[0001] Die Erfindung betrifft eine Kreiselpumpe, die von einem Elektromotor angetrieben
ist, der von einer an der von der Pumpenkammer abgewandten Stirnseite des Elektromotors
angeordneten Elektronikeinheit gesteuert ist, wobei der Elektromotor mindestens einen
Förderkanal aufweist, durch den die geförderte Flüssigkeit zur Kühlung der Elektronikeinheit
von der Pumpenkammer bis zu der Elektronikeinheit geführt ist.
[0002] Eine derartige Pumpe ist beispielsweise aus der deutschen Offenlegungsschrift DE
196 24 145 bekannt. Diese Pumpe weist hier einen den Motor umgebenden Außenmantel
auf, der von der Förderflüssigkeit zur Kühlung durchflossen ist. Durch den Außenmantel
fließt die Flüssigkeit bis zu einem den Motorenraum und den Außenmantel abschließenden
Gehäusedeckel aus Metall, der mit seinem äußeren Rand an dem kühlenden Außenmantel
anliegt. Der Gehäusedeckel trennt dabei die Elektronikeinheit von dem Außenmantel
ab und bildet eine Wärmesenke zur Abgabe der von Bauteilen der Elektronik erzeugten
Wärme an die im Außenmantel sich befindende Förderflüssigkeit.
[0003] Durch den Außenmantel werden sowohl die Außenabmessungen als auch das Gewicht des
Motors bzw. der Kreiselpumpe vergrößert. Außerdem ist ein optimaler Wärmeabtransport
lediglich für die direkt an den Deckel angrenzenden Bauteile der Elektronikeinheit
gewährleistet. Insbesondere bei aufwendigeren Elektronikeinheiten können die vom Gehäusedeckel
entfernt liegenden elektronischen bzw. elektrischen Bauteile die entwickelte Wärme
nur schlecht oder gar nicht an die nur bis an den Gehäusedeckel herangeführte Förderflüssigkeit
abgeben. Auch ist ein kontinuierlicher Austausch der im Außenmantel sich befindenden
Förderflüssigkeit nicht sichergestellt.
[0004] Aufgabe der Erfindung ist es daher, eine konstruktiv einfache, preiswert herzustellende
und leicht handhabbare Kreiselpumpe der eingangs genannten Art zu schaffen, die kleine
Außenabmessungen aufweist und eine optimale Kühlung aller Bauteile der Elektronikeinheit
gewährleistet.
[0005] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Vorrichtung nach Anspruch 1 gelöst.
Wesentlich ist dabei, daß der Elektromotor mindestens zwei Förderkanäle aufweist,
die von unterschiedlichen Druckbereichen der Pumpe einerseits als Hochdruckförderkanal
und andererseits als Niederdruckförderkanal zur Elektronikeinheit geführt sind, und
daß mindestens ein Kühlkanal durch die Elektronikeinheit hindurchgeführt ist, der
an die beiden Förderkanäle derart angeschlossen ist, daß die zur Elektronikeinheit
geführte Flüssigkeit die Elektronikeinheit durchströmt.
[0006] Der Hauptvorteil besteht hierbei darin, daß die Kühlflüssigkeit nicht nur bis an
die Elektronikeinheit heran geführt ist, sondern daß sie durch die Elektronikeinheit
hindurch fließt. Auf diese Weise werden zusätzliche Flächen zur Wärmeübertragung von
Elektronikbauteilen an den Kühlkanal bzw. an die darin strömende Kühlflüssigkeit geschaffen.
[0007] Die beiden Förderkanäle können außerhalb oder innerhalb des Gehäuses des Elektromotors
angeordnet sein, wobei in beiden Fällen sowohl ein geringerer Platzbedarf als auch
ein geringeres Gewicht als bei einem den Elektromotor vollständig umgebenden Außenmantel
erreicht wird. Sie erstrecken sich von Bereichen, in denen beim Betrieb der Pumpe
die geförderte Flüssigkeit unterschiedlichen Druck hat, die beispielsweise direkt
an der Pumpenkammer oder am Ansaugstutzen und am Druckstutzen liegen können. Auf diese
Weise ist ein kontinuierlicher Austausch der kühlenden Flüssigkeit und somit eine
hohe Kühleffektivität gewährleistet.
