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(11) |
EP 1 136 264 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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21.10.2009 Patentblatt 2009/43 |
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Anmeldetag: 05.03.2001 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Vorrichtung und Verfahren zum Steuern von Farbzonen
Device and method for controlling colour zones
Dispositif et procédé pour commander des zones d'encrage
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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CH DE FR GB LI |
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Priorität: |
24.03.2000 US 535938
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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26.09.2001 Patentblatt 2001/39 |
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Patentinhaber: Goss International Americas, Inc. |
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Dover, NH 03820 (US) |
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Erfinder: |
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- Michaud, Dennis Normand
Somersworth, NH 03878 (US)
- Rancourt, Michael Raymond
Merrimack, NH 03054 (US)
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| (74) |
Vertreter: Domenego, Bertrand et al |
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Cabinet Lavoix
2, place d'Estienne d'Orves 75441 Paris Cedex 09 75441 Paris Cedex 09 (FR) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 182 291 EP-A1- 0 113 905
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EP-A- 0 529 376 DE-A1- 3 743 646
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung und ein Verfahren zum Steuern
von Farbzonen, insbesondere in einer Druckmaschine, gemäß dem Oberbegriff der Ansprüche
1 und 11.
[0002] Eine solche Vorrichtung ist aus
EP529376 bekannt.
[0003] In der
US 4,986,180 ist eine Vorrichtung zum Steuern der Öffnung eines Farbkastens einer Druckmaschine
beschrieben. Durch Veränderung des Abstands zwischen den Kanten einer Vielzahl von
nebeneinander angeordneten Lamellen oder Farbzonen und der Farbkastenwalze kann die
auf eine Farbkastenwalze übertragene Farbmenge gesteuert werden. Jede Farbzone hat
ein Antriebsmodul, das ein Steuermittel umfasst, sowie einen Verstärker, eine Antriebseinheit
und eine die Antriebseinheit und die Lamelle verbindende Achse. Das Steuermittel kann
als ein gedrucktes Schaltbild ausgebildet sein, das einen Prozessor umfasst und Signale
von einer Hauptleitung empfängt. Die Steuereinheit empfängt gepulste Signale, die
das Steuermittel in Steuerimpulse für den Verstärker umwandelt. Der Verstärker wandelt
die Steuerimpulse in elektrischen Strom um, der die Antriebseinheit aktiviert, welche
die Achse zur Steuerung der Lamelle bewegt. Weiterhin ist ein Sensor vorgesehen, der
die Position der Lamelle ermittelt und diese Informationen an das Steuermittel leitet.
[0004] Alle Antriebsmodule sind über Hauptleitungen, den so genannten Bus, mit einer Vorverstärkungs-
und Schnittstelleneinheit verbunden. Die Hauptleitungen umfassen eine Vielzahl von
parallel verlaufenden Leitungen oder Kabeln, und jede der Steuereinheiten ist parallel
mit jedem der Kabel verbunden. Die Vorverstärkungs- und Schnittstelleneinheiten wiederum
sind mit elektronischen Datenverarbeitungsmitteln verbunden, die mit einem Mikrocomputer
oder einem Mikroprozessor verbunden sein kann, in den ein Bediener über eine Tastatur
und einen Bildschirm Eingaben vornehmen kann.
[0005] Ein Nachteil der
US 4,986,180 besteht darin, dass für jedes Antriebsmodul eine eigene Leitung oder ein eigenes
Kabel erforderlich ist. Die Leitungen müssen oft durch eine mit elektrischem Rauschen
belastete Umgebung laufen, in der die große Anzahl von Kabeln oder Leitungen elektromagnetische
Störeinflüsse, z. B. Übersprechen, sowohl verursachen als auch diesen ausgesetzt sein
können. Diese Störeinflüsse können zu Fehlfunktionen der Steuervorgänge führen. Bei
einer großen Anzahl von Farbzonen ist eine große Anzahl von Kabeln erforderlich, so
dass die Verbindungen kompliziert werden. Der Einsatz einer Vorverstärkungs- und Schnittstelleneinheit
erfordert weiterhin mehrere Verbindungen, die ebenfalls häufig die Ursache für Störungen
oder Fehler sind. Außerdem ist das beschriebene pulsbasierte Steuerungssystem nicht
sehr genau.
