[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Codierungsmittel für einen codierbaren Knickschutz
gemäss Oberbegriff des Anspruchs 1, einen codierbaren Knickschutz für einen elektrischen
Stecker, insbesondere für einen RJ-Klinkenstecker, gemäss Oberbegriff des Anspruchs
6, und eine Vorrichtung für einen elektrischen Stecker, insbesondere für einen RJ-Klinkenstecker
gemäss Anspruch 10.
[0002] Derartige codierbare Knickschutzvorrichtungen, welche einerseits die Funktion eines
Knickschutzes für Kabel-Stecker-Verbindungen übernehmen und andererseits die Markierung
und Identifikation der entsprechenden elektrischen Stecker erlauben, finden insbesondere
im Bereich der Tele- und Datenkommunikation ihre Anwendung. Die in diesem Bereich
vorgenommenen Verkabelungen erfolgen in der Regel mit universellen und genormten Schnittstellen,
bspw. der RJ45-Schnittstelle, so dass Vorkehrungen gegen das versehentliche bzw. ungewollte
Anschliessen falscher und nicht systemkonformer Geräte zur Vermeidung von bspw. Gerätebeschädigungen
von grosser Bedeutung ist. Die Notwendigkeit derartige Kabel-Stecker-Verbindungen
durch Knickschutzvorrichtungen insbesondere vor mechanischer Belastung zu schützen
und gleichzeitig dank einer Codierung das ungewollte Anschliessen falscher und gegebenenfalls
systemschädlicher Geräte zu verhindern, wurde insbesondere durch die enorme Zuwachsrate
und die erhöhte Komplexität der in diesem Bereich vorgenommenen Verkabelungen offensichtlich,
was zur Entwicklung einer Vielzahl codierbarer Knickschutze führte.
[0003] So beschreibt die EP-776'069 einen mehrpoligen elektrischen Stecker, welcher ein
Steckergehäuse umfasst, welches in einen Steckergehäuseabschluss und eine auswechselbare
Steckergehäusehülse aufgeteilt ist, wobei die Steckergehäusehülse in einer dem Steckergehäuseabschluss
anliegenden Position lösbar zu fixieren ist. Zur Codierung ist dabei die auswechselbare
Steckergehäusehülse vorteilhafterweise farbig ausgebildet oder mit einer Codierung,
bspw. Codierkämmen, versehen.
[0004] In der EP-776'069 beschriebenen Vorrichtung ist die auswechselbare Steckergehäusehülse
in einer anliegenden Position zum Steckergehäuseabschluss fixiert, was ein Auswechseln
der Steckergehäusehülse, und damit der Codierung, bei einer bestehenden Verkabelung
ohne Betriebsunterbruch unmöglich macht. So muss zum Wechseln der Steckergehäusehülse
der elektrische Stecker vorab aus der entsprechenden Steckdose bzw. Anschlussbuchse
gezogen werden, was, insbesondere bei komplexen Tele- und Datenkommunikationsanlagen,
welche in der Regel eine Vielzahl von sehr dicht beianderliegend angeordneten Verkabelungen
aufweisen, ein erheblicher und zusätzlicher Montageaufwand bedeutet. Darüber hinaus
können durch derartige Manipulationen insbesondere die der auszuwechselnden Steckergehäusehülse
benachbarten Kabelsteckerverbindungen beschädigt werden.
[0005] In der US-5'538'438 werden Knickschutzvorrichtungen aus Kunststoff für Kabelstecker
beschrieben, welche in beliebigen Farben gestaltet sein können und somit zur farbigen
Anschlussmarkierung verwendet werden können. Die einstückig ausgebildeten und ein
Gelenkstück und ein Steckergehäuse aufweisenden Knickschutzvorrichtungen bestehen
gemeinsam aus zwei miteinander zu- und aufklappbar verbundene Halbschalen.
[0006] Die US-5'538'438 besitzt gegenüber der EP-776'069 den Vorteil, dass ein Umcodieren,
d.h. das Ändern bzw. Wechseln der Codierung bzw. des Codierungsmittels, bei einer
bestehenden Installation bzw. Verkabelung, d.h. wenn der elektrische Stecker in der
entsprechenden Steckdose oder Anschlussbuchse angeordnet ist, möglich ist. Allerdings
ist ein Umcodieren auch mit den in der US-5'538'438 beschriebenen Knickschutzvorrichtungen
nicht in einfacher Weise möglich, da mehrere Laschenmittel zum Auswechslen der Knickschutzvorrichtungen
entriegelt werden müssen. Darüber hinaus führt das Umcodieren dazu, dass die elektrische
Steckerverbindung zeitweilig keinen Knickschutz aufweist, was bei der mehrere Handgriffe
erforderlichen Umcodierung, insbesondere bei komplexen Tele- und Datenkommunikationsanlagen
mit einer Vielzahl von sehr dicht angeordneten Verkabelungen, zu Beschädigungen führen
kann.
