[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Fassadenschale nach dem Oberbegriff des Anspruchs
1.
[0002] Eine vorliegende Fassadenschale kann im seitlichen Bereich oder auch im Dachbereich
eines Gebäudes angeordnet sein, wobei sie die seitliche Außenfläche oder auch eine
Dachfläche des Gebäudes bilden kann. Dabei kann die Fassadenschale die Außenwand des
Gebäudes im Sinne einer einschaligen Ausgestaltung bilden oder sie kann Teil einer
zweischaligen Außenwand des Gebäudes sein. Eine einschalige Bauweise ist für anspruchslose
Gebäude denkbar, bei denen es auf Wind- und Regenschutz ankommt, wobei durch eine
Verstellung der Platten die Intensivität der Belüftung einstellbar ist. Doppelschalige
Fassaden werden für anspruchsvolle Gebäude eingesetzt, die dem Aufenthalt von Menschen
dienen, z. B. in Hochhäusern, wenn trotz extremer Beanspruchung durch Wind und Regen
eine gezielte natürliche Belüftung und Temperatursteuerung der dahinterliegenden Räume
gefordert ist, sowie Überhitzungen des Fassadenzwischenraums verhindert werden sollen.
[0003] Die Platten einer vorliegenden Fassadenschale bestehen meistens aus lichtdurchlässigem
Material, insbesondere Glas. Für untergeordnete Zwecke, z. B. für Hallen mit großem
Belüftungsbedarf, bei denen eine Beleuchtung durch Tageslicht nicht erforderlich ist,
können die Platten auch aus lichtundurchlässigem Material bestehen.
[0004] Eine vorliegende Fassadenschale hat eine Mehrzahl Anforderungen zu erfüllen. Zum
einen sollen ihre Teile von langer Lebensdauer sein und auch eine störungsfreie Funktion
gewährleisten, da eine Wartung oder Reparatur im Fassadenbereich aufwendig und teuer
ist. Zum anderen soll die Fassadenschale im geschlossenen Zustand ihrer Platten dicht
sein, um die dahinterliegenden Räume vor Regenwasser, Winddruck, Zug und Kälte oder
Wärme zu schützen. Da es sich bei den Platten der Fassadenschale um ein typisches
Massenprodukt handelt, soll auch eine einfache und kostengünstige Herstellung und
eine einfache und schnelle Montage gewährleistet sein. Wenn die Platten aus einer
wenigstens zweischaligen sogenannten Isolierscheibeneinheit bestehen, ist auch auf
eine sichere Konstruktion zu achten, insbesondere im Hinblick auf die Außenscheibe
der Isolierscheibeneinheit.
[0005] Eine Fassadenschale und eine zugehörige Platte ist in der WO 96/06258 beschrieben.
Bei dieser bekannten Fassadenschale können die Platten durch zweischalige Isolierscheibeneinheiten
gebildet sein, die jeweils in einer Halterung gehalten sind, die lediglich die Innenscheibe
hält, wobei deren oberer und unterer Rand hintergriffen wird. Die Außenscheibe ist
nicht besonders gehalten, sondern lediglich verklebt. Es bestehen deshalb Unfallgefahren
bei einer Ablösung der Außenscheibe. Wie aus Fig. 11 dieser Druckschrift zu entnehmen
ist, werden die Innenscheiben jeweils dadurch gehalten, daß krallenförmige Haltestege
die Innenscheibe über- und hintergreifen, wobei sie jeweils in eine Ausnehmung eines
Metall- oder Kunststoffteils einfassen, das in den vorhandenen Randverbund aus klebendem
Material eingebettet ist und somit ein typisches Freihalteteil ist, das die für das
Eintauchen der Haltestege erforderliche Ausnehmung vom klebenden Verbundmaterial zwischen
den Scheiben freihält. Die Haltestege sind innen jeweils mit einer Gummischicht versehen,
wodurch die Innenscheibe gedämpft gelagert ist. Besondere Abdichtungsmerkmale für
die Platten in deren Schließstellung sind aus dieser Druckschrift nicht zu entnehmen.
Lediglich an den unteren Ränder der Außenscheiben, die die jeweils untere Außenscheibe
überlappen, ist jeweils ein Dichtungsstreifen als sogenannte Schlagregendichtung angeordnet,
der in der geschlossenen Stellung der Platten den zugehörigen oberen Rand der unteren
Außenscheibe überlappt. In diesem Zusammenhang ist darauf hinzuweisen, daß bei dieser
bekannten Ausgestaltung die Außenscheiben der Platten in deren Schließstellung in
einer Ebene liegen ohne die jeweils untere Außenscheibe zu überlappen.
[0006] In EP 0 477 955 A2 ist ein Lamellenfenster mit schwenkbaren übereinander angeordneten
wärmeisolierenden Scheiben beschrieben, bei dem im geschlossenen Zustand die Längsseiten
der Scheiben mit jeweils zwei Gummidichtungen sog- und druckfest abgedichtet werden.
An den vertikalen Schmalseiten befinden sich mit einer Schwenklagerung versehene Halterungen,
die den Randbereich der Scheiben überdecken. Die Abdichtung der Halterungen an dem
Rahmen erfolgt mit Hilfe von Bürsten, die am Rahmen befestigt sind. Bei diesem Lamellenfenster
ist nachteilig, daß die Bürstendichtungen nicht sog- und druckfest sind, und daß wegen
der die Scheiben übergreifenden Halterungen keine optisch homogene, durchgehende Fensterfläche
gebildet werden kann.
[0007] Die DE 196 45 802 C1 zeigt ebenfalls ein Lamellenfenster, bei dem die Scheiben in
geschlossenem Zustand an ihrer Ober- und Unterseite gegenüber der benachbarten Scheibe
mit zwei Gummidichtungen sog- und druckfest aneinander abgedichtet sind.
[0008] Zum Rahmen hin sind die Scheiben im geschlossenen Zustand mit einer auf ihrer Innenseite
anliegenden Dichtung abgedeckt, die am Rahmen befestigt ist. Dieses Lamellenfenster
besitzt ebenfalls Schwenkhalterungen, die die Scheiben seitlich übergreifen. Die am
Rahmen umlaufende Dichtung ist nur einseitig gegen Sog dichtend, nicht aber gegen
Druck.
[0009] Aufgabe der Erfindung ist dementsprechend, eine Fassadenschale mit schwenkbaren Scheiben
so auszugestalten, daß eine optisch homogene, durchgehende Fassadenfläche gebildet
werden kann, und bei der die schwenkbaren Scheiben allseits und auch gegen den Rahmen
sog- und druckfest abgedichtet sind.
[0010] Diese Aufgabe wird mit einer Fassadenschale gelöst, die die im Patentanspruch 1 angegebenen
Merkmale besitzt.
[0011] Bei der erfindungsgemäßen Ausgestaltung nach Anspruch 1 weisen die Platten jeweils
wenigstens an ihrem oberen und/oder unteren Rand eine Profilleiste auf, die sich über
die gesamte Länge des Randes erstreckt und jeweils schmalseitig in die Platte versenkt
angeordnet ist und eine Längsnut aufweist, die nach außen offen ist. Diese Längsnut
bietet eine gute Befestigungsmöglichkeit für ein Dichtungsprofil oder für Halteelemente
für die Platte selbst und/oder für Anbauteile der Platte, die mit einem Befestigungsschenkel
in die Längsnut eingesetzt und befestigt sein können. Da die Längsnut durchgehend
vorhanden ist, steht sie auf ihrer gesamten Länge darin eingreifenden Halteelemente
zur Verfügung, wobei auch mehrere Halteelemente hintereinander angeordnet sein können.
Ein weiterer Vorteil der erfindungsgemäßen Ausgestaltung besteht darin, daß die Profilleiste
zu einer wesentlichen Stabilisierung der jeweiligen Platte beiträgt. Dies ist zum
einen dadurch bedingt, daß der Profilleistenkörper aufgrund seines Widerstandsmoments
die Platte stabilisiert. Außerdem ist die Platte auf beiden Seiten der Längsnut durch
die Nutwände der Profilleiste vor unmittelbaren Druck- und Klemmbeanspruchungen von
solchen Halteelementen, wie z. B. Haltestegen, die in die Profilleisten einfassen,
weitgehend freigestellt. Dies ist insbesondere für solche Platten von Vorteil, die
durch zweischalige Isolierscheibeneinheiten gebildet sind. Hierbei sind die Scheiben
durch die Profilleistennutwände nicht nur vor einem direkten Kontakt mit Haltestegen
oder dergleichen geschützt, sondern die Profilleisten können durch das Vorhandensein
ihrer Nutwände auch einen Großteil von Spreizkräften aufnehmen, die die Scheiben der
Isolierscheibeneinheit zu spreizen suchen, was beim Eingriff von Halteelementen in
die Längsnuten nicht auszuschließen ist. Folglich eignet sich diese erfindungsgemäße
Ausgestaltung insbesondere für durch Isolierscheibeneinheiten gebildete Platten ganz
vorzüglich.
[0012] Bei der Ausgestaltung nach Anspruch 13 sind Sicherungsvorrichtungen für die Außenscheiben
der Isolierscheibeneinheiten vorgesehen, die jeweils durch Haltebügel gebildet sind,
die den unteren Rand und/oder den oberen Rand der Außenscheibe unter- bzw. über- und
hintergreifen. Diese Ausgestaltung zeichnet sich durch besondere Einfachheit aus,
da die Haltebügel von einfacher und kostengünstig herstellbarer Bauweise sind und
außerdem deren Befestigung in einfacher Weise in der Längsnut einer Profilleiste am
schmalseitigen Rand der Isolierscheibeneinheit erfolgen kann. Dabei ist eine entsprechend
stabile Befestigung der Haltebügel gegeben, wobei diese einfach und schnell montiert
und im Bedarfsfall demontiert werden können. Ein weiterer Vorteil der erfindungsgemäßen
Haltebügel besteht darin, daß sie in schmaler Bauweise ausgeführt werden können und
sie deshalb die Belichtung kaum beeinträchtigen. Es können an der Außenschale zwei
außermittig bzw. in den seitlichen Endbereichen angeordnete Haltebügel oder ein etwa
mittig angeordneter und sich längs des Randes der Scheibe länglicher (Kippsicherung)
Haltebügel vorgesehen sein.
[0013] Insbesondere dann, wenn die Scheiben der Isolierscheibeneinheiten aus Glas bestehen,
ist eine Berührung der Scheiben mit harten Teilen der Halterung zu vermeiden, um Beschädigungen
an den Scheiben zu vermeiden, z. B. ein Abplatzen, insbesondere im Kantenbereich.
Außerdem können harte Druckbeanspruchungen der Isolierscheibeneinheit deren Hohlraumabdichtung
beeinträchtigen, wodurch die Funktion der Isolierscheibeneinheit wesentlich beeinträchtigt
wäre. Um dies zu vermeiden, sind bei der eingangs beschriebenen bekannten Ausgestaltung
die Isolierscheibeneinheiten in ihrem Anlagebereich an den Halterungen durch Gummischichten
gedämpft gelagert. Dies führt zu dem Erfordernis zusätzlicher Teile und deren Befestigung,
wodurch der Herstellungsaufwand vergrößert und die Herstellung verteuert wird.
[0014] Bei der Ausgestaltung nach Anspruch 16 sind die Isolierscheibeneinheiten jeweils
zwischen aufeinander zu gerichteten Enden von Haltestegen gelagert, die jeweils in
ein Loch in der Verbundmasse und/oder in eine in die Verbundmasse eingebettete Profilleiste
einfassen. Dabei weisen die Löcher einen Abstand von der Innenscheibe auf und die
Enden der Haltestege erstrecken sich wenigstens am unteren Rand der Innenscheibe bis
zum Grund des als Sackloch ausgebildeten Loches. Hierdurch ist die Isolierscheibeneinheit
"zwischen Spitzen" gedämpft gelagert, da die Verbundmasse als Dämpfüngsmittel ausgenutzt
wird. Die gleichen Vorteile werden auch dann erreicht, wenn die aufeinander zu gerichteten
Enden der Haltestege jeweils in ein Loch einer in die Verbundmasse eingebetteten Profilleiste
einfassen. Hierbei wird die Verbundmasse als Dämpfüngsmittel ebenfalls ausgenutzt,
da die Profilleiste in der Verbundmasse eingebettet ist. Bei dieser erfindungsgemäßen
Ausgestaltung bedarf es somit keiner zusätzlichen Dämpfungsmittel, und sie zeichnet
sich deshalb durch besondere Einfachheit und eine kostengünstige Herstellung sowie
Montage aus.
