[0001] Die Erfindung betrifft eine Antenne gemäß dem Oberbegriff des Anspruches 1.
[0002] Die
US 4 751 515 beschreibt Antennen dieser Art mit zu toroidartigen Strukturen gebogenen Helixwicklungen,
die in Resonanz betrieben werden. Ihre geometrischen Abmessungen sind klein gegenüber
der Vakuumwellenlänge der erzeugten stehenden Wellen. Jedoch sind solche Antennen
mechanisch recht aufwendig und daher kostspielig. Außerdem beanspruchen sie in der
Tiefe erheblichen Platz. Sie eignen sich daher nicht gut für die Verwendung in kleinen
Funkmodems.
[0004] Die Druckschrift
GB 157 404 A beschreibt eine Rahmenantenne mit zwei gegensinnig gewickelten Teilwindungen. So
werden elektrische Störungen vermieden, die auftreten, wenn die Rahmenantenne in ihrer
minimalen Empfangsposition steht.
[0005] Die
DE 88 14 993 U beschreibt verschiedene Arten von abstimmbaren Kopfkapazitäten bei magnetischen Loopantennen.
Dabei kann die Kopfkapazität durch überlappende Enden der Loopantenne gebildet sein.
[0006] Unter den Antennen, die für kleine Funkmodems verwendet werden, befinden sich insbesondere
die magnetischen Loop-Antennen: Diese umfassen ein geschlossenes, meist kreisförmiges
oder rechteckiges Leiterstück, dessen Länge deutlich kleiner ist als die Wellenlänge.
Das Leiterstück ist an einem Eingang an einen Senderausgang angeschlossen und sein
anderes Ende wird mit einer Kopfkapazität abgeschlossen, derart, daß Leiterschleife
und Kopfkapazität einen Resonanzkreis bilden, dessen Resonanzfrequenz mit der Arbeitsfrequenz
des Senders übereinstimmt. Die Kopfkapazität kann auch durch einen mit Luft oder einem
Dielektrikum gefüllten Spalt am entsprechenden Ende des Leiterstückes gebildet sein.
[0007] Eine derartige Loop-Antenne ist in der
DE 195 45 394 A1 beschrieben. Sie zeichnet sich durch sehr geringe Abmessungen aus. Nun ist aber bei
einer magnetischen Loop-Antenne der Strahlungswiderstand und damit die Effektivität
der Abstrahlung proportional zum Quadrat der vom Leiterstück umschlossenen Fläche
(Antennenfläche), klein und liegt typischerweise bei 10 mOhm. Um bei einer solchen
Antenne einen guten Wirkungsgrad zu erhalten, müssen alle Verlustwiderstände in der
Antenne sehr klein sein. Schwierig ist dabei der kritische HF-Widerstand des Leitstückes
und auch der HF-Widerstand der Kopfkapazität.
[0008] Antennen der in der
DE 195 45 394 A1 angesprochenen Art werden typischerweise für die Funkfernauslesung von elektronischen
Verbrauchszählern (Heizkostenverteiler, Wasserzähler, Wärmemengenzähler, Gaszähler,
Stromzähler, usw.) verwendet. Die Funkfernauslesung erfolgt meist in den in fast ganz
Europa hierfür zugelassenen Funkbändern bei 433,92 MHz oder 868 bis 870 MHz. Sieht
von diesen zulassungsbedingten Kriterien ab, wären auch Frequenzbänder im Bereich
zwischen 200 und 3000 MHz verwendbar.
[0009] Bei derartigen Frequenzen betragen schon die Widerstände üblicher kapazitiver Bauelemente
einige -zig mOhm. Wegen des recht niedrigen Strahlungswiderstandes der Antenne müßten
auch alle anderen Widerstände des Leiterstückes und der Kopfkapzität im Bereich von
wenigen mOhm liegen, was breite Leiterabmessungen notwendig macht.
[0010] Nun sollen aber derartige Antennen möglichst klein sein, in der Praxis deutlich kleiner
als ein Viertel der Wellenlänge. Oft sind auch die zur Funkfernauslesung verwendeten
Geräte in der Nachbarschaft größerer Metallflächen angeordnet, etwa Zählegehäuse bei
Gas/Stromzählern, Heizkörper bei Heizkostenverteilern, Wasserleitungen bei Wasser-
und Wärmemengen-Zählern. Auch dies wirkt sich nachteilig auf die Abstrahlung aus.
Weitere Beeinflussungen der Abstrahlung erfolgen durch Möbel, Vorhänge und Personen.