[0006] In der
US 5,052,298 ist ein Farbsteuerungssystem beschrieben, das eine zentrale Verarbeitungseinheit
(Central Processing Unit, CPU) umfasst, die über serielle Verbindungen mit Servoeinheiten
verbunden ist, von denen jede mit einer Vielzahl von Serverbanken mit Servomodulen
verbunden ist, wobei durch jedes der Servomodule jeweils eine Schraube verstellt wird.
Demgemäß hat jede Servoeinheit eine Vielzahl von Ausgängen zur Steuerung unterschiedlicher
Serverbanken. Eine Bedienkonsole ist über 24 separate Hauptleitungen mit der System-CPU
verbunden. Das beschriebene System hat unter anderem den Nachteil einer großen Anzahl
von notwendigen Verkabelungen.
[0007] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine zuverlässige Vorrichtung zum Steuern
von Farbzonen zu schaffen.
[0008] Eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, eine Vorrichtung zum
Steuern von Farbzonen zu schaffen, deren Verkabelung weniger kompliziert ist.
[0009] Diese Aufgaben werden durch eine Vorrichtung mit den Merkmalen gemäß Anspruch 1 gelöst.
Weitere Merkmale und vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen
enthalten.
[0010] Eine erfindungsgemäße Vorrichtung zum Steuern einer Vielzahl von Farbzonen mit einem
einen Prozessor, insbesondere in einer Rollenrotationsdruckmaschine, wobei die Farbzonen
jeweils einen Sollwert-Controller aufweisen, welcher Sollwertsignale als Eingaben
von dem Prozessor erhält, sieht vor, dass die Farbzonen jeweils einen Protokoll-Controller
aufweisen, der mit dem Prozessor und mit dem jeweiligen Sollwert-Controller verbunden
ist, wobei der jeweilige Protokoll-Controller die Sollwertsignale von dem Prozessor
über ein lokales Netzwerk erhält.
[0011] Der Begriff des Controllers, hier z. B. der Sollwert-Controller und der Protokoll-Controller,
kann sowohl in Form eines Schaltkreises, z. B. eines integrierten Schaltkreises (Chip,
Prozessor), als auch in Form einer Abfolge von Steuerbefehlen, welche von einem vielseitig
einsetzbaren integrierten Schaltkreis abgearbeitet wird, vorgesehen sein (Hardware-
oder Software-Lösung). In dem zweitgenannten Fall ist es z. B. auch möglich, dass
der Protokoll-Controller und der Sollwert-Controller in einem gemeinsamen Prozessor
als Befehlsfolgen abgearbeitet werden. Unter dem Begriff der Sollwertsignale sind
alle Informationen zu verstehen, die von dem Prozessor an eine bestimmte Farbzone
gerichtet sind, um Stellvorgänge einer jeweiligen Farbzonen-Rakel zu steuern. Diese
Sollwertsignale oder auch Farbzonensteuersignale werden somit dem jeweiligen Protokoll-Controller
der Farbzone als Eingabe (Input) übermittelt.
[0012] Da jede Farbzone gemäß der vorliegenden Erfindung einen Protokoll-Controller umfasst
und direkt mit dem lokalen Netzwerk (LAN) verbunden ist, ermöglicht die vorliegende
Erfindung die Konstruktion einer einfachen und zuverlässigen Vorrichtung zum Steuern
von Farbzonen. Insbesondere kann durch die Erfindung die Anzahl der Kabel reduziert
werden. Eine Fehlfunktion eines Controllers führt nur zu einer Fehleinstellung einer
einzigen Farbzone und nicht zu einer Fehleinstellung einer großen Anzahl von Farbzonen.
[0013] Jede Farbzone kann weiterhin einen I/O Treiber zum Empfangen einer Eingabe vom Sollwert-Controller
sowie einen von dem I/O Treiber gesteuerten Motor umfassen.
[0014] Außerdem kann vorgesehen sein, dass jede Farbzone eine vom Motor angetriebene Rakel-Einstellvorrichtung
umfasst, mittels derer zur Einstellung der Dicke der auf eine Farbkastenwalze zugeführten
Farbschicht ein Rakel verstellbar ist.
