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EP 1 138 409 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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10.09.2003 Patentblatt 2003/37 |
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Anmeldetag: 28.03.2001 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)7: B21D 26/02 |
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Formwerkzeug für nach dem Innenhochdruck-Umformen herzustellende hohle Bauteile aus
zwei Blechplatinen
Hydroforming die for the production of a hollow workpiece from two metal sheets
Matrice de formage par haute pression interne pour former une pièce creuse à partir
de deux tôles
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH CY DE DK ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE TR |
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Priorität: |
31.03.2000 DE 10016206
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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04.10.2001 Patentblatt 2001/40 |
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Patentinhaber: Schuler Hydroforming GmbH & Co. KG |
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57234 Wilnsdorf-Wilden (DE) |
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Erfinder: |
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- Engel, Bernd, Dr.-Ing.
57299 Burbach (DE)
- Prier, Matthias, Dr.-Ing.
57234 Wilnsdorf (DE)
- Huber, Ralf, Dipl.-Ing.
64285 Darmstadt (DE)
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Vertreter: Valentin, Ekkehard, Dipl.-Ing. |
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Patentanwälte Hemmerich & Kollegen,
Eduard-Schloemann-Strasse 55 40237 Düsseldorf 40237 Düsseldorf (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein mehrteiliges Formwerkzeug für nach dem Innenhochdruck-Umformen
herzustellende hohle Bauteile aus zwei Blechplatinen, umfassend ein Ober- und ein
Unterwerkzeug, welche einen Formhohlraum aufweisen, und zwischen denen die Blechplatinen
an ihren Randbereichen einspannbar sind, mit einem Zuführmittel für das Wirkmedium
in den Formhohlraum, das im Werkzeug verschiebbar angeordnet ist und quer in Richtung
der Einspannebene von Ober- und Unterwerkzeug mit dem bei der Verformung mitfließenden
Material mitnehmbar ist.
[0002] Beim Innenhochdruckumformen von Platinen werden bekanntlich zwei Blechplatinen aufeinandergelegt,
in ein mindestens zweigeteiltes Werkzeug eingelegt und beim Schließen des Werkzeugs
durch die Schließkraft eingespannt. Durch Einleiten eines Wirkfluids in den Trennspalt
der beiden Platinen weiten sich diese in die Gravur des Umformwerkzeuges auf. Dabei
ergibt sich bei bekannten Andocksystemen mit feststehendem Andockkolben mit Führungskanal
für das Wirkmedium der Nachteil, daß durch das plastische Fließen der einen Platine
beim Umformvorgang die festangeordnete Durchleitöffnung, die in der anderen Platine
eingebracht ist, bzw. der Mündungsbereich des Führungskanals weitgehend abgedichtet
wird und sich das Wirkmedium gegen diesen Widerstand zwischen den Platinen einen Weg
suchen muß bzw. im Extremfall gestoppt wird.
[0003] Aus der DE 198 16 566 A1 ist ein Formwerkzeug für nach dem Innenhochdruck-Umformen
herzustellende Bauteile aus zwei an den Rändern verschweißten Blechplatinen bekannt,
welches gleichzeitig ein dichtes Andocken und ein Nachfließen der eingespannten Randbereiche
der Doppelplatine in Richtung Formhohlraum ermöglicht. Hierzu sitzt im Oberteil des
Werkzeugs verschieblich ein Träger für den Andockstempel, der mit einem Ansatz in
einer fest im Oberteil sitzenden Führung nach Art einer Kulissenführung gehalten ist.
Der Andockstempel, der ein konisches Mundstück und einen gegenüber der Stirnseite
des konischen Mundstücks zurückversetzten Dichtungskragen aufweist, ist in dem Träger
quer in Richtung der Einspannebene von Ober- und Unterwerkzeug vorschiebbar. Da der
Andockstempel verschiebbar gelagert ist, bleiben beim Nachfließen von Material auch
aus dem Bereich des Rands, wo der Andockstempel angedockt ist, die geometrischen Verhältnisse
beim Nachfließen des Materials unverändert, so daß auch der dichtende Anschluß des
Andockstempels erhalten bleibt. Hierbei erweist es sich als nachteilig, daß der Träger
bzw. der Querandockstempel im Werkzeug selbst verschiebbar angeordnet ist, was eine
entsprechende Aussparung im Werkzeug erforderlich macht. Gleichzeitig macht die bekannte
Ausführung ein flexibles Verbindungsstück zwischen Druckquelle und mitbewegtem Andockstempel
notwendig.
