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EP 1 128 497 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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24.11.2010 Patentblatt 2010/47 |
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Anmeldetag: 11.01.2001 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Verfahren zur Herstellung eines Schaltgerätesockels
Process for manufacturing a switching device base
Procédé de fabrication d'un support de dispositif de commutation
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH CY DE DK ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE TR |
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Priorität: |
22.01.2000 DE 10002625
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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29.08.2001 Patentblatt 2001/35 |
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Patentinhaber: E.G.O. ELEKTRO-GERÄTEBAU GmbH |
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75038 Oberderdingen (DE) |
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Erfinder: |
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- Reimold, Günther
75038 Oberderdingen/Flehingen (DE)
- Mannuss, Siegfried
75447 Sternenfels (DE)
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Vertreter: Patentanwälte
Ruff, Wilhelm, Beier, Dauster & Partner |
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Postfach 10 40 36 70035 Stuttgart 70035 Stuttgart (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 860 846 US-A- 4 956 527 US-A- 5 749 751
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US-A- 3 727 015 US-A- 5 422 448
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
AUFGABENGEBIET UND STAND DER TECHNIK
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines Schaltgerätsockels für
ein Schaltgerät, beispielsweise für ein Leistungssteuergerät eines Elektrowärmegerätes,
wobei der Schaltgerätsockel Anschlüsse enthält zu Schaltern wie Schnappschaltern,
normalen Kontaktschaltern o.dgl. in dem Schaltgerät.
[0002] Üblicherweise werden zur Herstellung solcher Schaltgerätsockel zuerst die Sockel
hergestellt, beispielsweise in einem Kunststoffspritzvorgang. Dabei werden an den
Stellen, an denen Anschlußstecker zum elektrischen Anschluß nach außen sitzen sollen,
Aufnahmeschlitze vorgesehen. In diese Aufnahmeschlitze werden die metallischen Anschlußstecker
eingebracht und durch Verstemmen oder Spreizen befestigt. Dabei tritt das Problem
auf, daß durch diesen Vorgang die Festigkeit des Sockelmaterials überbeansprucht wird
und Risse oder Schwächungen auftreten, die zu einer Lockerung der Anschlussstecker
führen und zu erheblichen Funktionsstörungen bis hin zum Ausfall des Schaltgerätes.
[0003] Die
US-A-5422448 beschreibt, wie ein oder mehrere Steckanschlüsse in Form von Metallblattfedern mit
einem Kunststoffteil umspritzt werden. Dieses Kunststoffteil wird dann in eine entsprechend
geformte Ausnehmung eines Sockelrohlings eines Gehäuses eingedrückt, wobei eine Schleiferfeder
des Steckanschlusses im Inneren des Gehäuses in die richtige Position gebracht wird.
AUFGABE UND LÖSUNG
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein eingangs beschriebenes Verfahren zur
Herstellung eines Schaltgerätsockels zu schaffen, bei dem einerseits die Probleme
mit der Befestigung der Steckanschlüsse beseitigt werden können und gleichzeitig vielfältige
Möglichkeiten zur Anordnung der Steckanschlüsse bei geringem Produktionsaufwand geschaffen
werden können.
[0005] Gelöst wird diese Aufgabe durch ein Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs 1.
Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche und
werden im folgenden beschrieben.
[0006] Erfindungsgemäss kann zuerst aus einer Metallplatine oder einem metallischen Flachmaterial
mindestens ein Steckanschluss herausgearbeitet werden, beispielsweise durch Stanzen.
Anschliessend wird dieser Steckanschluss evtl. mit weiteren Steckanschlüssen zusammen
in einem Formvorgang mit einem Werkstoff, insbesondere Kunststoff, teilweise umhüllt
derart, dass ein Anschlussmodul mit genormten Aussenabmessungen entsteht. Diese Aussenabmessungen
sind unabhängig von der Art, Anzahl und Position der Steckanschlüsse. Dies kann beders
vorteilhaft in einer Normung mit verschiedenen Normgrössen auf diese Normgrössen verteilt
sein. Die Normgrössen richten sich bevorzugt nach der Anzahl der Steckanschlüsse,
beispielsweise in Zweier- oder Dreierschritten der Steckanschlüsse.
