Technisches Gebiet
[0001] Die Erfindung geht aus von einer Halogenglühlampe und einer dazu passenden Fassung
gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1. Es handelt sich dabei um Hochvolt/Mittelvoltlampen
mit zugehöriger Fassung. Die Fassung kann insbesondere auch als Adapter für konventionelle
Fassungen ausgeführt sein. Zum Beispiel kann der Adapter zu diesem Zweck mit einem
E27/E14-Schraubsockel, Bajonettsockel o.ä. ausgestattet sein.
Stand der Technik
[0002] Aus der EP-A 652 610 ist eine einseitig gequetschte Niedervolt(NV)-Glühlampe bekannt,
die einen Glassockel verwendet, bei dem die Stromzuführungen direkt an den Breitseiten
der Quetschung um 180° umgebogen sind und an diesen anliegen. In der Fassung angeordnete
elastische Klammerkontakte ermöglichen eine Zweipunkthalterung.
[0003] Die EP-A 668 639 beschreibt ebenfalls eine Fassung für eine einseitig gequetschte
Niedervolt-Glühlampe mit kompliziert gestalteten Kontaktfedern und mehreren keilförmigen
Vorsprüngen an den Breitseiten der Quetschung, wobei auch die Stromzuführungen auf
diesen keilförmigen Vorsprüngen aufliegen.
[0004] Schließlich ist aus der DE-A 28 10 402 eine Fassung für eine einseitig gequetschte
Niedervolt-Glühlampe für die Anwendung bei einer Leiterplatine bekannt, wobei die
Stromzuführungen zur Kontaktierung auf der Platine seitlich rechtwinkelig von der
Quetschung der Lampe weggeführt sind.
[0005] Halogenglühlampen finden zunehmende Verbreitung in vielen verschiedenen Lebensbereichen,
etwa in der Haus- und Wohnungsbeleuchtung, bei Fahrzeugen, im gewerblichen Bereich
usw. Ihre Vorteile liegen in der geringen Baugröße, der erhöhten Lichtausbeute, der
guten Farbwiedergabe sowie der im Vergleich zu konventionellen Glühlampen höheren
Lebensdauer. Größtenteils werden dabei Niedervolthalogenlampen, etwa mit 12 V oder
24 V Betriebsspannung, eingesetzt. In den letzten Jahren sind auch einige Mittelvolt-
und Hochvolthalogenglühlampen auf den Markt gekommen.
[0006] Bei den Niedervolthalogenglühlampen werden einseitig gequetschte Stiftlampen eingesetzt.
Als Halte- und Kontaktelemente stehen dabei gerade stiftförmige Stromzuführungen aus
der lampenabgewandten Seite der Quetschung heraus. Dementsprechend sind die zugeordneten
Fassungen im wesentlichen durch zwei Aufnahmeöffnungen mit integrierten federbelasteten
Stiftkontaktierungen für die Stiftstromzuführungen gekennzeichnet. Wegen der niedrigen
Betriebsspannung ist keine Sicherung gegen Berührung der spannungsführenden Teile
notwendig. Diese Lampen sind sehr kompakt.
[0007] Im Gegensatz dazu werden bei den bekannten einseitig gequetschten Mittelvolt- und
Hochvolthalogenglühlampen überwiegend zusätzliche Außenkolben mit einem konventionellen
Mittelvolt-(MV) oder Hochvolt-(HV)-Normsockel verwendet. Bei Schraubsockeln sind sie
aus Sicherheitsgründen sogar zwingend erforderlich. Als Verbindungsteil zwischen Lampe
und Außenkolben einerseits und dem Normsockel andererseits dient häufig ein Keramikteil,
in das Lampe und Außenkolben eingekittet werden. Die Befestigung zwischen dem Keramikteil
und dem Normsockel erfolgt in der Regel ebenfalls durch Kitten, Kleben oder Crimpen.
Zur Eliminierung des Risikos von Kolbenplatzern am Lebensdauerende werden zwischen
Stromzuführung und Sockelkontakten ein bis zwei Sicherungen geschaltet. Die Halogenglühlampe
ist dadurch äußerlich wie eine konventionelle Glühlampe für diesen Spannungsbereich
(mindestens 80 V; typische Werte für MV sind 100 bis 120 V, für HV 220 bis 250 V)
gestaltet und im wesentlichen auch genauso groß. Dies ist begründet durch die Sicherheitsanforderungen
(Berührschutz in dem entsprechenden Spannungsbereich; Platzerschutz) und durch die
durch die verbreiteten Leuchten bedingten Vorgaben bezüglich der Normsockel sowie
der Forderung nach Austauschbarkeit von konventionellen Lampe mit Halogenglühlampen.
Aufgrund dieser Konstruktionsmerkmale sind HV/MV-Lampen sowohl im Vergleich zu den
entsprechenden konventionellen als auch im Vergleich zu NV-Halogenglühlampen mit Transformator
deutlich teurer. Ihr Marktanteil ist daher bisher vergleichsweise gering. Außerdem
sind bisher kompakte HV/MV-Halogenglühlampen überhaupt nicht auf dem Markt.
Darstellung der Erfindung
[0008] Der Erfindung liegt das technische Problem zugrunde, ein möglichst kompaktes System
aus Halogenglühlampe und Fassung für HV und MV zu schaffen. Eine weitere Aufgabe ist
es, eine Halogenglühlampe und eine passende Fassung bzw. ein System zu schaffen, die
einerseits zu verbessertem Umweltschutz und andererseits zu Kosteneinsparungen führen.
[0009] Erfindungsgemäß wird dieses Problem gelöst durch ein System aus Halogenglühlampe
und Fassung nach Anspruch 1 bzw. eine Fassung nach Anspruch 14 bzw. eine Halogenglühlampe
nach Anspruch 21.
[0010] Dabei basiert die Erfindung auf der Idee, möglichst kompakte MV/HV-Lampen herzustellen
indem auch bei diesen Lampen Glassockel verwendet werden. Unter bestimmten Voraussetzungen
ist es dabei sogar möglich, ohne erhebliche Sicherheitsrisiken auf die Verwendung
von Sicherungen zur Vermeidung des Berstens von Lampenkolben am Lebensdauerende zu
verzichten. Dies läßt sich insbesondere durch geeignet geformte Stromzuführungen erreichen.
Beispiele sind im DE-GM 91 02 566 (Stromzuführung ist gewendelt und bildet in der
Quetschung einen Ausblaskanal) und im DE-GM 296 07 132 (Stromzuführung ist ein dünner
ungewendelter Draht mit höchstens 200 µm, insbesondere 130 µm Durchmesser) beschrieben.
Auf diese Schriften wird ausdrücklich bezug genommen.
[0011] Erfindungsgemäß wird eine für den Mittelvolt-/Hochvoltbereich ausgelegte einseitig
gequetschte Halogenglühlampe verwendet, deren Quetschung als Glassockel ausgebildet
ist mit zwei Schmalseiten und zwei Breitseiten. Insgesamt besteht das System aus einer
einseitig gequetschten Halogenglühlampe und zugeordneter Fassung, wobei die Lampe
eine Hochvolt/Mittelvolthalogenglühlampe mit einer Lampenachse ist, deren Quetschung
als Glassockel mit im wesentlichen auf der lampenabgewandten Seite des Glassockels
liegenden Stromzuführungen ausgebildet ist, wobei die Fassung eine Einführöffnung
für die Lampe, eine mechanische Haltevorrichtung zum Halten der Lampe an dem Glassockel
und metallische Kontakte zum elektrischen Kontaktieren der Stromzuführungen der Lampe
aufweist.
