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(11) |
EP 1 127 999 A2 |
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EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG |
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Veröffentlichungstag: |
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29.08.2001 Patentblatt 2001/35 |
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Anmeldetag: 03.02.2001 |
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH CY DE DK ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE TR |
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Benannte Erstreckungsstaaten: |
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AL LT LV MK RO SI |
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Priorität: |
25.02.2000 DE 10008943
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Anmelder: Schlüter-Systems KG |
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58640 Iserlohn (DE) |
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Erfinder: |
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- Schlüter, Werner
58644 Iserlohn (DE)
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Vertreter: Schröter & Haverkamp |
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Patentanwälte
Im Tückwinkel 22 58636 Iserlohn 58636 Iserlohn (DE) |
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Vorrichtung zur Ausbildung von Dehnungs- oder Bewegungsfugen zwischen mit Belägen
bekleideten Fussboden- oder Wandflächenabschnitten |
(57) Vorgeschlagen wird eine Vorrichtung zur Ausbildung von Dehnungs- oder Bewegungsfugen
zwischen mit Belägen bekleideten Fußboden- oder Wandflächenabschnitten, bei der zwei
Winkelprofile 81, 82 schiebend in flächenparalleler Richtung ineinandergreifen, wobei
an einem ersten aus einem Befestigungsschenkel 811 und einem dazu senkrecht stehenden
Abschlußschenkel gebildeten Winkelprofil 81 zu dessen Abschlußschenkel senkrecht nach
außen gerichtet zwei eine Tasche 818 bildende Schenkel vorgesehen sind, in die ein
mit Abstand zur Oberseite seines Abschlußschenkels senkrecht ausgebildeter Gleitschenkel
des zweiten Winkelprofiles 82 geführt eingreift, und dieser Abschlußschenkel ebenfalls
senkrecht an einem Befestigungsschenkel angeformt ist. Dabei ist der Abschlußschenkel
des ersten Winkelprofiles 81 etwa S-förmig ausgebildet, wobei der obere Teil 815 dieses
Abschlußschenkels die Aufnahmetasche 818 für den Gleitschenkel 824 des zweiten Winkelprofiles
82 und der untere Teil 813 eines zum Befestigungsschenkel 811 hin offene Kammer 814
bildet zur unterstützenden Aufnahme von Mörtel 6, der zwischen einer angrenzenden
Bekleidung 1 und dem Abschlußschenkel 813, 815 einzubringen ist.
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[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Ausbildung von Dehnungs- oder Bewegungsfugen
zwischen mit Belägen bekleideten Fußboden- oder Wandflächenabschnitten, bei der zwei
Winkelprofile schiebend in flächen-paralleler Richtung ineinander greifen, wobei an
einem ersten aus einem Befestigungsschenkel und einem dazu senkrecht stehenden Abschlußschenkel
gebildeten Winkelprofil zu dessen Abschlußschenkel senkrecht nach außen gerichtet
zwei eine Tasche bildende Schenkel vorgesehen sind, in die ein mit Abstand zur Oberseite
seines Abschlußschenkels senkrecht ausgebildeter Gleitschenkel des zweiten Winkelprofiles
geführt eingreift, und dieser Abschlußschenkel ebenfalls senkrecht an einem Befestigungsschenkel
angeformt ist.
[0002] Eine solche Vorrichtung zur Begrenzung von Boden- oder Wandflächen ist aus der DE-OS
44 03 383 bekannt. Die hierfür eingesetzten Winkelprofile sollen dabei aus Aluminium,
Messing oder einem Hartkunststoff bestehen. Sie sind als Strangpreßprofile herstellbar.
In einfacher Weise lassen sich daher an einem ersten Winkelprofil die erforderlichen
Taschen ausbilden, in denen der entsprechende Gleitschenkel des zweiten Winkelprofiles
gleitschlüssig geführt ist. Befestigt werden diese Winkelprofile in bekannter Weise
mit ihren an den Abschlußschenkeln angeformten Befestigungsschenkeln, die zur Befestigung
in Klebemörtel Durchbrechungen aufweisen. Die mit dem Kleber in Verbindung kommenden
Schenkelflächen können dabei noch mit Verklammerungselementen oder Aufrauhungen ausgestattet
sein. Bei diesen Vorrichtungen sind an einem Winkelprofil die Taschen auskragend angeformt,
wobei bei deren Einbau im Fugenbereich bei senkrechter Belastung ein Kippmoment auf
dieses Profil entsteht, welches zum Ablösen dieses Profiles führen kann.
