[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Kopfband für Sportler nach dem Oberbegriff des
Anspruchs 1.
[0002] Es ist bekannt, daß viele Sportunfälle Kopfverletzungen, teilweise schwerer Art,
hervorrufen. Es werden daher insbesondere bei professionell durchgeführten Sportarten
Helme als Kopfschutz verwendet. Derartige Helme werden jedoch sehr oft als unbequem
empfunden, sodaß sie von Freizeitsportlern oft nicht getragen werden. Dazu kommt,
daß die Anschaffung eines Helmes verhältnismäßig teuer ist.
[0003] Die US 5 946 734 A beschreibt ein mehrschichtiges Kopfband für Sportler in ein- oder
zweiteiliger Ausführung, bestehend aus einer Schicht aus geschlossenzelligem, kraftverteilendem
Schaum aus Polyurethan oder ähnlichem Material, aus einer offenzelligen Schicht aus
Polyurethanschaum, einem äußeren Überzug in verschiedenen Formen bzw. Farben und einem
inneren Überzug aus waschbarem Material sowie eventuell mit einem Klettverschluß zur
Anpassung an verschiedene Kopfgrößen.
[0004] Ein derartiges Kopfband hat den Vorteil, daß es einfach zu gebrauchen und zu verstauen
ist und daß auch dessen Anschaffung billiger ist, als die Anschaffung eines Helmes.
Nachteilig ist jedoch, daß für verschiedene Kopfgrößen verschiedene Kopfbandgrößen
oder ein Klettverschluß zur Anpassung an verschiedene Kopfgrößen erforderlich ist
[0005] Die US-A-4 531 242 hat ein so bezeichnetes elastisches "bodyband" zum Gegenstand,
welches der Abstützung des menschlichen Körpers dienen soll. Das "bodyband" besteht
aus einer Neopren-Schicht, die beidseits mit jeweils einer Frotteeschicht laminiert
ist, soll nicht nur wärmend, sondern auch schweißabsorbierend sein.
[0006] Die US-A-4 035 537 beschreibt ein isolierendes Futter für Textilien, das einen Polyolefinschaum
enthält, welcher mit quer zur Dehnungsrichtung des Textilmaterials verlaufenden Schlitzen
versehen ist, so dass das laminierte Textilmaterial in seiner Dehnbarkeit nicht beeinträchtigt
ist und der Tragekomfort des Textilstücks erhöht wird.
[0007] Die Erfindung hat es sich zum Ziel gesetzt, ein Kopfband der eingangs genannten Art
zu schaffen, das ohne irgendwelche Handlungen zur Umstellung der Größe für verschiedene
Kopfgrößen verwendbar ist Erreicht wird dies mit den Merkmalen des Anspruchs 1.
[0008] Bei einem erfindungsgemäßen Kopfband sind die Schlitze bei der kleinsten Kopfgröße
bzw. bei Nichtgebrauch geschlossen, je nach notwendiger Größe öffnen sich die Schlitze
mehr oder weniger und der Umfang des Kopfbandes wird größer. Bei Versuchen hat es
sich gezeigt, daß dadurch eine automatische Anpassung an die üblichen Kopfgrößen,
etwa 53 bis 63 cm erreichbar ist.
[0009] Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung weist das Kopfband eine äußere
Schicht aus Polyäthylen-Schaum und eine vorzugsweise damit verbundene innere Schicht
aus Polyurethan-Schaum auf. Bei dieser Ausführungsform wirkt der Polyäthylen (PE)
- Schaum als Hauptstoßdämpfer. Der darunter liegende Polyurethan (PU) - Schaum wirkt
als weicher Kraftverteiler.
[0010] Um das Eindringen eines spitzen Gegenstandes, z.B. eines Steines, bis zum Kopf zu
verhindern, wird erfindungsgemäß vorgeschlagen, daß über der Schicht aus Polyäthylen-Schaum
eine Polystyrol-Folie angeordnet ist.
[0011] Nachstehend ist die Erfindung anhand eines in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispieles
näher beschrieben, ohne auf dieses Beispiel beschränkt zu sein.
Dabei zeigen:
Fig. 1 die Draufsicht auf ein erfindungsgemäßes Kopfband;
Fig. 2 eine Seitenansicht dieses Kopfbandes;
Fig. 3 einen Schnitt nach der Linie III - III in Fig. 1;
Fig. 4 einen Teil eines Kopfbandes in nicht gestrecktem Zustand und
Fig. 5 diesen Teil in gestrecktem Zustand.
[0012] Gemäß den Zeichnungen besteht ein in den Fig. 1 und 2 allgemein mit 1 bezeichnetes
Kopfband aus einem Streifen, dessen Enden bei 2 miteinander verbunden sind, sodaß
ein Ring entsteht. Die Seite 3 des Streifens 1, die bei bestimmungsgemäßen Gebrauch
des Kopfbandes am Hinterkopf anliegt, ist verbreitert bzw. erhöht, weil erfahrungsgemäß
dort am ehesten Kopfverletzungen entstehen könnten.
