kante der jeweiligen Türscheibe
7; 6 hinwegragen und Aufnahme in entsprechenden Öffnungen in den Auflageleisten 16
der Profilelemente 1; 2 finden. Bei diesen Öffnungen handelt es sich um den Formen
und den Größen der federnden Bügel der Schnappelemente 10 angepaßten Öffnungen, in
die diese Schnappelemente 10 mit leichtem Druck eingedrückt werden, und die federnden
Bügel dieser Schnappelemente 10 arretieren diese beiden Türscheiben 7; 6 im unteren
Bereich der Backofentür 14.
Die Auflagerung der mittleren und hinteren Türscheibe 7; 6 in diesem unteren Bereich
der Backofentür 14 ist analog der oberen Auflagerung ausgebildet, da auch hier die
mittlere und hintere Türscheibe 7; 6 auf distanzierenden Gummipuffern 8 aufliegen,
so daß auch hier gesichert ist, daß diese beiden Türscheiben 7; 6 beabstandet zu den
Auflagestegen 16 der seitlichen Profilelemente 1; 2 an diesen anliegen und von diesen
zusätzlich saugend befestigt werden, da diese Gummipuffer 8 mit einer bestimmten geneigten
Form ausgebildet sind, so daß beim Aufdrücken der mittleren und hinteren Türscheiben
7; 6 auf diese Gummipuffer 8 ein Saugeffekt eintritt und eine zusätzliche Lagerung
und Positionierung dieser beiden Türscheiben 7; 6 gesichert wird.
[0019] Aus der Figur 3 ergibt sich ferner, wie im unteren Bereich der Backofentür 14 die
Scharniere 5 von innen mit den seitlichen Profilelementen 1; 2 verschraubt sind und
durch die Aussparungen 17 der seitlichen Profilelemente 1 und 2 hindurchgreifen, so
daß sie in das Grundgerät eingesetzt und dort befestigt werden können.
[0020] Die distanzierende bzw. beabstandende Lagerung der mittleren und hinteren Türscheiben
7; 6 ist speziell in der Figur 4 gezeigt, aus der sich auch die Ausbildung und Gestaltung
der seitlichen Profilelemente 1; 2 ergibt, welche an ihren Innenseiten zwei in den
Innenraum der Tür hineinragende Auflageleisten 16 besitzen, die mit unterschiedlichen
Längenmaßen ausgeführt und in denen die Gummipuffer 8 gelagert sind.
[0021] Diese Darstellung der Backofentür 14 gibt in dieser Schnittdarstellung unmittelbar
deren Aufbau wieder und verdeutlicht, wie die einzelnen Elemente der Backofentür 14
zueinander gefügt sind.
Die seitlichen Profilelemente 1; 2 und das obere Profilelement 3 sind an der Innenseite
der vorderen Türscheibe 4 mittels einer Klebverbindung befestigt, was technologisch
so abläuft, daß auf den Frontbereichen der vorher formschlüssig zusammengesteckten
und in einer Klebevorrichtung genau positionierten seitlichen Profilelementen 1; 2
und des oberen Profilelementes 3 Kleberaupen aufgebracht werden und anschließend die
seitlichen Profilelemente 1; 2 und das obere Profilelement 3 mit der Innenseite der
vorderen Türscheibe 4 verklebt werden. Die vordere Türscheibe 4 ist mit einem Breitenmaß
ausgebildet, das der Größe des jeweiligen Backofenmuffels angepaßt ist und in ihrer
Gesamtheit die Öffnung des Backofenmuffels überdeckt und diesen abschließt.
Die Frontbereiche der seitlichen Profilelemente 1; 2 besitzen dort längs verlaufende
Kehlen 18, die der Aufnahme von Klebraupen dienen und die gleichfalls sichern, daß
beim Zusammenfügen von vorderer Türscheibe 4 mit den seitlichen Profilelementen 1;
2 kein Klebmaterial seitlich austreten kann, somit verhindert ist, daß im zusammengebauten
Zustand der Backofentür 4 Klebestreifen sichtbar sind.