[0003] In der Praxis besteht auch die Forderung, solche Vorrichtungen auch aus solchen Materialien
herzustellen, die sich nicht in wirtschaftlich vertretbarer Weise aus extrudierbarem
Material herstellen lassen, beispielsweise aus Edelstahl.
[0004] Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, eine eingangs genannte Vorrichtung vorzuschlagen,
die mit fertigungstechnisch einfachen Mitteln auch aus Blechmaterialien relativ geringer
Wandstärke herstellbar ist und die sich in besonders sicherer Weise in dem Bodenaufbau
einbauen läßt.
[0005] Gelöst wird die Erfindungsaufgabe mit einer Vorrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs
1. Bevorzugte Ausführungsarten der Erfindung werden mit den Merkmalen der Ansprüche
2-4 angegeben.
[0006] Die für die erfindungsgemäße Vorrichtung vorgeschlagenen Winkelprofile lassen sich
auch in Walzverfahren bzw. Abkantverfahren aus Blechen aus einem Material herstellen,
welches nicht in geeigneter Weise in einem Strangpreßverfahren verarbeitbar ist. Einsetzbar
sind Blechmaterialien mit geringer Stärke. Beim Einbau der Winkelprofile mit den Taschen
erfolgt eine Unterstützung durch den in die gebildeten Kammern einzufügenden Mörtel.
Diese Winkelprofile erhalten daher nach dem Einbau eine hohe Stabilität.
[0007] Anhand eines abgebildeten Ausführungsbeispieles wird die Erfindung im folgenden näher
erläutert. Die zugehörige Abbildung zeigt eine Schnittdarstellung durch eine Einbausituation
der erfindungsgemäßen Vorrichtung zwischen zwei mit Keramikplatten bekleideten Bodenabschnitten,
zwischen denen eine Dehnungsfuge ausgebildet ist.
[0008] In üblicher Weise ist in einem Betonboden 7 mit einer darüber angeordneten Ausgleichsschicht
3 eine Fuge 4 ausgebildet. Die durch die Fuge begrenzten Bodenabschnitte sind mit
Keramikplatten 1 und 2 bekleidet. Entsprechend anderes Bodenmaterial ist in entsprechender
Weise einsetzbar.
[0009] Zur Ausbildung bzw. zur Begrenzung der sich nach oben fortsetzenden Dehnungsfuge
im Plattenbekleidungsbereich ist die insgesamt mit der Ziffer 8 bezeichnete Vorrichtung
vorgesehen. Sie besteht aus einem ersten Winkelprofil 81 und einem zweiten Winkelprofil
82, welches mit einem Gleitschenkel 824 zur Gleitführung in eine Tasche 818 am ersten
Winkelprofil 81 eingreift. Zwischen beiden Winkelprofilen 81 und 82 ist mit der Ziffer
5 ein Füllmaterial angedeutet.
[0010] Das erste Winkelprofil 81 besteht aus einem mit Durchbrechungen 812 versehenen Befestigungsschenkel
811 und dem daran angeformten, im Querschnitt etwa S-förmigen Abschlußschenkel. Der
untere Teil 813 dieses Abschlußschenkels bildet eine zur angrenzenden Platte hin offene
Kammer 814, in die beim Einsetzen in einem Verlegemörtel 6 zur Unterstützung des oberen
Abschlußschenkelabschnittes 815 der Mörtel vollfugig eindringt. Der obere Teil 815
dieses Abschlußschenkels bildet die zur anderen Seite hin offene Tasche 818, die durch
die mit den Ziffern 817 und 816 angedeuteten Schenkel begrenzt ist. Das zugehörige
zweite Winkelprofil 82 ist mit seinem mit Durchbrechungen 822 ausgestatteten Befestigungsschenkel
821 im Verlegemörtel 6 unter den angrenzenden Keramikplatten 2 entsprechend verlegt.