[0008] Die erfindungsgemäße Pumpe ist bei einfacher Konstruktion leicht handzuhaben und
kostengünstig herzustellen.
[0009] Besonders vorteilhaft ist es, wenn der Kühlkanal durch einen flachen Kühlspalt gebildet
ist, da hierbei eine besonders große und bei Platinen besonders geeignete Oberfläche
für den Wärmeübergang zur Verfügung steht. Vorzugsweise wird vorgeschlagen, daß der
Kühlspalt einen rechteckigen Querschnitt aufweist. In einer alternativen Ausführungsform
ist es auch möglich, daß mehrere kleine Kühlkanäle in einer Ebene, insbesondere parallel
zueinander angeordnet und jeweils sowohl mit dem Hochdruckförderkanal als auch mit
dem Niederdruckförderkanal verbunden sind. Ferner ist es möglich, in der Elektronikeinheit
mehrere Kühlkanäle in unterschiedlichen Richtungen und/oder in verschiedenen Ebenen
anzuordnen.
[0010] Insbesondere bei komplexeren Elektronikeinheiten kann eine im Querschnitt besonders
kleinbauende Bauweise dadurch erreicht werden, daß die Elektronikeinheit mindestens
eine Platine mit elektrischen Bauteilen aufweist, die derart angeordnet ist, daß die
Achse des Elektromotors zumindest annähernd in der Ebene der Platine oder in einer
dazu parallelen Ebene verläuft. Die Platine kann hierbei in der erforderlichen Längserstreckung
so schmal ausgeführt sein, daß die Elektronikeinheit bzw. das die Elektronikeinheit
umgebende Gehäuse seitlich nicht über das Gehäuse des Elektromotors hervorsteht.
[0011] Eine besonders gute Kühlleistung kann dabei dadurch erreicht werden, daß der Kühlspalt
in einem geringen Abstand parallel zu der Platine verläuft.
[0012] In einer besonders bevorzugten Ausführungsform weist die Elektronikeinheit zwei Platinen
auf, die parallel zueinander an die beiden Seitenflächen des Kühl' spaltes angrenzen.
Auf diese Weise kann bei hoher Kühleffektivität die Baugröße, insbesondere die Länge
der Elektronikeinheit weiter reduziert werden. Die Platine der vorhergehend beschriebenen
Anordnung wird dabei in . zwei Hälften geteilt, die jeweils entsprechend kleiner als
die ursprüngliche Gesamtplatine sind.
[0013] Besonders günstig ist es dabei, wenn die elektrischen bzw. elektronischen Bauteile
der beiden Platinen untereinander und/oder mit einem außerhalb der Elektronikeinheit
angeordneten Anschlußstecker elektrisch verbunden sind.
[0014] In einer besonders bevorzugten Ausführungsform ist das Motorgehäuse und das Gehäuse
der Elektronikeinheit durch ein durchgehendes rundes oder mehreckiges Stranggußprofil
gebildet, innerhalb dessen mindestens zwei in Längsrichtung sich erstreckende Profilkanäle
ausgebildet sind, die als Förderkanäle an die Pumpenkammer angeschlossen sind. Ein
derartiges Stranggußprofil kann besonders kostengünstig durch Strangpressen oder Fließpressen
aus Leichtmetall hergestellt werden.
[0015] Besonders vorteilhaft ist es dabei, wenn das Motorgehäuse durch ein rechteckiges,
vorzugsweise quadratisches Stranggußprofil gebildet ist, in dessen Ecken jeweils ein
in Längsrichtung sich erstreckender Profilkanal ausgebildet ist. Dabei sind zwei einander
benachbarte Profilkanäle zumindest im Bereich der Elektronikeinheit miteinander verbunden
und als Hochdruckförderkanäle an den Kühlkanal angeschlossen, während die beiden anderen
Profilkanäle zumindest im Bereich der Elektronikeinheit miteinander verbunden und
als Niederdruckförderkanäle an den Kühlkanal angeschlossen sind. Ein rechteckiges
Stranggußprofil vereint auf besonders einfache Weise die Vorteile einer kompakten
und kleinbauenden Bauweise mit integrierten Förderkanälen.