[0015] In solchen Fällen, in denen der hinter der Fassadenschale befindliche Raum im Schließzustand
der Isolierscheibeneinheiten dicht verschlossen sein soll, bedarf es einer Abdichtung
der Isolierscheibeneinheiten sowohl im Bereich zwischen übereinander angeordneten
Isolierscheibeneinheiten als auch an deren seitlichen Rändern, und somit am gesamten
Umfang eines durch die Isolierscheibeneinheiten gebildeten Feldes. Dabei ist die Abdichtung
an den seitlichen Rändern dann problematisch, wenn die Isolierscheibeneinheiten sich
im Schließzustand einander überlappen, da diese Überlappung an der abzudichtenden
Innenseite der Isolierscheibeneinheiten eine stufenförmige Fläche hervorruft. Um diese
Fläche abzudichten, sind bereits bürstenförmige Dichtungsstränge vorgeschlagen worden,
deren Borsten der stufenförmigen Fläche zwar folgen können, jedoch wird hierdurch
die Abdichtung beeinträchtigt.
[0016] Bei der erfindungsgemäßen Ausgestaltung nach Anspruch 18 sind jeweils an der Innenseite
der sich im Schließzustand befindlichen Isolierscheibeneinheiten an deren stufenförmigen
Innenfläche anliegende Dichtprofilabschnitte angeordnet, die im Schließzustand der
Isolierscheibeneinheiten einen durchgehend stufenförmig verlaufenden Dichtungsstrang
ergeben, gegen dessen Innenseite eine der Stufenform entsprechende sägezahnförmige
Dichtleiste drückt. Bei der erfindungsgemäßen Ausgestaltung erfolgt keine Umbiegung
des Dichtungsprofils, sondern dieses wird durch die Dichtleiste parallel zusammengedrückt,
wodurch bei geringer Beanspruchung des Dichtprofils eine gute Abdichtung gewährleistet
ist.
[0017] Die Erfindung bezieht sich auch auf eine Platte nach Anspruch 20 für eine Fassadenschale,
wobei die vorbeschriebenen Vorteile ebenfalls erreicht werden. Aus Vereinfachungsgründen
werden diese Vorteile nicht erneut beschrieben.
[0018] Die erfindungsgemäßen Ausgestaltungen eignen sich sowohl für solche Platten, die
bei ihrer Bewegung zwischen der Schließ- und Offenstellung eine quer zur Außenschale
gerichtete Schwenkbewegung ausführen als auch für solche Platten, die nur durch Drehen
um eine Drehachse in einer entsprechenden Drehlagerung zwischen ihrer Schließstellung
und ihrer Offenstellung verdreht werden. Bei der zuerst genannten Bewegung durch Schwenken
wird in der Schließstellung der Platten eine kleine Baubreite erreicht, was allgemein
erwünscht ist. Beim Drehen der Platten um eine unveränderliche Drehachse bedarf es
kleinerer Antriebskräfte, da die Platten ortsfest gelagert bleiben können und diese
Lagerkräfte nicht überwunden werden müssen sondern die Platten nur gedreht werden.
[0019] Nachfolgend werden die Erfindung und weitere durch sie erzielbare Vorteile anhand
von bevorzugten Ausgestaltungen und Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen
Fig. 1 eine erfindungsgemäße Fassadenschale im Bereich einer Fassade in Pfosten/Riegel-Bauweise
für ein Gebäude im vertikalen Schnitt, wobei die Fassadenschale bildende schwenkbare
Platten sich in ihrer Offenstellung befinden;
Fig. 2 eine erfindungsgemäße Fassadenschale im Bereich einer Fassade in Pfosten/Riegel-Bauweise
für ein Gebäude im vertikalen Schnitt, wobei die Fassadenschale bildende schwenkbare
Platten sich in ihrer Schließstellung befinden;
Fig. 3 die Fassadenschale bei sich in ihrer Offenstellung befindlichen Platten;
Fig. 4 den Teilschnitt IV-IV in Fig. 3;
Fig. 5 den Überlappungsbereich zwischen zwei übereinander angeordneten Platten der
Fassadenschale in vergrößerter Darstellung;
Fig. 6 den Teilschnitt VI-VI in Fig. 2;
Fig. 7 den Überlappungsbereich nach Fig. 5 im horizontalen Endbereich zweier Platten
von innen gesehen;
Fig. 8 den Überlappungsbereich nach Fig. 7 von außen gesehen;
Fig. 9 den Überlappungsbereich als Vergleichsbild für die Fig. 7 und 8;
Fig. 10 eine erfindungsgemäße Fassadenschale nach Fig. 2 mit jeweils aus einer Scheibe
bestehenden Platten;
Fig. 11 eine Fassadenschale nach Fig. 2 oder 10 in der Offenstellung der Platten in
abgewandelter Ausgestaltung als Doppelschale;
Fig. 12 die in Fig. 11 mit X gekennzeichnete Einzelheit in vergrößerter Darstellung;
Fig. 13 eine Tragstütze der Fassadenschale im Bereich einer Innenschale;
Fig. 14 eine Tragstütze und eine Innenschale nach Fig. 13 in abgewandelter Ausgestaltung;
Fig. 15 eine Tragstütze und eine Innenschale nach Fig. 13 in weiter abgewandelter
Ausgestaltung;
Fig. 16 eine Tragstütze und Innenschale nach Fig. 15 in abgewandelter Ausgestaltung.
[0020] Die Fassadenschale 1 besteht aus einer Mehrzahl Platten 2, die vorzugsweise aus Glas,
z. B. Schuppenglas, bestehen und die in übereinander angeordneten Reihen hintereinander
angeordnet sind, wobei gemäß Fig. 1 fünf und gemäß Fig. 2 zwei Reihen vorhanden sind,
die mit zugehörigen Halterungen 3, Schwenkführungen 4 und einem gemeinsamen Antrieb
5 für wenigstens einen Teil der vorhandenen Platten in einer Wandöffnung an Tragstützen
einer Tragkonstruktion montiert (Fig. 1) oder in einen aus vertikalen und horizontalen
Trägerteilen bestehenden Träger oder Tragrahmen 6 integriert sind. Der Träger bildet
gemäß Fig. 2 ein vorfertigbares Einsatzelement 7, das in eine Außenwandkonstruktion
einbaubar ist, die in der Bauweise einer Pfosten/Riegel-Fassade aufgebaut ist. Die
gitterförmig angeordneten vertikalen Pfosten 8 und horizontalen Riegel 9 umschließen
jeweils eine Einbauöffnung 11, in die ein Einsatzelement 7 von außen her einsetzbar
und anbaubar ist oder die Traganordnung montierbar ist. Es können mehrere solcher
Einbauöffnungen 11 nebeneinander und/oder übereinander angeordnet sein, in denen eine
Traganordnung oder ein Einsatzelement 7 montiert ist.
[0021] Der Tragrahmen 6 des Einsatzelements 7 besteht aus zwei seitlichen Tragrahmenteilen
6a, 6b, einem unteren horizontalen Tragrahmenteil 6c und einem oberen horizontalen
Tragrahmenteil 6d, die in den Eckenbereichen jeweils durch eine Befestigungsvorrichtung
10 fest miteinander verbunden sind, vorzugsweise durch Eckwinkel 6e (Fig. 6). Im äußeren
Bereich weist der Tragrahmen 6 einen umlaufenden, z. B. aus einem Profil bestehenden
Anbauflansch 13 auf, der am äußeren Rand der Einbauöffnung 11 anliegt, wobei die horizontalen
und vertikalen Anbaufianschteile durch von außen gegen sie gesetzte Spannleisten 14
gegen beide zu beiden Seiten vorhandene Pfosten 8 und gegebenenfalls auch horizontale
Riegel 9 verschraubt sind.
[0022] Die Platten 2 sind auch mit ihren noch zu beschreibenden Anbauteilen im wesentlichen
einander identisch und bestehen jeweils gemäß Fig. 1 aus einer Glasplatte und gemäß
Fig. 2 aus einer zweischaligen Isoliereinheit 15 aus Glas, deren Innenscheibe mit
16, Außenscheibe mit 17, ein dazwischen angeordneter, verklebter Abstandhalterrahmen
mit 18 und ein den Abstand 19 zwischen den Scheiben 16, 17 außerhalb des Abstandhalterrahmens
18 ausfüllenden und verklebenden Verbundmaterial mit 21 bezeichnet ist. Am oberen
Rand der jeweiligen Platte 2 schließen die Scheiben 16, 17 in einer Höhe miteinander
ab. Am unteren Rand überragt die Außenscheibe 17 die Innenscheibe 16 nach unten, wobei
sie die Außenscheibe 17 der unteren Isoliereinheit 15 überlappt. Infolgedessen ist
jeweils die obere Isoliereinheit 15 bezüglich der unteren Isoliereinheit 15 um das
Maß der Dicke der Außenscheibe 17 zuzüglich der Dicke einer noch zu beschreibenden
Schlagregendichtung 22 nach außen versetzt angeordnet. Dabei befindet sich zwischen
dem unteren Rand 15a der oberen Isoliereinheit 15 und dem oberen Rand 15b der unteren
Isoliereinheit 15 ein vertikaler Abstand a von z. B. etwa 15 mm.
[0023] In Fig. 1 ist mit 1a eine Innenschale mit einem Fenster der zweischaligen Gebäudefassade
dargestellt, das wahlweise zu öffnen und zu schließen ist, wobei die Platten 2 die
Außenschale 16 bilden.
[0024] Am Außenumfang des Verbundmaterials 21 befindet sich wenigstens am unteren und/oder
oberen Rand, vorzugsweise umlaufend, eine im Querschnitt U-förmige oder C-förmige
Profilleiste 23, die eine nach außen offene Nut 24 begrenzt, und in das Verbundmaterial
21 wenigstens teilweise versenkt und eingebettet ist. In den Eckenbereichen kann die
Profilleiste 23, z. B. auf Gehrung geschnitten und gegebenenfalls zu einem Tragrahmen
fest verbunden sein, oder es kann an jeder Seite eine Einzelprofilleiste 23 angeordnet
sein, die im Eckenbereich aneinanderstoßen. Die Nut 24 ist vorzugsweise hinterschnitten,
insbesondere beidseitig. Bei der vorliegenden Ausgestaltung sind am freien Rand der
Seitenwände 24a, 24b aufeinander zu vorspringende Stege 24c vorgesehen, durch die
der Hinterschnitt gebildet ist. Es ist zur Verbesserung der Stabilität von Vorteil,
die Profilleiste 23 so anzuordnen, daß sie wenigstens teilweise auch die Innenscheibe
16 überdeckt, wodurch aufgrund der erheblich größeren Festigkeit der Innenscheibe
16 im Vergleich mit der geringeren Festigkeit des Verbundmaterials 21 die Befestigung
der Profilleiste 23 stabilisiert wird und an der Profilleiste 23 angreifende Kräfte
in größerem Maße über die Innenscheibe 16 an die Isoliereinheit 15 abgesetzt werden
können. Bei der vorliegenden Ausgestaltung erstreckt sich vom freien Rand der der
Innenscheibe 16 zugewandten Seitenwand 24a rechtwinklig zu den Scheiben 16, 17 ein
flacher Profilschenkel 24d, der am Außenrand der Innenscheibe 16 anliegt und diese
wenigstens teilweise überdeckt, z. B. etwa hälftig oder ganz. Beim vorliegenden Ausführungsbeispiel
ist die Innenscheibe 16 durch eine sogenannte Verbundscheibe im Sinne einer Doppelscheibe
gebildet. Zur weiteren Stabilisierung kann an der Innenseite des Profilschenkels 24d
ein kleiner Steg 24e angeordnet sein, der in das Verbundmaterial 21 eintaucht und
somit durch zusätzliche Einbettung die Verbindung mit dem Verbundmaterial 21 stabilisiert.
