Gebiet der Erfindung
[0001] Die Erfindung betrifft eine Holz-Metall-Rahmenkonstruktion mit den Merkmalen des
Oberbegriffs des Anspruchs 1.
Stand der Technik
[0002] Holz-Metall-Konstruktionen, wie beispielsweise Holz-Aluminium-Pfosten-Riegel-Fassadensysteme
benötigen aufgrund der raumseitig angeordneten Holzprofile und der davor angeordneten,
dampfdiffusionsdichten metallischen Grundprofile eine geeignete Feuchteentlastungsmaßnahme.
Aufgrund der raumseitig angeordneten Holzprofile auf der Warmseite der Fassade bildet
sich ein Bereich mit hohem Feuchtegehalt, der nicht dampfdiffusionsdicht ist. Dies
rührt zum einen von der bei höheren Temperaturen höheren Luftsättigung und zum anderen
vom hygroskopischen Verhalten des Holzes her, das abhängig von der relativen Luftfeuchte,
der Temperatur, dem Luftdruck sowie dem chemischen und strukturellen Aufbau des Holzes
eine relativ konstante Holzfeuchte besitzt. Daher ist bei raumseitig angeordneten
Holzprofilen dafür Sorge zu tragen, dass die Möglichkeit eines Dampfdruckausgleichs
zur Außenseite hin vorhanden ist.
[0003] Ist dies nicht gewährleistet, so kann bei diffusionsgeschlossenen Konstruktionen
unter längeren ungünstigen Klimaverhältnissen eine übermäßige Auffeuchtung in den
Holzbauteilen stattfinden, die schließlich zu einer Verrottung des Holzes führen kann.
[0004] Da auf die Holzprofile, d. h. die Pfosten oder Riegel aus Holz, metallische Grundprofile
befestigt werden, die dampfdiffusionsdicht sind, werden im Stand der Technik sogenannte
Entlastungsnuten im Holzprofil vorgesehen, die einen Hohlraum zwischen dem Holzprofil
und dem Grundprofil erzeugen. Derartige Entlastungsnuten im Holzprofil stellen einen
zusätzlichen Bearbeitungsaufwand am Holzprofil dar und besitzen zudem den Nachteil,
dass es unter Umständen im Holzprofil zu einer Querschnittsschwächung kommen kann.
Darüber hinaus bestehen bei schmalen Profilen Platzprobleme für die Befestigung des
Grundprofils im Holzprofil mit Schrauben.
[0005] Es ist auch bekannt Entlastungsnuten im Grundprofil vorzusehen - siehe DE-U-29 707
789.
[0006] Eine alternative Lösung zum Erzeugen einer Entlastungsnut ist in Fig. 9 dargestellt.
Das hierin gezeigte Grundprofil 12 wird auf das Holzprofil 10 verschraubt, indem in
Fig. 9 nicht dargestellte Befestigungsschrauben durch Befestigungsbohrungen 14 hindurchtreten.
Die Befestigungsbohrungen sind alle 200 bis 300 mm angeordnet. Das Grundprofil 12
ist mit einer mittig verlaufenden Entlastungsnut 16 zum Dampfausgleich mit dem Holzprofil
10 vorgesehen. Die in Fig. 9 dargestellte Bauart besitzt allerdings den Nachteil,
dass aufgrund des für die Entlastungsnut 16 vorgesehenen Raums ein hoher Gesamtaufbau
benötigt wird. Zudem ragt der Schraubkanal tiefer in den Glasfalz, wodurch sich die
Wärmedämmung verschlechtert. Schließlich muss bei dieser Lösung mehr Material eingesetzt
werden.
[0007] Es ist auch bekannt einer Entlastungsraum zwischen zwei getrennten Dichtungsprofilen
vorzusehen - siehe DE-A-19 519 219.
Darstellung der Erfindung
[0008] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Feuchteentlastungsmaßnahme bei einer
Holz-Metall-Rahmenkonstruktion vorzuschlagen, die auf eine einfache Weise eine sichere
Feuchteentlastung ermöglicht.
[0009] Diese Aufgabe wird durch eine Holz-Metall-Rahmenkonstruktion mit den Merkmalen des
Anspruchs 1 gelöst.