Die Verbrauchsmessgeräte sind in der Regel batteriegetrieben, wobei eine Funktionsfähigkeit
der Langzeitbatterie über die gesamte Eichdauer hinweg (5 bis 12 Jahre) gewünscht
wird.
[0011] Durch die vorliegende Erfindung soll daher eine Antenne angegeben werden, die bei
kleinen Abmessungen einen hohen Wirkungsgrad aufweist.
[0012] Diese Aufgabe ist erfindungsgemäß gelöst durch eine Antenne mit den im Anspruch 1
angegebenen Merkmalen.
[0013] Eine erfindungsgemäße Antenne ist eine magnetische Loop-Antenne, sie kommt jedoch,
anders als die Antenne nach der
DE 195 45 394 A1 ohne Kopfkapazität aus. Die gefaltete Länge des Leiterstückes, welches die Antennenfläche
begrenzt, beträgt das 1,75 bis 3,5-fache des Umfanges der Antennenfläche. Damit erhält
man in Umfangsrichtung verlaufende Abschnitte des Leiterstückes, die einander benachbart
sind. Das Benachbartsein kann in bezogen auf die Begrenzung der Antennenfläche radialer
Richtung oder in bezogen auf die Antennenfläche senkrechter Richtung oder in einer
Kombination dieser beiden Richtungen gegeben sein.
[0014] Die benachbarte Führung von Abschnitten des Leiterstückes werden nachstehend auch
kurz als "Überlappung" angesprochen, wobei dieser Begriff beinhaltet, daß die entsprechenden
Leiterstückabschnitte einander nicht zu berühren brauchen. Wichtig ist nur, daß die
Leiterabschnitte einander so dicht benachbart sind, daß es zu Feldverkopplungen zwischen
den Leiterabschnitten kommt.
Die angesprochene Feldverkopplung führt dazu, daß sich das Leiterstück im Überlappungsbereich
eher wie eine Doppelleitung verhält. Dadurch sinkt die Ausbreitungsgeschwindigkeit
erheblich unter die Lichtgeschwindigkeit ab. Die Absenkung der Ausbreitungsgeschwindigkeit
(bzw. der Wellenlänge der Stromverteilung im Leiterstück) richtig sich im einzelnen
nach dem Abstand der Leiterabschnitte und der Windungszahl der Antenne (Verhältnis
zwischen Länge des Leiterstückes und dem Umfang der Antennenfläche). Erfindungsgemäß
werden die überlappenden Leiterabschnitte so geführt, daß man eine Herabsetzung der
Ausbreitungsgeschwindigkeit auf etwa das 0,8-Fache derjenigen Ausbreitungsgeschwindigkeit
erhält, die sich ohne überlappende Leitungsabschnitte im Leiterstück einstellt.
Durch die Einstellung der Windungszahl und die Art und Weise der Überlappung der Leiterabschnitte
(und den hierdurch erhaltenen Verkürzungsfaktor) kann man dann Antennen realisieren,
deren Durchmesser nur 1/20 bis 1/30 der Wellenlänge beträgt. Die Größe einer solchen
Antenne ist somit ähnlich klein wie die einer klassischen Loop-Antenne mit Kopfkapazität,
wobei aber eine die Güte der Antenne beeinträchtigende Kopfkapazität nicht benötigt
wird, vielmehr die magnetische Verkopplung der überlappenden Leiterabschnitte für
die Einstellung der Resonanzbedingungen bei kleinen Antennenabmessungen verantwortlich
ist.
[0015] In der Praxis kann man mit erfindungsgemäßen Antennen so eine Betriebs-Resonanzgüte
von 10 bis 300 erhalten.
[0016] Damit kann eine erfindungsgemäße Antenne bei Einsatz als Empfangsantennen als verlustarmes
Vorfilter mit hoher Betriebs-Resonanzgüte dienen oder bei Einsatz als Sendeantenne
als Filter zur Unterdrückung der Ausstrahlung von Ober- und Nebenwellen der Sendefrequenz
dienen.
[0017] Im Vergleich mit einer Ringantenne ist der Abstrahlwiderstand der erfindungsgemäßen
Antenne deutlich höher (im Ohm-Bereich), so daß der Leiterwiderstand lange nicht mehr
so kritisch ist. Damit kann man die Antenne auch einfach aus Draht realisieren. Geometrische
Toleranzen sind aus dem gleichen Grunde nicht kritisch.