[0007] In der US-5'334'044 wird ein weiterer codierbarer Knickschutz beschrieben, welcher
insbesondere für einen RJ-Klinkenstecker geeignet ist, und welcher einen länglichen
flexiblen Körper mit einer angeformten Schutzhaube zur mindestens teilweisen Aufnahme
der Klinke des RJ-Steckers aufweist, und welcher Knickschutz in seinem mittleren Bereich
einen Abschnitt mit verringertem Umfang aufweist, auf welchem ein C-förmiger Ring
befestigt bzw. unter Bildung einer Quetschverbindung angebracht ist. Dieser C-förmige
Ring dient zur Identifizierung des RJ-Klinkensteckers, zu welchem Zweck der C-förmige
Ring farbig codiert ist oder auf seiner Oberfläche Zeichen zur Identifikation aufweist.
Der C-förmige Ring ist insbesondere aus Verbundguss hergestellt, sodass die Identifizierungszeichen
in der Regel durch Prägung auf der Ringoberfläche erstellt werden. Die Druckschrift
weist daraufhin, dass auch andere Metalle für die Herstellung des C-förmigen Rings
geeignet sind, allerdings unter der Voraussetzung, dass ein Prägen auf der metallischen
Oberfläche durchgeführt werden kann.
[0008] Die Praxis zeigt nun, dass auch bei diesen codierbaren Knickschutzvorrichtungen das
Codierungsmittel nicht in einfacher Weise ausgewechselt werden kann. Insbesondere
zeigt die Praxis, dass der C-förmige Ring nicht manuell entfernt werden kann und zur
Auswechslung des C-förmigen Rings in der Regel spezielle Werkzeuge erforderlich sind.
Desweiteren zeigt sich, dass das Lösen des Rings zu seiner Beschädigung führt, was
ein erneutes Verwenden als Codierungsmittel verunmöglicht. Darüber hinaus zeigt die
Praxis, dass die Anordnung des metallischen und steifen Rings im mittleren Bereich
des Knickschutzes die Knickschutzwirkung vermindert, und bei mechanischer Beeinflussung
der Kabel-Stecker-Verbindung die hervorgerufene Spannung nicht vollumfänglich von
der Kabel-Stecker-Verbindung ableitet. Desweiteren zeigt die Praxis, dass ein Ring
als Codierungsmittel nicht nur zu einer schlechten Handhabbarkeit bei einer allfälligen
notwendigen Umcodierung ist, sondern auch schlecht sichtbar ist, und somit seine Funktion
als Codierungsmittel nicht zufriedenstellend löst.
[0009] In der US-5'620'335 wird eine codierbare Knickschutzvorrichtung offenbart, welche
eine flache Aussparung aufweist, in welcher ein Einsatz zur Identifizierung angeordnet
ist. Insbesondere ist dabei der Identifikationseinsatz durch Schnappverschlüsse in
der Aussparung gebunden. Der Knickschutz bzw. die Aussparung weist desweiteren eine
Ansatznut bzw. eine Kerbe auf, in welche ein festes Werkzeug oder Gegenstand eingeführt
werden kann, um den Identifikationseinsatz für eine allfällige Auswechslung zu entfernen.
[0010] Auch mit dieser codierbaren Knickschutzvorrichtung gemäss dem Stand der Technik hat
sich gezeigt, dass ein Auswechseln des Codierungsmittels bzw. ein Umcodieren nicht
in einfacher Weise möglich ist. Insbesondere ist hierfür ein weiteres Werkzeug erforderlich,
was ein erheblicher zusätzlicher Aufwand bedeutet und insbesondere bei häufigem Umcodieren
nachteilig ist. Darüber hinaus bedeutet die Notwendigkeit eines Werkzeugs zum Auswechseln
des Codierungsmittels, wie oben ausführlich erläutert, eine erhebliche Gefahr, dem
auszuwechselnden Codierungsmittel benachbarte Kabel-Stecker-Verbindungen zu beschädigen.
