[0001] Die Erfindung betrifft einen Inliner für mit einem Bodenauslauf mit Auslaßverschluß
versehene Transportbehälter für Flüssigkeiten in einer Ausbildung gemäß dem Oberbegriff
des Anspruch 1.
[0002] Bei einem bekannten Inliner dieser Art (US-A-4 232 803 A) ist der flexible Folienschlauch
unmittelbar an die Folie des Inliners im Bereich dessen Auslaßöffnung angeschlossen
und nimmt bei geschlossenem Auslaßverschluß den bis zu dem Auslaßverschluß reichenden
Bereich der behälterseitigen Auslaßleitung in aufgerollter Form ein. Da der Folienschlauch
an seinem freien Ende unverschlossen ist, kann bei Befüllung des Inliners durch den
im Bereich des Bodenauslaufs herrschenden Flüssigkeitsdruck Flüssigkeit austreten
und den Bereich des Bodenauslaufs verunreinigen. Bei entsprechendem Füllstand von
Flüssigkeit im Inliner kann die Flüssigkeit auch zwischen den Inliner und die Behälterwand
gelangen.
[0003] Aufgabe der Erfindung ist es daher, einen Inliner der eingangs genannten Art so auszubilden,
daß er bei Transportbehältern mit Bodenauslauf mit Auslaßverschluß eingesetzt werden
kann, ohne daß es zu einer Verunreinigung in diesen Bereichen kommt.
[0004] Diese Aufgabe löst die Erfindung durch einen Inliner mit den Merkmalen des Anspruchs
1. Der über den Einsatzring sicher mit der Folie des Inlinersackes verbundene Folienschlauch
kleidet die vom Bodenauslauf zum Auslaßverschluß führende Auslaufleitung des Transportbehälters
und den Auslaßverschluß aus, so daß nicht nur der Innenraum des Transportbehälters,
sondern auch sein gesamter Auslaufbereich gegen eine Verunreinigung durch die Flüssigkeit
geschützt sind. Wird der Auslaßverschluß geöffnet, so erstreckt sich der Folienschlauch
bis über den Auslaßverschluß hinaus und reißt an seinem Ende in dem Berstbereich auf,
der vorzugsweise aus einer Berstnaht besteht. Dadurch ist sichergestellt, daß Flüssigkeit
aus dem Folienschlauch nur in diesem Bereich und nach Öffnen des Auslaßverschlusses
austritt.
[0005] Vorzugsweise reicht der Folienschlauch bis in einen an den Auslaßverschluß anschließbaren
Entnahmeschlauch, um einen bis in diesen Entnahmeschlauch reichenden Schutz gegen
Verunreinigung zu erzielen.
[0006] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, daß der Folienschlauch
an seinem im entfalteten Zustand in den Entnahmeschlauch ragenden Endabschnitt eine
außen liegende selbstklebende Manschette trägt. Diese Manschette legt sich an der
Innenwand des Entnahmeschlauchs klebend und dichtend an und verhindert eine Flüssigkeitsrückströmung
zwischen dem Folienschlauch und der umgeben Rohrwand.
[0007] Die selbstklebende Manschette, die auch allgemein als semipermanenter Klebebereich
ausgeführt sein kann, verursacht bei der Entfaltung des Folienschlauchs einen Vorstau,
der die vollständige Entfaltung des Folienschlauchs verlangsamt, um dann danach einen
Entfaltungsstoß zur sicheren Öffnung des Berstbereichs am Schlauchende zu verursachen.
Der semipermanente Klebebereich legt sich nach der Entfaltung im Entnahmeschlauch
oder Entnahmerohr als zusätzliches Dichtungselement an.
[0008] Als besonders zweckmäßig hat sich eine Ausführungsform erwiesen, bei der die Auslauföffnung
des Einsatzrings im Anlieferungszustand durch einen Berststreifen eingeengt ist und
der Folienschlauch gegenüber seiner Betriebsstellung nach innen gestülpt ist und gefaltet
über der Auslauföffnung des Einsatzrings liegt.
[0009] In diesem zusammengefalteten Zustand des Folienschlauchs kann der Inlinersack in
einfacher Weise in den Transportbehälter eingebracht werden, wobei sich der Einsatzring
am Bodenauslauf des Transportbehälters anlegt. Erst wenn beim Befüllen des Transportbehälters
ein gewisser Flüssigkeitsdruck im Bodenbereich erreicht ist, reißt der Berststreifen
und der zunächst nach innen gestülpte Folienschlauch wird zumindest teilweise nach
außen gestülpt und in die Auslaufleitung bis zum Auslaßverschluß umgestülpt.
