[0001] Die Erfindung betrifft ein Sicherheitsrelais mit wenigstens einem elektromagnetischen
Antrieb. Dieser weist eine an einen Steuerstrom anschliessbare Spule mit Kern/Joch
und einen beweglichen Anker auf. Das Relais weist ferner einen mittels des Ankers
beweglichen Kamm und eine Reihe von mehreren an einem elektrisch isolierenden Trägerteil
angeordnete Kontakte auf. Der Antrieb ist auf einer Seite einer Trennwand angeordnet,
Kamm und Kontakte sind auf der anderen Seite dieser Trennwand angeordnet. Die Erfindung
betrifft insbesondere ein Zwillingsrelais dieser Art. Das Zwillingsrelais ist ein
Sicherheitsrelais mit zwei unabhängig voneinander wirkenden elektromagnetischen Antrieben.
Diese Antriebe sind auf einer Seite einer Trennwand angeordnet. Auf der andern Seite
der Trennwand sind entsprechend zwei Kämme und zwei Reihen von Kontakten angeordnet.
[0002] In der WO 99/54905 wird ein Zwillingsrelais beschrieben, welches etwa 15 mm hoch,
65 mm breit und 75 mm lang ist, und dessen Bauhöhe durch zwei Ebenen gebildet ist.
In der einen Ebene, z.B. auf der Seite der Anschlüsse, sind zwei Antriebssysteme (gepolte
Schiebeanker) untergebracht. In der anderen Ebene die Kontaktsätze. In allen Ausführungsbeispielen
liegen die Kontaktfedern der Kontakte parallel zu der Trennwand zwischen der Antriebsebene
und der Kontaktebene. In einigen Ausführungsbeispielen sind die Kontaktsätze durch
zwei in Serie geschaltete Kontakte gebildet. Diese sind jeweils durch einen der voneinander
unabhängigen Antriebe geschaltet. Die Kontakte sind durch zwei Kontaktfedern gebildet.
Die aktive oder die passive Kontaktfeder ist über die gesamte Breite oder Länge des
Relais geführt, in der Mitte in einer Kammertrennwand eingespannt und besitzt an beiden
Enden einen Kontaktkopf. Dieser Kontaktkopf wirkt zusammen mit jeweils einer zweiten
Kontaktfeder. Diese zweite Kontaktfeder besitzt mit Abstand vom Relaisrand einen auf
die Aussenseite des Relais reichenden Anschluss.
[0003] In anderen Ausführungsbeispielen ist ein Kontaktsatz durch lediglich zwei zusammenwirkende
Kontaktfedern gebildet, von denen jede durch einen unabhängigen Antrieb bewegbar ist.
Ihre Kontaktköpfe sind auf einer Mittelline des Relais angeordnet. Diese Kontaktfedern
sind mit dem Kamm zwangsgeführt. Beiden Kämme müssen jeweils in einander entgegengesetzte
Richtungen bewegt werden. Diese Kontaktsätze erreichen einen doppelten Abstand zwischen
den Kontaktköpfen, jedoch können sie nicht der Sicherheit der Schaltung dienen. Wenn
nämlich verschweisste Kontakte nicht gelöst werden sind durch diese Verschweissung
beide Kämme und daher alle Kontakte blockiert. Lage und Ausgestaltung von Antrieb
mit Anker und Kamm ist nicht dargestellt.
[0004] Heute werden zwei einander zum Teil widersprechende Anforderungen an das Relais gefordert,
welchen bei der Entwicklung neuer, marktfähiger Relais berücksichtigt werden müssen.
Zum einen müssen Relais kleiner werden, und zum andern dauerhaft und sicher bleiben.
In einem Sicherheitsrelais gemäss der Norm EN 50205 entsprechen die Luftstrecken und
Kriechstrecken zwischen Steuerkontakt und Lastkontakt den Anforderungen der Norm IEC
61810-5 und IEC 664-1. Die Inhalte dieser Normen werden als dem Fachmann bekannt vorausgesetzt
und bilden Bestandteile dieser Anmeldung. Auch zwischen leitfähigen Teilen der unterschiedlichen
Lastkontakte sind die dem Fachmann bekannten Abstände in Abhängigkeit von Spannung,
Verschmutzungsgrad und Anwendungsbereich einzuhalten. Der Sicherheit dient weiter
auch die Zwangsführung der Kontakte.
[0005] Unter zwangsgeführtem Relais wird ein Relais verstanden, bei welchem die Kontakte
mit einem gemeinsamen, mit dem Antrieb in Verbindung stehenden, beweglichen Kamm zwangsgeführt
sind und bei welchem mindestens ein Arbeitskontakt und ein Ruhekontakt vorgesehen
ist. Zwangsgeführt heisst, dass jeweils ein Kontaktelement an einem festen Anschlag
ansteht und eine mit diesem Kontaktelement zusammenwirkende bewegliche Kontaktfeder
derart in den Kamm eingreift, dass sie zwingend mit den Bewegungen des Kammes mitbewegt
wird. Dadurch ist sichergestellt, dass, wenn ein Kontakt verschweisst, entweder der
verschweisste Kontakt auseinandergerissen wird, oder der Kamm nicht bewegt werden
kann und daher die andern Kontakte, also auch der Ruhekontakt, in der durch die Verschweissung
gegebenen Stellung verharren müssen.
[0006] Es ist daher die Aufgabe der Erfindung, ein - vorzugsweise miniaturisiertes - Sicherheitsrelais
mit kompakter und einfacher Bauweise vorzuschlagen, bei welchem ein sicherer, dauerhafter
Betrieb gewährleistet ist. Insbesondere soll das Relais einfach zusammenbaubar und
optimal justierbar sein.