Zu diesem Zwecke ist das obere Profilelement 3 ähnlich ausgeführt, dieses besitzt
in seinem Frontbereich einen Ansatz 19, der sich herausbildet durch den vorderen Steg
des oberen Profilelementes 3 und dem oberen Profilteil selbst. In diesem Bereich des
Ansatzes 19 werden gleichfalls die erforderlichen Klebraupen eingebracht, so daß das
obere Profilelement 3 gleichermaßen mit der vorderen Türscheibe 4 verbunden ist und
durch die Gestaltung dieses Bereiches garantiert ist, daß keine Kleberester sichtbar
werden.
[0022] Die hintere Türscheibe 6 ist mit den äußeren Kanten der seitlichen Profilelemente
1; 2 abschließend, ferner ist die hintere Türscheibe 6 in ihren seitlichen Bereichen
bedruckt, so daß die darunter liegenden Bauteile der Backofentür 14 beim Öffnen nicht
sichtbar sind. Dieses Bedrucken der seitlichen Bereiche der hinteren Türscheibe 6
erfolgt in dem Maß, daß auch die Lagerung der mittleren Türscheibe 7 nicht von außen
sichtbar ist.
Das Breitenmaß der mittleren Türscheibe 7 ist kleiner als das Zwischenmaß zwischen
den beiden äußeren Auflageleisten 16 der seitlichen Profilelemente 1; 2. Die mittlere
Auflageleiste 16 ist mit einer größeren Länge als die der äußeren Auflageleiste 16
ausgeführt und besitzt gleichfalls die Gummipuffer 8, an denen die mittlere Türscheibe
7 in distanzierender Weise und einen Abstand zur mittleren Auflageleiste 16 ergebend,
aufliegt.
[0023] Mit der Ausbildung und Anordnung der mittleren und hinteren Türscheiben 7; 6 zur
Backofentür 14, wie speziell aus der Figur 4 ersichtlich, ist eine Backofentür 14
geschaffen worden, die, da sie seitlich und im unteren Bereich nicht verschlossen,
sondern offen ausgeführt ist, daß sich in den Zwischenräumen zwischen den eingesetzten
Türscheiben 4; 7; 6 ein guter Kaltluftzustrom realisiert wird, Hitzestaus werden vermieden,
und es kommt nicht zu Überhitzungen des Frontbereiches der Backofentür 14. Ferner
gestattet diese Grundkonzeption der Backofentür 14, daß diese neben der Ausbildung
als Dreifachscheibentür auch als Zweifachscheibentür ausgebildet werden kann.
Zu diesem Zwecke bedarf es lediglich des Nichteinsetzens der mittleren Türscheibe
7, was montage- bzw. demontageseitig ohne Probleme möglich ist.
[0024] Ein wesentlicher Vorteil der vorgestellten Backofentür liegt im Prozeß der Montage
bzw. Demontage der Backofentür 14, nicht nur bei der Herstellung selbst, sondern auch
bei der Benutzung und damit verbundenen Reinigung dieser Backofentür 14.
Die Montage der Backofentür 14, speziell das Einfügen der mittleren und hinteren Türscheiben
7; 6 erfolgt in der Art und Weise, daß zuerst die mittlere Türscheibe 7 unter den
mittleren Steg des oberen Profilelementes 3 eingesetzt und gegen ihre Auflagerungen,
den Gummipuffern 8, gedrückt wird, bis die Schnappelemente 10 in die Öffnungen der
Auflageleisten 16 einschnappen. Danach wird in analoger Weise die hintere Türscheibe
6 eingesetzt. Auch diese findet Anlage auf der Zwischenlage 9 des äußeren Steges des
oberen Profilelementes 3, wird gegen die Gummipuffer 8 gedrückt, und die Schnappelemente
10 rasten in ihren Öffnungen in den Auflageleisten 16 ein und sichern so eine Lagerung,
daß bei Betätigung der Backofentür 14 sich diese Lagerung geräuschdämmend auswirkt,
da die Glasscheiben nicht auf metallischen Elementen aufliegen, sondern auf den beschriebenen
Gummipuffern 8, die ferner so ausgebildet sind, daß sie sich beim Andruck der jeweiligen
Türscheibe 7; 6 elastisch verformen und einen festen Sitz der jeweiligen Türscheibe
7; 6 gewährleisten. Durch die abgeschrägte Ausführung des Querschnittsprofiles dieser
Gummipuffer 8 ist ferner gesichert, daß sich diese günstig verformen lassen und somit
gewisse Toleranzen in den Dicken der Türscheiben 7; 6 ausgeglichen werden können.
