[0001] Die Erfindung betrifft eine Trocknereinheit in einer Bogenrotationsdruckmaschine
nach dem Oberbegriff des Hauptanspruches.
[Stand der Technik]
[0002] Eine Vorrichtung dieser Art ist als Trocknermodul aus DE 26 39 900 A1 bekannt. Zwischen
zwei gleichartigen Druckwerken mit Bogenführungszylindern ist als Baustein eine mit
mindestens einer Trocknereinrichtung zusammenwirkende Übergabetrommel und eine nachgeordnete
Wendetrommel angeordnet. Bevorzugt ist unterhalb vom Übergabezylinder und der Wendetrommel
sowie oberhalb des Übergabezylinders je eine Trocknervorrichtung angeordnet.
[0003] Eine weitere Vorrichtung ist aus EP 0 674 992 B1 bekannt. Zwischen zwei Lackiereinheiten
ist eine Trocknervorrichtung angeordnet, welche dem Druckzylinder der zweiten Lackiereinheit
vorgeordnet ist. Dabei ist die Vorrichtung an einem Rahmen angeordnet, welcher insbesondere
in vertikaler Richtung zur Mantelfläche des Zylinders bewegbar ist. Zwischen den Druckzylindern
der Lackiereinheiten wird der Bogen mittels einer Umführtrommel transportiert.
[0004] Aus DE 196 29 370 A1 ist eine weitere Trocknervorrichtung in modularer Bauweise für
eine Bogenrotationsdruckmaschine bekannt. Insbesondere zwischen dem letzten Druckwerk
und dem Ausleger sind mindestens zwei rotierende Förderelemente mit zugeordneten Greifern
angeordnet. Diesen Rotationsförderern ist unter Berücksichtigung des Bogenlaufes innerhalb
oder außerhalb des Greiferflugkreises jeweils ein Trockner zugeordnet. In einer weiteren
Ausbildung ist eine derart modulare Trocknervorrichtung zusätzlich zwischen zwei Druckwerken
angeordnet.
[0005] Der Einsatz von Trommeln bzw. Rotationsförderern in Verbindung mit Trocknern ist
relativ aufwendig. Die Trocknerstrecke ist durch die Durchmesser der Trommeln bzw.
Rotationsförderer beschränkt oder kann nur durch eine größere Anzahl von Trommeln
bzw. Rotationsförderern erweitert werden.
[0006] Weiterhin ist aus DE 296 23 325 U1 eine Einrichtung zum Bestäuben von Druckprodukten
bekannt, die in einer Ausbildung eine Trocknerstrecke als Teil einer Rahmenplatte
(Seitenwand) für das auslaufseitige Ende (Ausleger) einer Druckmaschine aufweist.
Die Trocknerstrecke weist dabei über Kettenräder umlaufende Fördermittel und Greifer
zum Halten der Druckprodukte auf, wobei die Trocknerstrecke einen Bogenaufgang mit
Kettenrad und vorgeordnetem Trocknersystem aufweist. Dem Kettenrad im Bogenaufgang
folgt in Förderrichtung ein Förderzylinder für die Druckprodukte, dem eine Puderdüsenleiste
benachbart zugeordnet ist. Dem Förderzylinder sind in Förderrichtung weitere über
Kettenräder umlaufende Fördermittel und Greifer zum Abfördern der Druckprodukte nachgeordnet.
Von Nachteil ist hierbei, dass diese Ausbildung auf den Ausleger einer Druckmaschine
beschränkt ist und dass im Bereich der Trocknerstrecke der Bogen lediglich an einer
Kante in Greifern fixiert, ohne Bogenführung, frei geführt ist, so dass sich der Abstand
zwischen den zu trocknenden Bogen und dem Trocknersystem unkontrolliert vergrößert
und der Wirkungsgrad des Trocknersystems reduziert ist.
[0007] Gemäß DE-A-20 12 553 ist eine Stahlstichdruckmaschine für Bogen bekannt, welche ein
dem Druckzylinder eines ersten Druckwerkes nachgeordnetes Transportsystem aufweist.