[0007] Danach wird das Anschlußmodul in eine Einsatzausnehmung eines Sockelrohlings eingesetzt,
wobei die Einsatzausnehmung von den Abmessungen genormt ist entsprechend der Außenabmessungen
des Anschlußmoduls. Ein Teil des wenigstens einen Steckanschlusses ist dabei von der
Innenseite des Sockelrohlings erreichbar bzw. kann über den Sockelrohling ragen. Von
außen kann über einen entsprechenden Stecker für die Steckanschlüsse das Schaltgerät
mit einem Elektrogerät, beispielsweise einem Elektrowärmegerät, verbunden werden.
Ein solches Schaltgerät ist beispielsweise ein Leistungssteuergerät oder ein Mehrfachschalter.
[0008] Vorteilhaft ist es möglich, innerhalb des Anschlußmoduls mehrere Steckanschlüsse
in beliebiger Anordnung zu positionieren. Damit können mehrere Schalter oder Kontakte
o.dgl., die auf dem Schaltgerätsockel zu einem Schaltgerät aufgebaut werden, elektrisch
angeschlossen werden.
[0009] Alternativ ist es möglich, daß innerhalb des Anschlußmoduls die Steckanschlüsse gleich
ausgerichtet in Plätzen eines Rasters positioniert werden. Das Raster kann insbesondere
äquidistante Plätze bzw. ein vorgegebenes Muster aufweisen, beispielsweise die Steckanschlüsse
in parallelen Reihen angeordnet sein. Diese Muster können nach bestimmten Vorgaben,
beispielsweise auf einzelne Kunden abgestimmt, variiert werden. Somit ist es durch
die Erfindung vorteilhaft möglich, in Sockelrohlinge einer Art mit einer immer identisch
ausgeführten Einsatzausnehmung Anschlüsse in fertig vorkonfektionierten Anschlußmodulen
mit weitreichend variablen Anordnungen einzubringen. Dadurch kann ein Schaltgerätsockel
mit geringem Aufwand gefertigt werden, der durch einfaches Umstellen der Anschlußmodule
variiert werden kann, unter anderem auch auf verschiedene innere Schalteranordnungen
abgestimmt. Es braucht nur ein einziger in großen Zahlen und somit kostengünstig fertigbarer
Sockelrohling vorgehalten zu werden. Die Anschlussmodule können kundenspezifisch gefertigt
werden.
[0010] Erfindungsgemäß wird das Anschlussmodul nach dem Einsetzen in die Einsatzausnehmung
des Sockelrohlings darin befestigt, insbesondere formschlüssig und unlösbar. Diese
Befestigung erfolgt durch zumindest teilweises Umspritzen mit Kunststoff. Eine Befestigung
sollte fest sein, um beim Anbringen eines Anschlusssteckers an die Anschlüsse keine
mechanischen Probleme oder Kontaktschwierigkeiten zu bekommen. Insbesondere kann das
Anschlussmodul Ausnehmungen und/oder Vorsprünge aufweisen, die bei einem Umspritzen
mit dem Sockelrohling formschlüssig umgeben werden zur Befestigung. Zusätzlich wird
das teilweise Umspritzen zur Befestigung des Anschlussmoduls auch zur Fertigstellung
oder zum Ausbau des Sockelrohlings genutzt. Beispielsweise können zwei oder noch mehr
Anschlussmodule in einen Sockelrohling eingebracht werden, insbesondere jeder in eine
eigene Einsatzausnehmung, und anschliessend in einem Umspritzvorgang befestigt werden.
Nach dem Einbringen und Befestigen des wenigstens einen Anschlussmoduls hat man einen
Schaltgerätsockel, der nach üblichem Muster zu einem Schaltgerät fertiggestellt werden
kann.
