[0001] Die Erfindung betrifft einen elektrischen Stecker, der mit einem Folienleiter verbindbar
ist. Wenn hier von Folienleitern gesprochen wird, so sollen darunter flexible Leiterplatten
(FPCB), Flachkabel (FFC) o.dgl. verstanden werden. Ein solcher Stecker weist ein Steckergehäuse
auf, das aus einem Kontaktstifte tragenden Steckerkörper und einem Fixierteil gebildet
ist, wobei zwischen dem Steckerkörper und dem Fixierteil ein Aufnahmespalt für einen
Folienleiter bzw. für das Ende eines Folienleiters angeordnet ist. Die Kontaktstifte
tragen ein Kontaktelement, das in den Aufnahmespalt hineinragt und dort mit der Leiterbahn
eines Folienleiters kontaktierbar ist. Bei einem aus US 5,356,308 bekannten Stecker
ist der Steckerkörper etwa quaderförmig und das Fixierteil als Platte ausgebildet.
Das Fixierteil wirkt mit einer Flachseite des Steckerkörpers unter Freilassung eines
Aufnahmespaltes für eine Leiterplatte zusammen. Im Steckerkörper sind in parallel
angeordneten Aufnahmekanälen Kontaktstifte angeordnet, die mit Federzungen in den
Aufnahmespalt hineinragen. Um die Anzahl der Kontaktstellen zu erhöhen, ist ein zweites
plattenförmiges Fixierteil vorgesehen, das mit der dem ersten Aufnahmespalt gegenüberliegenden
Seite des Steckerkörpers einen zweiten Aufnahmespalt bildet.
[0002] Aufgabe der Erfindung ist es, einen Stecker vorzuschlagen, der bei einfachem Aufbau
und kompakter Geometrie eine möglichst große Anzahl von Kontaktstiften umfasst.
[0003] Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, dass das Fixierteil hülsenförmig ausgebildet ist
und im Montagezustand zumindest einen Längsabschnitt des Steckerkörpers in sich aufnimmt,
wobei der von der Innenfläche des Fixierteils und der Umfangsfläche des Steckerkörpers
gebildete Aufnahmespalt den Steckerkörper zumindest teilweise umfasst. Gegenüber den
bekannten Steckern ist somit eine höhere Ausnutzung des von einem Steckerkörper zur
Verfügung gestellten Einbauraumes für Kontaktstifte gewährleistet, wobei im Wesentlichen
nur zwei Hauptbestandteile erforderlich sind, nämlich ein zentraler Steckerkörper
und ein diesen allumfänglich umfassendes, hülsenförmiges Fixierteil. Der Folienleiter
ist im Aufnahmespalt eingeklemmt und damit ist eine Zugentlastung erreicht. Die Zugentlastung
lässt sich durch wellenförmige oder aufgerauhte Oberflächen von Steckerkörper und
Fixierteil noch verstärken. Zur Kontaktierung einer Leiterbahn des Folienleiters weisen
die Kontaktstifte insbesondere ein Kontaktelement auf. Sollen mehrere Leiterbahnen
kontaktiert werden, so sind einem Kontaktstift vorzugsweise mehrere Kontaktelemente
zugeordnet. Zudem besteht die Möglichkeit, mittels den Kontaktstiften zwei in den
Aufnahmespalt eingefügte Folienleiter miteinander zu kontaktieren. Hierbei werden
deren einander zugeordnete Leiterbahnen gegeneinander gepresst. Der Stecker dient
in diesem Fall daher als Verbinder für zwei Folienleiter.
[0004] Die Erfindung wird nun anhand von in den beigefügten Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispielen
näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- einen Querschnitt durch ein erstes Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Steckers
in schematischer Darstellung,
- Fig. 2
- einen Kontaktstift, der mit einem Kontaktelement mit der Leiterbahn eines Folienleiters
in Kontakt steht,
- Fig. 3
- einen Kontaktstift, der mit zwei Kontaktelementen mit unterschiedlichen Leiterbahnen
eines Folienleiters in Kontakt steht,
- Fig. 4
- einen Kontaktstift, der gleichzeitig zu zwei Folienleitern einen Kontakt herstellt,
- Fig. 5 und 6
- schematische Darstellungen, die verschiedene Anordnungen der Steckerstifte in einem
Steckerkörper zeigen,
- Fig. 7
- verschiedene Steckerquerschnittsformen,
- Fig. 8
- ein weiteres Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Steckers, bei dem sowohl
im Steckerkörper als auch im Fixierteil Kontaktstifte vorhanden sind,
- Fig. 9 bis 11
- Folienleiter mit unterschiedlichen Leiterbahnenlayouts.
