[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine zum Führen von stiftförmigen Befestigungselementen,
wie Nägeln, Haken, Schrauben oder dergleichen, ausgelegte Handhabungsvorrichtung,
gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 (vgl. Druckschrift GB-A-1 420 157 aus dem Stand
der Technik).
[0002] Beim Einführen von stiftförmigen Befestigungselementen, wie Nägeln, Haken, Schrauben
oder dergleichen, in Wände, Türen, Decken oder dergleichen besteht schon seit jeher
das Problem, das stiftförmige Befestigungselement einigermaßen gerade in die Wand,
in die Tür, in die Decke oder in dergleichen zu schlagen, zu drehen, zu schrauben
oder anderweitig einzubringen. Hierzu wird das stiftförmige Befestigungselement üblicherweise
zwischen zwei Fingern, beispielsweise zwischen dem Daumen und dem Zeigefinger der
einen Hand gehalten und mit einem Werkzeug, beispielsweise mit einem Hammer, mit einer
Zange oder mit einem Schraubendreher in der anderen Hand in die Wand, in die Tür,
in die Decke oder in dergleichen eingebracht.
[0003] Da es sich bei derartigen Werkzeugen um scharfkantige und/oder spitze Gegenstände
handelt, die häufig mit einiger Wucht und/oder Kraft gehandhabt werden, kommt es nicht
zuletzt bei Abrutschen vom Kopfteil des stiftförmigen Befestigungselements oder bei
verfehlen des Kopfteils des stiftförmigen Befestigungselements häufig zu gefährlichen
Situationen, die insbesondere bei unerfahrenen oder ungeübten Personen schmerzhafte
verletzungen einzelner Finger oder der ganzen Hand nach sich ziehen können.
[0004] Aber auch ohne daß es zu vorgenannten gefährlichen Situationen kommt, bereitet es
häufig genug große Schwierigkeiten, das stiftförmige Befestigungselement gerade, das
heißt lotrecht bzw. unter einem gewünschten Neigungswinkel und/oder ohne verbiegen
bzw. verwinden in die Wand, in die Tür, in die Decke oder in dergleichen zu schlagen,
zu drehen, zu schrauben oder anderweitig einzubringen.
[0005] Eine zum Führen von stiftförmigen Befestigungselementen, wie Nägeln, Haken, Schrauben
oder dergleichen, ausgelegte Handhabungsvorrichtung, die es auch unerfahrenen oder
ungeübten Personen ermöglicht, ein derartiges stiftförmiges Befestigungselement gerade,
das heißt lotrecht bzw. unter einem gewünschten Neigungswinkel und/oder ohne verbiegen
bzw. verwinden in die Wand, in die Tür, in die Decke oder in dergleichen zu schlagen,
zu drehen, zu schrauben oder anderweitig einzubringen, ist bekannt (vgl. die Druckschriften
DE 105 784 C, DE 39 11 002 A, US-A-2 716 750, US-A-4 201 258 oder US-A-5 375 488 aus
dem Stand der Technik).
[0006] jedoch weist diese bekannte Handhabungsvorrichtung im Gegensatz zur Handhabungsvorrichtung
gemäß der eingangs zitierten Druckschrift GB-A-1 420 157 aus dem Stand der Technik
kein Arretiermittel auf, durch das die Halbelemente in der Arbeitslage in lösbarer
Weise fixierbar sind.
[0007] Das in der Druckschrift GB-A-1 420 157 offenbarte Arretiermittel ist in Form einer
oder mehrerer sogenannter G-Klemmen gegeben, durch die die Halbelemente in der Arbeitslage
in lösbarer Weise fixierbar sind; allerdings werden diese G-Klemmen mittels Schrauben
an den Halbelementen fixiert, was aufwendig, kompliziert und unzweckmäßig ist.
[0008] Ausgehend von den vorstehend dargelegten Nachteilen und Unzulänglichkeiten liegt
der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Handhabungsvorrichtung gemäß
dem Oberbegriff des Anspruchs 1 so weiterzubilden, daß nicht nur die Unfallgefahr
und mithin die Verletzungsgefahr infolge kritischer Situationen minimiert wird, sondern
neben einer kostengünstigen Herstellbarkeit der angestrebten Handhabungsvorrichtung
auch eine einfache Bedienbarkeit, insbesondere des Arretiermittels, gegeben ist.
[0009] Diese Aufgabe wird durch eine zum Führen von stiftförmigen Befestigungselementen,
wie Nägeln, Haken, Schrauben oder dergleichen, ausgelegte Handhabungsvorrichtung der
eingangs genannten Art gelöst, bei der das Arretiermittel gemäß der Lehre der vorliegenden
Erfindung entlang mindestens einer rinnenförmigen Ausnehmung, die in mindestens einem
der Halbelemente vorgesehen ist, verschiebbar ist.
[0010] Was die prinzipielle Funktionsweise der Handhabungsvorrichtung anbelangt, so ist
in der Arbeitslage durch die Handhabungsvorrichtung ein durchgehendes Führungsloch
für das stiftförmige Befestigungselement bereitgestellt, das als Führung beim Einbringen,
das heißt beim Einschlagen des Nagels, beim Eindrehen des Hakens oder beim Einschrauben
der Schraube dient. Die Handhabungsvorrichtung < wird hierbei von der mit ihr arbeitenden
Person mit der Hand, in der die Person auch das stiftförmige Befestigungselement hält,
gegen die Wand, gegen die Tür, gegen die Decke oder gegen dergleichen gehalten, in
die das stiftförmige Befestigungselement eingebracht werden soll. Mit der anderen
Hand bringt die Person dann das stiftförmige Befestigungselement mit einem Werkzeug,
beispielsweise mit einem Hammer, mit einer Zange oder mit einem Schraubendreher, in
die Wand, in die Tür, in die Decke oder in dergleichen ein.
[0011] Da die allermeisten stiftförmigen Befestigungselemente, zu denen beispielsweise auch
Haken zählen, ein Kopfteil aufweisen, sind die vorzugsweise in etwa quaderförmigen
Halbelemente mit ihrer jeweiligen Anlagefläche unter Öffnung des Führungslochs aus
der Arbeitslage in eine Freigabelage bewegbar sind.
[0012] Hierbei entfernen sich die beiden Halbelemente, deren jeweilige Anlagefläche in der
Arbeitslage mit der Trennebene zusammenfällt, von eben dieser Trennebene und geben
hierbei das in die Wand, in die Tür, in die Decke oder in dergleichen eingebrachte
stiftförmige Befestigungselement unter Öffnung des Führungslochs frei.
[0013] An der Handhabungsvorrichtung ist mindestens ein vorzugsweise gefrästes und/oder
vorzugsweise in Spritzgußtechnik gefertigtes Arretiermittel, beispielsweise aus POM,
vorgesehen, durch das die Halbelemente in der Arbeitslage in lösbarer Weise fixierbar
sind. Dies bedeutet mit anderen Worten, daß die Halbelemente in der Stellung, in der
ein stiftförmiges Befestigungselement, wie ein Nagel, ein Haken, eine Schraube oder
dergleichen, in eine Wand, in eine Tür, in eine Decke oder in dergleichen eingeführt
wird, durch das Arretiermittel längs der Trennebene verriegelbar sind, wobei das Arretiermittel
nicht nur zum Arretieren der Halbelemente ausgelegt ist, sondern auch als Haltegriff
dienen kann, und zwar insbesondere dann, wenn die Handhabungsvorrichtung mit ihrer
der Fläche, in die das stiftförmige Befestigungselement einzubringen ist, zugewandten
Seite an eben jener Fläche anliegt und vom Benutzer der Handhabungsvorrichtung in
dieser Position sicher und exakt zu halten ist.
[0014] Zu diesem Halten eignet sich das Arretiermittel in vorzüglicher Weise, und zwar insbesondere
dann, wenn das Arretiermittel als drehbarer Hebel und/oder als verschiebbarer Hebel
ausgebildet ist. Im letzteren Falle des vorzugsweise in zur Trennebene im wesentlichen
senkrechter Richtung verschiebbaren Arretiermittels erweist sich die Ausgestaltungsform
gemäß der Lehre der vorliegenden Erfindung als vorteilhaft, bei der das Arretiermittel
entlang mindestens einer in mindestens einem der Halbelemente vorgesehenen rinnenförmigen
Ausnehmung, gewissermaßen wie in einer Schiene, verschiebbar ist.
[0015] Hierbei kann das Arretiermittel von der Freigabelage der Handhabungsvorrichtung so
in die Arbeitslage der Handhabungsvorrichtung geschoben werden, daß das Arretiermittel
in der Arbeitslage beide Halbelemente erfaßt und diese nicht mehr um ihre gemeinsame
Schwenkachse gegeneinander verschwenkbar sind.
[0016] Um dieses Verschieben des Arretiermittels aus dem Bereich des einen Halbelements
in den Bereich des anderen Halbelements zu ermöglichen, können gemäß einer bevorzugten
Weiterbildung der vorliegenden Erfindung nicht nur im Bereich des einen Halbelements,
sondern auch im entsprechenden Bereich des anderen Halbelements zur Trennebene im
wesentlichen parallele Verstärkungsrippen/-streben und/oder im wesentlichen entlang
den Rändern der Halbelemente verlaufende Verstärkungsrippen/-streben an diesen Stellen
ausgespart sein.
[0017] In gegenläufiger Richtung kann das Arretiermittel von der Arbeitslage der Handhabungsvorrichtung
so in die Freigabelage der Handhabungsvorrichtung zurückgeschoben werden, daß sich
das Arretiermittel in der Freigabelage im Bereich nur eines Halbelements befindet,
so daß die Bewegung der beiden Halbelemente gegeneinander nicht mehr blockiert ist
und diese um ihre gemeinsame Schwenkachse gegeneinander verschwenkbar sind.
[0018] In diesem Zusammenhang ist die verschiebliche Bewegung des Arretiermittels entlang
dem Halbelement dann in besonders geschickter Weise implementiert, wenn das Arretiermittel
mindestens ein vorspringendes Element aufweist, das in die rinnenförmige Ausnehmung
eingreift. Hierbei kann das vorspringende Element in erfindungswesentlicher Weise
mindestens eine vorstehende Nase aufweisen, die in einer Abstufung oder in einer Nut
oder in einer Vertiefung der rinnenförmigen Ausnehmung gleitbar lagerbar ist.