[0016] Ein besonders bevorzugtes Stranggußprofil hat eine zumindest im wesentlichen quadratisch
ausgebildete Außenwandung mit einer darin enthaltenen rund ausgebildeten Innenwandung,
wobei die Innenwandung in dem mittleren Bereich derart in die vier Seitenwände der
Außenwandung angeformt ist, daß in den vier Ecken jeweils ein Profilkanal ausgebildet
ist.
[0017] Die Verbindungen zwischen zwei einander benachbarten Profilkanälen können dabei besonders
einfach durch Ausnehmungen oder Unterbrechungen im inneren, insbesondere rund ausgeformten
Wandungsbereich des Stranggußprofils gebildet sein. Derartige Ausnehmungen oder Unterbrechungen
können besonders einfach in die inneren Bereiche der seitlichen Wandungen hineingefräst
werden.
[0018] Besonders vorteilhaft ist es dabei, wenn der Kühlkanal quer von einer Seite zur gegenüberliegenden
Seite eines Kragens sich erstreckt, der an einem das Stranggußprofil bzw. das Gehäuse
der Elektronikeinheit stirnseitig abschließenden Deckel ausgebildet ist und der sich
derart in das Innere des Gehäuses hinein erstreckt, daß er abdichtend an den inneren
Wandungen und mit den Enden des Kühlkanals an den Ausnehmungen oder Unterbrechungen
im inneren Wandungsbereich des Stranggußprofils anliegt. Hierbei bilden die Ausnehmungen
oder Unterbrechungen zwischen den Enden des Kühlkanals und den äußeren Wandungsbereichen
des Stranggußprofils Sammelräume zum Austausch der Kühlflüssigkeit mit den beiden
angrenzenden Profilkanälen.
[0019] Besonders vorteilhaft ist es ferner, wenn zwischen dem Elektromotor und der Elektronikeinheit
eine Querwand in das Stranggußprofil eingesetzt ist. Dadurch kann der Motorraum in
dichter Weise von der Elektronikeinheit getrennt sein, so daß der Elektromotor auch
mit einem Naßläufer als Spaltrohr bzw. Spalttopfmotor ausgeführt sein kann.
[0020] Weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung
und den in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispielen.
[0021] Es zeigen
- Figur 1:
- Seitenansicht einer erfindungsgemäßen Kreiselpumpe
- Figur 2:
- Stirnansicht aus Richtung D von Figur 1
- Figur 3:
- Schnittansicht aus Richtung A-A in Figur 2
- Figur 4:
- Schnittansicht B-B aus Figur 1
- Figur 5:
- Schnittansicht C-C aus Figur 2
[0022] Die in Figur 1 dargestellte Kreiselpumpe 1 wird von einem Elektromotor 2 angetrieben,
der von einer an der von der Pumpenkammer 3 abgewandten Stirnseite des Elektromotors
angeordneten Elektronikeinheit 4 gesteuert ist. Die Kreiselpumpe 1 weist ein Pumpengehäuse
5 in Form eines Spiralgehäuses mit einem zentralen Ansaugstutzen 6 und einem sich
tangential erstreckenden Druckstutzen 8 auf.
[0023] Der Elektromotor 2 ist hier als Trockenläufer-Motor ausgeführt, wobei der Rotor 9
und der Stator 10 durch eine von der das Pumpenlaufrad 11 tragenden Motorwelle 12
durchdrungenen ersten Querwand 13 von dem Pumpengehäuse 5 getrennt ist. In einer alternativen
Ausführungsform ist die Querwand 13 nicht vorhanden, so daß der Rotor 9 und der Stator
10 durch einen freien Bereich von dem Pumpengehäuse 5 getrennt ist.
[0024] Das Motorgehäuse 14 ist durch ein Stranggußprofil 15 gebildet, das im Querschnitt
eine im wesentlichen quadratisch geformte Außenwandung 16 mit einer darin enthaltenen
kreisrund geformten Innenwandung 17 aufweist, die in den mittleren Bereichen 18 der
vier Seitenwände des Stranggußprofils 15 an die quadratische Außenwandung 16 angeformt
ist. Dadurch ist in den vier Ecken des Stranggußprofils 15 zwischen der Außenwandung
16 und der Innenwandung 17 jeweils ein in Längsrichtung verlaufender Profilkanal 19
ausgebildet.
