| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
|
AT BE CH CY DE DK ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE TR |
|
Benannte Erstreckungsstaaten: |
|
AL LT LV MK RO SI |
| (30) |
Priorität: |
06.04.2000 DE 10016974
|
| (71) |
Anmelder: |
|
- Philips Corporate Intellectual Property GmbH
52064 Aachen (DE)
DE
- Koninklijke Philips Electronics N.V.
5621 BA Eindhoven (NL)
ES FR GB IT
|
|
| (72) |
Erfinder: |
|
- Marbach, Detlef Horst,
Philips Corp.Int.Prop.GmbH
52064, Aachen (DE)
- van der Wijst, Henk,
Philips Corp.Int.Prop.GmbH
52064, Aachen (DE)
- Spee, Günther,
Philips Corp.Int.Prop.GmbH
52064, Aachen (DE)
|
| (74) |
Vertreter: Volmer, Georg, Dipl.-Ing. et al |
|
Philips Corporate Intellectual Property GmbH,
Habsburgerallee 11 52064 Aachen 52064 Aachen (DE) |
|
| |
|
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Spule mit mehreren Windungen.
[0002] In modernen Elektrogeräten werden oft viele Spulen benötigt, welche auf den Platinen
des jeweiligen Elektrogeräts montiert werden. Die Spulen sollen dabei möglichst gute
elektrische Eigenschaften mit kompaktem Bauvolumen und hoher Montagefreundlichkeit
verbinden. Aus JP-A06 036937 ist eine Spule mit einem magnetischen Kern bekannt, bei
welcher der magnetische Streufluss auf ein Minimum reduziert wird, indem die Windungen
der Spule und der Kern ein einziges Bauteil bilden.
[0003] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Spule zu schaffen, welche minimierte
Streuverluste durch Luftspalte zwischen den Windungen der Spule aufweist und eine
einfache vollautomatische Montage auf Platinen ermöglicht.
[0004] Die Aufgabe wird bei einer Luftspule erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass die Windungen
magnetisches Material enthalten. Die Aufgabe wird erfindungsgemäß auch dadurch gelöst,
dass die Windungen eine äußere Lage zur Führung eines elektrischen Stroms und im Innern
magnetisches Material enthalten. Luftspalte zwischen einzelnen Windungen der Spule
sorgen für einen Streufluss und verschlechtern die elektrischen Eigenschaften einer
solchen Spule. Um diese Luftspalte zu vermeiden, bestehen die Windungen einer erfindungsgemäßen
Spule aus magnetischem Draht. Durch die Magnetkräfte zwischen den einzelnen Windungen
der Spule werden diese fest zusammengehalten und so Luftspalte zwischen den Windungen
vermieden. Die Windungen der Spule müssen dazu weder zusammengeklebt noch auf einen
Kern gewickelt oder mit sonstigen zusätzlichen Mitteln zusammengehalten werden. Die
Spule wird in der gewünschten Form gewickelt und behält ihre Form durch die magnetischen
Kräfte zwischen den Windungen. Dies erlaubt eine einfache Herstellung besonders bei
Fertigung in hohen Stückzahlen.
[0005] Die Ausgestaltungen nach den Ansprüchen 2 und 3 eignen sich besonders für Anwendungen
in der Hochfrequenztechnik, in der meist Luftspulen ohne Kern verwendet werden. Um
die Leitfähigkeit für hochfrequente Ströme zu verbessern, ist der magnetische Draht,
aus dem die Luftspule gewickelt ist, mit einem besonders für Hochfrequenzanwendungen
geeigneten Material beschichtet. Dazu wird der magnetische Draht vor dem Wickeln mit
einer Schicht aus Gold, Silber oder Kupfer überzogen.
[0006] Mit der Ausgestaltung nach Anspruch 4 wird die Montage der Spule wesentlich erleichtert.
Damit der Montageautomat die Form der Spule und ihre richtige Einbaurichtung erkennen
kann, muss die Spule die entsprechenden Informationen an den Automaten liefern. Eine
einfache Möglichkeit diese Informationen bereit zustellen ist die, dass der Montageautomat
einen magnetischen Sensor besitzt, der den Grad und die Art der Magnetisierung der
zu montierenden Spule erfasst. Da die Magnetisierung je nach Länge der Spule unterschiedlich
ist und Drähte mit unterschiedlicher Magnetisierung verwendet werden können, können
unterschiedliche Spulen an ihren magnetischen Eigenschaften erkannt werden.
