[0001] Die Erfindung betrifft einen optischer Strahler, insbesondere für ultraviolette oder
infrarote Strahlung, mit einem einseitig kittlos gesockelten Lampenkolben, aus dem
mindestens zwei Anschlussdrähte jeweils über eine Quetschung am oberen und am unteren
Ende des Lampenkolbens herausgeführt sind, wobei der erste Anschlussdraht am oberen
Ende des Lampenkolbens mit einem oberen Ende eines biegesteifen Haltebügels fest verbunden
ist, und wobei ein unteres Ende des Haltebügels als Anschlussstift durch eine erste
Bohrung in einem Lampensockel geführt ist und an diesem mit einer Durchrutschsicherung
befestigt ist.
[0002] Die Erfindung bezieht sich auf optische Strahler, wie sie beispielsweise als Wärmestrahler
oder als UV-Strahler für die Bräunung, Entkeimung, Behandlung von Oberflächen oder
für die Trocknung und Aushärtung dünner Schichten eingesetzt werden. Aufgrund hoher
Leistungen der UV- oder IR-Strahler werden relativ hohe Temperaturen erzeugt, so dass
damit einhergehende Wärmedehnungen und Temperaturbelastungen bei der konstruktiven
Ausgestaltung und der Materialauswahl der Strahler eine wichtige Rolle spielen.
[0003] Derartige Strahler sind aus der DE 197 52 120 A1 bekannt. Hier ist ein einseitig
kittlos gesockelter optischer Strahler mit einem keramischen Lampensockel offenbart,
durch welchen zwei Anschlussstifte zur Kontaktierung der oben und unten aus dem Lampenkolben
ragenden Anschlußdrähte geführt sind. Dabei ist der Anschlußstift zur Kontaktierung
des oberen Anschlußdrahtes einteilig mit einem biegesteifen Haltebügel ausgeführt.
Der Anschlußstift zur Kontaktierung des unteren Anschlußdrahtes wird entweder abgewinkelt
oder gerade ausgeführt. Bei einer geraden Ausbildung dieses Anschlußstiftes wird der
untere Anschlußdraht abgewinkelt. Die Verbindung zwischen Anschlußstiften beziehungsweise
Haltebügel und Anschlußdrähten erfolgt vorzugsweise durch eine Punktschweißung. Die
beiden Anschlußstifte sind beiderseits der Bohrungen im Lampensockel, durch welche
sie geführt sind, mit einer Durchrutschsicherung versehen. Unter einer Durchrutschsicherung
wird dabei eine geeignete Gestaltung des Anschlußstiftes oder ein am Anschlußstift
angreifendes Bauteil verstanden, womit ein vollständiges Durchrutschen des Anschlußstiftes
durch die Bohrung des Lampensockels verhindert wird. Ein Spiel des Anschlußstiftes
innerhalb der Bohrung wird dadurch nicht ausgeschlossen.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen optischen Strahler bereitzustellen,
der aus möglichst wenigen Einzelteilen schnell und kostengünstig hergestellt werden
kann.
[0005] Die Aufgabe wird dadurch gelöst, dass der zweite Anschlussdraht am unteren Ende des
Lampenkolbens schwebend durch eine zweite Bohrung im Lampensockel geführt ist. Dadurch
kann einerseits auf einen zusätzlichen Anschlußstift zur Kontaktierung dieses zweiten
Anschlussdrahts am unteren Ende des Lampenkolbens und andererseits auf die Durchrutschsicherungen
an diesem Anschlußstift verzichtet werden. Der zweite Anschlussdraht am unteren Ende
des Lampenkolbens wird demnach nicht mit dem Lampensockel verbunden, sondern die zweite
Bohrung dient lediglich als Führung für den zweiten Anschlußdraht. Durch die einseitig
schwebende Aufhängung des Lampenkolbens sind Wärmedehnungen aufgrund der hohen Leistungen
und Temperaturen der UV- oder IR-Strahler problemlos möglich. Die Montage des Strahlers
ist wesentlich vereinfacht, was sich neben der Einsparung an Teilen zusätzlich kostensenkend
auswirkt.
