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EP 1 127 660 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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09.02.2005 Patentblatt 2005/06 |
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Anmeldetag: 13.01.2001 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)7: B25G 1/10 |
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Drehgriff für Werkzeuge
Turning handle for tools
Poignée pour la rotation d'un outil
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT DE ES IT |
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Priorität: |
28.02.2000 AT 13700 U
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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29.08.2001 Patentblatt 2001/35 |
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Patentinhaber: Engel Austria GmbH |
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4311 Schwertberg (AT) |
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Erfinder: |
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- Müller, Stefan
4351 Saxen (AT)
- Gattringer, Alfred
4284 Tragwein (AT)
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Vertreter: Hofinger, Engelbert, Dr.Dr. et al |
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Patentanwälte Torggler & Hofinger
Wilhelm-Greil-Strasse 16 6020 Innsbruck 6020 Innsbruck (AT) |
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Entgegenhaltungen: :
DE-A- 19 803 946 FR-A- 2 730 658
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DE-U- 29 705 522 GB-A- 2 300 589
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf einen Drehgriff für Werkzeuge, insbesondere für Schraubendreher,
mit einer das Ende des metallischen Werkzeuges umgebenden Kernschicht aus thermoplastischem
Kunststoff und einer Außenhülle aus einem thermoplastischen Elastomer (TPE).
[0002] Bei der Herstellung von dickwandigen Werkzeuggriffen, z.B. Schraubendrehergriffen,
aus einem harten Kunststoff und einer weichen Grifffläche (z.B. zur besseren Drehmomentaufbringung
mit der Hand) ergeben sich verschiedene Schwierigkeiten: die Überspritzung mit der
Weichkomponente kann erst erfolgen, wenn der dickwandige Vorspritzling ausreichend
abgekühlt ist und genügend Eigensteifigkeit aufweist. Durch die großen Kühlzeitunterschiede
ist eine wirtschaftliche Fertigung in einem getakteten, parallel laufenden Fertigungsverfahren
nicht möglich. Außerdem kommt es in dickwandigen Spritzgußteilen zur Lunkerbildung
durch frühzeitige Erstarrung der Außenhaut und anschließend erst ablaufende Abkühlung
der noch heißen Schmelze im Innenkern. Derartige Lunker können Ursache für das Versagen
eines Werkzeuggriffes durch Bruch oder Durchdrehen von Metallteilen wie z.B. der Klinge
bei Schraubendrehergriffen sein.
[0003] Ein Drehgriff gemäss den Oberbegriff des Anspruchs 1, ist aus FR 2730658 A bekannt.
[0004] Die Erfindung geht von der Überlegung aus, daß diese Schwierigkeiten durch eine Zwischenschicht
zwischen Kernschicht und Außenhülle beseitigt werden können.
[0005] Die Mehrkomponentenspritzgießtechnik bietet seit vielen Jahren die Möglichkeit, verschiedene
Kunststoffe mit unterschiedlichen Eigenschaften zu einem Formteil zu verbinden. Dabei
werden vor allem haftungskompatible Thermoplaste und thermoplastische Elastomere eingesetzt,
die durch chemische und physikalische Verträglichkeit eine hohe Verbundfestigkeit
erreichen. Das heißt, bei mechanischer Beanspruchung kommt es nicht zu einem Bruch
in der Werkstoff-Verbundfläche, sondern zu einem Versagen in der schwächeren Werkstoffkomponente.
[0006] Es gibt auch Kunststoffpaarungen, die aneinandergespritzt keinen Werkstoffverbund
eingehen. Solche Werkstoffpaarungen werden bei der Montagespritzgießtechnik genutzt,
um drehbewegliche Gelenk- und Scharnierfunktionen in Formteilen ohne nachträglichen
Montageaufwand zu fertigen.
[0007] Obwohl Polyamide und Polyolefine wie Polypropylen oder Polyethylen sich schlecht
vereinigen, und gerade bei Werkzeuggriffen erhebliche Drehmomente durch die Verbindungsflächen
übertragen werden müssen, strebt die Erfindung gerade eine solche Materialpaarung
an, da sie ausgesprochen kostengünstig ist und es zudem erlaubt, das Problem der unterschiedlichen
Kühlzeiten optimal zu lösen. Ermöglicht wird dies durch mechanische Verankerung der
Zwischenschicht an der Kernschicht. Erfindungsgemäß ist also vorgesehen, daß die Kernschicht
formschlüssig mit mindestens einer Zwischenschicht aus mindestens einem Polyolefin
umgeben ist.
[0008] Eine ineinandergeschachtelte Rippenkonstruktion für die einzelnen Werkstoffschichten
verbessert die Wärmeabfuhr, vermeidet die Lunkerbildung und sichert zusätzlich eine
mechanische Verbindung bei Einsatz haftungsinkompatibler Kunststoffe durch mechanische
Verkrallung und Aufschwinden der jeweils nachfolgenden Außenschicht.
[0009] Weitere Einzelheiten der Erfindung werden anschließend anhand der Zeichnung erläutert.
Fig. 1 ist ein Längsschnitt durch ein Ausführungsbeispiel,
Fig. 2 ein Querschnitt nach der Linie II-II in Fig. 1,
Fig. 3 eine Außenansicht des Schraubenziehers.