[0005] Das Gehäuse eines erfindungsgemäßen Steckers setzt sich, wie insbesondere Fig. 1
zu entnehmen ist, aus einem zentralen Steckerkörper 1 und einem hülsenförmigen Fixierteil
2 zusammen. Der Innenquerschnitt des Fixierteils ist kreisrund. Entsprechendes gilt
für die Umrissform des Steckerkörpers. Das Fixierteil 2 umfasst zumindest einen Längsabschnitt
des Steckerkörpers 1. Der Innendurchmesser des Fixierteils 2 und der Außendurchmesser
des Steckerkörpers 1 sind derart, dass zwischen beiden Teilen ein Aufnahmespalt 3
angeordnet ist. Im Montagezustand liegt im Aufnahmespalt 3 wenigstens ein Folilenleiter
4 zumindest mit einem Endabschnitt ein. Von der Umfangsfläche des Steckerkörpers 1
steht wenigstens ein Positionierdorn 5 vor, der eine Öffnung 6 im Folienleiter 4 durchgreift.
Auf diese Weise ist die Lage des Folienleiters innerhalb des Aufnahmespaltes 3 definierbar.
Eine andere Möglichkeit der Lagefixierung besteht darin, dass in der Umfangsfläche
des Steckerkörpers ein sich in Richtung von dessen Mittelllängsachse 7 erstreckender
Spalt (nicht dargestellt) vorhanden ist, in dem der Folienleiter mit seiner Endkante
einsteckbar ist. Der wenigstens eine Positionierungsvorsprung kann auch zur Verrastung
von Steckerkörper 1 und Fixierteil 2 dienen.
[0006] Im Steckerkörper 1 sind vier Aufnahmekanäle 8 angeordnet, die sich parallel zur Mittellängsachse
7 erstrecken und die sich in den Aufnahmespalt öffnen. In jedem Aufnahmekanal 8 liegt
ein Kontaktstift 9 ein. Die Kontaktstifte 9 tragen wenigstens ein Kontaktelement 10,
das in Form einer Federzunge ausgebildet ist und das sich vom Kontaktstift 9 radial
weg erstreckt und in den Aufnahmespalt 3 hineinragt. Das Kontaktelement 10 steht mit
einer Leiterbahn 12 eines im Aufnahmespalt 3 angeordneten Folienleiters in elektrischem
Kontakt. Um einen solchen Kontakt zu ermöglichen, ist die dem Steckerkörper 1 zugewandte
Isolierschicht des Folienleiters 4 unter Bildung einer Kontaktstelle 13 (siehe Fig.
9,10) entfernt. Bei dem in Fig. 3 dargestellten Beispiel sind zwei Kontaktelemente
10,10a an einem Kontaktstift 9 angeordnet, die jeweils mit einer Kontaktstelle 13,13a
in Verbindung stehen. Die Kontaktstellen 13,13a können entweder einer einzigen oder
zwei unterschiedlichen Leiterbahnen zugeordnet sein. Durch die federnde Ausgestaltung
der Kontaktelemente 10 ist ein ausreichender Anpressdruck und damit eine elektrische
Kontaktierung der Leiterbahnen des Folienleiters gewährleistet. Dabei wird der Folienleiter
4 gegen die Innenwandung des Fixierteils 2 gedrückt, wodurch neben der Fixierung durch
Positioniervorsprünge eine zusätzliche mechanische Fixierung des Folienleiters 4 im
Aufnahmespalt 3 erreicht wird. Eine andere Möglichkeit einer in Radialrichtung federnden
Kontaktierung besteht darin, dass der den Kontaktelementen zugeordnete Bereich 14
der Wandung des Fixierteils 2 als Federelement ausgebildet ist, etwa in Form einer
Elastomereinlage oder in Form einer Federzunge. Denkbar ist auch, dass die gesamte
Innenwandung des Fixierteils mit einem Elastomer ausgekleidet ist. Neben der oben
erwähnten Lagefixierung des Folienleiters 4 innerhalb des Aufnahmespaltes 3 durch
einen Positionierdorn 5 ist es auch denkbar, dass der Folienleiter und insbesondere
die Kontaktelemente 10 eine dreidimensionale bzw. reliefartige, komplementär zueinander
ausgebildete Struktur aufweisen.