[0011] Der wenigstens eine Steckanschluss kann eine Steckanschlussfahne sein, die mit einem
Kontakt versehen wird, beispielsweise durch Aufnieten oder -schweissen. Dieser Kontakt
kann ein Kontaktkissen o.dgl. sein, wobei der Kontakt bei dem fertigen Schaltgerät
vom Inneren des Schaltgeräts aus erreichbar ist zur Kontaktierung von in dem Schaltgerät
anzuordnenden Schaltern, Kontaktträgern o.dgl. zu deren elektrischem Anschluss nach
aussen. Ebenso kann ein Kontaktkissen der direkte Gegenkontakt eines Schalters sein,
beispielsweise eines Schnappschalters oder einfachen Kontaktschalters. Bei dieser
Herstellung wird die üblicherweise einstückige Ausführung der Kontaktträger, beispielsweise
für Schalter, und der Anschlüsse getrennt. Anschließend wird die elektrische Verbindung
durch den Kontakt bzw. ein Kontaktkissen und eine Kontaktierung daran wiederhergestellt.
[0012] Vorteilhaft wird zur Herstellung des Steckanschlusses aus einer metallischen Platine
eine Kontaktplatte herausgearbeitet, auf den der Kontakt wie oben beschrieben aufgebracht
wird. Anschließend kann die Kontaktplatte mit einem Flachstecker verbunden werden,
vorzugsweise durch Vernieten. Insbesondere ist es möglich, auf einer Kontaktplatte
alle Steckanschlußfahnen eines Anschlußmoduls aufzubauen. Die Kontaktplatte kann dazu
kammförmig sein, wobei auf den Kammausläufern die Steckanschlußfahnen sitzen. Bevorzugt
erst nach dem Fertigungsvorgang zu dem Anschlußmodul werden die Kontaktplatten dem
Anschlußbild entsprechend voneinander getrennt, wobei das Trennen vorzugsweise durch
Stanzen erfolgt.
[0013] Eine Vorteil der Erfindung liegt darin, daß das Anschlußmodul und der Sockelrohling
aus verschiedenen Materialien hergestellt werden können. Insbesondere können die Materialien
auf die jeweiligen Anforderungen abgestimmt werden, beispielsweise kann für das Anschlußmodul
ein Kunststoff mit besseren thermischen und/oder mechanischen Eigenschaften verwendet
werden, da hier vor allem die positionsgenaue und dauerhafte Halterung der Anschlüsse
im Vordergrund steht. Für den Sockelrohling kann ein billigeres oder einfacher zu
verarbeitendes Material zum Einsatz kommen. Dadurch können Kosten und/oder Aufwand
reduziert werden.
[0014] Weiters kann das Anschlußmodul mit einer Codierung versehen sein, die insbesondere
durch den Herstellungsvorgang bzw. Umspritzvorgang erzeut wird, wobei aus der Codierung
zum Beispiel Art, Anzahl und/oder Position der Steckanschlüsse hervorgehen.
[0015] Insgesamt kann durch die Erfindung ein Anschlußmodul hergestellt werden, das einerseits
im wesentlichen beliebig positionierbare elektrische Anschlußmöglichkeiten an externe
Anschlüsse wie Stecker o.dgl. aufweist, und andererseits von den Außenabmessungen
her genormt ist zum Einsatz in eine genormte Einsatzausnehmung eines Sockelrohlings
für ein Schaltgerät, so daß die Anschlußmöglichkeiten mit Kontakten in das Schaltgerät
hineinragen zur elektrischen Verbindung mit Schaltern o.dgl. des Schaltgeräts. Der
Aufwand für Änderungen des äußeren Anschlußbildes sowie auch des inneren Aufbaus des
Schaltgeräts kann durch die genormten Anschlußmodule stark reduziert werden.
[0016] Diese und weitere Merkmale gehen außer aus den Ansprüchen auch aus den Beschreibungen
und den Zeichnungen hervor, wobei die einzelnen Merkmale jeweils für sich allein oder
zu mehreren in Form von Unterkombinationen bei einer Ausführungsform der Erfindung
und auf anderen Gebieten verwirklicht sein und vorteilhafte sowie für sich schutzfähige
Ausführungen darstellen können, für die hier Schutz beansprucht wird. Die Unterteilung
der Anmeldung in einzelne Abschnitte sowie Zwischen-Überschriften beschränkt die unter
diesen gemachten Aussagen nicht in ihrer Allgemeingültigkeit. Insbesondere umfaßt
die Erfindung auch sowohl ein beschriebenes Anschlußmodul als auch einen beschriebenen
Sockelrohling mit unterschiedlich ausgebildeten Einsatzausnehmungen.
KURZBESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
[0017] Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt und werden
im folgenden näher erläutert. In den Zeichnungen zeigen:
- Fig. 1
- eine Seitenansicht eines Steckanschlusses vor dem Umspritzen mit Kunststoff,
- Fig. 2
- den Steckanschluß aus Fig. 1 nach dem Umspritzen als fertiges Anschlußmodul,
- Fig. 3
- eine Schrägansicht eines Anschlußmoduls mit getrennten Kontaktplatten und
- Fig. 4
- eine Schrägansicht eines Schaltgerätsockels mit zwei eingesetzten Anschlußmodulen.
DETAILLIERTE BESCHREIBUNG DER AUSFUHRUNGSBEISPIELE
[0018] Die Fig. 1 zeigt einen Steckanschluß 11 von der Seite. Er besteht aus einer Steckanschlußfahne
12, hier eine Doppelfahne mit zwei hintereinander angeordneten Fahnen. Die Steckanschlußfahne
12 ist mit einer senkrecht dazu angeordneten Kontaktplatte 13 verbunden, in diesem
Fall durch die Vernietung 15. Diese Vernietung 15 ist eine übliche Vernietung wie
sie zur Verbindung zweier senkrecht zueinander stehender dünner Metalle verwendet
wird.
[0019] Die Kontaktplatte 13 trägt an ihrem nach links zeigenden Ende ein Kontaktkissen 14.
Dieses kann beispielsweise durch übliches Aufnieten befestigt sein. Weiter unten wird
beschrieben, wie mittels des Kontaktkissens 14 der elektrische Kontakt von einem Anschlußstecker
über den Steckanschluß 11 zu Schalteinheiten o.dgl. in einem Schaltgerät hergestellt
wird.
[0020] Die Fig. 2 zeigt in Seitenansicht ein Anschlußmodul 17. Dabei wird im Vergleich mit
der Fig. 1 deutlich, wie durch teilweises Umspritzen der Steckanschlußfahne 12 und
der Kontaktplatte 13 mit der Kunststoff-Umspritzung 18 in einem Spritzwerkzeug das
Anschlußmodul 17 entsteht. Anstelle Kunststoff-Spritzen können auch andere vorteilhafte
Formmöglichkeiten Anwendung finden.
[0021] In der Fig. 3 ist wiederum ein Anschlußmodul 19 ähnlich dem aus Fig. 2 in Schrägansicht
dargestellt. Dabei sind nebeneinanderliegende Steckanschlußfahnen 20 versetzt zueinander
angeordnet, und zwar in etwa um ihre volle Breite versetzt. Es ist zu erkennen, wie
von jeder Steckanschlußfahne 20 eine Kontaktplatte 21 nach rechts aus der Kunststoff-Umspritzung
22 hervorschaut. An der nach rechts unten weisenden Unterseite der Kontaktplatten
21 sind nicht sichtbare Kontaktkissen angebracht. Die mittleren beiden Steckanschlußfahnen
20 weisen eine sie direkt verbindende Kontaktplatte 21 auf. Das ist daran zu erkennen,
daß das Ende dieser Kontaktplatte 21 wesentlich breiter ist als das der anderen, wobei
es ein oder auch zwei Kontaktkissen tragen kann.
[0022] Anhand dieser Darstellung soll im wesentlichen ein exemplarischer Weg der Herstellung
eines Anschlußmoduls 19 erläutert werden. Zuerst liegt die gesamte Kontaktplatte in
Kammform vor, wie durch die gepunkteten Teile 26 in Fig. 3 angedeutet wird. Anschließend
werden an die vorderen Verlängerungen der Kammausläufer, auf denen die Steckanschlußfahnen
sitzen, Kontakte in Form von Kontaktkissen 14 gem. Fig. 1 und 2 aufgebracht. Danach
werden auf die von den Kontaktkissen abgewandten Seiten der Kammausläufer die Steckanschlußfahnen
20 aufgebracht, beispielsweise durch Vernieten mit entsprechenden Nietzapfen an den
Fahnen oder durch Verschweißen. Insbesondere Laserschweißen ist hier möglich, wobei
das Vernieten aufgrund der geringeren Maschinenkosten bevorzugt wird.