An diesem Befestigungsschenkel 821 ist senkrecht abgekantet bzw. angewalzt der Abschlußschenkel
823 angeformt. An seinem oberen Ende ist nach außen, also in Richtung der Tasche 818,
ein Gleitschenkel 824 mit einem Höhenversatz H ausgebildet, der etwa der Blechstärke
des Schenkels 816 der Tasche 818 entspricht. Der Gleitschenkel 824 ist an seinem Eingreifabschnitt
doppellagig ausgebildet durch eine glatt anliegende Umbiegung eines äußeren Abschnittes.
Entsprechend ausgebildet kann auch eine Dehnungs- oder Trennfuge in einem Wandbereich
sein.
Zusammenstellung der Bezugszeichen
[0011]
- 1
- Keramikplatte
- 2
- Keramikplatte
- 3
- Ausgleichsschicht
- 4
- Fuge
- 5
- Füllmaterial
- 6
- Verlegemörtel
- 7
- Beton
- 8
- Vorrichtung
- 81
- erstes Winkelprofil
- 811
- Befestigungsschenkel
- 812
- Lochung
- 813
- unterer Teil des Abschlußschenkels
- 814
- Kammer
- 815
- Oberer Teil
- 816
- Schenkel
- 817
- Schenkel
- 818
- Tasche
- 82
- zweites Winkelprofil
- 821
- Befestigungsschenkel
- 822
- Lochung
- 823
- Abschlußschenkel
- 824
- Gleitschenkel
- H
- Höhenversatz
1. Vorrichtung zur Ausbildung von Dehnungs- oder Bewegungsfugen zwischen mit Belägen
bekleideten Fußboden- oder Wandflächenabschnitten, bei der zwei Winkelprofile schiebend
in flächenparalleler Richtung ineinandergreifen, wobei an einem ersten aus einem Befestigungsschenkel
und einem dazu senkrecht stehenden Abschlußschenkel gebildeten Winkelprofil zu dessen
Abschlußschenkel senkrecht nach außen gerichtet zwei eine Tasche bildende Schenkel
vorgesehen sind, in die ein mit Abstand zur Oberseite seines Abschlußschenkels senkrecht
ausgebildeter Gleitschenkel des zweiten Winkelprofiles geführt eingreift, und dieser
Abschlußschenkel ebenfalls senkrecht an einem Befestigungsschenkel angeformt ist,
dadurch gekennzeichnet, daß der Abschlußschenkel des ersten Winkelprofiles (81) etwa S-förmig ausgebildet
ist, wobei der obere Teil (815) dieses Abschlußschenkels die Aufnahmetasche (818)
für den Gleitschenkel (824) des zweiten Winkelprofiles (82) und der untere Teil (813)
eine zum Befestigungsschenkel (811) hin offene Kammer (814) bildet zur unterstützenden
Aufnahme von Mörtel (6), der zwischen einer angrenzenden Bekleidung (1) und dem Abschlußschenkel
(813, 815) einzubringen ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das erste Winkelprofil (81) ein mehrfach abgekantetes bzw. gewalztes Blechprofil
ist, vorzugsweise aus Edelstahl.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das zweite Winkelprofil (82) ein mehrfach abgekantetes bzw. gewalztes Blechprofil
ist, vorzugsweise aus Edelstahl, bei dem am Ende des Abschlußschenkels mit einer Verkröpfung
um einen Höhenversatz (H) etwa in der Blechstärke des die Tasche (818) des ersten
Winkelprofiles (81) begrenzenden Schenkels (816) nach außen gerichtet der Gleitschenkel
(824) angeformt ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Gleitschenkel (824) doppellagig ausgebildet ist, wobei der Gleitschenkel
(824) bei seiner Herstellung um einen bestimmten Bereich um etwa 180° umgebogen und
anliegend am restlichen Teil angeordnet ist.
