[0001] Die Erfindung betrifft eine Fahrtreppe oder einen Fahrsteig bestehend aus einem Träger,
einem Stufenband mit Stufen bzw. Palettenband mit Paletten für den Transport von Personen
und/oder Gegenständen und einer mittels eines Balustradensockels gehaltenen Balustrade
mit Handlauf, wobei zur seitlichen Führung des Stufenbandes bzw. des Palettenband
eine Führungseinrichtung vorgesehen ist.
[0002] Aus der Patentschrift CH 332 944 ist eine Führungseinrichtung für Treppenstufen einer
Fahrtreppe bekannt geworden, mittels welcher Führungseinrichtung die Treppenstufen
seitlich geführt und ausgerichtet werden. Die Laufrollen der Treppenstufen wie auch
die Laufschienen sind mit einer ineinanderpassenden Profilierung versehen. Die Laufrollen
weisen längs der Ränder Führungsborde auf, zwischen denen die Laufrollen geführt sind.
Eine verbesserte Ausführungsvariante zeigt Laufschienen mit Randabschrägungen, in
die Laufrollen mit Abschrägungen passen.
[0003] Nachteilig bei dieser Führungseinrichtung ist, dass ein minimales Spiel zwischen
Laufrolle und Laufschiene unerlässlich ist, damit die Laufrollen nicht übermässig
abgerieben werden. Weiter nachteilig ist, dass sich die Profilierung der Laufrolle
im Laufe der Zeit durch Abrieb verändert, was sich direkt auf das Spiel der seitlichen
Führung auswirkt.
[0004] Hier will die Erfindung Abhilfe schaffen. Die Erfindung, wie sie in Anspruch 1 gekennzeichnet
ist, löst die Aufgabe, die Nachteile der bekannten Einrichtung zu vermeiden und eine
Führungseinrichtung zu schaffen, die eine exakte Führung des Stufenbandes erlaubt.
[0005] Die durch die Erfindung erreichten Vorteile sind im wesentlichen darin zu sehen,
dass durch Unebenheiten der Sockelbleche und/oder durch Abnutzung entstehendes oder
montagebedingtes Spiel ausgleichbar sind. Weiter vorteilhaft ist, dass durch Verminderung
der Reibung die Stufenrollen und Kettenrollen geschont werden. Weiter vorteilhaft
ist, dass Laufruhe und Fahrkonfort mit der erfindungsgemässen Einrichtung wesentlich
verbessert werden.
[0006] Im folgenden wird die Erfindung anhand von Ausführungsbeispiele darstellenden Zeichnungen
näher erläutert.
[0007] Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Seitenansicht einer Fahrtreppe,
- Fig. 2
- einen Schnitt entlang der Linie A-A der Fig. 1,
- Fig. 3
- eine Seitenansicht einer Stufe der Fahrtreppe,
- Fig. 4
- eine Ansicht von der einem Stirnteil der Stufe gegenüberliegenden Seite,
- Fig. 5
- eine Draufsicht der Stufe,
- Fig. 6
- Einzelheiten der Führungseinrichtung mit einer Kugel vom Stirnteil der Stufe her gesehen,
- Fig. 7
- Einzelheiten der Führungseinrichtung mit zwei Kugeln vom Stirnteil der Stufe her gesehen,
- Fig. 8
- Einzelheiten der Führungseinrichtung mit der Kugel und mit einem Schmiermittelbehälter
vom Stirnteil der Stufe her gesehen,
- Fig. 9
- Einzelheiten der Führungseinrichtung mit der Kugel und mit einem Schmiernippel vom
Stirnteil der Stufe her gesehen,
- Fig. 10
- Einzelheiten der Führungseinrichtung mit der Kugel und mit einem Gewinde vom Stirnteil
der Stufe her gesehen,
- Fig. 11
- Einzelheiten der Führungseinrichtung mit einer Rolle vom Stirnteil der Stufe her gesehen
und
- Fig. 12
- Einzelheiten der Führungseinrichtung mit einer Rolle von der Trittfläche der Stufe
her gesehen.
