[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Korpuselement mit Verschlußelement, durch
das das Korpuselement wenigstens teilweise verschließbar ist, wobei das Korpuselement
oder das Verschlußelement Führungen und das andere der Elemente Führungselemente aufweist,
die in den Führungen bewegbar aufgenommen sind.
[0002] Derartige Korpuselemente sind beispielsweise als Schränke ausgeführt, wobei diese
als Hängeschrank, Ober- oder Unterschrank oder auch als Eckschrank ausgestaltet sein
können. Ebenso ist es denkbar, daß ein Korpuselement durch zwei Borde oder ein Bord
und eine Leiste gebildet wird, wobei der zwischen den Borden bzw. der zwischen Bord
und Leiste befindliche Innenraum durch das Verschlußelement verschlossen werden kann.
Bei vorbekannten Korpuselementen ist das Verschlußelement üblicherweise mittels Führungselementen
in Führungsnuten des Korpuselementes verschiebbar angeordnet. Die Führungselemente
sind im allgemeinen als an dem Verschlußelement montierte Schlitten ausgeführt. Auch
ist es möglich, daß die Führungen auf dem Verschlußelement und die Führungselemente
auf dem Korpuselement angeordnet sind.
[0003] Bei vorbekannten Korpuselementen sind die Führungen oder Führungselemente auf den
einander zugewandten Innenseiten des Korpuselementes angeordnet. Die Führungen können
als Führungsnuten ausgeführt sein, die sich parallel an zwei Innenseiten des Korpuselementes
erstrecken. In diese Nuten sind die beispielsweise als Schlitten ausgeführten Führungselemente
des Verschlußelementes aufgenommen, wobei die Nuten mit dem Verschlußelement fluchten.
[0004] Eine derartige Anordnung der Führungsnuten bringt den Nachteil mit sich, daß die
Nut verhältnismäßig leicht verschmutzen kann und im geöffneten Zustand des Verschlußelementes
stets sichtbar ist, was den optischen Gesamteindruck des Korpuselementes beeinträchtigt.
Hinzu kommt, daß im geschlossenen Zustand stets die Bodenkante gattungsgemäßer Korpuselemente
sichtbar ist. Ein weiterer Nachteil besteht darin, daß aufgrund der Anordnung der
Führungen bzw. Führungselemente eine Frontintegration des Korpuselementes nicht realisierbar
ist.
[0005] Es ist daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung ein gattungsgemäßes Korpuselement
dahingehend weiterzubilden, daß dieses einen einheitlichen optischen Eindruck vermittelt
und eine optimale Frontintegration ermöglicht.
[0006] Diese Aufgabe wird ausgehend von einem gattungsgemäßen Korpuselement dadurch gelöst,
daß wenigstens eine der Führungen oder Führungselemente des Korpuselementes auf einer
anderen Seite als den einander zugewandten Innenseiten des Korpuselementes angeordnet
ist. Hieraus ergibt sich der Vorteil, daß die entsprechende Innenfläche keine Nut
aufweist, was einen vorteilhaften optischen Eindruck vermittelt und wodurch eine Verschmutzung
ausgeschlossen ist. Darüber hinaus ergibt sich der Vorteil, daß bei geschlossenem
Verschlußelement der Boden des Korpuselementes abgedeckt und somit nicht mehr sichtbar
ist.
[0007] Während bei vorbekannten Korpuselementen auch im verschlossenen Zustand stets die
die Führungen aufweisenden Korpuswände sichtbar sind, läßt sich erfindungsgemäß nunmehr
ein harmonisches Fugenbild realisieren und eine Frontintegration des Korpuselementes
ist problemlos möglich.
[0008] Besonders vorteilhaft ist es, wenn die Führung eine Führungsnut ist. Jedoch ist es
ebenso denkbar, daß jede beliebige andere Führungseinheit anstelle einer Führungsnut
eingesetzt wird. Das Korpuselement kann die Führungsnut aufweisen, jedoch ist es auch
denkbar, daß das Korpuselement einen Vorsprung umfaßt, der in einer entsprechenden
Nut des Verschlußelementes geführt wird. Die Nut kann T-oder L-förmig ausgeführt sein
oder auch jede beliebige andere geeignete Querschnittsform aufweisen.