[0019] Gemäß bevorzugter Ausführungsformen, die unabhängig voneinander oder in Verbindung
miteinander vorgesehen sein können,
- ist das Führungsloch im wesentlichen zylinderförmig ausgebildet; und/oder
- ist die Querschnittsfläche des Führungslochs im wesentlichen kreisförmig, im wesentlichen
elliptisch, im wesentlichen oval und/oder im wesentlichen mehreckförmig ausgebildet;
und/oder
- ist die Querschnittsfläche des Führungslochs im wesentlichen viereckförmig oder im
wesentlichen rechteckförmig oder im wesentlichen quadratisch ausgebildet; und/oder
- weist die der Fläche, in die das stiftförmige Befestigungselement einzubringen ist,
zugewandte Auflagefläche der Handhabungsvorrichtung mindestens einen Auflagebereich
auf; und/oder
- ist mindestens ein Auflagebereich einem in der Arbeitslage gebildeten Führungsloch
zugeordnet; und/oder
- sind drei Auflagebereiche vorgesehen; und/oder
- ist mindestens ein Auflagebereich der drei Auflagebereiche einem in der Arbeitslage
gebildeten Führungsloch zugeordnet und sind die weiteren Auflagebereiche Bereichen
der Auflagefläche zugeordnet, die frei von in der Arbeitslage gebildeten Führungslöchern
sind; und/oder
- sind die Auflagebereiche im wesentlichen symmetrisch zur Trennebene angeordnet; und/oder
- ist mindestens ein Auflagebereich im wesentlichen kreisförmig ausgebildet; und/oder
- ist mindestens ein Auflagebereich saugknopfförmig ausgebildet; und/oder
- sind das erste Halbelement und das zweite Halbelement aneinander angelenkt und/oder
um eine gemeinsame Schwenkachse gegeneinander verschwenkbar; und/oder
- ist die Schwenkachse in etwa parallel zur Trennebene oder liegt die Schwenkachse in
der Trennebene; und/oder
- steht die Schwenkachse in etwa senkrecht auf der Trennebene; und/oder
- sind das erste Halbelement und das zweite Halbelement scharnierförmig miteinander
verbunden; und/oder
- sind das erste Halbelement und das zweite Halbelement durch mindestens ein in der
Schwenkachse liegendes stiftförmiges Verbindungselement miteinander verbunden und
ist das mindestens eine stiftförmige Verbindungselement in mindestens einem Aufnahmebereich
aufgenommen; und/oder
- sind zwei stiftförmige Verbindungselemente und/oder zwei Aufnahmebereiche vorgesehen
und sind die beiden stiftförmigen Verbindungselemente an entgegengesetzten Enden des
ersten Halbelements angeordnet und/oder die beiden Aufnahmebereiche an entgegengesetzten
Enden des zweiten Halbelements angeordnet; und/oder
- weist das erste Halbelement mindestens einen ersten Vorsprung auf, der mindestens
einem zweiten Vorsprung des zweiten Halbelements zugeordnet ist, sind der erste Vorsprung
und der zweite Vorsprung durch mindestens ein in der Schwenkachse liegendes stiftförmiges
Verbindungselement miteinander verbunden und ist das mindestens eine stiftförmige
Verbindungselement in mindestens einem Aufnahmebereich aufgenommen; und/oder
- sind der erste Vorsprung und/oder der zweite Vorsprung in etwa plattenförmig ausgebildet;
und/oder
- sind der erste Vorsprung und der zweite Vorsprung zumindest partiell überlappend angeordnet;
und/oder
- sind das erste Halbelement und der erste Vorsprung einstückig ausgebildet und/oder
sind das zweite Halbelement und der zweite Vorsprung einstückig ausgebildet; und/oder
- sind zwei erste Vorsprünge und/oder zwei zweite Vorsprünge vorgesehen und sind die
beiden ersten Vorsprünge an entgegengesetzten Enden des ersten Halbelements angeordnet
und/oder sind die beiden zweiten Vorsprünge an entgegengesetzten Enden des zweiten
Halbelements angeordnet; und/oder
- ist das stiftförmige Verbindungselement zapfenförmig ausgebildet und/oder ist der
Aufnahmebereich als Bohrung ausgebildet; und/oder
- weist das in der Arbeitslage gebildete Führungsloch eine konische Form auf; und/oder
- weist das in der Arbeitslage gebildete Führungsloch ein Innengewinde auf; und/oder
- sind in der Arbeitslage zwei oder mehr Führungslöcher gebildet; und/oder
- weisen die Führungslöcher unterschiedliche Querschnitte auf; und/oder
- weisen die Führungslöcher im wesentlichen gleiche Querschnitte auf; und/oder
- sind die Achsen der Führungslöcher unter unterschiedlichen Anstellwinkeln geneigt;
und/oder
- ist die jeweilige Höhe der Führungslöcher verschieden; und/oder
- ist die Dicke der Halbelemente im Bereich eines Führungslochs verschieden von der
Dicke der Halbelemente im Bereich eines anderen Führungslochs; und/oder
- weisen die Halbelemente abgestufte Abschnitte und/oder abgestufte Bereiche mit unterschiedlicher
Dicke auf; und/oder
- weisen die Halbelemente mindestens eine Verstärkungsrippe und/oder Verstärkungsstrebe
auf; und/oder
- verlaufen
- - die Verstärkungsrippen und/oder Verstärkungsstreben im wesentlichen parallel zur
Trennebene und/oder
- - die Verstärkungsrippen und/oder Verstärkungsstreben im wesentlichen senkrecht
zur Trennebene und/oder
- - die Verstärkungsrippen und/oder Verstärkungsstreben im wesentlichen entlang zumindest
eines Teils der Ränder der Halbelemente und/oder
- - die Verstärkungsrippen und/oder Verstärkungsstreben als mindestens ein im wesentlichen
konzentrischer oder elliptischer oder ovaler Ring oder Bereich um das Führungsloch
und/oder
- - die Verstärkungsrippen und/oder Verstärkungsstreben im wesentlichen mehreckförmig
um das Führungsloch herum; und/oder
- verlaufen die Verstärkungsrippen und/oder Verstärkungsstreben im wesentlichen viereckförmig
oder im wesentlichen rechteckförmig oder im wesentlichen quadratisch um das Führungsloch
herum; und/oder
- sind die Verstärkungsrippen und/oder Verstärkungsstreben auf der von der Fläche, in
die das stiftförmige Befestigungselement einzubringen ist, abgewandten Seite der Halbelemente
vorgesehen; und/oder
- sind die Halbelemente und die Verstärkungsrippen und/oder Verstärkungsstreben einstückig
ausgebildet; und/oder
- sind die Halbelemente und die Verstärkungsrippen und/oder Verstärkungsstreben aus
demselben Material in Spritzgußtechnik gefertigt; und/oder
- weisen die Verstärkungsrippen und/oder Verstärkungsstreben eine Breite von etwa zwei
Millimetern auf; und/oder
- weisen die Verstärkungsrippen und/oder Verstärkungsstreben unterschiedliche Höhen
auf; und/oder
- sind die den Führungslöchern zugeordneten Verstärkungsrippen und/oder Verstärkungsstreben
höher als die nicht den Führungslöchern zugeordneten Verstärkungsrippen und/oder Verstärkungsstreben;
und/oder
- ist die jeweilige Höhe der den Führungslöchern zugeordneten Verstärkungsrippen und/oder
Verstärkungsstreben verschieden; und/oder
- sind die Halbelemente aus Kunststoff; und/oder
- sind die Halbelemente aus thermoplastischem Kunststoff; und/oder
- sind die Halbelemente in Spritzgußtechnik gefertigt; und/oder
- sind die Halbelemente zumindest partiell aus transparentem Material; und/oder
- basiert das Material der Halbelemente auf Polyamid (PA) und/oder auf Polycarbonat
(PC), insbesondere auf Makrolon, und/oder auf Polymethylmethacrylat (PMMA) und/oder
auf Polystyrol (PS) und/oder auf Acrylnitril-Methylmethacrylat-Copolymer (AMMA); und/oder
- weisen die den Ausnehmungen zugeordneten Bereiche der Halbelemente Einsätze aus transparentem
Material auf; und/oder
- ist das transparente Material Acrylglas oder Plexiglas; und/oder
- sind die Halbelemente im wesentlichen rechteckförmig oder im wesentlichen trapezförmig;
und/oder
- ist mindestens eine der von der Trennebene abgewandten Ecken der Halbelemente abgeschrägt
oder weggenommen; und/oder
- ist das Arretiermittel gefräst und/oder in Spritzgußtechnik gefertigt; und/oder
- ist das Arretiermittel als drehbarer Hebel und/oder als verschiebbarer Hebel ausgebildet;
und/oder
- ist das Arretiermittel in zur Trennebene im wesentlichen senkrechter Richtung verschiebbar;
und/oder
- weist das Arretiermittel mindestens ein vorspringendes Element auf, das in die rinnenförmige
Ausnehmung eingreift; und/oder
- weist das vorspringende Element mindestens eine vorstehende Nase auf, die in einer
Abstufung oder in einer Nut oder in einer Vertiefung der rinnenförmigen Ausnehmung
gleitbar lagerbar ist; und/oder
- ist mindestens eines der Halbelemente als Teil eines Werkzeugs ausgebildet; und/oder
- ist mindestens eines der Halbelemente in ein Werkzeug integrierbar; und/oder
- ist das Werkzeug eine Wasserwaage; und/oder
- sind die Halbelemente zur Aufnahme in einer zangenförmig ausgebildeten Halteeinrichtung
vorgesehen; und/oder
- ist die Handhabungsvorrichtung zangenförmig ausgebildet; und/oder
- sind die Halbelemente backenförmig ausgebildet; und/oder
- sind die Halbelemente durch mindestens eine Rückstelleinrichtung miteinander verbunden;
und/oder
- sind die Halbelemente entgegen der Rückstellkraft der Rückstelleinrichtung aus der
Arbeitslage in die Freigabelage bewegbar; und/oder
- ist die Rückstelleinrichtung durch mindestens eine Feder gebildet; und/oder
- ist die Feder als Spiralfeder ausgebildet, die mit ihrem einen Ende am ersten Halbelement
und mit ihrem anderen Ende am zweiten Halbelement angebracht ist; und/oder
- ist den Halbelementen eine Halterung zugeordnet, die mindestens eine Vertiefung zum
Aufnehmen der Halbelemente in der Arbeitslage aufweist, wobei die Vertiefung in ihrem
dem Führungsloch zugeordneten Bereich mindestens eine durchgehende Aussparung für
das stiftförmige Befestigungselement aufweist; und/oder
- ist die Vertiefung trogförmig oder stufenförmig ausgebildet; und/oder
- weist die Halterung an mindestens einer Seite keine Begrenzungswand auf; und/oder
- ist die Aussparung in etwa schlitzförmig; und/oder
- sind die Halbelemente in etwa quaderförmig.
[0020] Im einzelnen ist zu den bevorzugten Ausführungsformen, die unabhängig voneinander
oder in Verbindung miteinander vorgesehen sein können, folgendes zu erläutern:
[0021] In einer bevorzugten Ausgestaltung der vorliegenden Erfindung ist das Führungsloch
im wesentlichen zylinderförmig ausgebildet, so daß die Form des Führungslochs an die
äußere Form des stiftförmigen Befestigungselements anpaßbar ist, wenn es sich bei
dem stiftförmigen Befestigungselement beispielsweise um einen Nagel oder um einen
Haken handelt.
[0022] Durch eine derartige Anpassung der Form des Führungslochs an die äußere Form des
stiftförmigen Befestigungselements ist eine besonders gute Führung des stiftförmigen
Befestigungselements mittels des in der Handhabungsvorrichtung gebildeten Führungslochs
bewerkstelligt, so daß ein gerades und verwindungsfreies Einbringen des stiftförmigen
Befestigungselements in die Wand, in die Tür, in die Decke oder in dergleichen gewährleistet
ist.
[0023] Abhängig von der konkreten, vorzugsweise zylinderförmigen Ausgestaltung des Führungslochs
kann dessen Querschnittsfläche im wesentlichen kreisförmig, im wesentlichen elliptisch,
im wesentlichen oval und/oder im wesentlichen mehreckförmig, und hierbei insbesondere
im wesentlichen viereckförmig oder im wesentlichen rechteckförmig oder im wesentlichen
quadratisch, ausgebildet sein, wobei bei Vorsehen von mehr als einem Führungsloch
innerhalb ein und derselben Handhabungsvorrichtung diese zwei oder mehr Führungslöcher
jeweils auch unterschiedlich ausgebildet sein können, beispielsweise dergestalt, daß
die Querschnittsfläche des ersten Führungslochs kreisförmig und die Querschnittsfläche
des zweiten Führungslochs im wesentlichen quadratisch ist. Hierdurch ist es möglich,
unterschiedlich geformte stiftförmige Befestigungselemente mit ein und derselben Handhabungsvorrichtung
in die Wand, in die Tür, in die Decke oder in dergleichen einzubringen.
[0024] Gemäß einer besonders erfinderischen Weiterbildung der vorliegeden Handhabungsvorrichtung
weist die der Fläche, in die das stiftförmige Befestigungselement einzubringen ist,
zugewandte Auflagefläche der Handhabungsvorrichtung mindestens einen vorzugsweise
im wesentlichen kreisförmigen Auflagebereich auf.
[0025] Durch einen oder mehrere derartige Auflagebereiche, die in vorteilhafter Weise im
wesentlichen symmetrisch zur Trennebene angeordnet sind, ist gewährleistet, daß die
Handhabungsvorrichtung mit ihrer der Wand, der Tür, der Decke oder dergleichen zugewandten
Auflagefläche nicht vollflächig, sondern nur stellenweise, gewissermaßen punktuell
auf der Wand, auf der Tür, auf der Decke oder auf dergleichen aufliegt, wodurch beim
Einschlagen, beim Eindrehen, beim Einschrauben oder beim anderweitigen Einbringen
des stiftförmigen Befestigungselements in die Wand, in die Tür, in die Decke oder
in dergleichen eine überraschende Schonung der Oberfläche, beispielsweise der Farbe
oder des Putzes, der Wand, der Tür, der Decke oder dergleichen erzielt wird.
[0026] Unabhängig von der konkret gewählten Ausgestaltungsform des Auflagebereichs oder
der Auflagebereiche ist vorliegend das Prinzip, zwischen einer Fläche, auf die ein
Druck oder eine Kraft einwirkt, und einer Fläche, mittels der dieser Druck oder diese
Kraft ausgeübt wird, einen oder mehrere Zwischenbereiche, beispielsweise in Form eines
oder mehrerer Auflagebereiche vorzusehen, als erfindungswesentlich offenbart anzusehen.
[0027] Die Oberfläche der Wand, der Tür, der Decke oder dergleichen wird in besonders vorzüglicher
Weise vor Beschädigungen des Oberflächenmaterials, beispielsweise der Farbe oder des
Putzes, bewahrt, wenn mindestens ein Auflagebereich einem in der Arbeitslage gebildeten
Führungsloch zugeordnet ist.
[0028] Dies bedeutet mit anderen Worten, daß der Bereich des Führungslochs, in dem die Kraftwirkung
durch das Werkzeug, beispielsweise durch den Hammer, durch die Zange oder durch den
Schraubendreher, beim Einbringen des stiftförmigen Befestigungselements am größten
ist, in besonderer Weise durch den Auflagebereich unterstützt ist; hierdurch wird
nichtzuletzt auch eine zusätzliche Führung für das stiftförmige Befestigungselement
bewerkstelligt.
[0029] Besonders überzeugende Ergebnisse im Hinblick auf die vorstehend avisierte Schonung
der Oberfläche der Wand, der Tür, der Decke oder dergleichen sind bei Anwendung einer
sogenannten "Drei-Punkt-Technik" erreichbar; in diesem Zusammenhang besagt der Begriff
"Drei-Punkt-Technik", daß auf der der Fläche, in die das stiftförmige Befestigungselement
einzubringen ist, zugewandten Auflagefläche der Handhabungsvorrichtung drei Auflagebereiche
vorgesehen sind, wobei in bevorzugter Weise mindestens ein Auflagebereich der drei
Auflagebereiche einem in der Arbeitslage gebildeten Führungsloch zugeordnet ist und
wobei die weiteren Auflagebereiche Bereichen der Auflagefläche zugeordnet sind, die
frei von in der Arbeitslage gebildeten Führungslöchern sind.
[0030] Gemäß einer zweckmäßigen Ausgestaltungsform der vorliegenden Erfindung kann mindestens
ein Auflagebereich saugknopfförmig ausgebildet sein. Hierdurch ist sichergestellt,
daß die Handhabungsvorrichtung lösbar an der Wand, an der Tür, an der Decke oder an
dergleichen angebracht werden kann, so daß ein unbeabsichtigtes und unerwünschtes
Verrutschen oder Verschieben der Handhabungsvorrichtung während des Einbringens des
stiftförmigen Befestigungselements auf zuverlässige Weise verhindert ist.
