[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Erzeugung von beschichteten
Strängen aus Metall, insbesondere von Bändern aus Stahl, bei dem ein Metallstrang
durch den Boden eines Gefäßes, gefüllt mit Schmelze gleicher oder unterschiedlicher
Zusammensetzung wie der Metallstrang, geführt wird, wobei die Verweilzeit des Metallstranges
in Abhängigkeit von der Schmelzbadhöhe, der Gießgeschwindigkeit, der Metallstrangdicke
und der Vorwärmtemperatur des Metallstranges so gewählt wird, daß die abgelagerte
Schmelze auf dem Metallstrang eine gewünschte Dicke von dem Mehrfachen der Ausgangsdicke
des Metallstranges annimmt und der Metallstrang mit ankristallisierter Schicht nach
Austritt aus dem Schmelzebad einen Glättstich erfährt, der dann vorgenommen wird,
wenn die Oberflächentemperatur des ankristallisierten Stranges kleiner als die Solidus-Temperatur
des Schmelzbades ist und damit zumindest die Oberfläche der ankristallisierten Schicht
erstarrt ist
[0002] Bei einem aus der EP 0 832 990 A2 bekanntgewordenen Verfahren und Vorrichtung wird
ein Nachteil bei der Erzeugung von beschichteten Metallsträngen, vorzugsweise Bänder
aus einer Stahlgüte oder unterschiedlichen Stahlgüten, wie z.B. Monomaterial oder
Verbundmaterial und hier im besonderen auch Verbundmaterial aus Kohlenstoff-Stahl,
dünnbeschichtet mit Rostfrei-Stählen behoben. Als nachteilig hat sich bei derartigen
Inversionsgießeinrichtungen bei einer ankristallisierten Schicht mit einer "teigigen
Oberfläche und teigigem Kem" gezeigt, daß die am Mutterband anhaftende Schicht einerseits
zwar schon relativ weit erstarrt ist, aber andererseits in ihrer Außenzone noch ausreichende
Anteile an flüssiger Phase beim Eintritt in das Glättrollenpaar aufweist. Das Band
erfährt dann beim Durchlaufen des Glättrollenpaares eine starke Unterkühlung, womit
die Neigung der Rißbildung sowohl längs und quer zur Bandrichtung auftritt. Diese
Gefahr erhöht sich noch bei höheren Gieß- und Walzgeschwindigkeiten. Es wird dort
deshalb der Glättstich dann vorgenommen, wenn die Oberflächentemperatur des ankristallisierten
Stranges kleiner als die Solidus-Temperatur des Schmelzbades ist und damit zumindest
die Oberfläche der ankristallisierten Schicht erstarrt ist. Gleichwohl ist nicht auszuschließen,
daß die Dicke der ankristallisierten Schicht schwankt.
[0003] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren und eine Vorrichtung
zu schaffen, die eine Glättung des Bandes mit einer Banddickentoleranz von maximal
2% ohne Rißbildung sowohl in der Oberfläche als auch im Inneren des Bandes bei gleichzeitiger
Dickenkontrolle der Ankristallisation sicherstellen.
[0004] Die überraschende Lösung wird hinsichtlich des Verfahrens durch die in den Ansprüchen
1 bis 3 angegebenen kennzeichnenden Merkmale und bezüglich der Vorrichtung durch die
in den Ansprüchen 4 bis 7 enthaltenen Merkmale erreicht.
[0005] Die Hauptmerkmale zur Erzeugung von fehlerfreien, planbeschichteten Bändem, beispielsweise
mit einem Breite-/Dicke-Verhältnis größer 60 und einer Gesamtdicke von maximal 12
mm, vorzugsweise 2 bis 6 mm, aus einem Werkstoff oder aus Verbundwerkstoffen unterschiedlicher
Metallgüten wie Kohlenstoff-Stahl als Monowerkstoff oder Kohlenstoff-Stahl mit einer
Rostfrei-Stahl-Beschichtung von mindestens 5% der Gesamtbanddicke als Verbundwerkstoff
und einer Dickenabweichung von maximal 2% zwischen dem Rand (40 mm von der Kante)
und der Mitte des Bandes, sind hinsichtlich des angestrebten Ziels einer gleichen
Dicke der ankristallisierten Schicht insbesondere dadurch gekennzeichnet, daß zwischen
dem Schmelzbad und dem Beginn der Erstarrung auf der Bandoberfläche eine Abstreifung
der Ankristallisation mit einer gewünschten Dicke auf eine kleinere Dicke erfolgt.
