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(11) |
EP 1 138 306 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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18.06.2008 Patentblatt 2008/25 |
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Anmeldetag: 19.02.2001 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Medizinischer oder dentalmedizinischer Behandlungsstuhl oder eine Kopfstütze für einen
solchen Behandlungsstuhl
Medical or dental chair and head rest for such a chair
Fauteuil de soins médicaux ou dentaires et repose tête pour un tel fauteuil
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Benannte Vertragsstaaten: |
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DE DK ES FI IT |
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Priorität: |
22.03.2000 DE 10014063
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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04.10.2001 Patentblatt 2001/40 |
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Patentinhaber: Kaltenbach & Voigt GmbH |
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88400 Biberach / Riss (DE) |
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Erfinder: |
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- Hummler, Georg
88400 Biberach-Ringschnait (DE)
- Rapp, Karlheinz
88441 Mittelbiberach (DE)
- von Bank, Reinhold
88433 Schemmerhofen (DE)
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| (74) |
Vertreter: Schmidt-Evers, Jürgen et al |
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Patentanwälte Mitscherlich & Partner
Sonnenstrasse 33 80331 München 80331 München (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
DE-A- 2 932 345 US-A- 2 630 887
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FR-A- 2 367 482
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf einen medizinischen oder dentalmedizinischen Behandlungsstuhl
oder auf eine Kopfstütze für einen solchen Behandlungsstuhl nach dem Oberbegriff des
Anspruches 1 bzw. 2.
[0002] Ein Behandlungsstuhl oder eine Kopfstütze dieser Arten sind in der
DE 296 20 801 U1 beschrieben. Bei diesem bekannten Behandlungsstuhl bzw. bei dieser bekannten Kopfstütze
ist zum Einstellen der Kopfstütze eine Schwenkvorrichtung in Form eines Gelenkvierecks
vorgesehen, wobei eine zugehörige Feststellvorrichtung zum Feststellen der Schwenkvorrichtung
in der jeweiligen Schwenkposition ebenfalls vorhanden ist. Die Feststellvorrichtung
weist eine Kupplung im Bereich des Basisgelenks des Gelenkvierecks auf, mit einem
zwischen einer Kupplungsstellung und einer Entkupplungsstellung bewegbaren Kupplungselement
zum wahlweisen Feststellen bzw. Sperren und Freigeben des Gelenks. An der Kopfstütze
ist ein manuell bewegliches Betätigungsglied zum Öffnen und/oder Schließen der Kupplung
vorgesehen, das durch einen Seilzug mit der Kupplung verbunden ist. Des weiteren ist
der Kupplung eine Sperrvorrichtung mit einem Sperrteil zugeordnet, das ein Öffnen
der Kupplung bei unbetätigtem Betätigungsglied sperrt und bei betätigtem Betätigungsglied
freigibt.
[0003] Aus der
EP 0 701 806 A1 ist ebenfalls ein Behandlungsstuhl oder eine Kopfstütze der eingangs angegebenen
Art zu entnehmen. Bei dieser bekannten Ausgestaltung weist die Schwenkvorrichtung
einen Lenker mit zwei Gelenken in seinen Endbereichen auf, der durch sein Basisgelenk
mit einem Kopfstützenhalter einer zugehörigen Rückenlehne und in seinem zweiten Gelenk
die Kopfstütze trägt. Den Gelenken ist eine Feststellvorrichtung mit einem pneumatischen
Kolbenzylinder mit einer Arbeitskammer zum Klemmen der Gelenke zugeordnet. Der Kolbenzylinder
ist durch den pneumatischen Druck einer Handpumpe beaufschlagbar und aktivierbar.
Für eine Festklemmung der Gelenke bedarf es einer beträchtlichen Klemmspannung, da
im Funktionsbetrieb die Kopfstütze beträchtlichen Belastungen unterliegt, die hauptsächlich
vom Patienten auf sie ausgeübt werden können und sie zu verstellen suchen. Es sind
deshalb beträchtliche Feststellkräfte erforderlich, um die Kopfstütze in ihrer eingestellten
Position zu sichern. Ein weiterer Nachteil dieser bekannten Ausgestaltung besteht
darin, daß es einer aufwendigen Handhabung bedarf, um die Kopfstütze in der jeweils
gewünschten Position einzustellen. Hierzu sind unbedingt beide Bedienungshände erforderlich,
wobei mit der einen Bedienungshand die Kopfstütze zu verstellen und zu positionieren
ist und mit der anderen Bedienungshand das pneumatische Druckglied zu betätigen ist.
[0004] Ein Behandlungsstuhl oder eine Kopfstütze der eingangs angegebenen Arten ist auch
in der
EP 0 673 633 A2 beschrieben. Bei dieser bekannten Ausgestaltung ist die Schwenkvorrichtung der Kopfstütze
durch ein sogenanntes Gelenkviereck gebildet, wobei dem die Schwenkvorrichtung mit
der Rückenlehne verbindenden Basisgelenk eine Kupplung zum Sperren des Gelenks zugeordnet
ist, die durch die manuelle Betätigung eines an der Kopfstütze bewegbar gelagerten
Betätigungsgliedes zu öffnen ist. Das Betätigungsglied ist bei dieser bekannten Ausgestaltung
ein kippbar gelagertes Teil, das mit der Bedienungshand kippbar ist. Das Betätigungsglied
ist durch einen Seilzug mit der Kupplung verbunden, so daß die Kippbewegung zum Öffnen
der Kupplung ausgenutzt werden kann.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, bei einem Behandlungsstuhl bzw. einer Kopfstütze
der eingangs angegebenen Arten die Stützfunktion zu verbessern. Es soll der Herstellungsaufwand
und/oder der Handhabungsaufwand zum Verstellen und Einstellen der Kopfstütze gering
sein. Außerdem soll die Kopfstütze in ihrer eingestellten Position stabil sein, so
daß die Gefahr einer unbeabsichtigten Verstellung vermieden oder vermindert wird.
[0006] Diese Aufgabe wird durch die Merkmale der Ansprüche 1 bzw. 2 gelöst. Vorteilhafte
Weiterbildungen der Erfindung sind in den zugehörigen Unteransprüchen beschrieben.
