(19)
(11) EP 1 128 017 A2

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
29.08.2001  Patentblatt  2001/35

(21) Anmeldenummer: 00128397.7

(22) Anmeldetag:  22.12.2000
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)7E06B 1/70
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE CH CY DE DK ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE TR
Benannte Erstreckungsstaaten:
AL LT LV MK RO SI

(30) Priorität: 25.02.2000 DE 10008923

(71) Anmelder: HERMANN GUTMANN WERKE GMBH
91781 Weissenburg (DE)

(72) Erfinder:
  • Müller, Werner
    91757 Treuchtlingen (DE)

(74) Vertreter: Matschkur, Lindner Blaumeier Patent- und Rechtsanwälte 
Dr.-Kurt-Schumacher-Strasse 23
90402 Nürnberg
90402 Nürnberg (DE)

   


(54) Bordstück für Fensterbänke


(57) Bordstück zum seitlichen Anschluss einer Fensterbank an das Mauerwerk mit einer Winkelschiene (1), deren waagrechter oberer Schenkel (2) eine Putzkante (3) bildet und deren parallel zur Fensterlaibung laufender vertikaler Schenkel (4) mit einem entlang der Seitenkante der Fensterbank befestigbaren im Wesentlichen U-förmigen Klemmhalterungsabschnitt (5) versehen ist, wobei am geschlossenen Basissteg des Klemmhalterungsabschnitts (5) beabstandete schräg geneigt verlaufende Federstege (10) für die Fensterbankkante angebracht sind.




Beschreibung


[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Bordstück zum seitlichen Anschluss einer Fensterbank an das Mauerwerk mit einer Winkelschiene, deren waagrechter oberer Schenkel eine Putzkante bildet und deren parallel zur Fensterlaibung laufender vertikaler Schenkel mit einem entlang der Seitenkante der Fensterbank befestigbaren im Wesentlichen U-förmigen Klemmhalterungsabschnitt versehen ist.

[0002] Derartige Bordstücke sind bereits in den unterschiedlichsten Ausführungsformen aus Kunststoff und Metall, vornehmlich Aluminium oder Aluminiumlegierungen, bekannt geworden, wobei es neben auf die Fensterbänke aufsteckbaren Bordstücken auch Bordstücke gibt, die auf die Fensterbänke aufgeschweißt werden. Wichtig ist dabei. dass bei thermischen Dehnungs- und Schrumpfbewegungen der Fensterbänke diese die an ihnen gehalterten Bordstücke nicht so mitnehmen, dass sie gegebenenfalls aus dem Putz herausgerissen werden oder dass zumindest Putzrisse entstehen, in die Wasser eindringen kann, das dann im Winter auffrieren könnte. Zu diesem Zweck ist entweder vorgesehen, dass der Halterungsabschnitt gegenüber dem vertikalen Schenkel elastisch federnd ist, so dass die thermischen Ausdehnungsbewegungen abgefangen werden können, oder aber dass die Klemmhalterung nicht allzu fest ist. Dabei ergibt sich aber dann wiederum die Schwierigkeit, dass die Fensterbank in den Bordstücken wackeln und klappern kann.

[0003] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Bordstück der eingangs genannten Art so auszugestalten, dass es stets an den Stirnkanten der Fensterbank, auch unter Einrechnung deren thermischer Ausdehnungsbewegungen anliegt und darüber hinaus einen Toleranzausgleich bietet.

[0004] Zur Lösung dieser Aufgabe ist erfindungsgemäß vorgesehen, dass am geschlossenen Basissteg des Klemmhalterungsabschnittes beabstandete Federstege für die Fensterbankkante angeformt sind, was in Ausgestaltung der Erfindung besonders vorteilhaft dadurch erzielt werden kann, dass das Bordstück aus Kunststoff besteht und dass die Federstege schräg zum Basissteg geneigt verlaufend angeformt sind.

[0005] Bei thermischen Schrumpfbewegungen federn die Stege nach außen und folgen somit der Verformung der Metallfensterbank.

[0006] Das Anformen des Federsteges an einem geschlossenen Basissteg verhindert ein Eindringen von Wasser, insbesondere bei Konstruktionen, bei denen die Fensterbänke an Betonwänden oder Sichtmauerwerk befestigt sind, also nicht in einen sie gegen Wassereindringen schützenden Putzschicht eingebettet sind.

[0007] Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung eines Ausführungsbeispiels sowie anhand der Zeichnung. Dabei zeigen:
Fig. 1
eine Ansicht eines Bordstücks von der inneren Ansteckseite einer Fensterbank aus,
Fig. 2
eine Aufsicht auf das Bordstück nach Fig. 1, und
Fig. 3
einen Schnitt längs der Linie III-III in Fig. 1.


[0008] Das in den Figuren dargestellte Bordstück ist ein Spritzgießteil aus Kunststoff mit einer Winkelschiene 1, deren oberer im Wesentlichen waagrechter Schenkel 2 eine Putzkante 3 bildet und deren vertikaler parallel zur seitlichen Fensterlaibung verlaufender Schenkel 4 mit einem im Wesentlichen U-förmigen Halterungsabschnitt 5 versehen ist, zwischen dessen beiden Schenkel 6 und 7 jeweils ein Seitenrand einer nicht gezeigten Fensterbank eingreift. Um dabei eine leichte Klemmwirkung ohne die Gefahr eines "Verbackens" zu erzielen, können an einem der Stege 6, 7 Noppen 8 angeformt sein.

[0009] An dem einen Teil des vertikalen Schenkels 4 bildenden Basissteg 9 des U-förmigen Klemmhalterungsabschnitts 5 sind schräg zum Basissteg geneigt verlaufende Federstege 10 angeformt. Diese Stege sind bewusst nicht ausgestanzt und nach innen gebogen, da dadurch die geschlossene Ausbildung des Basisstegs 9 verloren ginge und somit - insbesondere bei nicht eingeputzten Konstruktionen an Betonwänden und Sichtmauerwerk - Wasser von außen in den Klemmabschnitt eindringen und dort im Winter auffrieren könnte.


Ansprüche

1. Bordstück zum seitlichen Anschluss einer Fensterbank an das Mauerwerk mit einer Winkelschiene, deren waagrechter oberer Schenkel eine Putzkante bildet und deren parallel zur Fensterlaibung laufender vertikaler Schenkel mit einem entlang der Seitenkante der Fensterbank befestigbaren im Wesentlichen U-förmigen Klemmhalterungsabschnitt versehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass am geschlossenen Basissteg (9) des Klemmhalterungsabschnitts (5) beabstandete Federstege (10) für die Fensterbankkante angebracht sind.
 
2. Bordstück nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass es aus Kunststoff besteht und dass die Federstege (10) schräg zum Basissteg (9) geneigt verlaufend angeformt sind.
 




Zeichnung