[0001] Die Erfindung betrifft eine Schachtel, insbesondere eine Klappdeckelschachtel, für
stabförmige Artikel der tabakverarbeitenden Industrie mit einem Schachtelteil und
einem mit einer Rückwand des Schachtelteils schwenkbar verbundenden Deckel, wobei
Abtrennbereiche im Deckel und im Schachtelteil vorgesehen sind, die von Schwächungslinien
umgrenzt sind. Die Erfindung betrifft ferner ein Verfahren zum Entfernen eines einstückigen
flächigen Elements von einer Verpackung stabförmiger Artikel der tabakverarbeitenden
Industrie.
[0002] Klappdeckelschachteln sind beispielsweise aus der DE 196 43 411 A1 bekannt. Die dort
offenbarten Hinged-Lid-Pakkungen bestehen aus einem Schachtelteil, einem schwenkbar
mit dem Schachtelteil verbundenen Deckel sowie einem im Schachtelteil angeordneten
Kragen, wie dieses bei entsprechenden Hinged-Lid-Packungen üblich ist. Zur Schaffung
neuer Reize sind dem Schachtelteil sowie dem Deckel Ausnehmungen zugeordnet. Dabei
sind die Ausnehmungen auf der zum Packungsinhalt, nämlich dem Zigarettenblock, weisenden
Seite verschlossen. Entsprechende Bereiche der Kragen-Vorderwand sowie des Deckel-Innenlappens
können als Träger für einen Aufdruck dienen.
[0003] In den meisten Staaten der Welt werden Artikel der tabakverarbeitenden Industrie
mit mehr oder weniger hohen Steuern belegt. Um zu belegen, daß der entsprechende Inhalt
von beispielsweise Zigarettenschachteln schon besteuert wurde bzw. die entsprechenden
Steuern beglichen wurden, werden Coupons oder Steuermarken auf die Zigarettenschachteln
geklebt.
[0004] Bei der Verpackung von beispielsweise Zigaretten kann es zu Ausschuß und insbesondere
Ausschußpackungen kommen, auf denen entsprechende Coupons oder Steuermarken aufgebracht
sind. Diese werden von Personen von den Ausschußpäckchen wieder entfernt und gesammelt,
sofern die Päckchen oder Schachteln nicht mehr in den Verpackungsprozeß eingeschleust
werden können, wenn diese beispielsweise beschädigt sind. Die gesammelten Steuermarken
werden dann von den Unternehmen, die beispielsweise Zigaretten verpacken, an den Zoll
zurückverkauft und stellen ein erhebliches Kapital dar.
[0005] Bisher ist es relativ schwierig gewesen, Steuermarken komplett von den Zigarettenschachteln
abzulösen, da diese entsprechend mit Leim direkt auf den Schachteln befestigt worden
sind. Dieses führt dazu, daß das Ablösen der Steuermarken bzw. der Coupons relativ
zeitaufwendig ist und relativ häufig Steuermarken beim Ablösen zerstört werden, so
daß aufgrund des hohen Zeitaufwands ein finanzieller Verlust hervorgerufen wird und
auch aufgrund des Zerstörens eines gewissen Anteils der Steuermarken ein weiterer
Verlust für das jeweilige Unternehmen hervorgerufen wird.
[0006] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Schachtel und ein entsprechendes
Verfahren anzugeben, mit dem es ohne viel Zeitaufwand möglich ist, Coupons oder Steuermarken
von Ausschuß-Schachteln zu entfernen. Hierbei soll möglichst die Steuermarke nur wenig
beschädigt werden.
[0007] Gelöst wird diese Aufgabe durch eine Schachtel, insbesondere eine Klappdeckelschachtel,
für stabförmige Artikel der tabakverarbeitenden Industrie mit einem Schachtelteil
und einem mit einer Rückwand des Schachtelteils schwenkbar verbundenen Deckel, wobei
Abtrennbereiche im Deckel und im Schachtelteil vorgesehen sind, die von Schwächungslinien
umgrenzt sind, die dadurch weitergebildet sind, daß die Abtrennbereiche mit einem
einstückigen flächigen Element verbindbar sind.
[0008] Durch diese erfindungsgemäße Ausbildung der Schachtel ist es möglich, mit wenig Zeitaufwand
das einstückige flächige Element ohne wesentliche Beschädigung von der Schachtel zu
entfernen.