[0007] Die Justierung der Kontakte bildet eine wichtige Voraussetzung zur Gewährleistung
der Sicherheit und Dauerhaftigkeit eines Relais. Eine ausreichende Justierung der
Kontakte ist umso schwieriger zu erreichen, je kleiner das Relais ist und umso kleiner
in der Folge die Spielräume bezüglich Kräftegleichgewicht Antrieb/Federung und räumlichen
Abständen gewählt werden. Daher sind bei miniaturisierten Relais hohe Anforderungen
an die Justierbarkeit zu stellen.
[0008] Die Justierbarkeit des Sicherheitsrelais gemäss dem Oberbegriff des Anspruch 1, beziehungsweise
des Zwillingsrelais gemäss dem Oberbegriff des Anspruchs 2 wird dadurch erreicht,
dass die Kontaktfedern zwischen dem Kamm und der Trennwand zwischen Antriebsseite
und Kontaktseite angeordnet sind.
[0009] Das Sicherheitsrelais weist wenigstens einen elektromagnetischen Antrieb auf, welcher
wenigstens eine an einen Steuerstrom anschliessbare Spule mit Kern/Joch und einen
beweglichen Anker umfasst. Dieser Antrieb ist auf einer Seite einer zum Kern parallelen
Trennwand angeordnet. Ein mittels des Ankers beweglicher Kamm und eine Reihe von mehreren
an einem elektrisch isolierenden Trägerteil angeordneten Kontakten sind auf der anderen
Seite der Trennwand angeordnet. Die Kontakte bestehen aus wenigstens zwei Kontaktelementen
und sind durch den Antrieb betätigbar. Jeweils wenigstens eines der Kontaktelemente
ist mit einem Stromanschlusselement, z.B. einem Pin auf der Aussenseite des Relais
verbunden. Ebenso ist jeweils wenigstens eines der Kontaktelemente, das gleiche oder
ein zweites, durch eine längliche Kontaktfeder gebildet. Die Federlängsachse dieser
Kontaktfeder ist quer zur Bewegungsrichtung des Kammes und parallel zur Ebene der
Trennwand angeordnet und die Kontaktfeder ist durch den Kamm zwangsgeführt. Die Kontaktfeder
sitzt an einem Ende mit einem Federfuss im Trägerteil fest. Das dem Federfuss gegenüberliegende
Ende ist beweglich und mit einem Kontaktkopf versehen. Für einen optimalen Aufbau
des Relais sind die Kontaktfedern zwischen dem Kamm und der Trennwand angeordnet.
Dadurch kann die Länge des Ankers die gesamte Relaishöhe einnehmen, wodurch ein relativ
grosser Kammweg bei geringer Bauhöhe und geringer Grundfläche des Relais erreicht
wird.
[0010] Vorteilhaft ist das Relais auf der der Trennwand gegenüberliegenden Kammseite der
Kontaktfedern mit einer entfernbaren Kontaktkammeraussenwand verschliessbar. Dadurch
kann der Kamm nach Einbringen der Kontaktelemente in das Trägerteil eingelegt werden,
und wird durch die Kammeraussenwand in seiner eingriffnehmenden Position gehalten.
Die Kontakte können im unverschlossenen Relais funktionsfähig angeordnet werden. Durch
diese Anordnung ist gewährleitet, dass die Kontakte optimal justiert werden können.
Bei der Justierung der Kontakte sitzen diese im Trägerteil fest, sind nicht in Eingriff
mit dem Kamm und sind von der durch die Kammeraussenwand verschliessbaren Seite her
frei zugänglich. Zur Kontrolle der Justierung kann der Kamm eingesetzt werden, ohne
dass das Relais verschlossen zu werden braucht. Erst nach erfolgter Kontrolle der
Justierung wird der Kamm definitiv eingesetzt und die Kammeraussenwand aufgesetzt
und damit das Relais verschlossen.
[0011] Zweckmässigerweise sind die einzelnen Kontakte durch Kammerwände voneinander getrennt.
Vorteilhaft ist der Kamm durch einen durch Ausschnitte in den Kammerwänden geführten
Längsstab gebildet. Dieser Längsstab kann neben den Kontaktfedern geführt werden und
mittels geeigneten Ausformungen am Stab mit diesen in Eingriff stehen. Aufgrund der
Antriebsanordnung ist er vorteilhaft mittig zwischen den Aussenkanten des Relais oder
Relaisteils angeordnet. Zur Verlängerung der Luft und Kriechstrecken zwischen Kontaktelementen
benachbarter Kontakte im Bereich der Durchtrittstellen des Stabes sind am Längsstab
Schilde vorgesehen. Diese Schilde überragen den Stab auf wenigstens drei Seiten. Sie
sind etwa parallel zu den Kammerwänden angeordnete. Durch die Überlappung der Kammerwände
mit den Schilden ist eine labyrinthische Verlängerung der Luft- und Kriechwege erreicht.
[0012] Vorteilhaft weist die Eingriffsstelle der Kontaktfeder am Kamm parallel zur Federlängsachse
einen Abstand zur Stabachse des Kammes auf. Dank diesem Abstand kann der Längsstab
des Kammes zentrisch angeordnet sein, während die Eingriffstelle der Kontaktfeder
am Kamm in einem wählbaren Abstand zu Federfuss und Kontaktkopf festgelegbar ist.
[0013] Vorteilhaft beanspruchen die Kammern und die Spule praktisch die gleiche Grundfläche.