[0006] Besonders vorteilhaft ist es, wenn der zweite Anschlussdraht und das als Anschlussstift
ausgeführte untere Ende des Haltebügels auf der dem Lampenkolben abgewandten Seite
des Lampensockels jeweils mit einer flexiblen Anschlussleitung verbunden sind. Die
Verbindung kann beispielsweise durch Schweißen erfolgen. Die Anschlussleitungen sollten
zur Vermeidung von Kurzschlüssen beispielsweise mit einer isolierenden Gewebeschicht
umgeben sein. Idealerweise weist der Lampensockel eine Befestigungsvorrichtung auf.
Dabei wird unter einer Befestigungsvorrichtung jede erdenkliche konstruktive Ausgestaltung
des Lampensockels verstanden, die dazu geeignet ist, den optischen Strahler an seinem
späteren Einsatzort zu befestigen. Es kommen beispielsweise Verschraubungen, Steckverbindungen
oder Klemmverbindungen in Frage. Die Befestigungvorrichtung dient also rein einer
mechanischen Fixierung und nicht der elektrischen Kontaktierung des Strahlers. Die
elektrische Kontaktierung des Strahlers erfolgt über die flexiblen Anschlußleitungen,
wobei eine Zugentlastung der elektrischen Kontaktierung durch die Befestigungsvorrichtung
erreicht wird.
[0007] Eine mögliche Ausgestaltungsform der Befestigungsvorrichtung bilden zwei Öffnungen
beziehungsweise Einschnitte auf der dem Lampenkolben abgewandten Seite des Lampensockels.
Durch die beiden Öffnungen können beispielsweise Schrauben geführt werden, um den
Strahler am Einsatzort zu fixieren. Die beiden Öffnungen können aber auch für eine
Steckverbindung genutzt werden.
[0008] Besonders vorteilhaft ist es, wenn der Haltebügel im Bereich des Lampensockels eine
Ausbuchtung aufweist, die gleichzeitig als Durchrutschsicherung und als Verdrehsicherung
fungiert. Dazu eignen sich beispielsweise U-förmig Ausbuchtungen des Haltebügels oder
Ausbuchtungen, die durch eine Veränderung im Querschnitt des Haltebügels gebildet
sind.
[0009] Die Länge des optischen Strahlers kann vorteilhaft dadurch verkürzt werden, dass
der Lampensockel auf der dem Lampenkolben zugewandten Seite im Bereich der zweiten
Bohrung eine Einbuchtung aufweist und dass die Quetschung am unteren Ende des Lampenkolbens,
durch welche der zweite Anschlussdraht herausgeführt ist, mindestens teilweise in
die Einbuchtung eintaucht. Diese Ausführungform ist besonders dann zu empfehlen, wenn
am Einsatzort wenig Raum zum Einbau des Strahlers zur Verfügung steht.
[0010] Vorteilhaft ist es auch, wenn die erste Bohrung auf der dem Lampenkolben zugewandeten
Seite des Lampensockels als Verdrehsicherung der Ausbuchtung des Haltebügels formschlüssig
angepasst ist.
[0011] Die Figuren 1 bis 6d zeigen beispielhaft eine mögliche Ausführungsform eines erfindungsgemäßen
optischen Strahlers, wobei verdeckte Linien im Vergleich zu sichtbaren Linien in dünnerer
Strichstärke dargestellt sind.