[0012] Die äußeren Stromzuführungen der Lampe sind um mindestens etwa 90° umgebogen. Die
elektrischen Kontakte der Fassung kontaktieren in einer Ausführungsform die Stromzuführungen
im umgebogenen Bereich. Als thermisch günstig hat sich erwiesen, wenn die Biegung
der Stromzuführung vom Glassockel beabstandet angeordnet ist. Mechanisch besonders
stabil ist eine Anordnung, bei der die Stromzuführung nach der Biegung bis zum Glassockel
zurückgeführt ist und insbesondere an der Schmalseite der Quetschung anliegt. Eine
hohe Kompaktheit läßt sich erzielen, wenn die elektrischen Kontakte der Fassung die
Stromzuführungen im Bereich ihrer freien zurückgeführten Enden kontaktieren.
[0013] Dabei wirkt die Haltevorrichtung mit einem Haltemittel, meist einer Ausnehmung und/oder
einem Vorsprung, an dem Glassockel im Sinne einer Einrasthalterung zusammen.
[0014] Aus dem Glassockel ragen Stromzuführungen der Lampe heraus, die im wesentlichen auf
der kolbenabgewandten Seite des Glassockels liegen, d.h. im wesentlichen "unten",
wenn der Lampenkolben mit dem Glühdraht "oben" ist.
[0015] Weiterhin ist als bevorzugte Ausführungsform vorgesehen, daß im Gegensatz zu den
Niedervolthalogenglühlampen und ihren Fassungen nicht die Stromzuführungen und zugeordnete
Aufnahmelöcher, sondern vielmehr der Bereich der "darüber" liegenden Quetschung selbst
für den haltenden Kontakt zwischen Lampe und Fassung verwendet wird. Entsprechend
liegen die Stromzuführungen, wenn die Lampe in der Fassung montiert ist, "unter" der
Quetschung bzw. unter der mechanischen Halterung. Sie liegen daher tiefer in der Fassung
als bei NV-Systemen. Der Glassockel und die Halterung tragen daher erfindungsgemäß
zur Abdeckung der spannungsführenden Teile bei. Dazu sind wesentliche Teile der Stromzuführungen
unterhalb der Quetschung angeordnet, während sie häufig bei Glassockellampen für NV-Betrieb
direkt an der Endfläche der Quetschung zu deren Breitseiten hin abgebogen sind.
[0016] Ein wesentlicher Vorteil betrifft die Kontaktstellen zwischen den Stromzuführungen
und den entsprechenden metallischen Gegenkontakten der Fassung. Dadurch, daß die Lampe
bereits an dem Glassockel gehalten wird, bietet sich (im Vergleich zu den Stiftlampen)
die Möglichkeit, die Gestalt der Stromzuführungen, die im wesentlichen unter dem Glassockel
angeordnet sind, und die der Fassung so zu wählen, daß die Kontaktstellen einen gewissen
räumlichen Abstand von dem Glassockel haben. Dadurch wird die thermische Belastung
der Kontaktstellen und damit ihre Oxidation deutlich vermindert. Dieser Vorteil gilt
auch im Vergleich zu den oben beschriebenen konventionellen Normsockeln, da diese
durch ihre Gestalt und massive Bauform eine vergleichsweise viel stärkere Wärmeleitung
zu den Kontaktstellen bedingen.
[0017] Andererseits wird dadurch die Voraussetzung dafür geschaffen, die metallischen Kontakte
in der Fassung in einem so großen Abstand voneinander anzubringen, daß ein irrtümliches
Kontaktieren von NV-Lampen, deren Stiftabstände kleiner 6,35 mm sind, nicht möglich
ist.
[0018] Um dies zu realisieren, sind die Stromzuführungen der Lampe um mindestens etwa 90°
zu den Schmalseiten hin umgebogen. Diese Biegung hat zunächst den Sinn, den Abstandes
zwischen den metallischen Kontakten der Fassung auf einfache Weise zu vergrößern.
Dadurch wird ein Schutz gegen die versehentliche Verwendung einer Niedervolthalogenglühlampe
mit der resultierenden Explosionsgefahr verwirklicht. Durch den veränderten Kontaktabstand
kann mit einer Niedervolthalogenglühlampe mit normiertem Abstand der Stromzuführungen
keine gleichzeitige Kontaktierung zu beiden metallischen Kontakten der Fassung hergestellt
werden, womit das Unfallrisiko entfällt.
[0019] Trotzdem kann bei der Lampe selbst der Abstand der Stromzuführungen in der Quetschung
und unmittelbar davor außerhalb ihrer Endfläche auf dem bei Niedervolthalogenglühlampen
eingeführten Normabstand von 6,35 mm gehalten werden. Dieser Normabstand hat sich
außerdem bereits für die in Außenkolben eingesetzten bzw. für die mit Zusatznormsockel
ausgestatteten Halogenglühlampen im Hochvoltbereich durchgesetzt. Die erfindungsgemäßen
Lampen können daher weiterhin billig mit den bereits vorhandenen Maschinen produziert
werden und dann kann durch einfaches Umbiegen der Abstand zwischen den Kontaktbereichen
der Stromzuführungen vergrößert werden. Im Gegensatz zu NV-Halogenglühlampen stellt
das Umbiegen bei HV-Halogenglühlampen kein Problem dar, da die verwendeten Molybdändrähte
typischerweise Durchmesser kleiner 0,5 mm haben. Durch das Umbiegen nach außen wird
der Abstand der Kontaktbereiche um mindestens 10% gegenüber NV-Lampen erhöht, entsprechend
einem Abstand der Kontakte in der Fassung von über 7 mm, besonders bevorzugt über
8 mm, insbesondere über 9 mm.
[0020] Schließlich wird durch das Umbiegen eine gewisse Federwirkung der Stromzuführung
erzielt, insbesondere wenn das Ende der Stromzuführung bis zur Quetschung zurückgeführt
ist. Die Kontaktierung zwischen Stromzuführung und Gegenkontakt der Fassung wird dadurch
verbessert und kann daher durch bloßes Berühren erfolgen. In diesem Fall einer Kontaktierung
durch Berührung ist es vorteilhaft, den Gegenkontakt der Fassung im wesentlichen flächig,
beispielsweise als Blattfeder, zu gestalten, so daß er also die Stromzuführung nicht
aufnimmt, während die Kontaktfläche der Stromzuführung möglichst groß gewählt wird,
indem sie mehr oder weniger flach (gerade oder leicht gebogen) angelegt ist.
[0021] Je nachdem ob die Kontakte der Fassung in Einführrichtung der Lampe vor oder seitlich
neben den Stromzuführungen vorgesehen sind, kann es in diesem Zusammenhang sinnvoll
sein, die Biegung um deutlich mehr als 90°, etwa 180°, zu erstrecken. Insbesondere
kann die Stromzuführung in einer gerundeten Form umgebogen sein, so daß ihr freies
Ende auf den Glassockel zurückweist. Es kann darüber hinaus vorteilhaft sein, wenn
die solchermaßen zurück gebogene Stromzuführung zur Stabilisierung mit ihrem Ende
in einer Ausnehmung, z.B. in einer Rille an der Schmalseite des Glassockels, liegt.
Um die genannte Federwirkung zu unterstützen, sollte dabei in Richtung der jeweiligen
Feder ein freier Abstand zu dem Glassockel belassen werden. Beispielsweise ist diese
Richtung die Lampenlängsrichtung, wenn die metallischen Gegenkontakte - in der Lampeneinsetzrichtung
gesehen - vor den Stromzuführungen liegen.