[0025] Die Nut 24 kann in vorteilhafter Weise zur Positionierung und Halterung eines Dichtungsprofils
und/oder von Halteelementen für die Scheiben 16, 17, insbesondere für die Außenscheibe
17, dienen. Um mehrere Befestigungsmöglichkeiten bzw. -stellen zur Verfügung zu haben,
ist es vorteilhaft, eine Profilleiste 23 anzuordnen, die zwei nebeneinander angeordnete
Nuten aufweist. Bei der vorliegenden Ausgestaltung ist die Bodenwand 24f der Profilleiste
23 zur Außenseite hin verlängert, und es schließt sich an sie eine gegebenenfalls
schräg angeordnete zusätzliche Seitenwand 24g an, wodurch die zweite Nut 25 gebildet
ist. Diese ist vorzugsweise ebenfalls ein- oder beidseitig hinterschnitten, was im
vorliegenden Fall durch einen nach innen vorspringenden Steg 24h am freien Rand der
Seitenwand 24g erreicht wird.
[0026] Die Profilleiste 23 ist bezüglich aller Isoliereinheiten 15 identisch ausgebildet,
wobei sich jedoch im Bereich des Spaltes 26 zwischen zwei übereinander angeordneten
Isoliereinheiten 15 aufgrund der Überlappung ein horizontaler Versatz zwischen den
zugehörigen Profilleisten 23 ergibt.
[0027] Die einander identischen Halterungen 3 für die Platten 2 umfassen jeweils wenigstens
zwei in den seitlichen Endbereichen der Platte 2 angeordnete und die Platte 2 untergreifende
Schwenkbügel oder Haltearme 27, an denen zwei Paar den unteren und oberen Rand der
Platte 2 über- und hintergreifende winkel- bzw. klauenförmige Haltestege 28a, 28b
angeordnet sind, von denen wenigstens einer, hier der übergreifende Haltesteg 28a,
lösbar mit dem Haltearm 27 verbunden ist. Die Halteenden der Haltestege 28a, 28b hintergreifen
die Innenscheibe 16 in einem Abstand b, wobei sie innenseitig von der Profilleiste
23 in ein Aufnahmeloch 29 im Verbundmaterial 21 einfassen, das z. B. ausgefräst sein
kann. Wenn ein Profilschenkel 24d vorhanden ist, erstreckt sich das Aufnahmeloch 29
auch durch diesen, wobei es auch hier ausgefräst sein kann. Für Haltestege 28a, 28b
flacher Querschnittsform, wie es dargestellt ist, ist es vorteilhaft, die Aufnahmelöcher
29 entsprechend auszugestalten, z. B. in Form von Langlöchern. Aufgrund des Abstands
b und des zwischen dem jeweiligen Haltesteg 28a, 28b und der Innenscheibe 16 vorhandenen
Verbundmaterials 21 ist letzere vor dem unmittelbaren Angriff der Haltestege geschützt
und elastisch gedämpft gehalten, wobei sich das zwischen der Innenscheibe 16 und dem
Aufnahmeloch 29 befindliche Verbundmaterial 21 als Dämpfüngselement erweist.
[0028] Vorzugsweise ist auch in der Vertikalen, d. h. bezüglich der quer angeordneten Haltestegschenkel
28c, 28d, ein gedämpfte Lagerung vorgesehen. Bei der vorliegenden Ausgestaltung wird
dies dadurch erreicht, daß die Tiefe c der Aufnahmelöcher 29 geringer bemessen ist
als die zugehörige Länge der Haltestege 28a, 28b, so daß deren einander zugewandte
Enden zumindest unten gegen den Grund des Aufnahmelochs 29 stoßen und dadurch die
Isoliereinheit 15 wie "zwischen Spitzen" ebenfalls gedämpft gehalten sind und die
oberen Ränder der Innenscheiben 16 einen Abstand d von den Haltestegschenkeln 28c,
28d aufweisen. Bei Platten 2 größerer horizontaler Länge können mehr als zwei, jeweils
einen horizontalen Abstand voneinander aufweisende Haltearme 27 angeordnet sein.
[0029] Die Platten 2 sind mit der Schwenkvorrichtung 4 zwischen der in Fig. 2 dargestellten
Schließstellung und der in Fig. 3 dargestellten Offenstellung wahlweise verschwenkbar
und in der jeweiligen Schwenkposition feststellbar. Die Schwenkvorrichtung 4 umfaßt
für jede Platte 2 eine Schwenkführung, bestehend aus einem ersten Gelenk 32, das zwischen
dem oberen bzw. inneren Ende des Haltearms 27 und einem Schieber 33 angeordnet ist,
der in einer etwa vertikalen Führung 34 an einer vertikalen Tragstütze, vorzugsweise
in Form eines Tragprofils 35, etwa vertikal verschiebbar gelagert und durch einen
im einzelnen nicht dargestellten Antrieb antreibbar ist. Außerdem ist der Haltearm
27 in einem zweiten Gelenk 36 in der Schwenkebene schwenkbar gelagert, das den Haltearm
27 schwenkbar mit einem Stützarm 37 verbindet, der an seinem anderen Ende in einem
dritten Gelenk 38 in der Schwenkebene schwenkbar am Tragprofil 35 gelagert ist. Entsprechend
ist auch die Schwenkführung für die untere Platte 2 ausgebildet, wobei das erste Gelenk
32 entsprechend dem Höhenunterschied tiefer am zugehörigen Schieber 33 angeordnet
ist als das erste Gelenk 32 der oberen Platte 2. Wenn mehr als zwei Platten 2 übereinander
angeordnet sind, ist die Schwenkführung entsprechend, wobei der Schieber 33 länger
zu bemessen ist. Im anderen Endbereich der Platten 2 ist die Schwenkführung entsprechend
ausgebildet, wobei für jenen Schieber 33 eine zweite Führung 34 an einer zweiten Tragstütze
vorhanden ist, wobei die Tragstützen 35 vorzugsweise gleichmäßig bzw. symmetrisch
im Bereich der vorhandenen Öffnungsbreite angeordnet sind.
[0030] Die Schwenkvorrichtung 4 ist so gestaltet, daß die Platten 2 beim Ausschwenken in
die Offenstellung sich vor der Außenseite des Tragrahmens 6 befinden. Da bei dieser
Gestaltung die Platten 2 sich nicht in den vom Tragrahmen 6 umgebenen Innenraum hinein
bewegen, können Innen- und Außenschale näher beieinander liegen, und die Fassadenschale
kann daher eine nur geringe Bautiefe besitzen.
[0031] Wenn die Platten 2 durch Isoliereinheiten 15 gebildet sind, ist es vorteilhaft, auch
für die Außenscheibe 17 eine Halterung 3a vorzusehen, um die Außenscheibe 17 vor dem
Herunterfallen zu sichern, wenn sie sich vom Verbund mit der Innenscheibe lösen sollte.
Bei der vorliegenden Ausgestaltung sind jeweils wenigstens zwei zusätzliche, den unteren
Rand und/oder oberen Rand der Außenscheibe 17 unter - bzw. übergreifende und hintergreifende
Haltestege 38a, 38b vorgesehen, die jeweils in den seitlichen Endbereichen der Außenscheibe
17 angeordnet sind und in einer Nut der Profilleiste 23, hier der zweiten Nut 25,
einfassen und befestigt sind, vorzugsweise durch Verrastung mittels einer hinter dem
Steg 24h einrastende Verrastungsnase 39a, 39b. Wie am besten aus Fig. 5 zu entnehmen
ist, sind die Haltestege 38a, 38b jeweils an die Außenscheibe 17 unter bzw. übergreifenden
Halteschenkeln 38c winkelförmig angeordnet, wobei sie beim untergreifenden Haltesteg
38a mit einem sich nach oben erstreckenden Halteschaft 38d U-förmig geformt sind,
an dessen freien Ende ein Fußstück 38e mit einer davon abstehenden Verrastungsnase
39b angeordnet ist. Bei den übergreifenden Haltestegen 38b steht jeweils die Verrastungsnase
39a vom Halteschenkel 38c quer ab. Wie insbesondere die Fig. 3, 6 und 7 zeigen, sind
die soweit beschriebenen Haltebügel 40a, 40b in den seitlichen Endbereichen der Platten
2 angeordnet, wobei sie in der Ebene der Platten 2 horizontal vorzugsweise versetzt
sind, damit bei der Berücksichtigung der Größe des Spaltes im Überlappungsbereich
zwischen den Außenscheiben 17 nicht die doppelte Dicke der Haltebügel 40a, 40b berücksichtigt
werden muß und der Spalt klein gehalten werden kann.
[0032] Zur zusätzlichen oder alleinigen Sicherung bzw. Befestigung der Haltebügel 40a, 40b
in der Nut 25 kann jeweils eine Schraube S vorgesehen sein, die den Haltesteg 38c
bzw. das Fußstück 38e quer durchsetzt und wenigstens in die vorzugsweise aus Metall
bestehende Profilleiste 23 oder auch in das Verbundmaterial 21 eingeschraubt ist.
Eine solche Schraube S ist in Fig. 5 jeweils durch eine Mittellinie und eine kleine
Schraubenkopfandeutung verdeutlicht.
[0033] Es ist außerdem vorteilhaft, die Schenkel bzw. Abschnitte der Haltebügel 40a, 40b
so lang zu bemessen, daß zwischen ihnen und der Außenscheibe 17, hier zumindest zwischen
den Haltestegen 38a, 38b, den Halteschenkeln 38c und den Halteschäften 38d und der
zugehörigen Außenscheibe 17 ein vertikaler bzw. horizontaler Abstand vorhanden ist,
der die Außenscheibe 17 von Druckbeanspruchungen freistellt. Erst dann, wenn die Außenscheibe
17 sich aus ihrer Verklebung löst und in die klauenförmigen Haltestege 38a fällt,
entsteht Berührungskontakt zwischen diesen Teilen. Im normalen Zustand braucht zwischen
den Haltebügeln 40a, 40b und der Außenscheibe 17 kein Kontakt zu bestehen, da es sich
hierbei lediglich um Sicherungsteile handelt.
[0034] Für eine vorliegende Fassadenschale 1, deren Platten 2 in der Schließstellung den
hinter der so gebildeten Schale befindlichen Raum möglichst dicht verschließen sollen,
sind verschiedene Abdichtungszonen wesentlich. Eine erste Abdichtungszone ist jeweils
im Spaltbereich zwischen zwei übereinander angeordneten Platten 2 angeordnet. Eine
zweite Abdichtungszone ist im seitlichen Randbereich der Platten 2 vorhanden, wobei
je nach Ausbildung der Abdichtung in der ersten oder in der zweiten Zone unterschiedliche
Abdichtungsausgestaltungen realisiert werden können. Im Bereich des Spaltes 26 kann
die Abdichtung z. B. durch ein einziges Dichtungsprofil erfolgen, das sich in der
Längsrichtung der Scheibenränder erstreckt und am Rand einer der beiden Scheiben befestigt
ist oder es können auch zwei Dichtungsprofile vorgesehen sein, von denen jeweils eine
am Rand der zugehörigen Scheibe befestigt ist und die durch gegenseitigen Andruck
ihre Dichtfunktion ausführen.
[0035] Bei der vorbeschriebenen Ausgestaltung der Platten 2 mit einer Nut 24, die sich wenigstens
am oberen und/oder unteren Rand 15a, 15b der jeweiligen Platte 2 erstreckt, hatte
sich gezeigt, daß sie sich vorzüglich dazu eignet, ein Dichtungsprofil dadurch zu
halten, daß ein am Dichtungsprofil angeordneter Profilabschnitt in die Nut 24 eingesetzt
und befestigt wird, z. B. durch Kleben, Klemmen oder formschlüssige Verrastung. Die
beiden zuletzt genannten Befestigungsmerkmale sind dann nicht unbedingt erforderlich,
wenn das Dichtungsprofil auf eine andere Weise in seiner Arbeitsstellung gehalten
wird, z. B. dadurch, daß es umlaufend angeordnet ist und aufgrund seiner Umringung
formschlüssig in der vorzugsweise ebenfalls umlaufend als Ringnut ausgebildeten Nut
24 angeordnet ist.