[0031] Wenn die Handhabungsvorrichtung gemäß der vorliegenden Erfindung in besonders vorteilhafter
Weise weitergebildet werden soll, so ist eine Ausgestaltungsform empfehlenswert, bei
der das erste Halbelement und das zweite Halbelement aneinander angelenkt sind und/oder
um eine gemeinsame Schwenkachse gegeneinander verschwenkbar sind.
[0032] Die Schwenkachse kann hierbei in etwa senkrecht auf der Trennebene stehen, so daß
eines der beiden Halbelemente oder bedarfsweise auch beide Halbelemente, nachdem das
stiftförmige Befestigungselement in die Wand, in die Tür, in die Decke oder in dergleichen
eingebracht, beispielsweise mit einem Hammer eingeschlagen, mit einer Zange eingedreht
oder mit einem Schraubendreher eingeschraubt ist, parallel zur Trennebene, das heißt
"nach oben" oder "nach unten" weggeklappt werden können, um den in die Wand, in die
Tür, in die Decke oder in dergleichen eingebrachten Befestigungsstift freizugeben
und mithin die Handhabungsvorrichtung von der Wand, von der Tür, von der Decke oder
von dergleichen entfernen zu können.
[0033] In besonders bevorzugter Weise ist bei der Handhabungsvorrichtung gemäß der vorliegenden
Erfindung jedoch die Schwenkachse in etwa parallel zur Trennebene oder liegt die Schwenkachse
in der Trennebene. Durch diese technische Ausgestaltung kann eines der beiden Halbelemente
oder bedarfsweise auch beide Halbelemente, nachdem das stiftförmige Befestigungselement
in die Wand, in die Tür, in die Decke oder in dergleichen eingebracht, beispielsweise
mit einem Hammer eingeschlagen, mit einer Zange eingedreht oder mit einem Schraubendreher
eingeschraubt ist, in gewissem Sinne vergleichbar einer Flügeltüre lateral, das heißt
seitlich "nach außen" weggeklappt werden, um den in die Wand, in die Tür, in die Decke
oder in dergleichen eingebrachten Befestigungsstift freizugeben und mithin die Handhabungsvorrichtung
von der Wand, von der Tür, von der Decke oder von dergleichen entfernen zu können.
Hierzu ist eine Ausgestaltung von Vorteil, bei der das erste Halbelement und das zweite
Halbelement scharnierförmig miteinander verbunden sind.
[0034] Um die vorstehend dargelegte Ausgestaltung technisch zu realisieren, können beispielsweise
das erste Halbelement und das zweite Halbelement durch mindestens ein in der Schwenkachse
liegendes stiftförmiges Verbindungselement, beispielsweise durch mindestens einen
Zapfen, miteinander verbunden sein, wobei das mindestens eine stiftförmige Verbindungselement
in bevorzugter Weise in mindestens einem Aufnahmebereich und hierbei insbesondere
in mindestens einer Bohrung aufgenommen ist.
[0035] Gemäß einer zweckmäßigen Ausführungsform der vorliegenden Erfindung sind zwei stiftförmige
Verbindungselemente und/oder zwei Aufnahmebereiche vorgesehen, wobei die beiden stiftförmigen
Verbindungselemente vorteilhafterweise an entgegengesetzten Enden des ersten Halbelements
angeordnet sind und/oder wobei die beiden Aufnahmebereiche vorteilhafterweise an entgegengesetzten
Enden des zweiten Halbelements angeordnet sind. Hierdurch läßt sich eine Ausgestaltung,
bei der die Schwenkachse in etwa parallel zur Trennebene ist oder die Schwenkachse
in der Trennebene liegt, in überzeugender Weise realisieren.
[0036] Um die vorstehend dargelegte Ausgestaltung in technisch alternativer Weise zu realisieren,
kann beispielsweise das werste Halbelement mindestens einen ersten, vorzugsweise in
etwa plattenförmig ausgebildeten Vorsprung aufweisen, der mindestens einem zweiten,
vorzugsweise in etwa plattenförmig ausgebildeten Vorsprung des zweiten Halbelements
zugeordnet ist.
[0037] Hierbei können der erste Vorsprung und der zweite Vorsprung durch mindestens ein
in der Schwenkachse liegendes stiftförmiges Verbindungselement, beispielsweise durch
mindestens einen Zapfen, miteinander verbunden sein, wobei dieses mindestens eine
stiftförmige Verbindungselement in bevorzugter Weise in mindestens einem Aufnahmebereich
und hierbei insbesondere in mindestens einer Bohrung aufgenommen ist, in dem der erste
Vorsprung und der zweite Vorsprung zumindest partiell überlappend angeordnet sind.
[0038] Um eine kompakte und robuste Herstellungs- und Bauweise zu ermöglichen, können das
erste Halbelement und der erste Vorsprung einstückig ausgebildet sein; zum gleichen
Zweck und in gleicher Weise können auch das zweite Halbelement und der zweite Vorsprung
einstückig ausgebildet sein.
[0039] Gemäß einer zweckmäßigen Ausführungsform der vorliegenden Erfindung sind zwei erste
Vorsprünge und/oder zwei zweite Vorsprünge vorgesehen, wobei die beiden ersten Vorsprünge
vorteilhafterweise an entgegengesetzten Enden des ersten Halbelements angeordnet sind
und/oder wobei die beiden zweiten Vorsprünge vorteilhafterweise an entgegengesetzten
Enden des zweiten Halbelements angeordnet sind. Hierdurch läßt sich eine Ausgestaltung,
bei der die Schwenkachse in etwa parallel zur Trennebene ist oder die Schwenkachse
in der Trennebene liegt, in überzeugender Weise realisieren.
[0040] Gemäß einer besonders erfinderischen Weiterbildung der vorliegenden Handhabungsvorrichtung
weist das in der Arbeitslage gebildete Führungsloch eine konische Form auf. Durch
eine derartige, sich in Richtung der Wand, der Tür, der Decke oder dergleichen leicht
konisch verjüngende Form wird das Einbringen des stiftförmigen Befestigungselements
in die Wand, in die Tür, in die Decke oder in dergleichen insofern erleichtert, als
gewisse Toleranzen oder Ungenauigkeiten in bezug auf Richtung und/oder Treffgenauigkeit
beim Einschlagen, beim Eindrehen oder beim Einschrauben kompensiert werden können.
[0041] Wie vorstehend ausgeführt, ist die Handhabungsvorrichtung gemäß der vorliegenden
Erfindung nicht nur beim Einschlagen eines Nagels, sondern beispielsweise auch beim
Eindrehen eines Hakens oder beim Einschrauben einer Schraube in überzeugender Weise
einsetzbar. In letzteren Fällen erweist es sich als vorteilhaft, wenn das in der Arbeitslage
gebildete Führungsloch ein Innengewinde aufweist, da hierdurch das Eindrehen oder
das Einschrauben auch für unerfahrene oder ungeübte Personen merklich erleichtert
wird.
[0042] Gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform sind in der Arbeitslage zwei oder
mehr Führungslöcher gebildet. Da jedoch ein simultanes Einbringen von mehr als einem
stiftförmigen Befestigungselement selbst bei großer Geschicklichkeit in der Praxis
kaum möglich ist, weisen die Führungslöcher in zweckmäßiger Weise unterschiedliche
Querschnitte auf. Hierdurch ist es möglich, die Handhabungsvorrichtung gemäß der vorliegenden
Erfindung für stiftförmige Befestigungselemente mit unterschiedlichen Durchmessern
einzusetzen, das heißt abhängig vom Querschnitt des stiftförmigen Teils des Befestigungselements
gelangt das passende der in der Arbeitslage zur Verfügung stehenden Führungslöcher
zur Anwendung. Hierdurch werden die Einsatzbreite und die Flexibilität der vorliegenden
Handhabungsvorrichtung in signifikanter Weise erhöht.
[0043] Gemäß einer hierzu alternativen Ausführungsform weisen die Führungslöcher im wesentlichen
gleiche Querschnitte auf. Dies hat auf die flexible Handhabung und auf die vielfältigen
Verwendungsmöglichkeiten der vorliegenden Erfindung keine negativen Auswirkungen.
[0044] Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltungsform der vorliegenden Erfindung sind die
Achsen der Führungslöcher unter unterschiedlichen Anstellwinkeln geneigt. Durch diese
technische Maßnahme ist es möglich, die stiftförmigen Befestigungselemente unter verschiedenen
Winkeln, das heißt beispielsweise lotrecht oder unter gewissen Neigungswinkeln, in
die Wand, in die Tür, in die Decke oder in dergleichen einzubringen.
[0045] Gemäß einer besonders erfinderischen Weiterbildung der vorliegenden Erfindung ist
die jeweilige Höhe der Führungslöcher verschieden, beispielsweise indem die Dicke
der beiden Halbelemente im Bereich eines Führungslochs verschieden von der Dicke der
beiden Halbelemente im Bereich eines anderen Führungslochs ist. Dies zeitigt den Vorteil,
daß das stiftförmige Befestigungselement in Abhängigkeit vom Einzelfall unterschiedlich
tief in die Wand, in die Tür, in die Decke oder in dergleichen eingebracht werden
kann.
[0046] Bei unterschiedlichen Höhen der Führungslöcher ergibt sich auch eine unterschiedlich
stark ausgeprägte Führungsfunktion der Führungslöcher. Aus diesem Grunde ist beispielsweise
auch eine Anwendung der Handhabungsvorrichtung gemäß der vorliegenden Erfindung denkbar,
bei der das stiftförmige Befestigungselement zunächst durch ein hohes Führungsloch
"bis zum Anschlag", das heißt bis zum Anliegen des Kopfteils des stiftförmigen Befestigungselements
an der der Auflagefläche gegenüberliegenden Fläche der Handhabungsvorrichtung in die
Wand, in die Tür, in die Decke oder in dergleichen eingebracht wird, im Anschluß daran
mindestens eines der Halbelemente weggeklappt wird, um das stiftförmige Befestigungselement
freizugeben und die Handhabungsvorrichtung hierdurch so versetzen und anordnen zu
können, daß das stiftförmige Befestigungselement schließlich durch ein niedriges Führungsloch
wieder "bis zum Anschlag", das heißt bis zum Anliegen des Kopfteils des stiftförmigen
Befestigungselements an der der Auflagefläche gegenüberliegenden Fläche der Handhabungsvorrichtung
tiefer in die Wand, in die Tür, in die Decke oder in dergleichen eingebracht werden
kann.
[0047] Um dieses stufenweise Einbringen des stiftförmigen Befestigungselements in der Praxis
zu bewerkstelligen, können die beiden Halbelemente abgestufte Abschnitte und/oder
abgestufte Bereiche mit unterschiedlicher Dicke aufweisen. Eine derartige Ausgestaltungsform
bietet jedoch nicht nur in bezug auf stiftförmige Befestigungselemente von unterschiedlichen
Längen erfindungswesentliche Vorteile, sondern ermöglicht auch eine signifikante Materialersparnis,
wodurch die Handhabungsvorrichtung gemäß der vorliegenden Erfindung nicht nur handlicher
und leichter, sondern auch preisgünstiger wird.
[0048] Im Hinblick auf die angestrebte Materialersparnis ist neben dem Kostenfaktor auch
zu berücksichtigen, daß beim Herstellen der Handhabungsvorrichtung mittels Spritzgußtechnik
der Prozeß des Erkaltens des Materials umso länger andauert, je dicker das Material
ist. Soll demzufolge eine effiziente und rasche Massenfertigung der vorliegenden Handhabungsvorrichtung
in Spritzgußtechnik bewerkstelligt werden, so ist die Dicke der beiden Halbelemente
nach Möglichkeit gering zu wählen, um die erforderliche Erkaltungsdauer möglichst
kurz zu halten und um unerwünschte, letztendlich zu potentieller Ausschußware führende
Schrumpfungsprozesse des erkaltenden spritzgegossenen Materials zu minimieren.
[0049] Gleichwohl ist in diesem Zusammenhang zu berücksichtigen, daß trotz der Materialersparnis
die Handhabungsvorrichtung bruch- und splittersicher sowie schlag- und stoßfest sein
muß, nicht zuletzt angesichts der Tatsache, daß beim bestimmungsgemäßen Gebrauch der
Handhabungsvorrichtung mit einem Werkzeug, beispielsweise mit einem Hammer, mit einer
Zange oder mit einem Schraubendreher, gearbeitet wird, so daß unter Umständen erhebliche
Kräfte auf die Handhabungsvorrichtung einwirken können.
[0050] Die Handhabungsvorrichtung ist demzufolge so stabil auszulegen, daß derartige Schlag-
oder Stoßeinwirkungen beschädigungsfrei aufgenommen werden können, das heißt ohne
daß die Handhabungsvorrichtung bricht und ohne daß Teile der Handhabungsvorrichtung
wegsplittern. Dies bedeutet im Ergebnis, daß bei der vorliegenden Erfindung ein Kompromiß
zwischen der erwünschten Materialersparnis und der erforderlichen Stabilität zu finden
ist.
[0051] Ein derartiger Kompromiß ist in besonders vorteilhafter Weise dann verwirklicht,
wenn die die Handhabungsvorrichtung konstituierenden Halbelemente mindestens eine
Verstärkungsrippe und/oder Verstärkungsstrebe mit einer Breite von beispielsweise
etwa zwei Millimetern aufweisen, insbesondere wenn die Halbelemente eine Vielzahl
derartiger Verstärkungsrippen und/oder Verstärkungsstreben aufweisen. Hierbei ist
die Anordnung der Verstärkungsrippen und/oder Verstärkungsstreben nicht nur durch
die jeweilige Ausgestaltung der Handhabungsvorrichtung, sondern auch durch die jeweiligen
Anforderungen an die Stabilität der Handhabungsvorrichtung definiert.
