(19)
(11) EP 1 131 837 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
14.08.2002  Patentblatt  2002/33

(21) Anmeldenummer: 99958049.1

(22) Anmeldetag:  16.11.1999
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)7H01H 87/00
(86) Internationale Anmeldenummer:
PCT/EP9908/799
(87) Internationale Veröffentlichungsnummer:
WO 0031/768 (02.06.2000 Gazette  2000/22)

(54)

SELBSTERHOLENDE STROMBEGRENZUNGSEINRICHTUNG MIT FLÜSSIGMETALL

SELF-RECOVERING CURRENT-LIMITING DEVICE WITH LIQUID METAL

DISPOSITIF LIMITEUR DE COURANT A AUTO-RETABLISSEMENT ET DOTE DE METAL LIQUIDE


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE CH CY DK ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE

(30) Priorität: 20.11.1998 DE 19853577

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
12.09.2001  Patentblatt  2001/37

(73) Patentinhaber: Moeller GmbH
53115 Bonn (DE)

(72) Erfinder:
  • KRÄTZSCHMAR, Andreas
    D-53129 Bonn (DE)
  • BERGER, Frank
    D-53913 Swisttal-Miel (DE)
  • ANHEUSER, Michael
    D-53757 St. Augustin (DE)
  • KREMERS, Wolfgang
    D-53229 Bonn (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
DE-A- 2 652 506
DE-B- 1 146 966
GB-A- 424 360
US-A- 4 429 295
DE-B- 1 024 595
DE-B- 1 788 143
NL-A- 7 508 758
   
  • DATABASE WPI Section EI, Week 198309, Derwent Publications Ltd., London, GB; Class X13, AN 1983-D0960K, XP002132555 & SU 922 911 A (KUIBYSHEV POLY) 23 April 1982
  • DATABASE WPI Section EI, Week 198443 Derwent Publications Ltd., London, GB; Class X13, AN 1984-268575 XP002132556 & SU 1 076 981 A (KUIBYSHEV POLY), 28. Februar 1984 (1984-02-28) in der Anmeldung erwähnt
   
Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


Beschreibung

Technisches Gebiet



[0001] Die Erfindung betrifft eine selbsterholende Strombegrenzungseinrichtung mit Flüssigmetall nach dem Oberbegriff des Anspruches 1. Derartige Strombegrenzungseinrichtungen finden Anwendung zur Strombegrenzung in Niederspannungsnetzen.