[0004] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein gattungsgemäßes Formwerkzeug
zu schaffen, das bei Überwindung der Nachteile aus dem Stand der Technik eine wirkungsvolle
Mitführung der Zuführmittel für das Wirkmedium gewährleistet.
[0005] Diese Aufgabe wird mittels eines Formwerkzeugs mit den Merkmalen des Anspruchs 1
gelöst. Bevorzugte Ausgestaltungen sind in den Unteransprüchen offenbart.
[0006] Hierzu wird vorgeschlagen, daß der in den Formhohlraum mündende Zuführmittelabschnitt
zwecks seiner Verschiebbarkeit mindestens zwei Scheiben mit einer Exzenterverstellung
durchdringt und die Exzenterverstellung derart gewählt ist, daß durch gegenläufige
Drehrichtungen der Scheiben der Zuführmittelabschnitt einen geradlinigen Verschiebeweg
zurücklegt. Damit wird gegenüber der Lösung, wie sie in der DE 198 16 566 A1 beschrieben
ist, eine konstruktiv einfachere Realisierung eines mitlaufenden Zuführmittelsystems
geschaffen.
[0007] Nach einer besonders bevorzugten Ausführungsform handelt es sich bei den beiden Scheiben
mit Exzenterverstellung um eine um ihren Mittelpunkt rotierbare Innenscheibe, die
in eine ebenfalls um ihren Mittelpunkt rotierbare Außenscheibe exzentrisch integriert
ist. Der mit der Fließbewegung des Platinenmaterials mitführbare Zuführmittelabschnitt
zum Einbringen des Wirkfluids durchdringt die Innenscheibe exzentrisch, die wiederum
von der Außenscheibe aufgenommen wird. Wenn bei dem Umformvorgang das Platinenmaterial
anfängt zu fließen, ist es dem in den Formhohlraum bzw. in den Zuführkanal mündenden
Zuführmittelabschnitt möglich, durch gegenseitige Drehbewegung der rotierbaren Scheiben
eine Bewegung quer in Richtung der Einspannebene zwischen Ober- und Unterwerkzeug
mitzumachen. Bei einer bevorzugten Ausbildung entspricht der Durchmesser der Innenscheibe
dem Radius der Außenscheibe.
[0008] Das Formwerkzeug wird vorteilhaft weitergebildet, indem die Zuführmittel neben dem
in den Formhohlraum mündenden ersten Abschnitt einen zweiten, entweder das Ober- oder
das Unterwerkzeug durchdringenden, festen Zuführmittelabschnitt umfassen, der in einen
sich parallel zum Verschiebeweg erstreckenden Speisekanal einmündet, um den ersten
Zuführmittelabschnitt entlang seines Verschiebeweges mit Wirkmittel zu versorgen.
Auf diese Weise ist gewährleistet, daß der mitgenommene erste Zuführmittelabschnitt
durch Verfahren entlang des Speisekanals stets mit Wirkfluid versorgt wird.
[0009] Im Gegensatz zu dem bekannten Träger-Prinzip nach Art einer Kulissenführung sind
die vorgeschlagenen Mitnahmemittel ein weit mehr in das Werkzeug integrierter Bestandteil.
Hierzu ist eine Aufnahmeplatte auf der Werkzeugseite vorgesehen, von der das Wirkfluid
eintritt, die die beiden Exzenterscheiben aufnimmt. Der in den Formhohlraum mündende
Zuführmittelabschnitt ist als axialer Kanal bzw. als Düse ausgebildet. Zur Gewährleistung
eines dichten Verbundes zwischen der Öffnung in der Platine und dem axialen Kanal
weist die Innenscheibe ein konisches Mündungsstück mit einem zurückversetzten Kragen
auf, wobei das Mündungsstück den axialen Kanal mit Innenscheibe sowie mittelbar die
Außenscheibe in der Platine verankert. Zudem weist das Formwerkzeug den Vorteil auf,
daß beide Platinen stets mit dem Werkzeug in Berührung kommen, wodurch sich eine dadurch
entstehende Kontaktreibung ausnutzen läßt.