[0052] Eine größtmögliche Stabilität bei gleichzeitig minimalem Materialaufwand ist in diesem
Zusammenhang erzielbar, wenn in bevorzugter Ausführung
- die Verstärkungsrippen und/oder Verstärkungsstreben im wesentlichen parallel zur Trennebene
und/oder
- die Verstärkungsrippen und/oder Verstärkungsstreben im wesentlichen senkrecht zur
Trennebene und/oder
- die Verstärkungsrippen und/oder Verstärkungsstreben im wesentlichen entlang zumindest
einem Teil der Ränder der Halbelemente und/oder
- die Verstärkungsrippen und/oder Verstärkungsstreben als mindestens ein im wesentlichen
konzentrischer oder elliptischer oder ovaler Ring oder Bereich um das Führungsloch
und/oder
- die Verstärkungsrippen und/oder Verstärkungsstreben im wesentlichen mehreckförmig,
und hierbei insbesondere im wesentlichen viereckförmig oder im wesentlichen rechteckförmig
oder im wesentlichen quadratisch, um das Führungsloch herum
verlaufen.
[0053] Unabhängig hiervon oder in Ergänzung hierzu können die Verstärkungsrippen und/oder
Verstärkungsstreben auf der von der Fläche, in die das stiftförmige Befestigungselement
einzubringen ist, abgewandten Seite der Halbelemente vorgesehen sein; dies bedeutet
mit anderen Worten, daß die Verstärkungsrippen und/oder Verstärkungsstreben und die
Auflagebereiche in zweckmäßiger Ausgestaltung auf unterschiedlichen Seiten der Halbelemente
vorgesehen sind, was insofern ebenfalls zur Erhöhung der Festigkeit der Handhabungsvorrichtung
gemäß der vorliegenden Erfindung beiträgt, als durch die Anordnung der vorstehend
erläuterten Stabilisierungselemente eine gleichmäßige Verteilung der in die Handhabungsvorrichtung
eingeleiteten Kräfte begünstigt wird.
[0054] Wenn die vorliegende Erfindung in besonders vorteilhafter Weise weitergebildet werden
soll, so empfiehlt es sich, die Halbelemente und die Verstärkungsrippen und/oder Verstärkungsstreben
einstückig, das heißt ohne Grenzflächen und ohne Nähte auszubilden. Hierdurch wird
nicht nur eine bessere Festigkeit der Handhabungsvorrichtung bewerkstelligt, sondern
auch eine ästhetisch und optisch ansprechende Formgebung der Handhabungsvorrichtung
geschaffen, da diese gewissermaßen "aus einem Guß" gefertigt ist.
[0055] In hierzu konsistenter Weise sind die Halbelemente und die Verstärkungsrippen und/oder
Verstärkungsstreben in zweckmäßiger Weise aus demselben Material in Spritzgußtechnik
gefertigt, wodurch bei vergleichsweise niedrigen Herstellungskosten eine Massenfertigung
mit gleichbleibend hoher Qualität ermöglicht ist.
[0056] Gemäß einer besonders erfinderischen Weiterbildung der vorliegenden Handhabungsvorrichtung
weisen die Verstärkungsrippen und/oder Verstärkungsstreben unterschiedliche Höhen
auf.
[0057] In vorteilhafter Weise können hierbei die den Führungslöchern zugeordneten Verstärkungsrippen
und/oder Verstärkungsstreben höher als die nicht den Führungslöchern zugeordneten
Verstärkungsrippen und/oder Verstärkungsstreben sein, denn die den Führungslöchern
zugeordneten Verstärkungsrippen und/oder Verstärkungsstreben haben die beim Einbringen
des stiftförmigen Befestigungselements in die Wand, in die Tür, in die Decke oder
in dergleichen wirkenden Kräfte aufzunehmen. In diesem Zusammenhang ist zu berücksichtigen,
daß die Kräfte des Hammers, der Zange, des Schraubendrehers oder eines anderen Werkzeugs
unmittelbar auf die Bereiche der Führungslöcher einwirken, so daß es empfehlenswert
ist, diese Bereiche durch erhöhte Verstärkungsrippen und/oder erhöhte Verstärkungsstreben
zu verstärken. Gemäß einer besonders erfinderischen Weiterbildung der vorliegenden
Erfindung ist die jeweilige Höhe der den Führungslöchern zugeordneten Verstärkungsrippen
und/oder Verstärkungsstreben verschieden. Dies zeitigt den Vorteil, daß das stiftförmige
Befestigungselement in Abhängigkeit vom Einzelfall unterschiedlich tief in die Wand,
in die Tür, in die Decke oder in dergleichen eingebracht werden kann.
[0058] Bei unterschiedlichen Höhen der den Führungslöchern zugeordneten Verstärkungsrippen
und/oder Verstärkungsstreben ergibt sich auch eine unterschiedlich stark ausgeprägte
Führungsfunktion der Führungslöcher. Aus diesem Grunde ist beispielsweise auch eine
Anwendung der Handhabungsvorrichtung gemäß der vorliegenden Erfindung denkbar, bei
der das stiftförmige Befestigungselement zunächst durch ein hohes Führungsloch "bis
zum Anschlag", das heißt bis zum Anliegen des Kopfteils des stiftförmigen Befestigungselements
an der der Auflagefläche gegenüberliegenden Fläche der Handhabungsvorrichtung in die
Wand, in die Tür, in die Decke oder in dergleichen eingebracht wird, im Anschluß daran
mindestens eines der Halbelemente weggeklappt wird, um das stiftförmige Befestigungselement
freizugeben und die Handhabungsvorrichtung hierdurch so versetzen und anordnen zu
können, daß das stiftförmige Befestigungselement schließlich durch ein niedriges Führungsloch
wieder "bis zum Anschlag", das heißt bis zum Anliegen des Kopfteils des stiftförmigen
Befestigungselements an der der Auflagefläche gegenüberliegenden Fläche der Handhabungsvorrichtung
tiefer in die Wand, in die Tür, in die Decke oder in dergleichen eingebracht werden
kann. Hinsichtlich des für die beiden Halbelemente, gegebenenfalls einschließlich
der Vorsprünge, zu verwendenden Materials empfiehlt sich aus Fabrikations-, Gewichts-
und Kostengründen Kunststoff, insbesondere thermoplastischer Kunststoff, wobei die
beiden Halbelemente zeitgemäßerweise in Spritzgußtechnik gefertigt sein können.
[0059] Gemäß einer besonders bevorzugten Weiterbildung der vorliegenden Handhabungsvorrichtung
sind die beiden Halbelemente zumindest partiell aus transparentem Material, beispielsweise
aus Acrylglas oder aus Plexiglas. Hierdurch ist beim Einbringen, das heißt beispielsweise
beim Einschlagen, beim Eindrehen oder beim Einschrauben des stiftförmigen Befestigungselements
in die Wand, in die Tür, in die Decke oder in dergleichen stets eine freie und ungehinderte
Sicht auf die Stelle, in die das stiftförmige Befestigungselement gerade eingebracht
wird, gewährleistet, wodurch die mit der vorliegenden Handhabungsvorrichtung erzielbaren
Ergebnisse deutlich verbessert werden.
[0060] Eine derartige Verbesserung läßt sich im übrigen auch schon dadurch verwirklichen,
daß die den Ausnehmungen zugeordneten Bereiche der beiden Halbelemente Einsätze aus
transparentem Material, beispielsweise aus Acrylglas oder aus Plexiglas, aufweisen.
[0061] Um einerseits die mit der Herstellung der vorliegenden Erfindung verbundenen Kosten
zu reduzieren und mithin eine Masseersparnis zu erzielen und um andererseits trotz
der Masseersparnis die Handhabungsvorrichtung bruch- und splittersicher sowie schlag-
und stoßfest auszubilden, basiert das Material der Halbelemente vorzugsweise auf Polyamid
(PA) und/oder auf Polycarbonat (PC), insbesondere auf Makrolon, und/oder auf Polymethylmethacrylat
(PMMA) und/oder auf Polystyrol (PS) und/oder auf Acrylnitril-Methylmethacrylat-Copolymer
(AMMA).
[0062] Hierdurch kann die Handhabungsvorrichtung so stabil ausgelegt werden, daß Schlag-
oder Stoßeinwirkungen beschädigungsfrei aufgenommen werden können, das heißt ohne
daß die Handhabungsvorrichtung bricht und ohne daß Teile der Handhabungsvorrichtung
wegsplittern. Dies bedeutet im Ergebnis, daß bei der vorliegenden Erfindung durch
die vorstehend dargelegte optionale Materialwahl ein vernünftiger Kompromiß zwischen
der erwünschten Masseersparnis und der erforderlichen Stabilität gefunden ist.
[0063] Zwar sind der Handhabungsvorrichtung im Hinblick auf ihre Formgebung im Prinzip keine
Grenzen gesetzt, jedoch ist in der Praxis eine Ausgestaltungsform bevorzugt, bei der
die Halbelemente im wesentlichen rechteckförmig oder im wesentlichen trapezförmig
sind. Bei einer derartigen Ausgestaltung ist die Handhabungsvorrichtung gut handhabbar
und platzsparend aufbewahrbar.
[0064] Im Hinblick auf die vorstehend bereits beschriebene Materialersparnis und auf die
damit verbundene Kostenreduzierung kann es sich als sachdienlich erweisen, mindestens
eine der von der Trennebene abgewandten, keine spezielle Funktion aufweisenden Ecken
der Halbelemente abzuschrägen oder ganz wegzunnehmen, wobei diese Maßnahme nicht zuletzt
auch der Ästhetik und der Optik der vorliegenden Handhabungsvorrichtung zugute kommt
und auch deren Masse reduziert.
[0065] Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltungsform der vorliegenden Erfindung ist mindestens
eines der beiden Halbelemente als Teil eines Werkzeugs ausgebildet und/oder in ein
Werkzeug integrierbar.
[0066] Handelt es sich bei dem Werkzeug in besonders zweckmäßiger Weise um eine Wasserwaage,
so können beispielsweise die Bauteile und die Funktionen der Wasserwaage in das erste
Halbelement integriert sein, wohingegen das zweite Halbelement in eine entsprechende
Aussparung in der Wasserwaage einsetzbar und nach Einbringen des stiftförmigen Befestigungselements
wieder entfernbar ist, um die Freigabelage zu bewerkstelligen.
[0067] Die Ausbildung als bzw. die Integration in eine Wasserwaage hat hierbei den entscheidenden
Vorteil, daß eine Wasserwaage in Verbindung mit der Handhabungsvorrichtung gemäß der
vorliegenden Erfindung auch unerfahrenen und/oder ungeübten Personen ein gerades,
das heißt beispielsweise horizontales oder lotrechtes Einbringen von mehreren stiftförmigen
Befestigungselementen auf einer Linie ermöglicht.
[0068] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung sind die beiden
Halbelemente zur Aufnahme in einer zangenförmig ausgebildeten Halteeinrichtung vorgesehen.
Dies hat den Vorteil, daß die Handhabungsvorrichtung gewissermaßen universell einsetzbar
ist, denn die beiden Halbelemente können auch von unerfahrenen oder ungeübten Benutzern
in die Arbeitslage zwischen die beiden Backen beispielsweise einer Zange, etwa einer
Rohrzange, geklemmt werden.
[0069] Wenn das stiftförmige Befestigungselement dann unter Führung der Handhabungsvorrichtung
gemäß der vorliegenden Erfindung in die Wand, in die Tür, in die Decke oder in dergleichen
eingebracht ist, werden die beiden Halbelemente von den beiden Backen der Zange vom
Benutzer freigegeben, was der sogenannten Freigabelage entspricht.
[0070] Gemäß einer besonders erfinderischen Ausführungsform ist die Handhabungsvorrichtung
zangenförmig ausgebildet. Dies bedeutet gewissermaßen, daß die Handhabungsvorrichtung
in mit der vorgenannten Halteeinrichtung integrierter Form ausgebildet ist, was ein
besonders einfaches und effektives Arbeiten mit der Handhabungsvorrichtung gemäß der
vorliegenden Erfindung ermöglicht. Durch die kompakte Ausgestaltung dieser Ausführungsform
wird auch die Aufbewahrung der Handhabungsvorrichtung, beispielsweise in einem Werkzeugkasten
oder in einem Werkzeugschrank, wesentlich erleichtert.
[0071] Im Rahmen der vorgenannten Ausgestaltung empfiehlt es sich, die beiden Halbelemente
backenförmig auszubilden. Somit liegen die beiden Halbelemente in der Arbeitslage
mit ihren Anlageflächen vergleichbar den Backen einer Zange, entlang der Trennfläche
zusammen.
[0072] Soll die vorliegende Erfindung in vorteilhafter Form weitergebildet werden, so können
die beiden Halbelemente durch mindestens eine Rückstelleinrichtung miteinander verbunden
sein. Durch eine derartige Rückstelleinrichtung sind die beiden Halbelemente entgegen
der Rückstellkraft der Rückstelleinrichtung vorzugsweise aus der Arbeitslage in die
Freigabelage bewegbar. Hierbei ist die Rückstelleinrichtung in zweckmäßiger Weise
durch mindestens eine Feder, vorzugsweise durch mindestens Spiralfeder gebildet, die
mit ihrem einen Ende am ersten Halbelement und mit ihrem anderen Ende am zweiten Halbelement
angebracht ist.