[0007] In dem Aufnahmespalt 3 können auch zwei Folienleiter 4,4a angeordnet sein, wodurch
sich weitere Variationsmöglichkeiten ergeben. So ist beispielsweise denkbar, dass
die einander zugewandten Flächen der beiden Folienleiter an gegenüberliegenden Kontaktstellen
abisoliert sind, so dass ein direkter elektrischer Kontakt zwischen den Leiterbahnen
der Folienleiter herstellbar ist. Die Kontaktelemente 10 eines Kontaktstiftes 9 müssen
dabei nicht zwangsweise an der Kontaktierung teilnehmen, sondern können allein dazu
dienen, die Kontaktstellen der zwei Folienleiter aneinander zu drücken. In Fig. 4
sind die Leiterbahnen 12,12a zweier Folienleiter 4,4a über einen Kontaktstift 9 miteinander
verbunden. Dazu weist der Kontaktstift 9 zwei Kontaktelemente 10b,10c auf. Das eine
Kontaktelement 10b steht über eine Durchgriffsöffnung 15 im Folienleiter 4a mit der
Leiterbahn 12 des Folienleiters 4 und das andere Kontaktelement 10c mit der Leiterbahn
12a des Folienleiters 4a in Kontakt.
[0008] Der Rasterabstand der Kontaktstifte 10 innerhalb des Steckerkörpers liegt zwischen
2,54 und 5,08 mm, wobei der Durchmesser der Kontaktstifte 1 bis 2 mm beträgt. Vorzugsweise
ist der Steckerkörper so ausgelegt, dass er ohne Fixierteil 2 einen Durchmesser von
5 bis 10 mm und mit Fixierteil einen Durchmesser von 7 bis 15 mm hat.
[0009] Die Kontaktstifte 9 ragen aus einer oder auch aus beiden Stirnseiten des Steckerkörpers
1 heraus und sind als in ein Gegensteckelement einsteckbarer Steckstift oder als eine
ein Gegensteckelement aufnehmende Buchse ausgebildet. Mehrere Stecker können also
in Reihe zusammengesteckt werden. Die aus einer oder aus beiden Stirnseiten 16 des
Steckerkörpers 1 herausragenden Kontaktstifte 9 können von einem Schutzgehäuse 17
umfasst sein. Bei einer weiteren (nicht dargestellten) Ausführungsform stehen die
Kontaktstifte aus keiner der beiden Stirnseiten 16 hervor. Der Stecker dient dabei
als ein zwei oder auch mehr Folienleiter miteinander kontaktierendes Kupplungselement.
[0010] Ein Folienleiter ist vorzugsweise so in den Aufnahmespalt 3 eingelegt, dass sich
seine Längsachse 18 quer zur Mittellängsachse 7 des Steckerkörpers 1 erstreckt. Um
den Folienleiter in tangentialer Richtung aus dem Fixierteil 2 herausführen zu können,
weist dies eine sich in Richtung der Mittellängsachse 7 erstreckende Öffnung 19 auf.
Es ist aber auch eine Anordnung möglich, bei der sich die Längsachse 18a des Folienleiters
4b in Richtung der Mittellängsachse 7 erstreckt (siehe Fig. 5, linke Seite).