[0009] Im Rahmen dieser Erfindung umfaßt der Begriff Schachtel insbesondere Hinged-Lid-Packungen
und Klappdeckelschachteln.
[0010] Vorzugsweise ist das einstückige flächige Element mit den Abtrennbereichen verbunden
und insbesondere vorzugsweise verklebt und/oder verleimt.
[0011] Vorzugsweise sind die Schwächungslinien durch eine Rillung, eine Ritzung und/oder
Perforierung gekennzeichnet.
[0012] Wenn vorzugsweise wenigstens ein Abtrennbereich im Dekkel angrenzend an wenigstens
einen Abtrennbereich im Schachtelteil angeordnet ist, ist eine besonders einfache
und schonende Abtrennung möglich.
[0013] Wenn vorzugsweise die Schwächungslinien wenigstens eines Abtrennbereichs im Deckel
ohne Unterbrechung in Schwächungslinien wenigstens eines Abtrennbereichs im Schachtelteil
übergehen, muß weniger Sorgfalt bezüglich des genauen Aufbringens von Verbindungsmitteln
auf das einstückige flächige Element und/oder den Abtrennbereichen vorgenommen werden.
Ferner ist hierdurch ein vereinfachtes Ablösen der entsprechenden Abtrennbereiche
insbesondere ohne Beschädigung des Elements möglich. Vorzugsweise umfaßt wenigstens
ein Abtrennbereich wenigstens einen Teil einer Schwenkachse zwischen dem Deckel und
dem Schachtelteil oder einer Anlenkung des Deckels mit dem Schachtelteil. Vorzugsweise
ist ein Abtrennbereich vorgesehen, der sich einstückig vom Deckel zum Schachtelteil
erstreckt.
[0014] Vorzugsweise ist wenigstens ein Abtrennbereich in einem Seitenlappen des Deckels
und/oder des Schachtelteils angeordnet. Ferner vorzugsweise ist wenigstens ein Abtrennbereich
in einer Deckeloberwand und/oder einer Deckelrückwand angeordnet. Ferner vorzugsweise
ist wenigstens ein Abtrennbereich in einer Deckeloberwand und einer Deckelseitenwand
angeordnet.
[0015] Wenn vorzugsweise das flächige Element mit allen Abtrennbereichen verklebbar ist,
werden beim Abtrennen der Abtrennbereiche bzw. des flächigen Elements sämtliche Abtrennbereiche
mit relativ wenig Aufwand von der Klappdeckelschachtel abgetrennt.
[0016] Vorzugsweise ist das Element ein Coupon oder eine Steuermarke. Wenn ferner vorzugsweise
die Abtrennbereiche vollständig von dem einstückigen flächigen Element überdeckbar
sind, sind die Schwächungslinien für den Betrachter einer fertigen Verpackung mit
einstückigem flächigem Element nicht erkennbar, so daß die Optik der Verpackung bzw.
der Klappdeckelschachtel nicht leidet. Das einstückige flächige Element ist insbesondere
vorzugsweise überlappend über die Abtrennbereiche und insbesondere die Schwächungslinien
angeordnet. Hierbei wird vorzugsweise Klebstoff oder Leim derart aufgetragen, daß
ein Verkleben des flächigen Elements außerhalb der Abtrennbereiche nicht stattfindet.
[0017] Vorzugsweise ist die Oberfläche der Abtrennbereiche nach außen hin für einen besseren
Halt des flächigen Elements angerauht.
[0018] Ferner vorzugsweise ist ein Abrißzipfel oder eine Grifflasche an den Abtrennbereichen
vorgesehen, um ein vereinfachtes Abtrennen zu ermöglichen.
[0019] Erfindungsgemäß umfaßt ein Verfahren zum Entfernen eines einstückigen flächigen Elements
von einer Verpackung stabförmiger Artikel der tabakverarbeitenden Industrie die folgenden
Verfahrensschritte:
- Vorsehen von wenigstes einem mit dem Element verbindbaren, insbesondere verklebbaren,
Abtrennbereich auf einem Verpackungszuschnitt,
- Anbringen von Schwächungslinien um den wenigstens einen Abtrennbereich,
- Zusammenfalten des Verpackungszuschnitts bis zur vollständigen Fertigstellung der
Verpackung,
- Anbringen des Elements auf der Verpackung, wobei das Element wenigstens teilweise
mit jedem Abtrennbereich verklebt wird,
- Kontrollieren der Güte der Verpackung, wobei die keine entsprechende vorgebbare Güte
erreichende Verpackung von der weiteren Verpackung ausgeschlossen wird und
- Abtrennen des Elements ohne dieses wesentlich zu beschädigen durch Abtrennen des wenigstens
einen Abtrennbereichs von der Verpackung.