[0009] In weiterer Ausgestaltung der vorliegenden Erfindung ist vorgesehen, daß das Verschlußelement
ein Rolladen oder eine Schiebetür ist.
[0010] Das Korpuselement kann durch Borde, Leisten, ein Schrankelement oder Kombinationen
dieser Elemente gebildet werden. Beispielsweise ist es denkbar, daß das Verschlußelement
als Rolladen oder Schiebetür zum Verschluß eines Schrankes dient. Ebenso ist es möglich,
daß zwei beabstandete Borde vorgesehen sind, deren Zwischenraum durch ein erfindungsgemäß
angeordnetes Verschlußelement verschlossen wird. Darüber hinaus ist es möglich, daß
das Korpuselement durch ein Bord und eine Leiste gebildet wird, wobei eine Führung
auf dem Bord und die andere Führung in der Leiste angeordnet ist.
[0011] In weiterer Ausgestaltung der vorliegenden Erfindung ist vorgesehen, daß die Führungen
oder Führungselemente in den seitlichen Wandungen eines Schrankelementes und/oder
in Boden und Deckplatte angeordnet sind. Entsprechend kann das Verschlußelement horizontal
oder vertikal bewegt werden. Darüber hinaus sind beliebige andere Bewegungsrichtungen
des Verschlußelementes denkbar.
[0012] Die Führungen oder Führungselemente können auf der Frontseite des Korpuselementes
angeordnet sein. In diesem Fall erstreckt sich das Führungselement, das in der Führung
aufgenommen ist, im wesentlichen senkrecht zum Verschlußelement. Das Verschlußelement
wird somit auf der Frontseite des Korpuselementes geführt und kann dieses vollständig
überdecken, was bei vorbekannten Lösungen gemäß dem Stand der Technik nicht möglich
ist.
[0013] In weiterer Ausgestaltung der vorliegenden Erfindung ist vorgesehen, daß die Führungen
oder Führungselemente auf der Außenseite des Korpuselementes angeordnet sind.
[0014] Besonders vorteilhaft ist es, wenn eine oder beide Wangen und/oder die Deckplatte
und/oder der Boden des Korpuselementes oder alle Bestandteile des Korpuselementes
wenigstens teilweise hohl ausgeführt sind und sich die Führungen oder Führungselemente
in den Hohlraum erstrecken. Somit ist es möglich, einen Rolladen beim Aufschieben
des Korpuselementes teilweise oder vollständig beispielsweise in der Korpusseitenwand,
der Deckplatte oder auch im Boden aufzunehmen.
[0015] Das Verschlußelement kann eine Schiebetür sein, die wenigstens teilweise aus Glas
und/oder Metall besteht. Darüber hinaus sind auch beliebige andere Materialien, wie
z.B. Holz, einsetzbar.
[0016] In weiterer Ausgestaltung der vorliegenden Erfindung ist vorgesehen, daß das Führungselement
des Verschlußelementes aus mit dem Verschlußelement in Verbindung stehenden Schlitten
ausgeführt ist. Die Schlitten sind entsprechend mit dem Verschlußelement (z.B. Rolladen,
Schiebetür etc.) verbunden und in einer erfindungsgemäß angeordneten Führungsnut verschiebbar
aufgenommen.
[0017] Ebenso ist es denkbar, daß das Führungselement des Verschlußelementes aus mit dem
Verschlußelement in Verbindung stehenden Rollen oder Walzen ausgeführt ist. Durch
eine derartige Ausführungsform läßt sich eine besonders leichtgängige Bewegbarkeit
des Verschlußelementes realisieren.
[0018] Das Verschlußelement kann ein Rolladen sein, der Lamellen aufweist, die in ihren
beiden Endbereichen Endkappen aufweisen, wobei die Endkappen die Schlitten, Rollen
oder Walzen umfassen. Die Endkappen können von den Lamellen lösbar ausgeführt sein.
Die Lamellen können runde, abgeflachte oder beliebige andere Ausschnittsformen aufweisen.