Das Transportsystem weist eine umlaufende Transportkette sowie IR-Strahler, Gastrockner,
eine Befeuchtungseinrichtung sowie eine Kühlvorrichtung auf. Diesem Transportsystem
folgt eine Wendevorrichtung und dieser ist ein Druckzylinder eines zweiten Druckwerkes
nachgeordnet.
[0008] Aus dem Deutschen Drucker Nr. 33 /5.9.96, S.W 32, W34 und W 39, ist eine Trocknereinrichtung
in Modulbauweise bekannt, welche in der Anlage einer Bogenrotationsdruckmaschine angeordnet
ist. Die Trocknereinrichtung ist als Einschubmodul quer zur Bogenförderrichtung im
Ausleger angeordnet.
[Aufgabe der Erfindung]
[0009] Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, eine Trocknereinheit in einer Bogenrotationsdruckmaschine
der eingangs beschriebenen Art zu schaffen, die die genannten Nachteile vermeidet,
die eine effektivere Trocknung des Bedruckstoffes gestattet und eine bessere Ausnutzung
der Trocknerstrecke erlaubt.
[0010] Die Aufgabe wird durch die Ausbildungsmerkmale des Hauptanspruches 1 gelöst. Weiterbildungen
ergeben sich aus den Unteransprüchen.
[0011] Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, dass zwischen zwei Druckwerken,
zwei Lackwerken, einem Druckwerk und einem Lackwerk und einem Druckwerk oder einem
Lackwerk und einer Verarbeitungsstation (z.B. Stanz-/Perforiereinrichtung, Pudereinrichtung,
Numeriereinrichtung, Prägeeinrichtung) wenigstens eine Trocknereinheit mit einem endlos
umlaufenden Zugmittelgetriebe mit horizontal verlaufenden und Umlenkelemente in einem
Winkel umschließenden Zugmitteltrums angeordnet ist.
[0012] An den Zugmitteltrums sind Bogenhaltesysteme, insbesondere Greifersysteme, in definierten
Abständen angeordnet, welche den bogenförmigen Bedruckstoff an einer Kante im Greiferschluss
transportieren. Im Wesentlichen parallel zu einem Trum ist horizontal in einer Ebene
die Trocknerstrecke angeordnet, an der in einem definierten Abstand der Bogen entlang
einer Bogenführungsebene gefördert und nach dem Passieren der Trocknerstrecke von
einem Bogenhaltesystem des nachfolgenden Bogenführungszylinders übernommen wird. Durch
die horizontale Anordnung von Trocknerstrecke und parallel dazu der Bogenleiteinrichtung
erfolgt der Wärmeeintrag über eine definierte Fläche in den vom unteren Trum in der
Bogenführungsebene geführten Bedruckstoff in einem definierten Abstandsbereich, was
eine effektivere und gleichmäßigere Trocknung zur Folge hat.
[0013] Durch die gestreckte Länge der Zugmitteltrums besteht im Vergleich zu Bogenführungszylindern
zugeordneten Trocknern die Möglichkeit eine größere Anzahl von Trocknersystemen anzuordnen,
welche wahlweise zuschaltbar sind.
Gleichzeitig wird durch die erfindungsgemäße Ausbildung die Trocknerstrecke verlängert
und die Gefahr des Abschmierens des Bedruckstoffes in Folge zu geringer Trocknung
von Farbe und/oder Lack oder eine Überhitzung des Bedruckstoffes spürbar reduziert.
[0014] Von Vorteil ist ebenso, dass die Trocknerstrecke beliebig verlängerbar ist. Hierzu
ist lediglich eine Abstandsverlängerung der Achsmittelpunkte der Umlenkelemente erforderlich
mit entsprechender Anpassung des Zugmittelgetriebes als Fördermittel sowie der Anzahl
der Bogenhaltesysteme und der Trocknersysteme.
[0015] Ein weiterer Vorteil ist dadurch gegeben, dass die Trocknereinheit durch den einfachen
Aufbau eine kostengünstige, universell einsetzbare Lösung darstellt. Ebenso von Vorteil
ist, dass der Bedruckstoff in einem wesentlich trockneren Zustand dem nachfolgenden
Bogenführungszylinder übergeben werden kann.