[0020] Durch dieses erfindungsgemäße Verfahren ist ein einfaches Abtrennen des einstückigen
flächigen Elements möglich. Hierbei wird insbesondere durch eine Maschine oder eine
Bedienperson mit einem einfachen Handgriff beispielsweise auf den Abtrennbereich gedrückt
und dadurch der Abtrennbereich von der Verpackung oder der Klappdeckelschachtel getrennt.
Ferner vorzugsweise wird entweder durch eine Maschine oder eine Bedienperson ein vorgesehener
Abrißzipfel oder eine Grifflasche gegriffen und dann von der Verpackung oder der Klappdeckelschachtel
weggezogen. Auch hierdurch wird ein einfaches und schnelles Abtrennen ermöglicht.
[0021] Vorzugsweise ist das einstückige flächige Element ein Coupon oder eine Steuermarke.
[0022] Die Erfindung wird nachstehend ohne Beschränkung des allgemeinen Erfindungsgedankens
unter Bezugnahme auf die Zeichnung exemplarisch beschrieben, auf die im übrigen bezüglich
der Offenbarung aller im Text nicht näher erläuterten erfindungsgemäßen Einzelheiten
ausdrücklich verwiesen wird. Es zeigen:
- Fig. 1
- Oben: eine Klappdeckelschachtel im geschlossenen Zustand in schematischer perspektivischer
Darstellung,
Mitte: die Schachtel von oben mit einer Steuermarke versehen,
Unten: die Schachtel mit entfernter Steuermarke,
- Fig. 2
- ein zu Fig. 1 gehörender Klappdeckelschachtelzuschnitt,
- Fig. 3
- eine weitere Ausführungsform der Erfindung in schematischer perspektivischer Darstellung
(oben: Klappdeckelschachtel, Mitte: Klappdekkelschachtel mit aufgebrachter Steuermarke,
unten: Klappdeckelschachtel mit entfernter Steuermarke),
- Fig. 4
- ein Zuschnitt der Klappdeckelschachtel aus Fig. 3 in schematischer Darstellung,
- Fig. 5
- eine weitere Ausführungsform der Erfindung in schematischer perspektivischer Darstellung
(oben: Klappdeckelschachtel, Mitte: Klappdekkelschachtel mit aufgebrachter Steuermarke,
unten: Klappdeckelschachtel mit entfernter Steuermarke) und
- Fig. 6
- ein Zuschnitt der Klappdeckelschachtel gemäß Fig. 5 in Aufsicht.
[0023] In den folgenden Figuren sind jeweils gleiche oder entsprechende Teile mit denselben
Bezugszeichen bezeichnet, so daß auf eine erneute Vorstellung verzichtet wird und
lediglich die Abweichungen der in diesen Figuren dargestellten Ausführungsbeispiele
gegenüber dem ersten Ausführungsbeispiel erläutert werden.
[0024] Fig. 1 zeigt in schematischer und perspektivischer Darstellung eine Klappdeckelschachtel,
die auch als Hinged-Lid-Packung bezeichnet wird. Derartige Klappdekkelschachteln 10
werden üblicherweise zum Verpacken von Zigaretten verwendet. In Fig. 1 oben ist die
Klappdekkelschachtel 10 an sich dargestellt. Die Klappdeckelschachtel 10 besteht aus
einem Schachtelteil 12 und einem Deckel 13. Das Schachtelteil 12 verfügt über eine
Vorderwand 14, eine Rückwand 15, eine Seitenwand 16 und eine weitere Seitenwand, die
nicht dargestellt ist und eine Bodenwand 18. Die Seitenwand 16 wird aus inneren Seitenlappen
19 und 20 und äußeren Seitenlappen 21 und 22 eines einstückigen Zuschnitts 23 zur
Bildung von dem Schachtelteil 12 und dem Deckel 13 der Klappdeckelschachtel 10 gefaltet
und teilweise verklebt.
[0025] Der Deckel 13 besteht aus einer Deckelvorderwand 25, einer Deckelrückwand 26, Deckelseitenwänden
27, von der nur eine dargestellt ist, und einer Deckeloberwand 29. Die Deckelseitenwände
27 werden durch sich überlappende innere Deckelseitenlappen 30 und 31 sowie äußere
Dekkelseitenlappen 32 und 33 gebildet.
