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EP 1 127 966 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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17.12.2003 Patentblatt 2003/51 |
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Anmeldetag: 17.02.2001 |
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Streckwerk für eine Spinnereimaschine
Drawing mechanism for spinning machines
Système d'étirage pour métiers à filer
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Benannte Vertragsstaaten: |
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CH DE IT LI |
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Priorität: |
24.02.2000 DE 10008610
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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29.08.2001 Patentblatt 2001/35 |
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Teilanmeldung: |
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02023162.7 / 1312704 |
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Patentinhaber: Zinser Textilmaschinen GmbH |
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D-73058 Ebersbach/Fils (DE) |
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Erfinder: |
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- Dinkelmann, Friedrich
73098 Rechberghausen (DE)
- Olbrich, Andreas, Dr.
73230 Kirchheim (DE)
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Entgegenhaltungen: :
DE-A- 4 426 249 DE-A- 19 815 325
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DE-A- 19 547 462
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Streckwerk für eine Spinnereimaschine, mit einer
pneumatischen Verdichtungseinrichtung, welche ein Transportmittel mit Perforationen
und eine über eine Saugöffnung damit verbundene Absaugvorrichtung aufweist, die sich
auf der einem Faserverband abgewandten Seite des Transportmittels zwischen mindestens
einer Ausgangswalze und einer Liefervorrichtung erstreckt, wobei im Wirkungsbereich
der Saugöffnung, der Absaugvorrichtung gegenüberliegend, ein Abschirmelement angeordnet
ist.
[0002] Zum Stand der Technik zählt bereits eine derartige Konstruktion (DE 198 15 325 A1),
bei welcher zwischen einem Streckwerk und einer Drehungserteilungs- und Aufwindevorrichtung
ein perforiertes Verdichtungselement unterhalb eines Schirmes angeordnet ist. Bei
dieser Konstruktion ist die Ausgangsunterwalze als perforierte Saugwalze ausgebildet,
wobei die vorgenannte Schirm umlenkende Funktionen hat und die Luftströmung derart
beeinflussen soll, daß diese von beiden Seiten auf den Faserverband einwirkt und dadurch
die Gamqualität verbessert. Die Abstände dieser Schirme zu den Absaugunterwalzen müssen
an jedem Spinnstellenpaar einzeln eingestellt und infolge der Beweglichkeit der Belastungsträger
des Streckwerks regelmäßig kontrolliert werden.
[0003] Entsprechend liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde, bei einem pneumatischen
Verdichtungsstreckwerk der eingangs genannten Art den Aufwand zur Einstellung und
Justierung von Abschirmelementen zu verringern, wobei gleichzeitig der Energieverbrauch
zur Erzeugung des Unterdrucks durch Optimierung der Saugluftströmung gesenkt werden
soll, ohne hierbei jedoch die Bedienbarkeit des Streckwerks zu erschweren.
[0004] Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß sich das als durchgehendes Profil ausgebildete
Abschirmelement über mehrere Spinnstellen erstreckt und unterhalb der Streckfeldebene
am Maschinenrahmen befestigt ist. Erfindungsgemäß werden also die Abschirmelemente
mehrerer Absaugvorrichtungen zusammengefaßt, wobei Abschirmelemente sektionsweise
für mehr als vier Spinnstellen zusammengefaßt sein können. Beispielsweise können vier,
sechs, acht, zehn und zwölf Spinnstellen einem Abschirmelement zugeordnet werden.
Diese Abschirmelemente können in weiterer Ausgestaltung der Erfindung als durchgehendes
Profil mit T- oder V-förmigem Querschnitt oder polygonal ausgeführt sein, wobei sich
dieses Profil vorteilhafter Weise unterhalb der Streckfeldebene befindet. Diese Anordnung
erlaubt im Gegensatz zum Stand der Technik eine großflächige Ausbildung der Abschirmelemente,
ohne die Bedienung des Streckwerks zu behindern.
[0005] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung können die Enden des Profils am Maschinenrahmen,
vorzugsweise an den Lagerstellen der Streckwerksunterwalzen befestigt werden. Hierbei
können die Lagerstellen mit einer Aussparung versehen sein, in welche die Profilschiene,
d. h. das Abschirmelement, von oben eingesetzt werden kann. Hierdurch sind keinerlei
Einstellarbeiten für die Abschirmelemente erforderlich; ihre Position ist dadurch
für alle Spinnstellen in dieser Sektion fixiert.