[0010] Der Erfindung liegt der Gedanke zugrunde, das Grundprofil mit geeigneten Durchbrüchen
dampfdiffusionsoffen auszubilden, so dass der oder die Entlastungsräume nicht mehr
zwischen Holzprofil und Grundprofil ausgebildet ist/sind, sondern auf der dem Holzprofil
abgewandten Seite des Grundprofils. Der Vorteil dieser Gestaltung liegt darin, dass
der oder die Entlastungsräume dort vorgesehen werden können, wo ohnehin im Glasfalzbereich
zwischen angrenzenden Fassadenelementen ausreichend Raum hierfür vorhanden ist. Darüber
hinaus sind die Diffusionswege vom Inneren des Holzprofils zum Entlastungsraum kürzer.
[0011] Bevorzugte Ausführungsformen sind durch die übrigen Ansprüche gekennzeichnet.
[0012] Nach einer bevorzugten Ausführungsform befindet sich der mindestens eine Entlastungsraum
zwischen dem Grundprofil und der einstückig ausgeführten Innendichtung. Durch die
entsprechende Formgebung von Grundprofil und darüber gelegter Dichtung lassen sich
zwei wasserdichte Entlastungsräume bilden, wobei die Innendichtung den wasserführenden
Glasfalz zum Entlastungsraum hin abschottet. Darüber hinaus wird durch diese Maßnahme
der Raum im Bereich des Glasfalzes in Kammern unterteilt, wodurch sich die Wärmedämmung
erhöhen lässt.
[0013] Nach einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung sind zwei getrennte Innendichtungen
vorgesehen, und eine dampfdiffusionsoffene, wasserdichte Folie bedeckt die Durchbrüche
im Grundprofil. Beim Vorsehen von zwei getrennten raumseitigen Einzeldichtungen muss
eine Maßnahme ergriffen werden, um das Eindringen von Wasser durch die Durchbrüche
zum Holzprofil hin zu verhindern. Dies wird dadurch erreicht, dass mindestens eine
dampfdiffusionsoffene, aber wasserdichte Folie die Durchbrüche abschließt. Die Folie
kann eine gewebte Kunststofffolie sein, wie z. B. die unter der Handelsbezeichnung
"Tyvek" von Dupont erhältliche Folie.
[0014] Nach einer bevorzugten Ausführungsform ist die mindestens eine dampfdiffusionsoffene,
wasserdichte Folie auf das Grundprofil aufgeklebt. Diese Ausführungsform besitzt den
Vorteil, dass beim Fassadenbau bereits ein entsprechend vorkonfektioniertes Grundprofil
herstellerseitig geliefert werden kann und das gesonderte Anbringen einer Folie als
zusätzlicher Arbeitsschritt entfällt.
[0015] Nach einer alternativen Ausführungsform der Erfindung ist die mindestens eine Folie
auf dem Holzprofil befestigt, insbesondere aufgeklebt. Auch diese Ausführungsalternative
erlaubt es, bereits fertig vorkonfektionierte Bauteile vorzusehen. Bei dieser Ausführungsform
ist die mindestens eine dampfdiffusionsoffene Folie zwischen dem Holzprofil und dem
Grundprofil angeordnet, während bei der oben beschriebenen Ausführungsform mit einer
auf das Grundprofil aufgeklebten Folie diese sowohl auf der dem Holzprofil zugewandten
oder abgewandten Seite des Grundprofils aufgeklebt sein kann.
[0016] Nach einer alternativen bevorzugten Ausführungsform ist die mindestens eine Folie
mit einer oder beiden Innendichtungen verklebt oder verschweißt. Bei dieser Ausführungsform
dienen die Innendichtungen als Befestigung für die dampfdiffusionsoffene Folie. Durch
diese Maßnahme wird ähnlich wie bei einer einstückig ausgeführten Innendichtung eine
durchgehende Wasserbarriere geschaffen, wobei jedoch im Bereich der Folie diese wasserdichte
Barriere dampfdiffusionsoffen ist. Durch das Verkleben oder Verschweißen mit einer
oder beiden Innendichtungen lässt sich eine dauerhafte Verbindung zwischen Innendichtung
und Folie sicherstellen.
[0017] Nach einer alternativen Ausführungsform der Erfindung ist die mindestens eine Folie
an einer oder beiden Innendichtungen festgeklebt. Diese Ausführungsform besitzt den
Vorteil, dass die Verbindung zwischen Innendichtung und Folie lösbar ist und die Fassade
in diesem Bereich wieder demontierbar ist.