Fig. 1: Einsatzfähiger optischer Strahler in dreidimensionaler Darstellung
Fig. 2: Lampensockel in dreidimensionaler Darstellung
Fig. 3: Lampensockel aus Fig. 2 in der Draufsicht
Fig. 4: Lampensockel aus Fig. 2 in der Seitenansicht
Fig. 5: Lampensockel aus Fig. 2 im Schnittbild
Fig. 6a bis 6d: Haltebügel mit einer U-förmigen Ausbuchtung aus unterschiedlichen
Blickwinkeln
[0012] Fig. 1 zeigt einen optischen Strahler 1 mit einem Lampenkolben 2, aus dem zwei Anschlußdrähte
3a; 3b jeweils über eine Quetschung 4a; 4b am oberen und am unteren Ende des Lampenkolbens
2 geführt sind. Desweiteren ist ein Lampensockel 5 und ein Haltebügel 6 mit einer
U-förmigen Ausbuchtung 6a dargestellt. Der Haltebügel 6 ist an seinem oberen Ende
mit dem ersten Anschlußdraht 3a durch eine Punktschweißung verbunden. Das untere Ende
des Haltebügels 6 und der Anschlußdraht 3b sind durch den Lampensockel 5 geführt und
auf der dem Lampenkolben 2 abgewandten Seite des Lampensockels 5 jeweils durch eine
Schweißverbindung mit einer flexiblen Anschlussleitung 7 elektrisch leitend verbunden.
Auf der dem Lampenkolben 2 abgewandten Seite des Lampensockels 5 ist am Haltebügel
6 eine hier nicht dargestellte Durchrutschsicherung angeordnet, die den Haltebügel
6 ortsfest mit dem Lampensockel 5 verbindet. Dabei bestimmt der Haltebügel 6 die räumliche
Lage des Lampenkolbens 2.
[0013] Fig. 2 zeigt den Lampensockel 5 aus Fig. 1 mit einer Befestigungsvorrichtung, die
durch zwei Öffnungen 8 auf der dem Lampenkolben 2 abgewandten Seite des Lampensockels
5 gebildet ist. Es ist eine Einbuchtung 9 mit einer zentrisch angeordneten zweiten
Bohrung 10 im Lampensockel 5 zu erkennen, wobei die zweite Bohrung 10 zur Aufnahme
des zweiten Anschlußdrahtes 3b und die Einbuchtung 9 zur Aufnahme der Quetschung 4b
am unteren Ende des Lampenkolbens 2 geeignet ist. Neben der Einbuchtung 9 befindet
sich das dem Lampenkolben 2 zugewandte Ende 11 der ersten Bohrung 12, wobei das Ende
11 der Bohrung 12 formschlüssig der Ausbuchtung 6a des Haltebügels 6 angepasst ist.
Die beiden Bohrungen 10; 12 werden auf der dem Lampenkolben 2 abgewandten Seite des
Lampensockels 5 von jeweils einer Einfräsung 13 durchkreuzt, die das Anbringen einer
Durchrutschsicherung am Haltebügel 6 beziehungsweise den Anschluß der flexiblen Anschußleitungen
an den Haltebügel 6 und den zweiten Anschlußdraht 3b ermöglichen oder zumindest erleichtern.
[0014] Fig. 3 zeigt den Lampensockel 5 aus Fig. 2 in einer Draufsicht, wobei die zweite
Bohrung 10 mit der Einbuchtung 9 sowie die erste Bohrung 12 mit ihrem Ende 11 erkennbar
ist.
[0015] Fig. 4 zeigt den Lampensockel 5 aus Fig. 2 in einer Seitenansicht, wobei die erste
Bohrung 12 mit ihrem Ende 11, die zweite Bohrung 10, die Einfräsungen 13 und Einbuchtung
9 im Lampensockel 5 verdeckt angeordnet sind.