[0006] Nach einem anderen Merkmal der Erfindung kann die der Saugöffnung gegenüberliegende
Fläche des jeweiligen Abschirmelements der Kontur der Lauffläche des Transportmittels
angepaßt sein. Beispielsweise besteht die Möglichkeit, daß bei balliger Kontur die
vorgenannte Fläche des Abschirmelements hohl ausgebildet ist.
[0007] Mit dieser Ausführungsform wird erreicht, daß die Saugluftströmung durch großflächige
Abschirmelemente optimiert und der Energiebedarf zur Erzeugung des erforderlichen
Unterdrucks gesenkt wird. Die Bedienbarkeit des Streckwerks, insbesondere das Einfädeln
beim Anspinnen und das Durchführen von Reinigungsarbeiten, wird nicht behindert.
[0008] Die Erfindung wird nachfolgend anhand von in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen
näher beschrieben. In der Zeichnung zeigen:
- Fig. 1
- einen Querschnitt durch ein Streckwerk mit einem Verdichtungselement und einem Abschirmelement,
welches als Schiene mit T-förmigem Querschnitt ausgebildet ist;
- Fig. 2
- eine Draufsicht auf das Streckwerk nach Anspruch 1;
- Fig. 3
- ein Abschirmelement mit V-förmigem Querschnitt im Querschnitt;
- Fig. 4
- ein Abschirmelement, dessen der Saugöffnung gegenüberliegende Fläche der Lauffläche
des Transportmittels angepaßt ist, im Querschnitt.
[0009] In Figur 1 ist ein Streckwerk 1 für eine Spinnereimaschine zum Bündeln eines in dem
Streckwerk zu verziehenden Faserverbandes 2 dargestellt. Hierbei findet ein erstes
Walzenpaar 5 und ein zweites Walzenpaar 6 Anwendung, wobei dem zweiten Walzenpaar
6 ein Ausgangswalzenpaar 10 nachgeordnet ist. Im Bereich zwischen dem zweiten Walzenpaar
6 und dem Ausgangswalzenpaar 10 findet der Hauptverzug des Faserverbandes 2 statt.
[0010] An das Ausgangswalzenpaar 10 schließt sich eine pneumatische Verdichtungseinrichtung
30 an. Dieser ist eine Liefervorrichtung in Form eines weiteren Walzenpaares 35 nachgeordnet.
Der Bereich zwischen dem Ausgangswalzenpaar 10 und der Liefervorrichtung 35 stellt
eine sog. Faserbündelungszone dar. In dieser Zone wird der das Ausgangswalzenpaar
10 des Streckwerks 1 verlassende Faserverband 2 über die entsprechende Länge einem
quer zur Transportrichtung gerichteten Saugluftstrom ausgesetzt. Hierzu kann ein mit
Perforationen 45 versehenes Transportmittel 15, beispielsweise ein Riemchen, Anwendung
finden.
[0011] Weiterhin ist eine Saugöffnung 22 und eine damit verbundene Absaugvorrichtung 25
vorgesehen, welche sich auf der dem Faserverband 2 abgewandten Seite des Transportmittels
15 zwischen dem Ausgangswalzenpaar 10 und der Liefervorrichtung 35 erstreckt. Diese
Absaugvorrichtung 25 weist einen Saugschuh 26 auf, über welchen das perforierte Riemchen,
d. h. das Transportmittel 15, geführt ist. Der Saugschuh 26 steht mit einer Absaugleitung
27 in Verbindung, die an eine nicht näher dargestellte Unterdruckquelle angeschlossen
ist.
[0012] Gemäß Fig. 1 ist im Wirkungsbereich der Saugöffnung 22, der Absaugvorrichtung 25
gegenüberliegend, eine Abschirmelement 40 angeordnet. Dieses Abschirmelement 40 ist
als durchgehendes Profil ausgebildet, in der Ausführungsform der Figur 1 mit T-förmigem
Querschnitt. Es erstreckt sich gemäß Figur 2 über mehrere Spinnstellen I und II und
ist unterhalb der Streckfeldebene am Maschinenrahmen befestigt. Vorzugsweise können
mehrere Abschirmelemente 40 sektionsweise über mehr als vier Spinnstellen zusammengefaßt
sein.