[0018] Aufgrund ihrer Eigenschaften läßt sich eine erfindungsgemäße Antenne gut auch noch
unter kleinem Abstand (wenige Millimeter) vor einer Metallfläche verwenden, und auch
kapazitive Beeinflussungen der Antenne (z.B. durch eine Hand) sind nur klein.
[0019] Die Realisierung des im wesentlichen eine Schleife darstellenden Leiterstückes kann
durch entsprechend gebogenen Draht, durch gefräste Leiterstücke oder durch gedruckte
Leiterbahnen erfolgen, wobei letztere auf einem isolierenden Träger angeordnet sind,
der z.B. auch ein Kunststoffgehäuse oder eine Kunststoff-Gehäusedeckel sein kann.
Bemißt man die Länge des Leiterstückes wie angegeben, so erhält man eine gute Herabsetzung
der Ausbreitungsgeschwindigkeit der elektromagnetischen Wellen längs des Leiterstückes
und damit eine sehr kompakte Geometrie der Antenne bei mechanisch noch einfachem Aufbau
der Antenne, die sich somit preisgünstig herstellen läßt.
Die Erfindung ermöglicht auch die Realisierung von Antennen, bei denen die Gesamtlänge
des Leiterstückes eine Wellenlänge ist.
[0020] Durch die Änderung des Wicklungssinnes nach der halben Wellenlänge wird erreicht,
daß die Magnetfelder, die von den verschiedenen Abschnitten des Leiterstückes erzeugt
werden, betragsmäßig addiert werden.
Dabei fließt bei den Enden des Leiterstückes kein Strom, so daß man diese Enden verbinden
kann, was z. B. zur Einfachheit der Herstellung und zur mechanischen Festigkeit der
Antenne beiträgt.
Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in Unteransprüchen angegeben.
Auch die Weiterbildung der Erfindung gemäß Anspruch 2 dient dem Erhalten kompakter
Abmessungen der Antenne.
Eine Beabstandung der einander überlappenden Abschnitte des Leiterstückes, wie sie
im Anspruch 3 angegeben ist, hat sich in der Praxis besonders bewährt. Man erhält
eine gute Herabsetzung der Ausbreitungsgeschwindigkeit. Zugleich ist die Antennenstruktur
kompakt und die nebeneinander geführten Leiterabschnitte lassen sich präzise führen.
[0021] Gemäß der Erfindung braucht das Leiterstück zur Einspeisung der Sendeenergie bzw.
zum Auskoppeln der empfangenen Energie nicht zusätzlich unterbrochen zu werden. Eine
induktive Kopplung mit dem Sender bzw. Empfänger, der mit der Antenne zusammenarbeitet,
ist auch im Hinblick auf eine Restanpassung von Antenne und Sender bzw. Empfänger
von Vorteil.
[0022] Die Geometrien für die Antennenfläche, die im Anspruch 4 angegeben sind, eignen sich
besonders gut für die Realisierung von Antennen, die keine ausgeprägte Richtcharakteristik
aufweisen, wie dies bei der Funkfernauslesung von Verbrauchsmessern gewünscht wird,
da die Einbauorientierung der mit Funkfernauslesung versehenen Verbrauchsmesser im
Hinblick auf lokale Erfordernisse (Heizkörperfläche, Wandfläche) erfolgen muß und
nicht an die Übertragungsverhältnisse zu einer Fernauslesezentrale angepaßt werden
kann.
[0023] Alternativ kann man mit den im Anspruch 5 angegebenen Geometrien der Antennenfläche
eine Richtcharakteristik der Antenne erzielen.
Nachstehend wird die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme auf
die Zeichnung näher erläutert. In dieser zeigen:
- Figur 1:
- eine perspektivische Ansicht einer Antenne nach einem Beispiel mit zugeordneter Speiseeinrichtung,
wobei Abschnitte des die Antenne bildenden Leiterstückes, dessen Gesamtlänge einer
halben Wellenlänge entspricht, axial beabstandet geführt sind;
- Figur 2:
- eine ähnliche Ansicht wie Figur 1, in welcher jedoch eine abgewandelte Antenne gezeigt
ist, bei welcher Abschnitte des die Antenne bildenden Leiterstückes radial beabstandet
sind;
- Figur 3:
- eine Antenne nach der Erfindung mit ähnlicher Ansicht wie Figur 1, bei welcher jedoch
die Gesamtlänge des die Antenne bildenden Leiterstückes gleich einer Wellenlänge ist;
und
- Figur 4:
- eine ähnliche Ansicht wie Figur 3, in welche jedoch die Bemaßung eines praktischen
Ausführungsbespieles eingetragen ist.