[0073] Gemäß einer zur zangenförmigen Ausbildung alternativen Ausführungsform ist den Halbelementen
eine Halterung zugeordnet, die mindestens eine vorzugsweise trogförmig ausgebildete
oder vorzugsweise stufenförmig ausgebildete Vertiefung zum Aufnehmen der Halbelemente
in der Arbeitslage aufweist, wobei die Vertiefung in ihrem dem Führungsloch zugeordneten
Bereich mindestens eine durchgehende, vorteilhafterweise in etwa schlitzförmige Aussparung
für das stiftförmige Befestigungselement aufweist.
[0074] Die Aussparung ist bei dieser Ausführungsform insofern erforderlich, als durch diese
Aussparung das Durchgehen des stiftförmigen Befestigungselements zur Wand, zur Tür,
zur Decke oder zu dergleichen ermöglicht wird. Hierbei wird die Halterung mit den
in der Vertiefung aufgenommenen Halbelementen an die Wand, an die Tür, an die Decke
oder an dergleichen gehalten, daraufhin das stiftförmige Befestigungselement durch
eines der in der Arbeitslage gebildeten Führungslöcher in die Wand, in die Tür, in
die Decke oder in dergleichen eingebracht und anschließend die Halterung abgehoben
bzw. abgenommen, damit die beiden Halbelemente mit ihrer jeweiligen Anlagefläche unter
Öffnung des Führungslochs aus der Arbeitslage in die Freigabelage bewegbar sind.
[0075] Um beim Übergang von der Arbeitslage in die Freigabelage ein seitliches Entnehmen
von mindestens einem der beiden Halbelemente zu ermöglichen, ohne die Halterung abheben
bzw. abnehmen zu müssen, kann sich eine bevorzugte Ausgestaltungsform anbieten, bei
der die Halterung an mindestens einer Seite keine Begrenzungswand aufweist, das heißt
frei zugänglich ist.
[0076] Weitere Ausgestaltungen, Merkmale und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden
nachstehend in den Zeichnungen anhand der Figuren 1A bis 10 beschrieben, durch die
in exemplarischer Form zehn Ausführungsbeispiele der Handhabungsvorrichtung gemäß
der vorliegenden Erfindung veranschaulicht sind.
[0077] Es zeigt:
- Figur 1A
- ein erstes Ausführungsbeispiel einer Handhabungsvorrichtung gemäß der vorliegenden
Erfindung;
- Figur 1B
- eine Unteransicht der Handhabungsvorrichtung aus Figur 1A gemäß der Linie Ib - Ib
in Figur 1A;
- Figur 1C
- eine Seitenansicht der Handhabungsvorrichtung aus Figur 1A gemäß der Linie Ic - Ic
in Figur 1A;
- Figur 1D
- eine Seitenansicht eines Details der Handhabungsvorrichtung aus Figur 1A gemäß dem
Ausschnitt Id in Figur 1C;
- Figur 1E
- ein erstes Ausführungsbeispiel eines der Handhabungsvorrichtung aus Figur 1A zuordbaren
Arretiermittels, in Querschnittansicht;
- Figur 1F
- eine Seitenansicht des Arretiermittels aus Figur 1E gemäß der Linie If - If in Figur
1E;
- Figur 1G
- ein zweites Ausführungsbeispiel eines der Handhabungsvorrichtung aus Figur 1A zuordbaren
Arretiermittels, in Querschnittansicht;
- Figur 1H
- eine Seitenansicht des Arretiermittels aus Figur 1G gemäß der Linie Ih - Ih in Figur
1G;
- Figur 2
- ein zweites Ausführungsbeispiel einer Handhabungsvorrichtung gemäß der vorliegenden
Erfindung;
- Figur 3
- ein drittes Ausführungsbeispiel einer Handhabungsvorrichtung gemäß der vorliegenden
Erfindung;
- Figur 4A
- ein viertes Ausführungsbeispiel einer Handhabungsvorrichtung gemäß der vorliegenden
Erfindung in der Arbeitslage;
- Figur 4B
- eine Unteransicht der Handhabungsvorrichtung aus Figur 4A gemäß der Linie IVb - IVb
in Figur 4A;
- Figur 4C
- eine Seitenansicht der Handhabungsvorrichtung aus Figur 4A gemäß der Linie IVc - IVc
in Figur 4A;
- Figur 5A
- ein fünftes Ausführungsbeispiel einer Handhabungsvorrichtung gemäß der vorliegenden
Erfindung in der Arbeitslage;
- Figur 5B
- eine Unteransicht der Handhabungsvorrichtung aus Figur 5A gemäß der Linie Vb - Vb
in Figur 5A;
- Figur 5C
- eine Seitenansicht der Handhabungsvorrichtung aus Figur 5A gemäß der Linie Vc - Vc
in Figur 5A;
- Figur 5D
- das in Figur 5A linke Halbelement der Handhabungsvorrichtung aus Figur 5A;
- Figur 5E
- eine Unteransicht des linken Halbelements aus Figur 5D gemäß der Linie Ve - Ve in
Figur 5D;
- Figur 5F
- eine Seitenansicht des linken Halbelements aus Figur 5D gemäß der Linie Vf - Vf in
Figur 5D;
- Figur 5G
- das in Figur 5A rechte Halbelement der Handhabungsvorrichtung aus Figur 5A;
- Figur 5H
- eine Unteransicht des rechten Halbelements aus Figur 5G gemäß der Linie Vh - Vh in
Figur 5G;
- Figur 5J
- eine Seitenansicht des rechten Halbelements aus Figur 5G gemäß der Linie Vj - Vj in
Figur 5G;
- Figur 6
- ein sechstes Ausführungsbeispiel einer Handhabungsvorrichtung gemäß der vorliegenden
Erfindung in der Freigabelage;
- Figur 7
- ein siebtes Ausführungsbeispiel einer Handhabungsvorrichtung gemäß der vorliegenden
Erfindung in der Freigabelage;
- Figur 8A
- ein achtes Ausführungsbeispiel einer Handhabungsvorrichtung gemäß der vorliegenden
Erfindung in der Arbeitslage;
- Figur 8B
- die Handhabungsvorrichtung aus Figur 8A in der Freigabelage;
- Figur 9
- ein neuntes Ausführungsbeispiel einer Handhabungsvorrichtung gemäß der vorliegenden
Erfindung in der Arbeitslage; und
- Figur 10
- ein zehntes Ausführungsbeispiel einer Handhabungsvorrichtung gemäß der vorliegenden
Erfindung in der Freigabelage.
[0078] Gleiche oder ähnliche Bestandteile oder Merkmale der vorliegenden Erfindung sind
in den Figuren 1A bis 10 mit identischen Bezugszeichen versehen.
[0079] In den Figuren 1A bis 10 sind zehn Ausführungsbeispiele der Handhabungsvorrichtung
gemäß der vorliegenden Erfindung veranschaulicht.
[0080] Diese Handhabungsvorrichtungen sind zum Führen von stiftförmigen Befestigungselementen,
wie Nägeln, Haken, Schrauben oder dergleichen, ausgelegt, wobei es auch unerfahrenen
oder ungeübten Personen ermöglicht wird, ein derartiges stiftförmiges Befestigungselement
gerade, das heißt lotrecht bzw. unter einem gewünschten Neigungswinkel und/oder ohne
Verbiegen bzw. Verwinden in eine Wand, in eine Tür, in eine Decke oder in dergleichen,
zu schlagen, zu drehen, zu schrauben oder anderweitig einzubringen.
[0081] Des weiteren wird mit der vorliegenden Erfindung eine Handhabungsvorrichtung bereitgestellt,
bei der die Unfallgefahr und mithin die Verletzungsgefahr infolge kritischer Situationen
minimiert ist; hierbei sind die in den Figuren 1A bis 10 exemplarisch gezeigten Handhabungsvorrichtungen
kostengünstig herstellbar und einfach bedienbar.
[0082] Gemeinsam sind den in den Figuren 1A bis 10 dargestellten zehn Ausführungsbeispielen
der Handhabungsvorrichtung zwei längs einer Trennebene 30 (vgl. die Figuren 1A, 1B,
2, 3, 4A, 5A, 5D, 5G, 8A, 8B, 9 und 10) in einer Arbeitslage aneinanderliegende Halbelemente
10, 20.
[0083] Als Material für die beiden Halbelemente 10, 20 wird aus Fabrikations-, Gewichts-
und Kostengründen Kunststoff gewählt, wobei die beiden Halbelemente 10, 20 in Spritzgußtechnik
gefertigt sind. Hierbei sind die beiden Halbelemente 10, 20 aus transparentem Material,
wodurch beim Einbringen, das heißt beispielsweise beim Einschlagen, beim Eindrehen
oder beim Einschrauben des stiftförmigen Befestigungselements in die Wand, in die
Tür, in die Decke oder in dergleichen stets eine freie und ungehinderte Sicht auf
die Stelle, in die das stiftförmige Befestigungselement gerade eingebracht wird, gewährleistet
ist und die mit der vorliegenden Handhabungsvorrichtung erzielbaren Ergebnisse deutlich
verbessert werden.
[0084] Um nun einerseits die mit der Herstellung der Handhabungsvorrichtung verbundenen
Kosten zu reduzieren und mithin eine Masseersparnis zu erzielen und um andererseits
trotz der Masseersparnis die Handhabungsvorrichtung bruch- und splittersicher sowie
schlag- und stoßfest auszubilden, basiert das Material der Halbelemente 10, 20 auf
thermoplastischem Kunststoff, beispielsweise auf Polycarbonat (PC).
[0085] Hierdurch kann die Handhabungsvorrichtung so stabil ausgelegt werden, daß Schlag-
oder Stoßeinwirkungen beschädigungsfrei aufgenommen werden können, das heißt ohne
daß die Handhabungsvorrichtung bricht und ohne daß Teile der Handhabungsvorrichtung
wegsplittern. Dies bedeutet im Ergebnis, daß bei der anhand der Figuren 1A bis 10
veranschaulichten Handhabungsvorrichtung durch die vorstehend dargelegte Materialwahl
ein vernünftiger Kompromiß zwischen der erwünschten Masseersparnis und der erforderlichen
Stabilität gefunden ist.
[0086] Beim in den Figuren 1A bis 1H dargestellten ersten Ausführungsbeispiel der vorliegenden
Handhabungsvorrichtung weist das erste Halbelement 10 eine in der Arbeitslage mit
der Trennebene 30 (vgl. die Figuren 1A und 1B) zusammenfallende erste Anlagefläche
130 (vgl. Figur 1C), in der zwei erste durchgehende Ausnehmungen 11, 12 vorgesehen
sind (vgl. die Figuren 1A, 1B und 1C), und das zweite Halbelement 20 eine in der Arbeitslage
mit der Trennebene 30 (vgl. die Figuren 1A und 1B) zusammenfallende, in der Arbeitslage
an die erste Anlagefläche 130 angrenzende zweite Anlagefläche 230 (vgl. Figur 1C),
in der zwei zweite durchgehende Ausnehmungen 21, 22 vorgesehen sind (vgl. die Figuren
1A, 1B und 1C), auf.
[0087] Jeweils eine der ersten Ausnehmungen 11, 12 und jeweils eine der zweiten Ausnehmungen
21, 22 ergänzen sich in der Arbeitslage zu insgesamt zwei durchgehenden, im wesentlichen
kreiszylinderförmigen Führungslöchern 1121, 1222, wobei die Kreiszylinderachse der
Führungslöcher 1121, 1222 im wesentlichen in der Trennebene 30 liegt und wobei die
Halbelemente 10, 20 mit ihrer jeweiligen Anlagefläche 130, 230 unter Öffnung des Führungslochs
1121, 1222 aus der Arbeitslage in eine Freigabelage bewegbar sind.
[0088] In der Arbeitslage sind durch die Handhabungsvorrichtung mithin zwei durchgehende,
im wesentlichen kreiszylinderförmige Führungslöcher 1121, 1222 für das stiftförmige
Befestigungselement bereitgestellt, die als Führung beim Einbringen, das heißt beim
Einschlagen des Nagels, beim Eindrehen des Hakens oder beim Einschrauben der Schraube
dienen.
[0089] Das erste Ausführungsbeispiel der vorliegenden Handhabungsvorrichtung gemäß den Figuren
1A bis 1H wird hierbei von der mit ihr arbeitenden Person mit der Hand, in der die
Person auch das stiftförmige Befestigungselement hält, gegen die Wand, gegen die Tür,
gegen die Decke oder gegen dergleichen gehalten, in die das stiftförmige Befestigungselement
eingebracht werden soll. Mit der anderen Hand bringt die Person dann das stiftförmige
Befestigungselement mit einem Werkzeug, beispielsweise mit einem Hammer, mit einer
Zange oder mit einem Schraubendreher, in die Wand, in die Tür, in die Decke oder in
dergleichen ein.
[0090] Da die allermeisten stiftförmigen Befestigungselemente, zu denen beispielsweise auch
Haken zählen, ein Kopfteil aufweisen, sind die Halbelemente 10, 20 mit ihrer jeweiligen
Anlagefläche 130, 230 unter Öffnung der Führungslöcher 1121, 1222 aus der Arbeitslage
in eine Freigabelage bewegbar. Hierbei entfernen sich die beiden Halbelemente 10,
20, deren jeweilige Anlagefläche 130, 230 in der Arbeitslage mit der Trennebene 30
zusammenfällt, von eben dieser Trennebene 30 und geben hierbei das in die Wand, in
die Tür, in die Decke oder in dergleichen eingebrachte stiftförmige Befestigungselement
unter Öffnung der Führungslöcher 1121, 1222 frei.