[0011] Das Fixierteil 2 kann aus zwei Halbschalen 21,22 bestehen, die um eine sich parallel
zur Mittellängsachse 7 erstreckendes Schwenkachse 20 schwenkbar aneinander gelagert
sind. Bei einer solchen Ausgestaltung kann zunächst der Folienleiter 4 mit seinem
Ende um den Steckerkörper 1 herumgelegt und anschließend das Fixierteil mit seinen
beiden Halbschalen 21,22 um den Steckerkörper 1 herumgeklappt werden. Um die beiden
Halbschalen 21,22 in dieser Stellung zu fixieren, kann ein Schnappverbindungsteil
23 vorgesehen sein, das an der einen Halbschale 22 fixiert ist und mit der anderen
Halbschale 21 verrastbar ist. Das Freiende 24 des Schnappverbindungsteils 23 kann
dabei so ausgebildet sein, dass es den Folienleiter 4 an eine Gegenfläche der Halbschale
21 presst und so für eine Zugentlastung des Folienleiters 4 sorgt. Die oben erwähnte
Öffnung 19 im Fixierteil 2 wird dabei durch den Trennspalt zwischen dem Freiende 24
und der genannten Fläche der Halbschale 21 gebildet. Eine andere Montagemöglichkeit
besteht darin, dass der Folienleiter 4 zunächst in das hülsenförmige Fixierteil 2
eingelegt und dann von der Seite her der Steckerkörper 1 eingeschoben wird. Unabhängig
von der jeweiligen Montagemethode ist es möglich, den Steckerkörper mit Kontaktstiften
vorzubestücken. Neben der oben erwähnten Kontaktierung der Leiterbahnen über Federzungen
ist auch eine Schweiß-, Löt-, oder Crimpverbindung denkbar. Um die von den Folienleitern
4 und den Kontaktelementen 10 gebildeten Kontaktstellen 13 bzw. den diese Kontaktstellen
enthaltenden Kontaktbereich vor dem Zutritt von Feuchtigkeit zu schützen, ist vorgesehen,
dass der Aufnahmespalt durch Dichtlippen o.dgl. nach außen hin abgedichtet ist.
[0012] Der Steckerkörper 1 und das Fixierteil 2 sind im Normalfall aus Kunststoff gefertigt.
Das Fixierteil 2 kann jedoch auch aus Metall bestehen, wenn eine größere Stabilität
und eine verbesserte Kühlwirkung gewünscht wird. Die Kühlwirkung kann durch Kühlrippen
an der Außenumfangsfläche noch vergrößert werden. Ein aus Metall bestehendes Fixierteil
hat noch den Vorteil, dass es als Abschirmung dient. Es kann zu diesem Zweck mit einer
auf den Folienleiter aufgedampften oder auf andere Weise aufgebrachten Abschirmschicht
zusammenwirken.
[0013] Die Querschnittsform des Steckerkörpers bzw. die Innenquerschnittsform des Fixierteils
sind prinzipiell beliebig. Vorteilhaft ist aber eine runde oder ovale Form, wobei
die ovale Form auch abgeflachte und parallel zueinander verlaufende Bereiche 25 aufweisen
kann (Fig. 7).
[0014] Bei dem in Fig.8 dargestellten Ausführungsbeispiel trägt auch das Fixierteil 2a Kontaktstifte
9b, die jeweils in sich parallel zur Mittelllängsachse 7 des Steckerkörpers 1 erstreckenden
Aufnahmekanälen 8a angeordnet sind. Die Kontaktstifte 9b sind wie die im Steckerkörper
1 angeordneten Kontaktstifte 9 ausgebildet, weisen also wenigstens ein Kontaktelement
10b auf, das in den Aufnahmespalt 3 hineinragt und das zur Kontaktierung mit der Leiterbahn
eines Folienleiters 4 dient. Die Aufnahmekanäle 8a bzw. die Kontakte 9b sind zweckmäßigerweise
so angeordnet, dass sie den Kontaktstiften 9 im Steckerkörper 1 gegenüberliegen. Es
sind aber auch andere Anordnungen denkbar. Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 8
ist der vom Steckergehäuse zur Verfügung gestellte Einbauraum noch mehr genutzt. Ein
im Aufnahmespalt einliegender Folienabschnitt kann von zwei Seiten her kontaktiert
werden. Denkbar ist auch, dass im Aufnahmespalt 3 zwei Folienleiter einliegen, die
mit ihren einander zugewandten Seiten in direktem elektrischen Kontakt stehen und
die darüber hinaus über die Kontaktstifte 9,9b kontaktiert sind.