[Beispiele]
[0016] Die Erfindung soll an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert werden.
[0017] Dabei zeigt:
- Fig. 1
- eine Bogenrotationsdruckmaschine (Ausschnitt) in erster Ausbildung,
- Fig. 2
- eine Bogenrotationsdruckmaschine (Ausschnitt) in zweiter Ausbildung.
[0018] Eine Bogenrotationsdruckmaschine ist in erster Ausbildung gemäß Figur 1 in Reihenbauweise
dargestellt. Dabei sind mehrere Druckwerke 1 für den Mehrfarbendruck aneinander gereiht
angeordnet und beispielsweise untereinander mit Druckzylindern 8 und Transferzylindern
7 bzw. Wendesystemen, z.B. Wendetrommeln, als Bogenführungszylinder verbunden, welche
Bogenhaltesysteme, z.B. Greifersysteme, Saugersysteme, für den Bogentransport aufweisen.
Den Transferzylindern 7 bzw. Wendesystemen sind in definierten Abständen Bogenleiteinrichtungen
9 zugeordnet.
[0019] Gemäß Figur 1 ist ein Ausschnitt einer derartigen Druckmaschine für die Inline-Veredelung
gezeigt. Dabei ist lediglich ein letztes Druckwerk 1 mit einem Plattenzylinder 5,
einem Gummituchzylinder 6 und dem Druckzylinder 8 als Bogenführungszylinder gezeigt.
Dem Plattenzylinder 5 ist ein Farbwerk und ggf. ein Feuchtwerk zugeordnet.
[0020] Dem Druckwerk 1 ist in Förderrichtung 17 ein erstes Lackwerk 2 nachgeordnet, welches
durch einen Formzylinder 10 und ein Dosiersystem 11, z.B. ein Zweiwalzenwerk, gebildet
ist. Der Formzylinder 10 ist wiederum einem Druckzylinder 8 als Bogenführungszylinder
zugeordnet. Zwischen dem Druckwerk 1 und dem ersten Lackwerk 2 ist ein Transferzylinder
7 für den Bogentransport mit zugeordneter Bogenleiteinrichtung 9 angeordnet.
[0021] Dem ersten Lackwerk 2 ist eine als Modul mit einer Länge a ausgebildete Trocknereinheit
20 nachgeordnet, auf die noch näher eingegangen wird. Der Trocknereinheit 20 folgt
in Förderrichtung 17 ein zweites Lackwerk 3 mit einem Formzylinder 10 und einem Dosiersystem
12, z.B. einem Kammerrakel mit einer gerasterten Auftragwalze. Dem zweiten Lackwerk
3 folgt in Förderrichtung 17 ein Ausleger 4, welcher den bogenförmigen Bedruckstoff
mit endlos umlaufenden Fördersystemen 19 mit daran angeordneten Bogenhaltesystemen
16, vorzugsweise Greifersystemen, in bekannter Weise einem Auslegerstapel zuführt
und dort ablegt. Dabei ist den unteren Trums der Fördersysteme 19 eine Bogenleiteinrichtung
9 in einem definierten Abstand zu den Bogenhaltesystemen 16 angeordnet und oberhalb
der unteren Trums ist wenigstens ein Trocknersystem 14,15, beispielsweise Strahlersysteme,
Heißlufttrocknersysteme, E-Feld unterstützte Trockner, angeordnet.
[0022] Die Trocknereinheit 20 ist in Aggregatbauweise durch endlos umlaufende Fördermittel
13 gebildet, welche ein Zugmittelgetriebe darstellen. Dabei sind die Fördermittel
13 als horizontal verlaufende und vorzugsweise scheibenförmige Umlenkelemente 18,
z.B. Kettenräder, in einem definierten Winkel umschlingende Zugmitteltrums, z.B. Rollenketten,
ausgebildet. An den Fördermitteln 13 sind in definierten Abständen Bogenhaltesysteme
16, bevorzugt Greifersysteme, für den Bogentransport angeordnet.