[0007] Bei der erfindungsgemäßen Ausgestaltung kommt eine Feststellvorrichtung mit einem
Kolbenzylinder zum Einsatz, der das zugehörige Gelenk in der eingestellten Position
blockiert. Auch bei größeren Belastungen der Kopfstütze ist dabei deren Positionierung
in der eingestellten Position gesichert. Es eignet sich insbesondere ein Kolbenzylinder,
dessen Arbeitskammern mit einer Flüssigkeit gefüllt sind, insbesondere Öl, die aufgrund
geringer Kompressibilität die Blockierung des Kolbenzylinders und damit des Gelenks
bewirkt. Zur Aufhebung dieser Sperre bedarf es eines geringen Aufwandes, insbesondere
einer geringen manuellen Betätigung, nämlich der Öffnung eines Ventils in einer die
Arbeitskammern miteinander verbindenden Verbindungsleitung. Diese Maßnahme läßt sich
mit einem geringen Aufwand, insbesondere Kraftaufwand, und mit einer kleinen Bewegung
ausführen, so daß das Öffnen und Schließen des Ventils handhabungsfreundlich durchführbar
ist. Kolbenzylinder dieser Art sind an sich bekannte Bauelemente, die auf dem technischen
Markt erhältlich sind und bisher für anderen Verwendungszwecke verwendet wurden.
[0008] Eine Weiterbildung der Erfindung ermöglicht ein Verstellen und Einstellen der Kopfstütze
ebenfalls mit einem geringen Handhabungsaufwand, wobei es außerdem möglich ist, die
Kopfstütze bei Einhandbedienung zu verstellen und in der gewünschten Position einzustellen.
Hierbei kann die Kopfstütze durch ein vorzugsweise seitliches Übergreifen des das
Betätigungsglied tragenden Griffteiles und des Betätigungsgliedes handhabungsfreundlich
ergriffen und bei ihrer Einstellbewegung geführt werden. Dabei ist das Betätigungsglied
entweder durch den Daumen der Bedienungshand oder mit wenigstens einem gegenüberliegenden
Finger in seine Freigabestellung bewegbar, insbesondere einschiebbar. In dieser Griffstellung
findet die Kopfstütze in der Bedienungshand zugleich einen festen Halt, der es ermöglicht,
die Kopfstütze sowohl um das erste Gelenk als auch um das zweite Gelenk in die gewünschte
Stützstellung zu bewegen. In dieser Stellung bedarf es lediglich einer Druckentlastung
bzw. eines Loslassens des Betätigungsgliedes, wobei das Betätigungsglied aufgrund
seiner elastischen Rückstellkraft selbsttätig in seine Sperrstellung bewegt wird,
in der das Gelenk blockiert wird. Ein weiterer Vorteil dieser Ausgestaltung besteht
darin, daß sie sich sowohl für Rechtshänder als auch für Linkshänder eignet.
[0009] Es ist möglich, die erfindungsgemäße Ausgestaltung für das erste Gelenk und/oder
für das zweite Gelenk vorzusehen. Wenn beiden Gelenken jeweils ein erfindungsgemäßer
Kolbenzylinder zugeordnet ist, ist es besonders vorteilhaft, ein für beide Kolbenzylinder
gemeinsames Betätigungsglied vorzusehen, so daß beide Gelenke durch die Betätigung
des Betätigungsgliedes entsperrt bzw. beim Loslassen des Betätigungsgliedes gesperrt
bzw. blockiert werden. Bei dieser Ausgestaltung ist die Kopfstütze besonders handhabungsfreundlich
einstellbar, da bei einer gleichzeitigen Bewegung beider Gelenke wahlweise Stützstellungen
mit einer manuellen Bewegung eingestellt werden können. In diesem Zusammenhang ist
es im weiteren von Vorteil, das Betätigungsglied mit einer sich parallel zur Bewegungsebene
der Gelenke erstreckenden Betätigungsfläche auszubilden, die so groß ist, daß es in
jeder Schwenkstellung die zugehörigen Ventilglieder zu betätigen vermag.
[0010] Ferner zeichnen sich die erfindungsgemäßen Ausgestaltungen durch eine einfache, kleine
und kostengünstig herstellbare Bauweise aus, die sich in einfacher Weise in die Einstellvorrichtung
integrieren läßt und eine sichere Funktion ermöglicht.
[0011] Nachfolgend werden die Erfindung und weitere durch sie erzielbare Vorteile anhand
von bevorzugten Ausgestaltungen näher erläutert. Es zeigt
- Fig. 1
- einen erfindungsgemäßen Behandlungsstuhl in der Seitenansicht;
- Fig. 2
- eine Kopfstütze des Behandlungsstuhls in vergrößerter Darstellung in der Seitenansicht;
- Fig. 3
- die Kopfstütze in der Rückansicht;
- Fig. 4
- die Kopfstütze in der Draufsicht;
- Fig. 5
- die Kopfstütze in einer etwas vergrößerten Darstellung und in ihrer ausgeschwenkten
Stützstellung;
- Fig. 6
- die Kopfstütze in perspektivischer Darstellung von hinten und schräg von oben;
- Fig. 7
- einen Kolbenzylinder für die Kopfstütze im axialen Schnitt, der sich in einer hydraulisch
verriegelter Position seiner Kolbenstange befindet.
[0012] Die Hauptteile des in seiner Gesamtheit mit 1 bezeichneten ärztlichen oder zahnärztlichen
Behandlungsstuhls sind ein in seiner vertikalen Längsmittelebene E vorzugsweise lageeinstellbares
Sitzteil 2 mit einer Beinstütze 3, eine Rückenlehne 4, die am hinteren Ende des Sitzteils
2 durch ein Rückenlehnengelenk 5 mit einer horizontalen, sich quer zum Behandlungsstuhl
1 erstreckenden Gelenkachse mit dem Sitzteil 2 verbunden ist und durch eine im einzelnen
nicht dargestellte erste Einstellvorrichtung um die Gelenkachse zwischen einer aufrechten
Sitzposition und einer etwa horizontalen Liegeposition verstellbar und in der jeweiligen
Verstellposition durch eine erste Feststellvorrichtung feststellbar ist, eine Kopfstütze
7 mit einem Basiskörper 8, die mittels einer oder zwei in Längsrichtung der Rückenlehne
4 verlaufenden Tragstangen 9 an der Rückenlehne 4 verstellbar gelagert ist. Mit 12
ist ein verstellbarer erster Träger für Behandlungsinstrumente 13 bezeichnet, die
hauptsächlich vom Zahnarzt benutzt werden, und mit 14 ist ein verstellbarer zweiter
Träger für Behandlungsinstrumente 15 bezeichnet, die hauptsächlich von einer Hilfsperson
benutzt werden.