[0091] Hierbei weisen die in der Arbeitslage gebildeten Führungslöcher 1121, 1222 eine leicht
konische Form auf (vgl. die Figuren 1B und 1C). Durch eine derartige, sich in Richtung
der Wand, der Tür, der Decke oder dergleichen leicht konisch verjüngende Form wird
das Einbringen des stiftförmigen Befestigungselements in die Wand, in die Tür, in
die Decke oder in dergleichen insofern erleichtert, als gewisse Toleranzen oder Ungenauigkeiten
in bezug auf Richtung und/oder Treffgenauigkeit beim Einschlagen, beim Eindrehen oder
beim Einschrauben kompensiert werden können.
[0092] Beim in den Figuren 1A bis 1H gezeigten ersten Ausführungsbeispiel der vorliegenden
Handhabungsvorrichtung weist die der Fläche, in die das stiftförmige Befestigungselement
einzubringen ist, zugewandte Auflagefläche 60 (vgl. die Figuren 1B und 1C) drei im
wesentlichen kreisförmige Auflagebereiche 61, 62, 63 (vgl. die Figuren 1A, 1B und
1C) auf.
[0093] Durch diese drei Auflagebereiche 61, 62, 63, die im wesentlichen symmetrisch zur
Trennebene 30 angeordnet sind, ist gewährleistet, daß die Handhabungsvorrichtung mit
ihrer der Wand, der Tür, der Decke oder dergleichen zugewandten Auflagefläche 60 nicht
vollflächig, sondern nur stellenweise, gewissermaßen punktuell auf der Wand, auf der
Tür, auf der Decke oder auf dergleichen aufliegt, wodurch beim Einschlagen, beim Eindrehen,
beim Einschrauben oder beim anderweitigen Einbringen des stiftförmigen Befestigungselements
in die Wand, in die Tür, in die Decke oder in dergleichen eine überraschende Schonung
der Oberfläche, beispielsweise der Farbe oder des Putzes, der Wand, der Tür, der Decke
oder dergleichen erzielt wird.
[0094] Unabhängig von der konkret gewählten Ausgestaltungsform der Auflagebereiche ist vorliegend
das Prinzip, zwischen einer Fläche, auf die ein Druck oder eine Kraft einwirkt, und
einer Fläche, mittels der dieser Druck oder diese Kraft ausgeübt wird, einen oder
mehrere Zwischenbereiche, beispielsweise in Form eines oder mehrerer Auflagebereiche
vorzusehen, als erfindungswesentlich offenbart anzusehen.
[0095] Hierbei wird die Oberfläche der Wand, der Tür, der Decke oder dergleichen vor Beschädigungen
des Oberflächenmaterials, beispielsweise der Farbe oder des Putzes, bewahrt, weil
der Auflagebereich 61 beim in den Figuren 1A bis 1H dargestellten ersten Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Handhabungsvorrichtung dem in der Arbeitslage gebildeten Führungsloch
1121 zugeordnet ist.
[0096] Dies bedeutet mit anderen Worten, daß der Bereich des Führungslochs 1121, in dem
die Kraftwirkung durch das Werkzeug, beispielsweise durch den Hammer, durch die Zange
oder durch den Schraubendreher, beim Einbringen des stiftförmigen Befestigungselements
am größten ist, in besonderer Weise durch den Auflagebereich 61 unterstützt ist; hierdurch
wird nichtzuletzt auch eine zusätzliche Führung für das stiftförmige Befestigungselement
bewerkstelligt.
[0097] Besonders überzeugende Ergebnisse im Hinblick auf die vorstehend avisierte Schonung
der Oberfläche der Wand, der Tür, der Decke oder dergleichen sind hierbei durch die
Anwendung der anhand der Figuren 1A bis 1H veranschaulichten sogenannten "Drei-Punkt-Technik"
erreichbar. In diesem Zusammenhang besagt der Begriff "Drei-Punkt-Technik", daß auf
der der Fläche, in die das stiftförmige Befestigungselement einzubringen ist, zugewandten
Auflagefläche 60 drei Auflagebereiche 61, 62, 63 vorgesehen sind, wobei der Auflagebereich
61 dem in der Arbeitslage gebildeten Führungsloch 1121 zugeordnet ist und wobei die
beiden weiteren Auflagebereiche 62, 63 Bereichen der Auflagefläche 60 zugeordnet sind,
die frei von den in der Arbeitslage gebildeten Führungslöchern 1121, 1222 sind.
[0098] Wie des weiteren aus den Figuren 1A bis 1H hervorgeht, sind beim ersten Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Handhabungsvorrichtung das erste Halbelement 10 und das zweite Halbelement
20 aneinander angelenkt und um eine gemeinsame Schwenkachse gegeneinander verschwenkbar.
[0099] Hierbei ist gemäß den Figuren 1A bis 1H die Schwenkachse parallel zur Trennebene
30. Durch diese technische Ausgestaltung kann eines der beiden Halbelemente 10, 20
oder bedarfsweise auch beide Halbelemente 10, 20, nachdem das stiftförmige Befestigungselement
in die Wand, in die Tür, in die Decke oder in dergleichen eingebracht, beispielsweise
mit einem Hammer eingeschlagen, mit einer Zange eingedreht oder mit einem Schraubendreher
eingeschraubt ist, in gewissem Sinne vergleichbar einer Flügeltüre lateral, das heißt
seitlich "nach außen" weggeklappt werden, um den in die Wand, in die Tür, in die Decke
oder in dergleichen eingebrachten Befestigungsstift freizugeben und mithin die Handhabungsvorrichtung
von der Wand, von der Tür, von der Decke oder von dergleichen entfernen zu können.
[0100] Hierzu sind das erste Halbelement 10 und das zweite Halbelement 20 gewissermaßen
scharnierförmig miteinander verbunden.
[0101] Um die vorstehend dargelegte Ausgestaltung beim ersten Ausführungsbeispiel (vgl.
die Figuren 1A bis 1H) technisch zu realisieren, weist das erste Halbelement 10 zwei
erste, in etwa plattenförmig ausgebildete Vorsprünge 140, 150 auf, die an entgegengesetzten
Enden des ersten Halbelements 10 angeordnet sind (vgl. die Figuren 1B und 1C) und
denen zwei jeweilige zweite, in etwa plattenförmig ausgebildete Vorsprünge 240, 250
des zweiten Halbelements 20 zugeordnet sind, die in passender Weise an entgegengesetzten
Enden des zweiten Halbelements 20 angeordnet sind (vgl. die Figuren 1B und 1C). Hierdurch
läßt sich eine Ausgestaltung, bei der die Schwenkachse in etwa parallel zur Trennebene
30 ist bzw. die Schwenkachse in der Trennebene 30 liegt, in überzeugender Weise realisieren.
[0102] Hierbei sind beim in den Figuren 1A bis 1H veranschaulichten ersten Ausführungsbeispiel
der erste Vorsprung 140 und der zweite Vorsprung 240 durch ein in der Schwenkachse
liegendes stiftförmiges Verbindungselement 1424 (vgl. die Figuren 1A und 1C) in Form
eines Zapfens miteinander verbunden, wobei dieses stiftförmige Verbindungselement
1424 in einem Aufnahmebereich 2414 (vgl. die Figuren 1A und 1C) und hierbei speziell
in einer Bohrung aufgenommen ist, in dem der erste Vorsprung 140 und der zweite Vorsprung
240 partiell überlappend angeordnet sind; in gleicher Weise sind der erste Vorsprung
150 und der zweite Vorsprung 250 durch ein in der Schwenkachse liegendes stiftförmiges
Verbindungselement 1525 (vgl. die Figuren 1A, 1B und 1C) in Form eines Zapfens miteinander
verbunden, wobei dieses stiftförmige Verbindungselement 1525 in einem Aufnahmebereich
2515 (vgl. die Figuren 1A, 1B und 1C) und hierbei speziell in einer Bohrung aufgenommen
ist, in dem der erste Vorsprung 150 und der zweite Vorsprung 250 partiell überlappend
angeordnet sind.
[0103] Um eine kompakte und robuste Herstellungs- und Bauweise zu ermöglichen, sind das
erste Halbelement 10 und die beiden ersten Vorsprünge 140, 150 einstückig ausgebildet;
zum gleichen Zweck und in gleicher Weise sind auch das zweite Halbelement 20 und die
beiden zweiten Vorsprünge 240, 250 einstückig ausgebildet.
[0104] Wie aus den Figuren 1A bis 1H ersichtlich ist, weisen die Führungslöcher 1121, 1222
im wesentlichen gleiche Querschnitte auf. Dies hat auf die flexible Handhabung und
auf die vielfältigen Verwendungsmöglichkeiten des ersten Ausführungsbeispiels der
vorliegenden Handhabungsvorrichtung keine negativen Auswirkungen.
[0105] Wie aus den Figuren 1A, 1B und 1C hervorgeht, weisen die die Handhabungsvorrichtung
konstituierenden Halbelemente 10, 20 eine Vielzahl von Verstärkungsrippen/-streben
70, 72, 74, 76, 76' mit einer Breite von etwa zwei Millimetern auf. Hierbei ist die
Anordnung der Verstärkungsrippen/-streben 70, 72, 74, 76, 76' nicht nur durch die
Ausgestaltung der Handhabungsvorrichtung gemäß dem ersten Ausführungsbeispiel, sondern
auch durch die Anforderungen an die Stabilität der Handhabungsvorrichtung gemäß dem
ersten Ausführungsbeispiel definiert.
[0106] In den Figuren 1A bis 1H ist eine größtmögliche Stabilität bei gleichzeitig minimalem
Materialaufwand erzielt, indem
- die Verstärkungsrippen/-streben 70 im wesentlichen parallel zur Trennebene 30 (vgl.
die Figuren 1A, 1B, 1C und 1D),
- die Verstärkungsrippen/-streben 72 im wesentlichen senkrecht zur Trennebene 30 (vgl.
die Figuren 1A und 1B),
- die Verstärkungsrippen/-streben 74 im wesentlichen entlang den Rändern der Halbelemente
10, 20 (vgl. die Figuren 1A und 1B),
- die Verstärkungsrippen/-streben 76 als konzentrische Ringe um das Führungsloch 1121
(vgl. die Figuren 1A, 1B und 1C) und
- die Verstärkungsrippen/-streben 76' als konzentrische Ringe um die Führungslöcher
1222 (vgl. die Figuren 1A und 1C)
verlaufen.
[0107] Hierbei sind die Verstärkungsrippen/-streben 70, 72, 74, 76, 76' auf der von der
Fläche, in die das stiftförmige Befestigungselement einzubringen ist, abgewandten
Seite der Halbelemente 10, 20 vorgesehen (vgl. die Figuren 1B, 1C und 1D); dies bedeutet
mit anderen Worten, daß die Verstärkungsrippen/-streben 70, 72, 74, 76, 76' und die
Auflagebereiche 61, 62, 63 auf unterschiedlichen Seiten der Halbelemente 10, 20 vorgesehen
sind (vgl. die Figuren 1B und 1C), was insofern ebenfalls zur Erhöhung der Festigkeit
der Handhabungsvorrichtung gemäß dem ersten Ausführungsbeispiel beiträgt, als durch
die Anordnung der vorstehend erläuterten Stabilisierungselemente eine gleichmäßige
Verteilung der in die Handhabungsvorrichtung gemäß den Figuren 1A bis 1H eingeleiteten
Kräfte begünstigt wird.
[0108] Hinsichtlich des in den Figuren 1A bis 1H gezeigten ersten Ausführungsbeispiels der
vorliegenden Handhabungsvorrichtung ist des weiteren zu bemerken, daß die Halbelemente
10, 20 und die Verstärkungsrippen/-streben 70, 72, 74, 76, 76' einstückig, das heißt
ohne Grenzflächen und ohne Nähte ausgebildet sind. Hierdurch wird nicht nur eine bessere
Festigkeit der Handhabungsvorrichtung gemäß dem ersten Ausführungsbeispiel bewerkstelligt,
sondern auch eine ästhetisch und optisch ansprechende Formgebung der Handhabungsvorrichtung
der Figuren 1A bis 1H geschaffen, da diese gewissermaßen "aus einem Guß" gefertigt
ist.
[0109] Hierzu sind die Halbelemente 10, 20 und die Verstärkungsrippen/-streben 70, 72, 74,
76, 76' aus demselben Material in Spritzgußtechnik gefertigt, wodurch bei vergleichsweise
niedrigen Herstellungskosten eine Massenfertigung mit gleichbleibend hoher Qualität
ermöglicht ist.
[0110] Wie den Figuren 1A, 1B und 1C entnehmbar ist, weisen die Verstärkungsrippen/-streben
70, 72, 74, 76' eine Höhe auf, die von der Höhe der dem Führungsloch 1121 zugeordneten
Verstärkungsrippen/-streben 76 insofern abweicht, als letztere Verstärkungsrippen/-streben
76 erheblich höher als die Verstärkungsrippen/-streben 70, 72, 74, 76' sind. Die dem
Führungsloch 1121 zugeordneten Verstärkungsrippen/-streben 76 sind hierbei erhaben
ausgebildet, weil die dem Führungsloch 1121 zugeordneten Verstärkungsrippen/-streben
76 die beim Einbringen des stiftförmigen Befestigungselements in die Wand, in die
Tür, in die Decke oder in dergleichen wirkenden Kräfte aufzunehmen haben. In diesem
Zusammenhang ist zu berücksichtigen, daß die Kräfte des Hammers, der Zange, des Schraubendrehers
oder eines anderen Werkzeugs unmittelbar auf den Bereich des Führungslochs 1121 einwirken,
so daß dieser Bereich durch erhöhte Verstärkungsrippen/-streben 76 verstärkt ist.