[0022] Eine Federwirkung kann alternativ oder zusätzlich auch durch federnde Gegenkontakte
der Fassung erzielt werden. Die Lebensdauer und die Zuverlässigkeit der Kontakte wird
erhöht, wenn die fassungsseitigen Gegenkontakte mit separaten Federn, insbesondere
mit Schraubenfedern, versehen sind. Um die Stromzuführung bei ihrer Kontaktierung
des fassungsseitigen Gegenkontakts - eventuell zusätzlich zu der erläuterten Stabilisierung
in der Ausnehmung des Glassockels - besser zu führen, kann dem Gegenkontakt der Fassung
eine Führungseinrichtung, etwa ein Schacht, vorgelagert sein, beispielsweise durch
entsprechende Ausbildung des Fassungsgehäuses. Eine hohe Kompaktheit und sichere Kontaktierung
wird dadurch erreicht, daß sowohl die Halterung als auch die Kontaktierung durch Federkräfte
von federnden Mitteln erreicht wird, die axial oder quer zur Achse wirken.
[0023] Das federnde Mittel ist insbesondere eine einzige Schraubenfeder oder Blattfeder,
die mit dem elektrischen Kontakt so zusammenwirkt, daß sie gleichzeitig sowohl für
die Halterung als auch für die Kontaktierung sorgt.
[0024] In einer anderen Variante ist das federnde Mittel für die Halterung eine Klammerfeder,
während das federnde Mittel für die Kontaktierung eine Schraubenfeder ist. Dabei können
an dem Glassockel eine Ausnehmung und ein Vorsprung einander benachbart liegen und
die Klammerfeder ist dazu ausgelegt, über den Vorsprung in die Ausnehmung zu greifen.
[0025] In einer ersten Ausführungsform ist das System so ausgelegt, daß die Lampe gegenüber
ihrer Endstellungs-Längsrichtung geneigt eingeführt und um eine Achse quer zur Längsrichtung
der Lampe drehend in eine mit einem Vorsprung an einer Schmalseite des Glassockels
zusammenwirkende Einrasthalterung eingerastet worden ist.
[0026] In einer zweiten Ausführungsform wird die Lampe in ihrer Endstellungs-Längsrichtung
eingeführt und um ihre Längsrichtung als Drehachse drehend in eine mit einem Vorsprung
an dem Glassockel zusammenwirkende Einrasthalterung eingerastet, wobei die Einrasthalterung
insbesondere in einem Deckel der Fassung angeordnet ist.
[0027] In einer dritten Ausführungsform wird die Lampe in ihrer Endstellungs-Längsrichtung
eingeführt und dadurch in eine mit einer Ausnehmung und/oder mit einem Vorsprung an
dem Glassockel oder der äußeren Stromzuführung zusammenwirkende Einrasthalterung eingerastet.
[0028] Grundsätzlich kann das System nach einem der verschiedenen Ausführungsformen auch
so gestaltet werden, daß die Fassung als Adapter mit einem Normsockel (Schraub- oder
Bajonettsockel) für Hochvolt/Mittelvoltlampen ausgebildet ist.
[0029] Das Grundkonzept der erfindungsgemäßen Fassung zum Aufnehmen einer Hochvolt-/Mittelvolt-Halogenglühlampe
mit Glassockel basiert auf folgenden Merkmalen: eine dem Glassockel angepaßte Einführöffnung,
eine mechanische Haltevorrichtung, geeignet zum Halten der Lampe an dem Glassockel,
und metallische Kontakte, geeignet zur elektrischen Kontaktierung von Stromzuführungen
der Lampe auf der lampenabgewandten Seite des Glassockels.
[0030] Dieses Grundkonzept ermöglicht dadurch eine klare Unterscheidung zu Fassungen für
NV-Lampen, daß der Abstand zwischen den metallischen Gegenkontakten mindestens 7 mm
beträgt. Bei NV-Lampen ist er mindestens 10% kleiner.
[0031] Vorteilhaft besteht die Fassung aus mindestens zwei Teilen mit genieteten oder gecrimpten
Verbindungen. Dadurch kann zum einen unterschiedliches Material für die Teile verwendet
werden (lampenseitig ist ein thermisch hochbelastbares Material günstiger, beispielsweise
Keramik) und zum anderen wird die Montage der Federn und Kontakte in der Fassung erleichtert.
[0032] Die Fassung kann zusätzlich mit einem offenen Hüllkolben, insbesondere einem Opalschirm,
UV-Filterschirm, Farbfilterschirm, einer transparenten Leuchtenabdeckung oder einem
Außenkolben versehen sein.
[0033] Vorteilhaft ist die Fassung mit Führungsrinnen oder -schächten für die Stromzuführungen
der Lampe ausgestattet, die benachbart zu den Kontakten der Fassung angeordnet sind.
[0034] Eine geeignete einseitig gequetschte Halogenglühlampe ist eine MV/HV-Halogenglühlampe,
deren Quetschung als Glassockel ausgebildet ist und deren Stromzuführungen insbesondere
so um mindestens etwa 90° umgebogenen sind, daß die Stromzuführungen im wesentlichen
auf der lampenabgewandten Seite vor dem Glassockel liegen.
[0035] Insbesondere ist die Lampe mit einer Ausnehmung und/oder einem Vorsprung zum Einrasten
einer komplementären Einrasthalterung einer Fassung ausgestattet.
[0036] Vorteilhaft sind die Stromzuführungen beabstandet vom Glassockel umgebogen und insbesondere
bis zum Glassockel zurückgeführt. Hohe Stabilität und Kontaktsicherheit wird erreicht,
wenn die Enden der umgebogenen Stromzuführungen in Rinnen an den Schmalseiten des
Glassockel eingebettet sind.
[0037] Der Glassockel bietet verschiedene Ausgestaltungsmöglichkeiten, um die Montage und
den Sitz in der Halterung der Fassung zu optimieren. Schon ein einfacher, im Querschnitt
z. B. rechteckiger Glassockel kann ohne weiteres stabil und sicher von einer Klammer
oder einer formschlüssigen Passung, die Bestandteil der Fassung ist, gegriffen werden.
[0038] Durch die obigen mit der Erfindung eröffneten Möglichkeiten ergeben sich erhebliche
Vorteile im Hinblick auf die Problemstellung der Erfindung. So kann im Vergleich zu
Niedervoltsystemen auf den Transformator verzichtet werden, was diee Leuchten nicht
nur kleiner und sehr viel preiswerter, sondern im Hinblick auf ihre begrenzte Lebensdauer
natürlich auch umweltfreundlicher macht. Dies ergibt sich aus dem Wegfall der Müllbelastung
durch den Transformator sowie des mit ihm verbundenen Materialaufwands. Ferner ist
eine mögliche Quelle für Defekte und damit für ein vorzeitiges Lebensdauerende der
gesamten Leuchte entfallen. Zusätzlich wird das häufig bei billigen Transformatoren
auftretende Brummen im Dimmbetrieb vermieden.
[0039] Im Vergleich zu den konventionellen Systemen für Mittelvolt- und Hochvoltbetrieb
reduziert sich der Preis der Halogenlampen beträchtlich durch den Ersatz des konventionellen
Normsockels durch den Glassockel. Außerdem kann jetzt der bei Schraubsockeln bisher
zwingend erforderliche zusätzliche Außenkolben entfallen. Analog sinken Material-
und Montageaufwand sowie das Müllaufkommen.
[0040] Die im Niedervoltbereich verbreiteten Systeme mit Stiftlampen sind aus Sicherheitsgründen
für den Mittelvolt- und Hochvoltbereich ungeeignet.