[0015] Gemäß einer weiteren Ausführungsform kann jede Farbzone weiterhin ein mit dem Motor
verbundenes Potentiometer umfassen, das eine Rückmeldung bezüglich der Position des
Rakels an den Sollwert-Controller leitet.
[0016] Die Rückmeldung erfolgt vorzugsweise über einen Spannungswert, der an einen A/D Wandler
übertragen wird. Alternativ kann zur Überwachung der Motorposition auch ein Zähler
eingesetzt werden. Der A/D Wandler kann anschließend einen digitalen Wert an den Sollwert-Controller
ausgeben. Dieser kann diese Information in der korrekten Protokoll-Form über das lokale
Netzwerk (LAN) leiten.
[0017] Jede Farbzone kann vorzugsweise ein Gehäuse umfassen, in dem der Protokoll-Controller
und der Sollwert-Controller, möglicherweise auch der I/O Treiber, der A/D Wandler
sowie der Motor, das Potentiometer und das Rakel angeordnet sind.
[0018] Auf diese Weise kann eine Vielzahl von einzelnen Farbzonen direkt mit dem LAN verbunden
sein, so dass die Anzahl der benötigten Kabel reduziert und die Zuverlässigkeit der
Vorrichtung erhöht wird.
[0019] Das LAN kann als handelsübliches LAN, z. B. als ein PROFIBUS ausgebildet sein, und
weist vorzugsweise ein Protokoll zur Übermittlung von Sollwert-Informationen an eine
bestimmte Farbzone der Vielzahl von Farbzonen auf. Als Übertragungsprotokoll kann
jedes gebräuchliche Netzwerkprotokoll, z. B. TCP/IP, verwendet werden.
[0020] Insbesondere kann das Protokoll Informationen bezüglich der Bahn, der Bahnseite und
der Farbe für die bestimmte Farbzone enthalten. Der Protokoll-Controller erkennt,
wenn eine Nachricht an die ihm zugeordnete Farbzone gerichtet ist, und filtert die
Sollwert-Information heraus. Der Sollwert kann anschließend an den Sollwert-Controller
geleitet werden, der die Sollwert-Abfrage liest und mit der aktuellen Einstellung
vergleicht. Aus diesem Vergleich kann (gegebenenfalls) eine nötige Stellbewegung bestimmt
werden, und die Farbzone wird mittels des I/O Treibers auf den gewünschten Sollwert
eingestellt. Dabei kann eine Rückmeldung des Motors über das Potentiometer und den
A/D Wandler berücksichtigt werden.
[0021] Durch einen Kontroll-Algorithmus des Sollwert-Controllers kann sichergestellt werden,
dass die Motoreinstellung innerhalb eines vorgegebenen Sollwertbereichs erfolgt. Der
I/O Treiber schaltet den Motor ein und aus. Eine Veränderung der Spannungspolarität
am Motor bewirkt eine Änderung der Motorrichtung. Die Rückmeldung des Potentiometers
wird vom A/D Wandler in einen Digitalwert umgewandelt, so dass der Sollwert-Controller
die aktuelle Position des Motors mit dem Sollwert vergleichen kann. Sobald der vorgegebene
Sollwertbereich erreicht ist, kann der I/O Treiber den Motor abschalten.
[0022] Die Farbzonenelektronik kann durch Niederspannung betrieben werden, z. B. mit 12
Volt Gleichstrom.
[0023] Bei einer erfindungsgemäßen modularen Farbzone mit einem Gehäuse, einem Protokoll-Controller
zum Empfangen von Eingaben von einem lokalen Netzwerk, einem Sollwert-Controller zum
Empfangen von Eingaben von dem Protokoll-Controller, einem mit dem Sollwert-Controller
verbundenen I/O Treiber und mit einem vom I/O Treiber gesteuerten Motor ist vorgesehen,
dass der Protokoll-Controller, der Sollwert-Controller, der I/O Treiber und der Motor
in dem Gehäuse angeordnet sind.
[0024] Die modulare Anordnung der Farbzonen ermöglicht ein leichtes Austauschen sowie eine
einfache Verbindung mit dem LAN.
[0025] Es ist eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein zuverlässiges Verfahren
zum Einstellen von Farbzonen zu schaffen.