[0013] Die sich in der Längsrichtung der Rückenlehne 3 erstreckenden Tragstangen 9, die
verstellbar mit der Rückenlehne 3 verbunden und durch eine in Fig. 2 angedeutete lösbare
oder mit einem gewissen Kraftaufwand überdrückbare Feststellvorrichtung 11 feststellbar
sind, bilden einen Kopfstützenhalter 16. An diesem ist die Kopfstütze 7 durch eine
Schwenkvorrichtung 17 in der vertikalen Längsmittelebene E des Behandlungsstuhls 1
verstellbar und in der jeweiligen Schwenkposition durch eine in ihrer Gesamtheit mit
19 bezeichnete zweite Feststellvorrichtung feststellbar gehalten, um die Kopfstütze
7 mit einem an ihrer Vorder- bzw. Oberseite angeordneten Polster 21 in einer gewünschten
Stützposition bezüglich des Kopfes eines Patienten einzustellen. Eine so gebildete
zweite Einstellvorrichtung ist in ihrer Gesamtheit mit 22 bezeichnet.
[0014] Die Schwenkvorrichtung 17 weist einen Lenker 23 auf, der an seinem einen Ende durch
ein erstes Gelenk 24 mit dem Kopfstützenhalter 16 in der Längsmittelebene E schwenkbar
verbunden ist, und der an seinem anderen Ende durch ein zweites Gelenk 25 mit einem
Gelenkteil des Basiskörpers 8 verbunden ist. Der Lenker 23 ist ein sogenannter Breitlenker,
d. h., er besteht aus zwei einen horizontalen Abstand voneinander aufweisenden Lenkerstegen
23a, die durch eine vorzugsweise am oberen oder am unteren Rand angeordnete Traverse
23b zu einem starren Lenkerbauteil stabilisiert sind, wobei die Enden der Lenkerstege
23a sich frei abstehend von der Traverse 23b erstrecken. Das erste Gelenk 24 ist in
einem Basisteil 27, hier in Form eines etwa zylindrischen Körpers, angeordnet, in
dem sich eine Gelenkausnehmung 28 für den Lenker 23 befindet, wobei die Gelenkachse
24a mit einem zugehörigen Gelenkbolzen exzentrisch, hier nach oben versetzt, im Basisteil
27 angeordnet ist. Im Bereich der durch die Gelenkausnehmung 28 gebildeten Endabschnitte
des Basisteils 27 sind z. B. sekantiale Stecklöcher 29 im Querabstand der Tragstange
9 angeordnet, in die diese eingesetzt und durch Sicherungselemente fixiert sind.
[0015] Das kopfstützenseitige Gelenkteil des zweiten Gelenks 25 ist durch einen ähnlich
wie der Lenker 23 aus zwei seitlichen Basiskörperstegen 31a eines länglichen Basisträgers
31 gebildet, an dem eine Basiskörperschale 32 befestigt ist, die im Bereich des zweiten
Gelenks 25 einem unterseitigen hohlkastenförmigen Körperansatz 32a vorzugsweise einstückig
angeformt aufweist und oberseitig das Polster 21 trägt, das vorzugsweise lösbar abklipsbar
daran befestigt ist. Hierzu können eine oder mehrere Druckknopfverbindungen dienen,
die aus Vereinfachungsgründen nicht dargestellt sind.
[0016] Die Lenkerstege 23a und die Basiskörperstege 31a weisen zur Bildung des zweiten Gelenks
25 nach oben bzw. nach unten schräg abgewinkelte Stegverlängerungen 23c, 31c auf,
die einander übergreifen und in deren Bereich das zweite Gelenk 25 gebildet ist, z.
B. dadurch, daß ein Gelenkbolzen 25a die Stegverlängerungen in einem Gelenkloch durchsetzt
und darin fixiert ist. Zur Aufnahme des zweiten Gelenks 25 weist die Basiskörperschale
32 in dem zugehörigen Bereich eine Ausnehmung 33 auf, die sich zwischen seitlichen
Körperstegen 8b nach vorne auslaufend erstreckt. Hierdurch wird eine platzsparende
bzw. niedrige Bauweise erreicht, wie es insbesondere Fig. 2 zeigt, in der der Lenker
23 in eingeschwenkter Stellung zwischen den Körperstegen 8b in deren Höhe angeordnet
ist und der Basiskörperträger 31 sich verhältnismäßig dicht oberhalb des Lenkers 23
befindet.