Im Endeffekt wird nur so viel Material abgestreift bzw. -getragen, wie erforderlich
ist, um eine gleiche Dicke der ankristallisierten Schicht über die Länge des Stranges
zu erreichen. Es wird somit das Übermaß der ankristallisierten Schicht abgestreift.
[0006] Die Abstreifung der Ankristallisation mit einer gewünschten Dicke auf eine kleinere
Dicke wird vorrichtungsmäßig vorteilhaft zwischen dem Schmelzbad und dem Beginn der
Erstarrung auf der Bandoberfläche vorgenommen, wobei die Wände des das Glättrollenpaar
aufnehmenden Raumes sowie das Glättrollenpaar selbst wärmekontrolliert ausgebildet
sind. Zur Abstreifung eignen sich vorteilhaft mechanische Abstreifvorrichtungen in
Form von vorzugsweise Messern, alternativ läßt sich eine pneumatische Abstreifvorrichtung
einsetzen.
[0007] In den Figuren 1 bis 3 ist die Erfindung sowohl hinsichtlich des Verfahrens als auch
der Vorrichtung dargestellt. Es zeigen:
- Figur 1
- eine Gesamtansicht des Verfahrens und seiner Vorrichtung zur Glättung von beschichteten
Strängen aus Metall vorzugsweise von Bändern aus Stahl;
- Figur 2
- ein Temperaturfeld des Stranges zwischen dem Bandeintritt in den Kristallisator und
dem Glättrollenpaar während des Gießens;
- Figur 3
- ein beschichtetes Band zwischen der Schmelzbadoberfläche im Kristallisator und dem
Glättrollenpaar, Detail aus Fig. 1.
[0008] Die Figuren 1 und 2 geben die Gesamtansicht des Verfahrens und die Vorrichtung zur
Glättung beschichteter Stränge vorzugsweise Bänder aus Stahl 1 mittels eines Glättrollenpaares
2 wieder. Das Mutterband 1.1 wird in den Kristallisator 3, gefüllt mit Schmelze 3.3,
die über einen Schmelzenzulauf 3.1 eingeleitet wird, duch die Düsen einer Bodeneinlaßvorrichtung
3.2 mit einer Gieß- und Walzgeschwindigkeit 7.1 von 0,05 bis 10 m/s mittels eines
Antriebsrollenpaares 1.5 unterhalb des Kristalllisators gefördert.
[0009] Das Mutterband 1.1, mit einer Temperatur von wahlweise 20 bis 80°C vor Eintritt in
den Kristallisator 3, beginnt oberhalb des Stahlmeniskus 3.5 am Düsenaustritt 3.2
mit der Ankristallisation 3.6 von Schmelze in Punkt 3.6.1 und entzieht der Schmelze
3.3 Überhitzungs- und Kristallisationsenergie unter gleichzeitiger Erwärmung. Dieser
Energiestrom 4 aus der Schmelze in das Mutterband findet beim Durchlaufen des Mutterbandes
durch das Schmelzbad 3.3 zwischen dem Meniskus 3.5 und der Badoberfläche 3.4 über
die Schmelzbadhöhe 3.3.1 statt. Beim Austritt 5 des beschichteten Bandes 1 aus der
Badoberfläche 3.4 des Schmelzbades mit einer Oberflächenrauhigkeit 1.3 hat es eine
bestimmte Dicke 1.2 erreicht, die im wesentlichen von der Bandtemperatur beim Einlauf
in den Kristallisator, von der Schmelzentemperatur und der Kontaktzeit des Bandes
mit der Schmelze bestimmt wird, mit der das Band 1 in den Walzspalt 2.1 des Glättrollenpaares
2 einläuft.
[0010] Das so beschichtete Band 1 ist am Austritt 5 aus dem Bad 3.4 an der Oberfläche "teigig"
(zwei Phasen: Schmelze und Kristall) und weist eine Oberflächenrauhigkeit 1.3 von
größer 2% auf, die den Planheitskriterien eines Bandes mit einem Breite-/Dicke-Verhältnis
von größer als 60 nicht gerecht wird.