[0019] In weiterer Ausgestaltung der vorliegenden Erfindung ist vorgesehen, daß das Verschlußelement
ein Rolladen ist, dessen Lamellen auf ihrer Innenseite zwei im Querschnitt teilkreisförmige
Ausnehmungen aufweisen, in die ein Verbindungselement eingreift, das gegenüber den
Ausnehmungen verschwenkbar ausgeführt ist. Derartige Verbindungselemente dienen dazu,
zwei benachbarte Lamellen in einem vorgesehenen Abstand miteinander zu verbinden.
Die Verbindungselemente werden beispielsweise von der Rückseite des Rolladens in die
entsprechenden Ausnehmungen der Lamellen eingesteckt oder eingeschoben und stehen
mit den Lamellen schwenkbar in Verbindung. Die Verbindungselemente verhindern ein
unbeabsichtigtes Lösen der Lamellen voneinander und gewährleisten die Verschwenkbarkeit
der Lamellen zueinander.
[0020] Die vorliegende Erfindung betrifft ferner ein Verschlußelement zum Verschließen eines
erfindungsgemäßen Korpuselementes, wobei das Verschlußelement Führungen oder Führungselemente
aufweist, die mit Führungselementen oder Führungen des Korpuselementes bewegbar verbindbar
sind. Wenigstens eine der Führungen oder Führungselemente des Verschlußelementes ist
derart ausgeführt, daß das Verschlußelement mit einem Führungselement oder einer Führung
bewegbar verbindbar ist, die auf einer anderen Seite als den einander zugewandten
Innenseiten des Korpuselementes angeordnet ist.
[0021] Besonders vorteilhaft ist es, wenn die Führungselemente des Verschlußelementes derart
ausgeführt sind, daß diese in einer Führung aufnehmbar sind, die sich auf der Front-
oder Außenseite des Korpuselementes befindet.
[0022] Die Führungselemente können als Schlitten, Rollen oder Walzen ausgeführt sein. Das
Verschlußelement kann ein Rolladen oder eine Schiebetür umfassen.
[0023] Weitere Einzelheiten und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden anhand eines
in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1:
- Eine perspektivische Ansicht eines Rolladens, der in einer Führungsnut eines erfindungsgemäßen
Korpuselementes aufgenommen ist,
- Fig. 2:
- eine Draufsicht auf Rolladen und Führungsnut gemäß Fig. 1,
- Fig. 3:
- eine Querschnittsansicht des Rolladens sowie der Führungsnut gemäß Fig. 1,
- Fig. 4:
- eine Längsschnittansicht gemäß Linie A-A in Fig. 3,
- Fig. 5:
- eine Längsschnittansicht gemäß Linie B-B in Fig. 3,
- Fig. 6:
- eine Detaildarstellung von Detail C in Fig. 4,
- Fig. 7:
- eine Detaildarstellung von Detail D in Fig. 3,
- Fig. 8:
- eine Längsschnittdarstellung durch einen Rolladen mit Führungsnut eines erfindungsgemäßen
Korpuselementes gemäß einer Ausführungsform mit Walzen oder Rollen als Führungselementen,
- Fig. 9:
- schematische Darstellungen von durch ein verschiebbares Verschlußelement verschließbaren
Korpuselementen,
- Fig. 10:
- schematische Darstellungen von Querschnitten von Eckschränken, die mittels eines Verschlußelementes
verschließbar sind,
- Fig. 11:
- eine schematische Längsschnittdarstellung und eine perspektivische Ansicht eines Korpuselementes
mit Hohlraum, in dem ein Rolladen aufnehmbar ist,
- Fig. 12:
- schematische Darstellungen der erfindungsgemäßen Anordnung von Führungsnuten und
- Fig. 13:
- schematische Darstellung der Anordnung einer Führungsnut gemäß dem Stand der Technik.
[0024] Fig. 1 zeigt in einer perspektivischen Darstellung ein erfindungsgemäßes Korpuselement
10. Das Korpuselement 10 weist auf seiner Außenseite 104 die Nut 11 auf, in der Führungselemente
des Rolladens 20 bzw. der diesen bildenden Lamellen 24 verschiebbar aufgenommen sind.
Die Lamellen 24 weisen in ihren Endbereichen Endkappen 26 auf, die die in der Nut
11 aufgenommenen Führungselemente umfassen.