[0023] Anschließend wird der so entstandene Aufbau ähnlich der Fig. 1 mit Kunststoff umspritzt,
so daß man ein Anschlußmodul ähnlich der Fig. 2 erhält. Bei diesem werden abschließend
die Verbindungen der einzelnen Kammausläufer miteinander getrennt, also die in Fig.
3 gepunktet dargestellten Verbindungsteile 26 herausgetrennt, vorzugsweise durch Stanzen
oder evtl. Laserschneiden. Dabei können beispielsweise die beiden mittleren Steckanschlußfahnen
20 über einen stehengelassenen Verbindungsteil 26 verbunden bleiben. Somit ist ein
Anschlußmodul gem. Fig. 3 fertiggestellt. Die mechanische Festigkeit zwischen den
Steckanschlußfahnen und des gesamten Anschlußmoduls wird durch die Kunststoffumspritzung
erreicht, eine weitere Festigkeitszunahme ist durch das spätere Einbringen in den
Sockelrohling möglich.
[0024] Zur Ausbildung der Form der Kunststoff-Umspritzung 22 in Fig. 3 ist zu sagen, daß
sie einerseits an der Basis der Steckanschlußfahnen 20 Erhöhungen 23 aufweist zur
besseren Stabilisierung zusätzlich zu der Verbindung mit den Kontaktplatten 21, wobei
sie vor allem auch zur stabilen Lagerung der Steckanschlußfahnen dienen. Zwischen
diesen Erhöhungen 23 jedoch weist die Umspritzung 22 niedrigere Bereiche 24 auf. Innerhalb
dieser niedrigen Bereiche 24 sind Ausnehmungen 25 ausgeformt. Mittels dieser Ausnehmungen
25 wird bei dem späteren Verspritzen mit den Sockelrohlingen eine stabile unlösbare
Verbindung hergestellt. Dieser Schritt wird jedoch nachfolgend bei der Beschreibung
der Fig. 4 erläutert.
[0025] Die Fig. 4 zeigt in Schrägansicht einen Schaltgerätsockel 27. Er besteht aus einem
Sockelrohling, in den links und rechts in jeweils passende Einsatzausnehmungen jeweils
ein Anschlußmodul 19 und 30 eingesetzt worden ist. Das Anschlußmodul 30 weist dabei
Doppelfahnen auf, die einstückig hintereinander miteinander zusammenhängen. Nach dem
Einsetzen ist der Sockelrohling samt der eingesetzten Anschlußmodule 19 und 30 in
einem weiteren Werkzeug mit einer weiteren Kunststoff-Umspritzung 32 versehen worden.
Diese Kunststoff-Umspritzung 32 dient zur unlösbaren Fixierung der Anschlußmodule
in dem Sockelrohling. Anstelle von Kunststoff-Umspritzungen 32 nach Art länglicher
Balken oder Riegel über den Ausnehmungen 25 könnte auch ein größerer Teil eines Anschlußmoduls
umspritzt werden, evtl. sogar das gesamte Anschlußmodul bzw. dessen Kunststoffteil.
Dabei sollte entweder die Kontaktierung an die Kontaktplatten bereits vorgenommen
worden sein und mit umspritzt werden oder aber freigelassen werden, um von außen zugänglich
zu sein. Als Vorteil der Erfindung ist es möglich, neben der Optimierung der Materialien
sowohl für die erste Kunststoff-Umspritzung 18 bzw. 22 als auch für den Sockelrohling
für diese zweite Umspritzung 32 einen Kunststoff zu verwenden, der sich gut mit den
beiden anderen Materialien verbindet. Eine Auswahl bzw. Optimierung der Materialien
kann jeweils unter dem Aspekt von Materialeigenschaften (thermisch, elektrisch isolierend,
mechanisch stabil, gut zu verarbeiten, Farbe, etc.) sowie Kostengünstigkeit erfolgen.