In Figur 1 ist eine magnetische Loop-Antenne eingetragen, welche eine Leiterstück
10 aufweist. Dieses umfaßt 1,75 Windungen, die in axialer Richtung gesehen eine quadratisches
Antennenfläche A umschließen. Die Kantenlänge der Antennenfläche A ist mit a bezeichnet.
Die verschiedenen den Kanten der Antennenfläche A zugeordneten Abschnitte 12 des Leiterstückes
10 sind ähnlich geführt, wobei die Ganghöhe der Windungen mit p bezeichnet ist.
[0024] Man erkennt, daß sich jeweils zwei Abschnitte 12 des Leiterstückes 10 in axialer
Richtung gesehen überlappen, mit Ausnahme des vorne liegenden Abschnittes, der einzeln
ist und die Windungsebenen überbrückt.
[0025] Der axiale Abstand p der Leiterabschnitte 12 liegt im Bereich von 1 bis 5 Drahtdurchmessern.
Damit ergibt sich im Bereich dreier Seiten der Antennenfläche A eine magnetische Kopplung
der Leiterabschnitte 12 und damit eine Herabsetzung der Ausbreitungsgeschwindigkeit
der elektromagnetischen Strahlung längs des Leiterstückes 10. Der entsprechende Verkürzungsfaktor
k (Wellenlänge der Stromverteilung im Leiterstück 10 / Wellenlänge der elektromagnetischen
Strahlung im Vakuum) kann zwischen 0,2 und 0,8 gewählt werden, je nach dem, wie klein
der Abstand p gewählt wird und wie weit sich die Leiterabschnitte 12 in Umfangsrichtung
überlappen.
[0026] Damit kann die in Figur 1 gezeigte Antenne kleine Abmessungen aufweisen, obwohl es
sich um eine ohne Kapazität in Resonanz arbeitende W/2-Antenne (W = Wellenlänge) handelt.
[0027] Zur Speisung der durch das Leiterstück 10 gebildeten Antennenschleife ist eine Koppelschleife
14 vorgesehen, die ebenfalls eine quadratische Fläche begrenzt, die jedoch deutlich
kleiner ist als die Antennenfläche A.
[0028] Das eine Ende der Koppelschleife 14 ist direkt mit dem einen Anschluß eines Senders
16 verbunden. Der andere Anschluß der Koppelschleife 14 ist über einen Koppelkondensator
18 mit dem zweiten Anschluß des Senders 16 verbunden.
Der Sender 16 wird von einem Verbrauchsmesser 20 her angesteuert und übermittelt in
größeren zeitlichen Abständen den Zählerstand des Verbrauchsmessers 20 in serieller
binärer Darstellung. Einzelheiten über das Arbeiten eines derartigen Verbrauchsmessers
können der
DE 195 45 394 A1, der
DE 30 44 262 A1, der
DE 42 25 042 A1 oder der
DE 44 22 281 A1 entnommen werden, auf die diesbezüglich verwiesen wird.
Das Leiterstück 10 ist formstabil und kann z.B. über ein Isolierstück (nicht gezeigt),
das die mittleren der doppelt vorgesehenen Leiterabschnitte 12 packt, an einer nicht
gezeigten Tragstruktur (z.B. Leiterplatte oder Gehäuse) festgelegt sein.
In Figur 2 ist eine abgewandelte Antennen für die Funkfernauslesung von Verbrauchsmessern
gezeigt, die sich von derjenigen nach Figur 1 dadurch unterscheidet, daß die Leiterabsschnitte
12 unter radialem Abstand angeordnet sind. Eine derartige Anordnung eignet sich besonders
gut zur Realisierung auf Leiterplatten. Die Leiterstücke 10 können dort einfach aus
einer durchgehenden Kupferschicht herausgeätzt werden, ebenso die Koppelschleife 14.
Figur 3 zeigt eine Antenne nach der Erfindung. Die Antenne nach Figur 3 unterscheidet
sich von derjenigen nach Figur 1 dadurch, daß die Gesamtlänge des Leiterstückes 10
einer Wellenlänge entspricht. Um eine positive Überlagerung der von den Leiterabschnitten
12 erzeugten Teilmagnetfelder zu erzielen, ist das Leiterstück 10 zunächst gefaltet
worden und die so erhaltene faltete Leiteranordnung ist dann zusätzlich so geformt,
wie in Figur 1 für ein einfaches Leiterstück dargestellt.