[0041] Durch die Erfindung werden jedoch ohne Sicherheitsrisiken sehr kleine Lampenkolben
für den Mittelvolt- und Hochvoltbereich geschaffen. so daß außerordentlich kompakte
Leuchtenkonstruktionen möglich werden. Dies liegt nicht nur an der verminderten Lampengröße,
sondern auch an der - im wesentlichen durch den Wegfall des beschriebenen Normsockels
- gegebenen Möglichkeit der Konstruktion sehr kompakter Lampenfassungen.
[0042] Im Hinblick auf die Problemstellung der Erfindung besteht eine weitere erfindungsgemäße
Ausgestaltung in einer Adapterlösung zu konventionellen Normsockeln im Mittelvolt-/Hochvoltbereich,
also z.B. zu den gängigen E11-, E14-, E26-, E27-, B15d- oder B22d-Sockeln. Die erfindungsgemäße
Fassung ist dann mit einem entsprechenden Normsockel verbunden bzw. weist einen entsprechenden
Normsockel auf. Dadurch kann das erfindungsgemäße System in praktisch allen gängigen
und im Gebrauch befindlichen Leuchten mit Normsockeln nachgerüstet werden. Damit können
auch bislang mit den konventionellen Mittelvolt-/Hochvolthalogenglühlampen oder mit
halogenfreien Glühlampen betriebene Leuchten umgerüstet werden, so daß der Benutzer
von den Vorteilen der Halogenbeleuchtung bzw. den Kostenvorteilen der Erfindung profitiert
und dabei der Sicherheit und dem Umweltschutz entsprochen wird.
[0043] Ein besonderer Vorteil des erfindungsgemäßen Systems liegt darin daß die Kosten für
Ersatzlampen so gering sein, daß sie sich kaum mehr von den Preisen konventioneller
Glühlampen unterscheiden. Somit wird eine erhebliche Steigerung des Marktanteils von
Halogenglühlampen ermöglicht. Das erfindungsgemäße Fassungs-Lampen-System kann sogar
so klein ausgeführt werden, daß das Bauvolumen gegenüber konventionellen Glühlampen
oder konventionellen normgesockelten Halogenglühlampen verkleinert ist. Dadurch ist
die Nachrüstung praktisch uneingeschränkt in allen Leuchten möglich.
[0044] Vorteilhafte Ausgestaltungen der Fassung sind kittfrei ausgeführt und die notwendigen
Verbindungen sind gesteckt, genietet, gecrimpt, geklemmt oder vergleichbar ausgeführt.
Die Kittfreiheit kommt dem Umweltschutz zugute, und darüber hinaus wird die Materialtrennung
bei der Entsorgung erleichtert. Außerdem wird vorteilhaft die bei HV/MV-Halogenglühlampen
üblicherweise mit bleihaltigem Lot durchgeführte Boden- und Seitenkontaktlötung auf
eine umweltfreundliche Verbindungstechnik, wie beispielsweise Laserschweißen, umgestellt.
Insbesondere können Verbindungsnieten in der Fassung hohl ausgeführt werden und als
Schrauben- oder Bolzenlöcher dienen, durch die die Fassung mit dem beschriebenen Adapterteil
oder mit einer Leuchte verbunden wird.
[0045] Schließlich kann die Fassung mit einer integrierten Abschirmung ausgestattet sein,
beispielsweise mit einem Opal-, UV-Filter- oder Farbfilterschirm, oder mit einer transparenten
Leuchtenabdeckung oder mit einem aufgeschraubten Zusatzschutzkolben, z.B. als Berührungsschutz
oder aus ästhetischen Gründen. Im letztgenannten Fall kann die Erfindung im Falle
der beschriebenen Adapterlösung zu einer der konventionellen Mittelvolt-/Hochvolthalogenglühlampe
ähnlichen, jedoch zerlegbaren und weitgehend wiederverwendbaren Lampe führen.
[0046] Ein weiterer bestechender Vorteil der erfindungsgemäßen Adapterlösung mit Schraubsockel
besteht darin, daß durch eine geeignete Durchmesservergrößerung des Adapters direkt
oberhalb des Schraubsockels (i.a. als "Überstand" bezeichnet) der zwingend vorgeschriebene
Berührschutz in den Adapter integriert werden kann ohne daß hierzu ein Außenkolben
wie beim Stand der Technik benötigt wird. Bisher wurde dieser Berührschutz bei konventionellen
Halogenglühlampen mit Schraubsockel sehr aufwendig durch das Anbringen eines Außenkolbens
realisiert, der dabei gleichzeitig auch als Schutz vor dem Berühren des eigentlichen
Lampenkolbens fungiert.
[0047] Durch die neue Adapterlösung mit geeignetem Durchmesser ergeben sich wegen des jetzt
möglichen Verzichts auf den Außenkolben enorme Kostenvorteile bei Schraubsockeladaptern.
Zusätzliche Einsparungen ergeben sich bei Vormaterialien und im Herstellverfahren.
Weiterhin wird die Recyclingfähigkeit der Produkte verbessert und die Umweltbelastung
reduziert.
[0048] Die inhärente Sicherheit wird dadurch erzielt, daß der Überstand des Adapters jetzt
den Seitenkontakt im Normsockel immer sicher abschirmt, so daß es nicht möglich ist,
beim Auswechseln einer Lampe versehentlich mit dem Finger an spannungsführende Teile
zu gelangen. Dagegen war es früher bei geborstenem oder gelöstem Außenkolben möglich,
versehentlich spannungsführende Teile zu berühren.
[0049] Während eine konventionelle Lampe mit für einen Berührschutz ausreichend großem Durchmesser
des Sockels (entsprechend dem jetzt möglichen Überstand) sehr teuer und daher nicht
konkurrenzfähig wäre, muß bei der erfindungsgemäßen Adapterlösung der relativ teure
Adapter mit ausreichendem Überstand, also großem Durchmesser, nur beim erstmaligen
Anschaffen des Systems gekauft werden. Danach genügt immer der billige Zukauf der
Ersatzlampe mit Glassockel.
[0050] Erfindungsgemäß ist vorgesehen, die Lampe mittels ihres Glassockels in der Fassung
zu halten. Dabei ist es bevorzugt, eine Einrasthalterung zu verwenden, bei der zumindest
eine Ausnehmung und/oder zumindest ein Vorsprung am Glassockel mit zumindest einem
komplementären Element in der Fassung zusammenwirkt. Insbesondere ist dabei an Schnapp-
oder Bajonettverbindungen gedacht. Besonders wirkungsvoll ist eine solche Einrasthalterung,
wenn am Glassockel ein Vorsprung und eine Ausnehmung nebeneinander liegen und die
Einrasthalterung über den Vorsprung in die Ausnehmung greift, um die Lampe zu halten.
Dies hat insbesondere den Vorteil, daß eine (ohnehin bevorzugte) integrale Ausbildung
des Vorsprungs bzw. der Ausnehmung am Glassockel erleichtert wird, indem das aus der
Ausnehmung verschobene Material zum Aufbau des Vorsprungs dient. Bei der Herstellung
muß also weder Material abgetragen noch aufgetragen werden, und die Einrasthalterung
kann um eine der Summe aus Vorsprungshöhe und Ausnehmungstiefe entsprechende Strecke
einrasten.