Desweiteren hat sich gezeigt, dass mehrmaliges Wechseln des Identifikationseinsatzes
mit Hilfe des Werkzeuges zur Entfernung desselben die Verbindungsfähigkeit des Schnappverschlusses
erheblich mindert bzw. beeinträchtigt. Auch zeigt die Praxis, dass die beschriebenen
Identifikationseinsätze sehr leicht übersehen oder missgedeutet werden können, insbesondere
bei seitlicher Betrachtung der Kabel-Stecker-Verbindung bzw. der gesamten Verkabelungsanlage.
[0011] Eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist daher die Vermeidung der Nachteile des
Standes der Technik.
[0012] Insbesondere ist es eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung einen codierbaren Knickschutz
für einen elektrischen Stecker zu schaffen, bei welchem befestigte Codierungsmittel
ohne Beschädigung des Knickschutzes oder des Steckers oder Teile derselben in einfacher
Weise auswechselbar sind.
[0013] Darüber hinaus ist es eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung einen codierbaren Knickschutz
zu schaffen, bei welchem befestigte Codierungsmittel in einfacher Weise und ohne Beschädigungen
auswechselbar sind, ohne dass der Knickschutz als solches von der Kabel-Stecker-Verbindung
entfernt werden muss. Insbesondere soll ein codierbarer Knickschutz für einen elektrischen
Stecker geschaffen werden, bei welchem an den Knickschutz befestigte Codierungsmittel
in einfacher Weise und ohne Beschädigungen auswechselbar sind, ohne dass der Stecker
aus der entsprechenden Anschlussbuchse gezogen werden muss, und damit ein Betriebsunterbruch
vorgenommen werden muss.
[0014] Desweiteren ist es eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung ein Codierungsmittel für
einen codierbaren Knickschutz für einen elektrischen Stecker zu schaffen, welches
Codierungsmittel ohne Beschädigung desselben oder des Knickschutzes oder des Steckers
oder Teile derselben in einfacher Weise auswechselbar sind.
[0015] Eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Codierungsmittel für
einen codierbaren Knickschutz zu schaffen, welches Codierungsmittel in einfacher Weise
und ohne Beschädigungen auswechselbar ist, ohne dass der Knickschutz als solches von
der Kabel-Stecker-Verbindung entfernt werden muss.
[0016] Eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Codierungsmittel für
einen codierbaren Knickschutz für einen elektrischen Stecker, insbesondere für einen
RJ-Klinkenstecker, zu schaffen, welches Codierungsmittel in einfacher Weise und ohne
Beschädigungen auswechselbar ist, ohne dass der Stecker aus der entsprechenden Anschlussbuchse
gezogen werden muss, und somit ein Betriebsunterbruch vorgenommen werden muss.
[0017] Es ist eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung ein Codierungsmittel für einen
codierbaren Knickschutz zu schaffen, welches Codierungsmittel in einfacher Weise und
ohne Beschädigung auswechselbar sind, und somit vielfach verwendet werden kann.
[0018] Eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Codierungsmittel für
einen codierbaren Knickschutz zu schaffen, welches ein einfaches und schnelles Umcodieren
erlaubt, und insbesondere ohne Zuhilfenahme von Werkzeugen auswechselbar ist.
[0019] Es ist eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen codierbaren Knickschutz
und ein Codierungsmittel zu schaffen, welche insbesondere für Verkabelungsanlagen
mit einer Vielzahl von Kabel-Stecker-Verbindungen ein einfaches und rasches Umcodieren
erlauben, und hierbei die Gefahr von Beschädigungen der Kabel-Stecker-Verbindungen
vermindert bzw. minimiert.
[0020] Eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Codierungsmittel für
einen codierbaren Knickschutz zu schaffen, welches Codierungsmittel gut sichtbar ist,
und insbesondere die Sichtbarkeit des Codierungsmittels nicht vom Betrachtungswinkel
abhängig ist.
[0021] Erfindungsgemäss wird diese Aufgabe bzw. diese Aufgaben durch ein Codierungsmittel
für einen codierbaren Knickschutz mit den Merkmalen des Anspruchs 1, bzw. durch einen
codierbaren Knickschutz für einen elektrischen Stecker mit den Merkmalen des Anspruchs
6 und einer Vorrichtung für einen elektrischen Stecker gemäss Anspruch 10 gelöst.