[0025] An dem der dem Elektromotor 2 zugewandten Ende ist das Pumpengehäuse 5 mit einem
koaxial vorstehenden Kragen 20 mit einem darin eingelassenen Dichtungsring 21 in das
das Motorgehäuse 14 bildende Stranggußprofil 15 eingesetzt. An der anderen Stirnseite
des Elektromotors 2 ist das Stranggußprofil 15 zu einem die Elektronikeinheit 4 aufnehmenden
Gehäuse 22 verlängert. Das Gehäuse 22 für die Elektronikeinheit 4 ist an seinem freien
Ende durch einen Deckel 23 verschlossen, der einen koaxialen Kragen 24 aufweist, der
über einen Dichtungsring 25 in dichter Weise an der Innenseite der runden Innenwandung
17 anliegt. Unterhalb des Kragens 24 ist eine zweite Querwand 26 in das Stranggußprofil
15 eingeschoben, die den Elektromotor 2 von der Elektronikeinheit 4 trennt. In einer
alternativen Ausführungsform ist die Querwand 26 nicht vorhanden, so daß der Elektromotor
2 durch einen freien Bereich von der Elektronikeinheit 4 getrennt ist. Das Gehäuse
22 für die Elektronikeinheit 4 ist somit einstückig und mit den gleichen Außenabmessungen
wie das Motorgehäuse 14 ausgebildet.
[0026] Die vier Kanten der Außenwandung 16 des Stranggußprofils 15 sind abgeschrägt, um
jeweils einen Zuganker 7 aufnehmen zu können, der die gesamte Vorrichtung vom Pumpengehäuse
5 bis zu dem die Elektronikeinheit abschließenden Deckel 23 unter Zugspannung zusammenhält.
[0027] Innerhalb des Kragens 24 des Deckels 23 ist ein die Motorachse 27 enthaltender und
entlang eines Durchmessers quer verlaufender Steg 28 ausgebildet, der sich plattenförmig
über die gesamte Längsausdehnung der Elektronikeinheit 4 erstreckt. Auf beiden Seiten
des Stegs 28 liegt jeweils eine Platine 29 an, auf denen jeweils einzelne elektrische
bzw. elektronische Bauteile der Elektronikeinheit 4 angeordnet sind.
[0028] Im Inneren des Steges 28 ist ein flacher Kühlspalt als Kühlkanal 30 mit rechteckigem
Querschnitt ausgebildet. Der Kühlkanal 30 verläuft entlang des Durchmessers des Kragens
24 und mündet an beiden Enden in der äußeren Mantelfläche des Kragens 24. Der Kühlkanal
30 hat fast die gleiche Dicke wie der Steg 28, so daß die ihn von den Platinen 29
trennenden Wandbereiche des Steges 28 nur sehr dünn ausgebildet sind. Auf diese Weise
ist ein besonders guter Wärmeübergang von den auf den Platinen angeordneten Bauteilen
zu der durch den Kühlkanal 30 fließenden kühlenden Flüssigkeit gewährleistet. In axialer
Richtung bzw. in Längsrichtung erstreckt sich der Kühlkanal 30 zumindest über die
Bereiche der Platinen 29, die wärmeentwickelnde Bauteile enthalten. Der Deckel 23
und somit auch der Steg 28 besteht ebenso wie das Stranggußprofil 15 aus Aluminium,
so daß eine besonders gute Wärmeleitfähigkeit gegeben ist.
[0029] Der Deckel 23 weist eine zentrale Öffnung auf, die durch ein Kunststoffangußteil
31 oder durch eine Vergußmasse verschlossen ist. In die Vergußmasse 31 ist ein Anschlußstecker
32 mit Kontakten 33 zum Anschließen der Elektronikeinheit 4 eingegossen. Die Kontakte
33 sind mit den auf den beiden Platinen 29 angeordneten Bauteilen durch die das Kunststoffangußteil
31 hindurch elektrisch verbunden.