[0010] Beim Einlegen der Platinen in das Werkzeug wird die mit der Öffnung versehene Platine
dicht auf einem entsprechend ausgebildeten Mündungsstück des in den sich später ausbildenden
Zuführkanal mündenden Zuführmittelabschnitts plaziert und dieser Zuführmittelabschnitt
durch gegenläufige Drehbewegung der beiden Scheiben in einer Exzenterverstellung zusammen
mit dem fließenden Materialmitgeführt, wobei er entlang des Verschiebeweges stets
mit Wirkfluid versorgt wird. Einlege- und Andockphase fallen demgemäß zusammen.
[0011] Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den Ansprüchen und
der nachfolgenden Beschreibung. Hierbei zeigen jeweils schematisch:
- Figur 1
- einen Ausschnitt eines Querschnitts eines Werkzeugs nach einer erfindungsgemäßen Ausführungsform
mit in das Werkzeug eingelegten und eingespannten Blechplatinen kurz nach Beginn der
Aufweitphase;
- Figur 2
- die Stellung der Mitnahmemittel des Werkzeugs in der Phase nach Figur 1;
- Figur 3
- den Ausschnitt eines Werkzeugs nach Figur 1 am Ende der Aufweitphase;
- Figur 4
- die Stellung der Mitnahmemittel des Werkzeugs in der Phase nach Figur 3;
- Figur 5
- ein Werkzeug im Querschnitt mit eingespannten Platinen mit einem feststehenden Andocksystem
nach dem Stand der Technik.
[0012] Das in Figur 1 ausschnittsweise dargestellte Werkzeug zum Innenhochdruck-Umformen
setzt sich aus einem Ober- und Unterwerkzeug 1, 2 zusammen, die zwischen sich einen
Formhohlraum ausbilden. Mit Hilfe von Figur 5, die einen Gesamtüberblick auf ein solches
Werkzeug nach dem Stand der Technik gibt, soll das Innenhochdruckumformen beschrieben
werden. Bekanntermaßen setzt es sich aus der Einlege-, der Andockphase, der Aufweitphase
sowie der Kalibrierphase zusammen. Nachdem eine der beiden umzuformenden Platinen
3, 4 mit einer Öffnung versehen wurde, werden die beiden Platinen 3, 4 in das Werkzeug
eingelegt und die beiden Werkzeugteile 1, 2 durch hier nicht dargestellte Führungs-
und Preßvorrichtungen zusammengefahren, so daß die Platinen umlaufend in einem Randbereich
eingeklemmt werden. Üblicherweise erfolgt dann das Andocken mit einem Andockstempel
zum Einbringen des Wirkfluids, wobei der Andockstempel an die Öffnung der einen Platine
angeschlossen wird. Das Wirkfluid tritt durch den Andockstempel unter Hochdruck ein
und verdrängt die andere Platine in einen sich im Randbereich der Platinen aufweitenden
Zuführkanal. Während dieser Aufweitphase weiten sich die Platinen im Formhohlraum
auf, und es fließt Material aus den eingeklemmten Randbereichen in Richtung des Formhohlraums
nach. Bei der sich anschließenden Kalibrierphase werden die Randbereiche fester eingeklemmt,
und die Platinen werden - die Gravur des Werkzeugs annehmend - bis zur Fertigkontur
weiter aufgeweitet.
[0013] Die Figur 1 stellt ein erfindungsgemäß weiterentwickeltes Formwerkzeug am Beginn
der Aufweitphase mit einem mitlaufenden Zuführmittelsystem dar. Es umfaßt ein Ober-
und ein Unterwerkzeug 1, 2, welche zwischen sich zwei Blechplatinen 3, 4 aufnehmen.