[0022] Weiterbildungen des Codierungsmittels weisen die Merkmale der Unteransprüche 2 bis
5 auf, während die Merkmale der Unteransprüche 7 bis 9 Weiterbildungen des codierbaren
Knickschutzes aufweisen.
[0023] Im folgenden soll die Erfindung beispielhaft mit Hilfe der Figuren näher erläutert
werden. Dabei zeigt:
- Fig. 1a
- schematisch eine bevorzugte Ausführungsform einer erfindungsgemässen Vorrichtung in
einer Zusammenstellung mit einem RJ-Klinkenstecker;
- Fig. 1b
- eine andere Ansicht der in Fig. 1a gezeigten schematischen Zusammenstellungszeichnung;
- Fig. 2
- eine schematische Explosionszeichnung der in Fig. 1a bzw. 1b gezeigten bevorzugten
Ausführungsform der erfindungsgemässen Vorrichtung für einen RJ-Klinkenstecker.
[0024] In den Figuren sind gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen gekennzeichnet.
[0025] In Fig. 1a und Fig. 1b sind zwei verschiedene Ansichten einer bevorzugten Ausführungsform
des erfindungsgemässen Codierungsmittels 1 und einer bevorzugten Ausführungsform des
erfindungsgemässen codierbaren Knickschutzes 2 anschaulich gezeigt. Hierbei wird ein
RJ-Klinkenstecker 3 gezeigt, welcher mit einem mehrpoligen Kabel 4 verbunden ist.
Der Knickschutz 2, welcher ein Knickschutzgehäuse 5 und eine flexible Tülle 6 aufweist,
ist derart angeordnet, dass der RJ-Klinkenstecker 3 zumindest teilweise im Knickschutzgehäuse
5 aufgenommen ist. Insbesondere ist das Knickschutzgehäuse 5 derart ausgebildet, dass
sich eine kraftund formschlüssige Verbindung mit dem RJ-Klinkenstecker 3 ergibt. Es
versteht sich allerdings, dass der RJ-Klinkenstecker 3 zusätzlich mit einer metallischen
Crimphülse bzw. Schirmhülse ausgestattet sein kann. Der vorteilhafterweise einstückig
ausgebildete codierbare Knickschutz 2 ist in einfacher Weise auf den RJ-Klinkenstecker
3 aufschiebbar, d.h. der Knickschutz 2 wird durch einfaches Aufschieben in der erläuterten
Weise angeordnet.
[0026] Das auf dem Knickschutzgehäuse 5 angeordnete und befestigte Codierungsmittel 1 ist
vorteilhafterweise als Hülse ausgebildet, welche einen durchgehenden Schlitz 7 aufweist.
Diese Ausgestaltung des Codierungsmittels 1 erlaubt, dass zum einen die Verbindung
zwischen dem Codierungsmittel 1 und dem Knickschutzgehäuse 5 in einfachster Weise,
nämlich manuell und ohne Zuhilfenahme weiterer oder spezieller Werkzeuge gelöst werden
kann, und dass zum anderen ein Umgreifen des Knickschutzgehäuses 5 durch das Codierungsmittel
1 ermöglicht wird. Ein derartiges Umgreifen führt insbesondere zu einer kraftschlüssigen
Verbindung zwischen Codierungsmittel 1 und Knickschutzgehäuse 5 und verhindert darüber
hinaus, dass das Codierungsmittel 1 durch ungewollte äussere Einwirkungen, wie Vibrationen
oder dergleichen vom Knickschutzgehäuse 5 gelöst wird. Andererseits kann das Codierungsmittel
1 in einfachster Weise, und insbesondere sogar einhändig, vom Knickschutzgehäuse 5
gelöst werden, da, dank der Fertigung des Codierungsmittels 1 aus einem elastischen
Kunststoff, der Schlitz 7 des Codierungsmittels bzw. der Hülse 1 aufgeweitet werden
kann, wodurch der Zustand des Umgreifens von Knickschutzgehäuse 5 durch die Codierungs-Hülse
1 aufgehoben und die Codierungs-Hülse 1 über den Knickschutz 2 bzw. das Kabel 4 abgestreift
werden kann. Dies erweist sich insbesondere als Vorteil, da nun ein Umcodieren bzw.