[0018] Nach einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist die Anzahl der Durchbrüche
auf die Feuchteverhältnisse abgestimmt. Je mehr Feuchte vorliegt, desto mehr Durchbrüche
im Grundprofil werden vorgesehen. Es besteht somit bei der vorliegenden Erfindung
eine sehr einfache Möglichkeit, um die Fassade in bestmöglicher Weise an die verwendeten
Holzsorten und vorliegenden klimatischen Verhältnisse anzupassen.
[0019] Nach einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung sind mehrere Durchbrüche im
Grundprofil rund ausgeführt. Diese Durchbrüche können somit eine Doppelfunktion erfüllen
und auch für die Befestigung des Grundprofils auf dem Holzprofil eingesetzt werden.
[0020] Vorzugsweise sind mehrere Durchbrüche im Grundprofil als Langlöcher ausgeführt. Durch
diese Maßnahme lässt sich das Grundprofil auch für andere Fassadentypen einsetzen,
wo ein Grundprofil auf ein ebenfalls aus Metall bestehendes Profil aufgeschweißt wird.
Hierfür bieten sich besonders die vorhandenen Langlöcher an, über die jeweils Schweißnähte
mit ausreichender Länge hergestellt werden können.
[0021] Nach einer bevorzugten Ausführungsform sind die Durchbrüche im Grundprofil durch
Stanzen oder Bohren erzeugt. Es können somit die Durchbrüche bereits während des Herstellungsverfahrens
hergestellt werden, wobei bei rollgeformten Profilen die Durchbrüche durch Bearbeitung
des Spaltbandes in Linie vor dem Rollformen erzeugt werden können.
[0022] Bevorzugte Werkstoffe für das Grundprofil sind Metall, insbesondere Aluminium oder
Stahl, der im Allgemeinen korrosionsgeschützt ist, oder aber metallverstärkter Kunststoff.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
[0023] Nachfolgend wird die Erfindung rein beispielhaft anhand der beigefügten Zeichnungen
beschrieben, in denen:
- Fig. 1
- eine erste Ausführungsform der Erfindung im Schnitt durch eine vollständige Fassadenbefestigung
auf einem Holzprofil zeigt;
- Fig. 2
- eine zweite alternative Ausführungsform der Erfindung entsprechend der Darstellung
in Fig. 1 zeigt;
- Fig. 3
- schematisch ein Grundprofil im Schnitt zeigt, auf dem eine Folie angebracht ist;
- Fig. 4
- eine alternative Anbringung der Folie an getrennt voneinander vorgesehenen Innendichtungen
zeigt;
- Fig. 5 und 6
- schematisch eine Anbringungsvariante der Folie an getrennt voneinander vorliegenden
Innendichtungen zeigen;
- Fig. 7
- eine weitere Variante zur Befestigung der Folie schematisch zeigt;
- Fig. 8
- alternative Anordnungsschemata für Durchbrüche am Grundprofil zeigt; und
- Fig. 9
- eine Holz-Metall-Fassadenkonstruktion im Stand der Technik mit einer zwischen Holzprofil
und Grundprofil vorgesehenen Entlastungsnut zeigt.
Wege zur Ausführung der Erfindung
[0024] Fig. 1 zeigt eine erste Ausführungsform der erfindungsgemäßen Holz-Metall-Rahmenkonstruktion,
die insbesondere als Holz-Aluminium-Pfosten-Riegel-Fassadenkonstruktion vorgesehen
ist. Der im Nachfolgenden jeweils verwendete Begriff "Holzprofil" bezeichnet einen
Holzpfosten oder Holzriegel.