[0026] Der Deckel 13 ist im Bereich der Deckelrückwand 26 über eine Gelenklinie 34 schwenkbar
mit der Rückwand 15 des Schachtelteils 12 verbunden. Bei Klappdeckelschachteln oder
sogenannten Hinged-Lid-Packungen sitzt üblicherweise ein Kragen mit einer Kragenvorderwand
und Kragenseitenwänden, der nicht dargestellt ist, im Schachtelteil.
[0027] Ferner sind Bodenecklappen 39 und 40 mit angrenzenden und innen liegenden Seitenlappen
19 und 20 verbunden und Deckelecklappen 41 und 42 mit den dazugehörigen innen liegenden
Deckelseitenlappen 30 und 31. Außerdem ist ein Deckelinnenlappen 43 vorgesehen, der
sich an die Deckelvorderwand 25 anschließt. Bei vollständig fertig gefalteter Klappdeckelschachtel
10 ist der Deckelinnenlappen 43 gegen eine Innenseite der Deckelvorderwand 25 umgefaltet.
[0028] In Fig. 1 oben sind ferner Schwächungslinien 55 angedeutet, die Abtrennbereiche 50,
51 und 52 umgrenzen. Die Abtrennbereiche befinden sich auf der Deckeloberwand 29 und
der Deckelseitenwand 27 sowie der Seitenwand 16 des Schachtelteils 12. Die Schwächungslinien
können beispielsweise durch eine Perforierung, eine Ritzung oder eine Rillung oder
eine Stanzung ausgeführt sein. In der mittleren Figur der Fig. 1 ist eine Steuermarke
60 über den Abtrennbereichen 50, 51 und 52 aufgebracht. Diese wird üblicherweise mit
Leim aufgeklebt. Die Schwächungslinie 55 ist hierbei weiterhin zu sehen. In diesem
Ausführungsbeispiel wird die Steuermarke von der Oberseite des Deckels zu einer Seite
herumgeführt und hält den Deckel verschlossen. Bei üblichem Gebrauch der Packung wird
die Steuermarke beim öffnen zerrissen.
[0029] Sollte es bei der Verpackung der Zigaretten, also bei der Fertigfaltung der Packung
aufgrund etwaiger Fehler in der Klappdeckelschachtel oder an der Klappdeckelschachtel
dazu kommen, daß diese von der weiteren Verpackung auszuschließen ist, kann ohne Probleme
die Steuermarke wieder entfernt werden und geht somit nicht verloren. In der unteren
Figur der Fig. 1 ist die Steuermarke 60 von der Packung 10 entfernt. Dies geschieht
beispielsweise durch Eindrücken der Perforierung und Abziehen der Abtrennbereiche
50-52. Wie in Fig. 1 dargestellt ist, ist die Steuermarke 60 noch mit den Abtrennbereichen
50-52 verbunden. In diesem Ausführungsbeispiel sind die Abtrennbereiche 50 und 52
im unteren Bereich der Fig. 1 zusammenhängend dargestellt, da die nicht mit eingerahmten
Bereiche, die zwischen den Abtrennbereichen 50 und 52 bei der fertig gefalteten Schachtel
(siehe Fig. 1 oben) angeordnet sind aufgrund der speziellen Perforierung mit abgerissen
werden und an den Abtrennbereichen mit relativ großer Wahrscheinlichkeit hängen bleiben.
[0030] Fig. 2 zeigt den Zuschnitt zur Herstellung der Klappdeckelschachtel gemäß Fig. 1.
Der Zuschnitt 23 verfügt über eine insgesamt langgestreckte Gestalt. Die Wandungen
des Schachtelteils 12 und des Deckels 13 der Klappdeckelschachtel 10 sind wie bei
einem Zuschnitt für herkömmliche Klappdeckelschachteln aufeinander folgend ausgebildet.