Lösen der Codierungs-Hülse 1 vom Knickschutzgehäuse 5 vorgenommen werden kann, ohne
dass der Knickschutz 2 entfernt werden muss, oder der Stecker 3 aus einer entsprechenden
Anschlussbuchse gezogen und somit ein Betriebsunterbruch vorgenommen werden muss.
[0027] Für den Fall, dass ein herkömmlicher mit einem Kabel verbundener RJ45-Klinkenstecker
mit einem codierbaren Knickschutz und einem Codierungsmittel gemäss der vorliegenden
Erfindung ausgerüstet werden soll, weist vorteilhafterweise der Schlitz eine Breite
von mindestens ungefähr 2 mm, vorzugsweise von mindestens 3 mm und besonders bevorzugt
von mindestens 4 mm auf.
[0028] Ein weiterer Vorteil der beschriebenen Ausführungsform ist es, dass das Lösen der
Codierungs-Hülse 1, bspw. für ein Umcodieren, zu keinerlei Beschädigungen der Codierungs-Hülse
1 oder des Knickschutzes 2 oder des Steckers 3 oder Teile derselben führt. Daher ist
insbesondere das Codierungsmittel bzw. die Codierungs-Hülse 1 vielfach wiederverwendbar.
Darüber hinaus gewährleistet das als farbige Hülse ausgebildete Codierungsmittel 1
eine sehr gute Sichtbarkeit, welche insbesondere unabhängig vom Betrachtungswinkel
ist.
[0029] Vorteilhafterweise weist das aus einem elastischen und farbigen Kunststoff gefertigte
Codierungsmittel 1 zur Erzeugung einer kraftschlüssigen Verbindung eine Vorspannung
auf. Die Wahl eines geeigneten elastischen Kunststoffs bzw. die Grösse der gewählten
Vorspannung liegt hierbei insbesondere im Bereich des fachmännischen Könnens. Eine
Vorspannung des erfindungsgemässen Codierungsmittels 1 führt hierbei insbesondere
zu einer weiteren Verbesserung der kraftschlüssigen Verbindung zwischen Knickschutzgehäuse
5 und Codierungsmittel 1.
[0030] Unter "elastisch" soll hierin insbesondere verstanden werden, dass der Kunststoff
bei mechanischer Beanspruchung eine spontane Verformung erfährt, und sich eine spontane
und reversible, d.h. in die Ausgangslage zurückkehrende, Rückverformung nach Entlastung
der erwähnten mechanischen Beanspruchung einstellt.
[0031] Zur Erzeugung einer formschlüssigen Verbindung des Knickschutzes 2 mit dem Codierungsmittel
1 ist das Knickschutzgehäuse 5 und das Codierungsmittel 1 im wesentlichen komplementär
geformt. In der gezeigten bevorzugten Ausführungsform von Fig. 1a und 1b weisen dabei
das Knickschutzgehäuse 5 und das Codierungsmittel 1 eine Form auf, welche im wesentlichen
von zwei rechteckigen Flächen 8, 9 und zwei trapezförmigen Flächen 10, 11 aufgespannt
wird.
[0032] Hierbei versteht es sich, dass zum Zweck und Wesen der vorliegenden Erfindung geringe
Abweichungen von den erwähnten geometrischen Formen auftreten können. So sollen für
die vorliegende Erfindung auch dann "im wesentlichen" rechteckige oder trapezförmige
Flächen vorliegen, falls die Verbindungskanten der erwähnten Flächen abgerundet sind
oder die Kanten der erwähnten Flächen, insbesondere die längs des Kabels 4 verlaufenden
Kanten geringe Abweichungen von der Linearität und damit der erwähnten geometrischen
Form aufweisen, oder falls erhöhte Bereiche bzw. Ausnehmungen, wie bspw. der durchgehende
Schlitz 7, geringe Abweichungen von der erwähnten geometrischen Form der Flächen bewirken.
[0033] Die oben beschriebene bevorzugte asymmetrische Form des erfindungsgemässen Codierungsmittels
1 führt insbesondere dazu, dass ein verkehrtes Aufsetzen bzw. Anordnen und Befestigen
des Codierungsmittels bzw. der Hülse 1 auf dem Knickschutzgehäuse 5 verhindert wird.