Den horizontal angeordneten Trums ist wenigstens ein Trocknersystem 14, 15, speziell
den unteren Trums der Fördermittel 13, parallel zugeordnet. Zumindest im Bereich der
Trocknersysteme 14, 15 ist unterhalb der Fördermittel 13 dazu parallel eine Bogenleiteinrichtung
9 angeordnet.
[0023] Die Achsmittelpunkte der Umlenkelemente 18 sind zueinander erfindungsgemäß in einer
gemeinsamen Ebene angeordnet. Weiterhin sind diese Achsmittelpunkte erfindungsgemäß
in einer gemeinsamen Ebene mit den Achsmittelpunkten der Transferzylinder 7 angeordnet.
Die gestellfest gelagerten und mit einem Antrieb gekoppelten Umlenkelemente 18 sind
bevorzugt mit annähernd gleichem Außendurchmesser ausgeführt, so dass Last- und Leertrums
der Fördermittel 13 zwischen den Umlenkelementen 18 im Wesentlichen horizontal und
zueinander parallel angeordnet sind. In einer bevorzugten Ausbildung sind die Umlenkelemente
18 zu den Transferzylindern 7 mit annähernd gleichen Durchmessern ausführbar.
[0024] Bevorzugt sind die Trocknersysteme 14, 15 fluchtend in einer Ebene oberhalb der unteren
Trums der Fördermittel 13 zwischen den Umlenkelementen 18 angeordnet.
[0025] Unterhalb der unteren Trums der Fördermittel 13 und der Umlenkelemente 18 ist die
im Wesentlichen horizontal verlaufende Bogenleiteinrichtung 9 in einem definierten
Abstand angeordnet und ist zur Unterstützung der Bogenführung mittels eines Pneumatiksystems
mit Saug- und/oder Blasluft beaufschlagbar ist. Dadurch ist der Bedruckstoff annähernd
parallel zu den Trocknersystemen 14, 15 förderbar.
In einer weiteren Ausbildung ist in der Leitfläche der Bogenleiteinrichtung 9 eine
weitere Trocknervorrichtung als Modul integriert anordenbar. Eine derartige Ausbildung
ist aus DE 196 51 406 C1 bekannt. Damit ist eine beidseitige Trocknung des Bogenmaterials
erzielbar.
[0026] Die Trocknereinheit 20 ist universell zwischen zwei Bogenführungszylindern, bevorzugt
den Druckzylindern 8, zweier Druckwerke 1 oder zwischen den Bogenführungszylindern
zweier Lackwerke 2, 3 oder zwischen den Bogenführungszylindern eines Druckwerkes 1
und eines Lackwerkes 2 oder 3 anordbar. Alternativ ist die Trocknereinheit 20 auch
zwischen den Bogenführungszylindern eines Druckwerkes 1 oder eines Lackwerkes 2,3
und einer bevorzugt nachgeschalteten Verarbeitungseinheit 23, z.B. einer Numeriereinheit,
einer Bestäubungseinheit bzw. einer Schneid-/ Perforier- oder Stanzeinheit anordbar.
Hierbei ist bevorzugt die Verarbeitungseinheit 23 als Modul (in Aggregatbauweise)
ausgebildet.
[0027] Eine bevorzugte Anordnung ergibt sich dadurch, indem zwischen einem in Förderrichtung
17 letzten Druckwerk 1 und einem ersten Lackwerk 2 eine erfindungsgemäße Trocknereinheit
20 angeordnet ist. Die direkte Anordnung der Trocknereinheit 20 nach dem letzten Druckwerk
1 hat insbesondere den Vorteil, dass der auf den bogenförmigen Bedruckstoff aufgebrachte
Mehrfarbendruck vor dem Lackauftrag besser getrocknet ist. Beim anschließenden Aufbringen
wenigstens eines Lackauftrages erhält ein derart getrockneter Bedruckstoff einen deutlich
höheren Glanzeffekt.
