[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Drucken, insbesondere eine Frankier-
und/oder Adressiermaschine, mit einem Druckkopf, der zum Erzielen der Relativbewegung
zwischen Druckkopf und zu bedruckendem Medium beim Drucken entlang einer ersten Richtung
bezüglich eines Basiselements zwischen einer ersten Längsposition und einer zweiten
Längsposition verfahrbar ausgebildet ist. Der Druckkopf wird dabei durch eine erste
Führungseinrichtung geführt. Es ist weiterhin eine das Drucken quer zur ersten Richtung
zueinander versetzter, einander höchstens in einem Randbereich überlappender Druckbilder
ermöglichende erste Versetzeinrichtung vorgesehen. Diese ist zum Versetzen des Druckkopfs
relativ zum Basiselement von einer ersten Querposition in wenigstens eine von der
ersten Querposition quer zur ersten Richtung beabstandete zweite Querposition ausgebildet.
Weiterhin betrifft die vorliegende Erfindung ein Verfahren zum Drucken gemäß dem Oberbegriff
des Anspruchs 15.
[0002] Im Sinne der vorliegenden Erfindung bezeichnet der Begriff Druckkopf alle Arten von
Druckeinrichtungen, die ein Druckbild auf einem Medium erzeugen können. Mit anderen
Worten schließt der Begriff zum einen Druckeinrichtungen beliebiger Drucktechniken
ein. Er soll auch nicht auf das Bauteil beschränkt sein, das unmittelbar das Druckbild
erzeugt, sondern kann daneben weitere Bauteile umfassen, welche zur Druckbilderzeugung
benötigt werden. Dies können beispielsweise Tintenvorratsbehälter etc. sein.
[0003] Eine gattungsgemäße Vorrichtung sowie ein gattungsgemäßes Verfahren sind beispielsweise
aus der EP 0 933 210 A2 bekannt. Bei der dort beschriebenen Vorrichtung ist der Druckkopf
verschieblich in einer durch eine Führungsstange geführten Halterung angeordnet. Zum
Drucken wird die Halterung und damit der Druckkopf entlang einer ersten Richtung,
nämlich parallel zur Führungsstange verfahren.
[0004] Wurde ein erstes Druckbild erzeugt, wird der Druckkopf senkrecht zur ersten Richtung
relativ zur Halterung versetzt, um in einem weiteren Schritt ein zweites Druckbild
unter entgegengesetztem Verfahren des Druckkopfs entlang einer ersten Richtung zu
erzeugen. Der Versatz des zweiten Druckbilds zum ersten Druckbild ist dabei so groß,
dass sich die beiden Druckbilder höchstens in dem Randbereich überlappen, in dem sie
quer zur ersten Richtung aneinandergrenzen. Hierdurch ist es möglich, mit einem Druckkopf
ein Gesamtdruckbild zu erzeugen, dessen Abmessung quer zur ersten Richtung, d. h.
quer zur Druckrichtung, etwa der doppelten Druckbreite des Druckkopfs entspricht.
[0005] Die Versetzeinrichtung ist bei der bekannten Vorrichtung an der Halterung angeordnet
und als Linearantrieb ausgebildet, der auf den Druckkopf einwirkt.
[0006] Diese Gestaltung bringt zum einen den Nachteil mit sich, dass durch den zusätzlichen
Linearantrieb an der Halterung beim Drucken eine relativ hohe Masse zu bewegen ist.
Dies wirkt sich nachteilig auf das Schwingungsverhalten des Antriebs und damit zum
einen auf das Druckbild bzw. auf den zur Kompensation dieses Nachteils erforderlichen
Aufwand aus. Zum anderen sind den erzielbaren Beschleunigungen und damit der Druckgeschwindigkeit
Grenzen gesetzt.
[0007] Ein weiterer Nachteil liegt in der aufwendigen Gestaltung der Halterung. Diese muss
bei möglichst geringer Masse und damit möglichst geringem Bauvolumen eine Querführung
für den Druckkopf zur Verfügung stellen. Bei Verwendung austauschbarer Druckköpfe,
wie beispielsweise Tintenstrahlpatronen, ist sie unter Umständen sogar zweiteilig
mit einer gesonderten durch den Linearantrieb angetriebenen Aufnahme für den Druckkopf
auszuführen, um ein allzu aufwendiges Auswechseln des Druckkopfs zu vermeiden bzw.
die Verwendung eines Standard-Druckkopfs zu ermöglichen.
[0008] Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine gattungsgemäße
Vorrichtung sowie ein gattungsgemäßes Verfahren anzugeben, welche bei geringem Aufwand
ein schnelles, qualitativ hochwertiges Drucken ermöglichen.
[0009] Diese Aufgabe wird ausgehend von einer Vorrichtung gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs
1 durch die im kennzeichnenden Teil des Anspruchs 1 angegebenen Merkmale gelöst. Weiterhin
wird sie wird ausgehend von einem Verfahren gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 15
durch die im kennzeichnenden Teil des Anspruchs 15 angegebenen Merkmale gelöst.
[0010] Der Erfindung liegt die technische Lehre zugrunde, dass man mit relativ geringem
Aufwand einen qualitativ hochwertigen Druck mit einer gattungsgemäßen Vorrichtung
erzielt, wenn die erste Versetzeinrichtung zum Versetzen der ersten Führungseinrichtung
ausgebildet ist.
[0011] Aufgrund der erfindungsgemäßen Ausgestaltung ist beim Drucken lediglich der Druckkopf
zu bewegen, insbesondere zu beschleunigen. Dank der im Vergleich zu der bekannten
Vorrichtung geringeren hierbei zu bewegenden Masse reduziert sich die Schwingungsneigung
des Systems aus dem Druckkopf und dessen Antrieb. Es können somit höhere Beschleunigungen
erzielt werden, was zu einem schnelleren Druckvorgang führt. Zum anderen sind reduziert
sich der Aufwand für etwaige Dämpfungsmaßnahmen.
[0012] Weiterhin ist für den Druckkopf, sofern er austauschbar gestaltet ist, lediglich
eine einfache Standard-Halterung vorzusehen, da er relativ zu dieser nicht bewegt
werden muß. Auch dies reduziert zum einen die zu bewegende Masse, zum anderen den
für die Herstellung der Vorrichtung zu betreibenden Aufwand.
[0013] Bei bevorzugten Varianten der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist die Versetzeinrichtung
derart ausgebildet ist, dass der Versatz der ersten Führungseinrichtung im Wesentlichen
in einer Ebene erfolgt. Dies ist mit Blick auf den Druckvorgang von Vorteil, da sich
dann beim Versetzen des Druckkopfs keine Abstandsänderung zum zu bedruckenden Medium
ergibt, die gegebenenfalls kompensiert werden müßte. Zudem bleibt dann der erforderliche
Bauraum für die Vorrichtung gering, da kein Platz für eine ausladende Versetzbewegung
quer zur eigentlichen Versetzrichtung freigehalten werden muss.
[0014] Die Bewegung der Führungseinrichtung beim Versetzen kann beliebig ausgestaltet sein,
insbesondere kann sie einer beliebigen Bahnkurve folgen. Vorzugsweise ist die Versetzeinrichtung
zum Parallelversetzen der ersten Führungseinrichtung ausgebildet. Dank des einfachen
Bewegungsablaufs ist hierbei ein problemloses Positionieren der Führungseinrichtung
und damit des Druckkopfs möglich.
[0015] Die Parallelführung kann auf unterschiedliche Weise realisiert sein, So können beispielsweise
eine oder mehrere entsprechende Führungsschienen oder dergleichen für die Führungseinrichtung
vorgesehen sein, welche dieser beim Versetzen eine reine Translationsbewegung aufprägen.
[0016] Eine besonders einfache, robuste und wenig störanfällige Ausgestaltung ergibt sich,
wenn die Versetzeinrichtung ein ebenes viergliedriges Gelenkgetriebe umfasst, welches
die Führung beim Versatz der Führungseinrichtung gewährleistet. Ein solches Gelenkgetriebe
kommt bei hoher Bewegungspräzision mit einfachen Dreh- bzw. Schwenkgelenken aus. Hierdurch
wird insbesondere Winkelfehlstellungen der Führungseinrichtung in den jeweiligen Querpositionen
und damit auch Winkelfehlstellungen der Druckbilder zueinander entgegengewirkt. Insbesondere
eine Parallelführung lässt sich mit einem solchen Gelenkgetriebe einfach realisieren.
[0017] Die Führungseinrichtung kann in beliebiger Weise mittelbar oder unmittelbar mit der
Versetzeinrichtung verbunden sein. Sie kann beispielsweise direkt an dem Glied des
Gelenkgetriebes befestigt sein, das selbst die gewünschte Versatzbewegung vollführt.
Bei vorteilhaften, weil einfach ausgestalteten Varianten der erfindungsgemäßen Vorrichtung
bildet die erste Führungseinrichtung selbst ein Glied des Gelenkgetriebes. Sie kann
hierzu beispielsweise an ihren beiden Enden unmittelbar mit zwei weiteren zum Gelenkgetriebe
gehörenden Gliedern verbunden sein.
[0018] Die Versetzeinrichtung kann bezüglich ihres Antriebs zum Versetzen der Führungseinrichtung
in verschiedener Weise ausgestaltet sein. So können beispielsweise ein oder mehrere
gesonderte Antriebseinrichtungen vorgesehen sein, welche die Versatzbewegung bewirken.
Bei bevorzugten Ausgestaltungen der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist die Versetzeinrichtung
zum Versetzen der ersten Führungseinrichtung durch Verfahren des Druckkopfs entlang
der ersten Richtung ausgebildet ist. Hierdurch ist kein gesonderter Antrieb für die
Versetzeinrichtung erforderlich, sondern es wird der Antrieb zum Verfahren des Druckkopfs
auch für den Betrieb der Versetzeinrichtung genutzt.
[0019] Um die Versatzbewegung der Führungseinrichtung durch Verfahren des Druckkopfs entlang
der ersten Richtung zu erreichen, sind eine Vielzahl von Ausgestaltungen denkbar.
So können beispielsweise eine zweite Führungseinrichtung vorgesehen sein, die an dem
Druckkopf bzw. dessen Halterung angeordnet ist und zum Erzielen der Versatzbewegung
mit einer dritten Führungseinrichtung zusammenwirkt. Die dritte Führungseinrichtung
ist dabei derart ortsfest in bzw. an der Vorrichtung angeordnet, dass sich beim Verfahren
des Druckkopfs entlang der ersten Richtung eine Relativbewegung zwischen der zweiten
und dritten Führungseinrichtung ergibt. Die Wirkflächen der zweiten und dritten Führungseinrichtung
sind dabei dann so angeordnet, dass sich beim Verfahren der zweiten und dritten Führungseinrichtung
entlang der ersten Richtung relativ zueinander eine Kraftkomponente quer zur ersten
Richtung ergibt, welche durch die zweite Führungseinrichtung dem Druckkopf und über
diesen der ersten Führungseinrichtung aufgeprägt wird. Diese Kraftkomponente quer
zur ersten Richtung bewirkt dann den Versatz der ersten Führungseinrichtung.
[0020] Bei der genannten Variante ist entweder eine Kompensationseinrichtung vorzusehen,
die den Versatz zwischen Antrieb und Druckkopf beim Versetzen der ersten Führungseinrichtung
ausgleicht. Zusätzlich oder alternativ kann auch der gesamte Antrieb mit der Führungseinrichtung
entsprechend versetzt werden.
[0021] Bei bevorzugten Varianten der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist eine Antriebseinrichtung
zum Verfahren des Druckkopfs entlang der ersten Richtung vorgesehen, die selbst so
ausgebildet ist, dass sie die erste Führungseinrichtung durch Verfahren des Druckkopfs
entlang der ersten Richtung versetzt. Hierdurch erübrigt sich ein Versetzen der Antriebseinrichtung
oder eine entsprechende Kompensationseinrichtung.
[0022] Vorzugsweise ist hierbei die Antriebseinrichtung als Zugmitteltrieb mit wenigstens
einem über wenigstens eine erste Umlenkeinrichtung laufenden Zugmittel ausgebildet.
Der Druckkopf ist dann in einem ersten Anschlussbereich derart mit dem Zugmittel verbunden,
dass die erste Führungseinrichtung bei Laufen des ersten Anschlussbereichs über die
erste Umlenkeinrichtung durch Mitnahme über den Druckkopf quer zur ersten Richtung
versetzt wird.
[0023] Die Verbindung zwischen dem Zugmittel, beispielsweise einem Zahnriemen, und dem Druckkopf
kann dabei beispielsweise über ein Verbindungsmittel wie einen Verbindungsstift erfolgen.
Dieser ist an dem Druckkopf oder dem Zugmittel oder an beiden drehbeweglich angeordnet.
Beim Laufen des ersten Anschlussbereichs über die erste Umlenkeinrichtung wird dieser
Verbindungsstift vorgegeben durch die Umlenkeinrichtung quer zur ersten Richtung bewegt.
Er wirkt dann wie ein Mitnehmer, indem er seine Bewegung quer zur ersten Richtung
dem Druckkopf und damit auch der daran angeschlossenen ersten Führungseinrichtung
aufprägt.
[0024] Die erste Umlenkeinrichtung, die weitere Führung des Zugmittels und die Verbindung
zwischen Zugmittel und Druckkopf bzw. Druckkopfhalterung sind dabei vorzugsweise so
ausgebildet, dass der Versatz des Verbindungsmittels dem gewünschten Querversatz des
Druckkopfs entspricht. Hierdurch wird dem Druckkopf in einfacher Weise ohne weitere
zusätzliche Maßnahmen der gewünschte Versatz quer zur ersten Richtung aufgeprägt.
[0025] Die Umlenkeinrichtung kann dabei aus einer oder mehreren Führungsbahnen, Umlenkrollen
oder dergleichen bestehen. Bevorzugt ist die erste Umlenkeinrichtung nach Art einer
Umlenkrolle ausgebildet, deren Drehachse im Wesentlichen senkrecht zur Versatzebene
der ersten Führungseinrichtung verläuft. Hierbei entspricht der Versatz der Führungseinrichtung
und damit auch des Druckkopfs dann einfach dem Versatz, den das Verbindungsmittel
zwischen Druckkopf und Zugmittel erfährt.
[0026] Vorzugsweise ist die erste Umlenkeinrichtung im Bereich der ersten Längsposition
des Druckkopfs angeordnet, da hiermit ein möglichst geringer Bauraum der Vorrichtung
entlang der ersten Richtung erzielt wird.
[0027] Die Antriebseinrichtung kann als offener Zugmitteltrieb ausgeführt sein, der dann
mit wechselnder Antriebsrichtung betrieben wird, um nach ein oder zwei Gesamtausdrucken
wieder in die Ausgangsposition zurückzukehren. Bei vorteilhaften, weil einfach aufgebauten
Varianten ist die Abtriebseinrichtung als geschlossener Zugmitteltrieb ausgebildet.
Dabei ist eine zweite Umlenkeinrichtung zum Versetzen der Führungseinrichtung quer
zur ersten Richtung vorgesehen, die das Rückversetzen der Führungseinrichtung in die
Ausgangsposition bewirkt. Der Zugmitteltrieb kann dann sowohl in einer Richtung als
auch alternierend in beiden Richtungen angetrieben werden.
[0028] Es versteht sich, dass das Zugmittel auch noch über weitere Umlenkeinrichtungen geführt
sein kann, wenn beispielsweise der Gesamtausdruck aus mehr als zwei quer zur ersten
Richtung nebeneinander angeordneten Druckbildern aufgebaut sein soll.
[0029] Mit Blick auf einen möglichst geringen Bauraum der Vorrichtung entlang der ersten
Richtung ist die zweite Umlenkeinrichtung vorzugsweise im Bereich der zweiten Längsposition
des Druckkopfs angeordnet.
[0030] Um eine zuverlässige Ausrichtung der Führungseinrichtung und damit der mit dem Druckkopf
erzeugten Druckbilder zueinander zu erzielen, ist bei vorteilhaften Varianten der
erfindungsgemäßen Vorrichtung eine Fixiereinrichtung zum Fixieren der Führungseinrichtung
in der jeweiligen Querposition vorgesehen.
[0031] Diese Fixiereinrichtung umfasst bei günstigen Ausgestaltungen jeweils wenigstens
einen Anschlag für die Führungseinrichtung in der jeweiligen Querposition sowie wenigstens
eine Vorspanneinrichtung zum Vorspannen der Führungseinrichtung gegen den jeweiligen
Anschlag. Die Vorspanneinrichtung kann dabei so ausgebildet sein, dass sie durch ein
Vorspannmittel, beispielsweise eine Feder oder dergleichen, gegen die in einer der
gewünschten Querpositionen befindliche erste Führungseinrichtung vorgespannt ist und
dadurch eine Lageänderung der ersten Führungseinrichtung verhindert.
[0032] Die Vorspanneinrichtung kann dabei weiterhin so ausgebildet sein, dass die Kraft,
die beim Versetzen zwischen den gewünschten Querpositionen durch die Versetzeinrichtung
auf die erste Führungseinrichtung ausgeübt wird, ausreicht, um die Vorspanneinrichtung
aus dem Verfahrweg der ersten Führungseinrichtung gegen die Vorspannkraft des Vorspannmittels
zu entfernen. Mit anderen Worten kann die Vorspanneinrichtung so ausgebildet sein,
dass sie bei gewünschten Versetzvorgängen aus dem Weg der ersten Führungseinrichtung
durch diese verdrängt wird.
[0033] Die vorliegende Erfindung betrifft weiterhin ein Verfahren zum Drucken, insbesondere
eines Frankierabdrucks, bei dem ein Druckkopf zum Drucken eines ersten Druckbildes
geführt durch eine erste Führungseinrichtung entlang einer ersten Richtung zwischen
einer ersten Längsposition und einer zweiten Längsposition verfahren wird. Zum Drucken
wenigstens eines quer zur ersten Richtung zum ersten Druckbild versetzten, mit diesem
höchstens in einem Randbereich überlappenden zweiten Druckbildes wird Druckkopf von
einer ersten Querposition in wenigstens eine von der ersten Querposition quer zur
ersten Richtung beabstandete zweite Querposition versetzt. Erfindungsgemäß wird hierbei
zum Versetzen des Druckkopfs quer zur ersten Richtung die erste Führungseinrichtung
quer zur ersten Richtung versetzt.
[0034] Das Versetzen erfolgt bei vorteilhaften Varianten in einer Ebene, da hierdurch zum
einen schnell die gewünschte Endposition erreicht wird. Zum anderen kann der für eine
solche Bewegung freizuhaltende Bewegungsraum bei einem solchen Bewegungsprofil klein
gehalten werden, woraus sich ein geringer Bauraum für eine nach diesem Verfahren arbeitende
Vorrichtung ergibt.
[0035] Es sind verschiedene Zeitpunkte denkbar, zu denen das Versetzen der ersten Führungseinrichtung
erfolgen kann. So kann das Versetzen der ersten Führungseinrichtung nach dem Verfahren
des Druckkopfs zwischen der ersten und zweiten Längsposition und Rückkehr in die erste
Längsposition erfolgen. Ein besonders einfacher und damit schneller Bewegungsablauf
bzw. ein schneller Druckvorgang ergibt sich vorzugsweise, wenn das Versetzen der ersten
Führungseinrichtung nach, bevorzugt unmittelbar nach Verfahren des Druckkopfs zwischen
der ersten und zweiten Längsposition erfolgt. Dies gilt umso mehr, wenn bei weiteren
bevorzugten Varianten das Rückversetzen der ersten Führungseinrichtung nach, bevorzugt
unmittelbar nach Verfahren des Druckkopfs zwischen der zweiten und ersten Längsposition
erfolgt.
[0036] Vorteilhafterweise erfolgt das Versetzen der ersten Führungseinrichtung durch Verfahren
des Druckkopfs entlang der ersten Richtung, da sich hierdurch ein weiterer Antrieb
für das Versetzen erübrigt.
[0037] Weitere bevorzugte Ausführungen sind in den Unteransprüchen niedergelegt oder ergeben
sich aus der nachstehenden Beschreibung bevorzugter Varianten der Erfindung anhand
der beigefügten Zeichnungen. Es zeigen:
- Fig. 1
- Eine perspektivische Teilansicht eines bevorzugten Ausführungsbeispiels der erfindungsgemäßen
Vorrichtung;
- Fig. 2
- eine weitere perspektivische Teilansicht des Ausführungsbeispiels aus Figur 1;
- Fig. 3
- eine schematische Ansicht eines Schnittes entlang Linie III-III aus Figur 2;
- Fig. 4
- eine schematische Ansicht eines Teilschnittes einer weiteren bevorzugten Ausführung;
- Fig. 5
- eine Draufsicht auf ein weiteres bevorzugtes Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen
Vorrichtung.
[0038] Figur 1 zeigt eine Teilansicht einer Frankiermaschine mit einem Druckkopf 1, der
im gezeigten Beispiel von einer Tintenstrahlpatrone 1.1 gebildet ist, die in einer
Halterung 1.2 auswechselbar befestigt ist.
[0039] Der Druckkopf 1 ist zum Erzielen der Relativbewegung zwischen Druckkopf 1 und dem
nicht dargestellten zu bedruckendem Medium beim Drucken entlang einer ersten Richtung
bezüglich eines Basiselements 2 zwischen einer ersten Längsposition und einer zweiten
Längsposition verfahrbar. Er wird dabei entlang der ersten Richtung durch eine erste
Führungseinrichtung geführt, die von einer Führungsstange 3 gebildet ist.
[0040] Es ist weiterhin eine erste Versetzeinrichtung vorgesehen, welche das Drucken quer
zur ersten Richtung zueinander versetzter, einander höchstens in einem Randbereich
überlappender Druckbilder ermöglicht. Hierzu ist die erste Versetzeinrichtung zum
Versetzen des Druckkopfs 1 relativ zum Basiselement 2 von einer ersten Querposition
in wenigstens eine von der ersten Querposition quer zur ersten Richtung beabstandete
zweite Querposition ausgebildet.
[0041] Die Versetzeinrichtung umfasst dabei unter anderem einen ersten Schwenkarm 4.1, einen
zweiten Schwenkarm 4.2. Die Schwenkarme 4.1 und 4.2 sind jeweils an einem Ende mit
dem Basiselement 2 und an dem anderen Ende mit der Führungsstange 3 um jeweils eine
senkrecht zur ersten Richtung verlaufende Achse 5.1, 5.2, 5.3 bzw. 5.4 schwenkbar
verbunden. Die Schwenkachsen 5.1 und 5.2 des ersten Schwenkarms 4.1 weisen denselben
Abstand auf wie die Schwenkachsen 5.3 und 5.4 des zweiten Schwenkarms 4.2. Weiterhin
entspricht der Abstand der Schwenkachsen 5.1 und 5.3 dem Abstand der Schwenkachsen
5.2 und 5.4. Hierdurch bilden die Schwenkarme 4.1 und 4.2 zusammen mit dem Basiselement
2 und der Führungsstange 3 sie ein ebenes viergliedriges Gelenkgetriebe.
[0042] Dieses Gelenkgetriebe führt bei Verschwenken der Schwenkarme 4.1 und 4.2 die Führungsstange
3. Es bewirkt dabei einen Parallelversatz der Führungsstange 3 und damit auch des
Druckkopfs 1 quer zur ersten Richtung, d. h. quer zur Druckrichtung. Durch die zueinander
parallelen Schwenkachsen 5.1, 5.2, 5.3 bzw. 5.4 erfolgt die Versetzbewegung in einer
Ebene. Hierdurch ergibt sich eine wenig ausladende Versetzbewegung der Führungsstange
3 und damit auch des Druckkopfs 1. Dies hat den Vorteil, dass nur ein möglichst geringer
Anteil des umliegenden Bauraums für diese Versetzbewegung freigehalten werden muss.
[0043] Der Antrieb 7 zum Verfahren des Druckkopfs 1 entlang der ersten Richtung ist als
einfacher Zugmitteltrieb mit einem geschlossenen Zahnriemen 7.1 ausgebildet, der über
zwei entsprechende, als erste und zweite Umlenkeinrichtung dienende Zahnräder 7.2
und 7.3 gleichen Durchmessers läuft. Die Zahnräder 7.2 und 7.3 sind am Basiselement
2 gelagert, was aus Gründen der Übersichtlichkeit in Figur 1 nicht dargestellt ist.
Die Drehachsen der Zahnräder 7.2 und 7.3 verlaufen dabei senkrecht zur Versatzebene
der Führungsstange 3. Das erste Zahnrad 7.2 wird dabei von einem ebenfalls nicht dargestellten
Motor angetrieben.
[0044] Die erste Versetzeinrichtung und der Antrieb 7 sind zum Versetzen der Führungsstange
3 und damit des Druckkopfs 1 quer zur ersten Richtung durch Verfahren des Druckkopfs
1 entlang der ersten Richtung ausgebildet. Hierzu umfasst sie einen Stift 4.3, der
um eine Drehachse 6 drehbar am Druckkopf 1 angeordnet ist. Der Stift 4.3 ist in einem
ersten Anschlussbereich 7.4 mit dem Zahnriemen 7.1 des Antriebs 7 verbunden. Die Zahnräder
7.2 und 7.3 weisen jeweils eine Einbuchtung 8.1 bzw. 8.2 auf. Diese dienen zur Aufnahme
des auf der gezahnten Seite des Zahnriemens 7.1 angeordneten Abschnitts des Stifts
4.3, wenn der Anschlussbereich 7.4 über das jeweilige Zahnrad 7.2 bzw. 7.3 läuft.
[0045] Beim Laufen des Anschlussbereichs 7.4 über das jeweilige Zahnrad 7.2 bzw. 7.3 wird
der Stift 4.3 unter einer Drehung um seine Achse 6 relativ zum Druckkopf 1 quer zur
ersten Richtung versetzt. Dabei wirkt der Stift 4.3 wie ein Mitnehmer auf den Druckkopf
1 und versetzt diesen und damit auch die Führungsstange 3 quer zur ersten Richtung.
Der Versatz entspricht dabei etwa dem doppelten Abstand der Drehachse 6 von der Drehachse
des jeweiligen Zahnrades 7.2 bzw. 7.3, wenn Anschlussbereich 7.4 über das jeweilige
Zahnrad 7.2 bzw. 7.3 läuft. Dieser Abstand ist so gewählt, dass der Versatz des Druckkopfs
1 quer zur ersten Richtung etwa der Abmessung der mit dem Druckkopf erzeugten Druckbilder
quer zur ersten Richtung entspricht.
[0046] Beim Laufen des Anschlussbereichs 7.4 über das erste Zahnrad 7.2 wird der Druckkopf
1 nach Vollendung eines ersten Druckbilds von seiner ersten Querposition in seine
zweite Querposition versetzt. Anschließen wird der Druckkopf 1 zwischen dem ersten
Zahnrad 7.2 und dem zweiten Zahnrad 7.3 verfahren, wobei mit dem Druckkopf 1 ein zweites,
quer zur ersten Richtung an das erste Druckbild anschließendes Druckbild erzeugt wird.
Aufgrund des Parallelversatzes der Führungsstange 3 ist das zweite Druckbild parallel
zum ersten Druckbild und ergänzt sich mit diesem zu einem Gesamtdruckbild. Beim Laufen
des Anschlussbereichs 7.4 über das zweite Zahnrad 7.3 wird der Druckkopf dann von
seiner zweiten Querposition wieder in seine erste Querposition zurückversetzt, womit
der Druckvorgang abgeschlossen ist.
[0047] Das die erste Umlenkeinrichtung des Zahnriemens 7.1 bildende erste Zahnrad 7.2 ist
dabei im Bereich der ersten Längsposition des Druckkopfs 1 angeordnet, so dass der
Querversatz des Druckkopfs 1 unmittelbar nach Vollendung eines ersten Druckbilds erfolgen
kann. Das die zweite Umlenkeinrichtung des Zahnriemens 7.1 bildende zweite Zahnrad
7.3 ist weiterhin im Bereich der zweiten Längsposition des Druckkopfs 1 angeordnet,
so dass der Querversatz des Druckkopfs 1 in seine Ausgangsposition unmittelbar nach
Vollendung eines zweiten Druckbilds erfolgen kann. Es versteht sich hierbei jedoch,
dass auch ein gewisser Abstand des zweiten Zahnrads von der zweiten Längsposition
des Druckkopfs 1 vorgesehen sein kann, um die Anordnung einer Wartungs- bzw. Parkstation
für der Druckkopf in diesem Bereich zu ermöglichen.
[0048] Figur 2 zeigt eine weitere perspektivische Teilansicht der Ausführung aus Figur 1.
Wie Figur 2 zu entnehmen ist, läuft die Führungsstange 3 im Bereich ihrer beiden Enden
jeweils in einem Durchbruch 9.1 eines Führungselements 9. Dieses Führungselement 9
dient zum einen der zusätzlichen Abstützung der Führungsstange 3 senkrecht zur Querversetzebene.
[0049] Wie Figur 3 zu entnehmen ist, bildet das Führungselement 9 eine Fixiereinrichtung
zum Fixieren der Führungsstange 3 in der jeweiligen Querposition, indem Anschläge
10 für die Führungsstange 3 vorgesehen sind, welche deren Versatz quer zur ersten
Richtung in der jeweiligen Querposition begrenzen. In dem Führungselement 9 ist darüber
hinaus verschieblich eine Verriegelungsscheibe 11 gelagert, die durch eine Feder 12
gegen die Führungsstange 3 vorgespannt ist. Hierdurch wird die Führungsstange 3 in
der jeweiligen Querposition gegen die Anschläge 10 gedrückt und so in dieser Position
fixiert.
[0050] Beim Versetzen der Führungsstange 3 in die andere Querposition, die in Figur 3 durch
die Kontur 13 angedeutet ist, wird die Verriegelungsscheibe 11 durch die Führungsstange
3 aus deren Verfahrweg verdrängt und bewegt sich dann nach Passieren der Führungsstange
3 aufgrund der Federkraft der Feder 12 wieder in ihre Sperrlage, in der sie die Führungsstange
3 in der anderen Querposition fixiert.
[0051] Figur 4 zeigt im Detail eine Anschlussvariante des mit dem Druckkopf 1' verbundenen
Stiftes 4.3' an dem Zugmittel 7.1' des Antriebs zum Verfahren des Druckkopfs 1' entlang
der ersten Richtung. Der Anschluss erfolgt dabei durch eine Lasche 14, welche auf
der den Zähnen 7.5 abgewandten Seite des Zahnriemens 7.1' am Zahnriemen 7.1' angeordnet
ist. Der Stift 4.3' ist dabei drehbar in der Lasche 14 gelagert. Es versteht sich
jedoch, dass der Stift zusätzlich oder alternativ auch drehbar am Druckkopf 1' angeordnet
sein kann.
[0052] Es versteht sich, dass andere Varianten der Vorrichtung auch zum Erzeugen von mehr
als zwei zueinander benachbarten Druckbildern ausgebildet sein können. Hierbei sind
dann lediglich mehr als zwei Umlenkeinrichtungen für das Zugmittel vorzusehen, welche
diesem dann abschnittsweise einen S-förmigen Verlauf verleihen.
[0053] Figur 5 zeigt eine Draufsicht auf eine andere Ausführung der erfindungsgemäßen Vorrichtung,
die in ihrem Aufbau weitgehend derjenigen aus Figur 1 entspricht, so dass hier nur
auf die Unterschiede eingegangen werden soll.
[0054] Der wesentliche Unterschied liegt in der Erzeugung des Querversatzes. Dieser wird
auch bei dieser Variante durch das Verfahren des Druckkopfes 1" entlang der ersten
Richtung erzeugt. Der Querversatz wird dabei jedoch durch zwei an dem Basiselement
2" angeordnete Führungsnuten 15.1 und 15.2 erzeugt, die zum Versetzen der Führungseinrichtung
mit einem auf der Unterseite des Druckkopfs 1" angeordneten Führungsstift 16 zusammenwirken.
[0055] Bei der gezeigten Ausführung sind wie bei der Ausführung aus Figur 2 Fixiereinrichtungen
9' vorgesehen, welche die Führungsstange 3' in der jeweiligen Querposition halten.
Die Führungsnuten 15.1 und 15.2 sind dabei so ausgebildet, dass die Verriegelungsscheibe
zum Zeitpunkt der Bewegungsumkehr des Druckkopfantriebs bereits von der Führungsstange
passiert wurde. Die Verriegelungsscheibe übt daher auf die Führungsstange eine Vorspannkraft
aus, welche diese in die gewünschte Versatzrichtung drückt.
[0056] Es versteht sich jedoch, dass auch Varianten denkbar sind, in denen die Führungsstange
durch eine Federeinrichtung in eine Richtung quer zur ersten Richtung vorgespannt
ist. Hierbei ist dann im Bereich der Führungsnut, welche die Führungsstange gegen
diese Vorspannung versetzt, eine entsprechend vorgespannte Weiche vorzusehen, welche
verhindert, dass der Führungsstift nach der Bewegungsumkehr wieder in den bereits
durchfahrenen Schenkel der Führungsnut einfährt. Hierzu verschließt die Weiche im
Normalzustand den zunächst zu durchfahrenden Schenkel der Nut. Beim Verfahren der
Druckkopfhalterung verdrängt der Führungsstift die Weiche aus dem Schenkel der Nut
und kann diese somit passieren. Danach schnappt die Weiche zurück und verhindert das
Wiedereinfahren des Führungsstifts in den bereits durchfahrenen Schenkel nach der
Bewegungsumkehr.
[0057] Ein weiterer Unterschied liegt in der Anordnung des Antriebs 7" zum Verfahren des
Druckkopfs entlang der ersten Richtung. Dieser ist wiederum als Zahnriementrieb mit
einem geschlossenen Zahnriemen 7.1" ausgebildet. Er ist jedoch auf einem Träger 17
angeordnet, der fest mit der Führungsstange 3" verbunden ist, und wird zusammen mit
der Führungsstange 3", geführt durch den ebenen viergliedrigen Gelenktrieb aus der
Führungsstange 3", den Schwenkarmen 4.1" und 4.2" und dem Basiselement 2" quer zur
ersten Richtung versetzt.
[0058] Im gezeigten Beispiel erstrecken sich die Führungsnuten 15.1 und 15.2 jeweils nur
über einen begrenzten Bereich. Sie sind dabei im Bereich der ersten und zweiten Längsposition
des Druckkopfs 1 angeordnet. Es versteht sich jedoch, dass sie auch von einer eine
geschlossene Führungsbahn für den Führungsstift bildenden umlaufenden Führungsnut
gebildet sein können.
[0059] Die Erfindung beschränkt sich nicht auf die vorstehend dargelegten Ausführungsbeispiele.
Vielmehr ist eine Anzahl von Varianten denkbar, welche die Erfindung auch bei vom
Vorbeschriebenen abweichender Ausführung verwirklichen.
1. Vorrichtung zum Drucken, insbesondere Frankiermaschine, mit einem Druckkopf (1; 1';
1"), der zum Erzielen der Relativbewegung zwischen Druckkopf (1; 1'; 1") und zu bedruckendem
Medium beim Drucken geführt durch eine erste Führungseinrichtung (3; 3") entlang einer
ersten Richtung bezüglich eines Basiselements (2; 2") zwischen einer ersten Längsposition
und einer zweiten Längsposition verfahrbar ausgebildet ist, wobei eine das Drucken
quer zur ersten Richtung zueinander versetzter, einander höchstens im Randbereich
überlappender Druckbilder ermöglichende erste Versetzeinrichtung (4.1, 4.2, 4.3; 4.1",
4.2", 15.1, 15.2, 16) vorgesehen ist, die zum Versetzen des Druckkopfs (1; 1'; 1")
relativ zum Basiselement (2; 2") von einer ersten Querposition in wenigstens eine
von der ersten Querposition quer zur ersten Richtung beabstandete zweite Querposition
ausgebildet ist, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Versetzeinrichtung (4.1, 4.2, 4.3; 4.1", 4.2", 15.1, 15.2, 16) zum
Versetzen der ersten Führungseinrichtung (3; 3") ausgebildet ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Versetzeinrichtung (4.1, 4.2, 4.3; 4.1", 4.2", 15.1, 15.2, 16) derart ausgebildet
ist, dass der Versatz der ersten Führungseinrichtung (3; 3") im Wesentlichen in einer
Ebene erfolgt.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Versetzeinrichtung (4.1, 4.2, 4.3; 4.1", 4.2", 15.1, 15.2, 16) zum Parallelversetzen
der ersten Führungseinrichtung (3; 3") ausgebildet ist.
4. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Versetzeinrichtung (4.1, 4.2, 4.3; 4.1", 4.2", 15.1, 15.2, 16) ein ebenes
viergliedriges Gelenkgetriebe zum Führen der Führungseinrichtung (3; 3") beim Versetzen
umfasst.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Führungseinrichtung (3; 3") ein Glied des Gelenkgetriebes bildet.
6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Versetzeinrichtung (4.1, 4.2, 4.3; 4.1", 4.2", 15.1, 15.2, 16) zum Versetzen
der ersten Führungseinrichtung (3; 3") durch Verfahren des Druckkopfs (1; 1'; 1")
entlang der ersten Richtung ausgebildet ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass eine Antriebseinrichtung (7) zum Verfahren des Druckkopfs (1) entlang der ersten
Richtung vorgesehen ist, die zum Versetzen der Führungseinrichtung (3) durch Verfahren
des Druckkopfs (1) entlang der ersten Richtung ausgebildet ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebseinrichtung (7) als Zugmitteltrieb mit wenigstens einem über wenigstens
eine erste Umlenkeinrichtung (7.2) laufenden Zugmittel (7.1) ausgebildet ist, wobei
der Druckkopf (1) in einem ersten Anschlussbereich (7.4) derart mit dem Zugmittel
(7.1) verbunden ist, dass die Führungseinrichtung (3) bei Laufen des ersten Anschlussbereichs
(7.4) über die erste Umlenkeinrichtung (7.2) durch Mitnahme über den Druckkopf (1)
quer zur ersten Richtung versetzt wird.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Umlenkeinrichtung (7.2) nach Art einer Umlenkrolle ausgebildet ist,
deren Drehachse im Wesentlichen senkrecht zur Versatzebene der ersten Führungseinrichtung
(3) verläuft.
10. Vorrichtung nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Umlenkeinrichtung (7.2) im Bereich der ersten Längsposition des Druckkopfs
(1) angeordnet ist.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 8 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebseinrichtung (7) als geschlossener Zugmitteltrieb ausgebildet ist
und eine zweite Umlenkeinrichtung (7.3) zum Versetzen der Führungseinrichtung (3)
quer zur ersten Richtung vorgesehen ist.
12. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Umlenkeinrichtung (7.3) im Bereich der zweiten Längsposition des
Druckkopfs (1) angeordnet ist.
13. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Fixiereinrichtung (9) zum Fixieren der Führungseinrichtung (3) in der jeweiligen
Querposition vorgesehen ist.
14. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Fixiereinrichtung (9) jeweils wenigstens einen Anschlag (10) für die Führungseinrichtung
(3) in der jeweiligen Querposition sowie wenigstens eine Vorspanneinrichtung (11,
12) zum Vorspannen der Führungseinrichtung (3) gegen den jeweiligen Anschlag (10)
umfasst.
15. Verfahren zum Drucken, insbesondere eines Frankierabdrucks, bei dem ein Druckkopf
(1; 1") zum Drucken eines ersten Druckbildes geführt durch eine erste Führungseinrichtung
(3; 3") entlang einer ersten Richtung zwischen einer ersten Längsposition und einer
zweiten Längsposition verfahren wird und der Druckkopf (1; 1") zum Drucken wenigstens
eines quer zur ersten Richtung zum ersten Druckbild versetzten, mit diesem höchstens
in einem Randbereich überlappenden zweiten Druckbildes von einer ersten Querposition
in wenigstens eine von der ersten Querposition quer zur ersten Richtung beabstandete
zweite Querposition versetzt wird, dadurch gekennzeichnet, dass zum Versetzen des Druckkopfs (1; 1") quer zur ersten Richtung die erste Führungseinrichtung
(3; 3") quer zur ersten Richtung versetzt wird.
16. Verfahren nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Führungseinrichtung (3; 3") im Wesentlichen in einer Ebene versetzt
wird.
17. Verfahren nach Anspruch 15 oder 16, dadurch gekennzeichnet, dass das Versetzen der ersten Führungseinrichtung (3; 3") nach Verfahren des Druckkopfs
(1; 1") zwischen der ersten und zweiten Längsposition erfolgt.
18. Verfahren nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass das Rückversetzen der ersten Führungseinrichtung (3; 3") nach Verfahren des
Druckkopfs (1; 1") zwischen der zweiten und ersten Längsposition erfolgt.
19. Verfahren nach einem der Ansprüche 15 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass das Versetzen der ersten Führungseinrichtung (3; 3") durch Verfahren des Druckkopfs
(1; 1") entlang der ersten Richtung erfolgt.
20. Verfahren nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass der Druckkopf (1) zum Drucken wenigstens zweier quer zur ersten Richtung zueinander
versetzter Druckbilder durch einen in einer Richtung angetriebenen, geschlossenen
Zugmitteltrieb (7) mit wenigstens zwei Umlenkeinrichtungen (7.2; 7.3) für das mit
dem Druckkopf (1) über einen Anschluss (4.3) verbundene Zugmittel (7.1) angetrieben
wird, wobei die erste Führungseinrichtung (3) durch Mitnahme über den Druckkopf (1)
beim Passieren des Anschlusses (4.3) an den Umlenkeinrichtungen (7.2, 7.3) quer zur
ersten Richtung versetzt wird.