[0011] Beim Verlassen des beschichteten Bandes 1 aus dem Bad 3.4 mit der Enddicke 5.1 verläuft
die Erstarrung vom Austritt 5 bis zum Glättrollenpaar 2 und darüber hinaus in der
ankristallisierten Schicht, die aus Schmelze und Kristal besteht, von außen nach innen,
d.h. der Energiestrom 6 kehrt sich im Vergleich zu dem Wärmestrom 4 in der Schmelze
3.3 um und verläuft von innen (Bandmitte) nach außen in die Wände 6.1 mit wärmekontrollierten
Durchgang. Dieser kontrollierte Wärmestrom kann durch Wandelemente 6.2 in entsprechend
für die Temperaturführung des Bandes 1 notwendige Zonen in Gieß- und Walzrichtung
7 aufgeteilt werden. Diese Vorrichtungsmerkmale erlauben es, den Wärmestrom 6 vom
Band zu den wärmedurchgangskontrollierten Wänden 6.1 und 6.2 zu beherrschen, d.h.
zu steuern oder in Abhängigkeit von der Stahlgüte, der Gießgeschwindigkeit 7.1 und
der Position 2.4 des Glättrollenpaares 2 zu regeln.
[0012] Zur Beschreibung und zum Verständnis der unerwarteten Lösung, die die Erfindung ausmacht,
ist es auch notwendig, die Temperaturfelder und damit die Phasenzustände des beschichteten
Bandes 1 im Wechselspiel mit den Wärmeströmen 4.6 und 2.7 von der Schmelze 3.3 in
das Mutterband 1.1, vom beschichteten Band 1 in die Wände mit einem wärmekontrollierten
Durchgang 6.1 zwischen der Badoberfläche 3.4 und dem Glättrollenpaar 2 sowie darüber
hinaus vom beschichteten Band 1 im Walzspalt 2.1 des Glättrollenpaares 2 über den
Walzenkörper in die Innenkühlung 2.5 des Glättrollenpaares zu kontrollieren.
[0013] Die Ankristallisation 3.6 im Bad 3.3 besitzt auf ihrer Oberfläche 4.1 eine Temperatur
8 (T-x), die größer als die Solidus-Temperatur und kleiner als die Liquidus-Temperatur
(T-li > T-x > T-sol) ist und weist einen Zwei-Phasenzustand, bestehend aus Schmelze
und Kristall, auf. Diese Ankristallisation nimmt in ihrer Temperatur von der Oberfläche
senkrecht zum Mutterband 1.1 stetig ab. Funktional zum Oberflächenprofil 4.1 der Ankristallisation
3.6 verläuft die Liquidus-Isotherme 10 im Schmelzbad bis an die Badoberfläche 3.4.
[0014] Beim Auftauchen des beschichteten Bandes 1 aus dem Bad 3.4 an der Stelle 5 ist die
aufgeschmolzene Schicht 9.2 des Mutterbandes 1.1 am größten, die im Schmelzbad 3.3
an der Stelle 9.1 mit Erreichen der Solidustemperatur begann. Mit Beginn dieser Aufschmelzung
des Mutterbandes setzt die Verschweißung zwischen dem Mutterband 1.1 und der aufkristallisierten
Schicht 3.6 ein.
[0015] Oberhalb der Schmelze mit Umkehrung des Energiestromes 6 beginnt nun die Erstarrung
der Restschmelze in der aufkristallisierten Schicht, bestehend aus den Phasen Schmelze
und Kristall, von der Oberfläche des Bandes 1 senkrecht in Richtung Bandmitte sowie
in der Oberfläche selber in Richtung Glättrollenpaar 2 parallel zur Gieß- und Walzrichtung
7, d.h. die Oberflächentemperatur des Bandes sinkt, ausgehend von der Badoberfläche
3.4 an der Stelle 5 in Richtung des Glättrollenpaares 2, stetig ab, durchläuft die
Solidustemperatur im Punkt 9.3 vor Einlauf 2.1.1 des beschichteten Bandes 1 in das
Glättrollenpaar 2, wo sie dann einen Wert annimmt, der unterhalb von T-Solidus liegt.