[0029] Damit wechselt die Stromrichtung an den Stromknoten.
[0030] Figur 4 gibt präzise Abmessungen eines praktischen Ausführungsbeispieles. Die Kenngrößen
der dort gezeigten W-Antenne sind folgende:
| Kantenlänge a: |
25,00 mm |
| Drahtdurchmesser d: |
0,63 mm |
| Ganghöhe p: |
6,40 mm |
| Kantenlänge der Koppelschleife: |
8,50 mm |
| Abstand der Koppelschleife: |
6,60 mm |
| Koppelkondensator: |
6,20 pF. |
[0031] Damit werden folgende Eigenschaften erhalten:
| Güte Q0: |
430 |
| Betriebsgüte QB : |
215 (Ri = 50 Ohm) |
| Eingangsimpedanz Ze/Ohm: |
56 + j x 0 |
| Resonanzfrequenz: |
433,9 MHz |
| Strahlungswiderstand RS : |
2,79 Ohm |
| Verlustwiderstand Ra: |
0,55 Ohm |
| Wirkungsgrad: |
83 % |
| Freiraumwellenlänge l: |
690 mm |
| Längenverhältnis a/l: |
1/27.6. |
[0032] Die oben beschriebenen Antennen sind somit typische W/2-Antennen, haben aber erheblich
geringere Abmessungen als typische bekannte W/2-Antennen. Von den durch Kopfapazitäten
abgeschlossenen Loop-Antennen unterscheiden sie sich durch das Fehlen einer Kopfkapazität
und durch einen erhebliche verbesserte Güte.
[0033] Von den herkömmlichen Helixantennen, die eine Vielzahl von Windungen aufweisen, unterscheiden
Sie sich dadurch, daß ihre Gesamtlänge ein ganzzahliges Vielfaches von W ist, daß
eine symmetrische Einspeisung erfolgt (bei Helix-Antennen einseitige Einspeisung)
und daß der Windungsabstand klein ist, so daß man eine magnetische Verkopplung benachbarter
Leiterabschnitte erhält.
[0034] Dabei zeichnen sich die oben beschriebenen Antennen durch einen mechanisch einfachen
kompakten Aufbau aus.
[0035] Bei den oben beschriebenen Ausführungsbeispielen war die Antennenfläche A im wesentlichen
quadratisch. Es versteht sich, daß die Begrenzung der Antennenfläche stattdessen auch
kreisförmig gewählt sein kann. Solche Antennen haben eine in Umfangsrichtung im wesentlichen
konstante Charakterisitk. Wählt man die Antennenfläche A rechteckig oder oval, kann
man eine Richtcharakterisitk in Umfangsrichtung veränderliche Richtcharakteristik
erzielen.
1. Antenne mit einer Koppelschleife (14) und einer über die Koppelschleife (14) induktiv
gespeiste und in Resonanz arbeitende Antennenschleife,
dadurch gekennzeichnet, daß
- die Antennenschleife durch eine gefaltete Leiteranordnung gebildet ist;
- die gefaltete Leiteranordnung ein gefaltetes Leiterstück (10) aufweist, das zwei
gleich lange und parallelverlaufende Teilstücke ausbildet, wobei die freien Endendes
Leiterstückes miteinander leitend verbunden sind;
- die gefaltete Leiteranordnung mit den parallel verlaufenden Teilstücken eine Antennenfläche
(A) der Antennenschleife umschließt wobei eine Gesamtlänge jedes der Teilstücke das
1,75 bis 3,5-fache des Umfanges der Antennenfläche (A) beträgt;
- sich axial und/oder radial gesehen überlappende Abschnitte (12) des Leiterstückes
(10) einander so nahe benachbart sind, dass die Wellenlänge der Stromverteilung im
Leiterstück (10) höchstens dem 0,8-fachen der Vakuumwellenlänge des durch die Stromverteilung
erzeugten elektromagnetischen Feldes entspricht; und
- die Gesamtlänge des Leiterstückes (10) bzw. die Gesamtlänge jedes der Teilstücke
des gefalteten Leiterstückes (10) einer Wellenlänge bzw. einer halben Wellenlänge
der Stromverteilung im Leiterstück (10) entspricht.
2. Antenne nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Wellenlänge der Stromverteilung im Leiterstück (10) nicht kleiner ist als das
0,2-Fache der Vakuumwellenlänge des von der Stromverteilung erzeugten elektromagnetischen
Feldes.