[0025] Bei der Ausführungsform der Erfindung nach Fig. 1 ist ein Holzprofil 10 dargestellt,
auf dem ein Grundprofil 12 angebracht ist. Hierzu wird das Grundprofil 12 an einigen
Stellen mit dem Holzprofil 10 verschraubt (nicht dargestellt). Wie unten dargelegt
werden wird, können die in Fig. 1 ersichtlichen Durchbrüche 15 im Grundprofil so ausgestaltet
sein, dass sie gleichzeitig der Befestigung des Grundprofils 12 auf dem Holzprofil
10 dienen können. Das Grundprofil 12 liegt flächig auf dem Holzprofil 10 auf und besitzt
eine geeignete Form, um zum einen der Befestigung einer Innendichtung 18 zu dienen,
wie auch um einen Schraubkanal 20 zu bilden. Die ebenfalls in Fig. 1 dargestellten
und für den Fassadenbau typischen Elemente eines Abstandshalters, von Isolierglasscheiben,
Außendichtungen und einer auf der Fassadenaußenseite angeordneten Abdeckleiste sind
lediglich zum leichteren Verständnis der Erfindung skizziert, für die Erfindung selbst
aber nicht von Bedeutung und daher auch nicht auf die dargestellte konstruktive Gestaltung
beschränkt.
[0026] Wie bereits erläutert wurde, sind im Grundprofil Durchbrüche 15 vorgesehen, durch
die das Holzprofil 10 mit Entlastungsräumen 22 in Verbindung stehen, die durch die
einstückig ausgebildete Innendichtung 18 gegen den Raum zwischen den Glasfalzen abgedichtet
sind. Daher kann in die Entlastungsräume 22 zwar von dem Holzprofil 10 her Wasserdampf
durch die Durchbrüche 15 eindringen, nicht aber Wasser vom wasserführenden Glasfalz
her.
[0027] Die in Fig. 1 dargestellte Ausführungsform der Erfindung besitzt den zusätzlichen
Vorteil, dass der Fugenraum im Glasfalzbereich durch die Innendichtung in zwei Räume
unterteilt wird. Ein derartiges Mehrkammernsystem besitzt zusätzliche Vorteile in
Bezug auf die Wärmedämmung.
[0028] Fig. 2 zeigt eine alternative Ausführungsform der Erfindung unter Verwendung von
zwei getrennten raumseitigen Einzeldichtungen. Auch bei dieser Ausführungsform sind
Durchbrüche 15 im Grundprofil 12 vorgesehen, so dass Wasserdampf vom Holzprofil 10
in den Glasfalz 24 zwischen den Isoliergläsern 26 diffundieren kann. Da der Glasfalz
wasserführend ist, wird zusätzlich eine Folie 30 vorgesehen, welche die Durchbrüche
15 wasserdicht, aber dampfdiffusionsoffen abschließt. Die Folie kann von beliebiger
Art sein, sofern die genannten Erfordernisse erfüllt sind. Eine besonders bevorzugte
Folie ist als gewebte Kunststofffolie ausgeführt und von Dupont unter der Handelsbezeichnung
"Tyvek" erhältlich. Somit kann Wasserdampf vom Holzprofil 10 durch die Durchbrüche
15 und die Folie 30 hindurch in die als Glasfalz ausgebildeten Entlastungsräume 22
eindringen, nicht aber Wasser aus dem Entlastungsraum 22 die Folie 30 durchdringen.
[0029] Nachfolgend sollen verschiedene Alternativen dargestellt werden, um die Folie in
geeigneter Weise anzuordnen und zu befestigen.
[0030] Fig. 3 zeigt eine erste schematische Darstellung einer auf das Grundprofil aufgeklebten
Folie 30, wobei im Einbauzustand der Rahmenkonstruktion die Folie 30 zwischen dem
Grundprofil 12 und dem Holzprofil 10 angeordnet ist und die Durchbrüche 15 bedeckt.
Diese Ausführungsform besitzt den Vorteil, dass das Grundprofil mit bereits aufgeklebter
Folie als vorkonfektioniertes Bauteil geliefert werden kann und sich somit die Montage
vor Ort vereinfacht.
[0031] Alternativ kann die Folie aber auch auf dem Holzprofil befestigt sein, beispielsweise
indem diese dort aufgeklebt ist. Auch diese Ausführungsalternative erlaubt das Vorkonfektionieren
der Holzprofile mit bereits aufgeklebter Folie und einen raschen Montagefortschritt
am Bau.
[0032] Fig. 4 zeigt eine alternative Ausführungsform der Erfindung, bei der die Folie auf
der dem Holzprofil abgewandten Seite des Grundprofils 12 vorgesehen ist. Die Folie
ist in zwei einzelnen Abschnitten 30a und 30b auf dem Grundprofil 12 angeordnet und
kann hierbei beispielsweise auf dem Grundprofil 12 aufgeklebt sein und in geeigneter
Weise an den Innendichtungen 18 befestigt sein, wie aus den Ausführungsformen nach
Figuren 5 und 6 deutlicher werden wird.