[0036] Aus den vorgenannten Gründen bedarf es zur Abdichtung der Spalte 26 somit nur eines
Dichtungsprofils 41, das bei der vorliegenden Ausgestaltung mit einem flachen Querschnitt
ausgebildet ist, jedoch auch eine andere Querschnittsform haben könnte, z. B. eine
runde Querschnittsform. An der Anlageseite 42 des Dichtungsprofils 41 ist ein Befestigungsstreifen
43 angeformt, der in die Nut 24 einfaßt und darin verrastet sein kann, vorzugsweise
mit einer pilzkopfförmigen Querschnittsform. Bereits ein soweit beschriebenes Dichtungsprofil
41 vermag allein oder mit einem entsprechenden, am gegenüberliegenden Rand der anderen
Platte angeordneten Dichtungsprofil 41 eine befriedigende Abdichtung des Spaltes 26
herbeizuführen, wenn die jeweiligen Querschnittsgrößen so groß bemessen sind, daß
das einzelne Dichtungsprofil 41 mit dem gegenüberliegenden Rand oder zwei Dichtungsprofile
41 miteinander dichtend zusammenwirken. Die Abdichtung kann auch durch eine Dichtlippe
44 bewirkt werden, die die Dichtungsfunktion im vorbeschriebenen Sinne übernimmt.
Da bei einem Gebäude je nach Windrichtung mit Druckwirkungen oder Saugwirkungen zu
rechnen ist, ist es vorteilhaft, die Abdichtung im Spalt 26 mit zwei Dichtungslippen
auszubilden, die in der Durchgangsrichtung des Spalts nacheinanderliegend angeordnet
sind und von denen eine Dichtlippe 44 mit einer nach außen gerichteten Gegendichtfläche
46 und die andere Dichtlippe 44 mit einer nach innen gerichteten Gegendichtfläche
47 zusammenwirkt. Hierdurch wird die Abdichtung verbessert, weil die zuerst genannte
Dichtlippe 44 sich bei Druckwirkungen gegen die Gegendichtfläche 46 legt und eine
gute Abdichtung herbeiführt, während die zweite Dichtlippe 44 diese Abdichtung bei
einer Sogwirkung herbeiführt.
[0037] Es ist im weiteren vorteilhaft, die Dichtlippe 44 am sie tragenden Basisprofil 41a
in einem Abstand e von einer Seitenfläche, hier von der ersten Gegendichtfläche 46,
anzuordnen, der etwa dem Versatz v entspricht, um den die obere und die untere Isoliereinheit
15 jeweils quer zu den Scheiben versetzt sind. Dies führt zu dem Vorteil, daß bei
Anordnung zweier identischer Dichtungsprofile 41 am oberen und unteren Rand im Spalt
26 die eine Dichtungslippe 44 mit der Seitenfläche des gegenüberliegenden Basisprofils
41a als Druckdichtung und die andere Dichtlippe 44 mit dem gegenüberliegenden Basisprofil
41a und dessen nach innen gerichteter Seitenfläche, hier die Gegendichtfläche 47,
als Sogdichtung funktionieren kann. Aufgrund der Identität und der umgekehrten Anordnung
der Dichtungsprofile 41 läßt sich somit in einfacher und kostengünstiger Weise eine
hervorragende Abdichtung mit zwei Dichtungsfunktionen erzielen.
[0038] Darüber hinaus ist es vorteilhaft, das Dichtungsprofil 41 die zugehörige Platte 2
umlaufend und somit ringförmig auszubilden. Hierdurch wird die Befestigung des Dichtungsprofils
41 zum einen aufgrund der Umringung stabilisiert und auch in Umfangsrichtung fixiert,
so daß es keine weiteren Maßnahmen zur Sicherung des Dichtungsprofils 41 bedarf. Dies
gilt auch für eine solche vorliegende Ausgestaltung, bei der das vorzugsweise in Form
eines flachen oder viereckigen Schlauches ausgebildete Basisprofil 41a einseitig oder
hier nur an seinem einen Ende mit dem Befestigungsstreifen 43 verbunden ist, während
der übrige Abschnitt des Basisprofils 41a an der Umfangsfläche der zugehörigen Platte
2 anliegt. Aufgrund der Ringform ist diese Anlage sicher gewährleistet.
[0039] Bei der vorliegenden Ausgestaltung ist zwischen den beiden im Spalt 26 einander gegenüberliegenden
Basisprofilen 41a ein kleiner Spalt vorhanden, wie es Fig. 5 zeigt.
[0040] Zur Abdichtung der vertikalen Randbereiche der Platten 2 ist in beiden seitlichen
Endbereichen der Fassadenschale 1 jeweils eine vertikale Dichtleiste 48 (Fig. 4 bis
6) angeordnet, deren nach außen gerichtete Stirnfläche den Innenflächen der übereinander
angeordneten Platten 2 und dem jeweiligen Versatz folgend sägezahnförmig ausgebildet
ist, wobei ihr durch die Sägezahnform vorgegebener nach außen gerichteter Vorsprung
mit zunehmender Höhe abnimmt. Um die Abdichtung zu verbessern, ist es vorteilhaft,
der Dichtleiste 48 ein aufrecht verlaufendes Dichtungsband 49 zuzuordnen, das zwischen
ihr und den Platten 2 verläuft und die Abdichtung verbessert. Bei der vorliegenden
Ausgestaltung wird dieses Dichtungsband 49 aus vertikalen Abschnitten eines Dichtungsprofils
gebildet, bei dem es sich vorzugsweise um das Dichtungsprofil 41 handelt, wobei die
Abschnitte an den Innenseiten am schmalseitigen Umfang der Isolierscheibeneinheiten
15 anliegen. In diesem Falle ist das Basisprofil 41a des Dichtungsprofils 41 winkelförmig
ausgebildet mit einem an der schmalseitigen Umfangsfläche anliegenden, vorzugsweise
flachschlauchförmigen Dichtungsschenkel 41b und einem die Innenseite der Platte 2
hintergreifenden und an der Innenseite anliegenden und vorzugsweise als mit einem
eigenen Hohlraum ausgebildeten Dichtungsschenkel 41c, der vorzugsweise ebenfalls schlauchförmig,
insbesondere flachschlauchförmig ausgebildet ist. Aufgrund der Ringform des Dichtungsprofils
41 ergeben sich hierbei vertikale und horizontale Abschnitte des Dichtungsschenkels
41c an den seitlichen und horizontalen Rändern der jeweiligen Platte 2.
[0041] Die Dichtleiste 48 ist im Bereich der vertikalen Abschnitte der übereinander angeordneten
Dichtschenkel 41c angeordnet, wobei diese mit den Dichtseitenflächen 48a der Dichtleiste
und der jeweils dazwischen angeordnete Abschnitt des Dichtschenkels 41b mit der Dichtstufenfläche
48b zusammenwirkt. Sofern die zugehörige Dichtlippe 44 vorhanden ist, fügt sich diese
in die vertikale Kette der Dichtungsbandabschnitte ein, wobei in diesem Falle die
Dichtleiste 48 jeweils eine an die Form der Dichtlippe 44 angepaßte Dichtformfläche
48c, hier eine Schrägfläche, aufweist. Auf der gegenüberliegenden Seite der Fassadenschale
1 ist eine zweite Dichtleiste 48 mit einem solchen Dichtungsband 49 entsprechend spiegelbildlich
angeordnet und ausgebildet.
[0042] Wie insbesondere Fig. 2 zeigt, sind der obere Rand der obersten Platte bzw. Isoliereinheit
15 und der untere Rand der untersten Platte 2 bzw. Isoliereinheit 15 jeweils mittels
einer sich horizontal erstreckenden Dichtleiste 50a, 50b abgedichtet, die mit dem
Dichtungsschenkel 41b oder 41 c zusammenwirken und gegen die die Platte mit diesen
Dichtungsprofilabschnitten drückt.
[0043] Folglich ist der hinter der Fassadenschale 1 befindliche Raum durch zwei seitliche,
im wesentlichen vertikale Dichtungsstränge 51 und im Bereich jeder Spalte 26 durch
wenigstens einen, hier zwei horizontale Dichtungsstränge 52 abgedichtet.
[0044] Um den Spalt vor Schlagregen zu schützen, ist im Überlappungsbereich zwischen den
Außenscheiben 17 ein horizontales, vorzugsweise schlauchförmiges Dichtungsprofil 53
als Schlagregendichtung vorgesehen, das vorzugsweise am oberen Rand der inneren Außenscheibe
17 angeordnet und befestigt ist, z. B. durch Kleben. Bei der vorliegenden Ausgestaltung
weist dieses Dichtungsprofil 53 einen breitseitig an der Außenscheibe 17 anliegenden
Basiskörper 53a und einen die Außenscheibe 17 übergreifenden Basiskörperschenkel 53b
auf. Die Dicke des Dichtungsprofils 53 ist größer bemessen als die Dicke der Haltestege
38a, 38b bzw. ihrer das Dichtungsprofil 53 durchsetzenden Abschnitte, so daß der an
dieser Stelle horizontale Abstand zwischen den Außenscheiben 17 und den Haltestegen
38a, 38b eingehalten werden kann. In den Bereichen, in denen sich die Haltestege 38a,
38b befinden, ist das Dichtungsprofil 53 in entsprechender Form und Größe ausgeschnitten.
Dies gilt auch für die Schenkel 41b, 41c des Dichtungsprofils 41 bezüglich den Haltestegen
28a, 28b.
[0045] Wie sich insbesondere aus Fig. 6 entnehmen läßt, befinden sich die Dichtleisten 48
jeweils im Bereich einer Innenwand 12a eines das zugehörige vertikale Tragrahmenteil
6a bildenden Kastenprofils 12, wobei die Außenwand 12b des Kastenprofils 12 die Innenwand
12a nach außen überragt, so daß die Fassadenschale 1 zwischen den Außenwänden 12b
der seitlichen Trägerteile 6a angeordnet sind. Dabei ist zwischen den Seitenrändern
der Platten 2 und der Außenwand 12b ein Freiraum 54 vorhanden, in dem der vertikale
Abschnitt des Dichtungsprofils 41 mit dem zugehörigen Abschnitt der Dichtungslippe
44 hineinragt.
[0046] An den seitlichen Rändern der Platten 2, hier der Isoliereinheiten 15, ist jeweils
ein weiteres Dichtungsprofil 55 befestigt, das mit der Innenfläche 12c der Außenwand
12b dichtend zusammenwirkt, die sich soweit nach außen erstreckt, daß wenigstens in
der Schließstellung das Dichtungsprofil 55 in Kontakt mit der Innenfläche 12c ist.
Das Dichtungsprofil 55 ist mit einem Befestigungsstreifen 55a in einem Halteprofil
56 gehalten, das mit einem an der Außenfläche der zugehörigen Außenscheibe 17 anliegenden
Stützschenkel 56a und einem den Rand der Außenscheibe 17 übergreifenden und in die
zweite Nut 25 winkelförmig eingreifenden Halteschenkel 56b befestigt oder vorzugsweise
verrastet.
[0047] Wie Fig. 4 zeigt, befinden sich in einem Endabstand von den seitlichen Trägerteilen
6a des Einsatzelements 7 zwei Tragprofile 35, an denen jeweils ein Schieber 33 vertikal
verschiebbar geführt ist, der gelenkig mit den Haltearmen 27 verbunden ist. Die Anzahl
der Tragstützen bzw. Tragprofile 35 ist abhängig von der horizontalen Länge des Trägers
bzw. Einsatzelementes 7 bzw. Tragrahmens 6. An ihren oberen und unteren Enden sind
die Tragstützen 35 ebenfalls durch die Befestigungsvorrichtungen 10 mit den horizontalen
Trägerteilen 6c, 6d verbunden.