[0017] Die dem ersten und zweiten Gelenk 24,25 zugeordneten Feststellvorrichtungen 19a,
19b sind prinzipiell einander gleich ausgebildet, und sie weisen jeweils einen Kolbenzylinder
34a, 34b auf, dessen auf beiden Seiten des Kolbens 35 angeordnete Arbeitskammern 36,
37 durch eine Verbindungsleitung 38 miteinander verbunden sind, in der ein wahlweise
zu öffnendes und zu schließendes Ventil 39 angeordnet ist, das durch einen längs beweglich
geführten Ventilstößel 41 zu öffnen ist und z. B. selbsttätig aufgrund einer Federkraft
schließt. Beim Ausführungsbeispiel nach Fig. 7 sind die Verbindungsleitung 38 und
das Ventil 39 im Kolben 35 angeordnet, wobei die Verbindungsleitung 38 zu beiden Seiten
des Kolbens 35 ausmündet und der Ventilkörper des Ventils 39 durch den in einer Längsbohrung
der Kolbenstange 42 verschiebbar gelagerten Ventilstößel 41 in seine Offenstellung
verschiebbar ist. Dies erfolgt durch ein Einschieben des Ventilstößels 41 gegen die
elastische Rückstellkraft einer Rückstellfeder 41a, die den Ventilstößel 41 in seine
in Fig. 7 dargestellte Offenstellung zurückstellt, in der sein dem Ventil 39 abgewandtes
Kontaktende 41b die Kolbenstange 42 überragt. Der freie Endbereich der Kolbenstange
42 weist ein Verbindungselement 42a in Form eines Außengewindes auf. Das gegenüberliegende
Ende des Zylinders 43 weist ein Verbindungselement 42b auf, das z.B. in Form eines
aufgeschraubten Gelenkauges mit einem sich quer erstreckenden Gelenkloch (Fig. 2)
ausgebildet sein kann und somit mit einem Gelenk verbunden ist, das noch beschrieben
wird. In Fig. 7 ist das Gelenkauge aus Vereinfachungsgründen nicht dargestellt. Der
Kolben 35 weist auf beiden Seiten koaxial angeordnete und z.B. in ihn eingeschraubte
Kolbenstangenabschnitte 42c, 42d auf, von denen der eine Kolbenstangenabschnitt 42c
ein axiales Durchgangsloch 42e aufweist, in dem der Ventilstößel 41 axial verschiebbar
gelagert ist. Ein am inneren Ende des Ventilstößels 41 anliegender Ventilstift 41d
mit einem verdickten Ventilkörper 41e ist durch die Rückstellfeder 41a in Richtung
auf einen Ventilsitz 39a und auf den Ventilstößel 41 vorgespannt. Die Rückstellfeder
41a kann in einem Sackloch 42f des Kolbenstangenabschnitts 42d angeordnet sein. Die
Verbindungsleitung 38 erstreckt sich durch die Wand des einen Kolbenstangenabschnitts
42c, durch den Ventilsitz, teilweise durch das Sackloch 43f und durch die ggf. zweiteilige
Wandung des anderen Kolbenstangenabschnitts 42b und verbindet somit bei offenem Ventil
39 die beiden Arbeitskammern 36,37 miteinander, deren Querschnittsgröße gleich groß
ist, da auch die Kolbenstangenabschnitte 42c, 42d von gleicher Querschnittsgröße sind.
Die Kolbenkammer 37 ist durch eine im Hohlzylinder des Kolbenzylinders 34a,34b fest
angeordnete Trennwand begrenzt, die der Kolbenstangenabschnitt 42d in einem Loch abgedichtet
durchsetzt, wobei er in einer dahinter angeordneten Freikammer 34c eintauchen kann.
Wenn der Ventilstößel 41 um ein paar Millimeter in die gestrichelt dargestellte Stellung
41c (in Fig. 7) nach rechts verschoben wird, ist das Ventil 39 geöffnet und der Kolben
35 kann mit den Kolbenstangenabschnitten 42c, 42d und mit dem Ventilstößel 41 wahlweise
in beide Richtungen frei verschoben werden, wobei das flüssige Medium, z.B. Öl, durch
die Ventilöffnung überströmt. Wenn der Ventilstößel 41 losgelassen wird, schließt
das Ventil 39 durch die Federkraft selbsttätig. Hierdurch läßt sich die Kolbenstange
42 in jeder beliebigen Hubstellung gegen eine Verschiebung blockieren, wodurch die
Feststellung bzw. Blockierung des ersten bzw. zweiten Gelenks 24,25 bewirkt wird.
[0018] Die Kolbenzylinder 34a, 34b sind jeweils schwenkbar mit den beiden Gelenkteilen des
zugehörigen Gelenks 24, 25 verbunden, wobei die Verbindungsstellen jeweils einen Abstand
bzw. Versatz V1, V2 (Fig. 2) von der Gelenkachse des zugehörigen Gelenks 24, 25 aufweisen.
Aufgrund dieser Anordnung wird bei einer Schwenkbewegung des Lenkers 23 und/oder des
Basiskörpers 8 der zugehörige Kolbenzylinder je nach der vorhandenen Schwenkrichtung
ein- oder ausgeschoben. Dies ist jedoch nur möglich, wenn das Ventil 39 geöffnet ist.
Bei geschlossenem Ventil 39 ist das jeweilige Gelenk 24, 25 durch den zugehörigen
Zylinderkolben 34a, 34b blockiert. Zum Entsperren des Gelenks und Öffnen des Ventils
39 wird der zugehörige Ventilstößel 41 durch die manuelle Betätigung eines Betätigungsglieds
45 so bewegt, hier eingeschoben, daß das Ventil 39 geöffnet wird. Das Betätigungsglied
45 steht unter einer mittelbar oder unmittelbar an ihm wirksamen elastischen Rückstellkraft,
die z. B. durch eine auf das Betätigungsglied 45 wirksame Rückstellfeder erzeugt wird.
Sobald der manuelle Druck auf das Betätigungsglied 45 zurückgenommen wird bzw. der
Körperansatz 8a losgelassen wird, bewegt sich das Betätigungsglied 45 selbsttätig
in seine Ausgangsstellung, in der das selbsttätig schließende Ventil 39 geschlossen
ist.
[0019] Es kann jedem Kolbenzylinder 34a, 34b ein Betätigungsglied 45 zugeordnet sein. Zwecks
Vereinfachung der Handhabung und auch zwecks Ermöglichung einer Einhandbedienung ist
es vorteilhaft, beiden Kolbenzylindern 34a, 35a ein gemeinsames Betätigungsglied 45
zuzuordnen, bei dessen Betätigung beide Ventile 39 geöffnet und beide Gelenke 24,
25 entsperrt werden. Durch das Loslassen des gemeinsamen Betätigungsgliedes 45 werden
beide Gelenke 24, 25 selbsttätig blockiert.
[0020] Beim vorliegenden Ausführungsbeispiel ist der Kolbenzylinder 34a durch ein drittes
Gelenk 46 mit dem Basisteil 27 verbunden, wobei das dritte Gelenk 46 bezüglich des
ersten Gelenks 24 quer zum Lenker 23 versetzt ist, so daß das erste, das zweite und
das dritte Gelenk 24, 25, 46 die Ecken eines gedachten Dreiecks bilden. Beim vorliegenden,
am besten in Fig. 2 erkennbaren Ausführungsbeispiel ist das dritte Gelenk 46 bezüglich
des ersten Gelenks 24 um das Versatzmaß V1 nach unten versetzt. Das andere bzw. hintere
Ende des Kolbenzylinders 34a ist durch ein viertes Gelenk 47 mit dem Lenker 23 verbunden,
das vorzugsweise in das zweite Gelenk 25 integriert ist. Hierzu dient ein mit dem
zugehörigen Ende des Kolbenzylinders 34a, hier mit seiner Kolbenstange 42, verbundener,
vorzugsweise aufgeschraubter Traversenkopf 48, der mittels einem quer durchgehenden
oder zwei seitlichen Gelenkbolzen 49 die Lenkerstege 23a und die Basiskörpersteg 31a
nach außen durchsetzen, wodurch zugleich das zweite Gelenk 25 und das vierte Gelenk
47 gebildet sind. Vorzugsweise ist zur Bildung des zweiten Gelenks 25 der Lenker 23
und/oder der Basiskörperträger 31 mit aufeinanderzu gerichteten Schenkeln winkelförmig
geformt. Hierdurch wird im eingeschwenkten Zustand eine kompakte Bauweise erreicht,
wie es insbesondere aus Fig. 2 zu entnehmen ist. Beim vorliegenden Ausführungsbeispiel
sind die Basiskörperstege 31a mit den sich quer bzw. schräg nach unten erstreckenden
Stegverlängerungen 31c winkelförmig geformt.