[0013] Aus der Darstellung nach Fig. 2 geht hervor, daß die Enden der Abschirmelemente 40.1
und 40.2 an den Lagerstellen 20 der Streckwerksunterwalzen befestigt sind. Hierzu
weisen vorteilhafter Weise die Lagerstellen 20 jeweils ein entsprechendes Gegenprofil
zur Aufnahme der Enden der Abschirmelemente 40.1 und 40.2 auf. Damit kann das betreffende
Profil, d. h. das jeweilige Abschirmelement, von oben in die jeweilige Lagerstelle
20 eingelegt werden. Hierdurch sind vorteilhafter Weise keinerlei Einstellarbeiten
für die betreffenden Abschirmelemente 40.1 und 40.2 erforderlich, da ihre Position
für alle Spinnstellen in dieser Sektion fixiert ist.
[0014] Das Ausführungsbeispiel nach Fig. 3 ist ähnlich dem nach Fig. 1 und 2 gestaltet,
wobei jedoch das Profil, d. h. das Abschirmelement 40' im Querschnitt V-Form aufweist.
Wiederum ist die betreffende Lagerstelle 20 entsprechend gestaltet, um das von oben
eingesetzte Abschirmelement 40' funktionssicher zu haltern.
[0015] Es besteht auch die nicht mehr dargestellte Alternative, daß das Profil des jeweiligen
Abschirmelements im Querschnitt polygonal ausgebildet ist.
[0016] Erfindungsgemäß ist es auch möglich, daß bezüglich der Gestaltung des Abschirmelements
dessen der Saugöffnung 22 gegenüberliegende Fläche der Kontur der Lauffläche des Transportmittels
15 angepaßt ist. Ein Ausführungsbeispiel hierfür ist aus Fig. 4 erkennbar: Bei balliger
Lauffläche 33' des Saugschuhs 26 und des Transportmittels 15 ist die gegenüber liegende
Fläche 34' des jeweiligen Abschirmelements 40" konkav ausgebildet.
[0017] Durch die großflächigen Abschirmelemente 40, 40' bzw. 40"wird vorteilhafter Weise
die Saugluftströmung optimiert, wobei gleichzeitig der Energiebedarf zur Erzeugung
des erforderlichen Unterdrucks sinkt. Trotz dieser vorteilhaften Wirkung ist die Bedienung
des Streckwerks, insbesondere das Einfädeln beim Anspinnen und Durchführen von Reinigungsarbeiten,
nicht behindert. Darüber hinaus wird erheblich der Aufwand zur Einstellung und Justierung
der Abschirmelemente verhindert.
1. Streckwerk (1) für eine Spinnereimaschine, mit einer pneumatischen Verdichtungseinrichtung
(30), welche ein Transportmittel (15) mit Perforationen (45) und eine über eine Saugöffnung
(22) damit verbundene Absaugvorrichtung (25) aufweist, die sich auf der einem Faserverband
(2) abgewandten Seite des Transportmittels (15) zwischen mindestens einer Ausgangswalze
(10) und einer Liefervorrichtung (35) erstreckt, wobei im Wirkungsbereich der Saugöffnung
(22), der Absaugvorrichtung (25) gegenüberliegend, ein Abschirmelement (40, 40', 40")
angeordnet ist,
dadurch gekennzeichnet, daß sich das als durchgehendes Profil ausgebildete Abschirmelement (40, 40', 40") über
mehrere Spinnstellen (I, II) erstreckt und unterhalb der Streckfeldebene am Maschinenrahmen
befestigt ist.
2. Streckwerk nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere Abschirmelemente (40, 40', 40") sektionsweise für mehr als vier Spinnstellen
zusammengefaßt sind.
3. Streckwerk nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Enden der Abschirmelemente (40, 40', 40") an den Lagerstellen (20) der Streckwerksunterwalzen
befestigt sind.
4. Streckwerk nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Lagerstellen (20) jeweils ein Gegenprofil zur Aufnahme der Enden der Abschirmelemente
(40, 40', 40") aufweisen.
5. Streckwerk nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Profil des jeweiligen Abschirmelements (40, 40', 40") im Querschnitt T-förmig,
V-förmig oder polygonal ausgebildet ist.
6. Streckwerk nach Anspruch 5, wobei die Absaugvorrichtung (25) einen Saugschuh (26)
mit Lauffläche (33; 33') umfaßt, dadurch gekennzeichnet, daß die der Saugöffnung (22) gegenüberliegende Fläche (34; 34') des jeweiligen Abschirmelements
(40, 40', 40") der Kontur der Lauffläche (33; 33') des Saugschuhs (26) angepaßt ist.