[0048] Beim Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 3. ist in jeder sich horizontal erstreckenden
Reihe nur eine Platte 2 bzw. Isoliereinheit 15 angeordnet, wobei sich seitlich neben
den Außenwänden 12b z. B. eine aus Isolierglas 57 bestehende Außenschale anschließt.
Im Tragrahmen der Erfindung ist es möglich, eine Mehrzahl Platten 2 bzw. Isoliereinheiten
15 in einer horizontalen Reihe nebeneinander anzuordnen und zu einer Bewegungseinheit
zusammenzufassen, wobei alle Platten 2 bzw. Isoliereinheiten 15 der Einheit gleichzeitig
aus- und eingeschwenkt werden. Die seitlichen Stöße solcher nebeneinanderliegender
Platten 2 bzw. Isoliereinheiten 15 können durch Dichtungsmittel wie Dichtungen oder
eine Silikonausdichtung abgedichtet werden. Bei einer solchen Ausgestaltung bedarf
es der vertikalen Dichtungsstränge 51 mit Dichtleisten 48 ebenfalls nur in den seitlichen
Endbereichen. Dabei ist es vorteilhaft, wenigstens eine, hier die beiden Dichtungsprofile
41 um alle Platten 2 bzw. Isoliereinheiten 15 der Bewegungseinheit 15 anzuordnen.
Bei einer solchen Ausgestaltung umringen somit die Dichtungsprofile jeweils eine Reihe
der Platten 2 bzw. Isoliereinheiten 15. Dies ist auch bei einem vorliegenden, vorfertigbaren
Einsatzrahmen 7 möglich, wenn dieser länger bemessen ist als eine Platte 2 bzw. Isoliereinheit
15, so daß mehrere Platten 2 bzw. Isoliereinheiten 15 jeweils in einer Reihe angeordnet
sein und eine Bewegungseinheit bilden können, wobei die Platten 2 bzw. Isoliereinheiten
15 der oder jeder Reihe von einem Dichtungsprofil 41 umringt werden.
[0049] Die horizontale Länge der Bewegungseinheit kann sich über mehrere Pfosten 8 erstrecken.
Beim Vorhandensein eines Tragrahmens 6 nach Fig. 2 und 4 kann sich die Bewegungseinheit
horizontal ebenfalls über die horizontale Länge des Tragrahmens 6 hinaus erstrecken
oder über mehrere horizontal nebeneinander angeordnete Tragrahmen 6 erstrecken. In
diesem Falle sind die seitlichen Trägerteile 6a, 6b an ihren Außenrändem so schmal
zu bemessen, daß die Platten 2 bzw. die Bewegungseinheit sich seitlich über die Trägerteile
6a, 6b hinaus erstrecken können. Im Tragrahmen der Erfindung kann ein Antrieb 5 den
Halterungen 3 jeweils eines Tragrahmens als gemeinsamer Antrieb zugeordnet sein, oder
es ist auch möglich, mehreren horizontalen, nebeneinander angeordneten Tragrahmen
6 einen gemeinsamen Antrieb 5 zuzuordnen.
[0050] Das Ausführungsbeispiel nach Fig. 10, bei dem gleiche oder vergleichbare Teile mit
gleichen Bezugszeichen versehen sind, unterscheiden sich von den Ausführungsbeispielen
nach Fig. 2 bis 6 dadurch, daß die Platten 2 nicht durch Doppelscheiben, sondern durch
eine einfache Scheibe, insbesondere aus Glas, z. B. Schuppenglas, gebildet sind. Hierbei
können die Platten 2 zu ihrer Halterung mit winkelförmigen Haltestegen unter- bzw.
übergriffen werden, wie es aus Fig. 10 der WO 96/06258 zu entnehmen und eingangs beschrieben
ist. Bei solchen einfachen Platten 2 kann ein dem Dichtungsprofil 41 gemäß Fig. 5
und 6 entsprechendes Dichtungsprofil mit einem an der Schmalseite der jeweiligen Platte
2 anliegenden Profilschenkel 41b und einem am Rand der Innenseite anliegenden Profilschenkel
41c umlaufend angeordnet und im Unterschied zu dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 5
und 6 auf eine andere Weise befestigt sein, z. B. durch Kleben, wobei der Befestigungssteg
24 entfallen kann. Wie beim Ausführungsbeispiel nach Fig. 6 bis 8 kann auch beim Ausführungsbeispiel
nach Fig. 10 eine sägezahnförmige Dichtleiste 48 in den seitlichen Endbereichen des
Tragrahmens 6, vorzugsweise in oder an den seitlichen Trägerteilen 6a, 6b, vorgesehen
sein, die mit einem aus vertikalen Abschnitten der an den übereinander angeordneten
Platten 2 vorhandenen Dichtungsprofile 41 dichtend zusammenwirkt, wie es Fig. 6 zeigt
und in zugehörigen Beschreibungsteilen beschrieben worden ist. Wie bereits bei den
vorbeschriebenen Ausführungsbeispielen des Tragrahmens 6 weisen auch hier die Trägerteile
6a bis 6d an ihren inneren Rändern einen nach innen abstehenden Befestigungssteg 6f
auf, der z. B. mit einem zur Tragrahmenmitte weisenden Schenkel winkelförmig sein
kann und der Befestigung mittels nicht dargestellten, den Befestigungssteg 6f insbesondere
formschlüssig überund hintergreifenden Befestigungselementen mit den Pfosten 8 und
Riegeln 9, dient. Die sich quer zur Tragrahmenebene erstreckende Breite g der Trägerteile
bzw. des Tragrahmens entspricht in etwa der Breite h der Pfosten 8 und Riegel 9.
[0051] Das Ausführungsbeispiel nach Fig. 12, bei dem gleiche oder vergleichbare Teile ebenfalls
mit gleichen Bezugszeichen versehen sind, unterscheidet sich von den Ausführungsbeispielen
nach Fig. 2 und 10 in mehrfacher Hinsicht.
[0052] Zum einen ist die Innenschale 1a mit den inneren Rändern der Trägerteile 6a bis 6d
verbunden und daran befestigt, vorzugsweise ausschließlich daran befestigt.
[0053] Außerdem ist in den Tragrahmen 6 ein Licht- bzw. Sonnenschutz 61 zwischen der Außenschale
1b und der Innenschale 1a integriert, der beim vorliegenden Ausführungsbeispiel durch
einen absenkbaren und aufziehbaren Vorhang 61a gebildet ist, der aus übereinander
angeordneten und um eine horizontale Achse schwenkbaren Lamellen 61b oder einer Folie
bzw. einem Tuch gebildet ist und durch einen nicht dargestellten, motorisch oder manuell
antreibbaren, von innen zugänglichen Verstellmechanismus absenkbar und aufziehbar
ist, wie es bei Jalousien an sich bekannt ist. Der Licht- bzw. Sonnenschutz 61 ist
durch einen oberen Tragholm 61c am oberen Tragrahmenteil 6d befestigt. Zwecks Vergrößerung
der vertikalen Öffnungsabmessung ist der Tragholm 61c vorzugsweise, wenigstens teilweise
in das obere Tragrahmenteil 6d in einer Ausnehmung 6g wenigstens teilweise versenkt
angeordnet.
[0054] Ferner sind die Trägerteile 6a bis 6d in einer Stegverbund-Bauweise thermisch getrennt
in Form einer inneren und äußeren Schale 6x, 6y, was weiter unten noch beschrieben
wird.
[0055] Die Innenschale 1a kann in unterschiedlicher Bauweise ausgeführt sein. Sie kann z.
B. durch eine Leichtbauwand, insbesondere in zweischaliger und wärmegedämmter Bauweise,
durch eine Festverglasung, insbesondere mit aus mehreren Scheiben bestehenden Isoliereinheiten
(Fig. 14 bis 16) oder durch ein Fenster ohne oder mit einem Schwenkflügel gebildet
sein, wobei eine solche, allgemein mit 1c bezeichnete Wand den horizontalen und vertikalen
Abmessungen des Tragrahmens 6 entsprechen kann oder in vertikale Wandstreifen 1c1,
1c2 unterteilt sein kann, die sich jeweils von einem seitlichen Tragrahmenteil 6a
bzw. 6b bis zu einer Tragstütze 35 oder von einer bis zur benachbarten Tragstütze
35 erstrecken können. Die Wand 1c oder die Wandteile 1c1, 1c2 sind jeweils durch sich
an ihren Umfangsrändern horizontal und vertikal erstreckenden leistenförmigen Halterahmenteilen
62 befestigt, die jeweils am zugehörigen Tragrahmenteil 6a bis 6d des Tragrahmens
6 befestigt sind, vorzugsweise einteilig angeformt sind.
[0056] Es ist aus herstellungstechnischen Gründen und aus Kostengründen vorteilhaft, die
Trägerteile 6a bis 6d durch Profilstangen zu bilden. Unter Berücksichtigung der vorzugsweise
einteiligen Anformung der Halterahmenteile 62 und/oder unter Berücksichtigung der
thermisch getrennten Verbundweise läßt sich hierdurch eine einfache und rationale,
sowie kostengünstige Fertigung bzw. Vorfertigung der Trägerteile 6a bis 6d und Halterahmenteile
62 erreichen.
[0057] Fig. 12 zeigt ein oberes Tragrahmenteil 6d und die Befestigung einer Wand 1c oder
eines Wandteils 1c1 am Tragrahmenteil 6d im vertikalen Querschnitt.
Die Trägerteile 6a bis 6d können bezüglich ihrer quer zur Tragrahmenebene gerichteten
Breite g einteilig ausgebildet sein, wie es Fig. 12 zeigt oder mehrteilig und z. B.
aus mehreren Profilen zusammengesetzt sein, die miteinander befestigt sind, z. B.
formschlüssig ineinander geschoben sind, wie es z. B. Fig. 6 im mittleren Bereich
des hier seitlichen Tragrahmenteils 6a zeigt, bei dem es sich z. B. nicht um ein thermisch
getrenntes Profil handelt. Die Ausgestaltung gemäß Fig. 12 zeigt dagegen eine Verbundbauweise
des Tragrahmenteils 6d mit thermischer Trennung. Das Tragrahmenteil 6d bzw. die zugehörige
Profilstange besteht aus der inneren Schale 6x und der äußeren Schale 6y, die in an
sich bekannter Weise durch Stege 6z verminderter Wärmeleitfähigkeit, z. B. aus Kunststoff
verbunden sind. Diese Verbundweise läßt sich in ebenfalls an sich bekannter Weise
bei der Vorfertigung der Profile verwirklichen, so daß diese zu ihrer Längenanpassung
nun abgelängt werden müssen. Die Mitte der thermischen Trennung ist für den gesamten
Tragrahmen 6 einschließlich der Innenschale 1a durch eine Trennlinie TL verdeutlicht.
Wenn der Tragrahmen 6 mit einem Anbauflansch 13 ausgebildet ist, ist es vorteilhaft,
den Anbauflansch 13 in die thermische Trennung einzubeziehen, wie es dargestellt ist,
wobei sein innen angeordnetes Schalenteil 13a einteilig mit der äußeren Schale 6x
des Tragrahmenteils 6d verbunden ist.