[0021] In prinzipiell vergleichbarer Weise ist der obere Kolbenzylinder 34b mit seinem hinteren
Ende bezüglich des zweiten Gelenks 25 um das Versatzmaß V2 mit dem Lenker 23 verbunden.
Hierzu weist der Lenker 23 die am deutlichsten in Fig. 5 erkennbaren und nach oben
abgewinkelt abstehenden Stegverlängerungen 23c auf, die Gelenklöcher 51 aufweisen,
in denen ein dem Traversenkopf 48a entsprechender Traversenkopf 48b mittels einem
durchgehenden oder zwei seitlichen Bolzen 52 gelagert ist, wobei der Traversenkopf
48b mit der Kolbenstange 42 des Kolbenzylinders 34b verbunden, insbesondere aufgeschraubt
ist. Hierdurch ist ein fünftes Gelenk 53 für den Kolbenzylinder 34b gebildet, das
bezüglich des zweiten Gelenks 25 quer versetzt ist, hier nach oben um das Maß V2 versetzt
ist. Das vordere Ende des Kolbenzylinders 34b ist an der beim vorliegenden Ausführungsbeispiel
selbsttragend ausgebildeten Basiskörperschale 32 in einem daran ausgebildeten sechsten
Gelenk 54 in der Schwenkebene schwenkbar gelagert. Das zweite, das fünfte und das
sechste Gelenk 25, 53, 54 befinden sich ebenfalls in den Ecken eines gedachten Dreiecks.
[0022] Beide Kolbenzylinder 34a, 34b sind mit ihren Kolbenstangen 42 nach hinten weisend
angeordnet, so daß die Ventilstößel 41 nahe beieinander angeordnet sind und vorzugsweise
gemeinsam durch das Betätigungsglied 45 getätigt werden können. Da die Bewegungsrichtung
des Betätigungsgliedes 45 rechtwinklig zur Schwenkrichtung gerichtet ist, und die
Bewegungsrichtung der Ventilstößel 41 in der Schwenkebene liegt, bedarf es eines Umwandlungsgetriebes
55 zwischen dem Betätigungsglied 45 und dem bzw. den Ventilstößeln 41. Da außerdem
die aus den Kolbenstangen 42 herausragenden Kontaktenden 41b der Ventilstößel 41 während
des Schwenkens kreisbogenabschnittförmige Bewegungen ausführen, bedarf es einer Ausgestaltung
des Betätigungsglieds 45 derart, daß es in jeder Schwenkstellung mit dem zugehörigen,
vorzugsweise mit beiden Umwandlungsgetrieben 55 verbunden ist. Hierzu dient eine am
Betätigungsglied 45 angeordnete Betätigungsplatte 45a, deren Betätigungsfläche sich
parallel zur Schwenkebene bzw. Längsmittelebene E erstreckt. Die Betätigungsplatte
45a ist so groß bemessen, daß sie in jeder Schwenkstellung mit dem oder den Umwandlungsgetriebe
55 in Antriebsverbindung steht. Beim vorliegenden Ausführungsbeispiel ist für jeden
Kolbenzylinder 34a, 34b ein Umwandlungsgetriebe 55 vorhanden, das durch einen quer
zur Schwenkebene in einer Führung bewegbaren Betätigungsbolzen 56 gebildet, dessen
dem Betätigungsglied 45 zugewandtes Ende an der Betätigungsplatte 45a anliegt, und
der eine Kurven- oder Schrägfläche 57 aufweist, die mit dem Kontaktende 41b so in
Kontakt steht, daß bei einer Bewegung des Betätigungsgliedes 45 nach innen das Ventil
39 geöffnet wird. Die Rückstellung des Betätigungsbolzens 56 kann durch eine Feder
erfolgen, die durch den Betätigungsbolzen 56 auch zur Rückbewegung des Betätigungsglieds
45 dienen kann. Wie aus Fig. 6 zu entnehmen ist, ist der Betätigungsbolzen 56 in zu
beiden Seiten des zugehörigen Kontaktendes 41b am Traversenkopf 48 angeordneten Lagerwänden
58 in darin ausgebildeten Führungslöchern gelagert. Zur Verhinderung einer Drehung
des Betätigungsbolzens 56 ist zwischen ihm und einer der Lagerwände 58 eine Drehsicherung
vorgesehen, die durch einen die zugehörige Lagerwand 58 und einen Schlitz im Betätigungsbolzen
56 durchfassenden Stift gebildet ist. Das andere Umwandlungsgetriebe 55 ist entsprechend
ausgebildet.
[0023] Das Betätigungsglied 45 ist in einer Führung 61 am Basiskörperträger 31 und/oder
an der Basiskörperschale 32 oder Anbauteilen derselben geführt. Beim vorliegenden
Ausführungsbeispiel wird die Führung 61 durch zwei Führungslöcher 62a, 62b in einem
nach hinten verlängerten Verlängerungsansatz 23d des Lenkers 23 bzw. der Lenkerstege
23a gebildet, wobei das Betätigungsglied 45 zwei nach innen vorspringende Führungsstangen
63a, 63b aufweist, die in die Führungslöcher 62a, 62b einfassen. Zur Führung oder
weiteren Führung kann auch ein Öffnungsrand 64 einer Öffnung, in die das Betätigungsglied
45 einschiebbar ist, dienen, siehe Fig. 6. Als Rückzugsfeder kann eine Zugfeder 65
vorgesehen sein, die zwischen einer dem Betätigungsglied 45 abgewandten Lagerwand
58 und dem zugehörigen Betätigungsbolzen 56 angeordnet und mit ihren Enden an diesen
beiden Teilen befestigt sein kann.
