[0001] Die Erfindung betrifft einen Aufreißfaden für Verpackungen mit Merkmalen zur Kennzeichnung.
[0002] Bekannt geworden ist aus der US-PS 4 511 616 ein metallisiertes Sicherheits-Laminat.
Eine Basisschicht aus Papier trägt eine magnetisierbare Harzschicht mit ferromagnetischen
Pigmenten, eine Dekorschicht aus einem pigmentierten Harz sowie eine Metallisierung.
Die Metallisierung ist einheitliche oder uneinheitliche Muster bildend teilweise entfernt
worden, so daß die farbige Dekorschicht durch das Muster sichtbar wird. Magnetisierte
Stellen der Magnetschicht lassen sich mit physikalischen Hilfsmitteln sichtbar machen.
Von Nachteil ist, daß die visuell erkennbaren Kodierungen sich nur bedingt und mit
großem Aufwand für eine automatische Prüfung eignen.
Weiter wird in der EP 0 317 202 eine Verpackung mit einem Aufreißband beschrieben.
Das Aufreißband ist zur Aufnahme magnetisch kodierter Informationen mit einem magnetisierbaren
Material beschichtet. Zum Verdecken der Magnetschicht enthält das Aufreißband zusätzlich
eine Metallschicht bzw. eine erste und eine zweite Metallschicht.
Es hat sich erwiesen, daß die magnetische Kodierung infolge magnetischer Fremdfelder
leicht löschbar und auch schwer identifizierbar ist.
Die GB 2 298 391 A beschreibt einen Sicherheitsgegenstand fälschen indizierend wie
eine einschrumpfende Siegelhülle bestehend aus einem Substrat, beispielsweise Polypropylen
mit einer einen optisch variablen Effekt generierenden Struktur wie ein geprägtes
Hologramm. Diese einen optisch variablen Effekt generierenden Struktur ist beschichtet
mit einer Aluminiumschicht, wobei die generierende Struktur so behandelt ist, dass
die Haftung der Aluminiumschicht auf dieser einstellbar ist. Diese Seite des Schichtaufbaus
wird auf ein mit Klebstoff, welcher durch Druck aktiviert wird, versehenes Material,
beispielsweise Papier aufgebracht. Die andere Oberfläche des Substrats trägt einen
Kleber, welcher durch Hitze aktiviert wird.
[0003] Um der Produktpiraterie vor allem bei Markenprodukten zu begegnen und die enormen
materiellen Schäden, die dem Originalproduzenten erwachsen, zu mindern, ist es Aufgabe
der Erfindung, die Verpackung mit ihrem Aufreißmechanismus so zu gestalten, daß eine
firmeneigene, zur Originalitätsbestimmung geeignete Verschlußmöglichkeit gefunden
wird. Dem Benutzer muß schon beim Öffnen des Produkts ein Effekt der Originalität
gezeigt werden. Weiterhin ist es Aufgabe der Erfindung, den Aufreißfaden derart zu
gestalten, daß eine Originalitätsprüfung mit einer entsprechenden Prüfvorrichtung
schon vor dem Öffnen der Verpackung möglich ist.
[0004] Erfindungsgemäß sind bei einem Aufreißfaden für Verpackungen zur Kodierung von Informationen
einzelne Abschnitte des Aufreißfadens metallisiert, und innerhalb dieser metallisierten
Abschnitte sind wiederum, insbesondere Figuren oder Buchstaben darstellend, Zonen
demetallisiert. Mehrere metallisierte Abschnitte sind, getrennt durch nicht metallisierte
oder demetallisierte Abschnitte, hintereinander, vorzugsweise von unterschiedlicher
Flächenausdehnung und/oder elektrischer Leitfähigkeit, angeordnet. Zur Kodierung von
Informationen sind einzelne Abschnitte des Aufreißfadens metallisiert, und die metallisierten
Abschnitte weisen wechselweise holografische Effekte und Demetallisierungen auf.