[0033] In Fig. 5 ist schematisch die Anbringung der Folie 30 an den getrennt vorliegenden
Innendichtungen 18a und 18b gezeigt. Während die Folie mit der Dichtung 18b verklemmt
ist, indem sich in der Dichtung ein Einschnitt befindet, der elastisch aufgespreizt
werden kann, um die Dichtung 30 einzuschieben und anschließend wieder elastisch in
die in Fig. 5 an der Dichtung 18b gezeigte, klemmende Position zurückfedert. Alternativ
kann die Folie 30 aber auch mit der Dichtung verklemmt werden, wie am Beispiel der
Dichtung 18a dargestellt werden soll, wo in der Dichtung eine Aufnahmenut für die
Folie 30 vorhanden ist, in welche die Folie eingeschoben wird, woraufhin die Nut mit
Klebstoff verfüllt wird. Wenn auch Fig. 5 dazu dient, unterschiedliche Anbringungsalternativen
darzustellen, sollte deutlich sein, dass nur eine einzige Folie 30 eingesetzt wird,
die sich zwischen den Dichtungen 18a und 18b erstreckt.
[0034] Fig. 6 zeigt ebenfalls eine Ausführungsform, bei der die Folie 30 nicht in speziell
geformte Schlitze oder Nuten der Dichtungen 18a, 18b eingeschoben wird, sondern an
der Außenseite der Dichtungen festgeklebt wird.
[0035] Während bei den Ausführungsbeispielen nach Figuren 5 und 6 jeweils nur eine einzelne
Folie 30 vorgesehen ist, ist es auch bei diesen Ausführungsformen möglich, mehrere
Folienabschnitte vorzusehen. Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 7 wird die Folie
auf der einen Seite mit der Dichtung 18a verklemmt oder verklebt, während das andere
Ende der Folie im Bereich der Schraubkanalnut am Grundprofil 12 über eine Klebeverbindung
32 verbunden ist.
[0036] Die oben beschriebenen Befestigungsvarianten für die Folie können selbstverständlich
miteinander variiert werden und müssen nicht symmetrisch zueinander vorgesehen werden.
So ist es z. B. möglich, nur auf der einen Seite eine klemmende Verbindung vorzusehen,
und auf der anderen Seite eine Klebeverbindung vorzusehen.
[0037] Fig. 8 zeigt Alternativen für die Anordnung der Durchbrüche 15 am Grundprofil 12.
In der oberen Reihe von Durchbrüchen entsprechend der Längserstreckung des Grundprofils
sind eine Vielzahl von kreisförmigen Durchbrüchen 15 angeordnet, deren Abstand und
Durchmesser an die Feuchteverhältnisse anpassbar ist. Je mehr Feuchte vorliegt, desto
mehr Durchbruchsfläche ist zweckmäßigerweise vorzusehen. Da die Befestigungsschrauben
zur Fixierung des Grundprofils auf dem Holzprofil ebenfalls durch einige der Durchbrüche
hindurchgeführt werden, empfiehlt es sich daher, im Falle des Erfordernisses nach
einer erhöhten Durchbruchsfläche die Zahl der Durchbrüche 15 zu erhöhen, den Durchmesser
jedoch in einem Bereich zu belassen, der eine Fixierung des Grundprofils am Holzprofil
mit Hilfe von Befestigungsschrauben mit üblichen Schraubenköpfen ermöglicht.
[0038] Alternativ zu den kreisförmig vorgesehenen Durchbrüchen 15 können aber auch als Langloch
oder als Rechteckquerschnitt vorgesehene Durchbrüche 15a vorgesehen sein. Hierdurch
lässt sich eine große Durchbruchsfläche schaffen.
[0039] Die hierin beschriebenen Lösungsalternativen für eine Holz-Metall-Rahmenkonstruktion
schaffen Entlastungsräume auf der dem Holzprofil abgewandten Seite des Grundprofils.