[0007] Die Ausgestaltung nach Anspruch 5 erlaubt eine vollautomatische Montage der Spule
auf Platinen. Damit kann insbesondere bei SMD-Montage (Surface Mounted Device) eine
hohe Fertigungsrate erzielt werden. Bei SMD-Montage werden die Bauteile auf der Seite
der Platine befestigt, auf der sie montiert sind.
[0008] Ein Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung wird nachfolgend an Hand mehrer
Figuren beschrieben und näher erläutert. Es zeigen:
Figur 1 eine herkömmliche Luftspule,
Figur 2 eine erfindungsgemäße Luftspule aus magnetischem Draht,
Figur 3 die erfindungsgemäße Luftspule auf einer Platine montiert,
Figur 4 die erfindungsganäße Luftspule auf einer Platine in SMD-Technik montiert,
Figur 5 einen elektromagnetischen Montageautomaten und
Figur 6 einen Montageautomaten mit Vakuumtechnik.
[0009] Bei herkömmlichen Spulen 1 wie in Figur 1 stellt sich das Problem, dass sich zwischen
den Windungen 2 nach dem Wickeln Luftspalte bilden. Diese beeinträchtigen jedoch die
elektromagnetischen Eigenschaften der Spule 1. Deshalb bestehen die Windungen 2 der
erfindungsgemäßen Spule nach Figur 2 aus magnetischem Draht, wodurch die Windungen
2 ohne weitere Hilfsmittel zusammengehalten werden. Damit behält die Spule 1 nach
dem Wickeln ihre endgültige Form und es entstehen keine Luftspalte wie in Figur 1.
Gleichzeitig kann ein Montageautomat mit einem magnetischen Sensor an der je nach
Länge und Größe der Spule 1 unterschiedlich starken und unterschiedlich gerichteten
Magnetisierung zwischen verschiedenen Spulenbautypen unterscheiden. Um die Spule 1
für Hochfrequenzanwendungen zu optimieren, wird der magnetische Draht vor dem Wickeln
mit einer Beschichtung 3 aus Gold, Silber, Kupfer oder einem anderen gut leitenden
Material überzogen. In Figur 3 ist die erfindungsgemäße Spule 1 auf einer Platine
6 montiert. Die Spule steckt dabei mit ihren Anschlüssen in Bohrungen 4 der Platine
und wird von der Unterseite z.B. durch ein Lötverfahren befestigt. In Figur 4 ist
die Spule 1 dagegen auf der Oberseite ohne Bohrungen 4 in SMD-Technik befestigt. Dazu
weist die Spule besonders gebogene Anschlussbeine 5 auf, welche auf der Platine 6
flächig befestigt werden.
[0010] Bei dem in Figur 5 gezeigten Montageverfahren werden die Spulen 1 mittels eines Elektromagneten
vom Automaten ergriffen und auf der Platine 6 platziert, ausgerichtet und befestigt.
Alternativ können die Spulen 1 wie in Figur 6 auch mittels Vakuum vom Automaten angesaugt
werden und dann montiert werden.
1. Luftspule (1) mit mehreren Windungen (2),
dadurch gekennzeichnet,
dass die Windungen (2) magnetisches Material enthalten.
2. Spule (1) mit mehreren Windungen (2),
dadurch gekennzeichnet,
dass die Windungen (2) eine äußere Lage (3) zur Führung eines elektrischen Stroms und
im Innern magnetisches Material enthalten.
3. Spule (1) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Spule (1) eine Luftspule für Hochfrequenzanwendungen ist und
dass die Windungen (2) der Luftspule mit einem Material (3) mit guten Hochfrequenzeigenschaften,
insbesondere Kupfer, Gold oder Silber, beschichtet sind.
4. Spule (1) nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass Form und Richtung, in der die Spule (1) montiert wird, an der Art und dem Grad der
Magnetisierung der Spule (1) erkennbar ist.
5. Spule (1) nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Spule (1) zur Montage auf einer Platine (6) mittels eines Montageautomaten, welcher
durch elektromagnetische Kraft oder Vakuumkraft die Spule (1) greift und auf der Platine
(6) platziert, vorgesehen ist.