[0051] Es ist aus Sicherheitsgründen bei allen Halterungsvarianten und insbesondere bei
den Einrasthalterungen bevorzugt, daß die Fassung eine Einführöffnung für die Lampe
aufweist, die unter Berücksichtigung einer leichten Einführbarkeit weitgehend dem
Querschnittsprofil des Glassockels und der gegebenenfalls bis zur Einführöffnung hinaufreichenden
Halterung angepaßt ist. Bevorzugt ist dabei ein Doppel-T-Querschnittsprofil der Quetschung
(bzw. des daraus gebildeten Glassockels), das einerseits eine gute Führung in der
Einführöffnung und andererseits eine gute Stabilität des Glassockels ermöglicht. Da
der Glassockel erfindungsgemäß durch die Halterung gehalten wird, ist seine Stabilität
wichtiger als bei konventionellen Halogenglühlampen.
[0052] Für die Einführung der Lampe und die Einrasthalterung bestehen verschiedene Möglichkeiten,
von denen die folgenden bevorzugt sind und in den Ausführungsbeispielen näher illustriert
sind.
[0053] Zum einen kann die Lampe gegenüber ihrer endgültigen Position etwas schräg eingeführt
und dabei bereits gegen die Kontakte der Fassung gedrückt werden, um dann, gegebenenfalls
gegen die Federkraft der Fassungskontakte, durch eine Drehbewegung um eine quer zur
Lampenlängsrichtung verlaufende Achse in die Einrasthalterung geführt zu werden. Dazu
liegt zumindest eine Ausnehmung oder zumindest ein Vorsprung auf zumindest einer der
im Drehsinn seitlichen Seiten des Glassockels, etwa den Schmalseiten eines Glassockels
mit Rechteckquerschnittsprofil. Das Einrasten kann dabei einfach darin bestehen, daß
die Federkraft der fassungsseitigen Kontakte die Lampe mit einem oder mehreren Vorsprüngen
in eine zum Einführen seitlich offene Ausnehmung an der Fassung drückt und somit darin
arretiert.
[0054] Eine andere Alternative besteht in einer Fassung, die einem Bajonettsockel entspricht,
wobei die Einführrichtung und die Längsrichtung der Lampe beim Einführen und in der
Endstellung zusammenfallen und die Lampe in der Fassung um ihre Längsrichtung drehend
in ähnlicher Weise wie soeben beschrieben eingerastet wird.
[0055] Schließlich ist es besonders bevorzugt, ganz auf eine Drehbewegung zu verzichten
und die Lampe einfach in ihrer Längsrichtung in die Endstellung einzuführen und mit
der Einführbewegung direkt einzurasten. Dabei kann insbesondere ein mit der geschilderten
Vorsprungs-Ausnehmungs-Kombination zusammenwirkendes Federmittel (i.a. eine Schnappfeder
oder Blattfeder) in der Fassung Verwendung finden.
[0056] Unabhängig von der genauen Ausgestaltung der Kontakte und der Halterung ist es bevorzugt,
daß ein Austausch der Lampe ohne weitere Demontagemaßnahmen erfolgen kann, indem die
Lampe einfach aus der Fassung entnommen bzw. in sie eingesetzt wird. Dazu muß nur
der Lampenkolben gegriffen und bewegt werden, also ähnlich wie bei einer NV-Halogenglühlampe
mit Stiftsockel.
[0057] Vorsorglich wird darauf hingewiesen, daß die obenstehend und im Zusammenhang mit
den Ausführungsbeispielen erläuterten Einzelmerkmale auch in anderen Kombinationen
oder jeweils für sich erfindungswesentlich sein können. Insbesondere sind die hier
beschriebenen Merkmale von Lampen, Fassungen oder daraus gebildeten Systemen über
den speziellen Anwendungsbereich von Mittelvolt-/Hochvolthalogenglühlampen hinaus
auch bei anderen Lampen anwendbar. Dies gilt zum einen allgemein für Halogenglühlampen
aller Art, aber auch für andere Lampen wie Entladungslampen, insbesondere kleinwattige
Metallhalogenidlampen mit einseitig gequetschtem Kolben wie sie beispielsweise in
der US-PS 4 717 852 beschrieben sind.
[0058] Ferner wird darauf hingewiesen, daß der Gegenstand dieser Anmeldung insbesondere
in Kombination mit dem Gegenstand des DE-GM 296 07 132 oder des DE-GM 91 02 566 derselben
Anmelderin besondere Vorteile entfaltet. Die dort offenbarte Lehre, die innere Stromzuführung
so zu gestalten, daß sie als inhärente Sicherung wirkt, ermöglicht Halogenglühlampen,
die ohne separate elektrische Sicherung betrieben werden können, da sie beim Ausfall
nicht platzen. Dies hat im vorliegenden Zusammenhang den Vorteil, daß die Fassungen,
Adapter und/oder Leuchten ohne elektrische Sicherung betrieben werden können und insbesondere
keine Fehlbestückung hinsichtlich der Leistungsbemessung der Lampe und der Sicherung
möglich ist.
Figuren
[0059] Im folgenden soll die Erfindung anhand mehrerer Ausführungsbeispiele näher erläutert
werden, die in den beiliegenden Figuren illustriert sind. Dabei zeigt:
- Figur 1
- eine Seitenansicht eines Systems aus Lampe und Fassung nach einem ersten Ausführungsbeispiel;
- Figur 2
- eine Ansicht des Innenaufbaus der Fassung nach dem ersten Ausführungsbeispiel;
- Figur 3
- einen Längsschnitt entsprechend dem Schnitt III-III in Fig. 2;
- Figur 4
- einen Längsschnitt durch ein System aus Lampe und Fassung nach einem zweiten Ausführungsbeispiel
(Fig. 4a) sowie eine Draufsicht auf die Fassung von oben (Fig. 4b) und von unten (Fig.
4d) sowie ein Querschnitt in Höhe des Deckels (Fig. 4c);
- Figur 5
- zwei um 90° zueinander gedrehte Längsschnitte (Fig. 5a und 5b) eines Systems aus Lampe
und Fassung nach einem dritten Ausführungsbeispiel;
- Figur 6
- verschiedene Einzelheiten des Ausführungsbeispiels gemäß Fig. 5, die Lampe betreffend
(Fig. 6a-c) und die Kontakte betreffend (Fig. 6d-f);
- Figur 7
- eine größtenteils längsgeschnittene Ansicht eines Systems aus Lampe und Fassung gemäß
einer Adapterversion;
- Figur 8
- ein gegenüber Fig. 7 um 90° gedrehter Längsschnitt eines weiteren Ausführungsbeispiels,
das gegenüber Fig. 7 geringfügig modifiziert ist;
- Figur 9
- ein gegenüber Fig. 5 leicht modifiziertes weiteres Ausführungsbeispiel.
Beschreibung der Zeichnungen
[0060] Das erste Ausführungsbeispiel zeigt eine Kippversion des erfindungsgemäßen Systems
und entspricht der in Anspruch 10 umschriebenen Ausgestaltung einer Einrasthalterung.
Das System eignet sich insbesondere für Tischleuchten, Möbeleinbauleuchten o.ä. In
Figur 1 bis 3 erkennt man eine in eine Fassung 2 eingesteckte Hochvolthalogenglühlampe
1, die in einer Öffnung 7 der im wesentlichen quaderförmigen Fassung 2 mit ihrem Glassockel
3 gehalten ist. Die Fassung 2 ist an einer Breitseite mit einer aufgenieteten plattenförmigen
Abdeckung 4 versehen, die in der Ansicht nach Fig. 2 zur Verdeutlichung weggelassen
ist. In Fig. 3 wiederum ist die Abdeckung am rechten Rand des zu Fig. 2 orthogonalen
Schnitts gezeigt. Das ganze äußerst kompakte System ist insgesamt nur 62 mm hoch,
der Durchmesser der Lampe ist 13 mm. Die Fassung ist 26 mm breit und 26 mm hoch sowie
11 mm tief. Wie Figur 2 zeigt, besitzt die Lampe zwei Stromzuführungen 9, die aus
der Stirnseite 8 der Quetschung herausragen und halbkreisförmig nach außen umgebogen
sind.