[0024] Wenn die Verlängerungsansätze 31 sich im Bereich eines benachbarten Betätigungsbolzens
56 befinden, bedarf es eines z. B. gekrümmten Langlochs 60 in den Verlängerungsansätzen
31d, durch die sich das zugehörige Ende des Betätigungsbolzens 56 erstrecken kann
(Fig. 6).
[0025] Es ist zum einen das horizontal über den Körperansatz 8a und das Betätigungsglied
45 gemessene Maß a (Fig. 4) und zum anderen der mittlere Abstand b des Betätigungsglieds
45 von der Rückseite des Körperansatzes 8a nur so groß bemessen, daß der Körperansatz
8a und das Betätigungsglied 45 von unten oder von hinten mit der Bedienungshand übergriffen
werden können und die durch den Pfeil 66 verdeutlichte Einschubbewegung des Betätigungsgliedes
manuell und handhabungsfreundlich durchgeführt werden kann. Dabei üben ein oder mehrere
Finger der Bedienungshand an der gegenüberliegenden Seite des Körperansatzes 8a eine
durch den Pfeil 67 verdeutlichte Widerlagerkraft aus. In dieser Betätigungsstellung
sind die Gelenke 24, 25 entsperrt, und die Kopfstütze 7 kann mit ein und derselben
Bedienungshand bei Einhandbedienung in die gewünschte Schwenkstellung bzw. Stützstellung
geschwenkt werden. Sobald das Betätigungsglied 45 losgelassen wird, kehrt es aufgrund
der elastischen Federkraft selbsttätig in seine Ausgangsstellung zurück, wobei die
Gelenke 24, 25 selbsttätig blockieren.
[0026] Insbesondere der Lenker 23 kann durch in Fig. 2 dargestellte Verkleidungsteile 68
verkleidet sein, um Fingerverletzungen zu vermeiden und/oder das Aussehen der Kopfstütze
7 zu verbessern.
[0027] Mit 69 ist ein einteilig an das Betätigungsglied angeformter Schenkel bezeichnet,
der die Gelenkschale 32 außenseitig übergreift und die zugehörige Kante der Führungsöffnung
für das Betätigungsglied 45 überdeckt.
[0028] Um die Handhabung auch in schwierigen Einstellungen der Kopfstütze 7 zu erleichtern,
können an ihr insbesondere an beiden Seiten z. B. leistenförmige Griffteile 71 angeordnet
sein, die an den Basiskörper 8 oder die Basiskörperschale 32 befestigt, vorzugsweise
angeformt sein können.
[0029] Abschließend werden noch folgende Vorteile beschrieben.
Es wird eine stufenlose Einstellung erreicht, wobei eine mechanische Verrastung entfällt.
Es ist eine sichere Bedienung möglich.
Es läßt sich ein horizontaler Übergang vom Kopfpolster 21 zum Rückenlehnenpolster
(Kinderbehandlung) einstellen.
Das Kopfpolster 21 kann direkt an das Rückenlehnenpolster angeschoben werden. Bedienung
und Einstellung kann auch unter höherer Last erfolgen.
Es ist eine einfache Montage bzw. Demontage möglich.
1. Medizinischer oder dentalmedizinischer Behandlungsstuhl (1) mit einer Rückenlehne
(4) und einer Kopfstütze (7), wobei die Kopfstütze (7) durch eine ein erstes Gelenk
(24) aufweisende Schwenkvorrichtung (17) schwenkbar mit der Rückenlehne (4) verbunden
ist und durch eine Feststellvorrichtung (19a) in der jeweiligen Schwenkposition feststellbar
ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Feststellvorrichtung (19a) einen Kolbenzylinder (34a) mit zwei Arbeitskammern
(36, 37) aufweist, der mit den Gelenkteilen des ersten Gelenks (24) verbunden ist,
daß die Arbeitskammern (36, 37) durch eine Verbindungsleitung (38) miteinander verbunden
sind, in der ein Ventil (39) angeordnet ist, das wahlweise zu öffnen und zu schließen
ist, und daß ein Betätigungsglied (45) zum wahlweisen Öffnen und Schließen des Ventils
(39) vorgesehen ist.
2. Kopfstütze (7) für einen medizinischen oder dentalmedizinischen Behandlungsstuhl (1)
mit einer Rückenlehne (4), wobei die Kopfstütze (7) durch eine ein erstes Gelenk (24)
aufweisende Schwenkvorrichtung (17) schwenkbar mit der Rückenlehne (4) zu verbinden
ist und durch eine Feststellvorrichtung (19a) in der jeweiligen Schwenkposition feststellbar
ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Feststellvorrichtung (19a) einen Kolbenzylinder (34a) mit zwei Arbeitskammern
(36, 37) aufweist, der mit den Gelenkteilen des ersten Gelenks (24) verbunden ist,
daß die Arbeitskammern (36, 37) durch eine Verbindungsleitung (38) miteinander verbunden
sind, in der ein Ventil (39) angeordnet ist, das wahlweise zu öffnen und zu schließen
ist, und daß ein Betätigungsglied (45) zum wahlweisen Öffnen und Schließen des Ventils
(39) vorgesehen ist.
3. Behandlungsstuhl oder Kopfstütze nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Betätigungsglied (45) an einer Seite eines an der Kopfstütze (7) angeordneten
Griffteils (8a) angeordnet und zusammen mit dem Griffteil (8a) durch den Daumen und
wenigstens einen Finger einer Bedienungshand übergreifbar sowie durch manuelle Druckausübung
gegen eine Rückstellkraft bewegbar ist.
4. Behandlungsstuhl oder Kopfstütze nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Schwenkvorrichtung (17) ein zweites Gelenk (25) aufweist, das durch eine zweite
Feststellvorrichtung (19b) feststellbar ist, die durch ein Betätigungsglied (45) lösbar
ist, wobei die zweite Feststellvorrichtung (19b) vorzugsweise einen Kolbenzylinder
(34b) mit zwei Arbeitskammern (36, 37) aufweist, der mit den Gelenkteilen des zweiten
Gelenks (25) verbunden ist, und wobei die Arbeitskammern (36, 37) durch eine Verbindungsleitung
(38) miteinander verbunden sind, in der ein Ventil (39) angeordnet ist, das durch
das Betätigungsglied (45) wahlweise zu öffnen und zu schließen ist.