[0010] In diesem Zustand bedeckt der Folienschlauch die vom Bodenauslauf zum Auslaßverschluß
führende Auslaßleitung sowie den noch verschlossenen Auslaßverschluß. Erst wenn der
Auslaßverschluß geöffnet wird, wird der Folienschlauch weiter ausgestülpt, bis er
sich vorzugsweise bis in den Entnahmeschlauch erstreckt.
[0011] Nach dem Entleervorgang kann der Endabschnitt des Folienschlauchs nach innen gestülpt
und mit dem semipermanent anhaftenden Klebebereich verschlossen werden. Stattdessen
kann der aus dem Auslaßverschluß herausragende Folienschlauch an seinem Ende auch
abgebunden werden. Der die Flüssigkeitsrest enthaltende Inliner ist damit im Auslaßbereich
wieder verschlossen und kann aus dem Transportbehälter entnommen werden, ohne daß
es zu irgendeiner Verunreinigung des Transportbehälters einschließlich seines Auslaßbereichs
kommt.
[0012] Die Erfindung wird nachfolgend an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert, das
in der Zeichnung dargestellt ist. Es zeigt:
Fig. 1 in einem senkrechten Schnitt einen Transportbehälter für Flüssigkeiten mit
einem eingesetzten Inliner im Ausgangszustand vor dem Befüllen,
Fig. 2 einen vergrößerten Teilschnitt durch den Inliner im Bereich des Bodenauslaufs,
Fig. 3 in einem senkrechten Teil-Längsschnitt in vereinfachter Darstellungsweise den
Bodenauslauf und den Auslaßverschluß des Transportbehälters nach Fig. 1 mit dem Inliner
im befüllten Zustand bei verschlossenem Auslaßverschluß,
Fig. 4 einen Schnitt entsprechend der Fig. 3 bei geöffnetem Auslaßverschluß und angeschlossenem
Entnahmeschlauch,
Fig. 5 den Bodenauslauf und den Auslaßverschluß im Zustand gemäß Fig. 3, jedoch in
einem horizontalen Längsschnitt,
Fig. 6 die Teile gemäß Fig. 5 bei teilweise geöffnetem Auslaßverschluß und
Fig. 7 die Teile gemäß den Fig. 5 und 6 bei vollständig geöffnetem Auslaßverschluß
im Entleerungszustand.
[0013] Der in Fig. 1 dargestellte Transportbehälter 1, der beispielsweise für flüssiges
Gefahrgut bestimmt ist, weist einen aus Stahlblech geschweißten Außenbehälter 2 auf,
der in einem Transportgestell 3 aufgenommen ist. In einer Deckenwand 4 des Außenbehälters
2 ist ein Einfülldom 5 angeordnet, der durch einen geöffnet dargestellten Domdeckel
6 dicht verschließbar ist.
[0014] Eine Bodenwand 7 des Außenbehälters 2 verläuft konisch zu einem Bodenauslauf 8, von
dem eine Auslaufleitung 9 zu einem seitlich angeordneten Auslaßverschluß 10 führt,
der beim dargestellten Ausführungsbeispiel als Plattenventil mit einer um eine senkrechte
Achse schwenkbaren Ventilplatte 11 ausgeführt ist. Über eine Schlauchkupplung 12 kann
ein Entnahmeschlauch 13 (Fig. 3) angeschlossen werden, über den der Transportbehälter
1 entleert werden kann.
[0015] Wie in Fig. 1 gezeigt, wird in den Innenraum 14 des Außenbehälters 2 ein Inliner
15 eingebracht, der sich mit einem Einsatzring 16 am Einfülldom 5 abstützt. Der Inliner
15 weist einen aus flexibler Kunststofffolie bestehenden Inlinersack 17 auf, der bei
dem in Fig. 1 gezeigten Einsetzzustand noch durch eine aufreißbare äußere Manschette
17' zusammengehalten wird.
[0016] Im Bodenbereich des Inlinersacks 17 ist ein in seiner Form vorzugsweise an den Bodenauslauf
8 angepaßter Einsatzring 18 dicht eingeschweißt, der eine Auslaßöffnung 19 umschließt.