[0111] Aus den Figuren 1A und 1C ist ersichtlich, daß die Höhe der dem Führungsloch 1121
zugeordneten Verstärkungsrippen/-streben 76 die Höhe der dem Führungsloch 1222 zugeordneten
Verstärkungsrippen/-streben 76' übersteigt. Dies zeitigt den Vorteil, daß das stiftförmige
Befestigungselement mit dem ersten Ausführungsbeispiel der Handhabungsvorrichtung
in Abhängigkeit vom Einzelfall unterschiedlich tief in die Wand, in die Tür, in die
Decke oder in dergleichen eingebracht werden kann.
[0112] Angesichts der Tatsache, daß die dem Führungsloch 1121 zugeordneten Verstärkungsrippen/-streben
76 höher als die dem Führungsloch 1222 zugeordneten Verstärkungsrippen/-streben 76'
sind, ergibt sich auch eine unterschiedlich stark ausgeprägte Führungsfunktion der
Führungslöcher 1121, 1222. Aus diesem Grunde ist eine Anwendung der Handhabungsvorrichtung
gemäß dem ersten Ausführungsbeispiel denkbar, bei der das stiftförmige Befestigungselement
zunächst durch das hohe Führungsloch 1121 "bis zum Anschlag", das heißt bis zum Anliegen
des Kopfteils des stiftförmigen Befestigungselements an den von der Auflagefläche
60 abgewandten Enden (vgl. die Figuren 1A, 1B und 1C) der dem Führungsloch 1121 zugeordneten
Verstärkungsrippen/-streben 76 in die Wand, in die Tür, in die Decke oder in dergleichen
eingebracht wird, im Anschluß daran mindestens eines der Halbelemente 10, 20 weggeklappt
wird, um das stiftförmige Befestigungselement freizugeben und die Handhabungsvorrichtung
gemäß dem ersten Ausführungsbeispiel hierdurch so versetzen und anordnen zu können,
daß das stiftförmige Befestigungselement schließlich durch das niedrige Führungsloch
1222 wieder "bis zum Anschlag", das heißt bis zum Anliegen des Kopfteils des stiftförmigen
Befestigungselements an der der Auflagefläche 60 gegenüberliegenden Fläche mit den
dem Führungsloch 1222 zugeordneten Verstärkungsrippen/-streben 76' (vgl. die Figuren
1A, 1B und 1C) tiefer in die Wand, in die Tür, in die Decke oder in dergleichen eingebracht
werden kann.
[0113] Wie der Darstellung der Figur 1A entnehmbar ist, sind die Halbelemente 10, 20 im
wesentlichen trapezförmig ausgebildet, denn bei einer derartigen Ausgestaltung ist
das erste Ausführungsbeispiel der Handhabungsvorrichtung gut handhabbar und platzsparend
aufbewahrbar.
[0114] Im Hinblick auf eine erwünschte Materialersparnis und auf eine damit verbundene Kostenreduzierung
ist bei den Halbelementen 10, 20 jeweils die in Figur 1A obere, von der Trennebene
30 abgewandte, keine spezielle Funktion aufweisende Ecke weggenommen, so daß die Halbelemente
10, 20 jeweils eine laterale Abschrägung aufweisen, wobei diese Maßnahme nicht zuletzt
auch der Ästhetik und der Optik des ersten Ausführungsbeispiels der Handhabungsvorrichtung
zugute kommt und auch deren Masse reduziert.
[0115] Des weiteren ist am ersten Ausführungsbeispiel der Handhabungsvorrichtung ein Arretiermittel
80 (vgl. ein erstes Ausführungsbeispiel eines gespritzten Arretiermittels 80 in den
Figuren 1E und 1F sowie ein zweites Ausführungsbeispiel eines gefrästen Arretiermittels
80 in den Figuren 1G und 1H) vorgesehen, durch das die Halbelemente 10, 20 in der
Arbeitslage in lösbarer Weise fixierbar sind. Dies bedeutet mit anderen Worten, daß
die Halbelemente 10, 20 in der Stellung, in der ein stiftförmiges Befestigungselement,
wie ein Nagel, ein Haken, eine Schraube oder dergleichen, in eine Wand, in eine Tür,
in eine Decke oder in dergleichen eingeführt wird, durch das Arretiermittel 80 längs
der Trennebene 30 verriegelbar sind, wobei das Arretiermittel 80 nicht nur zum Arretieren
der Halbelemente 10, 20 ausgelegt ist, sondern auch als Haltegriff dienen kann, und
zwar dann, wenn das erste Ausführungsbeispiel der Handhabungsvorrichtung mit ihrer
der Fläche, in die das stiftförmige Befestigungselement einzubringen ist, zugewandten
Seite an eben jener Fläche anliegt und vom Benutzer des ersten Ausführungsbeispiels
der Handhabungsvorrichtung in dieser Position sicher und exakt zu halten ist.
[0116] Zu diesem Halten eignet sich das Arretiermittel 80 gemäß den Figuren 1E, 1F, 1G und
1H insofern, als das Arretiermittel 80 als verschiebbarer Hebel ausgebildet ist. Im
in den Figuren 1A bis 1H veranschaulichten Falle des in zur Trennebene 30 im wesentlichen
senkrechter Richtung verschiebbaren Arretiermittels 80 ist dieses entlang einer im
Halbelement 10 vorgesehenen rinnenförmigen Ausnehmung 90 (vgl. die Figuren 1A, 1B,
1C und 1D), gewissermaßen wie in einer Schiene, verschiebbar.
[0117] Hierbei wird das Arretiermittel 80 von der Freigabelage der Handhabungsvorrichtung
gemäß dem ersten Ausführungsbeispiel so in die Arbeitslage der Handhabungsvorrichtung
gemäß dem ersten Ausführungsbeispiel geschoben, daß das Arretiermittel 80 in der Arbeitslage
beide Halbelemente 10, 20 erfaßt und diese nicht mehr um ihre gemeinsame Schwenkachse
gegeneinander verschwenkbar sind. Um dieses Verschieben des Arretiermittels 80 aus
dem Bereich des ersten, in Figur 1A linken Halbelements 10 in den Bereich des zweiten,
in Figur 1A rechten Halbelements 20 zu ermöglichen, sind nicht nur im Bereich des
ersten Halbelements 10, sondern auch im entsprechenden Bereich des zweiten Halbelements
20 die zur Trennebene 30 im wesentlichen parallelen Verstärkungsrippen/-streben 70
und die im wesentlichen entlang dem in Figur 1A linken Rand des Halbelements 10 verlaufende
Verstärkungsrippe/-strebe 74 an diesen Stellen ausgespart, wie aus Figur 1A hervorgeht.
[0118] In gegenläufiger Richtung wird das Arretiermittel 80 von der Arbeitslage der Handhabungsvorrichtung
so in die Freigabelage der Handhabungsvorrichtung zurückgeschoben, daß sich das Arretiermittel
80 in der Freigabelage im Bereich nur des Halbelements 10 befindet, so daß die Bewegung
der beiden Halbelemente 10, 20 gegeneinander nicht mehr blockiert ist und diese um
ihre gemeinsame Schwenkachse gegeneinander verschwenkbar sind.
[0119] Beim ersten Ausführungsbeispiel gemäß den Figuren 1A bis 1H ist die verschiebliche
Bewegung des Arretiermittels 80 entlang dem Halbelement 10 implementiert, indem das
Arretiermittel 80 zwei symmetrisch zueinander ausgebildete vorspringende Elemente
890 (vgl. die Figuren 1E und 1G) aufweist, die in die rinnenförmige Ausnehmung 90
eingreifen. Hierbei weist jedes vorspringende Element 890 jeweils eine vorstehende
Nase 892 (vgl. die Figuren 1E und 1G) auf, die in einer Abstufung 92 (vgl. die Figuren
1A und 1D) der rinnenförmigen Ausnehmung 90 gleitbar lagerbar ist.
[0120] Das in Figur 2 dargestellte zweite Ausführungsbeispiel einer Handhabungsvorrichtung
gemäß der vorliegenden Erfindung unterscheidet sich vom in den Figuren 1A bis 1H dargestellten
ersten Ausführungsbeispiel im wesentlichen dadurch, daß die ersten Ausnehmungen 11,
12 sowie die zweiten Ausnehmungen 21, 22 nicht im wesentlichen halbkreisförmig (vgl.
Figur 1A), sondern im wesentlichen rechteckig ausgebildet sind (vgl. Figur 2), so
daß sich jeweils eine der ersten Ausnehmungen 11, 12 und jeweils eine der zweiten
Ausnehmungen 21, 22 in der Arbeitslage zu insgesamt zwei durchgehenden, im wesentlichen
quaderförmigen Führungslöchern 1121, 1222 ergänzen, wobei die Quaderachse der Führungslöcher
1121, 1222 im wesentlichen in der Trennebene 30 liegt.
[0121] In Entsprechung zur rechteckigen Form der Querschnittsfläche der Führungslöcher 1121,
1222 sind beim in Figur 2 dargestellten zweiten Ausführungsbeispiel der Handhabungsvorrichtung
die dem Führungsloch 1121 zugeordneten Verstärkungsrippen/-streben 76 sowie die dem
Führungsloch 1222 zugeordneten Verstärkungsrippen/-streben 76' nicht als konzentrische
Ringe (vgl. die Figuren 1A, 1B und 1C), sondern als elliptische bzw. ovale Ringe um
die Führungslöcher 1121, 1222 herum ausgebildet (vgl. Figur 2).
[0122] Zur Vermeidung von Wiederholungen wird hinsichtlich der weiteren Merkmale des zweiten
Ausführungsbeispiels (vgl. Figur 2) auf die vorstehenden Erläuterungen zum ersten
Ausführungsbeispiel (vgl. die Figuren 1A bis 1H) Bezug genommen.
[0123] Das in Figur 3 dargestellte dritte Ausführungsbeispiel einer Handhabungsvorrichtung
gemäß der vorliegenden Erfindung unterscheidet sich vom in den Figuren 1A bis 1H dargestellten
ersten Ausführungsbeispiel im wesentlichen dadurch, daß vier paarweise angeordnete
erste Ausnehmungen 11, 11', 12, 12' sowie vier paarweise angeordnete zweite Ausnehmungen
21, 21', 22, 22' vorgesehen sind.
[0124] Hierbei sind die zwei ersten Ausnehmungen 11, 12 im wesentlichen halbkreisförmig
(vgl. Figur 3) und die zwei ersten Ausnehmungen 11', 12' im wesentlichen rechteckig
ausgebildet (vgl. Figur 3); ebenso sind die zwei zweiten Ausnehmungen 21, 22 im wesentlichen
halbkreisförmig (vgl. Figur 3) und die zwei zweiten Ausnehmungen 21', 22' im wesentlichen
rechteckig ausgebildet (vgl. Figur 3), so daß sich jeweils eine der ersten Ausnehmungen
11, 12 und jeweils eine der zweiten Ausnehmungen 21, 22 in der Arbeitslage zu insgesamt
zwei durchgehenden, im wesentlichen kreiszylinderförmigen Führungslöchern 1121, 1222
ergänzen, wohingegen sich jeweils eine der ersten Ausnehmungen 11', 12' und jeweils
eine der zweiten Ausnehmungen 21', 22' in der Arbeitslage zu insgesamt zwei durchgehenden,
im wesentlichen quaderförmigen Führungslöchern 1121', 1222' ergänzen. Die jeweilige
Achse der Führungslöcher 1121, 1121', 1222, 1222' liegt hierbei im wesentlichen in
der Trennebene 30.
[0125] In Entsprechung zur Form der Querschnittsflächen der Führungslöcher 1121, 1121',
1222, 1222' sind beim in Figur 3 dargestellten dritten Ausführungsbeispiel der Handhabungsvorrichtung
die den Führungslöchern 1121, 1121' zugeordneten Verstärkungsrippen/-streben 78 sowie
die den Führungslöchern 1222, 1222' zugeordneten Verstärkungsrippen/-streben 78' weder
als konzentrische Ringe (vgl. die Figuren 1A, 1B und 1C) noch als elliptische bzw.
ovale Ringe (vgl. Figur 2), sondern im wesentlichen rechteckförmig um die Führungslöcher
1121, 1121' bzw. 1222, 1222' herum ausgebildet (vgl. Figur 3).
[0126] Zur Vermeidung von Wiederholungen wird hinsichtlich der weiteren Merkmale des dritten
Ausführungsbeispiels (vgl. Figur 3) auf die vorstehenden Erläuterungen zum ersten
Ausführungsbeispiel (vgl. die Figuren 1A bis 1H) Bezug genommen.
[0127] Das in den Figuren 4A bis 4C dargestellte vierte Ausführungsbeispiel einer Handhabungsvorrichtung
gemäß der vorliegenden Erfindung sowie das in den Figuren 5A bis 5J dargestellte fünfte
Ausführungsbeispiel einer Handhabungsvorrichtung gemäß der vorliegenden Erfindung
unterscheiden sich vom in den Figuren 1A bis 1H dargestellten ersten Ausführungsbeispiel
im wesentlichen dadurch, daß weder Verstärkungsrippen/-streben 70, 72, 74, 76, 78
noch eine rinnenförmige Ausnehmung 90 mit zugeordnetem Arretiermittel 80 vorgesehen
sind.
[0128] Wie aus den Figuren 4B und 4C sowie 5B und 5C ersichtlich ist, ist die jeweilige
Höhe der Führungslöcher 1121, 1222 verschieden, indem die Dicke der beiden Halbelemente
10, 20 im Bereich des Führungslochs 1121 größer als die Dicke der beiden Halbelemente
10, 20 im Bereich des anderen Führungslochs 1222 ist (vgl. die Figuren 4C und 4C).