Stand der Technik



[0002] Aus der Druckschrift SU 922 911 A ist eine selbsterholende Strombegrenzungseinrichtung bekannt, die zwei zum Inneren der Strombegrenzungseinrichtung eben ausgebildete Elektroden aus Festmetall enthält, die durch als zylindrisches, druckfestes Isoliergehäuse ausgebildete erste Isolierkörper getrennt sind. Innerhalb des Isoliergehäuses sind durch isolierende Zwischenwände und dazwischen angeordnete zweite Isolierkörper, die als ringförmige Dichtscheiben ausgebildet sind, mit Flüssigmetall teilweise aufgefüllte, hintereinander liegende Verdichterräume ausgebildet, die untereinander über mit Flüssigmetall ausgefüllte, außermittig angeordnete Verbindungskanäle der Zwischenwände verbunden sind. Damit besteht im Normalbetrieb über das Flüssigmetall eine durchgehende innere leitende Verbindung zwischen den Elektroden. Im Strombegrenzungsfall wird infolge der hohen Stromdichte schlagartig das Flüssigmetall aus den Verbindungskanälen verdrängt. Damit ist die elektrische Verbindung der Elektroden über das Flüssigmetall unterbrochen, was zur Begrenzung des Kurzschlußstromes führt. Nach Abschaltung oder Beseitigung des Kurzschlusses füllen sich die Verbindungskanäle wieder mit Flüssigmetall, worauf die Strombegrenzungseinrichtung erneut betriebsbereit ist. In der Druckschrift DE 40 12 385 A1 wird als Medium über dem Flüssigkeitsspiegel Vakuum, Schutzgas oder eine isolierende Flüssigkeit erwähnt. Zur Verbesserung der Begrenzungseigenschaften sind nach Druckschrift SU 1 076 981 A die Verbindungskanäle benachbarter Zwischenwände gegeneinander versetzt angeordnet. Es ist nach Druckschrift DE 26 52 506 A1 bekannt, bei Kontakteinrichtungen Gallium-Legierungen, insbesondere Gallium-Indium-Zinn-Legierungen (GaInSn-Legierungen) zu verwenden. Von Nachteil ist, daß die bekannten Strombegrenzungseinrichtungen nur in waagerechten und gering davon abweichenden Gebrauchslagen funktionieren. Eine bekannte Strombegrenzungseinrichtung nach Druckschrift SU 1 094 088 A ist mit Zwischenwänden, in denen mehrere Verbindungskanäle kreisförmig um die Mittelachse ausgebildet sind, sowie mit zwischen den Zwischenwänden angeordneten kupfernen Trennwänden, die zwecks Kühlung des Flüssigmetalls nach außen geführt sind, ausgestattet. Diese Strombegrenzungseinrichtung erlaubt Gebrauchslagen bei Drehungen bis zu 360° um die horizontale Mittelachse und Neigungen bis zu 50° gegenüber der Horizontalen, was allerdings nur in Verbindung mit den in nachteiliger Weise potentialbehafteten Trennwänden ermöglicht wird, wobei wegen dieser Trennwände die Verdichterräume in aufwendiger Weise einzeln mit Flüssigmetall zu füllen sind.

Darstellung der Erfindung



[0003] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, in fertigungs- und anwenderfreundlicher Weise den Bereich der Gebrauchslagen zu erweitern.

[0004] Ausgehend von einer Strombegrenzungseinrichtung der eingangs genannten Art wird die Aufgabe erfindungsgemäß durch die kennzeichnenden Merkmale des unabhängigen Anspruches gelöst, während den abhängigen Ansprüchen vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung zu entnehmen sind.

[0005] Durch die Hohlräume der Elektroden wird ein zusätzlicher Raum geschaffen, der als Reservoir für Flüssigmetall dient, das bei Veränderung der Gebrauchslage an anderer Stelle zur Verfügung steht und damit der hinreichenden Funktionstüchtigkeit der Strombegrenzungseinrichtung dient. In der waagerechten Gebrauchslage, das heißt bei horizontal ausgerichteter Längsachse der Strombegrenzungseinrichtung, ist die Ausfüllung der Hohlräume und die Benetzung der für die Stromübertragung maßgeblichen Oberflächen mit Flüssigmetall für beide Elektroden gleich. Bei Neigung der Längsachse leert sich durch die Schwerkraft der Hohlraum der nach oben gelangenden Elektrode in dem Maße von Flüssigmetall, wie sich der Hohlraum der nach unten gelangenden Elektrode mit Flüssigmetall füllt, bis sich bei weiter zunehmender Neigung der Hohlraum der unteren Elektrode vollständig mit Flüssigmetall füllt und sich der Hohlraum der oberen Elektrode im Extremfall vollständig entleert, diese Elektrode jedoch noch ausreichend vom Flüssigmetall benetzt ist. Eine entsprechende Umverteilung der Füllmenge findet in den Verdichterräumen statt, wobei durch die mehrfach pro Zwischenwand angeordneten Verbindungskanäle gewährleistet ist, daß bei allen vorgesehenen Gebrauchslagen jede Zwischenwand mit wenigstens einem ihrer Verbindungskanäle mit dem Flüssigmetall in Verbindung steht. Der rotationssymmetrische Aufbau der Strombegrenzungseinrichtung bewirkt in jeder Neigungslage bei einer zusätzlichen Verdrehung um die Längsachse keine effektive Veränderung der Verteilung des Flüssigmetalls in den Hohlräumen und in den Verdichterräumen, so daß bei Normalbetrieb in allen möglichen Gebrauchslagen eine ausreichende elektrische Verbindung zwischen den Elektroden besteht. Die nicht mit dem Flüssigmetall in Verbindung stehenden Verbindungskanäle dienen einerseits beim Befüllen der Strombegrenzungseinrichtung mit Flüssigmetall zur gleichmäßigen Entlüftung der Verdichterräume und anderseits während und nach einem Kurzschlußfall zum Druckausgleich zwischen benachbarten Verdichterräumen.