5. Behandlungsstuhl oder Kopfstütze nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Betätigungsglied (45) bezüglich der Kopfstütze (7) an einer Längsseite angeordnet
ist.
6. Behandlungsstuhl oder Kopfstütze nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß ein gemeinsames Betätigungsglied (45) für beide Feststellvorrichtungen (19a, 19b)
vorgesehen ist.
7. Behandlungsstuhl oder Kopfstütze nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Verbindungsleitung (38) sich durch den Kolben (35) des Kolbenzylinders (34a,
35b) erstreckt.
8. Behandlungsstuhl oder Kopfstütze nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Ventil (39) im Kolben (35) oder in der Kolbenstange (42) des Kolbenzylinders
(34a, 34b) angeordnet ist.
9. Behandlungsstuhl oder Kopfstütze nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß ein Ventilstößel (41) längs verschiebbar in der Kolbenstange (42) geführt ist.
10. Behandlungsstuhl oder Kopfstütze nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Betätigungsglied (45) quer zur Längsachse des Kolbenzylinders (34a, 34b) bewegbar
ist und ein Umwandlungsgetriebe (55) zwischen dem Betätigungsglied (45) und dem Ventil
(39) vorgesehen ist, das die Bewegung des Betätigungsglieds (45) in eine in die Längsrichtung
des Kolbenzylinders (24a, 24b) verlaufende Bewegung eines Ventilstößels (41) für das
Ventil (39) umwandelt.
11. Behandlungsstuhl oder Kopfstütze nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Betätigungsglied (45) eine sich vorzugsweise parallel zur Schwenkebene erstreckende
Betätigungsfläche aufweist, die so groß ist, daß sie in jeder Schwenkstellung das
oder die Ventile (39) oder das oder die Ventilstößel (41) oder das oder die Umwandlungsgetriebe
(55) zu betätigen vermag.
12. Behandlungsstuhl oder Kopfstütze nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Kolbenzylinder (34a, 35b) mit den Gelenkteilen des zugehörigen Gelenks (24, 25)
schwenkbar verbunden ist.
13. Behandlungsstuhl oder Kopfstütze nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß das erste Gelenk (24) und das zweite Gelenk (25) an den Enden eines Lenkers (23)
angeordnet sind.
14. Behandlungsstuhl oder Kopfstütze nach Anspruch 13,
dadurch gekennzeichnet,
daß das zweite Gelenk (25) an einem abgewinkelten Schenkel (31c) eines zugehörigen Gelenkteils
angeordnet ist.
15. Behandlungsstuhl oder Kopfstütze nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Griffteil (8a) an der Unterseite der Kopfstütze (7) angeordnet ist.
1. Medical or dental-medical treatment chair (1) having a backrest (4) and a head support
(7), wherein the head support (7) is pivotably connected with the backrest (4) by
a pivot device (17) having a first joint (24) and is fixable in the respective pivot
position by a fixing device (19a),
characterised in that,
the fixing device (19a) has a piston cylinder (34a) with two working chambers (36,
37) which is connected with the joint parts of the first joint (24), in that the working chambers (36, 37) are connected with one another by means of a connection
line (38) in which there is arranged a valve (39) which can be opened and closed selectively,
and in that an actuation member (45) is provided for the selective opening and closing of the
valve (39).
2. Head support (7) for a medical or dental-medical treatment chair (1) having a backrest
(4), wherein the head support (7) can be pivotably connected with the backrest (4)
by a pivot device (17) having a first joint (24) and is fixable in the respective
pivot position by a fixing device (19a),
characterised in that,
the fixing device (19a) has a piston cylinder (34a) with two working chambers (36,
37) which is connected with the joint parts of the first joint (24), in that the working chambers (36, 37) are connected with one another by means of a connection
line (38) in which there is arranged a valve (39) which can be opened and closed selectively,
and in that an actuation member (45) is provided for the selective opening and closing of the
valve (39).
3. Treatment chair or head support according to claim 1 or 2,
characterised in that,
the actuation member (45) is arranged on a side of a grip part (8a) arranged on the
head support (7) and can be grasped over together with the grip part (8a) by the thumb
and at least one finger of the operating hand and is movable against a return force
by manual exercise of pressure.
4. Treatment chair or head support in accordance with any preceding claim,
characterised in that,
the pivot device (17) has a second joint (25) which is fixable by a second fixing
device (19b) which is releasable by an actuation member (45), wherein the second fixing
device (19b) preferably has a piston cylinder (34b) with two working chambers (36,
37) which piston cylinder is connected which the joint parts of the second joint (25),
and wherein the working chambers (36, 37) are connected with one another by means
of by a connection line (38) in which a valve (39) is arranged which can be selectively
opened and closed by means of the actuation member (45.
5. Treatment chair or head support in accordance with any preceding claim,
characterised in that,
the actuation member (45) is arranged on a longitudinal side with reference to the
head support (7).
6. Treatment chair or head support according to claim 5,
characterised in that,
a common actuation member (45) is provided for both fixing devices (19a, 19b).
7. Treatment chair or head support in accordance with any preceding claim,
characterised in that,
the connection line (38) extends through the piston (35) of the piston cylinder (34a,
35b).
8. Treatment chair or head support according to claim 7,
characterised in that,
the valve (39) is arranged in the piston (35) or in the piston rod (42) of the piston
cylinder (34a, 34b).
9. Treatment chair or head support according to claim 8,
characterised in that,
a valve lifter (41) is guided longitudinally displaceably in the piston rod (42).
10. Treatment chair or head support in accordance with any preceding claim,
characterised in that,
the actuation member (45) is movable transversely of the longitudinal axis of the
piston cylinder (34a, 34b) and a conversion transmission (55) is provided between
the actuation member (45) and the valve (39) which transmission changes the movement
of the actuation member (45) into a movement of a valve lifter (41) for the valve
(39) running in the longitudinal direction of the piston cylinder (24a, 24b).
11. Treatment chair or head support in accordance with any preceding claim,
characterised in that,
the actuation member (45) has an actuation surface, preferably extending parallel
to the pivot plane, which is so large that it is capable in any pivot position of
actuating the valve or valves (39) or the valve lifter or valve lifters (41) or the
conversion transmission or transmissions (55).