Dies zeitigt den Vorteil, daß das stiftförmige Befestigungselement in Abhängigkeit
vom Einzelfall unterschiedlich tief in die Wand, in die Tür, in die Decke oder in
dergleichen eingebracht werden kann.
[0129] Bei unterschiedlichen Höhen der Führungslöcher 1121, 1222 ergibt sich auch eine unterschiedlich
stark ausgeprägte Führungsfunktion der Führungslöcher 1121, 1222. Aus diesem Grunde
ist auch eine Anwendung des in den Figuren 4A bis 5J gezeigten vierten und fünften
Ausführungsbeispiels der vorliegenden Handhabungsvorrichtung denkbar, bei der das
stiftförmige Befestigungselement zunächst durch das hohe Führungsloch 1121 "bis zum
Anschlag", das heißt bis zum Anliegen des Kopfteils des stiftförmigen Befestigungselements
an der der Auflagefläche 60 gegenüberliegenden Fläche 66 (vgl. die Figuren 4B, 4C,
5B, 5C, 5E, 5F, 5H und 5J) in die Wand, in die Tür, in die Decke oder in dergleichen
eingebracht wird, im Anschluß daran mindestens eines der Halbelemente 10, 20 weggeklappt
wird, um das stiftförmige Befestigungselement freizugeben und die Handhabungsvorrichtung
gemäß dem vierten und fünften Ausführungsbeispiel hierdurch so versetzen und anordnen
zu können, daß das stiftförmige Befestigungselement schließlich durch das niedrige
Führungsloch 1222 wieder "bis zum Anschlag", das heißt bis zum Anliegen des Kopfteils
des stiftförmigen Befestigungselements an der der Auflagefläche 60 gegenüberliegenden
Fläche 68 (vgl. die Figuren 4B, 4C, 5B, 5C, 5E, 5F, 5H und 5J) tiefer in die Wand,
in die Tür, in die Decke oder in dergleichen eingebracht werden kann.
[0130] Um dieses stufenweise Einbringen des stiftförmigen Befestigungselements zu bewerkstelligen,
weisen die beiden Halbelemente 10, 20 demzufolge abgestufte Abschnitte und abgestufte
Bereiche mit unterschiedlicher Dicke auf (vgl. die Figuren 4B, 4C, 5B, 5C, 5E, 5F,
5H und 5J).
[0131] Bei den in den Figuren 6 bis 10 dargestellten sechsten bis zehnten Ausführungsbeispielen
der Handhabungsvorrichtung weist das erste Halbelement 10 eine in der Arbeitslage
mit der Trennebene 30 zusammenfallende erste Anlagefläche 130 (vgl. die Figuren 6
und 7), in der drei erste durchgehende Ausnehmungen 11, 12, 13 vorgesehen sind, und
das zweite Halbelement 20 eine in der Arbeitslage mit der Trennebene 30 zusammenfallende,
in der Arbeitslage an die erste Anlagefläche 130 angrenzende zweite Anlagefläche 230
(vgl. die Figuren 6 und 7), in der drei zweite durchgehende Ausnehmungen 21, 22, 23
vorgesehen sind, auf. Jeweils eine der ersten Ausnehmungen 11, 12, 13 und jeweils
eine der zweiten Ausnehmungen 21, 22, 23 ergänzen sich in der Arbeitslage zu insgesamt
drei durchgehenden, im wesentlichen zylinderförmigen Führungslöchern 1121, 1222, 1323
(vgl. die Figuren 8A und 9), wobei die Zylinderachse der Führungslöcher 1121, 1222,
1323 im wesentlichen in der Trennebene 30 liegt und wobei die Halbelemente 10, 20
mit ihrer jeweiligen Anlagefläche 130, 230 unter Öffnung des Führungslochs 1121, 1222,
1323 aus der Arbeitslage in eine Freigabelage bewegbar sind (vgl. die Figuren 6, 7,
8B und 10).
[0132] In der Arbeitslage (vgl. die Figuren 8A und 9) sind durch die Handhabungsvorrichtung
mithin drei durchgehende, im wesentlichen zylinderförmige Führungslöcher 1121, 1222,
1323 für das stiftförmige Befestigungselement bereitgestellt, die als Führung beim
Einbringen, das heißt beim Einschlagen des Nagels, beim Eindrehen des Hakens oder
beim Einschrauben der Schraube dienen.
[0133] Die Handhabungsvorrichtung wird hierbei von der mit ihr arbeitenden Person mit der
Hand (vgl. die Figuren 6, 7, 8A, 8B und 10), in der die Person auch das stiftförmige
Befestigungselement hält, oder mit einer Zange (vgl. Figur 9) gegen die Wand, gegen
die Tür, gegen die Decke oder gegen dergleichen gehalten, in die das stiftförmige
Befestigungselement eingebracht werden soll. Mit der anderen Hand bringt die Person
dann das stiftförmige Befestigungselement mit einem Werkzeug, beispielsweise mit einem
Hammer, mit einer Zange oder mit einem Schraubendreher, in die Wand, in die Tür, in
die Decke oder in dergleichen ein.
[0134] Da die allermeisten stiftförmigen Befestigungselemente, zu denen beispielsweise auch
Haken zählen, ein Kopfteil aufweisen, sind die in etwa quaderförmigen Halbelemente
10, 20 mit ihrer jeweiligen Anlagefläche 130, 230 unter Öffnung der Führungslöcher
1121, 1222, 1323 aus der Arbeitslage in eine Freigabelage bewegbar (vgl. die Figuren
6, 7 und 8B). Hierbei entfernen sich die beiden Halbelemente 10, 20, deren jeweilige
Anlagefläche 130, 230 in der Arbeitslage mit der Trennebene 30 zusammenfällt, von
eben dieser Trennebene 30 und geben hierbei das in die Wand, in die Tür, in die Decke
oder in dergleichen eingebrachte stiftförmige Befestigungselement unter Öffnung der
Führungslöcher 1121, 1222, 1323 frei.
[0135] Hierbei weisen die in der Arbeitslage gebildeten Führungslöcher 1121, 1222, 1323
eine leicht konische Form auf. Durch eine derartige, sich in Richtung der Wand, der
Tür, der Decke oder dergleichen leicht konisch verjüngende Form wird das Einbringen
des stiftförmigen Befestigungselements in die Wand, in die Tür, in die Decke oder
in dergleichen insofern erleichtert, als gewisse Toleranzen oder Ungenauigkeiten in
bezug auf Richtung und/oder Treffgenauigkeit beim Einschlagen, beim Eindrehen oder
beim Einschrauben kompensiert werden können.
[0136] Wie aus den Figuren 6 bis 10 ersichtlich ist, weisen die Führungslöcher 1121, 1222,
1323 unterschiedliche Querschnitte auf. Hierdurch ist es möglich, die Handhabungsvorrichtung
für stiftförmige Befestigungselemente mit unterschiedlichen Durchmessern einzusetzen,
das heißt abhängig vom Querschnitt des stiftförmigen Teils des
[0137] Befestigungselements gelangt das passende der in der Arbeitslage zur Verfügung stehenden
drei Führungslöcher 1121, 1222, 1323 zur Anwendung. Hierdurch werden die Einsatzbreite
und die Flexibilität der vorliegenden Handhabungsvorrichtung in signifikanter Weise
erhöht.
[0138] Beim in Figur 6 dargestellten sechsten Ausführungsbeispiel der vorliegenden Handhabungsvorrichtung
ist den Halbelementen 10, 20 eine Halterung 40 zugeordnet, die eine trogförmig ausgebildete
Vertiefung 124 zum Aufnehmen der Halbelemente 10, 20 in der Arbeitslage aufweist,
wobei die Vertiefung 124 in ihrem den drei Führungslöchern 1121, 1222, 1323 zugeordneten
Bereich eine durchgehende, in etwa schlitzförmige Aussparung 1240 für das stiftförmige
Befestigungselement aufweist.
[0139] Die Aussparung 1240 ist bei diesem sechsten Ausführungsbeispiel (vgl. Figur 6) insofern
erforderlich, als durch diese Aussparung 1240 das Durchgehen des stiftförmigen Befestigungselements
zur Wand, zur Tür, zur Decke oder zu dergleichen ermöglicht wird. Hierbei wird die
Halterung 40 mit den in der Vertiefung 124 aufgenommenen Halbelementen 10, 20 an die
Wand, an die Tür, an die Decke oder an dergleichen gehalten, daraufhin das stiftförmige
Befestigungselement durch eines der in der Arbeitslage gebildeten Führungslöcher 1121,
1222, 1323 in die Wand, in die Tür, in die Decke oder in dergleichen eingebracht und
anschließend die Halterung 40 abgehoben bzw. abgenommen, damit die beiden Halbelemente
10, 20 mit ihrer jeweiligen Anlagefläche 130, 230 unter Öffnung des Führungslochs
1121, 1222, 1323 aus der Arbeitslage in die Freigabelage bewegbar sind.
[0140] Beim in Figur 7 dargestellten siebten Ausführungsbeispiel der vorliegenden Handhabungsvorrichtung
ist den Halbelementen 10, 20 eine Halterung 40 zugeordnet, die eine stufenförmige
Vertiefung 124 zum Aufnehmen der Halbelemente 10, 20 in der Arbeitslage aufweist,
wobei die Vertiefung 124 in ihrem den drei Führungslöchern 1121, 1222, 1323 zugeordneten
Bereich ebenfalls eine durchgehende, in etwa schlitzförmige Aussparung 1240 für das
stiftförmige Befestigungselement aufweist.
[0141] Um beim Übergang von der Arbeitslage in die Freigabelage (vgl. Figur 7) ein seitliches
Entnehmen des zweiten Halbelements 20 zu ermöglichen, ohne die Halterung 40 abheben
bzw. abnehmen zu müssen, weist die Halterung 40 an ihrer in Figur 7 rechten Seite
keine Begrenzungswand auf, das heißt die Halterung 40 ist dort frei zugänglich ist.
[0142] Beim in den Figuren 8A und 8B dargestellten achten Ausführungsbeispiel ist die Handhabungsvorrichtung
zangenförmig ausgebildet. Dies bedeutet, daß die Handhabungsvorrichtung in mit einer
Halteeinrichtung integrierter Form ausgebildet ist, was ein besonders einfaches und
effektives Arbeiten mit der Handhabungsvorrichtung ermöglicht. Durch die kompakte
Ausgestaltung dieses achten Ausführungsbeispiels (vgl. die Figuren 8A und 8B) wird
auch die Aufbewahrung der Handhabungsvorrichtung, beispielsweise in einem Werkzeugkasten
oder in einem Werkzeugschrank, wesentlich erleichtert.
[0143] Hierbei sind die beiden Halbelemente 10, 20 beim achten Ausführungsbeispiel gemäß
den Figuren 8A und 8B backenförmig ausgebildet. Somit liegen die beiden Halbelemente
10, 20 in der Arbeitslage (vgl. Figur 8A) mit ihren Anlageflächen 130, 230, vergleichbar
den Backen einer Zange, entlang der Trennfläche 30 zusammen.
[0144] Des weiteren sind in den Figuren 8A und 8B die beiden Halbelemente 10, 20 durch eine
Rückstelleinrichtung 120 in Form einer Feder miteinander verbunden. Durch diese Rückstelleinrichtung
120 sind die beiden Halbelemente 10, 20 entgegen der Rückstellkraft der Rückstelleinrichtung
120 aus der Arbeitslage (vgl. Figur 8A) in die Freigabelage (vgl. Figur 8B) bewegbar.
Hierbei ist die Feder mit ihrem einen Ende am ersten Halbelement 10 und mit ihrem
anderen Ende am zweiten Halbelement 20 angebracht.
[0145] Beim in Figur 9 dargestellten neunten Ausführungsbeispiel der vorliegenden Handhabungsvorrichtung
sind die beiden Halbelemente 10, 20 zur Aufnahme in einer zangenförmig ausgebildeten
Halteeinrichtung vorgesehen. Dies hat den Vorteil, daß die Handhabungsvorrichtung
gemäß Figur 9 gewissermaßen universell einsetzbar ist, denn die beiden Halbelemente
10, 20 können auch von unerfahrenen oder ungeübten Benutzern in die Arbeitslage (vgl.
Figur 9) zwischen die beiden Backen der Zange geklemmt werden.
[0146] Wenn das stiftförmige Befestigungselement dann unter Führung der Handhabungsvorrichtung
gemäß Figur 9 in die Wand, in die Tür, in die Decke oder in dergleichen eingebracht
ist, werden die beiden Halbelemente 10, 20 von den beiden Backen der Zange vom Benutzer
freigegeben, was der sogenannten Freigabelage entspricht.
[0147] Beim in Figur 10 dargestellten zehnten Ausführungsbeispiel der vorliegenden Handhabungsvorrichtung
ist das erste Halbelement 10 als Teil einer Wasserwaage 50 ausgebildet; das zweite
Halbelement 20 ist in eine entsprechende Aussparung in der Wasserwaage 50 einsetzbar
bzw. integrierbar und nach Einbringen des stiftförmigen Befestigungselements wieder
entfernbar, um die Freigabelage (vgl. Figur 10) zu bewerkstelligen.
[0148] Die partielle Ausbildung als bzw. die partielle Integration in die Wasserwaage 50
hat hierbei den entscheidenden Vorteil, daß die Wasserwaage 50 in Verbindung mit der
Handhabungsvorrichtung gemäß Figur 10 auch unerfahrenen und/oder ungeübten Personen
ein gerades, das heißt beispielsweise horizontales oder lotrechtes Einbringen von
mehreren stiftförmigen Befestigungselementen auf einer Linie ermöglicht.