Dies wird erreicht, indem die Dimensionen von Antrieb und Kontakten in Übereinstimmung
gebracht werden, so dass die Gesamtheit der Kammern der mit einem Antrieb betätigten
Kontakten in zwei Richtungen praktisch die gleichen Abmessungen aufweist wie die den
Kontakten zugeordnete Spule. Dadurch der beanspruchte Raum optimal genutzt. Die Spule
kann trotz reduzierter Wickelraumhöhe dank ihrer grossen Länge relativ hochohmig hergestellt
werden.
[0014] Die Kammerwände zur Trennung benachbarter Kammern können am Trägerteil oder an der
Kammeraussenwand ausgebildet sein. Vorteilhaft sind sie an beiden Teilen ausgebildet,
damit die Luft- und Kriechstrecken durch die Überlappung beider Kammerwände verlängert
sind.
[0015] Vorteilhaft weist zumindest ein Teil der Kontakte zwei unabhängige Anschlusselemente
auf. Kontakte mit lediglich einem nach aussen geführten Anschlusselement sind lediglich
im Zwillingsrelais zweckmässig. Diese sind in Reihe geschaltet mit einem zweiten Kontakt,
welcher durch eine zweite Spule betätigt wird. Im einfachen Relais weisen alle Kontakte
zwei, oder bei Wechselkontakten drei, Anschlusselemente auf, die auf die Aussenseite
des Relais geführt sind. Solche nicht doppelt geschalteten Kontakte sind insbesondere
als Steuerkontakte auch in einem Zwillingsrelais zweckmässig.
[0016] In einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung weisen die Kontaktfedern zwischen
Kontaktkopf und Federfuss einen von der Trennwand weg und zur Kammseite hin gerichteten
Fortsatz auf. Am Fortsatz ist eine Kammansatzstelle ausgebildet. Mit der Kammansatzstelle
steht die Kontaktfeder in zwangsführendem Eingriff mit dem Kamm. Durch die Ausbildung
eines seitlichen Fortsatzes an der Kontaktfeder ist der Kamm zwischen Kopfende und
Fussende der Kontaktfeder neben dem Fortsatz einsetzbar. Die Kontaktfeder kann in
einem Bereich neben dem Fortsatz für die Durchführung des Kammes ausgeschnitten sein.
Dadurch kann der Kamm spiegelsymmetrisch zu einer senkrecht zur Trennwand liegenden
Ebene durch die Stabachse ausgebildet sein. Der Fortsatz greift dann jeweils in eine
der beiden für die Eingriffnahme vorgesehenen Ausbildungen ein. Dies erlaubt die Verwendung
eines einheitlichen Kammes auch bei Zwillingsrelais der nachfolgend beschriebenen
Art.
[0017] Vorteilhaft liegt die Kammansatzstelle, an der die Kontaktfeder mit dem Kamm in Eingriff
steht, in einem Abstand zur mechanischen Federlängsachse. Dies kann durch den Fortsatz
erreicht werden. Der Abstand zur mechanischen Längsachse bewirkt eine Verdrehung der
Kontaktfeder beim Schalten des Kontaktes, was sich günstig auf die Lebensdauer des
Kontaktkopfes und damit auf die Dauerhaftigkeit des Relais auswirkt.
[0018] Vorteilhaft ist der Kontaktkopf mit seinem Zentrum um ein gewähltes Mass neben der
mechanischen Federlängsachse der Kontaktfeder an dieser befestigt. Dies bewirkt ebenfalls
eine Vertwistung der Feder und ein Schonen des Kontaktkopfes beim Schalten des Kontaktes.
Dieses Mass ist vorteilhaft kleiner als der Abstand zwischen der Kammansatzstelle
und der Federlängsachse.
[0019] In Richtung der Federlängsachse ist der Abstand der Kammansatzstelle vom Federfuss
zweckmässigerweise etwa doppelt so gross ist wie ihr Abstand vom Zentrum des Kontaktkopfes,
um eine gute Führung und eine optimale Länge der Bewegung des Kontaktkopfes zu erreichen.
[0020] Ein solches Relais mit sechs Kontakten kann sehr klein gebaut werden und erfüllt
dennoch die eingangs erwähnten Normen. Die Anschlusskontakte sind auf der Seite der
Kontakte und der Antrieb liegt über den Kontakten und nimmt praktisch die ganze Länge
des Relais ein. Der relativ grosse Wickelraum ermöglicht einen effizienten Antrieb
mit kleinen Spulenverlusten. Am ankerseitigen Relaisende sind die Anschlusskontakte
für die Spule vorgesehen.
[0021] Das oben angeführte gilt auch für ein Sicherheitsrelais mit zwei elektromagnetischen
Antrieben, d.h. ein Zwillingsrelais. Diese Zwillingsrelais weisen je Antrieb eine
an einen Steuerstrom anschliessbare Spule mit Kern und einen beweglichen Anker auf.
Die Spulen sind vorzugsweise gleich ausgerichtet, so dass die Anker auf der selben
Seite liegen. Diese Antriebe sind auf einer Seite einer zu den Kernen parallelen Trennwand
angeordnet, während jeder Anker von dieser Seite auf die andere Seite der Trennwand
reicht. Zwei parallel zur Trennwand bewegliche Kämme und zwei Reihen von mehreren
an einem elektrisch isolierenden Trägerteil angeordneten Kontakten sind auf der anderen
Seite der Trennwand nebeneinander angeordnet. Die Kontaktfedern sind mit einer Längsachse
parallel zur Trennwand angeordnet. Die Kämme sind unabhängig voneinander durch jeweils
einen der Anker angetrieben. Wenigstens zwei der dadurch unabhängig voneinander betätigten
Kontakte sind über ein gemeinsames Kontaktelement verbunden.