[0005] Weiter weist der Aufreißfaden in den demetallisierten Zonen und/oder demetallisierten
Buchstaben optische und/oder magnetische Merkmale auf.
[0006] Die Erfindung wird im folgenden anhand der in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiele
näher erläutert und beschrieben. Die der Zeichnung und der Beschreibung zu entnehmenden
Merkmale können bei anderen Ausführungsformen der Erfindung einzeln für sich oder
zu mehreren in beliebiger Kombination Anwendung finden. Die Zeichnung zeigt:
- Fig. 1 -
- eine Draufsicht auf ein Teilstück eines Aufreißfadens mit metallisierten und demetallisierten
Zonen.
[0007] Ein bevorzugte Ausführungsform wird anhand der Fig. 1 dargestellt. Fig. 1 zeigt ein
Teilstück eines Aufreißfadens
1 in der Draufsicht. Einzelne Abschnitte
10 des Aufreißfadens
1 sind, getrennt durch Zwischenräume
11, vorzugsweise mit einer Beschichtungsdicke von 70 nm bis 200 nm metallisiert. Innerhalb
dieser metallisierten Abschnitte
10 sind wiederum Zonen, beispielsweise Figuren oder Buchstaben
12 darstellend, demetallisiert worden. Die in Fig. 1 dargestellten demetallisierten
Buchstaben
12 sind optisch, also auch für den Verbraucher, erkennbar. Darüber hinaus dienen die
metallisierten Abschnitte
10 einer Echtheitsprüfung mittels kapazitiver Kopplung von Sende- und Empfangselektroden
über die metallisierten Abschnitte
10. In an sich bekannter Weise wird von einer Sendeantenne eine Hochfrequenz abgestrahlt
und von einer Empfangsantenne Energie, welche von einem metallisierten Abschnitt
10 kapazitiv gekoppelt wird, empfangen. Dazu können die metallisierten Abschnitte
10 auf dem Aufreißfaden
1 von unterschiedlicher flächenmäßiger Ausdehnung und/oder elektrischer Leitfähigkeit
sein. Beim Vorbeiführen eines Originalprodukts mit einer Originalverpackung, versehen
mit einem metallisierten Aufreißfaden
1, über eine entsprechende Antennenanordnung mit einem Prüfgerät entstehen Kapazitäten,
welche die Kopplung von Sende- und Empfangsantennen sowie einen entsprechenden Anstieg
des Feldstärkepegels im Empfänger bewirken. Das empfangene Nutzsignal ist die Kodierung.
[0008] Die Merkmale der Erfindung gehen außer aus den hier dargelegten Ausführungsbeispielen
auch aus den Ansprüchen und der Zeichnung hervor, wobei die Merkmale für sich allein
oder zu mehreren in Form von Unterkombinationen der einzelnen Elemente vorteilhafte,
schutzfähige Ausführungen darstellen, für die hier Schutz beansprucht wird.
1. Aufreißfaden für Verpackungen mit Merkmalen zur Kennzeichnung, dadurch gekennzeichnet, daß zur Kodierung von Informationen einzelne Abschnitte (10) des Aufreißfadens (1) metallisiert sind und innerhalb dieser metallisierten Abschnitte (10) wiederum demetallisiert sind.
2. Aufreißfaden nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere metallisierte Abschnitte (10), getrennt durch nicht- oder demetallisierte Zwischenräume (11), hintereinander, vorzugsweise von unterschiedlicher Flächenausdehnung und/oder elektrischer
Leitfähigkeit angeordnet sind.
3. Aufreißfaden nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur Kodierung von Informationen einzelne Abschnitte (10) des Aufreißfadens (1) metallisiert sind und wechselweise die metallisierten Abschnitte (10) holografische Effekte und Demetallisierungen aufweisen.
4. Aufreißfaden nach einem oder mehreren der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Aufreißfaden (1) in den demetallisierten Zwischenräumen (11) und/oder demetallisierten Buchstaben (12) optische und/oder magnetische Merkmale aufweist.