[0026] Diese Aufgabe wird durch die Merkmale von Anspruch 11 gelöst.
[0027] Gemäß dem erfindungsgemäßen Verfahren zum Einstellen von Farbzonen, insbesondere
in einer Rollenrotationsdruckmaschine, wobei die Farbzonen jeweils einen Sollwert-Controller
aufweisen, welcher Sollwertsignale von einem Prozessor erhält, ist vorgesehen, dass
ein gewünschter Sollwert für eine Farbzone bestimmt wird, dass der Sollwert über ein
lokales Netzwerk an die Farbzone übermittelt und an der Farbzone mittels eines Protokoll-Controllers
empfangen wird und dass die Farbzone in Abhängigkeit von dem Sollwert eingestellt
wird.
[0028] Weiterhin kann eine Rückmeldung bezüglich der tatsächlichen Position der Farbzone
an einen Sollwert-Controller der Farbzone übermittelt werden.
[0029] Der Sollwert wird in einem LAN-Protokoll gesendet, das von einem Protokoll-Controller
an der Farbzone empfangen wird.
[0030] Die Merkmale der vorliegenden Erfindung werden in der folgenden Beschreibung bevorzugter
Ausführungsformen in Zusammenhang mit den beigefügten, nachfolgend aufgeführten Zeichnungen
näher erläutert.
[0031] Es zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Darstellung einer erfindungsgemäßen Vorrichtung zur Steuerung der
Farbzonen; und
- Fig. 2
- eine schematische Seitenansicht einer Farbkastenwalze mit einem gesteuerten Farbrakel.
[0032] Fig. 1 zeigt eine programmierbare Einheit (Programmable Logic Controller, PLC) oder
einen Rechner (PC) oder Prozessor 12, der zur Einstellung der Farbzufuhr für eine
Vielzahl von Farbzonen in einer Druckmaschine von einem Bediener z. B. über einen
durch eine serielle Verbindung oder Schnittstelle 9 von einem mit dem PLC 12 verbundenen
Bedienkonsolen-Controller 10 gesteuert wird. Die Farbzufuhr kann alternativ auch durch
einen Algorithmus in Abhängigkeit von der Druckqualität der ausgegebenen Produkte
gesteuert werden.
[0033] Ein Prozessor, der Teil des PLC 12 sein kann, erhält vom PLC 12 Daten bezüglich der
gewünschten Farbzufuhr und berechnet auf der Basis dieser Daten Sollwerte für die
Farbzonen der Druckmaschine. Die Sollwerte für die verschiedenen Farbzonen werden
anschließend von einem Kommunikations-Treiber 14 in Form eines Kommunikations-Protokolls
über ein lokales Netzwerk (LAN) 2 weitergeleitet. Das Kommunikations-Protokoll kann
je nach Art des eingesetzten LAN unterschiedlich sein; jede Farbzone kann beispielsweise
als eine bestimmte Zahl dargestellt sein, mit der ein Sollwert für die betreffende
Farbzone geschickt wird. Das Protokoll kann auch in der Weise gestaltet sein, dass
eine Farbzone identifiziert wird, indem zunächst die Bahn, dann die Bahnseite, die
Farbe und schließlich die Farbzone für die betreffende Farbe bestimmt wird. Einer
bestimmten Farbkastenwalze zur Zufuhr einer bestimmten Farbe auf eine Bahnseite einer
bestimmten Bahn kann z. B. eine die Farbzonen 50 und 60 umfassende Farbzonengruppe
62 zugeordnet sein. Diese Informationen zur Identifizierung der Farbzone können zusammen
mit dem Sollwert für diese Farbzone gesendet werden. Als LAN kann in diesem Zusammenhang
z. B. ein PROFIBUS-kompatibles LAN oder ein Control Area Network (CAN) verwendet werden.
