[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Betreiben von Sende- und Empfangseinrichtungen
in einem Leitsystem für einen oder mehrere Räume eines Gebäudes.
[0002] Die Steuerung bzw. Regelung der Temperatur eines oder mehrerer Räume eines Gebäudes
erfolgt üblicherweise mit Hilfe von Leitsystemen. Die Leitsysteme verfügen über mindestens
eine Zentrale und über mindestens zwei mit der Zentrale in Verbindung stehende Komponenten.
Bei den Komponenten handelt es sich u.a. um Temperaturregler, Heizeinrichtungen, Beleuchtungseinrichtungen
und dergleichen. Zum Datenaustausch zwischen der Zentrale und den Komponenten verfügen
dieselben über Sendeeinrichtungen und/oder Empfangseinrichtungen.
[0003] Damit ein sicherer Datenaustausch zwischen den Sendeeinrichtungen und den Empfangseinrichtungen
gewährleistet ist, müßte eine Empfangseinrichtungen prinzipiell dauernd eingeschaltet
sein, was jedoch einen hohen Energieverbrauch zur Folge hätte. Bei batteriegespeisten
Empfangseinrichtungen ist dies besonders nachteilhaft, da in diesem Fall die zur Speisung
der Empfangseinrichtung eingesetzte Batterie innerhalb kurzer Zeit entladen wäre.
[0004] GB-A-2 271 691 offenbart ein Verfahren zum Betreiben von Sende- und Empfangseinrichtungen, die eine
Radio-Datenübertragung verwenden. Bei dem dort beschriebenen Verfahren erfolgt eine
periodische Synchronisation. Mit Hilfe einer Uhr wird ein "Wake-up"-Signal an einen
Schalter übermittelt, um einen Mikrocomputer einzuschalten. Hierdurch erfolgt eine
periodische Synchronisation zwischen Sendeeinrichtungen und Empfangseinrichtungen.
[0005] Hiervon ausgehend liegt der vorliegenden Erfindung das Problem zugrunde, ein energiesparendes
und effizientes Verfahren zum Betreiben von Sende- und Empfangseinrichtungen in einem
Leitsystem für einen oder mehrere Räume eines Gebäudes zu schaffen.
[0006] Zur Lösung dieses Problems ist das eingangs genannte Verfahren durch die Merkamle
des Anspruchs 1 gekennzeichnet.
[0007] Bevorzugte Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüche und
der Beschreibung. Nachfolgend wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand der
Zeichnungen näher erläutert. In der Zeichnung zeigt:
- Figur 1
- ein Blockschaltbild eines Leitsystems, und
- Figur 2
- schematisierte Aktivierungszustände einer erfindungsgemäß betriebenen Sendeeinrichtung
und Empfangseinrichtung.
[0008] Mit dem in der Figur 1 dargestellten Leitsystem wird ein Temperaturniveau in einem
oder mehreren Räumen eines Gebäudes individuell geregelt bzw. gesteuert. Darüber hinaus
wird mit einem derartigen Leitsystem auch eine Steuerung der Beleuchtung sowie eine
Steuerung der Rolläden durchgeführt.
[0009] Figur 1 zeigt den Aufbau eines Leitsystems mit einer Zentrale 10 und mehreren Komponenten.
Die Zentrale 10 wird auch als Apartment Manager bezeichnet. Bei den Komponenten handelt
es sich um unterschiedliche Baugruppen. So sind Temperaturregler 11 vorgesehen, mit
Hilfe derer das Temperaturniveau in einem Raum überwachbar ist und die der Sollwert-Einstellung
des Temperaturniveaus über ein entsprechendes Einstellelement 12 dienen.
[0010] Des weiteren sind als Komponenten Heizeinrichtungen 13 vorgesehen. Figur 1 zeigt
schematisiert als Heizeinrichtungen 13 elektronische Heizkörperventile, mit Hilfe
derer die Heizleistung bzw. Wärmeabstrahlung sogenannter Radiatorenheizkörper eingestellt
werden kann. Es ist jedoch möglich, beliebige Heizeinrichtungen vorzusehen. Figur
1 zeigt exemplarisch einen Fußbodenheizungs-Regler 14 zur Einstellung der Heizleistung
einer Fußbodenheizung.