In Längsrichtung des Zuschnitts 23 sind Vorderwand 14, Bodenwand 18, Rückwand 15,
Deckelrückwand 26, Deckeloberwand 29, Deckelvorderwand 25 und Deckelinnenlappen 43
aufeinander folgend angeordnet und durch Faltlinien abgegrenzt. Zu beiden Seiten der
Vorderwand 14 und Rückwand 15 bzw. Deckelrückwand 26 sowie Deckelvorderwand 25 sind
die Seitenlappen 19 bis 22 bzw. Dekkelseitenlappen 30 bis 33 zur Bildung der Seitenwände
16 bzw. Deckelseitenwände 27 angeordnet. Die Bodenecklappen 39 und 40 bzw. die Deckelecklappen
41 und 42 schließen sich zu beiden Seiten der Bodenwand 18 bzw. der Deckeloberwand
29 an.
[0031] Die Zuschnitte 23 werden von einer fortlaufenden Materialbahn abgetrennt. Hierbei
werden auch die Abtrennbereiche 50-52 an den vorbestimmbaren Stellen vorgesehen. Um
die Abtrennbereiche auszubilden, werden in den Zuschnitt Schwächungslinien 55 eingebracht
durch beispielsweise Stanzen, Rillen, Ritzen oder Perforieren.
[0032] Fig. 3 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung in perspektivischer
schematischer Darstellung. In der Fig. 3 sind die Abtrennbereiche auf der Deckelrückwand
26, der Schachtelteilrückwand 15, der Deckelseitenwand 27 und der Schachtelteilseitenwand
16 ausgebildet. Der Abtrennbereich 51 erstreckt sich über die Anlenkung des Deckels
13 an den Schachtelteil 12. Dieser Abtrennbereich 51 ist einstückig ausgebildet. Die
Steuermarke 60 (siehe Mitte der Fig. 3) wird von der Rückseite zur Seitenkante herumgeführt
und hält an der Seite den Deckel verschlossen. In Fig. 3 unten ist wieder die abgelöste
Steuermarke mit den daran klebenden und abgetrennten Abtrennbereichen 50-52 zu erkennen.
[0033] Fig. 4 zeigt den zum Ausführungsbeispiel der Fig. 3 gehörenden Zuschnitt 23.
[0034] Fig. 5 zeigt ein drittes Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung. Bei diesem
Ausführungsbeispiel ist nur ein Abtrennbereich 50 dargestellt, der sich auf der Deckelrückwand
26 zur Schachtelteilrückwand 15 erstreckt. Dieser Abtrennbereich 50 ist auch einstückig
ausgebildet. Die Steuermarke 60 wird auch auf diesen Abtrennbereich 50 aufgeklebt.
[0035] Fig. 6 zeigt den zum Ausführungsbeispiel der Fig. 5 gehörenden Zuschnitt 23.
[0036] Bei einer weiteren Ausbildung der vorliegenden Erfindung sind die Abtrennbereiche
derart ausgestaltet, daß die Steuermarke nach Aufbringen auf die Abtrennbereiche diese
vollständig abdeckt, so daß auch keine Schwächungslinien mehr von außen erkennbar
sind. Hierdurch ist es möglich, die Optik der Klappdeckelschachtel 10 durch die Schwächungslinien
55 nicht zu beeinträchtigen.
[0037] Um die Steuermarke 60 mit möglichst wenig Beschädigungen von der fertigen Klappdeckelschachtel
10 abzutrennen, wird diese zunächst als Zuschnitt mit Abtrennbereichen 50-52 an geeigneten
und vorbestimmbaren Orten versehen. Daraufhin wird die Klappdeckelschachtel zusammengefaltet
und an geeigneten Orten verklebt, so daß eine vollständig gefertigte Klappdeckelschachtel
hergestellt wird. Als nächstes wird eine Steuermarke oder ein Coupon auf die Abtrennbereiche
aufgebracht bzw. aufgeklebt. Nach Kontrolle der Güte der Verpackung und etwaigem Ausschuß
werden bei den ausgeschossenen oder von der weiteren Verarbeitung ausgeschlossenen
Verpackungen durch Ausüben von Kraft an geeigneten Stellen die Abtrennbereiche mit
der Steuermarke abgetrennt. Dieses kann beispielsweise durch Vorsehen einer Abtrennlasche,
einer Grifflasche oder eines Abrißzipfels geschehen. Das Abtrennen der Abtrennbereiche
und der Steuermarke kann manuell oder auch automatisch geschehen. Durch die erfindungsgemäße
Klappdeckelschachtel und das erfindungsgemäße Verfahren zum Entfernen von Steuermarken
oder Coupons von Klappdeckelschachteln ist es einfach und schnell möglich, Steuermarken
oder Coupons von den entsprechenden Päckchen abzutrennen.