[0034] Das LAN 2 ist direkt mit jeder der Farbzonen 20, 40, 50, 60 der Druckmaschine verbunden,
die alle in vorteilhafter Weise ähnlich konstruiert sein können und ein Gehäuse umfassen,
wie anhand des Gehäuses 25 der Farbzone 20 gezeigt ist. Jede der Farbzonen ist vorteilhaft
wie die im Detail dargestellte Farbzone 20 ausgebildet. Das LAN 2 ist mit einem Protokoll-Controller
22 der Farbzone 20 verbunden. Der Protokoll-Controller 22 empfängt Signale vom LAN
und filtert bei Empfang eines Signals für die Farbzone 20 die Sollwert-Information
heraus und überträgt sie als digitale Daten an einen Sollwert-Controller 24, der über
einen I/O Treiber 26 das An- und Abschalten eines Motors 28 steuert. Der Motor 28
bewegt eine Rakel-Einstellvorrichtung 30, die, wie in Fig. 2 gezeigt ist, den Abstand
zwischen einem Rakel 8 und einer Farbkastenwalze 6 steuert. Auf diese Weise kann die
Dicke der vom Farbkasten 4 auf die Walze 6 übertragenen Farbschicht gesteuert werden.
Entlang der Farbkastenwalze 6 ist eine Vielzahl von Rakeln 8 vorgesehen.
[0035] Wie in Fig. 1 gezeigt ist, empfängt der Sollwert-Controller 24 eine Eingabe von einem
A/D Wandler 32, dem über ein Potentiometer 34 Informationen bezüglich der aktuellen
Position der Rakel-Einstellvorrichtung 30 zugeführt werden. Das Potentiometer 34 sendet
ein analoges Spannungssignal an den A/D Wandler 32, der die Signale in einen Digitalwert
umwandelt, der anschließend in den Sollwert-Controller 24 eingegeben wird.
[0036] Der gewünschte Sollwert für die Farbzone 20 wird durch den Sollwert-Controller 24
auf die nachfolgend beschriebene Weise eingestellt. Der vom Protokoll-Controller 22
empfangene Sollwert wird mit der vom Potentiometer 34 über den A/D Wandler 32 empfangenen
aktuellen Einstellung verglichen. Soll die Position des Rakels 8 verändert werden,
so wird zunächst die Richtung der Positionsänderung bestimmt, d. h. ob die Rakel-Einstellvorrichtung
30 das Rakel 8 auf die Farbkastenwalze 6 zu oder von dieser weg bewegen soll.
[0037] In Abhängigkeit von der Änderungsrichtung wird der I/O Treiber 26 angeschaltet und
überträgt eine positive oder negative Spannung auf den Motor 28, wobei eine negative
Spannung eine Bewegung der Rakel-Einstellvorrichtung 30 in die eine Richtung und eine
positive Spannung eine Bewegung der Rakel-Einstellvorrichtung 30 in die andere Richtung
bewirkt.
[0038] Die Bewegung der Rakel-Einstellvorrichtung 30 wird anschließend über das Potentiometer
34 und den A/D Wandler 32 an den Sollwert-Controller 24 übermittelt, welcher bei Erreichen
des Sollwerts den Motor 28 abschaltet. Je nach systembedingt erforderlicher Genauigkeit
kann der Sollwert-Controller 24 verschiedene Feedback-Algorithmen einsetzen, wobei
der Sollwert vorzugsweise innerhalb eines bestimmten Zeitfensters erreicht wird.
[0039] Der Protokoll-Controller und der Sollwert-Controller können auch Teil eines einzigen
Schaltkreises, z. B. eines Application Specific Integrated Circuit (ASIC), sein.
[0040] Die durch das Potentiometer ermittelte tatsächliche Farbzonenposition kann auch durch
den Protokoll-Controller über das LAN 2 übermittelt werden, so dass die Information
am PLC oder PC 12 sowie am Bedienkonsolen-Controller 10 verfügbar ist.