[0061] Aus Fig. 3 ergibt sich anschaulich, daß die Lampe 1 in die Öffnung 7 wegen der schrägen
Oberkante 4a der Abdeckung 4 geneigt eingeführt werden kann. Dabei drücken die in
Figur 2 gezeigten Stromzuführungen 9 der Lampe bügelartig geformte, "C"-ähnlich gebogene
Kontakte 6 der Fassung 2, die im Innern des "C" mit Schraubenfedern 11 gefedert sind,
nach unten. Dies ist möglich, weil die Kontakte 6 in Schächten 10 geführt sind, so
daß die Lampe 1 unter Druck tiefer eingeschoben werden kann. Dann wird die Lampe in
die Längsachse A gekippt. Dabei erfolgt eine Drehung um eine in Fig. 2 horizontal
in der Papierebene und in Fig. 3 senkrecht zur Papierebene liegende Drehachse, wodurch
warzenähnliche Vorsprünge 5a an dem Glassockel 3 der Lampe unter eine Ausnehmung einer
Einrasthalterung 5b geführt werden können. Wird der Druck reduziert und die Lampe
1 schließlich losgelassen, so drücken die Federn 11, die an Querstegen 12 in der Fassung
2 aufsitzen, die Lampe in die Ausnehmung der Einrasthalterung 5b hinauf, und die Lampe
ist einerseits sicher gehalten und andererseits besteht ein sicherer Kontakt zwischen
den Kontakten 6 und dem unteren Bogenstück der Stromzuführungen 9 der Lampe.
[0062] Im unteren Bereich der Figuren sind jeweils zwei Kabel 13 eingezeichnet, die mit
Kabelschuhen an den Kontakten 6 befestigt sind oder an die Kontakte angenietet oder
angeschweißt sind.
[0063] Insbesondere in Fig. 2 und Fig. 3 ist zu erkennen, daß die spannungsführenden Teile
der Fassung 2, nämlich die Kontakte 6, durch den um die Öffnung 7 gruppierten Kragen
14, also dem oberen Bereich der Fassung 2, teilweise abgedeckt sind. Dieser Kragen
14 weist die Einrasthalterung 5b auf und umgibt den Glassockel 3 eng. Er ist weitestgehend
an den Glassockel 3 mit kleinem Spiel angepaßt. Ausgenommen von dieser engen Passung
zwischen Glassockel 3 und Einführöffnung 7 ist nur die für das geneigte Einführen
notwendige schräge Oberkante 4a der Abdeckung 4, wie in Fig. 3 rechts zu erkennen.
[0064] Eine besonders gute Abdeckung der spannungsführenden Teile der Fassung wird durch
eine zweite Ausführungsform, nämlich eine Drehversion des erfindungsgemäßen Systems,
erzielt. Dabei ist der Glassockel der Lampe im Prinzip einem Bajonettsockel nachempfunden,
siehe das in Fig. 4a bis 4d gezeigte zweiten Ausführungsbeispiel, das der Ausgestaltung
einer Einrasthalterung nach dem Anspruch 11 entspricht. Das zweite Ausführungsbeispiel
hat gegenüber dem ersten jedoch eine größere Bauhöhe der Fassung, so daß es nicht
ganz so flach ausgeführt werden kann, wie aus dem folgenden deutlich wird. Ein besonderer
Vorteil dieser Ausführungsform ist, daß die Fassung leicht auf die Breite der Quetschung
der Lampe abgestimmt werden kann, so daß diese Breite frei gewählt werden kann.
[0065] Die Fassung ist hier ein hohlzylindrischer Körper 22 aus Keramik oder Steatit, in
dem ein separater zylindrischer Innenkörper 20 drehbar um die Längsachse A gelagert
ist. Der Innenkörper 20 besteht aus zwei übereinander angeordneten Teilen 20a und
20b, durch die sich parallel zur Achse A zwei Kontaktstifte 26 hindurch erstrecken.
Diese sind durch Schraubenfedern 31, die an Wülsten 27 der Stiftkontakte anschlagen,
federnd gelagert. Der obere Teil 20a des Innenkörpers besitzt, ausgehend von seiner
oberen Stirnseite 19, eine schlitzförmige Aufnahme 33, die dem Glassockel der aufzunehmenden
Lampe angepaßt ist.
[0066] Wie der Längsschnitt (Fig. 4a) und die Draufsicht (Figur 4b) zeigen, ist auf die
obere, als Ringkragen ausgebildete Stirnseite 19 der Fassung ein Deckel 18 aus Metallblech
mit am Ringkragen außen umlaufendem heruntergezogenem Rand 18a aufgesetzt. Der Deckel
18 ist Teil einer Einrasthalterung 25 und ist in drei seitlichen Vertiefungen 17 der
Fassung (jeweils um 120° beanstandet) durch Vercrimpen befestigt. Der Deckel 18 weist
ferner eine langgestreckte Wölbung 16 auf seiner Oberfläche auf. Sie besteht aus zwei
äußeren Wölbungsteilen 16a und 16b, die mittig durch einen sektorenartigen oder doppelfächerartigen
Ausschnitt 16c voneinander getrennt sind. Ferner sind neben den Wölbungsteilen 16
a, b jeweils um etwa 20° Drehwinkel gegen die Wölbungsteile versetzte spiegelsymmetrische
Ausschnitteile 16e und 16f nach außen hin an den großen Ausschnitt 16c angesetzt.
Die Form des gesamten Ausschnitts entspricht im wesentlichen dem Querschnitt der Quetschung
einer Lampe unter Berücksichtigung einer axialen 20°-Drehung.
[0067] Eine einseitig gequetschte Hochvolthalogenglühlampe 21 mit als Glassockel 23 ausgeführter
Quetschung wird senkrecht von oben in die hohlzylindrische Fassung 22 durch den Ausschnitt
16c im Deckel 18 in die Aufnahme 33 im oberen Teil 20a des Innenkörpers eingeführt.
Zwei halbkugelförmige oder warzenartige Vorsprünge 30 an den Schmalseiten des Glassockels
23 der Lampe passen dabei genau durch die Ausschnitteile 16e und 16f hindurch (siehe
linke Hälfte der Fig. 4a sowie Fig. 4b) und kommen in bogenförmigen Aussparungen 29
im Kragen der Fassung 22 zu liegen (siehe Fig. 4c). Durch eine 20°-Drehung der Lampe
21 um die Mittenachse A werden die beiden Vorsprünge 30 an den unter die entsprechenden
Wölbungsteile 16a und 16b des Deckels 18 (Fig. 4b) gedreht, wie in der rechten Hälfte
der Figur 4a gezeigt. Dabei dreht sich das gesamte Innenteil 20, das die Stiftkontakte
26 mit den Federn 31 enthält, mit. Es ist zweckmäßig, den maximal möglichen Drehwinkel
ζ durch eine Abschlußscheibe 20c zu begrenzen, die direkt unterhalb des Innenkörpers
20 angeordnet ist. Sie besitzt einen Ausschnitt 20d, der ähnlich einer Anzug-Fliege
geformt ist und der den Drehwinkel ζ entsprechend begrenzt (siehe Fig. 4d).