[0016] Außerdem wird die Dicke 1.2 des beschichteten Bandes zwischen der Bandoberfläche
3.4 und dem Beginn der Erstarrung 9.3, also noch im "teigigen" (zwei Phasen: Schmelze
und Kristall) Bandoberflächenbereich 24, durch eine Abstreifung 20 auf eine kleinere
Dicke 21 reduziert. Diese Reduktion muß vor der Durcherstanung 9.3 erfolgen, um eine
saubere und plane Bandoberfläche zu erhalten.
[0017] Diese Abstreifung 20 oder Kontrolle der Beschichtungsdicke kann alternativ sowohl
mit einem mechanischen Abstreifer 22 (Messer), der aus Metall und/oder Keramik besteht
und auch gekühlt sein kann, als auch mit einem pneumatischen Abstreifer, der mit einem
sauerstofffreien Gasstrahl 23 betrieben wird, bestehen.
[0018] Außerdem können beide Arten der Abstreifer 22 und 23 nacheinander zum Einsatz gelangen.
Zudem sind beide Abstreifer in ihrer Position, d.h. mit ihrem Abstand zur Bandoberfläche
1.3, zur Badoberfläche 3.4 sowie zueinander frei wählbar.
[0019] Zur Kontrolle einer gewünschten Temperaturführung des beschichteten Bandes 1 sind
die Position 2.4 des Glättrollenpaares 2, der Energiestrom 6 in die Wände mit wärmekontrolliertem
Durchgang 6.1 und 6.2 und die Gieß- und Walzgeschwindigkeit 7.1 im Sinne der Erfindung
so zu regeln, daß die Oberflächentemperatur des beschichteten Banes 1 vor Eintritt
in das Glättrollenpaar 2 sich unterhalb der Solidus-Temperatur befindet und damit
das beschichtete Band zumindest in seiner Oberfläche erstarrt ist.
[0020] Diese Bedingung ist für eine rißfreie Oberfläche zwingend notwendig, da die erstarrte
Phase besonders unmittelbar unterhalb der Erstarrung ein ausgeprägtes Dehnungsverhalten
ohne Rißbildung aufweist. Im Gegensatz zu diesem guten Dehnungsvermögen des Werkstoffes
"Stahl" unmittelbar unterhalb des Erstarrungspunktes, T-Solidus, ist es bekannt, daß
die Deformationsgrenze im "teigigen" Bereich, im Zwei-Phasengebiet Schmelze/Kristall
und damit die Vermeidung von Rissen sehr klein ist und je nach Stahlgüte zwischen
0,1 bis 0,3% liegt
[0021] Bei sogenannten innenrißempfindlichen Stahlgüten also Stählen, die im "teigigen"
Bereich bei geringsten Deformationen, d.h. Dehnungsbeanspruchungen zur Rißbildung
neigen, ist es für das erfindungsgemäße Verfahren bedeutsam, daß das Erstarrungsprofil
9 an der Phasengrenze fest/flüssig so gesteuert wird, daß die Erstarrung 9.4 des beschichteten
Stranges 1 bis spätestens zum Ausgang 2.1.2 und 9A des Walzspaltes bzw. bis spätestens
zum Eingang 2.1.1 und 9B in den Walzspalt des Glättrollenpaares 2 beendet ist.
[0022] Diese Bedingungen des beschichteten Bandes 1 im Glättrollenpaar können, bei vorgegebener
Gießgeschwindigkeit 7.1 mit Hilfe der Regelung der Wärmestöme 6 und 2.7 mittels der
Wandelemente 6.1 und 6.2 und/oder dem in der Position, zum Abstand vom Gießspiegel
2.4.1 verstellbaren Glättrollenpaar 2 mit Innenkühlung 2.5, eingestellt werden.
[0023] Bei der Sicherstellung eines mindestens im Oberflächenbereich erstarrten Bandes 9.5
im Walzspalt 2.1 mit der gedrückten Länge 2.2 kann nun mit Dickenabnahmen von bis
zu 20% durch Anstellung des Glättrollenpaares 2 in Dickenrichtung 2.3 das Band 1 mit
seiner rauhen Oberfläche 1.3 gewalzt bzw. geglättet 1.4 werden, ohne daß Oberflächenrisse
bzw. Innenrisse in der aufkristallisierten Schicht bei gleichzeitiger Sicherstellung
einer guten Verschweißung zwischen Mutterband 1.1 und der aufkristallisierten Schicht
3.6 auftreten. Das so geglättete und plane Band 1.4.1 ist rißfrei in seiner Oberfläche
1.4 und im Inneren seiner erstarrten aufkristallisierten Schicht 3.6. Die Planheit
bzw. das entstehende Profil des Bandes 1.4.1 kann unter den oben beschriebenen erfinderischen
Merkmalen mit einer Toleranz von max. 2% der Dicke in Quer- und Längsrichtung eingestellt
werden.