[0006] Vorteilhafte Ausgestaltungen der Hohlräume bestehen zum einen in einer topfartig, sich konisch verjüngenden und zum anderen in einer doppeltopfartigen zylindrischen Ausbildung. im letzeren Fall kann durch den jeweils äußeren Hohlraum ein flacher Anschlußleiter reichen, der zur Erhöhung der Formbeständigkeit die gesamte Breite des äußeren Hohlraumes einnimmt, wobei eine weiterer Durchbruch zur Umverteilung des Flüssigmetalls in dem äußeren Hohlraum beim Neigen und beim Verdrehen der Strombegrenzungseinrichtung dient. Eine versetzte Anordnung der Verbindungskanäle benachbarter Zwischenwände verhindert das Brennen eines langen Lichtbogens über alle Verdichterräume und zwingt dagegen zur Aufteilung in mehrere, wirksamer begrenzende Teillichtbögen. GaInSn-Legierungen als zu verwendendes Flüssigmetall sind einfach zu handhaben durch ihre physiologische Unbedenklichkeit. Eine Legierung aus 660 Gewichtsanteilen Gallium, 205 Gewichtsanteilen Indium und 135 Gewichtsanteilen Zinn ist bei Normaldruck von 10°C bis 2000°C flüssig und besitzt eine ausreichende elektrische Leitfähigkeit.

Kurze Beschreibung der Zeichnungen



[0007] Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus dem folgenden, anhand von Figuren erläuterten Ausführungsbeispielen. Es zeigen
Figur 1:
im Längsschnitt eine erste Ausführungsform der erfindungsgemäßen Strombegrenzungseinrichtung in horizontaler Lage;
Figur 2:
die Strombegrenzungseinrichtung nach Fig. 1 in vertikaler Lage;
Figur 3:
im Längsschnitt eine zweite Ausführungsform der erfindungsgemäßen Strombegrenzungseinrichtung in horizontaler Lage;
Figur 4:
die Strombegrenzungseinrichtung nach Fig. 3 in vertikaler Lage;
Figur 5:
im Querschnitt A-A die Strombegrenzungseinrichtung nach Fig. 1 oder Fig. 3;
Figur 6:
im Querschnitt B-B die Strombegrenzungseinrichtung nach Fig.1 oder Fig. 3.