[0017] Ein flexibler Folienschlauch 20 ist ebenfalls dicht an den Einsatzring 18 angeschweißt
und in dem in den Fig. 1 und 2 gezeigten Einsetzzustand in des Innere des Foliensacks
17 gestülpt und mäanderförmig zu einem Folienschlauchpaket zusammengelegt, wie man
besonders deutlich in Fig. 2 erkennt. Über die Auslauföffnung 19 des Einsatzrings
18 erstreckt sich in diesem Zustand ein Berststreifen 18a, der zunächst verhindert,
daß der gefaltete Folienschlauch 20 nach unten durch die Auslauföffnung 19 hindurch
tritt.
[0018] Wenn beim Befüllen des Transportbehälters 1 der Flüssigkeitsdruck im Bodenbereich
ansteigt, reißt der Berststreifen 18a und gibt die Auslauföffnung 19 frei, so daß
der Folienschlauch 20 in die Auslaufleitung 9 eindringen kann, wobei er sich unter
der Wirkung des Flüssigkeits-Innendrucks teilweise nach außen umstülpt, bis er die
geschlossene Ventilklappe 11 des Auslaßverschlusses 10 erreicht (Fig. 3 und 5).
[0019] In Fig. 3 erkennt man, daß das in diesem Zustand noch in das innere des flüssigkeitsgefüllten
Foliensacks 17 reichende Ende 20a des Folienschlauchs 20 verschlossen ist. Nahe diesem
Ende 20a ist im Endbereich des Folienschlauchs 20 eine selbstklebende Manschette 21
angeordnet, die in dem in Fig. 3 gezeigten, noch nach innen gestülpten Zustand des
Folienschlauchs 20 an dessen Innenseite liegt, wo sie nicht mit der eingefüllten Flüssigkeit
in Berührung kommt.
[0020] Wenn der Transportbehälter 1 entleert werden soll, wird an die Schlauchkupplung 12
ein Kupplungsgegenstück 22 des Entnahmeschlauchs 13 angeschlossen und der Auslaßverschluß
10 wird geöffnet. Fig. 6 zeigt, daß sich bei teilweise geöffnetem Auslaßverschluß
10 der Folienschlauch 20 an der Öffnungsseite der Ventilklappe 11 unter der Wirkung
des Flüssigkeitsinnendrucks herausgedrückt wird, so daß sich der restliche Folienschlauch
20 vollständig ausstülpt und in den Entnahmeschlauch 13 hinein entfaltet (Fig. 4 und
7). Dabei gelangt die selbstklebende Manschette 21 an die Außenseite des Folienschlauchs
20 und legt sich klebend und dichtend an der Innenwand 13a des Entnahmeschlauchs 13
an. Am Ende 20a des Folienschlauchs 20 ist eine Berstnaht 23 vorgesehen, die einen
gegenüber dem übrigen Schlauchbereich geschwächten Berstbereich bildet. Unter der
Wirkung des Flüssigkeits-Innendrucks reißt die Berstnaht 23 auf, so daß die im Inliner
15 enthaltende Flüssigkeit in den Entnahmeschlauch 13 entleert werden kann.
[0021] Wenn sich der Folienschlauch 20 bis zur selbstklebenden Manschette 21 ausgestülpt
hat, erfolgt durch das Umstülpen und Aufziehen der selbstklebenden Manschette eine
Verlangsamung des Auffaltungsvorgangs. Nach dem Aufziehen der selbstklebenden Manschette
wird der Auslaßquerschnitt schlagartig freigegeben; dadurch entsteht ein Schwalldruck,
der das Öffnen des schweißtechnisch vorbereiteten Berstbereichs, vorzugsweise der
Berstnaht 23 unterstützt. Nach dem Entleerungsvorgang wird der Entnahmeschlauch 13
abgekuppelt und der Folienschlauch 20 wird an seinem aus der Schlauchkupplung 12 herausragenden
Ende abgebunden. Sodann kann der nunmehr im Auslaufbereich wieder verschlossene Inliner
15 aus dem Transportbehälter 1 entnommen werden, wobei die Flüssigkeit ebenfalls restlos
entfernt wird, ohne daß der Transportbehälter verunreinigt wurde.