[0010] Der dargestellte Schraubenzieher besteht aus einer Klinge 5, deren Ende in einem
ersten Verfahrensschritt formschlüssig mit einer Kernschicht 1 aus Polyamid (PA) umspritzt
wird. Um die Herstellung auf einem getakteten Drehtisch durchführen zu können, ist
es zweckmäßig, wenn die Kühlzeiten in allen Bearbeitungsstationen annähernd gleich
groß sind. Aus diesem Grunde ist die Kernschicht 1 mit Rippen 11 versehen, wie aus
Fig. 2 hervorgeht. Diese Rippen 11 übertragen einerseits das von der Hand des Benützers
aufgebrachte Drehmoment auf das Werkzeug, andererseits erlauben sie eine rasche Abkühlung
der Kernschicht 1. Über die Kernschicht 1 wird in einer zweiten Station eine Zwischenschicht
2 gespritzt, welche aus Polypropylen besteht. Dieses könnte auch durch ein anderes
kostengünstiges Material, beispielsweise ein Recyclat, ersetzt werden. Polypropylen
muß relativ weit abgekühlt werden, bevor es genügend erhärtet ist, um eine weitere
Schicht darauf aufzubringen. Es ist daher sinnvoll, es nicht in einem Arbeitsgang
aufzutragen, sondern eine zweite Zwischenschicht 3 aus Polypropylen vorzusehen. Falls
die beiden Schichten verschieden eingefärbt sind, erlaubt dies überdies die Erzeugung
von Effekten, welche anhand von Fig. 3 näher erläutert werden.
[0011] Als letzte und äußerste Schicht weist der Handgriff eine Außenhülle aus thermoplastischem
Elastomer auf. Darunter versteht man Material, das aufgrund seines thermoplastischen
Verhaltens in einer Spritzgießmaschine verarbeitet werden kann, jedoch elastomere
Eigenschaften aufweist, weil der Thermoplast mit einem vernetzten Kunststoff vermischt
oder ein Teil des Thermoplasten mit einem solchen Kunststoff verbunden ist.
[0012] In Fig. 3 erkennt man die reichen Gestaltungsmöglichkeiten, welche sich durch den
erfindungsgemäßen Aufbau ergeben. An der Außenseite des Handgriffes ist sowohl die
Kernschicht 1 sichtbar, wie die Zwischenschichten 2 und 3, obwohl natürlich der wesentliche
Teil der Außenseite des Griffes durch die Außenhülle 4 aus thermoplastischem Elastomer
gebildet ist.
1. Drehgriff für Werkzeuge, insbesondere für Schraubendreher, mit einer das Ende des
metallischen Werkzeuges umgebenden Kernschicht aus thermoplastischem Kunststoff und
einer Außenhülle aus einem thermoplastischen Elastomer (TPE), dadurch gekennzeichnet, daß die Kernschicht (1) formschlüssig mit mindestens einer Zwischenschicht (2, 3) aus
mindestens einem Polyolefin umgeben ist.
2. Drehgriff nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kernschicht (1) aus einem Polyamid besteht.
3. Drehgriff nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Kernschicht (1) mit längsverlaufenden Rippen (11) versehen ist.
4. Drehgriff nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß zwei Zwischenschichten (2, 3) vorgesehen sind.
5. Drehgriff nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Zwischenschichten (2, 3) aus verschieden gefärbtem Material bestehen.
1. A turning handle for tools, in particular for screwdrivers, comprising a core layer
of thermoplastic material which surrounds the end of the metal tool and an outer casing
of a thermoplastic elastomer (TPE) characterised in that the core layer (1) is surrounded in positively locking relationship with at least
one intermediate layer (2, 3) of at least one polyolefin.
2. A turning handle according to claim 1 characterised in that the core layer (1) comprises a polyamide.
3. A turning handle according to claim 1 or claim 2 characterised in that the core layer (1) is provided with longitudinally extending ribs (11).
4. A turning handle according to one of claims 1 to 3 characterised in that there are provided two intermediate layers (2, 3).
5. A turning handle according to claim 4 characterised in that the intermediate layers (2, 3) comprise differently coloured material.
1. Manche de manoeuvre pour des outils, en particulier des tournevis, ayant une couche
en matière plastique thermoplastique formant un noyau entourant l'extrémité de l'outil
métallique et une enveloppe externe en élastomère thermoplastique (TPE), caractérisé en ce que la couche formant le noyau (1) est entourée selon un engagement positif par au moins
une couche intermédiaire (2, 3) en au moins une polyoléfine.
2. Manche de manoeuvre conforme à la revendication 1 caractérisé en ce que la couche formant le noyau (1) est composée d'un polyamide.
3. Manche de manoeuvre conforme à la revendication 1 ou à la revendication 2, caractérisé en ce que la couche formant le noyau (1) est prévue avec des nervures s'étendant de manière
longitudinale.
4. Manche de manoeuvre conforme à l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que deux couches intermédiaires (2, 3) sont prévues.
5. Manche de manoeuvre conforme à la revendication 4 caractérisé en ce que les couches intermédiaires (2, 3) sont composées de matières colorées différemment.