[0024] Die Figur 3 stellt den Bereich des Glättrollenpaares 2 etwas mehr im Detail dar.
Das beschichtete Band 1 mit seiner Ankristallisation 3.6 läuft in den Walzspalt 2.1.1
mit einer Oberflächentemperatur, T-2.1.1 kleiner als T-Solidus ein (T-2.1.1 < T-sol)
und tritt mit einer kontrolliert abgesenkten Temperatur T-2.1.2 kleiner T-2.1.1 (T-2.1.2
< T-2.1.1 < T-sol) aus dem Walzspalt 2.1 an seinem Austritt 2.1.2 heraus. Der Temperaturverlust
im Walzspalt sollte kontrolliert und klein gehalten werden. Dies kann erfindungsgemäß
durch ein entsprechend wärmedurchgangskontrolliertes Glättrollenpaar 2 mit Innenkühlung
2.5 und wärmekontrollierender Schicht 2.6 oder Schichten erzielt werden.
[0025] Hierzu müssen die Kühlung, die Werkstoffe und die Dicke der Rollen 2, ihr Schichtenaufbau
2.6 und die Wahl der unterschiedlichen Rollen-Werkstoffe wie z.B. Stahl, Metalle,
Metallkeramik und/oder Keramik aufeinander abgestimmt werden.
[0026] Der gesamte Raum 11 oberhalb der Badoberfläche 3.4 ist in seiner Temperatur und Atmosphäre
(Stickstoff und/oder Argon) kontrolliert, so daß die oben beschriebenen Bedingungen
sichergestellt werden sowie eine Oxidation der Badoberfläche vermieden wird.
[0027] Das so beschichtete Band wird direkt oder indirekt einem weiteren Walzwerk 12 und
Walzprozess zur Erzeugung von Fertigwarmband und/oder Kaltband sowohl als Mono-Material
als auch als Verbundmaterial mit oder auch ohne vogeschalteter Beize zugeführt.
[0028] Zur Kontrolle, Steuerung und/oder Regelung des Temperaturfeldes im beschichteten
Band 1 und auf der Bandoberfläche 1.3 zwischen der Schmelzbadoberfläche 3.4 und dem
Austritt des beschichteten und geglätteten Bandes 1.4.1 aus dem Glättrollenpaar 2
werden Meßgeräte zur Temperaturerfassung 2.8 an der Innenseite der wärmekontrollierten
Wandelemente 6.2 angebracht.
Bezugsverzeichnis:
[0029]
- 1.
- Beschichtetes Band zwischen der Badoberfläche und dem Glättrollenpaar
- 1.1
- Mutterband, Ausgangs-Metallband
- 1.2
- Dicke des beschichteten Bandes zwischen Badoberfläche und Glättrollenpaar
- 1.3
- rauhe, beschichtete Bandoberfläche
- 1.4
- plane, geglättete Bandoberfäche
- 1.4.1
- beschichtetes und geglättetes Band
- 1.5
- Antriebsrollenpaar unterhalb des Kristallisators
- 1.6
- Detail, siehe Fig. 3
- 2.
- Glättrollenpaar
- 2.1
- Walzspalt
- 2.1.1
- Beginn des Walzspaltes
- 2.1.2
- Ende des Walzspaltes
- 2.2
- gedrückte Länge im Walzspalt
- 2.3
- Position des Glättrollenpaares in Dickenrichtung des Bandes, Walzenanstellung in Dickenrichtung
- 2.4
- Position des Glättrollenpaares in Gieß- und Walzrichtung des Bandes
- 2.4.1
- Abstand des Glättrollenpaares zur Badoberfläche
- 2.5
- Innenkühlung des Glättrollenpaares
- 2.6
- Beschichtung des Glättrollenpaares zur Kontrolle des Wärmeduchganges
- 2.7
- Energiestrom in das innengekühlte Glättrollenpaar
- 2.8
- Meßgerät zur Bestimmung der Bandoberflächentemperatur
- 3.