Liste der Bezugszeichen
[0041]
- 2
- Lokales Netzwerk (LAN)
- 4
- Farbkasten
- 6
- Farbkastenwalze
- 8
- Rakel
- 9
- serielle Verbindung/serielle Schnittstelle
- 10
- Bedienkonsolen-Controller
- 12
- programmierbare Einheit (PLC) oder Rechner (PC)
- 14
- Kommunikations-Treiber
- 20
- Farbzone
- 22
- Protokoll-Controller
- 24
- Sollwert-Controller
- 25
- Gehäuse
- 26
- I/O Treiber
- 28
- Motor
- 30
- Rakel-Einstellvorrichtung
- 32
- A/D Wandler
- 34
- Potentiometer
- 40
- Farbzone
- 50
- Farbzone
- 60
- Farbzone
- 62
- Farbzonengruppe
1. Vorrichtung mit einer Vielzahl von Farbzonen und einer Vorrichtung zum Steuern der
Vielzahl von Farbzonen (20, 40, 50, 60) mit einem Prozessor, insbesondere in einer
Rollenrotationsdruckmaschine, wobei die Farbzonen (20, 40, 50, 60) jeweils einen Sollwert-Controller
(24) aufweisen, welcher Sollwertsignale als Eingaben von dem Prozessor erhält,
dadurch gekennzeichnet,
dass jede der Farbzonen (20, 40, 50, 60) jeweils einen Protokoll-Controller (22) aufweist,
der mit dem Prozessor und mit dem jeweiligen Sollwert-Controll (24) verbunden ist,
wobei der jeweilige. Protokoll-Controller (22) die Sollwertsignale von dem Prozessor
über ein lokales Netzwerk (LAN) (2) in Form eines Kommunikationsprotokolls erhält,
das Informationen zur Identifizierung der Farbzone und die Sollwertsignale enthält.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass jede Farbzone (20, 40, 50, 60) weiterhin einen I/O Treiber (26) zum Empfangen einer
Eingabe vom Sollwert-Controller (24) umfasst.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass jede Farbzone (20, 40, 50, 60) weiterhin einen von dem I/O Treiber (26) gesteuerten
Motor (28) umfasst.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass jede Farbzone (20, 40, 50, 60) weiterhin eine vom Motor (28) angetriebene Rakel-Einstellvorrichtung
(30) umfasst.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass jede Farbzone (20, 40, 50, 60) weiterhin ein Potentiometer(34) umfasst, das eine
Rückmeldung an den Sollwert-Controller (24) leitet.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass jede Farbzone (20, 40, 50, 60) ein Gehäuse (25) umfasst, in dem der Protokoll-Controller
(22) und der Sollwert-Controller (24) angeordnet sind.
7. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das LAN (2) ein Protokoll zur Übermittlung von Sollwertsignalen an eine bestimmte
Farbzone (20, 40, 50, 60) der Vielzahl von Farbzonen (20, 40, 50, 60) aufweist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Protokoll Informationen bezüglich der Bahn, der Bahnseite und der Farbe für die
bestimmte Farbzone (20, 40, 50, 60) enthält.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass jeder der Protokoll-Controller direkt mit dem lokalen Netzwerk (LAN) verbunden ist.
10. Vorrichtung nach Anspruch 3 und 6
dadurch gekennzeichnet,
dass zumindest eine Farbzonen eine modular Farbzonen (20, 40, 50, 60) ist, mit dem Gehäuse
(25), dem Protokoll-Controller (22) zum Empfangen von Eingaben von einem lokalen Netzwerk
(LAN) (2), dem Sollwert-Controller (24) zum Empfangen von Eingaben von dem Protokoll-Controller
(22), einem mit dem Sollwert-Controller (24) verbundenen I/O Treiber (26) und mit
einem vom I/O Treiber (26) gesteuerten Motor (28), wobei der Protokoll-Controller
(22), der Sollweit-Controller (24), der I/O Treiber (26) und der Motor (28) in dem
Gehäuse (25) angeordnet sind.
11. Verfahren zum Einstellen von Farbzonen (20, 40, 50, 60), insbesondere in einer Rollenrotationsdruckmaschine,
mit der Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Farbzonen (20,
40, 50, 60) jeweils einen Sollwert-Controller (24) aufweisen, welcher Sollwertsignale
von einem Prozessor erhält,
mit den folgenden Verfahrensschritten:
Bestimmen eines gewünschten Sollwertes für eine Farbzone (20, 40, 50, 60);
Übermitteln des Sollwertes über ein lokales Netzwerk (LAN) (2) an die Farbzone (20,
40, 50, 60);
Empfangen des Sollwertes an der Farbzone (20, 40, 50, 60) mittels eines Protokoll-Gontrollers
(22);
Einstellen der Farbzone (20, 40, 50, 60) in Abhängigkeit von dem Sollwert, wobei jede
Farbzonen einen Protokoll-Controller aufweist.