Beste Wege zur Ausführung der Erfindung



[0008] Die Strombegrenzungseinrichtung 1 nach Fig. 1 und Fig. 2 enthält zu beiden Seiten je eine Elektrode 11 bzw. 12 aus Festmetall, vorzugsweise Kupfer, die bezüglich der Längsachse 3 der Strombegrenzungseinrichtung 1 rotationssymmetrisch ausgebildet ist und in einen äußeren Anschlußleiter 13 übergeht. Zwischen den Elektroden 11 und 12 befinden sich mehrere Verdichterräume 4, die durch eine entsprechende Anzahl von ringförmigen Dichtscheiben 5 aus Isolierstoff sowie von isolierenden Zwischenwänden 6 gebildet werden. Durch ein Isoliergehäuse 7 werden die Elektroden 11 und 12, die Dichtscheiben 5 und die Zwischenwände 6 gehalten, wobei bekannte Mittel zum Abdichten der Verdichterräume 4 und zum kraftschlüssigen Verbinden der im Isoliergehäuse 7 gelagerten Elemente 5, 6, 11 und 12 vorgesehen, jedoch aus Gründen der Übersichtlichkeit nicht dargestellt sind. Die Mittel zum Abdichten können beispielsweise Dichtringe zwischen den Dichtscheiben 5 und den Zwischenwänden 6 sein. Die beiden äußeren Verdichterräume 4 werden seitlich jeweils durch eine der Elektroden 11 bzw. 12 sowie durch eine Zwischenwand 6 begrenzt. Die inneren Verdichterräume 4 werden seitlich jeweils durch zwei Zwischenwände 6 begrenzt. Die Dichtscheiben 5 und das im allgemeinen mehrteilige Isoliergehäuse 7 sind druckfeste Isolierkörper. Alle Verdichterräume 4 sind wenigstens teilweise mit einem Flüssigmetall 8, beispielsweise einer GaInSn-Legierung ausgefüllt. Oberhalb des Flüssigmetalls 8 befindet sich beispielsweise Vakuum. Die Zwischenwände 6 sind mit Verbindungskanälen 9 versehen. Mindestens ein Verbindungskanal 9 jeder Zwischenwand 6 ist mit Flüssigmetall 8 gefüllt, so daß zwischen den Elektroden 11 und 12 eine durchgehende elektrisch leitende Verbindung besteht. Die Zwischenwände 6 weisen jeweils mehrere kreisförmig um die Längsachse 3 angeordnete Verbindungskanäle 9 auf, die gemäß Fig. 5 und Fig. 6 zwischen benachbarten Zwischenwänden 6 um eine bestimmten Winkelbetrag versetzt sind, um im Strombegrenzungsfall einen durchgehenden Lichtbogen zu verhindern. Die Elektroden 11 und 12 sind erfindungsgemäß mit einem topfartigen Hohlraum 14 ausgestattet, der sich konisch verjüngend über einen Durchbruch 16 mit dem jeweils benachbarten Verdichterraum 4 verbunden ist. Über die Durchbrüche 16 sowie über die Verbindungskanäle 9 verteilt sich das Flüssigmetall 8 über die Hohlräume 14 der Elektroden 11,12 sowie über die Verdichterräume 4 je nach Gebrauchslage der Strombegrenzungseinrichtung 1. Die Hohlräume 14 sind dabei mehr oder weniger mit Flüssigmetall 8 ausgefüllt. Bei der in Fig. 1 dargestellten horizontalen Lage der Strombegrenzungseinrichtung 1 ist das Flüssigmetall 8 gleichmäßig sowohl über beide Hohlräume 14 der Elektroden 11 und 12 als auch über alle Verdichterräume 4 verteilt. In dieser Lage ist bei jeder Elektrode 11 und 12 sowohl ein großer Teil der inneren Oberfläche des Hohlraumes 14 als auch die an den benachbarten Verdichterraum 4 grenzende Oberfläche vom Flüssigmetall 8 benetzt. Weiterhin befindet sich in dieser Lage der größte Teil der Verbindungskanäle 9 unterhalb des Flüssigkeitsspiegels 81, während der restliche Teil sich oberhalb davon befindet. Bei der in Fig. 2 dargestellten, extrem von der horizontalen Lage abweichenden vertikalen Lage der Strombegrenzungseinrichtung 1 hat sich der Hohlraum 14 der nach unten gelangten Elektrode 11 vollständig mit Flüssigmetall 8 gefüllt, während der Hohlraum 14 der nach oben gelangten Elektrode 12 zum größten Teil vom Flüssigmetall 8 entleert ist, wobei allerdings noch ein ausreichender Teil der Oberfläche der oberen Elektrode 12, nämlich vollständig die an den benachbarten Verdichterraum 4 angrenzende Oberfläche und der Durchbruch 16, von Flüssigmetall 8 benetzt ist. Weiterhin befinden sich sämtliche Verbindungskanäle 9 aller Zwischenwände 6 unterhalb des Flüssigkeitsspiegels 82, der im Bereich des Durchbruches 16 der oberen Elektrode 12 verläuft.