[0028] Die Länge a der Trocknereinheit 20 ist bevorzugt längenvariabel ausführbar, so dass
zwischen den Umlenkelementen 18 ausreichend Platz für ein oder mehrere Trocknersysteme
14, 15 bzw. für eine Verlängerung an sich besteht.
[0029] Gemäß Figur 2 ist ein Ausschnitt einer Druckmaschine für die Inline-Veredelung in
zweiter Ausbildung gezeigt mit einem letzten Druckwerk 1 mit Plattenzylinder 5, Gummituchzylinder
6 und Druckzylinder 8 (Bogenführungszylinder).
Dem Druckwerk 1 ist in Förderrichtung 17 ein erstes Lackwerk 2 analog zur ersten Ausbildung
nachgeordnet. Zwischen dem Druckwerk 1 und dem ersten Lackwerk 2 ist ein Transferzylinder
7 für den Bogentransport mit zugeordneter Bogenleiteinrichtung 9 angeordnet.
[0030] Dem ersten Lackwerk 2 ist eine erste als Modul ausgebildete Trocknereinheit 20 nachgeordnet,
der in Förderrichtung 17 ein zweites Lackwerk 3 mit Formzylinder 10 und Dosiersystem
12 folgt. Dem zweiten Lackwerk 3 folgt in Förderrichtung 17 eine zweite als Modul
ausgebildete Trocknereinheit 20. Dabei sind die als Module ausgebildeten Trocknereinheiten
20 bevorzugt baugleich ausgeführt.
[0031] Jede Trocknereinheit 20 ist in Aggregatbauweise ausgebildet und weist endlos umlaufende
Fördermittel 13 mit zwei Umlenkelementen 18 und horizontal angeordneten Trums sowie
in definierten Abständen angeordnete Bogenhaltesystemen 16 auf. Jeweils wenigstens
ein Trocknersystem 14, 15 ist den unteren Trums der Fördermittel 13 parallel zugeordnet
und zumindest im Bereich der Trocknersysteme 14, 15 unterhalb der Fördermittel 13
ist parallel jeweils eine Bogenleiteinrichtung 9 angeordnet.
[0032] Der zweiten Trocknereinheit 20 ist in Förderrichtung 17 eine vorzugsweise als Modul
mit einer Länge b ausgebildete Verarbeitungseinheit 23 nachgeordnet, der ein Ausleger
4 folgt. Die Verarbeitungseinheit 23 weist als Modul zwischen Trocknereinheit 20 und
Ausleger 4 angeordnete Seitenwände auf, die einen gelagerten, bogenführenden Umführzylinder
22 und einen benachbart angeordneten, gelagerten Zylinder 21 tragen. Der Zylinder
21 dient je nach Anforderung beispielsweise als Prägezylinder, Stanz-/ Perforierzylinder,
Numerierzylinder oder Kalander. Dem Zylinder 21 ist bei Bedarf ein Trocknersystem
14,15, dem Umführzylinder 22 benachbart, nachgeordnet.
Dem Umführzylinder 22 ist bevorzugt eine Makulaturauslage zugeordnet und dem Umführzylinder
22 ist im Ausleger 4 ein bevorzugt horizontal umlaufendes Fördersystem 19 mit Bogenhaltesystemen
16 nachgeordnet. Oberhalb des unteren Trums ist bevorzugt wenigstens ein Trocknersystem
14,15 angeordnet, wobei unterhalb des unteren Trums eine Bogenleiteinrichtung 9 angeordnet
ist.
[0033] Die Wirkungsweise ist wie folgt: Der Bedruckstoff wird in Förderrichtung 17 von einem
Bogenhaltesystem des Druckzylinders 8 an ein Bogenhaltesystem 16 des Fördersystems
13 übergeben. Das Bogenhaltesystem 16 führt den fixierten Bedruckstoff in den Bogenabgang
(unterhalb des vorgeordneten Umlenkelementes 18), der Bedruckstoff wird am Trocknersystem
14, 15 in einer Ebene entlang geführt und gleichmäßig getrocknet. Die Bogenleiteinrichtung
9 stützt dabei den Bedruckstoff, so dass dieser annähernd horizontal berührungsfrei
geführt wird und in den Bogenaufgang (nachgeordnetes Umlenkelement 18) geführt und
bevorzugt in einem spürbar getrockneten Zustand an ein Bogenhaltesystem des nachgeordneten
Druckzylinders 8, bevorzugt des zweiten Lackwerkes 3, zur weiteren Verarbeitung übergeben
wird.