12. Verfahren nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet,
dass die tatsächliche Position der Farbzone (20, 40, 50, 60) an einen Sollwert-Controller
(24) der Farbzone (20, 40, 50, 60) übermittelt wird.
13. Druckmaschine, insbesondere Rollenrotationsdruckmaschine,
gekennzeichnet durch
eine Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10.
1. An apparatus with a plurality of colour zones and an apparatus for controlling the
plurality of colour zones (20, 40, 50, 60) with a processor, in particular in a web-fed
rotary printing press, the colour zones (20, 40, 50, 60) respectively having a nominal
value controller (24) which receives nominal value signals as inputs from the processor,
characterised in that
each of the colour zones (20, 40, 50, 60) respectively has a protocol controller (22)
which is connected to the processor and to the respective nominal value controller
(24), the respective protocol controller (22) receiving the desired value signals
from the processor via a local network (LAN) (2) in the form of a communication protocol
which includes information for identifying the colour zone and the nominal value signals.
2. The apparatus according to Claim 1,
characterised in that
each colour zone (20, 40, 50, 60) further comprises an I/0 driver (26) for receiving
an input from the nominal value controller (24).
3. The apparatus according to Claim 2,
characterised in that
each colour zone (20, 40, 50, 60) further comprises a motor (28) controlled by the
I/0 driver (26).
4. The apparatus according to Claim 3,
characterised in that
each colour zone (20, 40, 50, 60) further comprises a doctor blade setting apparatus
(30) driven by the motor (28).
5. The apparatus according to any of Claims 1 to 4,
characterised in that
each colour zone (20, 40, 50, 60) further comprises a potentiometer (34) which conveys
a response to the nominal value controller (24).
6. The apparatus according to any of Claims 1 to 5,
characterised in that
each colour zone (20, 40, 50, 60) comprises a housing (25) in which are disposed the
protocol controller (22) and the nominal value controller (24).
7. The apparatus according to any of the preceding claims,
characterised in that
the LAN (2) has a protocol for transmitting nominal value signals to a specific colour
zone (20, 40, 50, 60) of the plurality of colour zones (20, 40, 50, 60).
8. The apparatus according to Claim 7,
characterised in that
the protocol includes information relating to the path, the path side and the colour
for the specific colour zone (20, 40, 50, 60).
9. The apparatus according to any of Claims 1 to 8,
characterised in that
each of the protocol controllers is connected directly to the local network (LAN).
10. The apparatus according to Claims 3 and 6,
characterised in that
at least one colour zone is a modular colour zone (20, 40, 50, 60) with the housing
(25), the protocol controller (22) for receiving inputs from a local network (LAN)
(2), the nominal value controller (24) for receiving inputs from the protocol controller
(22), an I/O driver (26) connected to the nominal value controller (24) and with a
motor (28) controlled by the I/0 driver (26), the protocol controller (22), the nominal
value controller (24), the I/0 driver (26) and the motor (28) being disposed in the
housing (25).
11. A method for setting colour zones (20, 40, 50, 60), in particular in a web-fed rotary
printing press, with the apparatus according to any of the receding claims, the colour
zones (20, 40, 50, 60) respectively having a nominal value controller (24) which receives
nominal value signals from a processor,
with the following procedural steps:
determining a desired nominal value for a colour zone (20, 40, 50, 60);
transmitting the nominal value via a local network (LAN) (2) to the colour zone (20,
40, 50, 60);
receiving the nominal value on the colour zone (20, 40, 50, 60) by means of a protocol
controller (22);
setting the colour zone (20, 40, 50, 60) dependently upon the nominal value, each
colour zone having a protocol controller.
12. The method according to Claim 11,
characterised in that
the actual position of the colour zone (20, 40, 50, 60) is transmitted to a nominal
value controller (24) of the colour zone (20, 40, 50, 60).
13. A printing press, in particular a web-fed rotary printing press,
characterised by
an apparatus according to any of Claims 1 to 10.