- Kristallisator
- 3.1
- Schmelzenzulauf
- 3.2
- Düse der Bodeneinlaßvorrichtung
- 3.3
- Schmelzbad
- 3.3.1
- Schmelzbadhöhe
- 3.4
- Badoberfläche
- 3.5
- Meniskus
- 3.6
- Ankristallisation von Schmelze
- 3.6.1
- Beginn der Ankristallisation
- 4.
- Energiestrom im Schmelzbad aus der Schmelze in das Mutterband
- 4.1
- Oberfläche und Profil der Ankristallisation im Schmelzbad
- 5.
- Austritt des beschichteten Bandes aus dem Bad
- 5.1
- Enddicke der ankristallisierten Schicht
- 6.
- Energiestrom oberhalb der Badoberfläche nach außen zu den Wänden mit wärmekontrolliertem
Durchgang
- 6.1
- Wände mit wärmekontrolliertem Drürchgang
- 6.2
- wärmedurchgangskontrollierte Wandelemente, unabhängig voneinander
- 7.
- Gieß- und Walzrichtung
- 7.1
- Gieß- und Walzgeschwindigkeit
- 8.
- Oberflächentemperatur, T-x der Ankristallisation im Schmelzbad
- 9.
- Isotherme der Solidus-Temperatur, Erstarrungsprofil
- 9.1
- Beginn der Bandoberflächenaufschmelzung und der Verschweißung von Mutterband und Ankristallisation
- 9.2
- max. Aufschmelzzone in der Oberfläche des Mutterbandes
- 9.3
- Beginn der Erstarrung ausgehend von der Bandoberfläche in Richtung Bandmitte, Oberflächentemperatur
gleich der Solidus-Temperatur
- 9.4
- Ende der Erstarrung, Durcherstarrung
- 9.5
- erstarrte Bandoberfläche
- 9.A
- Erstarrungsprofil, Isotherme der Solidus-Temperatur, Durcherstarrung bis spätestens
zum Ende des Walzspaltes
- 9.B
- Erstarrungsprofil, Isotherme der Solidus-Temperatur, Durcherstarrung bis spätestens
zum Eintritt in der Walzspalt
- 10.
- Isotherme der Liquidus-Temperatur
- 11.
- temperatur- und atmosphärenkontrollierter Raum oberhalb des Schmelzbades
- 12.
- direkt weiterverarbeitendes Walzwerk
- 20
- Abstreifung der Ankristallisation (3.6) mit einer Dicke (1.2 auf eine kleinere Dicke
(21)
- 21
- kleinere Dicke der Ankristallisation (3.6) mit einer Dicke (1.2)
- 22
- mechanische Abstreifung, beispielsweise mit einem Messer
- 22.1
- mechanische Abstreifvorrichtung, Messer
- 22.2
- pneumatische Abstreifvorrichtung
- 23
- pneumatische Abstreifung, beispielsweise mit einem sauerstoffreien Gasstrahl (23.1)
- 24
- "teigiger" Bandoberflächenbereich (zwei Phasen: Schmelze und Kristall) zwischen Badoberfläche
(1.3) und dem Beginn der Erstarrung (9.3) in der Bandoberfläche (1.3).
1. Verfahren zur Erzeugung von beschichteten Strängen aus Metall, insbesondere von Bändem
(1) aus Stahl, bei dem ein Metallstrang (1.) durch den Boden eines Gefäßes (3) gefüllt
mit Schmelze (3.3) gleicher oder unterschiedlicher Zusammensetzung wie der Metallstrang
(1.1) geführt wird, wobei die Verweilzeit des Metallstranges (1.1) in Abhängigkeit
von der Schmelzbadhöhe (3.3.1), der Gießgeschwindigkeit, der Metallstrangdicke und
der Vorwärmtemperatur des Metallstranges so gewählt wird, daß die abgelagerte Schmelze
auf dem Metallstrang eine gewünschte Dicke von dem Mehrfachen der Ausgangsdicke des
Metallstranges annimmt und der Metallstrang (1.) mit ankristallisierter Schicht (3.6)
nach Austritt aus dem Schmelzebad (3.3) einen Glättstich (2) erfährt und daß der Glättstich
dann vorgenommen wird, wenn die Oberflächentemperatur des ankristallisierten Stranges
(3.6) kleiner als die Solidus-Temperatur des Schmelzbades (3.) ist und damit zumindest
die Oberfläche (1.3) der ankristallisierten Schicht (3.6) erstarrt ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß zwischen dem Schmelzbad (3.4) und dem Beginn der Erstarrung (9.3) auf der Bandoberfläche
(1.3) eine Abstreifung (20) der Ankristallisation (3.6) mit einer Dicke (1.2) auf
eine kleinere Dicke (21) erfolgt.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Abstreifung (20) mechanisch (22), beispielsweise mit einem Messer (22.1) erfolgt.