[0026] Der Sockelrohling selber weist an der nach links vorne weisenden Vorderseite und
an der Rückseite jeweils eine Lagerung 34 für die Welle eines Drehschalters auf. An
dieser Welle können Nocken o.dgl. angebracht sein. Diese Nocken wiederum können über
Vorsprünge 37 Schaltarme 35 betätigen derart, daß an den Enden der Schaltarme angebrachte
Schaltkontakte 36 an den Kontaktkissen an der Unterseite der Kontaktplatten 21 anliegen
oder nicht. In diesem Fall ist ein Anschlußmodul mit den Kontakten 21 nicht nur eine
elektrische Zuleitung in das Schaltgerät sondern sogar ein Teil der Schalteinheiten
in dem Schaltgerät selber. Abschließend werden zu Fertigstellung eines Schaltgeräts
die Schaltwelle eingebracht sowie evtl. weitere Bestndteile von Schalteinheiten. Mittels
einer Abdeckung kann der Teil des Schaltgeräts, der nicht von den Anschlußsteckern
auf den Steckanschlußfahnen abgedeckt wird, geschlossen werden.
[0027] Mittels in der Vorderseite eingeformter Befestigungsöffnungen 39 kann das Schaltgerät,
das auf diesem Schaltgerätsockel 27 aufgebaut ist, befestigt bzw. angeschraubt werden.
In der Regel ist für jedes der Anschlußmodule 19 bzw. 30 ein eigener Anschlußstecker
vorgesehen. Dieser ist speziell auf das Anschlußbild bzw. die Anordnung der Steckanschlüsse
der Anschlußmodule angepaßt und kann ebenso wie die Anschlußmodule flexibel und kundenspezifisch
bzw. variabel hergestellt werden.
[0028] Weiters ist es auch möglich, anstelle der Kontaktkissen an den Kontaktplatten einfache
Anschlußmöglichkeiten vorzusehen, an denen Anschlüsse in dem Schaltgerät bzw. Anschlüsse
von darin enthaltenen Schalteinheiten angeschlossen werden, insbesondere untrennbar.
1. Verfahren zur Herstellung eines Schaltgerätsockels (27) eines Schaltgeräts, wobei
der Schaltgerätsockel Anschlüsse (14) enthält zu Schaltern (35, 36) in dem Schaltgerät,
mit folgenden Schritten:
- aus einer Metallplatine wird mindestens ein Steckanschluss (11) herausgearbeitet
- der wenigstens eine Steckanschluss (11) wird in einem Formvorgang mit einem Werkstoff
(18) teilweise umhüllt derart, dass ein Anschlussmodul (17, 19, 30) mit Aussenabmessungen
entsteht, wobei diese Aussenabmessungen unabhängig sind von der Art, Anzahl und Position
der Steckanschlüsse (11)
- das Anschlussmodul (17, 19, 30) wird in eine Einsatzausnehmung eines Sockelrohlings
eingesetzt, wobei die Einsatzausnehmung von den Abmessungen den Aussenabmessungen
des Anschlussmoduls entspricht, wobei ein Teil des wenigstens einen Steckanschlusses
(11) von aussen erreichbar ist und wenigstens ein Teil des Steckanschlusses von der
Innenseite des Schaltgerätsockels (27) erreichbar ist,
dadurch gekennzeichnet, dass das Anschlussmodul (17, 19, 30) nach dem Einsetzen in die Einsatzausnehmung des Sockelrohlings
darin befestigt wird, wobei die Befestigung durch zumindest teilweises Umspritzen
mit einem Kunststoff (32) erfolgt und wobei das teilweise Umspritzen zur Befestigung
des Anschlussmoduls (17, 19, 30) zur Fertigstellung des Sockelrohlings genutzt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass innerhalb des Anschlussmoduls (17, 19, 30) mehrere Steckanschlüsse (11) beliebig
positionierbar sind.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass innerhalb des Anschlussmoduls (17, 19, 30) die Steckanschlüsse (11) in Plätzen eines
Rasters positioniert werden, wobei das Raster äquidistante Plätze aufweist.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der wenigstens eine Steckanschluss (11) wenigstens eine Steckanschlussfahne (12,
20) aufweist, die mit einem Kontakt versehen wird, insbesondere einem Kontaktkissen
(14), wobei der Kontakt bei dem fertigen Schaltgerät von der Innenseite des Schaltgerätsockels
(27) aus erreichbar ist zur Kontaktierung von in dem Schaltgerät anzuordnenden Schalteinheiten
(35, 36) o.dgl. zu deren elektrischem Anschluss nach aussen.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass zur Herstellung des Steckanschlusses (11) aus einer metallischen Platine eine Kontaktplatte
(13) herausgearbeitet wird, auf die der Kontakt (14) aufgebracht wird, wobei anschliessend
die Kontaktplatte mit einer Steckanschlussfahne (12, 20) verbunden wird, vorzugsweise
durch Vernieten.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Kontaktplatten (13) aller Steckanschlüsse (11) eines Anschlussmoduls (17, 19,
30) miteinander verbunden aus der metallischen Platine herausgearbeitet werden und
erst nach dem Formvorgang zu dem Anschlussmodul voneinander getrennt werden, wobei
das Trennen vorzugsweise durch Ausstanzen erfolgt.