[0025] Fig. 2 zeigt den Rolladen gemäß Fig. 1 in einer Seitenansicht. Die mit den Endkappen
26 verbundenen Führungselemente sind in Fig. 2 durch diese verdeckt und in der Nut
11 bewegbar aufgenommen. Fig. 2 verdeutlicht, daß die Nut 11 sich nicht auf der Innenseite
des Korpuselementes 10, sondern auf dessen Außenseite 104 erstreckt. Hierdurch wird
das Korpuselement 10 je nach Ausführungsform teilweise oder vollständig durch den
Rolladen 20 überdeckt. Somit läßt sich nicht nur ein einheitliches Fugenbild, sondern
auch eine günstige Frontintegration erreichen.
[0026] Fig. 3 zeigt den Rolladen 20 sowie das Korpuselement 10 in einer Querschnittdarstellung.
Hierbei wird ersichtlich, daß die Endkappen 26 den Schlitten 22 aufweisen, der in
der Nut 11 bewegbar aufgenommen ist. Die Nut 11 ist auf der Außenseite 104 des Korpuselementes
10 angeordnet. Auf diese Weise wird die Innenseite des Korpuselementes 10 sowie dessen
Frontseite 102 durch den geschlossenen Rolladen 20 verdeckt. Auch im geöffneten Zustand
sind keine den optischen Eindruck störenden Nuten sichtbar, da sich diese auf der
Außenseite 104 des Korpuselementes 10 erstrecken.
[0027] Fig. 4 zeigt eine Längsschnittdarstellung gemäß der Schnittlinie A-A in Fig. 3. Hieraus
ist ersichtlich, daß jede der Lamellen 24 einen Schlitten 22 aufweist, der bewegbar
in der Nut 11 angeordnet ist. Die Lamellen 24 weisen teilkreisförmige Ausnehmungen
28 auf, die zur Aufnahme eines Verbindungselementes dienen.
[0028] Die Anordnung der Verbindungselemente 40 wird aus Fig. 5 ersichtlich. Hier sind Lamellen
24 dargestellt, die jeweils zwei sich in Längsrichtung der Lamelle 24 erstreckende
teilkreisförmige Ausnehmungen 28 aufweisen. In je einer dieser Ausnehmungen 28 greift
das Verbindungselement 40 ein, das ein Lösen der Lamellen 24 voneinander verhindert
und gewährleistet, daß die Lamellen zueinander verschwenkbar angeordnet sind. Eine
derartige Ausgestaltung ermöglicht zudem die Realisierung von besonders engen Krümmungsradien
des Rolladens 20.
[0029] Fig. 6 zeigt in einer vergrößerten Ansicht Detail C gemäß Fig. 4. Hieraus wird nochmals
die Anordnung der Schlittens 22 sowie der Lamellen 24 und der teilkreisförmigen Ausnehmungen
28 verdeutlicht. Die Schlitten 22 sowie die Lamellen 24 weisen vorteilhaft eine Länge
auf, die die Führung des Rolladens 20 um Krümmungsradien von ≤ 50 mm, vorzugsweise
≤ 20 mm ermöglicht.
[0030] Fig. 7 zeigt in vergrößerter Darstellung Detail D gemäß Fig. 3. Man erkennt, daß
der Rolladen 20 bzw. die diesen bildenden Lamellen 24 die Frontseite 102 des Korpuselementes
10 verdecken und auf der Außenseite 104 des Korpuselementes 10 in der Nut 11 geführt
sind. Die Führung erfolgt mittels des Schlittens 22, der an der Endkappe 26 angeordnet
ist. Die Endkappe 26 kann fest mit der Lamelle 24 oder auch von dieser lösbar ausgeführt
sein.
[0031] Fig. 8 zeigt eine weitere Ausführungsform des Rolladens 20. Hier sind ineinander
greifende Lamellen 24 vorgesehen, wodurch die Anordnung separater Verbindungselemente
40 überflüssig wird. Die Lamellen 24 sind zueinander verschwenkbar angeordnet und
stehen jeweils mit einer Walze oder Rolle 23 in Verbindung, die in der Nut 11 rotierbar
geführt ist. Die Nut 11 ist erfindungsgemäß in dem Korpuselement 10 angeordnet. Auch
hierbei ist es möglich, besonders enge Radien zu realisieren, wodurch sich neue Anwendungsgebiete
erschließen und neue Formen des Rolladens verwirklichen lassen. Die Lamellen 24 weisen
Abdeckungen auf, die bewirken, daß auch bei Durchlaufen einer konvexen Krümmung keine
großen Spalte zwischen den Lamellen 24 entstehen.