[0058] Vorzugsweise ist auch das zugehörige, hier obere horizontale Halterahmenteil 62 in
die thermische Trennung einbezogen, und somit durch zwei Profilabschnitte 62x, 62y
unterteilt, von denen ersteres Teil der inneren Schale 6x und Letzteres Teil der äußeren
Schale 6y ist. Bei der vorliegenden Ausgestaltung weisen die Profilabschnitte 62x,
62y einen Abstand voneinander auf. Der innere Profilabschnitt 62x dient der Anlage
und Halterung der Wand 1c, während der äußere Profilabschnitt 62y der Befestigung
einer Klemmleiste 63 dient, die an der Innenseite des Wandteilrandes anliegt und mittels
einer Schraube 64 mit dem äußeren Profilabschnitt 62y verschraubt ist, wobei vorzugsweise
außenseitig von der Schraube ein Stützsteg 65 zwischen dem Profilabschnitt 6x und
der Klemmleiste 63 angeordnet ist, bei dem es sich beim vorliegenden Ausführungsbeispiel
um einen separaten Steg handelt. Für den Eingriff ist vorzugsweise ein sich hier längs
des oberen Trägerteils 6d bzw. Halterahmenteils 62 erstreckender sogenannter Schraubkanal
66 in Form einer Nut im Profilabschnitt 62x vorgesehen. Zwischen der Wand 1c und dem
Profilabschnitt 62y einerseits und der Klemmleiste 63 andererseits sind vorzugsweise
Dichtungsprofile 67, 68 angeordnet, die insbesondere jeweils mit einem pilzkopfförmigen
Befestigungsstreifen in einer hinterschnittenen Nut in der zugewandten Stirnfläche
des Profilabschnitts 62y und der Klemmleiste 63 gehalten sind. Die Klemmleiste 63
bildet ein separates Gegenstück des Halterahmenteils 62 bzw. 62y, wenn es sich um
ein thermisch getrenntes Profil handelt. Aufgrund des Über- und Hintergriffs der Wand
1c mit der Schraube 64 und dem Klemmteil 63 ist die Wand 1c um das Maß h kleiner bemessen,
als der Tragrahmen 6 bzw. die zugehörigen Trägerteile 6a bis 6d.
[0059] Eine thermische Trennung der Klemmleiste 63 ist durch ihren Abstand vorgegeben. Zusätzlich
können die Schäfte der Schrauben 64 aus wärmedämmendem Material wie Kunststoff bestehen.
[0060] Der unten angeordnete untere Trägerteil 6c und das unten angeordnete Halterahmenteil
62 sind entsprechend spiegelbildlich ausgebildet. Das gilt auch für die beiden vertikalen
Trägerteile 6a, 6b und die sich an ihnen erstreckenden Halterahmenteile 62. Deshalb
kann aus Vereinfachungsgründen eine entsprechende Beschreibung für die anderen Trägerteile
6a bis 6c und die jeweils zugehörigen Halterahmenteile 62 unterbleiben.
[0061] Bei der Ausgestaltung nach Fig. 12 ist die Wand 1c zumindest im oberen Bereich durch
ein Fenster mit einem Fensterrahmen, einem Flügelrahmen und einer vorzugsweise als
Isolierungseinheit ausgebildeten Scheibe gebildet. Es ist lediglich der obere Fensterrahmenholm
69 und der obere Flügelholm 71 sowie die Scheibe 72 dargestellt. Der Fensterrahmen
ist durch einen z. B. verjüngten Anbauflansch 73 an den Halterahmenteilen 62 gehalten.
Auch der Fensterrahmen und der Flügelrahmen bestehen aus thermisch getrennten Profilen
in der Verbundbauweise, wie es die Zeichnung deutlich zeigt. Die diesbezüglichen Innen-
und Außenschalen sind mit 69x, 69y, 71x, 71y und 73x, 73y bezeichnet.
[0062] Das Ausführungsbeispiel nach Fig. 13 zeigt eine Befestigungseinzelheit in dem Fall,
in dem eine oder mehrere Tragstützen 35, die sich vom unteren bis zum oberen Trägerteil
6c, 6d erstrecken und daran befestigt sind, wenn die (beim vorliegenden Ausführungsbeispiel
zwei Stück) Tragstützen 35 in die Befestigung wenigstens eines oder zweier benachbarter
Wandteile 1c1, 1c2 einbezogen ist bzw. sind. Bei dieser Ausgestaltung sind an beiden
Seiten der ebenfalls durch eine Profilstange gebildeten Tragstütze 35 jeweils ein
vertikales Halterahmenteil 62 angeformt, die beim vorliegenden Ausführungsbeispiel
seitlich von der Tragstütze 35 abstehen, und an dem die Wandteile 1c1, 1c2 befestigbar
sind, z. B. mittels einer vertikalen, den Rand des einen oder beider Wandteile 1c1,
1c2 übergreifenden Klemmleiste 63, die gegen die Tragstütze 35 verschraubt (nicht
dargestellt) oder durch eine Streckverbindung verbunden ist. Bei der dargestellten
Ausgestaltung ist das rechte Wandteil 1c1 durch ein Fenster gebildet, wobei die Tragstütze
35 mit dem vertikalen Halterahmenteil 62 und/oder mit einem zwischen den Wandteilen
1c1, 1c2 nach innen abstehenden, vorzugsweise verjüngten Halterahmensteg 35a einen
vertikalen Holm 69 eines Fensterrahmens bildet, an dem der vertikale Flügelholm 71
eines zugehörigen Fensterflügels einen Anschlag findet. Bei dem linken Wandteil 1c2
handelt sich um eine Scheibe 72 einer Festverglasung in Form einer Isoliereinheit,
die an dem an dieser Seite der Tragstütze 35 vorhandenen, z. B. spiegelbildlich angeordneten
oder geformten Halterahmenteil 62 anliegt und an seiner Innenseite durch eine Klemmleiste
63 in Form einer Glashalteleiste 74 abgestützt ist, die z. B. formschlüssig am Halterahmensteg
35a befestigt, z. B. verrastet ist. Der Halterahmensteg 35a ist vorzugsweise in der
üblichen und bereits beschriebenen Verbundbauweise mit Verbindungsstegen 6z vom Basiskörper
der Tragstütze 35 thermisch getrennt, siehe die thermische Trennlinie TL. In diesem
Falle sind zwei Halterahmenstegteile vorhanden, die als Teile der inneren und äußeren
Schale mit 35ax und 35ay bezeichnet sind.
[0063] Beim Ausführungsbeispiel nach Fig. 14 sind zwei jeweils durch eine Festverglasung
gebildete Wandteile 1c1, 1c2 vorhanden, und an zwei stirnseitig nach innen vorspringenden
vertikalen Halterahmenteilen 62 abgestützt sind, die winkelförmig mit aufeinander
zugerichteten Schenkeln ausgebildet sein können, wodurch sie eine hinterschnittene
vertikale Befestigungsnut 75 bilden, in der der Kopf einer Spannschraube 64 sitzt,
mittels der eine Klemmleiste 63 durch eine Mutter 64a gegen die einander zugewandten
Ränder der Wandteile 1c1, 1c2 geschraubt ist. Auch bei diesem Ausführungsbeispiel
können Dichtungsprofile 67, 68 zwischen den Wandteilen 1c1, 1c2 und den Halterahmenteilen
62 sowie der Klemmleiste 63 angeordnet sein, die mit Befestigungsstreifen in hinterschnittenen
Befestigungsnuten (nicht dargestellt) in den Anlageflächen der Halterahmenteile 62
und der Klemmleiste 63 einfassen können. Bei dieser Ausgestaltung kann zumindest der
Schraubenschaft aus einem wärmedämmenden Material, z. B. Kunststoff, bestehen, wodurch
zusätzlich zum Abstand der Klemmleiste 63 eine thermische Trennung erreicht wird.
[0064] Eine ähnliche Ausgestaltung ist bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 15 und 16
vorgesehen, wobei jedoch zwischen den Halterahmenteilen 62 der Tragstütze 35 ein vertikaler
Befestigungssteg 35b mit einem Schraubkanal 66 für eine Schraube 64 vorgesehen ist,
mit der eine beide Ränder der Wandteile 1c1, 1c2 übergreifenden Klemmleiste 63 verschraubt
ist. Bei diesem Ausführungsbeispiel ist das linke Wandteil 1c2 durch eine Festverglasung
gebildet, während das rechte Wandteil 1c1 durch ein Fenster gebildet ist, dessen vertikaler
Fensterrahmenholm 69 zwischen dem zugehörigen Halterahmenteil 62 und der Klemmleiste
63 gehalten ist. Eine entsprechende Ausgestaltung ist in Fig. 16 spiegelbildlich dargestellt.
Mit 63a ist eine Abdeckleiste 63a für die Klemmleiste 63 bezeichnet, die mit gabelförmigen,
die Klemmleiste übergreifenden Schenkeln an der Klemmleiste lösbar verrastbar ist.
[0065] Bei den Ausführungsbeispielen nach Fig. 15 und 16 bildet die jeweils vorhandene Tragstütze
35 eine vertikale Führung 76 für den Vorhang 61a des Licht- bzw. Sonnenschutzes 61,
der bei diesen beiden Ausführungsbeispielen schwenkbare Lamellen 61b aufweist, die
durch vertikale Bänder 61c miteinander verbunden und schwenkbar sind. Beim Ausführungsbeispiel
nach Fig. 15 ist die Führung 76 durch eine vertikale Führungsnut 77 gebildet, wobei
die horizontale Länge des Vorhangs 61a so groß bemessen ist, daß der Vorhang 61a in
die Führungsnut 77 mit Bewegungsspiel eintaucht. Für einen auf der anderen Seite der
Tragstütze 35 vorhandenen Vorhang 61a ist eine entsprechend ausgebildete Führungsnut
77 vorgesehen, wodurch die Tragstütze 35 eine taillierte Querschnittsform erhält.
Diese Ausgestaltung und Anordnung führt zu einem weiteren Vorteil. Aufgrund des Eintauchens
des Vorhangs in die vorzugsweise viereckige Führungsnut 77 wird ein vertikaler Spalt
zwischen dem Vorhang 61a und der Tragstütze 35 vermieden, durch den Lichtstrahlen
nach innen gelangen könnten, und es wird somit durch Überdeckung eine vollständige
Beschattung des Innenraums durch eine Überlappung zwischen dem Vorhang 61a und der
Tragstütze 35 erreicht. Die horizontale Breite der Führungsnut 77 ist beim Vorhandensein
von schwenkbaren Lamellen 61b so groß zu bemessen, daß die Lamellen in ihrer horizontalen
Stellung mit Bewegungsspiel darin einfassen können. Eine entsprechende Ausgestaltung
mit einer vertikalen Führungsnut 77 ist auch an den Innenseiten der seitlichen Trägerteile
6a, 6b vorgesehen.
[0066] Beim Ausführungsbeispiel nach Fig. 16 ist ebenfalls eine vorzugsweise hinterschnittene
Führungsnut 78 an beiden Seiten in der Tragstütze 35 angeordnet, wobei am Vorhang
61a, insbesondere an seinem unteren Ende, beidseitig jeweils ein Führungsbolzen 79
in der Ebene des Vorhangs horizontal absteht, der in die zugehörige Führungsnut 78
einfaßt und darin geführt ist. Der Führungsbolzen 79 kann einen pilzförmigen Kopf
aufweisen, mit dem er die hinterschnittene Führungsnut 78 hintergreift, wodurch ein
ungewolltes Austreten des Führungsbolzens 79 aus der Führungsnut 78, z. B. bei einer
Biegung des Vorhangs 61a unter Winddruck, verhindert ist. Um einen Verschleiß des
Führungsbolzens 79 beim vertikalen Verschieben zu vermeiden, können in die die Hinterschneidung
der jeweiligen Führungsnut 78 bildenden Führungsstegen 81 vertikale Aufnahmenuten
82 angeordnet sein, in denen Führungsbänder aus führungsfreundlichem Material, z.
B. aus weichem Material wie Kunststoff oder Gummi, angeordnet sind, die den Führungsbolzen
79 bzw. einen Schaft vor Verschleiß schützen und außerdem ein geräuscharmes Verschieben
ermöglichen. Um ein Herauswandern der Führungsbänder 83 aus den Aufnahmenuten 82 zu
verhindern, können diese eine hinterschnittene Form aufweisen, die von den Führungsbändern
83 hintergriffen wird.
[0067] Im Rahmen der Erfindung ist es möglich, den Tragrahmen 6 an der Einbaustelle dadurch
zu bilden, daß die Trägerteile 6a bis 6d an den Leibungswänden einer Einbauöffnung,
z. B. an der Gebäudewand selbst oder an einer Tragkonstruktion mit vertikalen Pfosten
8 und horizontalen Riegeln 9, befestigt werden. Danach können die Tragstützen 35,
die Verstell- bzw. Schwenkvorrichtungen 4 und die die Außenschale 1b bildenden Klappen
2 montiert werden. Außerdem kann innen die Innenschale 1a an den Trägerteilen 6a bis
6d bzw. den Tragrahmen 6 montiert werden. Bei dieser Anordnung bedarf es keiner Eckenbefestigung
der Trägerteile untereinander, da die Traganordnung (Tragkonstruktion, Gebäude) dem
Tragrahmen 6 die Stabilität gibt.