[0022] Auch bei diesem Zwillingsrelais sind die Kontaktfedern erfindungsgemäss zwischen
dem Kamm und der Trennwand angeordnet. Zudem sind vorteilhaft die Kontakte, welche
lediglich ein Anschlusselement aufweisen und über ein gemeinsames Kontaktelement mit
einem zweiten solchen Kontakt verbunden sind, am dem Anker entgegengesetzten Ende
des Kammes angeordnet. Dadurch ist ein an wenigstens einen Relaisrand anschliessender
und vorzugsweise mitten unter dem Relais angeordneter Bereich des Relais frei von
Anschlusselementen. Dies erlaubt eine Anschlussleitung zu den Anschlusselementen der
Kontakte mit zwei Anschlusselementen in Bewegungsrichtung des Kammes unter dem Relais
hindurch.
[0023] Vorteilhaft sind bei den durch die Kämme zwangsgeführten Kontaktfedern der miteinander
durch ein gemeinsames Kontaktelement verbundenen Kontakten die Federfüsse an voneinander
weggewandten Enden angeordnet. Entsprechend sind die Kontaktköpfe zwischen den Kontaktfüssen
der beiden unabhängig angetriebenen und zu einer Schalteinheit verbundenen Kontaktfedern
an einander zugewandten Enden der Kontaktfedern angeordnet. Diese Anordnung hat den
Vorteil, dass dabei die bewegte Kontaktfeder die grösstmögliche Länge aufweist und
das feststehende gemeinsame Kontaktelement so klein wie möglich ausgebildet sein kann.
Ein solches Zwillingsrelais hat die doppelte Grundfläche des einfachen Relais.
[0024] Im folgenden wird die Erfindung anhand von schematischen Darstellungen von Ausführungsbeispielen
näher erläutert. Es zeigt
- Figur 1:
- eine schematische, perspektivische Skizze eines erfindungsgemäss aufgebauten Relais,
- Figur 2:
- einen Schnitt durch Spule und Kontakte eines Relais mit sechs Kontakten,
- Figur 3:
- eine Ansicht des Relais von der Unterseite oder Anschlussseite
- Figur 4:
- einen Ausschnitt aus der Untersicht gem. Figur 3, jedoch mit einem symmetrischen Kamm,
- Figur 5:
- einen Ausschnitt aus einer Schnittzeichnung durch das Relais gemäss Figur 4,
- Figur 6:
- eine Ansicht der Unterseite oder Anschlussseiten eines erfindungsgemässen Zwillingsrelais.
[0025] Das erfindungsgemäss aufgebaute Relais 11 ist in der Figur 1 unvollständig gezeichnet.
Es weist in einem mit punktierter Linie abgegrenzt dargestellten Antriebsbereich 13
einen Antrieb 15 auf. Dieser liegt auf einer ersten Seite einer im Wesentlichen ebenflächigen
Trennwand 17. Der Antrieb 15 weist wie üblich eine über zwei Steueranschlusspins 19
angeschlossene Spule auf und kann mit einem Anker 21 einen Kamm 23 bewegen. Auf der
zweiten, in der Figur 1 nach oben gerichteten Seite der Trennwand 17 sind die Arbeitskontakte
und Steuerkontakte angeordnet. In der Figur 1 ist stellvertretend für eine Vielzahl
von Kontakten ein einzelnes Kontaktelementepaar 25 mit einer im Kamm 23 Eingriff nehmenden
Kontaktfeder 27 und einem unbeweglich angeordnetem zweiten Kontaktelement 29. Beide
Kontaktelemente 27,29 weisen je einen Anschlusspin 31 auf.
[0026] Die Spule des Antriebs 15 ist mit ihrem Kern parallel zur Trennwand 17 angeordnet.
Der an einer Kurzseite des Relais 11 angeordnete Anker 21 reicht bis auf die andere
Seite der Trennwand 17 und steht dort in Eingriff mit dem Kamm 23. Die Kontaktelemente
27,29 sind direkt an die Trennwand 17 anschliessend angeordnet und an einem die Trennwand
17 bildenden Trägerteil 33 befestigt. Der Kamm 23 ist auf der vom Antrieb weggewandten
Seite der Kontaktelemente 27,29 angeordnet. Somit liegt er bei einem auf dem Rücken
liegenden und die Anschlusspins in die Luft streckenden Relais 11 obenauf. Dies ermöglicht
das Einbauen der Kontakte 25 in das mit dem Antrieb versehenen Trägerteil 33 und ihre
Justierung und Kontrolle bevor der Kamm 23 in Eingriff mit den Kontaktfedern 27 gebracht
wird. Für die Eingriffnahme ist im Kamm 23 ein Schlitz 35 vorgesehen, in welchen ein
von der Kontaktfeder 27 in Richtung Kamm 23 wegstehender Fortsatz eingreift. In Figur
1 sind 6 Schlitze 35 eingezeichnet, so dass 6 Kontaktfedern 27 mit dem Kamm 23 bewegt
werden können.
[0027] In der Figur 2 sind die Spule 37 mit Kern 39 und Joch 41, der Anker 21, das Trägerteil
33 mit der Trennwand 17, sowie die Kontaktfedern 27 und stationären Kontaktelemente
29 in einem Schnitt dargestellt. Ferner ist auch der Kamm 23 in Eingriff mit Anker
21 und Kontaktfedern 27 gezeigt. Dies alles ist von einem Gehäuse umschlossen, welches
aus einem Deckel 43 und einem Bodenteil 45 besteht. Diese sind ineinander eingehakt.