[0025] Die Demontage der Backofentür 14, um beispielsweise die einzelnen Türscheiben reinigen
zu können, geschieht in der Weise, daß zuerst die hintere Türscheibe 6 mit ihren Schnappelementen
10 aus den Öffnungen herausgezogen und entnommen wird. Danach wiederholt sich dieser
Vorgang beim Herausnehmen der mittleren Türscheibe 7, so daß der Innenbereich der
Backofentür 14, speziell die Innenseite der vorderen Türscheibe 4, gereinigt werden
kann. Nach Reinigung der beiden anderen Türscheiben 7; 6 erfolgt deren Einbau in bereits
oben beschriebener Weise. Bei dieser Demontage und Montage der einzelnen Türscheiben
7; 6 muß die gesamte Backofentür 14 nicht aus dem Backofen herausgenommen werden,
hier reicht lediglich, daß diese abgeklappt wird, somit der Zugang zu den beiden Türscheiben
7; 6 möglich ist.
[0026] Ausgeführt werden soll noch, daß die Gummipuffer 8 aus einem hitzebeständigen Silikongummi
bestehen und gleichfalls die Zwischenlagen 9 im oberen Profilelement 3 aus einem ähnlichen
Material hergestellt sind.
Durch die Ausbildung der Backofentür 14 in ihrer Gesamtheit sind keine sichtbaren
Klebeverbindungen vorhanden, was zu einer günstigen Klebetechnologie führt, ferner
ermöglicht der konstruktive Aufbau der Backofentür 14, daß diese Backofentüren 14
für verschiedene Geräte verwendet werden können, hierzu bedarf es lediglich Veränderungen
der Höhen und Breitenabmaße der Tür sowie der Längenänderungen der eingesetzten Profilelemente
1; 2; 3, wobei diese Profilquerschnitte erhalten bleiben.
[0027] Die Türscharniere 5 der Backofentür 14 sind mit einem Bewegungsbügel 12 ausgebildet,
die unmittelbar auf den Öffnungs- und Schließvorgang der Backofentür 14 einwirken.
Gleichfalls übernimmt ein Bewegungsbügel 12 die Funktion, daß beim Öffnen der Backofentür
14 ein vorgesehener, nicht näher dargestellter Türkontaktschalter geöffnet wird, wodurch
die Backraumbeheizung und, soweit vorhanden, das Gebläse für die Zuführung der Umluft
ausgeschaltet werden und somit ein gefahrfreies Handhaben des Backraumes möglich wird.
Beim Verschließen des Backraumes betätigt der Bewegungsbügel 12 wiederum diesen Türkontaktschalter,
so daß die vorher außer Funktion gesetzten Elemente wieder betriebsbereit sind.