3. Verfahren nach Anspruch 1 und/oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Abstreifung (20) pneumatisch (23), beispielsweise mit einem sauerstofffreien
Gasstrahl (23.1) erfolgt.
4. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 bis 3, umfassend ein Schmelzgefäß,
einen Kristallisator (3), durch dessen Boden ein Mutterband (1.1) unter Bildung eines
Meniskus (3.5) im Bereich der Bodeneinlaßvorrichtung (3.2) mittels eines Antriebsrollenpaares
einläuft, einen Raum (11) oberhalb des Schmelzbades (3.3), in dem ein Glättrollenpaar
(2) mit Walzspalt (2.1) zur Hindurchführung des Metallstranges (1) mit ankristallisierter,
in ihrer Oberfläche erstarrter Schicht (3.6) angeordnet ist, wobei eine Abstreifung
(20) (3.6) der Ankristallisation mit einer Dicke (1.2) auf eine kleinere Dicke (21)
zwischen dem Schmelzbad (3.4) und dem Beginn der Erstarrung (9.3) auf der Bandoberfläche
(1.3) vorgesehen ist und die Wände des Raumes (11) und das Glättrollenpaar (2) jeweils
wärmekontrolliert ausgebildet sind.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Abstreifung (20) der Ankristallisation (3.6) als mechanische Abstreifvorrichtung,
Messer (22.1), ausgebildet ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 4 und/oder 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Abstreifung (20) der Ankristallisation (3.6) als pneumatische Abstreifvorrichtung
(23.1) ausgebildet ist.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Abstreifvorrichtungen (22.1) und/oder 23.1) in ihrer Position, d.h. ihrem Abstand
vom Bad (3.4) und der Badoberfäche (1.3) variabel angeordnet sind.
1. Method of producing coated strands of metal, especially strips (1) of steel, in which
a metal strand (1) is guided through the base of a vessel (3) filled with melt (3.3)
of the same or different composition as the metal strand (1.1), wherein the dwell
time of the metal strand (1.1) is so selected in dependence on the melt bath level
(3.3.1), the casting speed, the metal strand temperature and the preheating temperature
of the metal strand that the deposited melt on the metal strand adopts a desired thickness
of a multiple of the starting thickness of the metal strand and the metal strand (1)
with crystallised-on layer (3.6) undergoes a smoothing pass (2) after exit from the
melt bath (3.3) and the smoothing pass is carried out when the surface temperature
of the crystallised-on strand (3.6) is lower than the solidus temperature of the melt
bath (3) and thus at least the surface (1.3) of the crystallised-on layer (3.6) has
hardened, characterised in that a stripping down (20) of the crystallised-on layer (3.6) with a thickness (1.2) to
a smaller thickness (21) takes place between the melt bath (3.4) and the beginning
of the hardening (9.3).
2. Method according to claim 1, characterised in that the stripping down (20) is carried out mechanically, for example by a knife (22.1).
3. Method according to claim 1 and/or 2, characterised in that the stripping down (20) is carried out pneumatically (23), for example by an oxygen-free
gas jet (23.1).
4. Device for carrying out the method according to claim 1 to 3, comprising a melt vessel,
a crystallisator (3), through the base of which a mother strip (1.1) enters by means
of a drive roller pair with formation of a meniscus (3.5) in the region of the base
inlet device (3.2), and a space (11) above the melt bath (3.3), in which a smoothing
roller pair (2) with a roll gap (2.1) for guidance through of the metal strand (1)
with crystallised-on layer (3.6) hardened at the surface thereof is arranged, wherein
a stripping-down (20) (3.6) of the crystallised-on layer with a thickness (1.2) to
a smaller thickness (21) is provided between the melt bath (3.4) and the beginning
of the hardening (9.3) at the strip surface (1.3) and the smoothing roller pair (2)
and the walls of the space (1) are each constructed to be heat-controlled.