Das Trägerteil 33 bildet ein Behältnis zur Aufnahme des Antriebs 15 auf der einen
Seite der Trennwand 17. Auf der anderen Seite der Trennwand 17 bildet es mit Kammerwänden
47 gegeneinander abgetrennte Kammern 49 für die Kontakte 25. Die Kammerwände 47 und
eine die Gesamtheit der Kammern 49 umfassende Umfangswandung 51 definieren mit ihren
Abmessungen alle Dimensionen der Kammern. Das Bodenteil 45 liegt mit seiner Innenseite
auf den Stirnseiten der Kammerwände 47 und der Umfangswandung 51 auf. Das Bodenteil
45 ist aber seinerseits mit Kammerrippen 53 versehen, welche bei verschlossenem Relais
11 jeweils direkt neben die Kammerwände 47 zu liegen kommen. Eine Bodenrandrippe 55
umfasst die Umfangswandung 51 und ist mit Nasen 57 im Deckel 43 eingerastet. Der Deckel
43 seinerseits umschliesst alle fünf, durch das Bodenteil 45 nicht bedeckten Seiten
des Relais 11 und auch die Bodenrandrippe 55.
[0028] Die Kammerrippen 53 und die Kammerwände 47 bilden zusammen eine labyrinthische Verlängerung
von Luft- und Kriechwegen zwischen den Kontaktelementen 27,29 in benachbarten Kammern
49. Wo der Kamm 23 die Kammerwände 47 und Kammerrippen 53 durchstösst entstünde ein
verkürzter Luft- und Kriechweg, wenn nicht mit einem Schild 59 am Kamm dieser wiederum
verlängert wäre. Der Schild 59 übersteht dazu einen die Öffnungen in den Kammerwänden
und Kammerrippen durchdringenden Längsstab 60 des Kamm 23 nach drei Seiten. Auf der
vierten Seite, nämlich der zum Bodenteil 45 hin gerichteten Seite, ist aus Platzgründen
ein Überstehen des Längsstabes 60 nicht erwünscht. Deshalb ist der Schild 59 wo nötig
L-förmig ausgebildet und deckt mit einem parallel zum Bodenteil 45 angeordneten Schildteil
61 die Kontaktfeder 27 zum Bodenteil 45 hin ab, so dass auch dort eine Wegverlängerung
erreicht ist.
[0029] An den Schildteilen 61 oder diesen ähnlichen am Kamm 23 ausgebildeten Lappen 63 sind
Zwangsmitnehmer 65 ausgebildet. Diese fassen an der Kontaktfeder 27 ausgebildete Fortsätze
67 von zwei Seiten her, so dass die Kontaktfeder 27 jede Bewegung des Kammes 23 mitmachen
muss. Die Schildteile 61 sind symmetrisch zum Längsstab 60 des Kammes 23 angeordnet,
um die Luft- und Kriechwege beidseitig des Längsstabes gleichermassen zu verlängern.
An den Schildteilen 61 sind die Zwangsmitnehmer 65 in der Figur 2, 3 und 6 nicht symmetrisch,
jedoch in den Figuren 4 und 5 symmetrisch ausgebildet. Diese symmetrische Ausbildung
erlaubt die Verwendung eines einheitlichen Kammes für beide Relais eines Zwillingsrelais
nach Figur 6.
[0030] Der Anker 21 greift durch eine Öffnung in der Trennwand 17 hindurch bis in die unmittelbare
Nähe des Bodenteils 45 (Figur 2). Dort sitzt sein Ende in einer Ausnehmung im Kamm
23. Die Spule 37 ist auf einen Spulenträger 69 gewickelt, welcher vom Kern 39 durchdrungen
ist. Joch 41 und Kern 39 sind zusammen aus einem Stück hergestellt. Im Spulenträger
69 sind Anschlusspins eingelassen, an welchen der Spulenwicklungsdraht angeschlossen
ist und welche durch dafür vorgesehene Öffnungen im Bodenteil 45 aus dem Gehäuse hinausragen.
[0031] Wie aus der Figur 3 gut ersichtlich, stecken die Kontaktelemente 27, 29 in dafür
vorgesehenen Einspannbereichen 71 im Trägerteil 33. Die Kontaktfedern 27 sind am Federfuss
73 einmal zusammengefaltet und im doppelten Bereich um 90° umgebogen. Mit diesem Winkelteil
75 sind sie von der Kammseite bzw. vom offenen Boden her in den taschenartigen Einspannbereich
71 im Trägerteil 33 einschiebbar. Ebenso ist das feste Kontaktelement 29 in eine Art
Tasche 79 eingeschoben. Die Anschlusspins ragen entgegen der Einschieberichtung der
Kontaktelemente 27,29 in die Richtung zum auf das Trägerteil 33 aufsetzbaren Bodenteil
45. Im Bodenteil sind entsprechende Löcher für die Pins vorgesehen.
[0032] Eine vorteilhafte Ausgestaltung der Kontaktfedern 27, der festen Kontaktelemente
29 und des Kammes 23 ist aus den Figuren 4 und 5 ersichtlich. Der Kamm 23 ist dort
symmetrisch ausgebildet. Somit kann der gleiche Kamm 23 sowohl in dem in Figur 4 und
5 gezeigten wie auch in einem spiegelbildlich dazu ausgeführten Relais verwendet werden.