[0032] Neben den in Fig. 1-8 gezeigten Formen sind beliebige Ausgestaltungen der Lamellen
möglich. Diese können z.B. eine runde, ovale, langgestreckte oder auch stabförmige
Querschnittsform aufweisen.
[0033] Fig. 9 zeigt in einer schematischen Darstellung verschiedene Korpuselemente 10, die
ein Schrankelement 16, Borde 12 sowie eine Kombination aus einem Bord 12 und einer
Leiste 14 umfassen. Alle dargestellten Korpuselemente 10 sind durch die Schiebetür
30 verschließbar ausgeführt. Die Schiebetür 30 ist in Führungen bewegbar aufgenommen,
die sich erfindungsgemäß auf der Frontseite oder Außenseite des Korpuselementes bzw.
des Schrankelementes 16, der Borde 12 oder auch der Leiste 14 erstrecken. Aus Fig.
9, links wird deutlich, daß der Boden 162 und die Deckplatte 164 des Schrankelementes
16 auf ihrer Frontseite oder Außenseite Führungen aufweisen, in denen die Schiebetür
30 geführt ist. Ebenso ist es möglich, daß eine Führung auf der Innenseite und die
andere Führung auf der Front- oder Außenseite angeordnet ist. Entsprechendes gilt
für die Borde 12 und die Kombination aus Bord 12 und Leiste 14. Die Schiebetür kann
aus Glas oder Metall ausgeführt sein. Grundsätzlich ist jedoch auch jedes andere Material,
beispielsweise Holz denkbar.
[0034] Fig. 10 zeigt schematische Schnittdarstellungen von Eckschränken 16. Diese sind durch
den Rolladen 20 verschließbar ausgeführt, wobei dieser um sehr geringe Radien sowohl
konkav als auch konvex geführt werden kann.
[0035] Fig. 11 zeigt ein Ausführungsbeispiel, bei dem das Korpuselement 10 einen Hohlraum
106 aufweist. Der Rolladen 20 ist auf der Außenseite des Korpuselementes 10 geführt
und kann im geöffneten Zustand in dem Hohlraum 106 aufgenommen werden, was eine besonders
platzsparende Anordnung erlaubt.
[0036] Fig. 12 zeigt in einer schematischen Darstellung die erfindungsgemäße Anordnung der
Nut 11. Gemäß Fig. 12, oben ist diese auf der Frontseite 102 eines Korpuselementes
10 angeordnet. Ebenso ist es denkbar, diese auf der Außenseite 104 vorzusehen, wie
dies in Fig. 12 in der mittleren und unteren Abbildung dargestellt ist. In den Ausführungsformen
gemäß Fig. 12 läßt sich ein günstiges Fugenbild und eine optimale Frontintegration
realisieren. Hinzu kommt, daß die Bodenplatte in allen Fällen abdeckbar ist. Ein weiterer
Vorteil ergibt sich daraus, daß die Nut nicht auf der Innenseite angeordnet ist, was
eine entsprechende Verschmutzungsproblematik ausschließt und zum anderen einen günstigen
optischen Eindruck vermittelt. Die Nut kann nicht nur T-förmig, sondern auch beispielsweise
L-förmig ausgeführt sein oder auch jede beliebige andere Querschnittsform aufweisen.
Wie aus Fig. 12 (mittlere Abbildung) hervorgeht, kann die Außenseite 104 des Korpuselementes
10 im Bereich der Nut 11 gegenüber der Außenseite des Korpuselementes 10 zurückversetzt
sein.
[0037] Fig. 13 zeigt eine schematische Darstellung des Korpuselementes 10 und einer auf
der Innenseite angeordneten Nut gemäß dem Stand der Technik.