[0015] Um allgemein die Fixierung des Folienleiters 4 innerhalb des Aufnahmespalts 3 sowie
die Zugentlastung für den Folienleiter 4 zu erhöhen, ist es zweckmäßig, wenn die im
Steckerkörper 1 angeordneten Kontaktstifte 9 vom Zentrum des Steckerkörpers 1 her
mit einer radial nach außen gerichteten Kraft beaufschlagbar sind. Dies kann auf folgende
Weise bewerkstelligt werden: Innerhalb des Steckerkörpers 1 ist eine zentrale Bohrung
26 vorhanden, die sich mit den Aufnahmekanälen 8 überschneidet. In die Bohrung 26
ist ein Füllkörper (nicht dargestellt) einsetzbar, dessen Außenumfangsfläche die Kontaktstifte
9 in Richtung der Pfeile 27 radial nach außen drängt. Die Kontaktelemente 10 der Kontaktstifte
9 drücken dadurch den Folienleiter 4 entweder gegen die Innenwandung des Fixierteiles
2 oder gegen die Kontaktelemente 10b der im Fixierteil 2 angeordneten Kontaktstifte
9b.
[0016] In Fig. 9 bis 11 sind Beispiele für die nahezu unbegrenzten Variationsmöglichkeiten
gezeigt, die ein erfindungsgemäßer Stecker hinsichtlich des Layouts für den Endabschnitt
eines Folienleiters bzw. für eine flexible Leiterplatte und der Anordnung der Kontaktelemente
10 bei vorgegebenem Rasterabstand der Kontaktstifte 9 bietet.
[0017] Das Beispiel nach Fig. 9 zeigt den mit einem Stecker verbindbaren Endabschnitt eines
Folienleiters mit parallelen Leiterbahnen 29. Deren parallele Ausrichtung setzt sich
bis in den Kontaktbereich des Steckers fort. Man erkennt, dass der gegenseitige Abstand
30 der Leiterbahnen das Rastermaß der Kontaktstifte nicht beeinflusst. Eine Anpassung
an andere Abstandsmaße der Leiterbahnen erfolgt durch entsprechend veränderte Längspositionen
der Kontaktelemente 10 auf den Kontaktstiften 9.
[0018] Es kann aber auch zweckmässig sein, das Layout eines Folienleiters bzw. einer Leiterplatte
an eine vorgegebene Längsposition der Kontaktelemente anzupassen, wie das in den Beispielen
gem. Fig. 10 und 11 der Fall ist. So können z.B. Leiterbahnen 29a unterschiedlicher
Breite oder mit unterschiedlichem Seitenabstand über Leiterbahnabschnitte 28 mit den
den Kontaktelementen 10 zugeordneten Kontaktstellen 13 verbunden werden.
[0019] Zur Verbesserung des Kontaktes zwischen Leiterbahn 29 bzw. Leiterbahnabschnitt 28
und Kontaktelement 10 ist es vorteilhaft, die Fläche der auf dem Folienleiter freigelegten
Kontaktstellen 13a zu vergrößern (Fig. 10) oder mehrere, einem Kontaktstift zugeordnete
Kontaktstellen 13b vorzusehen (Fig. 11). Wenn an einem Kontakstift 9 mehrere Kontaktelemente
10b vorhanden sind, lassen sich auf einfache Weise Leitungsüberkreuzungen realisieren
(Fig. 11). Im Falle mehrerer Kontaktelemente 10 muss nicht zwangsläufig jedem Kontaktelement
eine Kontaktstelle zugeordnet sein. Im Bereich eines für eine Kontaktierung nicht
benötigten Kontaktelements 10c ist dann keine Kontaktstelle vorhanden, die Leiterbahn
des Folienleiters ist also nicht freigelegt.
[0020] Bezugszeichenliste
- 1
- Steckerkörper
- 2
- Fixierteil
- 3
- Aufnahmespalt
- 4
- Folienleiter
- 5
- Positionierdorn
- 6
- Öffnung
- 7
- Mittellängsachse
- 8
- Aufnahmekanal
- 9
- Kontaktstift
- 10
- Kontaktelement
- 12
- Leiterbahn
- 13
- Kontaktstelle
- 14
- Bereich
- 15
- Durchgriffsöffnung
- 16
- Stirnseite
- 17
- Schutzgehäuse
- 18
- Längsachse
- 19
- Öffnung
- 20
- Schwenkachse
- 21
- Halbschale
- 22
- Halbschale
- 23
- Schnappverbindungsteil
- 24
- Freiende
- 25
- Bereich
- 26
- Bohrung
- 27
- Pfeil
- 28
- Leiterbahn
- 29
- Leiterbahnabschnitt
- 30
- Abstand
1. Elektrischer Stecker mit einem Steckergehäuse, das aus einem Kontaktstifte (9) tragenden
Steckerkörper (1) und einem Fixierteil (2) gebildet ist und mit einem zwischen dem
Steckerkörper (1) und dem Fixierteil (2) angeordneten Aufnahmespalt (3) für das Ende
eines Folienleiters (4), wobei zumindest einige der Kontaktstifte (9) in den Aufnahmespalt
(3) hineinragen,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Fixierteil (2) hülsenförmig ausgebildet ist und im Montagezustand zumindest
einen Längsabschnitt des Steckerkörpers (1) in sich aufnimmt, wobei der von der Innenfläche
des Fixierteils (2) und der Umfangsfläche des Steckerkörpers (1) gebildete Aufnahmespalt
(3) den Steckerkörper (1) zumindest teilweise umfasst.