1. Dispositif avec une multitude de zones d'encrage et un dispositif pour commander la
multitude de zones d'encrage (20, 40, 50, 60) avec un processeur, en particulier dans
une presse rotative à imprimer, les zones d'encrage (20, 40, 50, 60) comprenant respectivement
un contrôleur de valeurs prescrites (24), lequel reçoit du processeur des signaux
de valeurs prescrites comme entrées,
caractérisé en ce
que chacune des zones d'encrage (20, 40, 50, 60) comprend respectivement un contrôleur
de protocole (22) qui est relié au processeur et au contrôleur de valeurs prescrites
(24) respectif, le contrôleur de protocole (22) respectif recevant les signaux de
valeurs prescrites du processeur via un réseau local (LAN) (2) sous la forme d'un
protocole de communication qui contient des informations sur l'identification de la
zone d'encrage et les signaux de valeurs prescrites.
2. Dispositif selon la revendication 1,
caractérisé en ce
que chaque zone d'encrage (20, 40, 50, 60) comprend en outre un pilote E/S (26) pour
recevoir une entrée du contrôleur de valeurs prescrites (24).
3. Dispositif selon la revendication 2,
caractérisé en ce
que chaque zone d'encrage (20, 40, 50, 60) comprend en outre un moteur (28) commandé
par le pilote E/S (26)
4. Dispositif selon la revendication 3,
caractérisé en ce
que chaque zone d'encrage (20, 40, 50, 60) comprend en outre un dispositif de réglage
de racle (30) entraîné par le moteur (28).
5. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 4,
caractérisé en ce
que chaque zone d'encrage (20, 40, 50, 60) comprend en outre un potentiomètre (34) qui
transmet une information en retour au contrôleur de valeurs prescrites (24).
6. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 5,
caractérisé en ce
que chaque zone d'encrage (20, 40, 50, 60) comprend un boîtier (25), dans lequel sont
disposés le contrôleur de protocole (22) et le contrôleur de valeurs prescrites (24).
7. Dispositif selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce
que le LAN (2) comprend un protocole pour transmettre des signaux de valeurs prescrites
à une zone d'encrage donnée (20, 40, 50, 60) de la multitude de zones d'encrage (20,
40, 50, 60).
8. Dispositif selon la revendication 7,
caractérisé en ce
que le protocole contient des informations concernant la voie, le côté et les couleurs
pour la zone d'encrage donnée (20, 40, 50, 60).
9. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 8,
caractérisé en ce
que chacun des contrôleurs de protocole est relié directement au réseau local (LAN).
10. Dispositif selon les revendications 3 et 6,
caractérisé en ce
qu'au moins une zone d'encrage est une zone d'encrage modulaire (20, 40, 50, 60), avec
le boîtier (25), le contrôleur de protocole (22) pour recevoir des entrées d'un réseau
local (LAN) (2), le contrôleur de valeurs prescrites (24) pour recevoir des entrées
du contrôleur de protocole (22), un pilote E/S (26) relié au contrôleur de valeurs
prescrites (24) et avec un moteur (28) commandé par le pilote E/S (26), le contrôleur
de protocole (22), le contrôleur de valeurs prescrites (24), le pilote E/S (26) et
le moteur (28) étant disposés dans le boîtier (25).
11. Procédé pour régler des zones d'encrage (20, 40, 50, 60), en particulier dans une
presse rotative à imprimer, avec le dispositif selon l'une quelconque des revendications
précédentes, les zones d'encrage (20, 40, 50, 60) comprenant respectivement un contrôleur
de valeurs prescrites (24), qui reçoit des signaux de valeurs prescrites d'un processeur,
avec les étapes de procédé suivantes consistant à:
déterminer une valeur prescrite souhaitée pour une zone d'encrage (20, 40, 50, 60)
;
transmettre la valeur prescrite via un réseau local (LAN) (2) à la zone d'encrage
(20, 40, 50, 60) ;
recevoir la valeur prescrite au niveau de la zone d'encrage (20, 40, 50, 60) au moyen
d'un contrôleur de protocole (22) ;
régler la zone d'encrage (20, 40, 50, 60) en fonction de la valeur prescrite, chaque
zone d'encrage comprenant un contrôleur de protocole.
12. Procédé selon la revendication 11,
caractérisé en ce
que la position réelle de la zone d'encrage (20, 40, 50, 60) est communiquée à un contrôleur
de valeurs prescrites (24) de la zone d'encrage (20, 40, 50, 60).
13. Presse, en particulier presse rotative à imprimer,
caractérisée par
un dispositif selon l'une des revendications 1 à 10.


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