[0068] Beim Einsetzen der Lampe 21 in die Aufnahme 33 drücken außerdem halbkreisförmig nach
außen umgebogene Stromzuführungen 24 der Lampe, die aus der Stirnseite 28 des Glassockels
23 herausgeführt sind, auf die durch die separaten Schraubenfedern 31 gefederten Stiftkontakte
26 der Fassung 22. Die Stromzuführungen 24 werden dabei in rinnenartigen Vertiefungen
32 am Boden der Aufnahme 33 geführt. Das Hinunterdrücken der Stiftkontakte 26 ermöglicht
den Warzen 30, unter das Niveau des Deckels 18 zu kommen, so daß die Drehung ausgeführt
werden kann, bis sich die Warzen 30 unter den Wölbungen 16a, 16b befinden. Beim Loslassen
der Lampe 21 drücken die Federn 31 die Lampe wieder so weit hoch, daß die Warzen 30
in den Wölbungen 16a, 16b einrasten. Die Lampe ist lösbar arretiert.
[0069] Die folgenden Ausführungsbeispiele entsprechen alle der Ausgestaltung einer Schnapp-
oder Steckversion nach Anspruch 9. Diese Ausgestaltung ist besonders bevorzugt, weil
sie die Vorteile der vorherigen Ausführungsbeispiele prinzipiell vereinigt und darüber
hinaus besonders einfach realisierbar ist und ein extrem kompaktes System bereitstellt.
[0070] Dabei wird erstmals ein HV-Lampen-Fassungssystem mit einem maximalen Durchmesser
von 22 mm und einer Gesamtlänge von nicht mehr als 51 mm (bis 60 W Leistung) bzw.
57 mm (bis 100 W Leistung) realisiert, was bisher unerreichbar schien.
[0071] Die Fig. 5 und 6 zeigen das dritte Ausführungsbeispiel, das dem Anspruch 12 entspricht,
in zueinander um 90° gedrehten Querschnittsdarstellungen (Fig. 5a und 5b) sowie Einzelheiten
(Fig. 6). Eine Hochvolthalogenglühlampe 41 mit einem im Querschnitt Doppel-T-förmigen
quetschgedichteten Glassockel 43 kann in eine Einführöffnung 47 einer Fassung 42 senkrecht
von oben eingeführt werden.
[0072] Die Fassung 42 ist ein runder Zylinder mit einer Gesamthöhe von 17 mm und einem Durchmesser
von 22 mm. Sie besteht aus einem plättchenförmigen Unterteil 42a und einem Oberteil
42b mit der Einführöffnung 47. Die beiden Teile sind miteinander vernietet (35). Die
Einführöffnung 47 endet an einem Bodenteil 36 und ist von einem Kragen 37 umgeben.
[0073] In der Einführöffnung 47 ist eine U-förmig gebogene Halteklammer 45 befestigt, deren
beide Schenkel 45a leicht nach innen gebogen sind. Das die Schenkel 45a verbindende
Verbindungsstück 45b ist in einem Verbindungsgang 38 an der unteren Stirnfläche des
Bodenteils 36 arretiert.
[0074] Die mechanische Halterung der Lampe geschieht wie folgt: Beim Einführen der Lampe
rasten die Schenkel 45a der in der Einführöffnung 47 angebrachten Halteklammer (die
eine Einrasthalterung bildet) mit ihren abgerundet konkav umgebogenen Enden 45c über
einen keilförmigen Vorsprung 40 in der Breitseite des Glassockels in eine darüber
und daran angrenzend angeordnete komplementäre rinnenähnliche Ausnehmung 39 am Glassockel
43.
[0075] Die elektrische Kontaktierung der Lampe geschieht wie folgt: An der unteren Stirnfläche
des Glassockels treten gemäß Fig. 6a bis 6c zwei Stromzuführungen 44 im Abstand von
12 mm aus. Sie bestehen aus 0,5 mm dicken Drähten. Diese sind zunächst etwa 4 mm gerade
nach außen geführt, dann jedoch halbkreisförmig zurückgebogen und soweit verlängert,
daß sie an den Schmalseiten 51 der Quetschung in achsparallelen Rinnen 52 geführt
und damit stabilisiert sind.
[0076] Beim Einführen der Lampe schieben die Stromzuführungen 44 unterhalb des Glassockels
43 angeordnete Metallblechkontakte 46 der Fassung gegen die Kraft separater Schraubenfedern
53 geringfügig radial nach außen und stellen damit einen elektrischen Kontakt her.
Die Kontakte 46 besitzen eine am Grundkörper 46a rechtwinklig radial nach außen abgebogene
Oberlippe 48. Die Oberlippe erleichtert das Gleiten des Kontaktes 46 in einer dafür
vorgesehenen Höhlung 49, die seitlich im Kragen 37 angebracht ist. Die quer zur Lampenachse
liegenden Federn 53 sind an der Grundfläche 46a des Kontakts mittels eines ausgebauchten
Vorsprungs 50 fixiert. Die Kraftübertragung von der Stromzuführung 44 auf den Kontakt
46 wird durch eine schräg nach außen gerichtete Delle 53a im Biegungsbereich zwischen
Grundkörper 46a und Oberlippe 48 erleichtert. Die Kontaktstelle zwischen Stromzuführung
und Fassungskontakt liegt bei dieser Ausführung also seitlich außen am äußeren Schenkel
der halbkreisförmig um 180° umgebogenen Stromzuführungen 44.
[0077] Diese Art der Kontaktierung ist in jeder Hinsicht optimiert, da durch den von der
Stromzuführung gebildeten Bogen ein genügender Abstand der Kontaktstelle zum Glassockel
geschaffen wird. Damit werden thermische Probleme minimiert. Andererseits wird eine
hohe Stabilität dieser Konstruktion durch die Fixierung der Stromzuführung in der
Rinne sichergestellt. Gleichzeitig begünstigt der Bogen eine allmählich sich steigernde
Kraftübertragung auf den Kontakt beim Einsetzen der Lampe. Schließlich wird damit
noch eine sehr lange gemeinsame Kontaktfläche zwischen Kontakt und Stromzuführung
ermöglicht, wodurch Übergangswiderstände verringert und thermisch bedingte Korrosionsprobleme
vermieden werden.
[0078] Diese Ausführungsart der Kontaktierung ermöglicht eine Differenzierung des Kontaktabstandes
gegenüber NV-Lampen, so daß ein irrtümliches Einsetzen von NV-Lampen von vornherein
verhindert wird. Unfälle durch fehlerhaftes Einsetzen von Niedervolthalogenglühlampen
ist bei diesem Ausführungsbeispiel daher unmöglich, weil das Einrasten der Einrasthalterung
5 keine Gegenkraft seitens der Kontakte 6 bzw. der Federn 11 erfordert.
[0079] Die Stromzuführungen 44 sind in Führungsschächten 55 geführt, die sich im Bodenteil
36 des Oberteils der Fassung 42 befinden. Das Unterteil enthält zwei Bohrungen für
Zuleitungskabel 54, die am unteren Ende der Kontakte 46 befestigt sind.
[0080] Die Fig. 5 a und 5b zeigen, daß die Einführöffnung 47 in der breiten Richtung den
Abmessungen der Breitseite der Quetschung des Glassockels 43 angepaßt ist. In der
schmalen Richtung läßt sie noch genügend Platz für das Ausfedern der gebogenen Enden
45 c der Halteklammer 45. Insgesamt ergibt sich im Vergleich zu den ersten beiden
Ausführungsbeispielen eine wesentlich kleinere Einführöffnung 47 mit optimalem Berührschutz
der im übrigen auch durch ihre seitliche Anordnung weitgehend verdeckten Kontakte
46.