Auch die Kontaktfeder 27 ist bezüglich Kontaktkopf 77 symmetrisch ausgebildet. Einseitig
der Kontaktfeder 27 ist der vorgeformte Kopfteil einer Kontaktkopfniete und auf der
andern Seite der Kontaktfeder 27 der geschlagene Kopfteil angeordnet. Die Kontaktfeder
27 ist E-förmig mit einem Federteil 80 entlang einer mechanischen Längsachse 81 und
drei quer zur Längsachse 81 gerichteten, auf die gleiche Seite das Federteil 80 überstehenden
Vorsprüngen ausgebildet. Die den Querstrichen eines E entsprechenden Vorsprünge sind
durch die gegenüber dem Federteil 80 verbreiterte Kopfpartie 83, den Mitnehmerfortsatz
67 und den Federfuss 73 mit Anschlusspin 31 gebildet. Mit dem Federfuss 73 wird der
Abstand zwischen Federteil 80 und Trennwand 17 bestimmt. Der Fortsatz 67 ist in Kopfnähe
angeordnet. Der Längsstab 60 des Kammes 23 verläuft zwischen Federfuss 73 und Fortsatz
67 neben dem Fortsatz vorbei. Die Zwangsmitnehmer 65 des Kammes 23 stehen in Eingriff
mit dem Fortsatz 67. Beim Öffnen des Kontaktes bewirkt die Betätigung der Kontaktfeder
27 über den bezüglich der Längsachse 81 asymmetrisch angeordneten Fortsatz eine Vertwistung
des Federteils 80, weil das Zentrum des Kontaktkopfes 77 und der Ansatzpunkt des Zwangsmitnehmers
65 am Fortsatz 67 unterschiedliche Abstände zur mechanischen Längsachse 81 aufweisen.
[0033] Das feste Kontaktelement 29 ist durch ein beinahe quadratisch ausgeformtes Blechteil
85 mit Nietkopf 87 gebildet. Das Blechteil 85 bildet gleichzeitig auch einen Anschlusspin
31 oder, in einem Zwillingsrelais, eine Brücke 86 zum Nietkopf 87 im zweiten Relais.
Das feste Kontaktelement 29 bzw. 86 ist in einer die Ränder des Blechteils 85, 85'
umgreifende Tasche 79, 79' eingeschoben.
[0034] Das in Figur 6 dargestellte Zwillingsrelais 89 ist mit zwei spiegelbildlichen Kämmen
23 und zwei unterschiedlichen Typen von Kontaktfedern 27 ausgerüstet. Die Federteile
80 mit Federfuss 73, Fortsatz 67 und Kopfpartie 83 sind zwar identisch, jedoch ist
der Kontaktkopf 77 bei den einen Federn auf der Seite angeordnet, auf die der Federfuss
73 abgewinkelt ist, bei den andern auf der entgegengesetzten Seite. Dank den entsprechend
ausgeformten Einspannbereichen 71 im Trägerteil 33 ist die gleiche Kontaktfeder 23,
jedoch mit unterschiedlich angeordneter oder symmetrisch ausgebildeter Kopfniete,
in beiden Relais und für Arbeits- wie auch Ruhekontakte verwendbar.
[0035] Die Luft- und Kriechwege zwischen den Kontaktelementen 27,29 benachbarter Kontakte
ist innerhalb jedes einzelnen Relais 11 genau gleich gelöst wie bei einem Einzelrelais.
Durch die Wegverlängerungen mittels überlappenden Kammerwänden 47 und Kammerrippen
53 und mit den Schilden 59 ist im Innern des Relais ein Kriechweg zwischen den Kontaktfedern
27 bzw. den festen Kontaktelementen 29 der Lastkontakte 91 von wenigstens 8 mm erreicht.
Der Abstand der Pins und der Luftweg im Innern erfüllen unter den Lastkontakten 91
die Norm von wenigstens 5,5 mm. Zwischen den Lastkontakten 91 und den Steuerkontakten
93 ist zur sicheren Trennung zwischen den verschiedenen Spannungspotentialen der Lastkontakte
91 und der mit Sicherheitskleinspannung betriebenen Steuerkontakte 93 der Luftweg
auf 8 mm verlängert.
[0036] Zusätzlich müssen beim Zwillingsrelais 89 beide Relais zueinander Abstände einhalten,
welche die Normen erfüllen. Dazu ist in einem für zwei Antriebe 15 und zwei Reihen
von Kontakten 25 angelegten Trägerteil 33 zwischen den beiden Relais eine labyrinthische
Verzahnung von Deckel 43 und Trägerteil 33 einerseits und Bodenteil 45 und Trägerteil
33 andererseits vorgesehen. Die im Trägerteil 33 für diese Verzahnung vorgesehenen
Wände sind lediglich durch die Brücken bildenden, zwei Kontakten 25 gemeinsamen Kontaktelemente
86 und die diesen benachbarten Kammerrippen 53 durchbrochen.
[0037] Zusammenfassend kann gesagt werden, dass bei einem Relais 11, ob einzelnes Relais
oder Zwillingsrelais, ein aus Kunststoff gegossenes Trägerteil 33 auf einer Seite
einer Trennwand einen Antrieb einfasst und auf der andern Seite der Trennwand Kammern
49 für die Kontakte 25 bildet. Diese Kammern 25 sind an der der Trennwand gegenüberliegenden
Seite offen und durch ein Bodenteil 45 verschliessbar. Ein mit einem Anker bewegbarer
Kamm 23 ist zwischen Bodenteil 45 und Kontakten 25 angeordnet. Bewegliche Kontaktfedern
27 der Kontakte 25 queren den Kamm 23 und sind durch den Kamm zwangsgeführt. Die Kontaktfedern
27 sind alle einheitlich ausgeführt, egal auf welche Seite sie durch den Kamm 23 bewegt
werden. Die Kämme 23 sind ebenfalls einheitlich ausgeführt, egal ob die beweglichen
Köpfe der Kontaktfedern 27 auf der einen oder der anderen Seite des Kammes 23 angeordnet
sind. Die Bestandteile des Relais eignen sich daher optimal zur Herstellung eines
Zwillingsrelais. Dank der bodennahen Anordnung des Kammes 23 sind die Kontaktfedern
27 einstellbar, bevor der Kamm 23 eingesetzt ist. Dadurch lassen sich Relais 11 mit
sehr klein dimensionierten Kontaktfedern 27 herstellen und betriebssicher justieren.