3. Antenne nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß der radiale und/oder axiale Abstand zwischen den radial und/oder axial beabstandeten
Abschnitten (12) des Leiterstückes (10) das 1 bis 5-fache der Abmessung des Leiterstückes
(10) in der betrachteten Abstandsrichtung beträgt.
4. Antenne nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Antennenfläche (A) quadratisch oder kreisförmig ist.
5. Antenne nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Antennenfläche A rechteckig oder oval ist.
1. Antenna with a coupling loop (14) and an antenna loop that is inductively fed by way
of the coupling loop (14) and operates in resonance,
characterized in that
the antenna loop is formed by a folded conductor arrangement;
- the folded conductor arrangement has a folded conductor piece (10), which forms
two subpieces that are of equal length and run parallel, the free endsof the conductor
piece being connected to one another in a conducting manner;
- the folded conductor arrangement enclosing with the parallel-running subpieces an
antenna area (A) of the antenna loop, a total length of each of the subpieces being
1.75 to 3.5 times the periphery of the antenna area (A);
- portions (12) of the conductor piece (10) that overlap when seen axially and/or
radially are so closely adjacent to one another that the wavelength of the current
distribution in the conductor piece (10) corresponds to at most 0.8 times the vacuum
wavelength of the electromagnetic field generated by the current distribution; and
- the total length of the conductor piece (10) or the total length of each of the
subpieces of the folded conductor piece (10) corresponds to a wavelength or half wavelength
of the current distribution in the conductor piece (10).
2. Antenna according to Claim 1, characterized in that the wavelength of the current distribution in the conductor piece (10) is not less
than 0.2 times the vacuum wavelength of the electromagnetic field generated by the
current distribution.
3. Antenna according to Claim 1 or 2, characterized in that the radial and/or axial distance between the radially and/or axially spaced apart
portions (12) of the conductor piece (10) is 1 to 5 times the dimension of the conductor
piece (10) in the direction of the distance being considered.
4. Antenna according to one of Claims 1 to 3, characterized in that the antenna area (A) is square or circular.
5. Antenna according to one of Claims 1 to 4, characterized in that the antenna area A is rectangular or oval.
1. Antenne comprenant une boucle de couplage (14) et une boucle d'antenne qui est alimentée
inductivement par l'intermédiaire de ladite boucle de couplage (14), et fonctionne
en mode résonant,
caractérisée par le fait que
- la boucle d'antenne est formée d'un ensemble conducteur plié ;
- ledit ensemble conducteur plié présente une pièce conductrice (10) pliée, constituant
deux pièces partielles de longueurs égales et s'étendant parallèlement, les extrémités
libres de ladite pièce conductrice étant reliées mutuellement en mode conduction ;
- ledit ensemble conducteur plié ceinture une surface d'antenne (A) de la boucle d'antenne
par lesdites pièces partielles s'étendant parallèlement, une longueur totale de chacune
desdites pièces partielles représentant de 1,75 à 3,5 fois le périmètre de ladite
surface d'antenne (A) ;
- des tronçons (12) de ladite pièce conductrice (10), se chevauchant en observant
dans le(s) sens axial et/ou radial, occupent des positions voisines mutuellement rapprochées
de telle sorte que la longueur d'onde de la distribution de courant, dans ladite pièce
conductrice (10), corresponde au maximum à 0,8 fois la longueur d'onde en espace libre
du champ électromagnétique engendré par ladite distribution de courant ; et
- la longueur totale de la pièce conductrice (10), respectivement la longueur totale
de chacune des pièces partielles de ladite pièce conductrice (10) pliée, correspond
respectivement à une longueur d'onde ou à une demi-longueur d'onde de la distribution
de courant dans ladite pièce conductrice (10).
2. Antenne selon la revendication 1, caractérisée par le fait que la longueur d'onde de la distribution de courant, dans la pièce conductrice (10),
n'est pas inférieure à 0,2 fois la longueur d'onde en espace libre du champ électromagnétique
engendré par ladite distribution de courant.
3. Antenne selon la revendication 1 ou 2, caractérisée par le fait que la (les) distance(s) radiale et/ou axiale, entre les tronçons (12) de la pièce conductrice
(10) espacés radialement et/ou axialement, représente(nt) de 1 à 5 fois la cote de
ladite pièce conductrice (10) dans la direction d'espacement considérée.
4. Antenne selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisée par le fait que la surface d'antenne (A) est carrée ou circulaire.
5. Antenne selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisée par le fait que la surface d'antenne (A) est rectangulaire ou ovale.