[0068] Besonders vorteilhaft ist es, den Tragrahmen 6 in sich stabil auszugestalten, so
daß er mit seinen zugehörigen Halteelementen für die Platten 2 und die Wandteile 1c
an seinem Herstellungsort (Werkstatt) oder an der Baustelle vorgefertigt werden kann
und die soweit vorgefertigte Einheit am Gebäude montiert werden kann. Insbesondere
dann, wenn die Platten 2 und die Wandteile 1c aus Glas bestehen, können diese nachmontiert
werden. Beim vorliegenden Ausführungsbeispiel wird die in sich stabile Ausgestaltung
des Tragrahmens 6 durch eine Befestigung der Trägerteile 6a bis 6d an deren einander
zugewandten Enden gewährleistet. Dies wird durch die Eckwinkel 6e erreicht, mit denen
die Trägerteile 6a bis 6d verbunden werden, z. B. durch Schrauben 6s (Fig 6).
Es ist besonders vorteilhaft, die Trägerteile 6a bis 6d so zu bilden, daß die Schenkel
der Eckwinkel 6e formschlüssig an den Trägerteilen 6a bis 6d gehalten sind. Dies läßt
sich insbesonders bei durch Profilstangen gebildeten Trägerteilen durch insbesondere
innere Profilnuten 6h erreichen, an deren Abmessungen die Schenkel der Eckwinkel 6e
angepaßt sind, und somit darin formschlüssig sitzen.
[0069] Bei einer Variante der Erfindung sind die Halterahmenteile 62 für die Innenschale
1a ebenfalls einteilig an die Trägerteile 6a bis 6d angeformt. Hierbei handelt es
sich jedoch um Trägerteile 6a bis 6d handeln, die sich in der Querebene des Tragrahmens
nicht bis zur Innenschale 1a erstrecken, sondern schmaler sind, und die jeweils als
Einzelteile an der Tragkonstruktion oder am Gebäude selbst befestigt werden können.
Bei dieser Ausgestaltung lassen sich die Trägerteile 6a bis 6d und die Halterahmenteile
62 gleichzeitig herstellen und vorfertigen, insbesondere als Profilstangen. An der
Baustelle bedarf es dann keiner besonderen Montage der Halterahmenteile 62, sondern
nur der Trägerteile 6a bis 6d. Deshalb wird sowohl die Herstellung als auch die Montage
wesentlich vereinfacht, wodurch sich die Herstellungskosten beträchtlich senken lassen.
In der vorbeschriebenen Weise kombinierte Tragrahmenteile 6a bis 6d und Halterahmenteile
62 lassen sich z. B. bei einer Bauweise gemäß Fig. 1 einbauen, bei der ein in sich
stabiler, vorfertigbarer Tragrahmen 6 nicht vorgesehen ist.
[0070] Es ist im Rahmen der Erfindung jedoch möglich, vorbeschriebene schmale Trägerteile
6a bis 6d, die sich nicht von der Innenschale 1a bis zur Außenschale 1d erstrecken,
mit oder ohne den angeformten Halterahmenteilen 62 als in sich stabilen Tragrahmen
6 auszubilden. Die Eigenstabilität kann dabei durch Befestigungsvorrichtungen 10 erreicht
werden, mit denen diese schmalen Tragteile in ihren einander zugewandten Endbereichen
miteinander verbunden sind, z. B. mittels Eckwinkeln 6g, wie sie für den schmalen
Tragrahmen gemäß Fig. 2 bis 10 beschrieben worden ist, der nur die Außenschale 1b
stützt bzw. trägt.
[0071] Bei einem vorbeschriebenen, nur die Innenschale 1a stützenden bzw. tragenden schmalen
und in sich stabilen Tragrahmen lassen sich die verschiedenen Vorteile bezogen auf
die Innenschale 1a erreichen.
[0072] Es ist im Rahmen der Erfindung ferner möglich, die erfindungsgemäße Fassadenschale
1 im Bereich der gesamten Gebäudefassade vorzusehen oder nur in einem oder mehreren
Teilbereichen der Gebäudefassade vorzusehen. Letzteres zeigen z. B. die Fig. 1 bis
4 sowie 10 und 11, bei denen die erfindunggemäße Fassadenschale nur in einem Teilbereich
der Gebäudefassade vorgesehen ist, nämlich im Bereich eines Tragrahmen 6, dessen horizontale
und vertikale Außenabmessung unter Berücksichtigung eines Montagespiels an horizontalen
und vertikalen Abmessungen der Einbauöffnung 11 in der Pfosten/Riegel-Konstruktion
oder in einem Gebäude angepaßt sind. Dabei kann die vertikale Abmessung etwa der Geschoßhöhe
oder Geschoßinnenhöhe des Gebäudes entsprechen.
[0073] Das Ausführungsbeispiel nach Fig. 1, bei dem gleiche oder vergleichbare Teile mit
gleichen Bezugszeichen versehen sind, unterscheidet sich vom Ausführungsbeispiel nach
Fig. 11 im Prinzip lediglich dadurch, daß die ebenfalls vorhandenen horizontalen und
vertikalen Trägerteile 6a, 6b, 6c, 6d nicht durch eine Befestigungsvorrichtung 10
zu einem in sich stabilen Rahmen oder Träger verbunden sind, sondern die Trägerteile
6a bis 6d können am Beton oder dem Mauerwerk des Gebäudes oder an einer Pfosten/Riegel-Konstruktion
befestigt sein und somit unmittelbar über diese Gebäudeteile die Stabilität erhalten.
Für die eine oder mehreren Tragstützen 35 bedarf es dagegen einer Befestigung ihrer
unteren und oberen Enden an den unteren und oberen horizontalen Trägerteilen 6c, 6d
jeweils durch eine Befestigungsvorrichtung 10. Im übrigen sind auch gemäß Fig. 1 die
Trägerteile 6a bis 6d und die Tragstützen 35 mit den angeformten Halterrahmenteilen
62 der Innenschale 1a einteilig ausgebildet. Außerdem ist die Innenschale 1a durch
die Trägerteile 6a bis 6d mit der Außenschale 16 verbunden und dadurch abgestützt.
Ferner ist auch bei der Ausgestaltung nach Fig. 1 ein Licht- bzw. Sonnenschutz 61
vorgesehen.
[0074] Im Rahmen der Erfindung ist es möglich, am oberen und unteren Rand eines Wandteils
1c der Innenschale 1a oder zwischen zwei übereinander angeordneten Wandteilen (in
Fig. 1 ein Fenster und eine Fensterverglasung) horizontale Hilfsriegel 9a anzuordnen,
die in ihrer Querschnittsgröße kleiner ausgebildet sein können. Die Halterahmenteile
62 können sowohl an den oberen und unteren Trägerteilen 6c, 6d oder den normalen Riegeln
9 oder an den Hilfsriegeln 9a angeformt sein.
[0075] Bei den vorbeschriebenen Ausgestaltungen können die Trägerteile 6a bis 6d auch durch
die Pfosten/Riegel-Konstruktion (8, 9) gebildet sein.
1. Verstellbare Fassadenschale (1) für ein Gebäude, die aus neben- oder übereinander
angeordneten, schwenkbaren Platten (2) gebildet ist, die in Halterungen (3) gehalten
und mittels einer Verstellvorrichtung zwischen einer Schließstellung und einer Offenstellung
verstellbar gelagert sind,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Platten (2) an allen Rändern eine Profilleiste (23) aufweisen, die sich über
die gesamte Länge des jeweiligen Randes erstreckt, jeweils schmalseitig in die Platte
(2) versenkt angeordnet ist und eine erste Längsnut (24) aufweist, die nach außen
offen ist, und in der ein Dichtungsprofil (41) sitzt.
2. Fassadenschale nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß zwei Längsnuten (24, 25) nebeneinander in der Profilleiste (23) angeordnet sind.
3. Fassadenschale nach einem der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die erste Längsnut (24) und/oder die zweite Längsnut (25) hinterschnitten ist bzw.
sind.
4. Fassadenschale nach einem der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Profilleiste (23) aus Metall, insbesondere Aluminium, oder Kunststoff besteht.
5. Fassadenschale nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Dichtungsprofil (41) eine einstückig umlaufende Ringform aufweist.
6. Fassadenschale nach einem der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Dichtungsprofil (41) eine Dichtlippe (44) aufweist, die mit der benachbarten
Platte (2) oder mit einem an der benachbarten Platte (2) angeordneten Dichtungsprofil
(41) zusammenwirkt.
7. Fassadenschale nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß zwei Dichtlippen (44) angeordnet sind, von denen die eine eine Druckdichtung bildet
und die andere eine Sogdichtung bildet.
8. Fassadenschale nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Dichtungsprofil (41) mit einem jeweils am schmalseitigen Umfang der Platten (2)
angeordneten Profilschenkel (41b) und einem damit verbundenen und am Rand der Innenseite
der Platten (2) anliegenden Profilschenkel (41c) winkelförmig geformt ist.
9. Fassadenschale nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Platten (2) als Isoliereinheit mit einer Innenscheibe (16) und einer Außenscheibe
(17) ausgebildet sind, die an ihrem schmalseitigen Umfang durch eine ihren Abstand
voneinander ausfüllende Verbundmasse (21) miteinander verbunden sind.
10. Fassadenschale nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Profilleiste (23) als eine von einem die Scheiben distanzierenden Abstandsrahmen
(18) separate Profilleiste (23) ausgebildet ist und in die Verbundmasse (21) eingebettet
ist.
11. Fassadenschale nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Profilleiste (23) einen seitlich abstehenden Profilschenkel (24d) aufweist, der
eine der beiden Scheiben (16, 18), insbesondere die Innenscheibe (16), überdeckt.
12. Fassadenschale nach Anspruch nach einem der Ansprüche 9 bis 11,
dadurch gekennzeichnet,
daß in einer Längsnut der oberen und/oder unteren Profilleiste (23) ein Haltebügel oder
im Abstand voneinander mehrere Haltebügel (40 a, 40 b) befestigt sind, wobei die an
der oberen Profilleiste befestigten Haltebügel (40b) den oberen Rand der Außenscheibe
(17) mit Haltestegen (38c) winkelförmig übergreifen und die an der unteren Profilleiste
befestigten Haltebügel (40a) den unteren Rand der Außenscheibe mit Haltestegen (38c)
winkelförmig untergreifen.
13. Fassadenschale nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Haltebügel (40a, 40b) in einer zweiten Längsnut (25) der Profilleiste (23) angeordnet
sind.
14. Fassadenschale nach Anspruch 12 oder 13,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Haltebügel (40a, 40b) in der Längsnut (25) verrastet und/oder verschraubt sind.
15. Fassadenschale (1) nach einem der Ansprüche 9 bis 14,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Halterungen (3) Haltearme (27) umfassen, deren Enden (28a, 28b) jeweils in ein
Sackloch (29) in der Verbundmasse (21) und/oder in eine in die Verbundmasse (21) eingebettete
Profilleiste (23) einfassen, wobei das Loch einen Abstand (b) von der Innenscheibe
(16) aufweist und wenigstens die den unteren Rand der Innenscheibe (16) hintergreifenden
Enden (28b) sich bis zum Grund des Sackloches (29) erstrecken.
16. Fassadenschale nach Anspruch 15,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Profilleiste (23) einen seitlichen Schenkel (24d) aufweist und das Sackloch (29)
in diesem Schenkel (24d) angeordnet ist.
17. Fassadenschale nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Außenscheiben (17) der Isoliereinheiten (15) die zugehörigen Innenscheiben (16)
nach unten überragen und in Schließstellung die Außenscheiben (17) der jeweils unteren
Isoliereinheit (15) überlappen,
und daß in dem Überlappungsbereich zwischen den Außenscheiben (17) ein Dichtungsprofil (53)
vorgesehen ist.