Dank einem Ineinandergreifen von Bodenteil 45 mit Kammerrippen 53 und Trägerteil 33
mit Kammerwänden 47 sind genügend lange Kriech- und Luftstrecken zwischen den Kontaktelementen
27,29 in benachbarten Kammern 49 auf kleinem Raum zu erreichen. Massgebend für die
Aussenmasse des Relais 11 sind daher vor allem die Abstände der Anschlusspins voneinander
und die Anzahl Kontakte 25. Zudem ist die Länge der Kontaktfedern 27 im Verhältnis
zum Minimalabstand zwischen den Kontaktköpfen eines geöffneten Kontaktes 25 limitierend,
da die Materialbeschaffenheit der Kontaktfeder 27 nur innerhalb von Grenzen variiert
werden kann. Dank der Ausdehnung der Spule 37 über die Länge der Gesamtheit der Kammern
49 kann diese mit niedrigem Leistungsverlust betrieben werden.
Verzeichnis der Bezugsziffern
[0038]
- 11
- Relais
- 13
- Antriebsbereich
- 15
- Antrieb
- 17
- Trennwand
- 19
- Steueranschlusspins
- 21
- Anker
- 23
- Kamm
- 25
- Kontaktelementepaar, Kontakt
- 27
- Kontaktfeder, Kontaktelement
- 29
- festes Kontaktelement
- 31
- Anschlusspin
- 33
- Trägerteil
- 35
- Schlitze
- 37
- Spule
- 39
- Kern
- 41
- Joch
- 43
- Deckel
- 45
- Bodenteil
- 47
- Kammerwände
- 49
- Kammern
- 51
- Umfangswandung
- 53
- Kammerrippen
- 55
- Bodenrandrippe
- 57
- Nasen
- 59
- Schild
- 60
- Längsstab
- 61
- Schildteil
- 63
- Lappen
- 65
- Zwangsmitnehmer
- 67
- Fortsatz, Mitnehmerfortsatz
- 69
- Spulenträger
- 71
- Einspannbereich
- 73
- Federfuss
- 75
- Winkelteil
- 77
- Kontaktkopf
- 79, 79'
- Tasche
- 80
- Federteil
- 81
- Längsachse
- 83
- Kopfpartie
- 85, 85'
- Blechteil
- 86
- Brücke, gemeinsames
Kontaktelement
- 87
- Nietkopf
- 89
- Zwillingsrelais
- 91
- Lastkontakt
- 93
- Steuerkontakt
1. Sicherheitsrelais (11) mit einem elektromagnetischen Antrieb (15) auf einer Seite
einer zur Achse des Kerns (39) parallelen Trennwand (17), welcher Antrieb eine an
einen Steuerstrom anschliessbare Spule (37) mit Kern/Joch (39,41) und einen beweglichen
Anker (21) aufweist,
einer Reihe von mehreren an einem elektrisch isolierenden Trägerteil (33) angeordneten,
aus wenigstens zwei Kontaktelementen (27,29) bestehenden, durch den Antrieb (15) betätigbaren
Kontakten (25) auf der anderen Seite der Trennwand (17),
wobei die Kontaktelemente (27,29) mit einem Stromanschlusselement (31) verbunden sind
und jeweils wenigstens eines der Kontaktelemente (27,29) durch eine längliche Kontaktfeder
(27) gebildet ist,
und die Kontaktfeder (27) an einem Ende mit einem Federfuss (73) im Trägerteil (33)
festsitzt
und am dem Federfuss (73) gegenüberliegenden Ende mit einem Kontaktkopf (77) versehen
und beweglichen ist,
einem mittels des Ankers (21) parallel zur Achse des Kerns beweglichen Kamm (23),
wobei eine Federlängsachse (81) der Kontaktfeder (27) quer zur Bewegungsrichtung des
Kammes (23) und parallel zur Trennwand (17) angeordnet und die Kontaktfeder (27) durch
den Kamm (23) zwangsgeführt ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Kontaktfedern (27) zwischen dem Kamm (23) und der Trennwand (17) angeordnet sind.
2. Sicherheitsrelais (11) mit zwei elektromagnetischen Antrieben (15) auf einer Seite
einer zu den Achsen der Kerne (39) parallelen Trennwand (17), welche Antriebe jeweils
eine an einen Steuerstrom anschliessbare Spule (37) mit Kern/Joch (39,41) und einen
beweglichen Anker (21) aufweisen,
zwei Reihen von mehreren an einem elektrisch isolierenden Trägerteil (33) angeordneten
Kontakten (25) auf der anderen Seite der Trennwand (17), welche jeweils aus wenigstens
zwei Kontaktelementen (27,29) bestehen und durch einen der beiden Antriebe (15) betätigbar
sind,
wobei jeweils wenigstens eines der Kontaktelemente (27,29) mit einem Stromanschlusselement
(31) verbunden ist
und jeweils wenigstens eines der Kontaktelemente (27,29) durch eine längliche Kontaktfeder
(27) gebildet ist,
und die Kontaktfeder (27) an einem Ende mit einem Federfuss (73) im Trägerteil (33)
festsitzt
und am dem Federfuss (73) gegenüberliegenden Ende mit einem Kontaktkopf (77) versehen
und beweglichen ist,
zwei unabhängig voneinander durch jeweils einen der Anker (21) parallel zur Trennwand
(17) beweglichen Kämmen (23), wobei eine Federlängsachse (81) der Kontaktfeder (27)
quer zur Bewegungsrichtung des Kammes (23) und parllel zur Trennwand (17) angeordnet
und die Kontaktfeder (27) durch den Kamm (23) zwangsgeführt ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Kontaktfedern (27) zwischen dem Kamm (23) und der Trennwand (17) angeordnet sind.
