[0001] Die Erfindung betrifft eine Nähmaschine nach dem Oberbegriff des Anspruches 1.
[0002] Durch die DE 35 19 729 C2 ist eine Nähmaschine mit einer optoelektronischen Kantenabtastvorrichtung
bekannt, bei der die Lichtquelle über einen Lichtleiter mit einer Linse verbunden
ist. Im Ausführungsbeispiel der DE-C2 ist eine alternative Ausführungsform näher erläutert
und zeichnerisch dargestellt, bei der die Lichtquelle und die Linse ohne Zwischenschaltung
eines Lichtleiters als Lichtsender in einem gemeinsamen Gehäuse untergebracht sind.
Dieser Lichtsender ist gemäß der Zeichnung der DE-C2 im mittleren unteren Bereich
der Vorderseite des Gehäusekopfes angebracht. An dieser Stelle ist aber gar kein freier
Platz für die Anordnung des Lichtsenders vorhanden, weil dort der vom Fadengeber kommende
Nadelfaden entlangläuft.
[0003] Da an der Vorderseite des Gehäusekopfes außer dem Fadengeber bekanntermaßen noch
weitere Vorrichtungen und Fadenführungen angeordnet sind, wie z. B. eine oder mehrere
Fadenspannvorrichtungen, die Fadenanzugsfeder, der Fadenführungshaken und mehrere
Fadenführungsösen, und überdies der Raum zwischen diesen Vorrichtungen und Führungen
für die ungehinderte Bewegung des Nadelfadens freibleiben muß, wird man den Lichtsender
wie allgemein üblich entweder am Rand des Gehäusekopfes oder an einer sich seitlich
erstreckenden freikragenden Halterung anbringen, die ihrerseits am Rand des Gehäusekopfes
befestigt ist. Bei der Verwendung einer freikragenden Halterung kann der Blick auf
die Fadenspannvorrichtung behindert und die Handhabung des Nadelfadens beim Einfädeln
beeinträchtigt sein.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, den Endabschnitt eines mit einer Lichtquelle
verbundenen Lichtleiters so anzubringen, daß weder der Blick auf die an der Vorderseite
des Gehäusekopfes befindlichen Vorrichtungen behindert, noch die Handhabung des Nadelfadens
beim Einfädeln beeinträchtigt werden. Die Aufgabe wird durch die kennzeichnenden Merkmale
des Anspruches 1 gelöst.
[0005] Durch die Ausbildung des Fadenführungshakens als Röhrchen und die Anordnung des Lichtleiters
innerhalb dieses Röhrchens wird mit dem Fadenführungshaken ein ohnehin vorhandenes
Bauteil der Nähmaschine als Halterung für den Endabschnitt des Lichtleiters und die
Linse benutzt, so daß es hier keinerlei Probleme bezüglich der freien Sicht auf die
an der Kopfvorderseite befindlichen Vorrichtungen und Fadenführungen und keine Erschwernisse
hinsichtlich der freien Zugänglichkeit zu diesen Bauteilen gibt.
[0006] Die Erfindung ist anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispieles
erläutert.
[0007] In der einzigen Zeichnungsfigur ist eine Nähmaschine in Seitenansicht schematisiert
dargestellt. Das Maschinengehäuse weist eine Grundplatte 1, einen Ständer 2 und einen
Arm 3 auf, der in einen Kopf 4 übergeht.
[0008] Im Kopf 4 sind in bekannter Weise eine Nadelstange 5 mit einer Nadel 6, eine Stoffdrückerstange
7 mit einem Stoffdrückerfuß 8 sowie ein über die Vorderseite 9 des Kopfes 4 teilweise
hinausragender Fadengeber 10 gelagert. Von den an der Vorderseite des Kopfes 4 üblicherweise
befindlichen Vorrichtungen und Fadenführungen sind in der Zeichnung nur die Fadenspannvorrichtung
11 und der Fadenführungshaken 12 dargestellt. Der Arbeitsbereich der Nadel 6 in der
Ebene der Stichplatte 13 bildet die Stichbildestelle der Nähmaschine.
[0009] Der Fadenführungshaken 12 ist nicht wie sonst üblich massiv, sondern als Röhrchen
und somit hohl ausgebildet. Das freie Ende des Fadenführungshakens 12 ist schräg nach
abwärts in Richtung einer in der Stichplatte 13 eingelassenen Linse 14 ausgerichtet.
[0010] Die Lichtschranke enthält eine Lichtquelle 15 und einen als Lichtempfänger dienenden
Sensor 16. Diese Bauteile sind innerhalb der Grundplatte 1 angeordnet. Nur wegen der
besseren Übersichtlichkeit sind sie in der Zeichnung unterhalb der Grundplatte 1 dargestellt.
[0011] An die Lichtquelle 15 ist ein als strichpunktierte Linie dargestellter Lichtleiter
17 angeschlossen, der von der Grundplatte 1 ausgehend, durch den Ständer 2, den Arm
3 und den Kopf 4 hindurch bis in den hohlen Fadenführungshaken 12 hineingeführt ist.
Der Endabschnitt 18 des Lichtleiters 17 schließt mit dem freien Ende des Fadenführungshakens
12 ab.
[0012] Auf einem am freien Ende des Fadenführungshakens 12 ausgebildeten Gewindeabschnitt
19 ist eine mit Gegengewinde versehene Schraubhülse 20 aufgeschraubt. Die Schraubhülse
20 trägt eine Linse 21, mit deren Hilfe der von der Lichtquelle 15 ausgesandte und
durch den Lichtleiter 17 hindurchgeleitete Lichtstrahl auf die in der Stichplatte
13 eingelassene Linse 14 fokussiert wird. Durch Drehen der Schraubhülse 20 läßt sich
die Fokussierung feinabstimmen.
[0013] Der von der Linse 14 empfangene Lichtstrahl wird für den Eintritt in einen zweiten,
ebenfalls als strichpunktierte Linie dargestellten Lichtleiter 22 erneut fokussiert
und sodann zum Sensor 16 weitergeleitet, wo er dann in ein elektrisches Signal umgewandelt
und schließlich in bekannter Weise signaltechnisch weiterverarbeitet wird.
1. Nähmaschine mit einer aus einer Lichtquelle (15) und einem Lichtempfänger (16) bestehenden
Lichtschranke zum Erfassen einer Werkstückkante im Bereich der Stichbildestelle, wobei
die Lichtquelle (15) über einen Lichtleiter (17) mit einer im Kopfbereich der Nähmaschine
angeordneten Linse (21) verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, daß der in der Nähe der Fadenspannvorrichtung (11) befindliche Fadenführungshaken (12)
als Röhrchen ausgebildet, der Lichtleiter (17) durch den Fadenführungshaken (12) hindurchgeführt
und die Linse (21) am schräg nach abwärts gerichteten freien Ende des Fadenführungshakens
(12) angeordnet ist.
2. Nähmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Linse (21) in einer am Fadenführungshaken (12) justierbar angeordneten Schraubhülse
(20) aufgenommen ist.