12. Treatment chair or head support in accordance with any preceding claim,
characterised in that,
the piston cylinder (34a, 35b) is pivotably connected with the joint parts of the
associated joint (24, 25).
13. Treatment chair or head support in accordance with any preceding claim,
characterised in that,
the first joint (24) and the second joint (25) are arranged at the ends of a guiding
member (23).
14. Treatment chair or head support according to claim 13,
characterised in that,
the second joint (25) is arranged on an angled limb (31c) of an associated joint part.
15. Treatment chair or head support in accordance with any preceding claim,
characterised in that,
the grip part (8a) is arranged at the underside of the head support (7).
1. Fauteuil (1) pour soins médicaux ou pour soins dentaires avec un dossier (4) et un
appui-tête (7), ledit appui-tête (7) étant raccordé au dossier (4) par un mécanisme
de pivotement (17) comportant une première articulation (24), de manière à pouvoir
pivoter, et pouvant être fixé dans chaque position de pivotement au moyen d'un mécanisme
de blocage (19a),
caractérisé
en ce que le mécanisme de blocage (19a) comporte un cylindre à piston (34a) avec deux compartiments
de travail (36, 37), lequel est raccordé aux pièces d'articulation de la première
articulation (24), en ce que les compartiments de travail (36, 37) sont reliés l'un
à l'autre par une conduite de connexion (38) où est disposée une soupape (39) à ouvrir
ou à fermer à volonté, et en ce qu'un organe d'actionnement (45) est prévu pour l'ouverture
et la fermeture de la soupape (39) à volonté.
2. Appui-tête (7) pour un fauteuil (1) pour soins médicaux ou pour soins dentaires avec
un dossier (4), ledit appui-tête (7) devant être raccordé au dossier (4) par un mécanisme
de pivotement (17) comportant une première articulation (24), de manière à pouvoir
pivoter, et pouvant être fixé dans chaque position de pivotement au moyen d'un mécanisme
de blocage (19a),
caractérisé
en ce que le mécanisme de blocage (19a) comporte un cylindre à piston (34a) avec deux compartiments
de travail (36, 37), lequel est raccordé aux pièces d'articulation de la première
articulation (24), en ce que les compartiments de travail (36, 37) sont reliés l'un
à l'autre par une conduite de connexion (38) où est disposée une soupape (39) à ouvrir
ou à fermer à volonté, et en ce qu'un organe d'actionnement (45) est prévu pour l'ouverture
et la fermeture de la soupape (39) à volonté.
3. Fauteuil pour soins ou appui-tête selon la revendication 1 ou 2,
caractérisé
en ce que l'organe d'actionnement (45) est disposé sur un coté d'une poignée (8a) disposée
contre l'appui-tête (7), peut être saisi en même temps que la poignée (8a) par le
pouce et au moins un doigt d'une main de manoeuvre, et peut être déplacé contre une
force de rappel par application d'une pression manuelle.
4. Fauteuil pour soins ou appui-tête selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé
en ce que le mécanisme de pivotement (17) comporte une deuxième articulation (25) pouvant être
fixée par un deuxième mécanisme de blocage (19b) déclenchable par un organe d'actionnement
(45), ledit deuxième mécanisme de blocage (19b) comportant de préférence un cylindre
à piston (34b) avec deux compartiments de travail (36, 37), lequel est raccordé aux
pièces d'articulation de la deuxième articulation (25), et les compartiments de travail
(36, 37) étant reliés l'un à l'autre par une conduite de connexion (38) où est disposée
une soupape (39) à ouvrir ou à fermer à volonté par l'organe d'actionnement (45).
5. Fauteuil pour soins ou appui-tête selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé
en ce que l'organe d'actionnement (45) est disposé sur une longueur de l'appui-tête (7).
6. Fauteuil pour soins ou appui-tête selon la revendication 5,
caractérisé
en ce qu'un organe d'actionnement (45) commun est prévu pour les deux mécanismes de blocage
(19a, 19b).
7. Fauteuil pour soins ou appui-tête selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé
en ce que la conduite de connexion (38) s'étend au travers du piston (35) du cylindre à piston
(34a, 34b).
8. Fauteuil pour soins ou appui-tête selon la revendication 7,
caractérisé
en ce que la soupape (39) est disposée dans le piston (35) ou dans la tige de piston (42) du
cylindre à piston (34a, 34b).
9. Fauteuil pour soins ou appui-tête selon la revendication 8,
caractérisé
en ce qu'un poussoir de soupape (41) est coulissant longitudinalement dans la tige de piston
(42).
10. Fauteuil pour soins ou appui-tête selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé
en ce que l'organe d'actionnement (45) est déplaçable perpendiculairement à l'axe longitudinal
du cylindre à piston (34a, 34b) et en ce qu'un engrenage convertisseur (55) est prévu
entre l'organe d'actionnement (45) et la soupape (39), lequel convertit le déplacement
de l'organe d'actionnement (45) en un déplacement d'un poussoir (41) pour la soupape
(39) dans la direction longitudinale du cylindre à piston (24a, 24b).
11. Fauteuil pour soins ou appui-tête selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé
en ce que l'organe d'actionnement (45) comporte une surface d'actionnement s'étendant de préférence
parallèlement au plan de pivotement, dont la grandeur permette d'actionner dans chaque
position de pivotement la ou les soupapes (39), ou le ou les poussoirs de soupape
(41), ou le ou les engrenages convertisseurs (55).
12. Fauteuil pour soins ou appui-tête selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé
en ce que le cylindre à piston (34a, 34b) est raccordé aux pièces d'articulation de l'articulation
correspondante (24, 25), de manière à pouvoir pivoter.
13. Fauteuil pour soins ou appui-tête selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé
en ce que la première articulation (24) et la deuxième articulation (25) sont disposées aux
extrémités d'une carre de liaison (23).
14. Fauteuil pour soins ou appui-tête selon la revendication 13,
caractérisé
en ce que la deuxième articulation (25) est disposée contre un bras coudé (31 c) d'une pièce
d'articulation correspondante.
15. Fauteuil pour soins ou appui-tête selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé
en ce que la poignée (8a) est disposée sous l'appui-tête (7).
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