[0009] Von der zuvor beschriebenen Strombegrenzungseinrichtung 1 unterscheidet sich die in Fig. 3 und Fig. 4 dargestellte Strombegrenzungseinrichtung 2 durch die Ausbildung der Elektroden 21 und 22. Die Elektroden 21 und 22 sind erfindungsgemäß doppeltopfartig ausgebildet. Sie besitzen jeweils einen zum angrenzenden Verdichterraum 4 hin offenen zylindrischen inneren Hohlraum 25 und einen davon durch eine Trennwand 27 abgeteilten zylindrischen äußeren Hohlraum 24. Der äußere Hohlraum 24 kommuniziert mit dem benachbarten inneren Hohlraum 25 über mehrere Durchbrüche 26, die in der Trennwand 27 kreisförmig um die Längsachse 3 angeordnet sind. Von der Trennwand 27 jeder Elektrode 21 bzw. 22 erstreckt sich jeweils ein flacher Anschlußleiter 23, der den äußeren Hohlraum 24 in zwei Teilräume 241 und 242 teilt, die über mindestens einen weiteren Durchbruch 28 im Anschlußleiter 23 verbunden sind. Über die Durchbrüche 26, 28 sowie über die Verbindungskanäle 9 verteilt sich das Flüssigmetall 8 über die Hohlräume 24, 25 der Elektroden 21, 22 sowie über die Verdichterräume 4 je nach Gebrauchslage der Strombegrenzungseinrichtung 2. Bei der in Fig. 3 dargestellten horizontalen Lage der Strombegrenzungseinrichtung 2 ist das Flüssigmetall 8 gleichmäßig jeweils über die äußeren Hohlräume 24 und die inneren Hohlräume 25 beider Elektroden 21 und 22 sowie gleichmäßig über alle Verdichterräume 4 verteilt. In dieser Lage ist bei jeder Elektrode 21 und 22 ein großer Teil der inneren Oberflächen der Hohlräume 24 und 25 vom Flüssigmetall 8 benetzt. Weiterhin befindet sich in dieser Lage der größte Teil der kreisförmig angeordneten Verbindungskanäle 9 unterhalb des Flüssigkeitsspiegels 83, während der restliche Teil sich oberhalb davon befindet. Bei der in Fig. 4 dargestellten, extrem von der horizontalen Lage abweichenden vertikalen Lage der Strombegrenzungseinrichtung 2 haben sich die Hohlräume 24 und 25 der nach unten gelangten Elektrode 21 vollständig mit Flüssigmetall 8 gefüllt, während der äußere Hohlraum 24 der nach oben gelangten Elektrode 22 vollständig vom Flüssigmetall 8 entleert ist, wobei allerdings die vollständige Füllung des inneren Hohlraumes 25 für eine ausreichende Benetzung der oberen Elektrode 22 mit Flüssigmetall 8 sorgt. Weiterhin befinden sich sämtliche Verbindungskanäle 9 aller Zwischenwände 6 unterhalb des Flüssigkeitsspiegels 84, der im Bereich der Durchbrüche 26 der oberen Elektrode 22 verläuft.