[0030] Sowohl im Bereich der ersten Querwand 13 und des Kragens 20 des Pumpengehäuses 5
als auch über die gesamte axiale Erstreckung des Kragens 24 des Deckels 23 sind die
beiden Profilkanäle 19a jeweils durch eine Unterbrechung 34a der Innenwandung 17 quer
miteinander verbunden. In gleicher Weise sind die beiden Profilkanäle 19b in den gleichen
axialen Bereichen jeweils durch eine Unterbrechung 34b der Innenwandung 17 quer miteinander
verbunden. Die Unterbrechungen 34a, 34b können auf besonders einfache Weise durch
Wegfräsen eines schmalen sich parallel zur Außenwandung 16 erstreckenden Bereichs
der Innenwandung 17 erhalten werden. An beiden Enden der Profilkanäle 19a, 19b bilden
die Unterbrechungen 34a, 34b Sammelräume, durch die Flüssigkeit von einem Profilkanal
19a bzw. 19b zum zugehörigen zweiten Profilkanal 19a bzw. 19b fließen kann. Im Bereich
des Kragens 24 bzw. des Steges 28 mündet der Kühlkanal 30 an beiden Seiten in jeweils
eine einen Sammelraum bildende Unterbrechung 34a bzw. 34b.
[0031] Das Pumpengehäuse 5 weist zwei von Bereichen unterschiedlichen Drucks der Pumpenkammer
3 ausgehende Verbindungskanäle 35a bzw. 35b auf, die in die am Pumpengehäuse 5 angeordneten
Unterbrechungen 34a bzw. 34b münden. Der Verbindungskanal 35a erstreckt sich dabei
von einem Bereich höheren Drucks der Pumpenkammer 3 bis zu der Unterbrechung 34a,
wohingegen sich der Verbindungskanal 35b von einem Bereich der Pumpenkammer 3 mit
geringerem Druck bis zu der Unterbrechung 34b erstreckt.
[0032] Wenn sich beim Betrieb der Kreiselpumpe 1 in der Pumpenkammer 3 die unterschiedlichen
Druckbereiche der geförderten Flüssigkeit ausbilden, dienen die beiden Profilkanäle
19a zusammen mit dem Verbindungskanal 35a als Hochdruckförderkanal, während die beiden
Profilkanäle 19b zusammen mit dem Verbindungskanal 35b als Niederdruckförderkanal
fungieren. Über den Hochdruckförderkanal 35a, 19a fließ ein geringer Anteil der geförderten
Flüssigkeit als Kühlflüssigkeit zu der an der Elektronikeinheit 4 angeordneten Unterbrechung
34a, um von hieraus durch den Kühlkanal 30 in die gegenüberliegende Unterbrechung
34b und anschließend durch den Niederdruckförderkanal 19b, 35b wieder in die Pumpenkammer
3 zurückzufließen.
[0033] Dieser bei Betrieb der Kreiselpumpe 1 kontinuierlich fließende Kühlwasserstrom bewirkt
eine optimale Kühlung der Elektronikeinheit 4 und verursacht nur sehr geringe Wirkungsgradverluste.
1. Kreiselpumpe, die von einem Elektromotor angetrieben ist, .der von einer an der von
der Pumpenkammer abgewandten Stirnseite des Elektromotors angeordneten Elektronikeinheit
gesteuert ist, wobei der Elektromotor mindestens einen Förderkanal aufweist, durch
den die geförderte Flüssigkeit zur Kühlung der Elektronikeinheit von der Pumpenkammer
bis zu der Elektronikeinheit geführt ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Elektromotor (2) mindestens zwei Förderkanäle (19a, 35a und 19b, 35b) aufweist,
die von unterschiedlichen Druckbereichen der Kreiselpumpe (1) als Hochdruckförderkanal
(19a, 35a) bzw. als Niederdruckförderkanal (19b, 35b) zur Elektronikeinheit (4) geführt
sind, und
daß mindestens ein Kühlkanal (30) durch die Elektronikeinheit (4) hindurch geführt
ist, der an die beiden Förderkanäle (19a, 35a und 19b, 35b) derart angeschlossen ist,
daß die zur Elektronikeinheit (4) geführte Flüssigkeit die Elektronikeinheit (4) durchströmt.
2. Kreiselpumpe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet , daß der Kühlkanal (30) durch einen flachen Kühlspalt mit vorzugsweise rechteckigem Querschnitt
gebildet ist.
3. Kreiselpumpe nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet , daß die Elektronikeinheit (4) mindestens eine Platine (29) mit elektrischen bzw. elektronischen
Bauteilen aufweist, die derart angeordnet ist, daß die Achse (27) des Elektromotors
(2) zumindest annähernd in der Ebene der Platine (29) oder in einer dazu parallelen
Ebene verläuft.