2. Stecker nach Anspruch 1,
gekennzeichnet durch
eine im Wesentlichen kreisrunde oder ovale Querschnittsform von Steckerkörper (1)
und Fixierteil (2).
3. Stecker nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Kontaktstifte (9) jeweils in einem Aufnahmekanal (8) angeordnet sind,
der sich in Richtung der Mittellängsachse (7) des Steckerkörpers (1) erstreckt und
der in wenigstens eine der beiden Stirnseiten (16) des Steckerkörpers (1) ausmündet.
4. Stecker nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
gekennzeichnet durch
eine - in Bezug auf die Mittellängsachse (7) - radial abgefederte Kontaktierung des
Folienleiters (4).
5. Stecker nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Kontaktstifte (9) nach Art von Federzungen ausgebildete Kontaktelemente (10)
aufweisen, die radial aus den Kontaktstiften (9) vorstehen.
6. Stecker nach einem der Ansprüche 3 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Kontaktstifte (9) derart in den Aufnahmekanälen (8) angeordnet sind, dass
sie geringfügig radial beweglich und vom Zentrum des Steckerkörpers (1) her mit einer
radial nach außen gerichteten Kraft beaufschlagbar sind.
7. Stecker nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Steckerkörper (1) eine zentrale, sich in Richtung seiner Mittellängsachse
(7) erstreckende, sich mit den Aufnahmekanälen (8) überschneidende Bohrung (26) aufweist,
wobei die Kontaktstifte (9) mit einem Teil ihres Umfangs durch die Überschneidungsbereiche
hindurch in die Bohrung (26) hineinragen und von einem in die Bohrung (26) eingesetzten
Füllkörper radial nach außen bewegbar sind.
8. Stecker nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Fixierteil (2) aus zwei in Längsrichtung geteilten Halbschalen (21,22) besteht,
die um eine in Richtung der Mittellängsachse verlaufende Schwenkachse (20) schwenkbar
aneinander gelagert sind.
9. Stecker nach Anspruch 8,
gekennzeichnet durch
eine Arretierung der Halbschalen (21,22) in ihrer den Steckerkörper (1) umschließenden
Stellung mit Hilfe einer Schnappverbindung.
10. Stecker nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass ein den Folienleiter (4) und die Kontaktstifte (9) enthaltender Kontaktbereich
des Aufnahmespaltes (3) nach außen hin durch ein Dichtelement, insbesondere eine Dichtlippe,
abgedichtet ist.
11. Stecker nach einem der Ansprüche 1 bis 10,
gekennzeichnet durch
eine schlitzförmige, sich in Richtung der Mittellängsachse erstreckende und im Montagezustand
vom Folienleiter durchsetzte Öffnung (19) im Fixierteil (2).
12. Stecker nach einem der Ansprüche 1 bis 11,
gekennzeichnet durch
wenigstens einen von der Umfangsfläche des Steckerkörpers (1) vorstehenden und mit
einer Öffnung (6) im Folienleiter (4) zusammenwirkenden Positioniervorsprung (5).
13. Stecker nach einem der Ansprüche 1 bis 12,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Fixierteil (2) Kontaktstifte (9b) trägt, die jeweils zur Kontaktierung eines
Folienleiters (4) in den Aufnahmespalt (3) hineinragen, und hierzu insbesondere wenigstens
ein Kontaktelement (10b) aufweisen.
14. Stecker nach Anspruch 13,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Kontaktstifte (9b) des Fixierteils (2) entsprechend den im Steckerkörper
(1) angeordneten Kontaktstiften (9) ausgestaltet sind.