5. Device according to claim 4, characterised in that the stripping-down (20) is constructed as a mechanical stripping-down device (knife
22.1).
6. Device according to claim 4 and/or 5, characterised in that the stripping-down (20) is constructed as a pneumatic stripping-down device (23.1).
7. Device according to one of claims 4 to 6, characterised in that the stripping-down devices (22.1 and/or 23.1) are arranged to be variable in their
position, i.e. their spacing from the bath (3.4) and the bath surface (1.3).
1. Procédé pour la production de produits coulés de métal revêtus, en particulier de
bandes (1) en acier, dans lequel un produit coulé en métal (1) est guidé à travers
le fond d'un récipient (3) rempli d'une masse fondue (3.3) de même composition ou
de composition différente de celle du produit coulé en métal (1.1), le temps de séjour
du produit coulé en métal (1.1) étant choisi en fonction de la hauteur du bain de
la masse fondue (3.3.1), de la vitesse de coulée, de l'épaisseur du produit coulé
en métal et le la température de préchauffage du produit coulé en métal de telle manière
que la masse fondue déposée sur le produit coulé en métal prend l'épaisseur voulue
du multiple de l'épaisseur de départ du produit coulé en métal et le produit coulé
en métal (1.) avec une couche en cours de cristallisation (3.6) subit après la sortie
du bain de masse fondue (3.3) une passe de lissage (2) et en ce que la passe de lissage
est réalisée lorsque la température de surface du produit coulé en cours de cristallisation
(3.6) est inférieure à la température de solidus du bain de masse fondue (3.) et qu'au
moins la surface (1.3) de la couche en cours de cristallisation (3.6) est solidifiée,
caractérisé en ce qu'on effectue entre le bain de masse fondue (3.4) et le début de la solidification (9.3)
à la surface de la bande (1.3) un raclage (20) du produit en cours de cristallisation
(3.6) avec une épaisseur (1.2) à une épaisseur inférieure (21).
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que le raclage (20) est réalisé mécaniquement (22), par exemple avec un couteau (22,1).
3. Procédé selon la revendication 1 et/ou 2, caractérisé en ce que le raclage (20) est réalisé pneumatiquement (23), par exemple avec un jet de gaz
(23.1) exempt d'oxygène.
4. Dispositif pour réaliser le procédé selon la revendication 1 à 3, comprenant un récipient
de fusion, un cristalliseur (3) à travers le fond duquel une bande mère (1.1) entre
au moyen d'une paire de rouleaux d'entraînement en formant un ménisque (3.5) dans
la zone du dispositif d'introduction dans le fond (3.2), un espace (11) au-dessus
du bain de la masse fondue (3.3) dans lequel est disposée une paire de rouleaux de
lissage (2) avec une fente de laminage (2.1) pour le passage du produit coulé en métal
(1) avec la couche solidifiée en surface, en cours de cristallisation, un raclage
(20) (3.6) du produit en cours de cristallisation avec une épaisseur (1.2) à une épaisseur
(21) plus petite étant prévue entre le bain de masse fondue (3.4) et le début de la
solidification (9.3) sur la surface de la bande (1.3) et les parois de l'espace (11)
et la paire de rouleaux de lissage (2) étant exécutées à chaque fois avec un contrôle
thermique.
5. Dispositif selon la revendication 4, caractérisé en ce que le raclage (20) du produit en cours de cristallisation (3.6) est exécuté sous forme
d'un dispositif de raclage mécanique, des couteaux (22.1).
6. Dispositif selon la revendication 4 et/ou 5, caractérisé en ce que le raclage (20) du produit en cours de cristallisation (3.6) est exécuté sous forme
d'un dispositif de raclage pneumatique (23.1).
7. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 4 à 6, caractérisé en ce que les dispositifs de raclage (22.1) et/ou (23.1) sont disposés avec une position variable,
c'est-à-dire au niveau de leur distance par rapport au bain (3.4) et à la surface
du bain (1.3).