[0034] In der in Fig. 1a und 1b gezeigten bevorzugten Ausführungsform der Erfindung weist
das Knickschutzgehäuse 5 erhöhte Randbereiche 12 auf. Hierdurch wird ein Abstreifen
des hierzu komplementär geformten Codierungsmittels 1 vom Knickschutzgehäuse 5, welche
insbesondere durch ungewollte oder unbeabsichtige Einwirkungen erfolgen, erheblich
erschwert oder gar verhindert. Es versteht sich, dass die erhöhten Randbereiche, insbesondere
wenn sie zumindest teilweise flächig ausgebildet sind, wie in Fig. 1b gezeigt, auch
als Werbeträger bspw. zu Marketingzwecken dienen können. Darüber hinaus versteht sich,
dass sowohl das Codierungsmittel 1 als auch das Knickschutzgehäuse 5 Bereiche 14 aufweisen
kann, welche insbesondere als Beschriftungsflächen oder dergleichen dienen können.
Diese Bereiche sind insbesondere flächig ausgebildet und bspw. innerhalb der trapezförmigen
Fläche angeordnet, wie in Fig. 1b gezeigt. Hierbei hat es sich als besonders vorteilhaft
erwiesen, dass die Codierungshülse 1 aus einem elastischen und farbigen Kunststoff
besteht, welcher desweiteren zumindest teilweise transparent ist.
[0035] Fig. 2 zeigt die bevorzugte Ausführungsform des erfindungsgemässen codierbaren Knickschutzes
2 und des bevorzugten erfindungsgemässen Codierungsmittels 1 in einer Explosionsdarstellung.
So kann, wie hier dargestellt, zur Codierung des Knickschutzes 2 die Codierungs-Hülse
1 über das Kabel 4 und die flexible Tülle 6 in die entsprechende Position auf dem
Knickschutzgehäuse 5 geschoben werden. Es versteht sich, dass auch mit dieser Ausführungsform
der Erfindung ein seitliches elastisches Überstülpen der Hülse 1 auf das Knickschutzgehäuse
5 zur farbigen Codierung, wie oben bereits ausführlich erläutert, vorgenommen werden
kann.
[0036] Das bevorzugte Knickschutzgehäuse 5 von Fig. 2 weist im Klinkenbereich erhöhte Ränder
12 auf, ohne dass allerdings die Funktionsfähigkeit der Klinke 13 des RJ-Klinkensteckers
beeinträchtigt wird. Entsprechend komplementär geformt ist die Codierungs-Hülse 1.
So weist der durchgehende Schlitz 7 der Hülse 1 zwei unterschiedliche Breiten auf.
[0037] Obwohl hier bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung beschrieben wurden, ist es
für Fachleute auf dem Gebiet der Erfindung offensichtlich, dass Veränderungen und
Modifikationen der beschriebenen Ausführungsformen durchgeführt werden können, ohne
sich vom Zweck der Erfindung zu entfernen. So versteht es sich, dass das Codierungsmittel
bzw. das Knickschutzgehäuse zusätzliche Mittel aufweisen können, die bspw. die kraftschlüssige
Verbindung von Codierungsmittel und Knickschutzgehäuse noch weiter verstärken. So
kann hierzu bspw. das Codierungsmittel derart geformt sein, dass dieses das Knickschutzgehäuse
hintergreift, bspw. durch im Bereich des Schlitzes angeformte Auswölbungen. Derartige
Auswölbungen finden gemäss der vorliegenden Erfindung ihre komplementäre Form bspw.
in Form von Ausbuchtungen im Knickschutzgehäuse wieder. Darüber hinaus versteht es
sich, dass nicht nur die in der bevorzugten Ausführungsform von Fig. 1 und Fig. 2
beschriebene Form des Knickschutzgehäuses bzw. Codierungsmittels den Zweck der vorliegenden
Erfindung erfüllen, sondern weitere erfindungsgemässe Formen denkbar sind bzw. im
fachmännischen Bereich liegen. So können bspw. die in den Figuren gezeigten rechteckigen
und trapezförmigen Flächen von der beschriebenen bzw. gezeigten Parallelität abweichen,
und bspw. eine ovalförmige Hülse bzw. Codierungsmittel bilden.
1. Codierungsmittel (1) für einen codierbaren Knickschutz (2) für einen elektrischen
Stecker, insbesondere für einen RJ-Klinkenstecker (3), welcher Knickschutz (2) ein
Knickschutzgehäuse (5) zur mindestens partiellen Aufnahme des elektrischen Steckers
(3) und eine flexible Tülle (6) aufweist, und auf welchem Knickschutzgehäuse (5) ein
Codierungsmittel (1) befestigbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass zur Erzeugung einer manuell lösbaren Verbindung zwischen dem Codierungsmittel (1)
und dem Knickschutzgehäuse (5) das Codierungsmittel (1) als Hülse ausgebildet ist,
welche zur Ermöglichung eines Umgreifens des Knickschutzgehäuses (5) einen durchgehenden
Schlitz (7) aufweist, welches Codierungsmittel (1) aus einem elastischen und farbigen
Kunststoff besteht, und zur Erzeugung einer formschlüssigen Verbindung mit dem Knickschutz
(2) das Codierungsmittel (1) im wesentlichen komplementär zum Knickschutzgehäuse (5)
geformt ist.
2. Codierungsmittel (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Codierungsmittel (1) eine Form aufweist, welche im wesentlichen von zwei rechteckigen
(8,9) und zwei trapezförmigen Flächen (10,11) aufgespannt wird.
3. Codierungsmittel (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Codierungsmittel (1) zur Erzeugung einer kraftschlüssigen Verbindung eine Vorspannung
aufweist.
4. Codierungsmittel (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass zur Verhinderung eines ungewollten oder unbefugten Lösens des RJ-Klinkensteckers
(3), das Codierungsmittel (1) ein Klinkensperrmittel aufweist, insbesondere eine an
der Hülse (1) eingeformte Auswölbung aufweist.
5. Codierungsmittel (1) nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Klinkensperrmittel ein Schiebeelement umfasst.
6. Codierbarer Knickschutz (2) für einen elektrischen Stecker, insbesondere für einen
RJ-Klinkenstecker (3), welcher Knickschutz (2) ein Knickschutzgehäuse (5) zur mindestens
partiellen Aufnahme des elektrischen Steckers (3) und eine Tülle (6) aufweist, und
auf welchem Knickschutzgehäuse (5) ein Codierungsmittel (1) befestigbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass zur Erzeugung einer manuell lösbaren und formschlüssigen Verbindung zwischen dem
Codierungsmittel (1) und dem Knickschutz (2), das Knickschutzgehäuse (5) im wesentlichen
komplementär zum Codierungsmittel (1) gemäss Anspruch 1 geformt ist.
7. Codierbarer Knickschutz (2) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass zur Verhinderung des Abstreifens eines Codierungsmittels das Knickschutzgehäuse (5)
erhöhte Randbereiche (12) aufweist.
8. Codierbarer Knickschutz (2) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass zur Verhinderung des verkehrten Aufsetzens eines Codierungsmittels das Knickschutzgehäuse
(5) asymmetrisch ausgebildet ist.
9. Codierbarer Knickschutz (2) nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Knickschutzgehäuse (5) eine Form aufweist, welche im wesentlichen von zwei rechteckigen
(8,9) und zwei trapezförmigen Flächen (10,11) aufgespannt wird.
10. Vorrichtung für einen elektrischen Stecker, insbesondere für einen RJ-Klinkenstecker
(3), mit einem codierbaren Knickschutz (2) gemäss Anspruch 6 und mit einem Codierungsmittel
(1) gemäss Anspruch 1.
1. Coding means (1) for a codable kink protection (2) for an electrical plug, in particular
an RJ jack plug (3), where the kink protection (2) has a kink protection housing (5)
for at least partial holding of the electrical plug (3) and a flexible bush (6), and
on which kink protection housing (5) can be attached a coding means (1), wherein to
create a manually releasable connection between the coding means (1) and the kink
protection housing (5) the coding means (1) is formed as a sleeve which has a through
slot (7) to allow it to surround the kink protection housing (5), where the said coding
means (1) consists of an elastic and colored plastic and to create a form-fit connection
with the kink protection (2) the coding means (1) is shaped essentially complementary
to the kink protection (5) housing.
2. Coding means (1) according to claim 1, wherein the coding means (1) has a shape essentially
contained by two rectangular (8, 9)and two trapezoid (10, 11) surfaces.
3. Coding means (1) according to claim 1 or 2, wherein the coding means (1) has a pretension
to create an interference-fit connection.
4. Coding means (1) according to any of claims 1 to 3, wherein to prevent undesirable
or unauthorized release of the RJ jack plug (3), the coding means (1) has a jack blocking
means, in particular a bulge formed on the sleeve (1).
5. Coding means (1) according to claim 4, wherein the jack blocking means comprises a
sliding element.
6. Codable kink protection (2) for an electrical plug, in particular an RJ jack plug
(3), where the kink protection (2) has a kink protection housing (5) for at least
partial holding of the electrical plug (3) and a bush (6), and on which kink protection
housing (5) can be attached a coding means (1), wherein to create a manually releasable
and form-fit connection between the coding means (1) and the kink protection (2),
the kink protection housing (5) is formed essentially complementary to the coding
means (1) according to claim 1.
7. Codable kink protection (2) according to claim 6, wherein to prevent the removal of
a coding means, the kink protection housing (5) has raised edge areas (12).
8. Codable kink protection (2) according to claim 6, wherein to prevent incorrect application
of a coding means, the kink protection housing (5) is formed asymmetrical.
9. Codable kink protection (2) according to claim 8, wherein the kink protection housing
(5) has a form which is essentially contained by two rectangular (8, 9) and two trapezoid
(10, 11) surfaces.
10. Device for an electrical plug, in particular an RJ jack plug (3), with a codable kink
protection (2) according to claim 6 and a coding means (1) according to claim 1.
1. Dispositif de codage (1) pour une protection antiflexion de codage (2) pour une prise
électrique, en particulier pour une fiche à jack RJ (3), laquelle protection antiflexion
(2) présente un boîtier de protection antiflexion (5) pour le logement au moins partiel
de la prise électrique (3) et une douille flexible (6), et sur ledit boîtier (5) peut
être fixé un dispositif de codage (1), caractérisé en ce que le dispositif de codage (1) est conçu, pour l'établissement d'une connexion détachable
manuellement entre le dispositif de codage (1) et le boîtier de protection antiflexion
(5), comme un manchon qui présente une fente (7) de bout en bout pour permettre d'enserrer
le boîtier de protection antiflexion (5), lequel dispositif de codage (1) étant composé
d'une matière plastique élastique et de couleur, en ce que le dispositif de codage (1) est formé essentiellement en complémentarité du boîtier
de protection antiflexion (5) pour l'établissement d'une connexion bloquée par la
forme avec la protection antiflexion (2)
2. Dispositif de codage (1) selon la revendication 1, caractérisé en ce que le dispositif de codage (1) présente une forme qui est essentiellement établie par
deux surfaces rectangulaires (8, 9) et deux surfaces trapézoïdales (10, 11).
3. Dispositif de codage (1) selon la revendication 1 ou 2 caractérisé en ce que le dispositif de codage (1) présente une pré-tension pour l'établissement d'une connexion
bloquée par adhérence.
4. Dispositif de codage (1) selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que le dispositif de codage (1) présente pour empêcher le détachement involontaire ou
accidentel de la fiche à jack RJ (3) un dispositif de blocage à jack, en particulier
une excavation formée au manchon (1).
5. Dispositif de codage (1) selon la revendication 4, caractérisé en ce que le dispositif de blocage à jack comprend un élément coulissant.
6. Protection antiflexion de codage (2) pour une prise électrique, en particulier pour
une fiche à jack RJ (3), laquelle protection antiflexion (2) présente un boîtier de
protection antiflexion (5) pour le logement au moins partiel de la prise électrique
(3) et une douille (6)et sur ledit boîtier (5) peut être fixé un dispositif de codage
(1), caractérisée en ce que pour l'établissement d'une connexion détachable manuellement et bloquée par la forme
entre le dispositif de codage (1) et la protection antiflexion (2), le boîtier de
protection antiflexion (5) est formé essentiellement en complémentarité du dispositif
de codage (1) conformément à la revendication 1.
7. Protection antiflexion de codage (2) selon la revendication 6, caractérisée en ce que, pour empêcher l'arrachage d'un dispositif de codage le boîtier de protection antiflexion
(5) présente des bords surélevés (12).
8. Protection antiflexion de codage (2) selon la revendication 6, caractérisée en ce que, pour empêcher la pose à l'envers d'un dispositif de codage le boîtier de protection
antiflexion (5) est conçu de façon asymétrique.
9. Protection antiflexion de codage (2) selon la revendication 8, caractérisée en ce que le boîtier de protection antiflexion (5) présente une forme qui est établie essentiellement
par deux surfaces rectangulaires (8, 9) et deux surfaces trapézoïdales (10, 11).
10. Dispositif pour une prise électrique, en particulier pour une fiche à jack RJ (3)
avec une protection antiflexion de codage (2) conformément à la revendication 6 et
avec un dispositif de codage (1) conformément à la revendication 1.