[0011] Als weitere Komponenten des Leitsystems sind Beleuchtungseinrichtungen 15 sowie Rolläden
16 gezeigt. Des weiteren sind Heizkosten-Verteiler 17 vorgesehen, mit Hilfe derer
die von den Heizeinrichtungen 13 aufgebrachte Heizleistung überwacht und ausgewertet
werden kann.
[0012] Bei dem in Figur 1 gezeigten Leitsystem stehen die Komponenten 11, 13, 14, 15, 16
und 17 mit der Zentrale 10 über Funk in Verbindung. Die Zentrale 10 tauscht demnach
mit den Komponenten 11, 13, 14, 15, 16 und 17 Informationen bzw. Daten aus. Der Datenaustausch
ist in Figur 1 durch Pfeile 18 dargestellt. Die Richtung der Pfeile 18 gibt die Signalflußrichtung
der Datensignale zwischen den Komponenten 11, 13, 14, 15, 16, 17 sowie der Zentrale
10 wieder. Daraus wird deutlich, daß hier eine unidirektionale Signalübertragung vorliegt.
[0013] Zum Senden der Signale sind jeder Komponente 11 sowie der Zentrale 10 Sendeeinrichtungen
19 zugeordnet. Zum Empfangen von Signalen sind den Komponenten 13, 14, 15, 16 sowie
der Zentrale 10 Empfangseinrichtungen 20 zugeordnet. Im Hinblick auf den genauen Aufbau
der Sendeeinrichtungen 19 sowie Empfangseinrichtungen 20 sowie im Hinblick auf eine
kollisionsfreie Signalübertragung zwischen den Komponenten 11, 13, 14, 15, 16, 17,
und der Zentrale 10 wird auf die für die gleiche Anmelderin eingereichte Patentanmeldung
DE-A-197 57 235 verwiesen.
[0014] Die energieoptimierte Aktivierung der Empfangseinrichtungen 20 erfolgt nach dem im
folgenden in Verbindung mit Figur 2 beschriebenen erfindungsgemäßen Verfahren. So
zeigt Figur 2 drei schematisierte Aktivierungsverläufe 21, 22 und 23. Bei dem Aktivierungsverlauf
21 handelt es sich um den Aktivierungsverlauf für die Sendeeinrichtungen 19. Beim
Aktivierungsverlauf 22 handelt es sich um ein Aktivierungsverlauf für die Empfangseinrichtungen
20 während eines sogenannten Normalbetriebs. Beim Aktivierungsverlauf 23 hingegen
handelt es sich um einen Aktivierungsverlauf für die Empfangseinrichtungen 20 während
eines sogenannten Synchronisationsbetriebs.
[0015] Wie Figur 2 entnommen werden kann, wird eine Empfangseinrichtung 20 nicht durchgehend
aktiviert, sondern in vorbestimmten Zeitabständen für eine vorbestimmte Zeitdauer.
So kann dem zeitlichen Aktivierungsverlauf 22 für eine Empfangseinrichtung 20 im Normalbetrieb
entnommen werden, daß die Empfangseinrichtung 20 z.B. alle vier Minuten für eine Zeitdauer
von z.B. 300 Millisekunden aktiviert wird. Diese Aktivierungszeiten der Empfangseinrichtung
20 sind mit einem Sendezyklus für Datensignale einer entsprechenden Sendeeinrichtung
19 synchronisiert. Die von der Sendeeinrichtung 19 gesendeten und von der Empfangseinrichtung
20 zu empfangenden Datensignale sind im Aktivierungsverlauf 21 mit N bezeichnet. Beim
Vergleich der Aktivierungsverläufe 21 und 22 ergibt sich umnittelbar, daß der Zeitabstand
und die Zeitdauer zur Aktivierung der Empfangseinrichtung mit dem Zeitabstand und
der Sendedauer der Datensignale der Sendeeinrichtung 19 synchronisiert ist.