3. Sicherheitsrelais nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass durch ein gemeinsames Kontaktelement (86) mit zwei Kontaktköpfen (87) eine Verbindung
zwischen einem Kontaktelement (86) eines durch den einen Antrieb (15) betätigbaren
Kontakts (25) und einem Kontaktelement (86) eines durch den andern Antrieb (15) betätigbaren
Kontakts (25) gebildet ist.
4. Sicherheitsrelais nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass Kontakte (25) im einen Relais (11), welche lediglich ein Anschlusselement (31) aufweisen
und über ein gemeinsames Kontaktelement (86) mit einem zweiten solchen Kontakt (25)
im benachbarten Relais (11) verbunden sind, am dem Anker (21) entgegengesetzten Ende
des Kammes (23) angeordnet sind.
5. Sicherheitsrelais nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass bei den durch die Kämme (23) zwangsgeführten Kontaktfedern (27) der miteinander durch
ein gemeinsames Kontaktelement (86) verbundenen Kontakte (25) die Federfüsse (73)
an voneinander weggewandten Enden angeordnet und die Kontaktköpfe (77) zwischen den
Kontaktfüssen (73) an einander zugewandten Enden der Kontaktfedern (27) angeordnet
sind.
6. Sicherheitsrelais nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass ein Einspannbereich (71) für einen winklig abgebogenen Federfuss (73) der Kontaktfeder
(27) im Trägerteil (33) symmetrisch ausgebildet ist.
7. Sicherheitsrelais nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass beidseitig der Kontaktfeder (27) einander gegenüberliegend je ein Kontaktkopf (77)
ausgebildet ist.
8. Sicherheitsrelais nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Relais (11) auf der der Trennwand (17) gegenüberliegenden Kammseite mit einer
entfernbaren Kontaktkammeraussenwand (45) verschliessbar ist.
9. Sicherheitsrelais nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Kontaktfedern (27) zwischen Kontaktkopf (77) und Federfuss (73) einen von der
Trennwand (17) weg zur Kammseite hin gerichteten Fortsatz (67) aufweisen, um damit
in Eingriff mit dem Kamm (23) zu stehen.
10. Sicherheitsrelais nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Kontaktfeder (27) an einer Kammansatzstelle (67) mit dem Kamm (23) in Eingriff
steht, welche Kammansatzstelle (67) in einem Abstand zur mechanischen Federlängsachse
(81) liegt.
11. Sicherheitsrelais nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Kontaktkopf (77) mit seinem Zentrum um ein gewähltes Mass neben der mechanischen
Federlängsachse (81) der Kontaktfeder (27) an dieser befestigt ist, und dieses Mass
kleiner ist als der Abstand zwischen der Kammansatzstelle (67) und der Federlängsachse
(81).
12. Sicherheitsrelais nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass in Richtung der Federlängsachse (81) der Abstand der Kammansatzstelle (67) vom Federfuss
(73) etwa doppelt so gross ist wie ihr Abstand vom Zentrum des Kontaktkopfes (77).
13. Sicherheitsrelais nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die einzelnen Kontakte (25) durch Kammerwände (47) voneinander getrennt sind.
14. Sicherheitsrelais nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Kamm (23) einen durch Ausschnitte in den Kammerwänden (47) geführten Längsstab
(60) und diesen Längsstab auf wenigstens drei Seiten überragende, etwa parallel zu
den Kammerwänden (47) angeordnete Schilde (59) zur Verlängerung der Luft und Kriechstrecken
zwischen Kontaktelementen (27,29) benachbarter Kontakte (25) aufweist.
15. Sicherheitsrelais nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass eine für die Kontaktfeder (27) am Kamm (23) vorgesehene Eingriffsstelle parallel
zur Federlängsachse (81) einen Abstand zu einer Stabachse des Kammes (23) aufweist.
16. Sicherheitsrelais nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass der Kamm (23) spiegelsymmetrisch zu einer senkrecht zur Trennwand (17) und parellel
zur Bewegungsrichtung des Kammes liegenden Ebene ausgebildet ist.
17. Sicherheitsrelais nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass eine Gesamtheit von Kammern (49) für mit einem Antrieb (15) betätigbare Kontakte
(25) in zwei Richtungen praktisch die gleichen Abmessungen aufweist, wie die den Kontakten
(25) zugeordnete Spule (37), so dass die Kammern (49) und die Spule (37) praktisch die gleiche Grundfläche beanspruchen.
18. Sicherheitsrelais nach einem der Ansprüche 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass Kammerwände oder -rippen (47, 53) am Trägerteil (33) und/oder an der Kammeraussenwand
(45) ausgebildet sind.
19. Sicherheitsrelais nach einem der Ansprüche 2 bis 18 in Verbindung mit Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Teil der Kontakte (25) zwei Anschlusselemente (31) aufweist.