[0010] Die vorliegende Erfindung ist nicht auf die vorstehend beschriebenen Ausführungsformen beschränkt, sondern umfaßt auch alle im Sinne der Erfindung gleichwirkenden Ausführungsformen. So stellt beispielsweise die Kenntnis des Innendruckes des über dem Flüssigmetall stehenden Mediums eine aussagekräftige Information über die Funktionssicherheit der Strombegrenzungseinrichtung dar. Dies läßt sich mit Vorteil durch eine ins Innere der Strombegrenzungseinrichtung reichende und von außen ablesbare Druckmeßeinrichtung realisieren, beispielsweise mit einem Membranmanometer, das seine Anzeige aus der im Inneren vorhandenen Druckenergie herleitet, oder mit einem Gasreibungsvakuummeter, welches über einen entsprechenden Meßkopf und einem Anzeigegerät den Druck auf Wunsch angeben kann. Zur regelmäßigen Überwachung der Strombegrenzungseinrichtung ist es weiterhin von Vorteil, wenn qualitätsverschlechternde Veränderungen des Flüssigmetalls, beispielsweise durch verunreinigende bzw. verschleißende thermische und/oder chemische Zersetzungsprodukte bzw. Verunreinigungen, durch eine ins Innere der Strombegrenzungseinrichtung reichende Diagnoseöffnung, beispielsweise für eine entsprechende Diagnosesonde oder eine absaugende Probeentnahmevorrichtung, kontrolliert werden können.


Ansprüche

1. Selbsterholende Strombegrenzungseinrichtung mit Flüssigmetall, enthaltend zwei bezüglich der Längsachse (3) der Strombegrenzungseinrichtung (1; 2) rotationssymmetrische Elektroden (11, 12; 21, 22) aus Festmetall zum Anschließen an einen zu schützenden Stromkreis und mehrere teilweise mit Flüssigmetall (8) aufgefüllte, zwischen den Elektroden (11, 12; 21, 22) hintereinander liegende Verdichterräume (4), die durch druckfeste Isolierkörper (5, 7) und durch diese gehaltene isolierende Zwischenwände (6) mit mehreren kreisförmig verteilten Verbindungskanälen (9) gebildet werden, dadurch gekennzeichnet, daß die Elektroden (11, 12; 21, 22) mit den benachbarten Verdichterräumen (4) verbundene Hohlräume (14; 24, 25) aufweisen, deren Volumen sowie die Füllmenge des Flüssigmetalls (8) so gewählt sind, daß in derjenigen Gebrauchslage der Strombegrenzungseinrichtung (1; 2), die extrem von der waagerechten Gebrauchslage abweicht, die obere der beiden Elektroden (11, 12; 21, 22) noch ausreichend von dem Flüssigmetall (8) benetzt ist.
 
2. Strombegrenzungseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Elektroden (11; 12) jeweils mit einem topfartigen Hohlraum (14) ausgebildet sind, der konisch verengt in einen Durchbruch (16) zum benachbarten Verdichterraum (4) übergeht..
 
3. Strombegrenzungseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Elektroden (21, 22) doppeltopfartig mit einem im wesentlichen zylindrischen inneren Hohlraum (25) und einem gleichartigen äußeren Hohlraum (24), der über konzentrisch angeordnete Durchbrüche (26) mit dem zum benachbarten Verdichterraum (4) hin offenen inneren Hohlraum (25) verbunden ist, ausgebildet sind.
 
4. Strombegrenzungseinrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Elektroden (21, 22) mit einem den jeweiligen äußeren Hohlraum (24) in zwei Teilräume (241, 242) aufteilenden flachen Anschlußleiter (23), der über mindestens einem weiteren Durchbruch (28) die beiden Teilräume (241, 242) verbindet, ausgebildet sind.
 
5. Strombegrenzungseinrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindungskanäle (9) benachbarter Zwischenwände (6) jeweils winkelversetzt sind.
 
6. Strombegrenzungseinrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Flüssigmetall (8) eine GalnSn-Legierung ist.
 


Claims

1. Self-recovering current-limiting device with liquid metal, containing two solid-metal electrodes (11, 12; 21, 22), which are rotationally symmetrical in relation to the longitudinal axis (3) of the current-limiting device (1; 2), for connecting to a circuit to be protected, and a plurality of compression chambers (4), which are partially filled with liquid metal (8), are arranged in series between the electrodes (11, 12; 21, 22) and are formed by pressure-resistant insulating bodies (5, 7) and by insulating intermediate walls (6), which are held by the latter and have a plurality of connecting channels (9) distributed in a circular form, characterized in that the electrodes (11, 12; 21, 22) have cavities (14; 24, 25), which are connected to the adjacent compression chambers (4) and the volume of which and amount with which they are filled with liquid metal (8) are chosen such that, in that position of use of the current-limiting device (1; 2) which deviates extremely from the horizontal position of use, the upper of the two electrodes (11, 12; 21, 22) is still adequately wetted by the liquid metal (8).
 