Entlang des Unterwerkzeugs 2, an dem die Randbereiche der unteren Platine 4 zur Anlage
kommen bzw. eingeklemmt werden, ist eine Aufnahmeplatte 5 vorgesehen. Diese nimmt
eine äußere kreisförmige Scheibe 6, die um ihren Mittelpunkt rotierend angeordnet
ist, auf. Exzentrisch zur Außenscheibe 6 ist eine kreisförmige Innenscheibe 7 mit
im Verhältnis zur Außenscheibe 6 kleineren Durchmesser angeordnet. Quer zur Einspannebene
der Platinen 3, 4 erstreckt sich eine Düse bzw. ein axialer Kanal 8 entlang der Innen-
bzw. der Außenscheibe 7, 6. Die Innenscheibe 7 ist mit einem konischen Mundstück 9
am Mündungsbereich des axialen Kanals 8 versehen und weist entsprechend der Dicke
der Platine in deren Ausgangsform einen Kragen 10 auf, der oben bündig mit der Platine
4 abschließt. Der axiale Kanal 8 weist auf der anderen Seite der Innenscheibe ein
Ansatzstück 11 mit vergrößertem Durchmesser auf. In das Unterwerkzeug 2 des Werkzeugs
ist ein Speise- bzw. Sammelkanal 12 eingearbeitet, der sich unterhalb der beiden Scheiben
parallel zur Einspannebene der beiden Platinen erstreckt. Seine Ausdehnung ist durch
den maximalen Durchmesser der Außenscheibe 6 begrenzt. Dieser Speisekanal 12, vorteilhaft
als Nut ausgebildet, wird über einen Druckkanal 13, welcher durch das Unterwerkzeug
führt, mit dem Wirkfluid, d.h. mit einer Druckflüssigkeit, gespeist (hier mit einem
Pfeil angedeutet).
[0014] Zur Durchführung des Verfahrens werden die Platinen 3, 4 in das Werkzeug eingelegt,
wobei die Platine 4, die mit einer entsprechenden Öffnung versehen wurde, so eingelegt
wird, daß das Mündungsstück 9 des axialen Kanals 8 bereits dicht in die Öffnung eingreift.
Nach dieser Einlegephase, die bereits die Andockphase nach dem bekannten herkömmlichen
Verfahren einschließt, wird die Aufweitphase durch Einleiten von Druckflüssigkeit
eingeleitet. Hierbei weicht die zweite Platine 3 im oberen Werkzeug 1 in den Zuführkanal
14 aus. Aufgrund der zunehmenden Aufweitung der Platinen im Formhohlkörper fließt
Material in Richtung Formhohlraum nach. Der axiale Kanal 8, der in der Öffnung der
unteren Platine 4 fest verankert ist, wird durch die Fließbewegung mitgenommen und
auf einem geradlinigen Weg durch die gegenläufige Drehbewegung der beiden Scheiben
bewegt. Diese Bewegung und damit örtliche Verlagerung der Mitnahmemittel wird deutlich
in den Figuren 2 und 4, in denen die Drehrichtungen der beiden Scheiben und die Bewegung
des axialen Kanals durch entsprechende Pfeile dargestellt sind.
[0015] Durch den entlang der gesamten Mitnahmestrecke verlaufenden Sammelkanal 12 wird der
axiale Kanal 8 stets mit Druckflüssigkeit versorgt. Figur 3 zeigt die Stellung der
Mitnahmemittel (Scheiben 6, 7) am Ende der Aufweitphase, wobei sich der axiale Kanal
in etwa am Ende seines Verschiebeweges befindet. Die Drehpunkte der beiden Schreiben
(Außenscheibe 6, Innenscheibe 7) sind hier mit 15, 16 bezeichnet. Bei der gezeigten
Ausführungsform bewegt sich die äußere Scheibe 6 stets um ihren Mittelpunkt 15, während
sie die ebenfalls um ihren eigenen Mittelpunkt 16 rotierbare innere Scheibe 7 mitnimmt,
wobei der axiale Kanal insgesamt eine geradlinige Bewegung zurücklegt. Die Rückwärtsbewegung
des axialen Kanals erfolgt nach Entnahme des Bauteils aus dem Werkzeug durch Zurückstellen
der Exzenterscheibenanordnung in ihre Ausgangslage.
[0016] Es ist selbstverständlich, daß die Anordnung der Zuführmittel für das Wirkfluid bzw.
die Mitnahmemittel nicht auf das Unterwerkzeug beschränkt sind; sie können selbstverständlich
auch im Oberwerkzeug angeordnet sein. Insgesamt wird im Vergleich zu bekannten mitlaufenden
Systemen zur Zuführung des Wirkfluids aufgrund der Ausbildung der Bewegungsmittel
als Scheiben, die zueinander exzentrisch versetzt sind, eine störungsfrei arbeitende,
in das Werkzeug integrierte Lösung geschaffen, die bereits mit Einlegen der Platinen
den Verbund zwischen Platine und Zuführmitteln für das Wirkfluid erreicht und somit
auf die Andockphase durch Querandocken eines Andockstempels verzichten kann.