18. Fassadenschale nach einem der Ansprüche 1-17,
dadurch gekennzeichnet,
daß die schwenkbaren Platten mit ihren Halterungen in einem Tragrahmen (6) angeordnet
sind.
19. Fassadenschale nach Anspruch 9 und Anspruch 18,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Außenscheiben (17) der Isoliereinheiten (15) die zugehörigen Innenscheiben (16)
nach unten überragen und in Schließstellung die Außenscheiben (17) der jeweils unteren
Isoliereinheit (15) überlappen,
und daß in Schließstellung die innen an den vertikalen Rändern der Scheiben anliegenden und
übereinander angeordneten Abschnitte der Profilschenkel (41c) der Dichtungsprofile
(41) einen sich in vertikaler Richtung erstreckenden stufenförmig verlaufenden Dichtungsstrang
(51) bilden,
und daß an dem Tragrahmen (6) eine an den stufenförmigen Verlauf des Dichtungsstrangs angepaßte
sägezahnförmige geformte Dichtleiste (48) vorgesehen ist, die in der Schließstellung
an den Platten (2) anliegt.
1. Adjustable facade shell (1) for a building, which is formed of tiltable panels (2)
arranged next to or above one another, which are held in holders (3) and are mounted
to be adjustable between a closed position and an open position by means of an adjusting
device,
characterized in that,
the panels (2) have a profile strip (23) at all edges, which strip extends of the
entire length of the edge concerned, is in each case arranged sunk in to the panel
(2) edgewise and in each case has a first longitudinal groove (24) which is outwardly
open and in which a sealing profile (41) sits.
2. Facade shell according to claim 1,
characterized in that,
two longitudinal grooves (24, 25) are arranged next to one another in the profile
strip (23).
3. Facade shell according to any preceding claim,
characterized in that,
the first longitudinal groove (24) and/or the second longitudinal groove (25) is or
are undercut.
4. Facade shell according to any preceding claim,
characterized in that,
the profile strip (23) is of metal, in particular aluminium, or plastics.
5. Facade shell according to any of claims 1 to 4,
characterized in that,
the sealing profile (41) has a one-piece encircling ring shape.
6. Facade shell according to any preceding claim,
characterized in that,
the sealing profile (41) has a sealing lip (44) which cooperates with the neighbouring
panel (2) or with a sealing profile (41) arranged on the neighbouring panel (2).
7. Facade shell according to claim 6,
characterized in that,
two sealing lips (44) are arranged, of which the one forms a pressure seal and the
other forms a suction seal.
8. Facade shell according to any preceding claim,
characterized in that,
the sealing profile (41) is formed angle-shaped with a profile limb (41b) arranged
in each case on the edgewise periphery of the panel (2) and a profile limb (41c) connected
therewith and bearing on the edge of the inner side of the panel (2).
9. Facade shell according to any preceding claim,
characterized in that,
the panels (2) are formed as insulation units having an inner plate (16) and an outer
plate (17) which are connected with one another at their edge periphery by means of
a bonding mass (21) filling their spacing from one another.
10. Facade shell according to claim 9,
characterized in that,
the profile strip (23) is constituted as a profile strip (23) separate from a spacing
frame (18) distancing the plates, and is embedded in the bonding mass (21).
11. Facade shell according to claim 10,
characterized in that,
the profile strip (23) has a laterally upstanding profile limb (24d) which overlaps
one of the two plates (16, 18) in particular the inner plate (16).
12. Facade shell according to any of claims 9 to 11,
characterized in that,
in a longitudinal groove of the upper and/or lower profile strip (23) there is fixed
a holder strap or a plurality of spaced apart holder straps (40a, 40b), whereby the
holder straps (40b) fixed to the upper profile strip engage in an angle shape over
the upper edge of the outer plate (17) with mounting webs (38c) and the holder straps
(40a) fixed to the lower profile strip engage in an angle shape below the lower edge
of the outer plate with mounting webs (38c).
13. Facade shell according to claim 12,
characterized in that,
the holder straps (40a, 40b) are arranged in a second longitudinal groove (25) of
the profile strip (23).
14. Facade shell according to claim 12 or 13,
characterized in that,
the holder straps (40a, 40b) are latched and/or screwed into the longitudinal groove
(25).
15. Facade shell (1) according to any of claims 9 to 14,
characterized in that,
the holders (3) include holder arms (27) the ends of which (28a, 28b) in each case
fit into a blind hole (29) in the bonding mass (21) and/or in a profile strip (23)
embedded in the bonding mass (21), whereby the hole has a spacing (b) from the inner
plate (16) and at least the ends (28b) engaging behind the lower edge of the inner
plate (16) extend up to the bottom of the blind hold (29).
16. Facade shell according to claim 15,
characterized in that,
the profile strip (23) has a lateral limb (24d) and the blind hole (29) is arranged
in this limb (24d).
17. Facade shell according to claim 9,
characterised in that,
the outer plates (17) of the insulation units (15) project downwardly beyond the associated
inner plates (16) and in the closed position the outer plates (17) overlap the insulation
unit (15) below in each case, and in that in the overlap region between the outer plates (17) there is provided a sealing profile
(53).
18. Facade shell according to any of claims 1 to 17,
characterized in that,
the tiltable panels are arranged with their holders in a carrier frame (6).
19. Facade shell according to claim 9 and claim 18,
characterized in that,
the outer plates (17) of the insulation units (15) project downwardly beyond the associated
inner plates (16) and in the closed position the outer plates (17) overlap the insulation
unit (15) below in each case,
and in that in the closed position the sections of the profile limbs (41c) of the sealing profiles
(41) which bear on the vertical edges of the plates and are arranged above one another
form a sealing chain (51) running step-like and extending in the vertical direction,
and in that there is provided on the carrier frame (6) a saw-tooth shaped sealing strip (48)
adapted to the step-like development of the sealing chain, which bears on the panels
(2) in the closed position.
1. Coque de façade ajustable (1) pour un bâtiment, qui est constituée de plaques pivotantes
(2) superposées ou disposées les unes à côté des autres, lesquelles sont maintenues
dans des fixations (3) et peuvent être ajustées grâce à un dispositif d'ajustage entre'
une position fermée et une position ouverte, caractérisée en ce que les plaques (2) présentent un rebord profilé (23) sur tous les bords, lequel s'étire
sur toute la longueur du bord respectif, lequel est enfoncé dans la plaque (2) au
niveau du petit côté respectif et lequel présente une première rainure longitudinale
(24),.qui est ouverte vers l'extérieur et dans laquelle est placé un joint d'étanchéité
profilé (41).
2. Coque de façade selon la revendication 1, caractérisée en ce que deux rainures longitudinales (24, 25) sont agencées l'une à côté de l'autre dans
le rebord profilé. (23).
3. Coque de façade selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que la première rainure longitudinale (24) et/ou la seconde rainure longitudinale (25)
est et/ou sont contre-dépouillée(s).
4. Coque de façade selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que le rebord profilé (23) est en métal, tout particulièrement en aluminium, ou en matière
synthétique.
5. Coque de façade selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisée en ce que le joint d'étanchéité profilé (41) présente une forme annulaire périphérique en un
seul morceau.
6. Coque de façade selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que le joint d'étanchéité profilé' (41) présente une lèvre d'étanchéité (44), laquelle
coopère avec la plaque voisine (2) ou avec un joint d'étanchéité profilé (41) agencé
sur la plaque voisine (2).
7. Coque de façade selon la revendication 6, caractérisée en ce que deux lèvres d'étanchéité (44) sont agencées, dont l'une constitue une étanchéité
à la pression et l'autre une étanchéité à la succion.
8. Coque de façade selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que le joint d'étanchéité profilé (41) est constitué de manière à former un angle par
un montant profilé (41b) agencé respectivement au niveau du périmètre du petit côté
des plaques (2) et un montant profilé (41c) relié à ce dernier et placé au bord de
la partie intérieure des plaques (2).
9. Coque de façade selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que les plaques (2) sont conçues comme une unité isolante avec un plateau intérieur (16)
et un plateau extérieur (17), lesquels sont reliés ensemble au niveau de leur périmètre
de petit côté par une masse de liaison (21) comblant l'espace qui les sépare.
10. Coque de façade selon la revendication 9, caractérisée en ce que le rebord profilé (23) est conçu comme un rebord profilé (23) séparé d'un cadre d'écartement
(18), lequel sépare les plateaux et il est noyé dans la masse de liaison (21).
11. Coque de façade selon la revendication 10, caractérisée en ce que le rebord profilé (23) présente un montant profilé (24d) latéralement décalé, lequel
recouvre l'un des deux plateaux (16, 18), tout particulièrement le plateau intérieur
(16).
12. Coque de façade selon l'une des revendications 9 à 11, caractérisée en ce qu'un étrier de retenue ou plusieurs étriers de retenue (40a, 40b), espacés les uns par
rapport aux autres, est/sont fixé(s) dans une rainure longitudinale du rebord profilé
(23) supérieur et/ou inférieur, moyennant quoi les étriers de retenue (40b) fixés
sur le rebord profilé supérieur agrippent le bord supérieur du plateau extérieur (17)
par des tiges de retenue (38c) de manière à former un angle et les étriers de retenue
(40a) fixés sur le rebord profilé inférieur agrippent le bord inférieur du plateau
extérieur par des tiges de retenue (38c) de manière à former un angle.
13. Coque de façade selon la revendication 12, caractérisée en ce que les étriers de retenue (40a, 40b) sont agencés dans une seconde rainure latérale
(25) du rebord profilé (23).
14. Coque de façade selon la revendication 12 ou 13, caractérisée en ce que les étriers de retenue (40a, 40b) sont enclenchés et/ou vissés dans la rainure longitudinale
(25).
15. Coque de façade (1) selon l'une des revendications 9 à 14, caractérisée en ce que les fixations (3) comprennent des bras de retenue (27), dont les extrémités (28a,
28b) pénètrent respectivement dans un logement à fond plein (29) dans la masse de
liaison (21 et/ou dans un rebord profilé (23) noyé dans la masse dé liaison (21),
moyennant quoi le logement présente un écartement (b) par rapport au plateau intérieur
(16) et au moins les extrémités (28b) agrippant le bord inférieur du plateau intérieur
(16) s'étirent jusqu'au fond du logement à fond plein (29).
16. Coque de façade selon la revendication 15, caractérisée en ce que le rebord profilé (23) présente un montant latéral (24d) et le logement à fond plein
(29) est agencé dans ce montant (24d).
17. Coque de façade selon la revendication 9, caractérisée en ce que les plateaux extérieurs (17) des unités isolantes (15) dépassent par le dessous les
plateaux intérieurs correspondants (16) et recouvrent, en position fermée, les plateaux
extérieurs (17) de l'unité isolante inférieure (15) correspondante et en ce qu'un joint d'étanchéité profilé (53) est prévu dans la zone de chevauchement, entre
les plateaux extérieurs (17).
18. Coque de façade selon l'une des revendications 1 à 17, caractérisée en ce que les plaques pivotantes sont agencées avec leurs fixations dans un cadre porteur (6).
19. Coque de façade selon la revendication 9 et la revendication 18, caractérisée en ce que les plateaux extérieurs (17) des unités isolantes (15) dépassent par le dessous les
plateaux inférieurs (16) correspondants et recouvrent, en position fermée, les plateaux
extérieurs (17) de l'unité isolante inférieure (15) correspondante, et en ce que, en position fermée, les parties du montant profilé (41c) du joint d'étanchéité profilé
(41) situées à l'intérieur, à proximité des bords verticaux des plateaux et de manière
superposée, forment un cordon d'étanchéité (51) se déroulant par paliers et s'étirant
à la verticale, et en ce qu'un rebord d'étanchéité (48), en dents de scie et correspondant au déroulement par
paliers du cordon d'étanchéité, est prévu au niveau du cadre porteur (6), lequel rebord
est adjacent aux plaques (2) en position fermée.