[0016] Zur Synchronisation überträgt die Sendeeinrichtung 19 der entsprechenden Empfangseinrichtung
20 ein Synchronisationssignal, welches im zeitlichen Aktivierungsverlauf 21 der Figur
2 mit S bezeichnet ist. Das Synchronisationssignal S enthält hierzu Informationen
über den Zeitabstand der von der Sendeeinrichtung 19 übermittelten Datensignale N.
[0017] Sind im Leitsystem unterschiedliche Sendeeinrichtungen und Empfangseinrichtungen
vorhanden, so senden und empfangen diesselben in der Regel mit unterschiedlichen Zeitabständen.
Die Zeitabstände sind vorzugsweise abhängig von einer eindeutigen Gerätenummer. Die
logische Zuordnung der miteinander kommunizierenden Sendeeinrichtungen 19 sowie Empfangseinrichtungen
20 erfolgt hierbei über Adressen, die im Synchronisationssignal S und Datensignal
N enthalten sind.
[0018] Ist z.B. infolge eines Fehlers die Synchronisation zwischen Sendeeinrichtung 19 und
Empfangseinrichtung 20 verloren gegangen, oder muß eine Synchronisation bei der Inbetriebnahme
des Leitsystems erfolgen, so wird die Empfangseinrichtung 20 gemäß dem zeitlichen
Aktivierungsverlauf 23 der Figur 2 betrieben. So bleibt in diesem Fall eine Empfangseinrichtung
20 solange aktiviert, bis die Empfangseinrichtung 20 ein entsprechendes Synchronisationssignal
S empfangen hat. Um zur Synchronisation eine möglichst kurze Zeitdauer zu gewährleisten,
wird das Synchronisationssignal S erfindungsgemäß während des Zeitabstands der gesendeten
Datensignale N übermittelt, nämlich zur halben Zeit des Zeitabstands. Dies kann dem
zeitlichen Aktivierungsverlauf 21 für die Sendeeinrichtung 19 der Figur 2 entnommen
werden. So ist dort gezeigt, daß Datensignale N alle vier Minuten übertragen werden.
Ein Synchronisationssignal wird genau zur Hälfte dieser vier Minuten übermittelt.
[0019] Mit Hilfe des erfindungsgemäßen Verfahrens können demnach die Empfangseinrichtungen/Sendeeinrichtungen
energieoptimiert betrieben werden. Wird - wie oben beispielhaft beschrieben - eine
Empfangseinrichtung lediglich alle vier Minuten für 300 msec aktiviert, so ergibt
sich ein Energieverbrauch von 1/800 des Energieverbrauchs, der nötig wäre, wenn die
Empfangseinrichtung andauernd aktiviert wäre.
Bezugszeichenliste
[0020]
- 10
- Zentrale
- 11
- Temperaturregler
- 12
- Einstellelement
- 13
- Heizeinrichtung
- 14
- Fußbodenheizungs-Regler
- 15
- Beleuchtungseinrichtung
- 16
- Rolladen
- 17
- Heizkosten-Verteiler
- 18
- Pfeil
- 19
- Sendeeinrichtung
- 20
- Empfangseinrichtung
- 21
- Aktivierungsverlauf
- 22
- Aktivierungsverlauf
- 23
- Aktivierungsverlauf
1. Verfahren zum Betreiben von Sende- und Empfangseinrichtungen in einem Leitsystem für
einen oder mehrere Räume eines Gebäudes, mit den folgenden Maßnahmen:
a) die oder jede Sendeeinrichtung (20) sendet von der oder jeder Empfangseinrichtung
(19) zu empfangende Datensignale (N) in einem vorbestimmten Sendezyklus, nämlich mit
einem vorbestimmten Zeitabstand und mit einer vorbestimmten Sendedauer,
b) die oder jede Empfangseinrichtung (19) wird in einem vorbestimmten Zeitabstand
und mit einer vorbestimmten Zeitdauer aktiviert, wobei der Zeitabstand und die Zeitdauer
der oder jeder Empfangseinrichtung (19) mit dem Sendezyklus der oder jeder Sendeeinrichtung
(20) synchronisiert sind,
c) die oder jede Sendeeinrichtung (20) übermittelt an die oder jede entsprechende
Empfangseinrichtung (19) zusätzlich zu Datensignalen (N) ein Synchronisationssignal
(S), wobei das Synchronisationssignal (S) Informationen über den Zeitabstand der gesendeten
Datensignale (N) enthält,
d) eine Zuordnung der miteinander kommunizierenden Sendeeinrichtungen (20) und Empfangseinrichtungen
(19) erfolgt über im Synchronisationssignal (S) und Datensignal (N) enthaltene Adressen.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Synchronisationssignal (S) während des Zeitabstands der gesendeten Datensignale
(N) zur Zeit des halben Zeitabstands übermittelt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß zur Synchronisation die oder jede Empfangseinrichtung (19) so lange aktiviert wird,
bis sie das entsprechende Synchronisationssignal (S) der entsprechenden Sendeeinrichtung
(20) empfängt.