1. Korpuselement (10) mit Verschlußelement, durch das das Korpuselement (10) wenigstens
teilweise verschließbar ist, wobei das Korpuselement (10) oder das Verschlußelement
Führungen und das andere der Elemente Führungselemente aufweist, die in den Führungen
bewegbar aufgenommen sind,
dadurch gekennzeichnet,
daß wenigstens eine der Führungen oder Führungselemente des Korpuselementes (10) auf
einer anderen Seite als den einander zugewandten Innenseiten des Korpuselementes (10)
angeordnet ist.
2. Korpuselement (10) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Führung eine Führungsnut (11) ist.
3. Korpuselement (10) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungsnut (11) einen T- oder L-förmigen Querschnitt aufweist.
4. Korpuselement (10) nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Verschlußelement ein Rolladen (20) oder eine Schiebetür (30) ist.
5. Korpuselement (10) nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Korpuselement (10) durch Borde (12), Leisten (14), ein Schrankelement (16) oder
Kombinationen dieser Elemente gebildet wird.
6. Korpuselement (10) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungen oder Führungselemente in den seitlichen Wandungen eines Schrankelementes
(16) und/oder in Boden (162) und Deckplatte (164) angeordnet sind.
7. Korpuselement (10) nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungen oder Führungselemente auf der Frontseite (102) des Korpuselementes
(10) angeordnet sind.
8. Korpuselement (10) nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungen oder Führungselemente auf der Außenseite (104) des Korpuselementes
(10) angeordnet sind.
9. Korpuselement (10) nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß eine oder beide Wangen und/oder die Deckplatte und/oder der Boden des Korpuselementes
(10) oder alle Bestandteile des Korpuselementes (10) wenigstens teilweise hohl ausgeführt
sind und sich die Führungen oder Führungselemente in den Hohlraum (106) erstrecken.
10. Korpuselement (10) nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß das Verschlußelement eine Schiebetür (30) ist, die wenigstens teilweise aus Glas
und/oder Metall besteht.
11. Korpuselement (10) nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß das Führungselement des Verschlußelementes aus mit dem Verschlußelement in Verbindung
stehenden Schlitten (22) ausgeführt ist.
12. Korpuselement (10) nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß das Führungselement des Verschlußelementes aus mit dem Verschlußelement in Verbindung
stehenden Rollen oder Walzen (23) ausgeführt ist.
13. Korpuselement (10) nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, daß das Verschlußelement ein Rolladen (20) ist, der Lamellen (24) aufweist, die in ihren
beiden Endbereichen Endkappen (26) aufweisen, und daß die Endkappen (26) die Schlitten
(22), Rollen oder Walzen (23) umfassen.
14. Korpuselement (10) nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß das Verschlußelement ein Rolladen (20) ist, dessen Lamellen (24) auf ihrer Innenseite
zwei im Querschnitt teilkreisförmige Ausnehmungen (28) aufweisen, in die ein Verbindungselement
(40) eingreift, das gegenüber den Ausnehmungen (28) verschwenkbar ausgeführt ist.
15. Verschlußelement zum Verschließen eines Korpuselementes (10) nach einem oder mehreren
der Ansprüche 1 bis 14, wobei das Verschlußelement Führungen oder Führungselemente
aufweist, die mit Führungselementen oder Führungen des Korpuselementes (10) bewegbar
verbindbar sind,
dadurch gekennzeichnet,
daß wenigstens eine der Führungen oder Führungselemente des Verschlußelementes derart
ausgeführt ist, daß das Verschlußelement mit einem Führungselement oder einer Führung
verbindbar ist, die auf einer anderen Seite als den einander zugewandten Innenseiten
des Korpuselementes (10) angeordnet ist.
16. Verschlußelement nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungselemente des Verschlußelementes derart ausgeführt sind, daß diese in
einer Führung aufnehmbar sind, die sich auf der Front- (102) oder Außenseite (104)
des Korpuselementes (10) befindet.
17. Verschlußelement nach Anspruch 15 oder 16, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungselemente als Schlitten (22), Rollen oder Walzen (23) ausgeführt sind.
18. Verschlußelement nach einem oder mehreren der Ansprüche 15 bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß das Verschlußelement ein Rolladen (20) oder eine Schiebetür (30) ist.