7. Streckwerk nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß bei balliger Lauffläche (33') des Saugschuhs (26) die gegenüberliegende Fläche (34')
des jeweiligen Abschirmelements (40") hohl ausgebildet ist.
1. Drawframe (1) for a spinning machine, with a pneumatic condensing device (30) which
has a transport means (15) with perforations (45) and a suck-off device (25) which
is connected thereto via a suction orifice (22) and which extends, on that side of
the transport means (15) which faces away from a composite fibre (2), between at least
one withdrawal roller (10) and a delivery device (35), a shielding element (40, 40',
40") being arranged opposite the suck-off device (25) in the region of action of the
suction orifice (22), characterized in that the shielding element(40, 40', 40"), designed as a continuous profile, extends over
a plurality of spinning stations (I, II) and is fastened to the machine frame below
the plane of the drawing zone.
2. Drawframe according to Claim 1, characterized in that a plurality of shielding elements (40, 40', 40") are combined sectionally for more
than four spinning stations.
3. Drawframe according to Claim 1 or 2, characterized in that the ends of the shielding elements (40, 40', 40") are fastened at the bearing points
(20) of the low rollers of the drawframe.
4. Drawframe according to Claim 3, characterized in that the bearing points (20) each have a counter profile for receiving the ends of the
shielding elements (40, 40', 40") .
5. Drawframe according to one or more of the preceding claims, characterized in that the profile of the respective shielding element (40, 40', 40") has in cross section
a T-shaped, V-shaped or polygonal design.
6. Drawframe according to Claim 5, the suck-off device (25) comprising a suction shoe
(26) with a running surface (33; 33'), characterized in that that surface (34; 34') of the respective shielding element (40, 40', 40") which lies
opposite the suction orifice (22) is adapted to the contour of the running surface
(33; 33') of the suction shoe (26).
7. Drawframe according to Claim 6, characterized in that, in the case of a convex running surface (33') of the suction shoe (26), the opposite
surface (34') of the respective shielding element (40") has a concave design.
1. Système d'étirage (1) pour un métier à filer, comprenant un dispositif de compression
pneumatique (30), qui présente un moyen de transport (15) avec des perforations (45)
et un dispositif d'aspiration (25) connecté à celui-ci par le biais d'une ouverture
d'aspiration (22), lequel s'étend du côté du moyen de transport (15) opposé à un matériau
fibreux (2) entre au moins un cylindre de sortie (10) et un dispositif de fourniture
(35), un élément de protection (40, 40', 40") étant disposé dans la région d'action
de l'ouverture d'aspiration (22), en face du dispositif d'aspiration (25), caractérisé en ce que l'élément de protection (40, 40', 40") réalisé en tant que profilé continu s'étend
sur plusieurs unités de filature (I, II) et est fixé en dessous du plan du champ d'étirage
sur le cadre de la machine.
2. Système d'étirage selon la revendication 1, caractérisé en ce que plusieurs éléments de protection (40, 40', 40") sont rassemblés par sections pour
plus de quatre unités de filature.
3. Système d'étirage selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que les extrémités des éléments de protection (40, 40', 40") sont fixées aux points d'appui
(20) des cylindres inférieurs du système d'étirage.
4. Système d'étirage selon la revendication 3, caractérisé en ce que les points d'appui (20) présentent chacun un profilé conjugué pour recevoir les extrémités
des éléments de protection (40, 40', 40").
5. Système d'étirage selon l'une quelconque ou plusieurs des revendications précédentes,
caractérisé en ce que le profilé de l'élément de protection respectif (40, 40', 40") est réalisé avec une
section transversale en forme de T, en forme de V ou polygonale.
6. Système d'étirage selon la revendication 5, dans lequel le dispositif d'aspiration
(25) comprend un sabot d'aspiration (26) avec une surface de roulement (33 ; 33'),
caractérisé en ce que la surface (34 ; 34') opposée à l'ouverture d'aspiration (22) de l'élément de protection
(40, 40', 40") respectif est adaptée au contour de la surface de roulement (33 ; 33')
du sabot d'aspiration (26).
7. Système d'étirage selon la revendication 6, caractérisé en ce que dans le cas d'une surface de roulement convexe (33') du sabot d'aspiration (26),
la surface opposée (34') de l'élément de protection respectif (40") est concave.