[0013] Wie aus Fig. 3 ersichtlich ist, weist das Kopfband eine Schicht 4 aus PE-Schaum und
eine damit verbundene Schicht 5 aus PU-Schaum auf. Beide Schichten 4 und 5 sind durch
eine textile Umhüllung 6 aus elastischem Material umgeben. Außerhalb der äußeren Schicht
4 ist eine Polystyrol-Folie 7 angeordnet. Wie in Fig. 3 angedeutet ist, kann diese
Folie 7 sowohl innerhalb als auch außerhalb der Umhüllung 6 vorgesehen sein. Die als
Druckverteilerband wirkende Folie 7 ist nicht zu einem geschlossenen Ring verbunden.
[0014] Aus den Fig. 4 und 5 ergibt sich, daß beide Schichten 4 und 5 mit in Abständen angebrachten
Einschnitten 8 versehen sind, wobei die Längserstreckung dieser Einschnitte 8 im wesentlichen
quer zur Längserstreckung des Kopfbandes verläuft. Diese Einschnitte werden zweckmäßig
durch Stanzen angebracht.
[0015] Es ergibt sich, daß im Ruhezustand des Kopfbandes die Einschnitte geschlossen sind
(Fig. 4), wogegen bei einer Zugwirkung in Längsrichtung des Kopfbandes sich die Einschnitte
8 öffnen (Fig. 5). Dadurch wird der Durchmesser bzw. Umfang des Kopfbandes verändert.
Es bedarf hiezu keinerlei zusätzlicher Handhabungen, das Kopfband kann einfach auf
den Kopf aufgesetzt werden.
[0016] Im Rahmen der Erfindung sind zahlreiche Abänderungen möglich. So müssen die Schichten
bzw. die Schicht nicht unbedingt aus Schaumstoffen bestehen, es wäre z.B. auch die
Anwendung von Filzen möglich. Auch ist die Verwendung eines erfindungsgemäßen Kopfbandes
nicht nur für sich alleine möglich, ein solches Kopfband könnte auch in Skimützen
oder dgl. eingearbeitet werden. Für das Druckverteilerband 7 könnte auch ein anderes
Material gewählt werden. Die Einschnitte 8 könnten auch etwas schräg verlaufen.
1. Kopfband für Sportler, bestehend aus mindestens einer Schicht (4, 5) aus kraftverteilendem
Material, insbesondere Kunststoffschaum, welche Schicht oder Schichten (4, 5) mit
einer textilen elastischen Umhüllung (6) versehen ist bzw. sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Schicht oder Schichten (4, 5) mit in Abständen angebrachten durch die gesamte
Dicke der Schicht bzw. Schichten hindurchgehenden Einschnitten (8) versehen ist bzw.
sind, deren Längserstreckung oder etwas schräg quer zur Längserstreckung des Kopfbandes
(1) verläuft.
2. Kopfband nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß es eine äußere Schicht (4) aus Polyäthylen-Schaum und eine vorzugsweise damit verbundene
innere Schicht (5) aus Polyurethan-Schaum aufweist.
3. Kopfband nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß über der äußeren Schicht (4) innerhalb oder außerhalb der Umhüllung (6) - eine Polystyril-Folie
(7) angeordnet ist.
1. A sports headband, consisting of no less than one layer (4,5) of force-distributing
material, in particular, of synthetic foam, with the said layer or layers (4, 5) being
furnished with a textile electrical sheathing (6), characterized in that the said layer or layers (4, 5) are provided with spaced-apart cuts (8) extending
throughout the thickness of the layer or layers the longitudinal extension of which
(cuts) is transverse or slightly inclined compared to the longitudinal extension of
the headband (1).
2. A headband according to claim 1, characterized in that it comprises an external layer (4) of polyethylene foam and an internal layer (5)
of polyurethane foam preferably connected therewith.
3. A headband according to claims 1 or 2, characterized in that disposed above the outer layer (4) - inside or outside the sheathing (6) - is a polystyrene
foil (7).
1. Bandeau de sport, composé au moins d'une couche (4, 5) formée de matière à distribuer
de force, en particulière de matière plastique à structure cellulaire, ladite couches
ou lesdites couches (4, 5) étant prévues d'une enveloppe (6) textile électrique, caractérisé en ce que ladite couche ou lesdites couches (4, 5) est/sont prévues de coupures (8) à distances
s'étendant à travers de l'épaisseur entière de ladite couche ou desdites couches,
l'extension longitudinale desdites coupure étant en sens transversale ou peu oblique
à l'extension longitudinale du bandeau (1).
2. Bandeau conforme à la revendication 1, caractérisé en ce qu'il comporte une couche extérieure (4) formée de polyéthylène à structure cellulaire
et une couche (5) de polyuréthane à structure cellulaire préférablement reliée à la
dernière.
3. Bandeau conforme aux revendications 1 ou 2, caractérisé en ce qu'une feuille polystyrène (7) est disposée - à l'intérieure ou à l'extérieure de l'enveloppe
(6) - sur la couche (4) extérieure.