7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sowohl das Anschlussmodul (17, 19, 30) als auch der Sockelrohling aus Kunststoff
hergestellt werden, insbesondere im Spritzgussverfahren, wobei vorzugsweise das Anschlussmodul
aus einem anderen Kunststoff besteht als der Sockelrohling, insbesondere einem Kunststoff
mit besseren thermischen und/oder mechanischen Eigenschaften.
8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Anschlussmodul (17, 19, 30) hergestellt wird, das einerseits im wesentlichen
beliebig positionierbare elektrische Anschlussmöglichkeiten (11, 12, 20) an externe
Anschlüsse wie Stecker o.dgl. aufweist, und andererseits von den Aussenabmessungen
her genormt ist zum Einsatz in eine genormte Einsatzausnehmung eines Sockelrohlings
für einen Schaltgerätsockel (27), so dass die Anschlussmöglichkeiten mit Kontakten
(14) in das Schaltgerät hineinragen zur elektrischen Verbindung mit Schalteinheiten
(35, 36) o.dgl. des Schaltgeräts.
1. Method for manufacturing a switching device base (27) of a switching device where
the switching device base contains connections (14) to switches (35, 36) inside the
switching device, with the following steps:
- at least one contact terminal (11) is formed out of a metal board,
- the at least one contact terminal (11) is partially encapsulated with a material
(18) in a molding process such that a connection module (17, 19, 30) is provided with
external dimensions that are independent of the type, number and position of the contact
terminals (11),
- the connection module (17, 19, 30) is inserted into an insertion recess of a blank
base, wherein the insertion recess corresponds in its dimensions to the external dimensions
of the connection module, wherein part of the at least one contact terminal (11) is
accessible from the outside and at least part of the contact terminal is accessible
from the inside of the switching device base (27),
characterized in that the connection module (17, 19, 30) is fastened after insertion into the insertion
recess of the blank base therein, wherein fastening is achieved by at least partial
encapsulation with a plastic (32) and wherein the partial encapsulation is used to
fasten the connection module (17, 19, 30) for completion of the blank base.
2. Method according to Claim 1, characterized in that several contact terminals (11) can be positioned as required inside the connection
module (17, 19, 30).
3. Method according to Claim 1, characterized in that inside the connection module (17, 19, 30) the contact terminals (11) are positioned
in spaces of a grid, said grid having equidistant spaces.
4. Method according to one of the preceding claims, characterized in that the at least one contact terminal (11) has at least one contact terminal lug (12,
20) provided with a contact, in particular a contact pad (14), wherein the contact
in the completed switching device is accessible from the inside of the switching device
base (27) for providing contact of switch units (35, 36) or the like to be arranged
inside the switching device in order to connect them electrically to the outside.
5. Method according to Claim 4, characterized in that for manufacturing of the contact terminal (11) from a metal board a contact plate
(13) is formed onto which the contact (14) is fitted, wherein the contact plate is
then connected to a contact terminal lug (12, 20), preferably by riveting.
6. Method according to Claim 5, characterized in that the contact plates (13) of all contact terminals (11) of a connection module (17,
19, 30) are constructed from the metal board interconnected, and separated from one
another only after the molding process to the connection module, wherein separation
is preferably achieved by stamping.
7. Method according to one of the preceding claims, characterized in that both the connection module (17, 19, 30) and the blank base are made of plastic, in
particular in an injection molding process, wherein the connection module preferably
comprises a different plastic to that of the blank base, in particular a plastic with
better thermal and/or mechanical properties.