[0016] Fig. 5 zeigt den Lampensockel aus Fig. 2 im Schnittbild, wobei die zur mechanischen
Befestigung des Lampensockels vorgesehenen Öffnungen 8, die Einfräsungen 13 sowie
ein Absatz 14 unterhalb der Bohrung 12 zu erkennen sind, welcher hier zum Anbringen
einer nicht gezeigten Durchrutschsicherung dient. Der Durchmesser der ersten Bohrung
12 ist auf den Haltebügel 6 abgestimmt, während der Durchmesser der zweiten Bohrung
10 auf den zweiten Anschlußdraht 3b abgestimmt ist. Das obere, dem Lampenkolben 2
zugeordnete Ende 11 der ersten Bohrung 12 ist mit einer Schräge im Bereich der U-förmigen
Ausbuchtung 6a des Haltebügels 6 versehen, um die Ausbuchtung 6a des Haltebügels 6
zumindest teilweise möglichst formschlüssig zu umgeben.
[0017] Fig. 6a bis 6c zeigen einen biegesteifen, drahtförmigen Haltebügel 6 mit einer U-förmigen
Ausbuchtung 6a aus unterschiedlichen Blickwinkeln
Fig. 6d zeigt das obere Ende des Haltebügels 6 im Bereich der Verbindung mit dem ersten
Anschlußdraht 3a, wobei das obere Ende eine einseitig abgeflachte Spitze aufweist,
die den Punktschweißvorgang vereinfacht.
1. Optischer Strahler, insbesondere für ultraviolette oder infrarote Strahlung, mit einem
einseitig kittlos gesockelten Lampenkolben, aus dem mindestens zwei Anschlussdrähte
jeweils über eine Quetschung am oberen und am unteren Ende des Lampenkolbens herausgeführt
sind, wobei der erste Anschlussdraht am oberen Ende des Lampenkolbens mit einem oberen
Ende eines biegesteifen Haltebügels fest verbunden ist, und wobei ein unteres Ende
des Haltebügels als Anschlussstift durch eine erste Bohrung in einem Lampensockel
geführt ist und an diesem mit einer Durchrutschsicherung befestigt ist, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Anschlussdraht ( 3b ) am unteren Ende des Lampenkolbens ( 2 ) schwebend
durch eine zweite Bohrung ( 10 ) im Lampensockel ( 5 ) geführt ist.
2. Optischer Strahler nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Anschlussdraht ( 3b ) und das als Anschlussstift ausgeführte untere Ende
des Haltebügels ( 6 ) auf der dem Lampenkolben ( 2 ) abgewandten Seite des Lampensockels
( 5 ) jeweils mit einer flexiblen Anschlussleitung ( 7 ) verbunden sind.
3. Optischer Strahler nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Lampensockel ( 5 ) eine Befestigungsvorrichtung aufweist.
4. Optischer Strahler nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungsvorrichtung durch zwei Öffnungen ( 8 ) auf der dem Lampenkolben (
2 ) abgewandten Seite des Lampensockels ( 5 ) gebildet ist.
5. Optischer Strahler nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Haltebügel ( 6 ) im Bereich des Lampensockels ( 5 ) eine Ausbuchtung ( 6a ) aufweist.
6. Optischer Strahler nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausbuchtung ( 6a ) U-förmig ist.
7. Optischer Strahler nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausbuchtung ( 6a ) durch eine Veränderung im Querschnitt des Haltebügels ( 6
) gebildet ist.
8. Optischer Strahler nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Lampensockel ( 5 ) auf der dem Lampenkolben ( 2 ) zugewandten Seite im Bereich
der zweiten Bohrung ( 10 ) eine Einbuchtung ( 9 ) aufweist und dass die Quetschung ( 4b ) am unteren Ende des Lampenkolbens ( 2 ), durch welche der zweite
Anschlussdraht ( 3b ) herausgeführt ist, mindestens teilweise in die Einbuchtung (
9 ) eintaucht.
9. Optischer Strahler nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Ende ( 11 ) der ersten Bohrung ( 12 ) auf der dem Lampenkolben ( 2 ) zugewandeten
Seite des Lampensockels ( 5 ) mindestens teilweise als Verdrehsicherung der Ausbuchtung
( 6a ) des Haltebügels ( 6 ) formschlüssig angepasst ist.