[0008] Fig. 1 zeigt eine eine erste Etage E1 mit einer zweiten Etage E2 verbindende Fahrtreppe
1 oder einen Fahrsteig mit einem aus Stufen 3 bestehenden Stufenband 4 bzw. mit einem
aus Paletten bestehenden Fahrsteig bezeichnet. Ein Handlauf 5 ist an einer Balustrade
6 angeordnet, die am unteren Ende mittels eines Balustradensockels 7 gehalten wird.
Der Balustradensockel 7 wird von einem Träger 8 der Fahrtreppe 1 bzw. des Fahrsteiges
getragen.
[0009] Im weiteren Beschreibungsverlauf wird anstelle des Begriffs "Fahrtreppe bzw. Fahrsteig"
lediglich "Fahrtreppe" verwendet, die Ausführungen gelten jedoch sinngemäss auch für
einen Fahrsteig.
[0010] Fig. 2 zeigt einen Schnitt entlang der Linie A-A der Fig. 1. Der obere Teil der Fahrtreppe
1 zeigt den Vorlauf des Stufenbandes 4. Die Stufen 3 mit sichtbarem Stirnteil 9 und
Trittfläche 10 sind aufrecht und bilden eine Treppe. Der untere Teil der Fahrtreppe
1 zeigt den Rücklauf des Stufenbandes 4, wobei die Trittfläche 10 nach unten gerichtet
ist. An Auslegern 11 angeordnete Stufenrollen 12 sind mittels ersten am Träger 8 angeordneten
Führungen 13 geführt. An einer Stufenachse 14 angeordnete Kettenrollen 15 sind mittels
zweiten am Träger 8 angeordneten Führungen 16 geführt, wobei jede Stufenachse 14 mit
einer antreibbaren Stufenkette 17 verbunden ist. Der Balustradensockel 7 weist stufenseitig
ein Sockelblech 18 auf, das rückseitig mit einer Verstärkung 19, beispielsweise ein
U-Profil versehen ist. Je Stufenseite ist eine Führungseinrichtung 20 vorgesehen,
die die Stufe 3 seitlich in horizontaler Richtung führt und die einen minimalen Abstand
der Stufe 3 vom Sockelblech 18 des Balustradensockels 7 gewährleistet. Im Vorlauf
des Stufenbandes 4 stützt sich die Führungseinrichtung 20 am Sockelblech 18 ab, im
Rücklauf des Stufenbandes stützt sich die Führungseinrichtung 20 an der Seitenfläche
der zweiten Führung 16 ab.
[0011] Fig. 3 zeigt eine Seitenansicht der Stufe 3 mit der oberhalb eines Stufenlagers 21
angeordneten Führungseinrichtung 20. Fig. 4 zeigt eine Ansicht von der dem Stirnteil
9 der Stufe 3 gegenüberliegenden Seite mit der an einer Stufenrippe 22 angeordneten
Führungseinrichtung 20. Ein Stufenträger 3.1 stützt die Stufenrippe 22 und verbindet
das Stufenlager 21 mit dem Ausleger 11 der Stufenrolle 12. Fig. 5 zeigt eine Draufsicht
der Stufe 3 mit der Führungseinrichtung 20. Die in den Fig. 3 bis 5 gezeigte Führungseinrichtung
20 ist in Fig. 8 näher erläutert.
[0012] Die Figuren 6 bis 12 zeigen den Ausschnitt B der Fig. 2. Fig. 6 zeigt Einzelheiten
der Führungseinrichtung 20 vom Stirnteil 9 der Stufe 3 her gesehen. An der Stufenrippe
22 ist eine Bohrung 23 angeordnet, in die ein Basisteil 24 eingelegt ist. Einenends
weist der Basisteil 24 Haken 25 auf, die mit der Stufenrippe 22 verrasten. Anderenends
ist am Basisteil 25 ein Kugellager 26 angeordnet, in dem eine als Führungselement
dienende Kugel 27 gelagert ist. Die Kugel 27 stützt sich am Sockelblech 18 ab, wobei
die rückseitige Verstärkung 19 das Sockelblech 18 im Stützbereich der Kugel 26 verstärkt.