8. Method according to one of the preceding claims, characterized in that a connection module (17, 19, 30) is manufactured that on the one hand has electrical
connection possibilities (11, 12, 20), that can be substantially positioned as required,
to external connectors such as plugs or the like, and on the other hand is standardized
in its external dimensions for insertion into a standardized insertion recess of a
blank base for a switching device base (27), such that the connection possibilities
with contacts (14) project into the switching device for electrical connection to
switch units (35, 36) or the like of the switching device.
1. Procédé de fabrication d'un support de dispositif de commutation (27) pour un dispositif
de commutation, sachant que le support de dispositif de commutation comprend des connecteurs
(14) vers des commutateurs (35, 36) dans le dispositif de commutation, présentant
les étapes suivantes :
- au moins un connecteur enfichable (11) est formé à partir d'une plaquette métallique
- l'au moins un connecteur enfichable (11) est, lors d'un procédé de formage, en partie
enveloppé d'un matériau (18), de telle manière qu'est créé un module de connexion
(17, 19, 30) présentant des dimensions extérieures, sachant que ces dimensions extérieures
sont indépendantes du type, du nombre et de la position des connecteurs enfichables
(11)
- le module de connexion (17, 19, 30) est inséré dans un évidement d'insertion d'un
support brut, sachant que les dimensions de l'évidement d'insertion correspondent
aux dimensions extérieures du module de connexion, qu'une partie de l'au moins un
connecteur enfichable (11) est accessible de l'extérieur et au moins une partie du
connecteur enfichable est accessible depuis la face interne du support de dispositif
de commutation (27),
caractérisé en ce que le module de connexion (17, 19, 30) est fixé dans l'évidement d'insertion du support
brut après y avoir été inséré, sachant que la fixation a lieu par enrobage au moins
partiel avec une matière plastique (32), et que l'enrobage partiel pour la fixation
du module de connexion (17, 19, 30) est utilisé pour la finition du support brut.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que plusieurs connecteurs enfichables (11) peuvent être positionnés de manière quelconque
au sein du module de connexion (17,19,30).
3. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que les connecteurs enfichables (11) sont positionnés dans les emplacements d'un quadrillage
au sein du module de connexion (17, 19, 30), sachant que le quadrillage présente des
emplacements équidistants.
4. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'au moins un connecteur enfichable (11) présente au moins une barrette (12, 20)
qui est pourvue d'un contact, en particulier d'un plot de contact (14), sachant que
le contact du dispositif de commutation fini est accessible depuis la face interne
du support de dispositif de contact (27) pour le contact des unités de commutation
(35, 36) ou éléments similaires à disposer dans le dispositif de commutation avec
leur connecteur électrique vers l'extérieur.
5. Procédé selon la revendication 4, caractérisé en ce que pour fabriquer le connecteur enfichable (11) est formée dans une plaquette métallique
une plaque de contact (13) sur laquelle le contact (14) est appliqué, sachant que
la plaque de contact est ensuite reliée à une barrette (12, 20), de préférence par
rivetage.
6. Procédé selon la revendication 5, caractérisé en ce que les plaques de contact (13) de tous les connecteurs enfichables (11) d'un module
de connexion (17, 19, 30) sont façonnées les unes liées aux autres dans la plaquette
métallique et qu'elles ne sont séparées qu'après le procédé de formage en module de
connexion, sachant que la séparation à lieu de préférence par découpage.
7. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'aussi bien le module de connexion (17,19, 30) que le support brut sont fabriqués en
matière plastique, en particulier lors d'un procédé de moulage par injection, sachant
que le module de connexion est composé de préférence d'une matière plastique différente
de celle du support, en particulier d'une matière plastique présentant de meilleures
propriétés thermiques et/ou mécaniques.
8. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'est fabriqué un module de connexion (17, 19, 30) qui présente d'un côté des possibilités
de connexion électrique (11, 12, 20) à des connecteurs externes tels que des fiches
ou éléments similaires dont la position peut être essentiellement quelconque, et d'un
autre côté des dimensions normées pour être utilisé dans un évidement d'insertion
normé d'un support brut pour un support de dispositif de commutation (27), si bien
que les possibilités de connexion avec des contacts (14) s'enfoncent dans le dispositif
de commutation pour la liaison électrique avec des unités de commutation (35, 36)
ou des éléments comparables du dispositif de commutation.

IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
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In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente