[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Speichern und Ausgeben von blattförmigem
Material, insbesondere Banknoten.
[0002] Vorrichtungen zum Speichern und Ausgeben von Banknoten sind beispielsweise in Form
der von Banken betriebenen Geldautomaten bekannt, die aufgrund eingeführter Kredit-
oder Scheckkarten und nach Eingabe einer Geheimzahl im Rahmen des vorhandenen Kredits
abgerufene Geldbeträge ausgeben. Derartige Geldautomaten sind jedoch hinsichtlich
ihrer Konstruktion sehr aufwendig.
[0003] Bei Geldspielgeräten besteht beispielsweise nach dem Gewinn einer Sonderspielserie
das Bedürfnis, Geldbeträge von einigen DM 100 auszuzahlen, was gegenwärtig grundsätzlich
durch Auszahlung von Geldmünzen geschieht. Um jedoch die Auszahlung einer größeren
Anzahl von Geldmünzen zu vermeiden, besteht das Bedürfnis, größere Beträge auch aus
Geldspielgeräten durch Banknoten auszuzahlen, insbesondere wenn die Geldspielgeräte
zur Einzahlung des Spieleinsatzes auch auf die Annahme von Geldscheinen ausgelegt
sind. Für Geldspielgeräte kommen jedoch nur Vorrichtungen zum Ausgeben von Banknoten
in Betracht, die sich kostengünstig herstellen lassen.
[0004] Aus der
US-A- 4 807 736 ist bereits eine Vorrichtung zum Speichern und Ausgeben von blattförmigem Material
mit einer Fächerbatterie, die eine Mehrzahl von Fächern aufweist, und einer Führungseinrichtung
bekannt. Die
GB-A-2 236 143 offenbart einen Banknotenspeicher mit einem Schieber, der dazu dient, eine Banknote
zu falten und in einen Schlitz einer Kassette zu schieben.
[0005] Die
EP-A-0 985 199 ist als Stand der Technik nach Artikel 54 (3) EPÜ zu werten. Dort ist eine Vorrichtung
zum Speichern und Ausgeben von blattförmigem Material beschrieben, in der als Führungseinrichtung
ein Zahnriemen in Verbindung mit diesem gegenüber angeordneten Leitblechen eine Art
Führungseinrichtung bildet.
[0006] Aufgabe der Erfindung ist es, eine Vorrichtung der eingangs angegebenen Art zu schaffen,
die sich durch eine einfache und wirtschaftlich ausführbare Bauweise auszeichnet und
die gleichzeitig eine zuverlässige Förderung der Banknoten gewährleistet, sowie eine
Führungseinrichtung und Fördereinrichtung für die Vorrichtung zu schaffen.
[0007] Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Ausführungsformen
ergeben sich aus den Unteransprüchen.
[0008] Die erfindungsgemäße Vorrichtung zum Speichern und Ausgeben von blattförmigem Material,
insbesondere Banknoten, weist eine Fächerbatterie auf, in welcher eine Mehrzahl von
einzelnen Fächern angeordnet sind. Dabei ist ein Schieber vorgesehen, welcher in ein
Fach ein- und ausfahrbar ist. Es kann sowohl ein einzelner Schieber für die gesamte
Vorrichtung, als auch ein Schieber für jedes Fach vorgesehen sein. Mit dem Schieber
kann ein vor einer Öffnung eines Faches liegendes blattförmiges Material unter Faltung
in das Fach eingeschoben und aus diesem Fach wieder ausgegeben werden. Weiterhin ist
eine Führungseinrichtung vorgesehen, welche zwischen zwei Positionen verschoben werden
kann. Dabei ist die Führungseinrichtung so ausgestaltet, daß in einer ersten Position
das blattförmige Material in die Führungseinrichtung eingeführt werden kann und die
Öffnung des Faches, in welches das blattförmige Material eingeführt werden soll; von
der Führungseinrichtung versperrt wird. Die Führungseinrichtung kann in eine zweite
Position gebracht werden, so daß die Öffnung des Faches frei wird, worauf das blattförmige
Material mit dem Schieber eingeführt werden kann. Durch die Führungseinrichtung kann
somit eine sichere und zuverlässige Führung des blattförmigen Materials bzw. Geldscheines
sichergestellt werden, wie z.B. eine Führung in der Zuführebene des Geldscheines vor
der Öffnung des Faches. Ein fehlerhaftes Ausweichen des Geldscheines zur Seite kann
durch die Führungseinrichtung verhindert werden. Der an die Kreuzungsstelle zwischen
z.B. waagrechter Einführrichtung des Geldscheines in das Fach und z.B. senkrechter
Zuführebene gelangende Geldschein kann bedingt durch die Führungseinrichtung nicht
mehr in die jetzt gesperrte Öffnung des Faches fehlgeleitet werden, so daß der Geldschein
sicher in der gewünschten Zuführebene geführt wird. Diese Kreuzungsstelle zwischen
Einfuhrrichtung in das Fach und Zuführrichtung des Geldscheines kann mit der Führungseinrichtung
sicher vom Geldschein überfahren werden, so daß der Geldschein zuverlässig an dieser
Kreuzungsstelle weitergeleitet wird. Nachdem der Geldschein seine Zuführbewegung beendet
hat wird die Führungseinrichtung in die zweite Position gebracht, in welcher die Öffnung
des Faches frei ist, so daß der Geldschein mit dem Schieber in das Fach eingebracht
werden kann.
[0009] Dabei ist ein Hebel vorgesehen, welcher mit der Führungseinrichtung und dem Schieber
gekoppelt ist, so daß der Schieber beim Ausfahren bzw. in seiner aus dem Fach ausgefahrenen
Stellung in den Hebel eingreift, wodurch der Hebel aus seiner Ruhelage verschwenkt
wird, wobei über die Kopplung des Hebels mit der Führungseinrichtung die Führungseinrichtung
ebenfalls verschoben wird, so daß die Öffnung des Faches durch die Führungseinrichtung
gesperrt wird. Beim Einfahren des Schiebers zum Einbringen eines Geldscheines in das
Fach wird der Hebel wieder zurück in seine Ruhelage geschwenkt, so daß die Führungseinrichtung
die Öffnung des Faches wieder freigibt.
[0010] Wie bereits ausgeführt, ist es möglich jedes einzelne Fach mit einem Schieber zu
versehen, so daß vorteilhaft der Schieber des jeweiligen Faches nur bewegt wird, wenn
ein Geldschein eingegeben bzw. entnommen werden soll. Alternativ ist es auch denkbar
einen einzelnen Schieber bei der Vorrichtung vorzusehen, mit welchem Geldscheine in
die einzelnen Fächer eingebracht bzw. aus diesen entnommen werden können. Dabei kann
entweder der Schieber entlang den einzelnen Fächern der Fächerbatterie oder die Fächerbatterie
an dem Schieber vorbeibewegt werden.
[0011] Bevorzugt ist an der Vorrichtung zum Speichern und Ausgeben von blattförmigem Material
eine Fördereinrichtung zum Zuführen des blattförmigen Materials vorgesehen, mit welcher
das blattförmige Material bzw. ein Geldschein von einer Eingabeöffnung der Führungseinrichtung
zugeführt wird. Hierbei kann vorteilhaft eine Prüfvorrichtung für den Geldschein vorgesehen
sein.
[0012] Vorteilhaft ist der Hebel mit einer Feder in seiner Ruhelage vorgespannt, wobei die
Öffnung des Faches von der Führungseinrichtung freigegeben ist.
[0013] Es können Antriebselemente für den Schieber, die Führungseinrichtung, den Hebel und
die Fördereinrichtung, oder nur einzelne Elemente davon vorgesehen sein, welche den
gewünschten Ablauf beim Einbringen des blattförmigen Materials in das Fach sicherstellen.
Dabei können zur Ansteuerung der jeweiligen Antriebe geeignete Detektoren vorgesehen
sein, welche einzelne Elemente in bestimmten Positionen, wie z.B. den Schieber in
Warteposition oder einen geförderten Geldschein kurz vor Erreichen der Überkreuzungsstelle
von Zuführebene und Einführrichtung in das Fach detektieren. Geeignete Detektoren
können z.B. Lichtschranken oder Endschalter sein, welche bei Kontakt mit einem Geldschein,
dem Schieber oder anderen beweglichen Teilen der Vorrichtung gewünschte Signale ausgeben.
[0014] Vorteilhaft ist die Fächerbatterie verschiebbar ausgestaltet, wobei ein gesteuerter
Antrieb zum Verschieben der Fächerbatterie vorgesehen sein kann.
[0015] Bevorzugt ist der Schieber bzw. die Betätigungsvorrichtung für den Schieber so ausgeschaltet,
daß der Schieber aus der eingeschobenen Position in dem Fach weiter in eine Ausgabeposition
verschiebbar ist, um einen in dem Fach liegenden Geldschein auszugeben.
[0016] Dabei kann bei der Ausgabeseite des Faches, welche vorteilhaft der Eingabeseite gegenüberliegt,
eine Ausgabeeinrichtung vorgesehen sein, welche den Geldschein aufnehmen und weitertransportieren
kann. Vorteilhaft kann die Ausgabeeinrichtung durch ein Walzenpaar gebildet werden,
zwischen welchem der auszugebende Geldschein transportiert wird. An das Walzenpaar
anschließend kann der Geldschein z.B. durch eine geeignete Bandfördervorrichtung weitertransportiert
werden.
[0017] Vorteilhaft ist der Schieber als eine ebene Platte ausgebildet, welche eine oder
mehrere Aussparungen aufweist, um an der Ausgabeeinrichtung, insbesondere dem Walzenpaar,
vorbeifahren zu können. Hierdurch kann eine sichere Führung des auszugebenden Geldscheines
in die Ausgabevorrichtung realisiert werden.
[0018] Die Erfindung wird nachfolgend anhand bevorzugter Ausführungsformen beschrieben.
Es zeigt:
- Fig. 1
- die erfindungsgemäße Vorrichtung gemäß einer ersten Aus- führungsform der Erfindung
zum Speichern oder Ausgeben von blattförmigem Material mit einer Banknote in Eingabeposi-
tion;
- Fig. 2
- die Vorrichtung von Fig. 1 mit weiter eingeführter Banknote und Schieber in halb ausgefahrener
Stellung;
- Fig. 3
- die Vorrichtung von Fig. 1 mit Schieber in ganz ausgefahrener Stellung und Führungseinrichtung
in Sperrposition, durch wel- che die Banknote hindurchgeführt wurde;
- Fig. 4
- die Vorrichtung von Fig. 1 mit Schieber und Banknote in halb eingeführter Position;
- Fig. 5
- die Vorrichtung von Fig. 1 mit Schieber und Banknote in einer in das Fach eingeführten
Position;
- Fig. 6
- eine Vorrichtung zum Speichern oder Ausgeben von blattför- migem Material mit Führungseinrichtung
in Sperrposition ge- mäß einer zweiten Ausführungsform ;
- Fig. 7
- die Vorrichtung gemäß Fig. 6 mit Führungseinrichtung in Frei- gabeposition;
- Fig. 8a
- die erfindungsgemäße Führungseinrichtung in Explosions- Darstellung;
- Fig. 8b
- die Führungseinrichtung gemäß Fig. 8a im zusammenge- setzten Zustand;
- Fig. 8c bis 8e
- Seitenansichten und Draufsicht auf ein Seitenelement der Führungseinrichtung gemäß
Fig. 8a und 8b.
[0019] Fig. 1 zeigt eine erste Ausführungsform einer Vorrichtung zum Speichern und/oder
Ausgeben von blattförmigem Material, insbesondere Banknoten, mit dem erfindungsgemäßen
Führungselement bzw. Sperrelement in Freigabeposition. Am oberen Ende der Vorrichtung
wird eine Banknote 23 z.B. über einen Schlitz in die Vorrichtung eingegeben. Die Banknote
23 wird in die Fördereinrichtung 1 zwischen Leitbleche 15 und 16 eingegeben, wobei
das obere Leitblech 16 an der Eingangsöffnung aufgebogen ist, um das Einführen der
Banknote 23 zu vereinfachen. Im unteren Leitblech 15 sind Ausschnitte vorgesehen,
in welche Förderwalzen 7 und 8 hineinragen, über welche ein Riemen 20 geführt ist.
An der Fördereinrichtung 1 ist ein Führungselement 22 vorgesehen, welches durch Ausnehmungen
in das obere Leitblech 16 eingreifen kann und über eine Feder 21 so vorgespannt ist,
daß eine Andruckkraft in Richtung des Riemens 20 entsteht. Das Führungselement 22
greift in der gezeigten Darstellung über Ausnehmungen in die Leitbleche 15 und 16
so ein, daß eine auf dem Riemen 20 aufliegende an den Ausnehmungen vorbeigeführte
Banknote 23 das Führungselement 22 gegen die Kraft der Feder 21 nach oben drückt und
somit von dem Führungselement 22 durch einen Gegendruck auf dem Riemen 20 gehalten
wird, wodurch eine definierte Andruckkraft zwischen Banknote 23 und Riemen 20 erzeugt
werden kann. Dies ist in Fig. 2 für das vordere Ende der Banknote 23 dargestellt.
Es ist auch möglich die untere Förderwalze 8 schwenkbar auszugestalten, so daß diese
z.B. durch eine Federkraft vorgespannt in Richtung auf das obere Leitblech 16 gedrückt
wird, um die gewünschte Andruckkraft zwischen Banknote 23 und Riemen 20 zu erzeugen.
[0020] Im Bereich des unteren Endes der Fördereinrichtung 1 ist die Fächerbatterie 10 mit
einer Mehrzahl von parallel zueinander liegenden Fächern 11 angeordnet. Diese Fächerbatterie
10 kann vertikal an einem Gestänge 13 geführt und über die Zahnstange 14 in eine gewünschte
Position verschoben werden. In jedem Fach 11 der Fächerbatterie 10 sind schwertartige
Schieber 6 vorgesehen, welche sich in Fig. 1 alle in der eingefahrenen Stellung befinden.
[0021] Fig. 2 zeigt, daß ein Schieber 6 durch einen nicht weiter dargestellten Mitnehmer
aus einem Fach 11 herausbewegt wird und an dem oberen Ende des Führungselementes 3
vorbeiläuft.
[0022] Wie aus Fig. 3 ersichtlich, ist der Schieber in seine äußerste Stellung bewegt worden
und liegt an einer Anlagekante des Hebels 4 an, welcher über den Eingriff 3c des Führungselements
3 das Führungselement in die Sperrstellung bewegt, so daß die Öffnung 11a des Faches
versperrt ist. Diese Schwenkbewegung des Hebels 4 erfolgt gegen die Zugkraft der Feder
24, welche den Hebel 4 ein seiner Ruhestellung vorspannt. Die Banknote 23 kann am
oberen Ende des Führungselements 3 über die gabelförmigen Zungen 17 und 18 sicher
zwischen die Führungsebenen 3a und 3b des Führungselements eingeführt werden und tritt
an der Auslaßöffnung 3e wieder aus dem Führungselement 3 aus. Dabei wird die Überkreuzungsstelle
von vertikaler Zuführrichtung der Banknote 23 und horizontaler Einschubrichtung in
das Fach 11 über den Schieber 6 sicher mittels der Führungseinrichtung 3 so ausgebildet,
daß ein fehlerhaftes seitliches Abweichen der Banknote 23 ausgeschlossen ist.
[0023] Fig. 4 zeigt, daß der Schieber 6 wieder zurück in das Fach 11 eingefahren wird. Dadurch
wird der Hebel 4 nicht mehr gegen die Feder 24 vorgespannt, sondern von dieser in
seine Ruhelage zurückgezogen, wodurch auch das Führungselement 3 wieder in die Freigabeposition
gebracht wird. Der Geldschein 23 kann somit über den Schieber 6 sicher in das Fach
11 eingeführt werden.
[0024] Fig. 5 zeigt den Schieber 6 in seiner in das Fach 11 mit Banknote 23 vollständig
eingeschobenen Position.
[0025] Zum Eingeben einer weiteren Banknote 23 in ein anderes Fach kann über den Zahnstangenantrieb
23 die Fächerbatterie 10 so verfahren werden, daß wieder ein freies Fach 11 an der
Eingabeposition für eine Banknote liegt.
[0026] Fig. 6 zeigt eine zweite Ausführungsform einer Vorrichtung zum Speichern und/oder
Ausgeben von Banknoten 23 mit dem erfindungsgemäßen Führungselement 3 in der Sperrposition.
[0027] Die Fächerbatterie 10 ist wiederum vertikal an dem Gestänge 13 geführt und wird über
die Zahnstange 14 in ihrer Position verschoben. Weiterhin ist die Fächerbatterie 10
in ihren Fächern mit schwertartigen Schiebern 6 bestückt. Durch den jeweiligen Schieber
können die zu speichernden Banknoten in die Fächer unter schlaufenartiger Faltung
eingeschoben werden, nachdem das korrespondierende Fach 11 durch den Zahnstangenantrieb
14 in die Mittelebene der zu speichernden Banknote verfahren worden ist, wie oben
beschrieben.
[0028] Zur Bewegung des jeweiligen Schiebers 6 ist ebenfalls ein nicht weiter dargestellter
Mitnehmer vorgesehen, der durch einen Zahnriemenantrieb verfahren werden kann. Über
den Mitnehmer kann somit der jeweilige Schieber 6 in horizontaler Richtung geführt
werden.
[0029] Zur Steuerung der Antriebswalzen 7, 8, des Zahnstangenantriebs 14 sowie des Zahnriemenantriebs
für den Mitnehmer des jeweiligen Schiebers 6 sind jeweils Motore vorgesehen, die von
einem zentralen Mikroprozessor gesteuert werden.
[0030] Vor der Fördereinrichtung 1 kann ein Banknotenprüfer vorgesehen sein, wie er beispielsweise
aus der
DE 40 05 291 C2 bekannt ist. Sobald die Banknote den Banknotenprüfer passiert hat und den Einlauf
der Fördereinrichtung 1 erreicht, wird diese von der Antriebswalze 7 erfaßt und zwischen
den Leitblechen 15, 16 weitertransportiert. Sobald das vordere Ende der Banknote die
Position A erreicht, wird dies durch eine nicht weiter dargestellte Lichtschranke
detektiert, woraufhin die Antriebswalzen 7, 8 zeitgesteuert solange angetrieben werden,
bis die Mitte der Banknote sich ungefähr gegenüber dem Fach 11 der Fächerbatterie
10 befindet. Zuvor ist der Schieber 6 mit dem nicht weiter dargestellten Mitnehmer
aus dem Fach 11 der Fächerbatterie 10 in die Warteposition B verschoben worden. In
dieser Position wird der um die Schwenkachse 5 gelagerte Hebel 4 durch den Schieber
6 im Gegenuhrzeigersinn betätigt, so daß das Führungselement 3 vertikal nach oben
geschoben wird. Das Führungselement 3 besteht dabei aus zwei parallelen Leitblechen
3a und 3b zwischen die der zu transportierende Geldschein geführt wird. In der in
Fig. 6 dargestellten Position des Führungselements 3 wird der zu transportierende
Geldschein 23 von dem Leitblech 16 unmittelbar in die durch die Leitbleche 3a und
3b gebildete Öffnung 3d des Führungselements 3 eingeschoben, so daß zuverlässig verhindert
wird, daß das vordere Ende des Geldscheins von der Position A in das korrespondierende
Fach 11 der Fächerbatterie 10 oder nach hinten in die Warteposition B fehlgeleitet
wird.
[0031] Fig. 7 zeigt die Vorrichtung zum Speichern und Ausgeben von Banknoten gemäß Fig.
1 mit dem erfindungsgemäßen Führungselement 3 in der Freigabeposition. Sobald der
Geldschein 23 in eine zum korrespondierenden Fach 11 der Fächerbatterie 10 mittige
Position verfahren worden ist, wird der Schieber 6 über den durch einen Zahnriemenantrieb
angetriebenen Mitnehmer in eine eingeschobene Position verfahren, in der sich auch
die übrigen Schieber der Fächerbatterie 10 befinden. Die in Fig. 7 gezeigte Position
C zeigt hierbei eine Zwischenposition zwischen der in Fig. 6 dargestellten Warteposition
B und der eingeschobenen Position in dem Fach 11. Sobald dabei der Schieber 6 aus
der Warteposition B bewegt wird, ist der Hebel 4 durch den Schieber 6 freigegeben
und bewegt sich mit dem Führungselement 3 im Uhrzeigersinn, so daß das Fach 11 für
den Schieber 6 freigegeben worden ist. Beim Bewegen des Schiebers 6 in die eingeschobenen
Position in dem Fach 11 der Fächerbatterie 10 wird somit die Banknote mittig gefaltet
in das Fach 11 eingeschoben.
[0032] Zum Ausgeben der Banknote 23 wird der Schieber 6 in dem Fach 11 von der eingeschobenen
Position weiter in eine Ausgabeposition verschoben, so daß die Banknote von einem
Abzugswalzenpaar 12 erfaßbar wird. Der Schieber 6 weist dabei mittig eine Aussparung
auf, so daß der Schieber rechts und links neben den Abzugsrollen vorbeifahren kann
und somit der Geldschein 23 durch den Schieber unbehindert von dem Abzugswalzenpaar
12 erfaßt werden kann.
[0033] Aus Fig. 8a ist das Führungselement 3 in Explosiondarstellung ersichtlich. Die gegenüberliegenden
Leitbleche 3a und 3b sind symmetrisch zueinander ausgebildet und weisen im zusammengesetzten
Zustand, wie in Fig. 8b gezeigt, am oberen Ende paarweise gegenüberliegende gabelförmige
Zungen 17 und 18 auf, welche eine von oben herangeführte Banknote sicher der Zufuhröffnung
3d zuführen können, seitlich weisen beide Leitbleche 3a und 3b Ausnehmungen 3c auf,
welche zum Eingriff des zuvor beschriebenen Hebels 4 zum Bewegen des Führungselements
3 dienen. An der Unterseite ist in Fig. 8b gestrichelt die Auslaßöffnung 3e gezeigt,
an welcher eine eingeführte Banknote wieder aus dem Führungselement 3 austreten kann.
[0034] Die Fig. 8c bis 8e zeigen Seitenansichten und eine Draufsicht auf eines der symmetrisch
ausgebildeten Leitbleche 3a oder 3b.
[0035] Die erfindungsgemäße Lösung zeichnet sich weiterhin dadurch aus, daß in Führungen
eines Gehäuses eine verschieblich geführte Fächerbatterie mit durch Zwischenwände
voneinander getrennten, endseitig offenen Fächern vorgesehen ist, daß ein Schieber
in einem Kanal längsverschieblich zwischen einer Warteposition und einer eingeschobenen
Position verfahrbar ist, wobei der Schieber beim Verfahren von der Warteposition in
die eingeschobene Position unter Faltung einer durch eine Fördereinrichtung zugeführten
Banknote diese schlaufenartig in ein korrespondierendes Fach der Fächerbatterie einschiebt
und daß ein Sperrelement vorgesehen ist, das mit dem Schieber derart in Wirkverbindung
steht, daß das Sperrelement den Weg von der Fördereinrichtung in den Kanal zumindest
dann sperrt, wenn der Schieber sich in der Warteposition befindet, und daß das Sperrelement
den Weg von der Fördereinrichtung in den Kanal zumindest dann freigibt, wenn der Schieber
in das korrespondierende Fach der Fächerbatterie verfahren wird.
[0036] Die erfindungsgemäße Vorrichtung zeichnet sich weiterhin durch die in einem Gehäuse
verschieblich geführte Fächerbatterie aus, in deren Fächern die Banknoten nach ihrer
Wertigkeit geordnet in schlaufenartig auf sich gefalteter Form gespeichert werden.
Zu ihrer Speicherung lassen sich die Banknoten einfach in die Fächer durch einen Schieber
einführen. Um zu verhindern, daß eine von der Fördereinrichtung zugeführte Banknote
direkt und ohne Betätigung des Schiebers in ein Fach der Fächerbatterie gelangt, ist
erfindungsgemäß das Sperrelement vorgesehen. Die erfindungsgemäße Ansteuerung des
Sperrelements stellt sicher, daß der Geldschein auf seinem Weg von der Fördereinrichtung
in ein korrespondierendes Fach der Fächerbatterie zunächst in flacher Form vor der
Fächerbatterie positioniert werden kann, bevor der Schieber in die Fächerbatterie
einfährt.
[0037] Hierbei kann vorgesehen sein, daß das Sperrelement mit einem Hebel gekoppelt ist
und mit einer Feder in einer den Kanal freigebenden Stellung vorgespannt ist, wobei
der Hebel durch den Schieber bei Erreichen der Wartestellung derart betätigt wird,
daß das Sperrelement in die den Kanal versperrende Stellung geschoben wird. Auf diese
Weise ist eine besonders einfache mechanische Ansteuerung des Sperrelements möglich.
[0038] Nach einer weiteren Ausführungsform kann vorgesehen sein, daß das Sperrelement durch
eine gesteuerten Antrieb verschiebbar ist, wobei zur Ansteuerung ein Detektor vorgesehen
ist, der von dem Schieber in der Warteposition betätigt wird. Zur Ansteuerung kann
üblicherweise ein Mikroprozessor vorgesehen sein. Sobald von dem Detektor der Schieber
in der Warteposition erfaßt wird, wird ein Signal an den Mikroprozessor weitergeleitet
das bewirkt, daß der Schieber das Sperrelement in seine den Kanal versperrende Position
hebt. Wird dagegen der Schieber aus der Warteposition bewegt, erfaßt der Detektor
die Endposition, so daß das Sperrelement den Weg zu dem entsprechenden Fach in der
Fächerbatterie freigibt.
[0039] Eine andere Möglichkeit besteht darin, daß der Detektor den beförderten Geldschein
kurz vor Erreichen des Kanals detektiert. Dementsprechend wird das Sperrelement in
den Kanal eingefahren, sobald das Detektorelement dem Mikroprozessor das Erreichen
des Geldscheins meldet und danach entweder zeitgesteuert oder nach entsprechender
Positionserkennung des Detektorelements wieder in die freigebende Position zurückgefahren.
[0040] Der Detektor kann beispielsweise aus einer Lichtschranke oder einem entsprechenden
Endschalter oder Berührungsschalter bestehen.
[0041] Nach einer weiteren bevorzugten Ausführungsform kann die Ansteuerung des Sperrelements
auch zentral durch einen Mikroprozessor geschehen, der die Fächerbatterie, den Schieber
und das Sperrelement durch gesteuerte Antriebe ansteuert. Die Ansteuerung kann beispielsweise
durch Schrittmotoren erfolgen, so daß dem Mikroprozessor die genauen Positionen der
Fächerbatterie, des Schiebers und des Sperrelements zu jeder Zeit bekannt sind.
[0042] Das Sperrelement kann aus zwei parallel geführten Wänden bestehen, zwischen denen
die Banknote eingeschoben bzw. gefördert werden kann.
[0043] Nach einer weiteren Ausführungsform kann vorgesehen sein, daß die Fördereinrichtung
aus durch Walzenpaare angetriebene Zahnriemen besteht. Die angetriebenen Zahnriemen
können beispielsweise parallel nebeneinander angeordnet und über ein Blech geführt
sein, so daß ein Geldschein zwischen dem Blech und den beiden Riemen transportiert
wird.
[0044] Nach einer anderen Ausführungsform kann vorgesehen sein, daß der Schieber von der
eingeschobenen Position weiter in eine Ausgabeposition verschiebbar ist, wobei in
der Ausgabeposition die Banknote von einer Ausgabevorrichtung erfaßt und weitertransportiert
wird. Auf diese Weise kann die erfindungsgemäße Vorrichtung sowohl zum Speichern als
auch zum Ausgeben von Banknoten verwendet werden. Die Ausgabeeinrichtung besteht vorzugsweise
aus einem Abzugswalzenpaar und sich daran anschließenden, durch Walzenpaare angetriebenen
Zahnriemen. Die angetriebenen Zahnriemen sind insbesondere dann vorzusehen, wenn sich
der Ausgabeschacht nicht direkt hinter dem Abzugswalzenpaar befindet, sondern gegenüber
dem Abzugswalzenpaar weiter entfernt ist. Zwischen den angetriebenen Zahnriemen kann
auf diese Weise der gefaltete Schein transportiert werden. Je nach Anwendung können
die Ausgabe und die Eingabe der Banknote dabei über den selben Schacht erfolgen oder
aber es wird ein getrennter Ausgabeschacht und ein getrennter Eingabeschacht vorgesehen.
[0045] Nach einer weiteren Ausführungsform kann vorgesehen sein, daß der Schieber mittig
eine entsprechende Aussparung aufweist, so daß der Schieber rechts und links neben
den Abzugsrollen vorbeifahren kann. Auf diese Weise können die Abzugsrollen den Schein
erfassen und von dem Schieber herunterziehen.
1. Vorrichtung zum Speichern und/oder Ausgeben von blattförmigem Material, insbesondere
Banknoten (23) mit:
a) einer Fächerbatterie (10) mit einer Mehrzahl von Fächern (11),
b) einem Schieber (6), der in ein Fach (11) ein- und ausfahrbar ist, so daß ein vor
einer Öffnung (11a) des Faches (11) liegendes blattförmiges Material (23) unter Faltung
in das Fach (11) eingeschoben und/oder aus diesem ausgegeben werden kann; und
c) einer Führungseinrichtung (3), welche zwischen zwei Positionen verschiebbar ist,
wobei in der ersten Position das blattförmige Material (23) in die Führungseinrichtung
(3) eingeführt werden kann und die Öffnung (11a) des Faches (11) gesperrt ist, und
in der zweiten Position die Öffnung (11a) des Faches (11) frei ist, so daß das blattförmige
Material (23) in das Fach (11) eingeführt werden kann, wobei ein Hebel (4) vorgesehen
ist, welcher mit der Führungseinrichtung (3) und dem Schieber (6) so gekoppelt ist,
daß der Schieber (6) in einer aus dem Fach (11) ausgefahrenen Position den Hebel (4)
so bewegt, daß die Führungseinrichtung (3) in die die Öffnung (11a) des Faches (11)
versperrende Stellung geschoben wird, und bei einer anderen Position des Schiebers
(6) die Führungseinrichtung (3) durch den Hebel (4) in die freigebende Stellung gebracht
wird.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, wobei jedes Fach (11) einen Schieber (6) aufweist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, wobei eine Fördereinrichtung (1) zum Zuführen
des blattförmigen Materials (23) vorgesehen ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1, wobei eine Feder (5) den Hebel (4) in einer Stellung
vorspannt, in welcher die Öffnung (11a) des Faches (11) von der Führungseinrichtung
(3) freigegeben ist.
5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Fächerbatterie (10)
verschiebbar ist.
6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Schieber (6) von der
eingeschobenen Position in einem Fach (11) weiter in eine Ausgabeposition verschoben
werden kann.
7. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei in Ausgabeposition des
blattförmigen Materials (23) eine Ausgabeeinrichtung (12), insbesondere ein Walzenpaar
angeordnet ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, wobei der Schieber (6) eine Aussparung aufweist, so daß
der Schieber (6) an der Ausgabeeinrichtung (12) vorbeigeführt werden kann.
1. Apparatus for storing and/or dispensing sheet-shaped material, in particular banknotes
(23), having:
a) a compartment battery (10) having a plurality of compartments (11),
b) a slide (6) which can be moved into and out of a compartment (11), with the result
that a sheet-shaped material (23) which lies in front of an opening (11a) of the compartment
(11) can be pushed into the compartment (11) while being folded and/or can be output
from the said compartment (11); and
c) a guide device (3) which can be displaced between two positions, it being possible
in the first position for the sheet-shaped material (23) to be inserted into the guide
device (3) and the opening (11a) of the compartment (11) being shut, and the opening
(11a) of the compartment (11) being free in the second position, with the result that
the sheet-shaped material (23) can be inserted into the compartment (11), a lever
(4) being provided which is coupled to the guide device (3) and the slide (6) in such
a way that, in a position which is extended out of the compartment (11), the slide
(6) moves the lever (4) in such a way that the guide device (3) is pushed into the
position which shuts the opening (11a) of the compartment (11) and, in another position
of the slide (6), the guide device (3) is moved by the lever (4) into the open position.
2. Apparatus according to Claim 1, each compartment (11) having a slide (6).
3. Apparatus according to Claim 1 or 2, a conveying device (1) being provided for feeding
the sheet-shaped material (23).
4. Apparatus according to Claim 1, a spring (5) prestressing the lever (4) in a position,
in which the opening (11a) of the compartment (11) is opened by the guide device (3).
5. Apparatus according to one of the preceding claims, the compartment battery (10) being
displaceable.
6. Apparatus according to one of the preceding claims, it being possible for the slide
(6) to be displaced from the pushed-in position in a compartment (11) further into
a dispensing position.
7. Apparatus according to one of the preceding claims, a dispensing device (12), in particular
a roll pair, being arranged in the dispensing position of the sheet-shaped material
(23).
8. Apparatus according to Claim 7, the slide (6) having a cut-out, with the result that
the slide (6) can be guided past the dispensing device (12).
1. Dispositif de stockage et/ou de délivrance d'un matériau en forme de feuille, en particulier
de billets de banque (23) comportant:
a) une batterie de casiers (10) avec une pluralité de casiers (11),
b) un poussoir (6) qui peut être inséré dans et sorti d'un casier (11), de sorte qu'un
matériau en forme de feuille se trouvant devant une ouverture (11a) du casier (11),
en le pliant, peut être poussé dans le casier (11) et/ou peut être délivré de celui-ci;
et
c) une installation de guidage (3) qui est déplaçable entre deux positions, où dans
la première position, le matériau en forme de feuille (23) peut être introduit dans
l'installation de guidage (3), et l'ouverture (11a) du casier (11) est verrouillée,
et dans la deuxième position, l'ouverture (11a) du casier (11) est déverrouillée de
sorte que le matériau en forme de feuille (23) peut être introduit dans le casier
(11), un levier (4) étant prévu qui est couplé à l'installation de guidage (3) et
au poussoir (6) de telle sorte que le poussoir (6), dans une position sortie du casier
(11), déplace le levier (4) de façon que l'installation de guidage (3) soit poussée
dans la position verrouillant l'ouverture (11a) du casier (11) et, lors d'une autre
position du poussoir (6), l'installation de guidage (3) soit amenée par le levier
(4) dans la position de déverrouillage.
2. Dispositif selon la revendication 1, où chaque casier (11) présente un poussoir (6).
3. Dispositif selon la revendication 1 ou 2, où une installation de convoyage (1) est
prévue pour l'amenée du matériau en forme de feuille (23).
4. Dispositif selon la revendication 1, où un ressort (5) précontracte le levier (4)
dans une position dans laquelle l'ouverture (11a) du casier (11) est déverrouillée
par l'installation de guidage (3).
5. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes, où la batterie de
casiers (10) est déplaçable.
6. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, où le poussoir (6) peut être
poussé de la position insérée dans un casier (11) plus loin dans une position de délivrance.
7. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, où en position de délivrance
du matériau en forme de feuille (23), une installation de délivrance (12), en particulier
une paire de rouleaux est disposée.
8. Dispositif selon la revendication 7, où le poussoir (6) présente un évidement de sorte
que le poussoir (6) peut être amené à passer devant l'installation de délivrance (12).