In erster Ausbildung wird danach der Bedruckstoff an ein Bogenhaltesystem 16 des Fördersystems
19 übergeben und zum Auslegerstapel transportiert.
In zweiter Ausbildung wird der Bedruckstoff an ein Bogenhaltesystem 16 der Fördermittel
13 (zweite Trocknereinheit 20) übergeben und von dort an ein Bogenhaltesystem des
Umführzylinders 22 zur weiteren Verarbeitung übergeben. Vom Umführzylinder 22 wird
der Bedruckstoff an das Fördersystem 19 übergeben und zum Auslegerstapel transportiert.
[Bezugszeichenliste]
[0034]
- 1
- Druckwerk
- 2
- erstes Lackwerk
- 3
- zweites Lackwerk
- 4
- Ausleger
- 5
- Plattenzylinder
- 6
- Gummituchzylinder
- 7
- Transferzylinder
- 8
- Druckzylinder
- 9
- Bogenleiteinrichtung
- 10
- Formzylinder
- 11
- Dosiersystem
- 12
- Dosiersystem
- 13
- Fördermittel
- 14
- Trocknersystem
- 15
- Trocknersystem
- 16
- Bogenhaltesystem
- 17
- Förderrichtung
- 18
- Umlenkelement
- 19
- Fördersystem
- 20
- Trocknereinheit
- 21
- Zylinder
- 22
- Umführzylinder
- 23
- Verarbeitungseinheit
- a
- Länge (Trocknermodul)
- b
- Länge (Verarbeitungsmodul)
1. Trocknereinheit (20) in einer Bogenrotationsdruckmaschine für den Mehrfarbendruck,
welche zwischen zwei Bogenführungszylindern (7,8,22) als Modul angeordnet ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Trocknereinheit (20) in Aggregatbauweise endlos umlaufende Fördermittel (13)
mit zwei Umlenkelementen (18) und horizontal angeordneten Trums sowie in definierten
Abständen angeordnete Bogenhaltesysteme (16) aufweist, dass die Achsmittelpunkte der
Umlenkelemente (18) und die Achsmittelpunkte von bogenführenden Transferzylindern
(7) in einer Ebene angeordnet sind,
dass wenigstens ein Trocknersystem (14, 15) den unteren Trums der Fördermittel (13) parallel
zugeordnet ist, und
dass zumindest im Bereich der Trocknersysteme (14, 15) unterhalb der Fördermittel (13)
parallel eine Bogenleiteinrichtung (9) angeordnet ist.
2. Trocknereinheit nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Umlenkelemente (18) einen gleichen Außendurchmesser aufweisen.
3. Trocknereinheit nach Anspruch 1 und 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Umlenkelemente (18) den gleichen Außendurchmesser wie die Bogenführungszylinder
(7) aufweisen.
4. Trocknereinheit nach wenigstens Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Trocknereinheit (20) zwischen einem Druckwerk (1) oder Lackwerk (2,3) und einer
Verarbeitungseinheit (23) angeordnet ist.
5. Trocknereinheit nach wenigstens Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Trocknereinheit (20) zwischen zwei Druckwerken (1) angeordnet ist.
6. Trocknereinheit nach wenigstens Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Trocknereinheit (20) zwischen zwei Lackwerken (2, 3) angeordnet ist.
7. Trocknereinheit nach wenigstens Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Trocknereinheit (20) zwischen einem Druckwerk (1) und einem Lackwerk (2, 3) angeordnet
ist.
8. Trocknereinheit nach wenigstens Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass einer Trocknereinheit (20) in Förderrichtung (17) eine zumindest einen Bogenführungszylinder
(22) aufweisende Verarbeitungseinheit (23) als Modul nachgeordnet ist.