Durch eine entsprechende Formgebung von Grundprofil und darüber gelegter Dichtung
lässt sich ein Entlastungsraum schaffen, der zum wasserführenden Glasfalz hin abgeschottet
ist. Beim Vorsehen von zwei getrennten raumseitigen Einzeldichtungen lassen sich die
Durchbrüche mit wasserdichter, dampfdiffusionsoffener Folie abschließen. Durch das
Vorsehen der Durchbrüche auf beiden Seiten der Grundprofile, d. h. beidseits des mittig
angeordneten Schraubkanals, lassen sich kürzere Diffusionswege vom Inneren des Holzprofils
zum jeweiligen Entlastungsraum erreichen.
1. Holz-Metall-Rahmenkonstruktion, umfassend:
- Holzprofile (10),
- ein auf den Holzprofilen befestigtes Grundprofil (12), und
- eine oder zwei Innendichtungen (18, 18a, 18b) auf dem Grundprofil (12),
dadurch gekennzeichnet, dass
- das Grundprofil (12) in Form von Durchbrüchen (15) dampfdiffusionsoffen ausgebildet
ist; und
- die Durchbrüche (15) mit mindestens einem Entlastungsraum (22) auf der vom Holzprofil
(10) abgewandten Seite des Grundprofils (12) in Verbindung stehen.
2. Holz-Metall-Rahmenkonstruktion nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
sich der mindestens eine Entlastungsraum (22) zwischen dem Grundprofil (12) und der
einstückig ausgeführten Innendichtung (18) befindet.
3. Holz-Metall-Rahmenkonstruktion nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
zwei getrennte Innendichtungen (18a, 18b) vorgesehen sind, wobei mindestens eine dampfdiffusionsoffene,
wasserdichte Folie (30) die Durchbrüche (15) bedeckt.
4. Holz-Metall-Rahmenkonstruktion nach Anspruch 3,
wobei die mindestens eine dampfdiffusionsoffene, wasserdichte Folie (30) auf das Grundprofil
(12) aufgeklebt ist.
5. Holz-Metall-Rahmenkonstruktion nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, dass
die mindestens eine Folie (30) auf dem Holzprofil (10) befestigt, insbesondere aufgeklebt
ist.
6. Holz-Metall-Rahmenkonstruktion nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, dass
die mindestens eine Folie (30) mit einer oder beiden Innendichtungen (18a, 18b) verklebt
oder verschweißt ist.
7. Holz-Metall-Rahmenkonstruktion nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, dass
die mindestens eine Folie (30) an einer oder beiden Innendichtungen (18a, 18b) festgeklemmt
ist.
8. Holz-Metall-Rahmenkonstruktion nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Anzahl der Durchbrüche (15) auf die Feuchteverhältnisse abgestimmt ist.
9. Holz-Metall-Rahmenkonstruktion nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
mehrere Durchbrüche (15) im Grundprofil (12) rund ausgeführt sind.
10. Holz-Metall-Rahmenkonstruktion nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
mehrere Durchbrüche (15) im Grundprofil (12) als Langlöcher (15b) ausgeführt sind.
11. Holz-Metall-Rahmenkonstruktion nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Durchbrüche (15) im Grundprofil (12) durch Stanzen oder Bohren erzeugt sind.
12. Holz-Metall-Rahmenkonstruktion nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Grundprofil (12) aus Metall, insbesondere Aluminium oder Stahl, oder metallverstärktem
Kunststoff besteht.
13. Holz-Metall-Rahmenkonstruktion nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Grundprofil (12) aus Stahl besteht und rollgeformt ist.
1. Wood-metal frame construction comprising:
- wooden profiles (10),
- a base profile (12) attached to the wooden profiles, and
- one or two inner seals (18, 18a, 18b) on the base profile (12),
characterised in that
- the base profile (12) is designed to be open to vapour diffusion in the form of
perforations (15); and
- the perforations (15) are connected to at least one relieving chamber (22) on the
side of the base profile (12) facing away from the wooden profile (10).
2. Wood-metal frame construction according to claim 1, characterised in that the at least one relieving chamber (22) is situated between the base profile (12)
and the integrally designed inner seal (18).
3. Wood-metal frame construction according to claim 1, characterised in that two separate inner seals (18a, 18b) are provided, wherein at least one watertight
film (30) which is open to vapour diffusion covers the perforations (15).
4. Wood-metal frame construction according to claim 3, wherein the at least one watertight
film (30) which is open to vapour diffusion is adhered to the base profile (12).