2. Current-limiting device according to Claim 1, characterized in that the electrodes (11; 12) are respectively formed with a pot-like cavity (14), which narrows conically into an opening (16) to the adjacent compression chamber (4).
 
3. Current-limiting device according to Claim 1, characterized in that the electrodes (21, 22) are formed in the manner of a double pot with a substantially cylindrical inner cavity (25) and a similar outer cavity (24), which is connected via concentrically arranged openings (26) to the inner cavity (25), which is open towards the adjacent compression chamber (4).
 
4. Current-limiting device according to Claim 3, characterized in that the electrodes (21, 22) are formed with a flat connecting conductor (23), which divides the respective outer cavity (24) into two part-chambers (241, 242) and connects the two part-chambers (241, 242) via at least one further opening (28).
 
5. Current-limiting device according to one of the preceding claims, characterized in that the connecting channels (9) of adjacent intermediate walls (6) are in each case angularly offset.
 
6. Current-limiting device according to one of the preceding claims, characterized in that the liquid metal (8) is a GaInSn alloy.
 


Revendications

1. Dispositif limiteur de courant à auto-rétablissement avec un métal liquide, contenant deux électrodes en métal solide (11, 12; 21, 22) qui présentent une symétrie de révolution par rapport à l'axe longitudinal (3) du dispositif limiteur de courant (1; 2) en vue du raccordement à un circuit électrique à protéger et plusieurs espaces de compresseur (4) situés l'un derrière l'autre entre les électrodes (11, 12; 21, 22), partiellement remplis d'un métal liquide (8), qui sont formés par des corps isolants (5, 7) résistants à la pression et par des parois intermédiaires isolantes (6) maintenues par ceux-ci avec plusieurs canaux de liaison (9) répartis en cercle, caractérisé en ce que les électrodes (11, 12; 21, 22) présentent des cavités (14; 24, 25) reliées aux espaces de compresseur voisins (4), dont le volume ainsi que le degré de remplissage avec le métal liquide (8) sont choisis de telle manière que, dans toute position d'utilisation du dispositif limiteur de courant (1; 2) qui s'écarte à l'extrême de la position d'utilisation horizontale, l'électrode supérieure des deux (11, 12; 21, 22) est encore suffisamment mouillée par le métal liquide (8).
 
2. Dispositif limiteur de courant suivant la revendication 1, caractérisé en ce que les électrodes (11; 12) sont chaque fois configurées avec une cavité en forme de pot (14), qui se transforme, en se rétrécissant de façon conique, en un passage (16) vers l'espace de compresseur voisin (4).
 
3. Dispositif limiteur de courant suivant la revendication 1, caractérisé en ce que les électrodes (21, 22) sont configurées en forme de double pot avec une cavité intérieure (25) sensiblement cylindrique et une cavité extérieure (24) de même nature qui est raccordée, par des passages (26) disposés de façon concentrique, à la cavité intérieure (25) ouverte vers l'espace de compresseur voisin (4).
 
4. Dispositif limiteur de courant suivant la revendication 3, caractérisé en ce que les électrodes (21, 22) sont configurées avec un conducteur de raccordement plat (23) divisant la cavité extérieure respective (24) en deux espaces partiels (241, 242), qui relie les deux espaces partiels (241, 242) par au moins un passage supplémentaire (28).
 
5. Dispositif limiteur de courant suivant l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que les canaux de liaison (9) de parois intermédiaires voisines (6) sont chaque fois décalés angulairement.
 
6. Dispositif limiteur de courant suivant l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le métal liquide (8) est un alliage GaInSn.
 




Zeichnung