1. Formwerkzeug für nach dem Innenhochdruck-Umformen herzustellende hohle Bauteile aus
zwei Blechplatinen (3, 4), umfassend ein Ober- und ein Unterwerkzeug (1,2), welche
einen Formhohlraum aufweisen, und zwischen denen die Blechplatinen an ihren Randbereichen
einspannbar sind, mit einem Zuführmittel (8, 12, 13) für das Wirkmedium in den Formhohlraum,
wobei das Zuführmittel im Werkzeug verschiebbar angeordnet ist und quer in Richtung
der Einspannebene von Ober- und Unterwerkzeug durch Verbund mit einer in eine der
beiden Platinen eingebrachten Öffnung durch das sich bei der Verformung mitfließende
Material mitnehmbar ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß in das Ober- oder Unterwerkzeug (1, 2) mindestens zwei Scheiben (6, 7) mit einer
Exzenterverstellung angeordnet sind, der in den Formhohlraum mündende Zuführmittelabschnitt
(8) die Scheiben durchdringt und die Exzenterverstellung derart gewählt ist, daß durch
gegenläufige Drehrichtungen der Scheiben der Zuführmittelabschnitt einen geradlinigen
Verschiebeweg zurücklegt.
2. Formwerkzeug nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Zuführmittelabschnitt (8) exzentrisch eine um ihren Mittelpunkt rotierbare Innenscheibe
(7) durchdringt und diese in eine, ebenfalls um ihren Mittelpunkt rotierbare Außenscheibe
(6) exzentrisch integriert ist.
3. Formwerkzeug nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Durchmesser der Innenscheibe (7) in etwa dem Radius der Außenscheibe (6) entspricht.
4. Formwerkzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Zuführmittel neben dem in den Formhohlraum mündenden ersten Abschnitt (8) einen
zweiten, entweder das Ober- oder Unterwerkzeug durchdringenden, nicht verschiebbaren
Zuführmittelabschnitt (13) umfassen, der in einen sich parallel zum Verschiebeweg
erstreckenden Speisekanal (12) einmündet, um den ersten Zuführmittelabschnitt (8)
entlang seines Verschiebeweges mit Wirkmittel zu versorgen.
5. Formwerkzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Innenscheibe (7) ein konisches Mündungsstück (9) mit einem zurückversetzten Kragen
(10) aufweist, welches in die vorbereitete Öffnung in der den Zuführmitteln (8, 12,
13) zugewandten Platine (4) zwecks Schaffung eines dichten Verbundes passend eingreift.
6. Formwerkzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
gekennzeichnet durch eine Aufnahmeplatte (5) zwischen dem Unter- oder dem Oberwerkzeug und der unteren
oder der oberen Platine, einen Kanal (13) als zweiten Zuführmittelabschnitt, der in
das Unter- oder Oberwerkzeug eingebracht ist und in den Speisekanal (12) mündet, und
eine Düse (8) als ersten Zuführmittelabschnitt, die entlang des Speisekanals mit der
bei der Verformung fließenden Platine (4) mitnehmbar ist durch die gegenläufige Verdrehung der Innen- und Außenscheibe (7,6), die von der Aufnahmeplatte
(5) aufgenommen werden.
1. Mould tool for hollow components to be produced from two sheet metal plates (3, 4)
according to the internal high-pressure forming process, comprising an upper and a
lower tool (1, 2), which have a mould cavity and between which the sheet metal plates
can be clamped at the edge regions thereof, with a feed means (8, 12, 13) for the
working medium into the mould cavity, wherein the feed means is arranged in the tool
to be displaceable and can be entrained transversely in the direction of the plane
of clamping of the upper and lower tool, by interlocking with an opening formed in
one of the two plates, by the material flowing along with the deforming, characterised in that at least two discs (6, 7) with an eccentric adjustment are arranged in the upper
or lower tool (1, 2), the feed means section (8) opening into the mould cavity penetrates
the discs .and the eccentric adjustment is selected in such a manner that through
rotational directions of the discs in opposite sense the feed means section covers
a rectilinear displacement path.