4. Kreiselpumpe nach Anspruch 2 und 3, dadurch gekennzeichnet , daß der Kühlspalt (30) in einem geringen Abstand parallel zu der Platine (29) verläuft.
5. Kreiselpumpe nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet , daß die Elektronikeinheit (4) zwei Platinen (29) aufweist, die an die beiden Seitenflächen
des Kühlspaltes (30) angrenzen.
6. Kreiselpumpe nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet , daß die elektrischen bzw. elektronischen Bauteile der beiden Platinen (29) untereinander
und/oder mit einem außerhalb der Elektronikeinheit (4) angeordneten Anschlußstecker
(32) elektrisch verbunden sind.
7. Kreiselpumpe nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Förderkanäle (19a, 35a und 19b, 35b) innerhalb des Motorgehäuses (14) sowie insbesondere
auch innerhalb des Pumpengehäuses (5) und/oder innerhalb des Gehäuses (22) der Elektronikeinheit
(4) verlaufen.
8. Kreiselpumpe nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet , daß das Motorgehäuse (14) und das Gehäuse (22) der Elektronikeinheit (4) durch ein durchgehendes
rundes oder mehreckiges Stranggußprofil (15) gebildet sind, innerhalb dessen mindestens
zwei in Längsrichtung sich erstreckende Profilkanäle (19a, 19b) ausgebildet sind,
die als Förderkanäle an die Pumpenkammer (3) angeschlossen sind.
9. Kreiselpumpe nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet , daß das Motorgehäuse (14) durch ein rechteckiges Stranggußprofil (15) gebildet ist, in
dessen Ecken jeweils ein in Längsrichtung sich erstreckender Profilkanal (19) ausgebildet
ist, wobei zwei einander benachbarte Profilkanäle (19a) zumindest im Bereich der Elektronikeinheit
(4) miteinander verbunden und als Hochdruckförderkanäle an den Kühlkanal (30) angeschlossen
sind, und wobei die beiden anderen Profilkanäle (19b) zumindest im Bereich der Elektronikeinheit
(4) miteinander verbunden und als Niederdruckförderkanäle an den Kühlkanal (30) angeschlossen
sind.
10. Kreiselpumpe nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß das Stranggußprofil (15) eine zumindest im wesentlichen quadratisch ausgebildete
Außenwandung (16) mit einer darin enthaltenen zumindest im wesentlichen rund ausgebildeten
Innenwandung (17) aufweist, wobei die Innenwandung (17) in den mittleren Bereichen
(18) derart an die vier Seitenwände der Außenwandung (16) angeformt ist, daß in den
vier Ecken jeweils ein Profilkanal (19a, 19b) ausgebildet ist.
11. Kreiselpumpe nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindungen zwischen zwei einander benachbarten Profilkanälen (19a bzw. 19b)
durch Ausnehmungen oder Unterbrechungen (34a, 34b) im inneren Wandungsbereich (17)
des Stranggußprofils (15) gebildet sind.
12. Kreiselpumpe nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet , daß der Kühlkanal (30) quer von einer Seite zur gegenüberliegenden Seite eines Kragens
(24) sich erstreckt, der an einem das Stranggußprofil (15) bzw. das Gehäuse (22) der
Elektronikeinheit (4) stirnseitig abschließenden Deckel (23) ausgebildet ist und der
sich derart in das Innere des Gehäuses (22) hinein erstreckt, daß er abdichtend an
den inneren Wandungen (17) und mit den Enden des Kühlkanals (30) an den Ausnehmungen
oder Unterbrechungen (34a, 34b) im inneren Wandungsbereich (17) des Stranggußprofils
(15) anliegt.
13. Kreiselpumpe nach einem der Ansprüche 8 bis 12, dadurch gekennzeichnet , daß zwischen den Elektromotor (2) und das Pumpengehäuse (5) eine erste Querwand (13)
in das Stranggußprofil (15) eingesetzt ist.
14. Kreiselpumpe nach einem der Ansprüche 8 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den Elektromotor (2) und die Elektronikeinheit (4) eine zweite Querwand
(26) in das Stranggußprofil (15) eingesetzt ist.