5. Wood-metal frame construction according to claim 3, characterised in that the at least one film (30) is attached, in particular adhered, to the wooden profile
(10).
6. Wood-metal frame construction according to claim 3, characterised in that the at least one film (30) is adhered or welded to one or both inner seals (18a,
18b).
7. Wood-metal frame construction according to claim 3, characterised in that the at least one film (30) is clamped to one or both inner seals (18a, 18b).
8. Wood-metal frame construction according to one of the preceding claims, characterised in that the number of perforations (15) is matched to the moisture conditions.
9. Wood-metal frame construction according to one of the preceding claims, characterised in that several perforations (15) in the base profile (12) are designed to be round.
10. Wood-metal frame construction according to one of the preceding claims, characterised in that several perforations (15) in the base profile (12) are designed as elongated holes
(15b).
11. Wood-metal frame construction according to one of the preceding claims, characterised in that the perforations (15) in the base profile (12) are produced by punching or boring.
12. Wood-metal frame construction according to one of the preceding claims, characterised in that the base profile (12) consists of metal, in particular aluminium or steel, or metal-reinforced
plastic.
13. Wood-metal frame construction according to claim 12, characterised in that the base profile (12) consists of steel and is shaped by roller.
1. Ossature de construction en bois-métal, comprenant :
- des profilés en bois (10),
- un profil de base (12), fixé sur les profilés en bois, et
- un ou deux joints d'étanchéité intérieurs (18, 18a, 18b) sur le profilé de base
(12),
caractérisée en ce que
- le profilé de base (12) est réalisé de façon à être ouvert à la diffusion de vapeur,
sous la forme de passages (15) ; et
- les passages (15) sont reliés à au moins un espace de décharge (22) sur le côté,
opposé au profilé de bois (10), du profilé de base (12).
2. Ossature de construction en bois-métal selon la revendication 1,
caractérisée en ce que
le au moins un espace de décharge (22) se trouve entre le profilé de base (12) et
le joint d'étanchéité intérieur (18), réalisé d'une seule pièce.
3. Ossature de construction en bois-métal selon la revendication 1,
caractérisée en ce que
deux joints d'étanchéité intérieurs (18a, 18b) séparés sont prévus, au moins une feuille
(30) étanche à l'eau, ouverte à la diffusion de vapeur, couvrant les passages (15).
4. Ossature de construction en bois-métal selon la revendication 3, la au moins une feuille
(30) étanche à l'eau, ouverte à la diffusion de vapeur, étant rapportée par collage
sur le profilé de base (12).
5. Ossature de construction en bois-métal selon la revendication 3,
caractérisée en ce que
la au moins une feuille (30) est fixée sur le profilé en bois (10), en particulier
rapportée par collage.
6. Ossature de construction en bois-métal selon la revendication 3,
caractérisée en ce que
la au moins une feuille (30) est collée ou soudée à l'un ou aux deux joints d'étanchéité
(18a, 18b).
7. Ossature de construction en bois-métal selon la revendication 3,
caractérisée en ce que
la au moins une feuille (30) est fixée par serrage sur l'un ou les deux joints d'étanchéité
(18a, 18b).
8. Ossature de construction en bois-métal selon l'une des revendications précédentes,
caractérisée en ce que
le nombre des passages (15) est adapté aux conditions d'humidité.
9. Ossature de construction en bois-métal selon l'une des revendications précédentes,
caractérisée en ce que
plusieurs passages (15) sont réalisés, à une forme ronde, dans le profilé de base
(12).
10. Ossature de construction en bois-métal selon l'une des revendications précédentes,
caractérisée en ce que
plusieurs passages (15) sont réalisés, en tant que trous oblongs (15b), dans le profilé
de base (12).
11. Ossature de construction en bois-métal selon l'une des revendications précédentes,
caractérisée en ce que
les passages (15), ménagés dans le profilé de base (12), sont produits par estampage
ou perçage.
12. Ossature de construction en bois-métal selon l'une des revendications précédentes,
caractérisée en ce que
le profilé de base (12) est formé d'un métal, en particulier d'aluminium ou d'acier,
ou bien d'une matière synthétique renforcée par un métal.
13. Ossature de construction en bois-métal selon la revendication 12,
caractérisée en ce que
le profilé de base (12) est constitué d'acier et formé par roulage-laminage.