1. Drying unit (20) in a sheet-fed rotary printing press for multicolour printing, which
is arranged as a module between two sheet-carrying cylinders (7, 8, 22),
characterized
in that the drying unit (20) of unit design has endlessly circulating conveying means (13)
having two deflection elements (18) and horizontally arranged runs and also sheet-holding
systems (16) arranged at defined intervals,
in that the axis centres of the deflection elements (18) and the axis centres of sheet-carrying
transfer cylinders (7) are arranged in one plane,
in that at least one drying system (14, 15) is arranged parallel to the lower run of the
conveying means (13), and
in that, at least in the region of the drying systems (14, 15), a sheet guide device (9)
is arranged parallel underneath the conveying means (13).
2. Drying unit according to Claim 1, characterized in that the deflection elements (18) have an equal external diameter.
3. Drying unit according to Claims 1 and 2,
characterized in that the deflection elements (18) have the same external diameter as the sheet-carrying
cylinders (7).
4. Drying unit according to at least Claim 1,
characterized in that the drying unit (20) is arranged between a printing unit (1) or varnishing unit (2,
3) and a processing unit (23).
5. Drying unit according to at least Claim 1,
characterized in that the drying unit (20) is arranged between two printing units (1).
6. Drying unit according to at least Claim 1,
characterized in that the drying unit (20) is arranged between two varnishing units (2, 3).
7. Drying unit according to at least Claim 1,
characterized in that the drying unit (20) is arranged between a printing unit (1) and a varnishing unit
(2, 3).
8. Drying unit according to at least Claim 1,
characterized in that the drying unit (20) is arranged as a module in the conveying direction (17) of a
processing unit (23) having at least one sheet-carrying cylinder (22).
1. Unité de séchage (20) dans une machine d'impression rotative à feuilles pour l'impression
polychrome, qui est disposée sous forme de module entre deux cylindres de guidage
des feuilles (7, 8, 22),
caractérisée en ce que
l'unité de séchage (20) présente des moyens de transport (13) tournant sans fin dans
la construction de l'ensemble avec deux éléments déflecteurs (18) et des tronçons
disposés horizontalement ainsi que des systèmes de retenue des feuilles (16) disposés
à distances définies, en ce que les centres axiaux des éléments déflecteurs (18) et les centres axiaux de cylindres
de transfert (7) guidant les feuilles sont disposés dans un plan, en ce qu'au moins un système de séchage (14, 15) est associé parallèlement aux tronçons inférieurs
du moyen de transport (13), et en ce qu'au moins dans la région des systèmes de séchage (14, 15), un dispositif de guidage
des feuilles (9) est disposé parallèlement en dessous du moyen de transport (13).
2. Unité de séchage selon la revendication 1,
caractérisée en ce que
les éléments déflecteurs (18) présentent un diamètre extérieur identique.
3. Unité de séchage selon la revendication 1 ou 2,
caractérisée en ce que
les éléments déflecteurs (18) présentent le même diamètre extérieur que les cylindres
de guidage des feuilles (7).
4. Unité de séchage selon au moins la revendication 1,
caractérisée en ce que
l'unité de séchage (20) est disposée entre un dispositif d'impression (1) ou un dispositif
de peinture (2, 3) et une unité de traitement (23).
5. Unité de séchage selon au moins la revendication 1,
caractérisée en ce que
l'unité de séchage (20) est disposée entre deux dispositifs d'impression (1).
6. Unité de séchage selon au moins la revendication 1,
caractérisée en ce que
l'unité de séchage (20) est disposée entre deux dispositifs de peinture (2, 3).
7. Unité de séchage selon au moins la revendication 1,
caractérisée en ce que
l'unité de séchage (20) est disposée entre un dispositif d'impression (1) et un dispositif
de peinture (2, 3).
8. Unité de séchage selon au moins la revendication 1,
caractérisée en ce
qu'une unité de séchage (20) est suivie dans la direction de transport (17) par une unité
de traitement (23) sous forme de module, présentant au moins un cylindre de guidage
des feuilles (22).