[0081] In einer gegenüber Fig. 5/6 vereinfachten, kostengünstigeren Version gemäß Fig. 9
wird auf die separate Halteklammer 45 verzichtet. Die mechanische Halterung erfolgt
vielmehr ähnlich wie in den ersten Ausführungsbeispielen. Sie geschieht mittels des
Zusammenwirkens der von den querliegenden Schraubenfedern bewegten Metallblechkontakte
mit geeignet geformten äußeren Stromzuführungen. Gleiche Bauteile wie in Fig. 5 sind
in Fig. 9 mit gleichen Bezugsziffern versehen.
[0082] Dabei ist der außenliegende Teil der äußeren Stromzuführung 44 (also der Teile, der
außen an die 180°-Biegung anschließt) nicht geradlinig zur Schmalseite der Quetschung
zurückgebogen (und dort in der Rinne 52 gelagert), sondern zusätzlich nach außen ausgebaucht.
Er beschreibt in der Ebene der Stromzuführungen direkt nach der Krümmung zunächst
einen nach außen gerichteten Bogen 70. Der Metallblechkontakt 71 besitzt eine entsprechend
angepaßte, nach innen gerichtete Biegung 72 in Halbkreisform, so daß der Kontakt 71
von der Seite gesehen einem Fragezeichen ähnelt. Die Biegung 72 ist in der Endstellung
höher als der Bogen 70 angeordnet, so daß sie hinter dem Bogen 70 einrasten kann.
Der Einrastbereich liegt bevorzugt in Höhe einer seitlichen viertelkreisähnlichen
Aussparung 75 am Quetschungsende. Dadurch werden mögliche Scherkräfte auf die aus
Molybdän bestehenden Stromzuführungen minimiert.
[0083] Beim Einsetzen der Lampe wird das federbelastete Kontaktplättchen kurzzeitig beim
Passieren des Bogens 70 nach außen gedrückt. Bei Erreichen der Endposition rastet
die Biegung 72 hinter dem Bogen 70 ein. Die querliegende Schraubenfeder 73, die den
Kontakt 71 von außen an die Stromzuführung 44 anpreßt, ist jetzt in Höhe des Bogens
70 angeordnet. Ihr Druck verhindert ein versehentliches Lösen der Einrastverbindung.
Somit bewirken die Stromzuführungen in Verbindung mit den Kontakten nicht nur die
elektrische Verbindung, sondern auch die mechanische Halterung.
[0084] Um ein gewisses Spiel der Lampe in der Einführöffnung 47 zu verhindern, sind an den
Schmalseiten der Quetschung warzenähnliche Vorsprünge 74 angebracht, die in vertikalen
Führungsschächten 47a in der Wand der Einführöffnung 47 geführt werden und so ein
seitliches Verkippen der Lampe verhindern.
[0085] Die Fig. 7 und 8, die zwei um 90° gedrehte Seitenansichten zeigen, entsprechen weitgehend
der Fig. 5. Sie zeigen jedoch zwei Adapterversionen, bei denen statt einer festen
Montage der Fassung in einer Leuchte jetzt ein Adapter 56 das Fassungsteil ersetzt.
Der Adapter 56 besitzt ein Oberteil 58, das im Prinzip dem in Fig. 5/6 beschriebenen
entspricht. Das Unterteil 59, das mit einem Schraubsockel 57 ausgestattet ist, ist
über zwei Hohlniete 60 am Oberteil befestigt. Mittels einer Vercrimpung ist ein von
einem ersten Kontakt 61a zum Seitenkontakt 62 des Schraubsockels führendes Kabel in
das Unterteil 59 eingeklemmt, während ein zweites Kabel von dem Bodenkontakt 63 des
E27-Sockels zu einem zweiten Kontakt 61b führt. Die übrigen Bauteile entsprechen dem
vorherigen Ausführungsbeispiel. In der Ausführungsform der Fig. 7 besitzt das Unterteil
einen E14-Schraubsockel. Die gesamte Bauhöhe des Systems ist 81 mm. In der Ausführungsform
der Fig. 8 besitzt das Unterteil einen E27-Schraubsockel und es ist außerdem noch
ein Außenkolben 65 über den Innenkolben gestülpt. Der Außenkolben ist mittels Federblechen
66 am Unterteil 59 befestigt. Die gesamte Bauhöhe ist etwa 90 mm.
[0086] Besonders erwähnenswert ist, daß der seitliche Überstand 64 (2,5 mm Breite) am Adapter
in beiden Ausführungsbeispielen einen Berührschutz gewährleistet. Er ersetzt damit
den früher zwingend notwendigen Außenkolben (Fig. 7) bzw. macht den Außenkolben 65
zu einem reinen Designmerkmal (Fig. 8).
[0087] Das Unterteil des Adapters kann statt mit einem Schraubsockel auch mit einem Bajonettsockel
versehen sein. Weiterhin kann statt eines Außenkolbens beispielsweise auch ein Reflektor
oder dekorativer seidenmatter (opalen durchscheinender) Hüllkolben am Adapter befestigt
sein. Dabei ist ein trichterförmiger, kegelförmiger oder glockenförmiger Opalschirm
als offener Hüllkolben 14 angesetzt, ähnlich wie bei dem in DE-GM 92 01 057 gezeigten
Adapter. Bei diesem vorbekannten Adaptersystem ist die Lampe jedoch mit einem üblichen
Bajonettsockel (Typ B15d) und der Adapter mit dem entsprechenden Gegenstück ausgestattet.
Die Gesamtbaulänge ist daher deutlich größer als bei der erfindungsgemäßen Lösung.
[0088] Es ist genauso vorstellbar, daß statt des Opalschirms ein beliebig geformter separater
Glaskolben vorgesehen ist, der auf der Fassung 2 abnehmbar befestigt, z.B. verschraubt
ist, um an die Lampe gelangen zu können. Selbstverständlich sind auch beliebige andere
Lampen- oder Leuchtenzusatzbauteile denkbar, z.B. Filter, Spiegel, Linsen oder dergleichen
mehr.
[0089] Als Materialien sind bei den Ausführungsbeispielen verwendet: Molybdän für die Lampe
Stromzuführungen; Keramik, vorzugsweise bearbeitbare Keramik oder auch hitzebeständiger
Kunststoff, für die Teile der Fassung bzw. des Adapters, vernickeltes Eisen oder vernickelte
Kupferlegierung für die Niete, Federstahl für die Feder der Einrasthalterung bei den
Fig. 5 bis 9, Kupferlegierungen oder vernickeltes Eisen für die Kontakte 6, silikonisolierte
Kabel an den Kontakten 6.
[0090] Die Montage der Fassung 2 bei den in den Fig. 5 bis 8 gezeigten Ausführungsbeispielen
geschieht wie folgt: Die Haltefeder 5 wird von unten in das Oberteil der Fassung 2
gesteckt; die Kabel werden durch Nieten oder Widerstandsschweißen an den Kontakten
6 befestigt. Die Kabel mit den Kontakten und die Federn 11 werden eingesetzt und das
Unterteil und das Oberteil der Fassung 2 durch die Niete 12 vernietet; ggf. wird die
Normsokkelhülse 8 am Unterteil aufgesetzt und vercrimpt.
[0091] Der bei den in den Fig. 5 ff gezeigten Ausführungsbeispielen erzielte Kontaktabstand
der Kontakte 6 ist deutlich größer als der Normabstand von NV-Lampen (6,3 mm). Er
beträgt mindestens 7 mm, bevorzugt 9,6 mm. Es sind selbstverständlich, auch im übrigen
entsprechende spannungsangepaßte Luftstrecken und Kriechstrecken vorzusehen.