Bezugszeichenliste
[0038]
- 10
- Klappdeckelschachtel
- 12
- Schachtelteil
- 13
- Deckel
- 14
- Vorderband
- 15
- Rückwand
- 16
- Seitenwand
- 18
- Bodenwand
- 19-22
- Seitenlappen
- 23
- Zuschnitt
- 25
- Deckelvorderwand
- 26
- Deckelrückwand
- 27
- Deckelseitenwand
- 29
- Deckeloberwand
- 30-33
- Deckelseitenlappen
- 34
- Gelenk
- 39
- Bodenecklappen
- 40
- Bodenecklappen
- 41
- Deckelecklappen
- 42
- Deckelecklappen
- 43
- Deckelinnenlappen
- 50-52
- Abtrennbereich
- 55
- Schwächungslinie
- 60
- Steuermarke
1. Schachtel (10) für stabförmige Artikel der tabakverarbeitenden Industrie mit einem
Schachtelteil (12) und einem mit einer Rückwand (15) des Schachtelteils (12) schwenkbar
verbundenen Deckel (13), wobei Abtrennbereiche (50, 51, 52) im Deckel (13) und im
Schachtelteil (12) vorgesehen sind, die von Schwächungslinien (55) umgrenzt sind,
dadurch gekennzeichnet, daß die Abtrennbereiche (50-52) mit einem einstückigen flächigen Element (60) verbindbar
sind.
2. Schachtel (10) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens ein Abtrennbereich (50-52) im Deckel (13) angrenzend an wenigstens einen
Abtrennbereich (50-52) im Schachtelteil (12) angeordnet ist.
3. Schachtel (10) nach Anspruch 1 und/oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Schwächungslinien wenigstens eines Abtrennbereichs (50-52) im Deckel (13) ohne
Unterbrechung in Schwächungslinien wenigstens eines Abtrennbereichs (50-52) im Schachtelteil
(12) übergehen.
4. Schachtel (10) nach Anspruch 2 und/oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß der wenigstens eine Abtrennbereich (50-52) wenigstens einen Teil einer Schwenkachse
(34) zwischen dem Deckel (13) und dem Schachtelteil (12) oder einer Anlenkung (34)
des Deckels (13) mit dem Schachtelteil (12) umfaßt.
5. Schachtel (10) nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens ein Abtrennbereich (50-52) in einem Seitenlappen (19-22; 30-33) des Deckels
(13) und/oder des Schachtelteils (12) angeordnet ist.
6. Schachtel (10) nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens ein Abtrennbereich (50-52) in einer Deckeloberwand (29) und/ oder einer
Deckelrückwand (25) angeordnet ist.
7. Schachtel (10) nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens ein Abtrennbereich (50-52) in einer Deckeloberwand (29) und einer Deckelseitenwand
(27) angeordnet ist.
8. Schachtel (10) nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß das flächige Element (60) mit allen Abtrennbereichen (50-52) verklebbar ist.
9. Schachtel (10) nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Element (60) ein Coupon oder eine Steuermarke ist.
10. Schachtel (10) nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Abtrennbereiche (50-52) vollständig von dem einstückigen flächigen Element (60)
überdeckbar sind.
11. Verfahren zum Entfernen eines einstückigen flächigen Elements (60) von einer Verpackung
(10) stabförmiger Artikel der tabakverarbeitenden Industrie, mit den folgenden Verfahrensschritten:
- Vorsehen von wenigstens einem mit dem Element (60) verbindbaren Abtrennbereich (50-52)
auf einem Verpakkungszuschnitt (23),
- Anbringen von Schwächungslinien (55) um den wenigstens einen Abtrennbereich (50-52),
- Zusammenfalten des Verpackungszuschnitts (23) bis zur vollständigen Fertigstellung
der Verpackung (10),
- Anbringen des Elements (60) auf der Verpackung (10), wobei das Element (60) wenigstens
teilweise mit jedem Abtrennbereich (50-52) verklebt wird,
- Kontrollieren der Güte der Verpackung (10), wobei die keine entsprechende vorgebbare
Güte erreichende Verpakkung (10) von der weiteren Verpackung ausgeschlossen wird und
- Abtrennen des Elements (60), ohne dieses wesentlich zu beschädigen durch Abtrennen
des wenigstens einen Abtrennbereichs (50-52) von der Verpackung (10).
12. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß das einstückige flächige Element (60) ein Coupon oder eine Steuermarke ist.