Fig. 7 zeigt im wesentlichen die Führungseinrichtung 20 der Fig. 6 mit zwei Kugeln.
[0013] Fig. 8 zeigt die Führungseinrichtung 20 mit einem Schmiermittelbehälter 28, der mittels
eines Bogenstückes 29 und einer Muffe 30 an den Basisteil 24 angeschlossen ist. Der
Schmiermittelbehälter 28 gibt über einen längeren Zeitraum Schmiermittel ab, das über
eine Schmierbohrung 31 zur Kugel 27 gelangt. Fig. 9 zeigt die Führungseinrichtung
20 mit einem Schmiernippel 32, der an den Basisteil 24 angeschlossen ist. Es kann
auch eine Dauerschmierung der Kugel 27 vorgesehen sein.
[0014] Fig. 10 zeigt die Führungseinrichtung 20 mit einem Gewinde 33 an einem verbreiterten
Basisteil 24 und einer Mutter 34, die die Führungseinrichtung 20 an der Stufenrippe
22 festhält.
[0015] Fig. 11 und Fig. 12 zeigen die Führungseinrichtung 20 mit einer als Führungselement
dienenden Rolle 35 anstelle der Kugel 27. Die Rolle 35 ist an einer Gabel 36 gelagert,
die an einem drehbaren Lager 37 angeordnet ist, wobei das Lager 37 mittels Gewinde
33 und Mutter mit der Stufenrippe 22 verschraubt ist. Mit der drehbar gelagerten Rolle
35 können Stufen 3 für Fahrtreppen 1 mit unterschiedlichen Neigungswinkeln verwendet
werden.
[0016] In den gezeigten Beispielen ist je Stufenseite eine Führungseinrichtung 20 vorgesehen.
Je Stufenseite können auch mehrere Führungseinrichtungen vorgesehen sein.
1. Fahrtreppe (1) oder Fahrsteig bestehend aus einem Träger (8), einem Stufenband (4)
mit Stufen (3) bzw. Palettenband mit Paletten für den Transport von Personen und/oder
Gegenständen und einer mittels eines Balustradensockels (7) gehaltenen Balustrade
(6) mit Handlauf (5), wobei zur seitlichen Führung des Stufenbandes (4) bzw. des Palettenbandes
eine Führungseinrichtung (20) vorgesehen ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Führungseinrichtung (20) an den Stufen (3) bzw. an den Paletten angeordnet ist,
wobei die Führungseinrichtung (20) die Stufen (3) bzw. die Paletten in horizontaler
Richtung führt.
2. Fahrtreppe oder Fahrsteig nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass je Stufenseite mindestens eine Führungseinrichtung (20) vorgesehen, die im Vorlauf
des Stufenbandes (4) einen minimalen Abstand der Stufe (3) von einem Sockelblech (18)
des Balustradensockels (7) gewährleistet und die sich im Rücklauf des Stufenbandes
(4) an einer Rollenführung (16) abstützt.
3. Fahrtreppe oder Fahrsteig nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Führungseinrichtung (20) einen an der Stufe bzw. an der Palette angeordneter
Basisteil (24) mit einem Führungselement (27,35) aufweist, das die Stufe bzw. die
Palette entlang des Sockelbleches (18) bzw. entlang der Rollenführung (16) führt.
4. Fahrtreppe oder Fahrsteig nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass als Führungselement mindestens eine Kugel (27) oder eine drehbare Rolle (35) vorgesehen
ist.
5. Fahrtreppe oder Fahrsteig nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Kugel (27) mit einer Schmiereinrichtung versehen ist.
6. Fahrtreppe oder Fahrsteig nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Schmiereinrichtung einen Schmiermittelbehälter (28) oder einen Schmiernippel
32 oder eine Dauerschmierung aufweist.