2. Mould tool according to claim 1, characterised in that the feed means section (8) penetrates an inner disc (7) rotatable about the centre
point thereof and this is eccentrically integrated in an outer disc (6) similarly
rotatable about the centre point thereof.
3. Mould tool according to claim 2, characterised in that the diameter of the inner disc (7) approximately corresponds with the radius of the
outer disc (6).
4. Mould tool according to one of claims 1 to 3, characterised in that the feed means comprises, apart from the first section (8) opening into the mould
cavity, a second non-displaceable feed means section (13), which penetrates either
the upper tool or the lower tool and which opens into a feed channel (12) extending
parallel to the displacement path in order to supply the first feed means section
(8) along its displacement path with working medium.
5. Mould tool according to one of claims 1 to 4, characterised in that the inner disc (7) has a conical mouthpiece (9) with a set-back collar (10) which
engages in fitting manner in the provided opening in the plate (4), which faces the
feed means (8, 12, 13), for the purpose of creating a tight interlock.
6. Mould tool according to one of claims 1 to 5, characterised by a receiving plate (5) between the lower or the upper tool and the lower or the upper
plate, a channel (13) as second feed means section, which is formed in the lower or
upper tool and opens into the feed channel (12), and a nozzle (8) as first feed means
section, which can be entrained along the feed channel, together with the plate (4)
flowing during the deforming, by the rotation in opposite sense of the inner and outer
discs (7, 6), which are received by the receiving plate (5).
1. Outil de formage pour des pièces creuses fabriquées à partir de deux tôles (3, 4)
par formage à haute pression interne, comprenant un outil supérieur et un outil inférieur
(1, 2), qui présentent un espace creux de formage et entre lesquels les tôles peuvent
être serrées au niveau de leurs bords, présentant un moyen d'alimentation (8, 12,
13) pour l'agent actif dans l'espace creux de formage, le moyen d'alimentation étant
disposé de manière mobile dans l'outil et pouvant être entraîné transversalement dans
le sens du plan de serrage de l'outil supérieur et inférieur par raccord avec une
ouverture réalisée dans l'une des deux tôles par le matériau qui flue lors de la déformation,
caractérisé en ce qu'au moins deux disques (6, 7) sont disposés dans l'outil supérieur ou inférieur (1,
2) avec un réglage excentrique, que la section (8) de moyen d'alimentation qui débouche
dans l'espace creux de formage traverse les disques et que le réglage excentrique
est choisi de telle manière qu'une voie de déplacement linéaire se libère pour la
section du moyen d'alimentation par des sens de rotation opposés des disques.
2. Outil de formage selon la revendication 1, caractérisé en ce la section (8) du moyen d'alimentation traverse excentriquement un disque interne
(7) pouvant tourner autour de son point central et que celui-ci est intégré excentriquement
dans un disque extérieur (6) pouvant également tourner autour de son point central.
3. Outil de formage selon la revendication 2, caractérisé en ce que le diamètre du disque intérieur (7) correspond environ au rayon du disque extérieur
(6).
4. Outil de formage selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que les moyens d'alimentation comprennent, outre la première section (8) débouchant dans
l'espace creux de formage, une deuxième section (13) qui ne peut pas être déplacée
du moyen d'alimentation traversant l'outil de formage supérieur ou inférieur, qui
débouche dans un canal d'alimentation (12) s'étendant parallèlement à la voie de déplacement,
afin d'alimenter la première section (8) du moyen d'alimentation en agent actif le
long de sa voie de déplacement.
5. Outil de formage selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que le disque intérieur (7) présent une pièce à orifice (9) conique avec un col (10)
en retrait, qui s'agrippe en étant adapté dans l'ouverture préparée dans la tôle (4)
face aux moyens d'alimentation (8, 12, 13) afin de réaliser un raccord étanche.
6. Outil de formage selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisé par une plaque de réception (5) entre l'outil de formage inférieur ou supérieur et la
tôle inférieure ou supérieure, un canal (13) comme deuxième section du moyen d'alimentation,
qui est agencé dans l'outil inférieur ou supérieur et débouche dans le canal d'alimentation
(12) et un gicleur (8) comme première section de moyen d'alimentation, qui peut être
entraîné le long du canal d'alimentation avec la tôle (4) fluant lors du formage par
la rotation opposée du disque intérieur et extérieur (7, 6) qui sont repris par la
plaque de réception (5).