1. Backofentür mit Sichtfenster und Betätigungshandgriff zum Verschließen eines Garraumes
eines Back- und Bratofens, die auf der Innenseite der Frontscheibe mit senkrecht und
waagerecht verlaufenden Profilelementen ausgerüstet ist und als Zweiglas- sowie als
Mehrfachglastür ausgebildet ist, dadurch gekennzeichnet, daß
ein oberes Profilelement (3) formschlüssig in Schlitzen (13) mit den seitlichen Profilelementen
(1; 2) verbunden und auf der Rückseite der vorderen Türscheibe (4) verklebt ist, das
obere Profilelement (3) eine M-förmige Gestalt besitzt, deren mittlerer und hinterer
Steg an den Innenseiten mit Zwischenlagen (9) versehen sind, die seitlichen Profilelemente
(1; 2) mit unterschiedlichen Längen besitzende Auflageleisten (16) ausgebildet sind,
in denen im oberen und unteren Bereich Gummipuffer (8) vorgesehen sind, auf denen
die mittlere und hintere Türscheibe (7; 6), im oberen Profilelement (3) an den Zwischenlagen
(9) anliegend und im unteren Bereich über Schnappelemente (10) auf den Auflageleisten
(16) der seitlichen Profilelemente (1; 2) befestigt, beabstandet angeordnet sind.
2. Backofentür nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Backofentür (14) seitliche und untere Öffnungen besitzt, wobei die seitlichen
Öffnungen durch die seitlichen Profilelemente (1; 2) und der zugeordneten hinteren
Türscheibe (6) herausgebildet sind, während die unteren Öffnungen durch die beabstandet
angeordnete mittlere Türscheibe (7) zur vorderen Türscheibe (4) und durch die beabstandete
hintere Türscheibe (6) zur mittleren Türscheibe (7) ausgebildet sind.
3. Backofentür nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß
die mittlere und die hintere Türscheibe (7; 6) auf ihren Innenseiten im unteren Bereich
aufgeklebte Schnappelemente (10) besitzen, die mit ihren federnden Bügeln in Öffnungen
der Auflageleisten (16) eingreifen.
4. Backofentür nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß
die distanzierenden Gummipuffer (8) aus einem hitzebeständigen Material, vorzugsweise
einem Silikongummi ausgeführt sind und einen geneigt ausgebildeten Profilquerschnitt
besitzen, auf denen die mittlere und die hintere Türscheibe (7; 6) saugend und geräuschdämmend
aufliegen.
5. Backofentür nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß
die Zwischenlagen (9) auf den beiden äußeren Stegen des M-förmig ausgebildeten oberen
Profilelementes (3) aus einem hitzebeständigen Material, vorzugsweise einem Silikongummi,
bestehen und mit den Stegen verbunden, vorzugsweise verklebt, sind.
6. Backofentür nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß
die vordere Türscheibe (4) über die seitlichen Profilelemente (1; 2) hinausragt, die
hintere Türscheibe (6) die seitlichen Profilelemente (1; 2) überdeckt und die mittlere
Türscheibe (7) mit einem Breitenmaß ausgebildet ist, welches geringer ist als das
Abstandsmaß der beiden äußeren Auflageleisten (16) der seitlichen Profilelemente (1;
2).
7. Backofentür nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
der Betätigungshandgriff (11) der Backofentür (14) mit der vorderen Türscheibe (4)
verbunden ist.
8. Backofentür nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß
das M-förmig gestaltete obere Profilelement (3) die obere Kante der vorderen Türscheibe
(4) übergreift und in diesem Bereich mit einer Schräge ausgebildet ist.
9. Backofentür nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die seitlichen Profilelemente (1; 2) frontseitig an ihren Längsseiten und an diesen
verlaufend mit Kehlen (18) ausgebildet sind.
10. Backofentür nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
das obere Profilelement (3) frontseitig zur Aufnahme von Kleberaupen mit einem aus
dem vorderen Steg und dem oberen Profilteil (3) herausgebildeten Ansatz (19) ausgebildet
ist.
11. Backofentür nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß
durch die konstruktive Ausbildung der seitlichen Profilelemente (1; 2) und des oberen
Profilelementes (3), die mit der vorderen Türscheibe (4) verklebt werden, keine sichtbaren
Klebeverbindungen an der gesamten Backofentür (4) vorhanden sind.
12. Backofentür nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß
der Bewegungsbügel (12) des Türscharniers (5) mit einem Türkontaktschalter des Backofens
in Verbindung steht.