1. Method for operation of transmitting and receiving devices in a control system for
one or more rooms in a building, comprising the following measures:
a) the or each transmitting device (20) transmits data signals (N), to be received
by the or each receiving device (19), in a predetermined transmission cycle, specifically
with a predetermined time interval and with a predetermined transmission duration,
b) the or each receiving device (19) is activated at a predetermined time interval
and for a predetermined time period, with the time interval and the time period for
the or each receiving device (19) being synchronized to the transmission cycle of
the or each transmitting device (20),
c) the or each transmitting device (20) transmits a synchronization signal (S), in
addition to data signals (N), to the or each corresponding receiving device (19),
with the synchronization signal (S) including information about the time interval
between the transmitted data signals (N),
d) the transmitting devices (20) and receiving devices (19) which communicate with
one another are allocated via addresses which are included in the synchronization
signal (S) and data signal (N).
2. Method according to Claim 1, characterized in that the synchronization signal (S) is transmitted at the halfway point during the time
interval of the transmitted data signals (N).
3. The method according to claim 1 or 2, characterized in that, for synchronization, the or each receiving device (19) is activated until it receives
the corresponding synchronization signal (S) from the corresponding transmitting device
(20).
1. Procédé d'exploitation de dispositifs d'émission et de réception dans un système de
contrôle pour un ou plusieurs locaux d'un bâtiment, comprenant les dispositions suivantes
:
a) le ou chaque dispositif d'émission (20) émet des signaux de données (N) à recevoir
par le ou chaque dispositif de réception (19) dans un cycle d'émission prédéfini,
à savoir avec un intervalle de temps prédéfini et avec une durée d'émission prédéfinie,
b) le ou chaque dispositif de réception (19) est activé dans un intervalle de temps
prédéfini et avec une durée prédéfinie, l'intervalle de temps et la durée du ou de
chaque dispositif de réception (19) étant synchronisé avec le cycle d'émission du
ou de chaque dispositif d'émission (20),
c) le ou chaque dispositif d'émission (20) communique au ou à chaque dispositif de
réception (19) correspondant un signal de synchronisation (S) en plus des signaux
de données (N), le signal de synchronisation (S) contenant des informations sur l'intervalle
de temps des signaux de données (N) émis,
d) une association des dispositifs d'émission (20) et des dispositifs de réception
(19) qui communiquent entre eux s'effectue par le biais des adresses contenues dans
le signal de synchronisation (S) et le signal de données (N).
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que le signal de synchronisation (S) est communiqué pendant l'intervalle de temps des
signaux de données (N) émis au moment de la moitié de l'intervalle de temps.
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que pour effectuer la synchronisation, le ou chaque dispositif de réception (19) est
activé jusqu'à ce qu'il reçoive le signal de synchronisation (S) correspondant du
dispositif d'émission (20) correspondant.