1. Inliner für mit einem Bodenauslauf (8) mit Auslaßverschluß (10) versehene Transportbehälter
für Flüssigkeiten, mit einem in den Innenraum des Transportbehälters einlegbaren Inlinersack
(17) aus flexibler Kunststofffolie, der eine Auslauföffnung (19) aufweist, an die
sich ein flexibler Folienschlauch (20) anschließt, der mindestens bis zum Auslaßverschluß
(10) reicht, dadurch gekennzeichnet, daß der Inlinersack (17) mit einem die Auslauföffnung (19) umschließenden Einsatzring
(18) verbunden ist, an diesem der flexible Folienschlauch (20) anangeschlossen ist,
und daß der Folienschlauch (20) an seinem Ende (20a) einen gegenüber dem übrigen Schlauchbereich
geschwächten Berstbereich (23) aufweist.
2. Inliner nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Berstbereich aus einer Berstnaht (23) besteht.
3. Inliner nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Folienschlauch (20) bis in einen an den Auslaßverschluß (10) anschließbaren Entnahmeschlauch
(13) reicht.
4. Inliner nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Folienschlauch (20) an seinem im entfalteten Zustand in den Entnahmeschlauch
(13) ragenden Endabschnitt eine außen liegende selbstklebende Manschette (21) trägt.
5. Inliner nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Auslauföffnung (19) des Einsatzrings (18) im Anlieferungszustand durch einen
Berststreifen (18a) eingeengt ist und daß der Folienschlauch (20) gegenüber seiner
Betriebsstellung nach innen gestülpt ist und gefaltet über der Auslauföffnung (19)
des Einsatzrings (18) liegt.
1. Inliner for transport containers for liquids provided with a bottom outlet (8) with
outlet closure (10), with an inliner bag (17) of flexible plastic film that can be
inserted inside the transport container, which film exhibits an outlet opening (19)
to which is connected a flexible film hose (20) which extends at least as far as the
outlet closure (10), characterised in that the inliner bag (17) is connected to an insert ring (18) surrounding the outlet opening
(19), to which ring is connected the flexible film hose (20), and in that the film hose (20) exhibits at its end (20a) a bursting area (23) that is weaker
than the remaining hose area.
2. Inliner according to claim 1, characterised in that the bursting area consists of a bursting seam (23).
3. Inliner according to claim 1, characterised in that the film hose (20) extends into a withdrawal hose (13) that can be connected to an
outlet closure (10).
4. Inliner according to claim 3, characterised in that the film hose (20) supports an extemaf self-adhesive collar (21) on its end section
projecting into the withdrawal hose (13) when unfolded.
5. Inliner according to claim 1, characterised in that the outlet opening (19) of the insert ring (18) is restricted by a bursting strip
(18a) when delivered, and in that the film hose (20) is turned to the inside, relative to its operating position, and
is folded over the outlet opening (19) of the insert ring (18).
1. Garniture intérieure destinée à des conteneurs de transport de liquides pourvus d'un
écoulement de fond (8) avec fermeture de sortie (10), comprenant un sac de garniture
intérieure (17) en film plastique flexible pouvant être inséré dans le volume intérieur
du conteneur de transport, qui présente une ouverture d'écoulement (19), à laquelle
se raccorde un tuyau en film flexible (20), qui s'étend au moins jusqu'à la fermeture
de sortie (10),
caractérisée en ce que
le sac de garniture intérieure (17) est relié à une bague d'insertion (18) entourant
l'ouverture d'écoulement (19), à laquelle le tuyau en film flexible (20) est raccordé,
et le tuyau en film (20) présente à son extrémité (20a) une zone d'éclatement (23)
affaiblie par rapport au reste du tuyau.
2. Garniture intérieure selon la revendication 1,
caractérisée en ce que
la zone d'éclatement consiste en un joint d'éclatement (23).
3. Garniture intérieure selon la revendication 1,
caractérisée en ce que
le tuyau en film (20) s'étend jusqu'à un tuyau de tirage (13) pouvant être raccordé
à la fermeture de sortie (10).
4. Garniture intérieure selon la revendication 3,
caractérisée en ce que
le tuyau en film (20) porte sur sa partie d'extrémité saillant, à l'état déployé,
dans le tuyau de tirage (13) une manchette (21) autocollante extérieure.
5. Garniture intérieure selon la revendication 1,
caractérisée en ce que
l'ouverture d'écoulement (19) de la bague d'insertion (18) est rétrécie, à l'état
de livraison, par une bande d'éclatement (18a), et le tuyau en film (20) est retourné
vers l'intérieur par rapport à sa position de service et repose replié sur l'ouverture
d'écoulement (19) de la bague d'insertion (18).